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Autor Thema: TESS - Transiting Exoplanet Survey Satellite  (Gelesen 18787 mal)

Offline Schillrich

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TESS - Transiting Exoplanet Survey Satellite
« am: 08. April 2013, 14:59:26 »
... oder Kepler 2.0 ...

Offenbar hat die NASA TESS (Transiting Exoplanet Survey Satellite) in ihrem  Astrophysics Explorer Program ausgewählt. TESS soll über die Transitmethode nach Exoplaneten bis auf Erdgröße suchen, am ganzen (nahen) Himmel. TESS wird dabei eine Anordnung von Teleskopen nutzen (was immer das konkret heißt ...), soll bis zu 200 Millionen USD kosten und 2017 abheben.

Quelle: http://www.nasa.gov/home/hqnews/2013/apr/HQ_13-088_Astro_Explorer_Mission_.html
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Offline Nitro

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Re: TESS - Transiting Exoplanet Survey Satellite
« Antwort #1 am: 08. April 2013, 15:14:49 »
TESS wird dabei eine Anordnung von Teleskopen nutzen (was immer das konkret heißt ...)

Es handelt sich wohl um vier unterschiedliche Weitwinkel-Teleskope. Man peilt einen sehr hochelliptischen Orbit an. Aufnahmen sollen nur im erdfernen Bereich durchgefuehrt werden und bei Annaeherung an die Erde werden schliesslich die Daten uebertragen. Zu diesem Zweck soll es moeglich sein bis zu drei Monate an Daten zu speichern und sogar schon vor der Uebertragung an Bord eine Vorauswahl getroffen werden.

Angeblich soll die Sonde mit einer Pegasus gestartet werden...die ist gegen aller Erwartungen einfach doch nicht tot zu kriegen.  :)
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Offline Schillrich

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Re: TESS - Transiting Exoplanet Survey Satellite
« Antwort #2 am: 08. April 2013, 15:17:43 »
Hmmm ... Pegasus hat IBEX doch auch auf "so einen" Orbit geschossen. Ob das damit zusammenhängt? Wobei die anderen Träger das ja auch können sollten.
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Offline Nitro

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Re: TESS - Transiting Exoplanet Survey Satellite
« Antwort #3 am: 08. April 2013, 15:31:05 »
Der Orbit ist nicht das Problem. Bei einem aehnlichen Orbit wie IBEX muesste TESS auch eine aehnliche Groesse und Gewicht vorstellen. Ich habe leider dazu bisher noch keine Informationen finden koennen. Ich kann mir kaum vorstellen wie man eine Anordnung von vier Teleskopen in ein solch kleines RFZ bekommen soll.
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Offline Major Tom

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Re: TESS - Transiting Exoplanet Survey Satellite
« Antwort #4 am: 08. April 2013, 16:23:56 »
Der Orbit ist nicht das Problem. Bei einem aehnlichen Orbit wie IBEX muesste TESS auch eine aehnliche Groesse und Gewicht vorstellen. Ich habe leider dazu bisher noch keine Informationen finden koennen. Ich kann mir kaum vorstellen wie man eine Anordnung von vier Teleskopen in ein solch kleines RFZ bekommen soll.

Das werden wohl ziemlich kleine Geräte sein. Egal, wir bekommen einen neuen Planetensucher!  :)
Wir brauchen mehr davon, am besten eine ganze Flotte.  ;D
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Offline GG

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Re: TESS - Transiting Exoplanet Survey Satellite
« Antwort #5 am: 08. April 2013, 17:16:14 »
GAIA ist zwar nicht in erster Linie Planetensucher, hat aber dennoch enormes Potenzial dazu. Man erwartet 30.000 Neuentdeckungen allein bei Exoplaneten. Start: 2013.

Offline Major Tom

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Re: TESS - Transiting Exoplanet Survey Satellite
« Antwort #6 am: 08. April 2013, 17:55:09 »
GAIA ist zwar nicht in erster Linie Planetensucher, hat aber dennoch enormes Potenzial dazu. Man erwartet 30.000 Neuentdeckungen allein bei Exoplaneten. Start: 2013.

Ja, das wird spannend. Hoffentlich gibts keine Verschiebung mehr...
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Offline Kreuzberga

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Re: TESS - Transiting Exoplanet Survey Satellite
« Antwort #7 am: 08. April 2013, 21:20:58 »
Ich kann mir kaum vorstellen wie man eine Anordnung von vier Teleskopen in ein solch kleines RFZ bekommen soll.

Vor ein paar Jahren wollte man sogar noch 6 Teleskope montieren. Die Anzahl wurde dann vermutlich aus Kostengründen - nicht aus Platzgründen - reduziert.

Geplant wird Tess seit 2007.

Der große Vorteil von TESS gegenüber der Kepler und Corot ist, dass tatsächlich nach nahen Transitplaneten gesucht wird. Zwar ist die Wahrscheinlichkeit für ein Sonnensystem, dessen Ekliptik so ausgerichtet ist, dass Transitentdeckungen möglich sind, nicht sonderlich groß. Aber TESS nimmt etwa 2,5 Mio. Sterne in den Blick. Und selbst wenn nur ein Bruchteil davon, sagen wir ein Prozent, erdähnliche Planeten in der habitablen Zone hat - von denen TESS wiederum nur diejenigen entdecken kann, die Transits vollziehen - läge der nächste entdeckbare Planet in der habitablen Zone mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% gerade mal 60 bis 70 Lichtjahre entfernt.

Liegt die Rate für die Anwesenheit von derartigen Planeten bei 10%, würde diese Distanz auf 30 Lichtjahre schrumpfen. (Wer das genauer nachvollziehen will: http://arxiv.org/pdf/0903.4880)


Das sind hervorragende Bedingungen für eine Nachbeobachtung und Charakterisierung durch JWST und E-ELT und andere Großteleskope der nächsten Generation.


Online Majo2096

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Re: TESS - Transiting Exoplanet Survey Satellite
« Antwort #8 am: 09. April 2013, 17:06:25 »
Eine Mission mit sehr hohem Potential, wie ich finde.  8)

vorallem das man sich auf nahe Sterne Konzentrieren will finde Ich faszinierend da kann man auf viele Schöne Enddeckungen hoffen

Offline einsteinturm

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Re: TESS - Transiting Exoplanet Survey Satellite
« Antwort #9 am: 09. April 2013, 17:38:04 »
Wenn hier nicht richtig bitte verschieben! Ich frage mich ob eine Kombination von z.B. e-elt und einem Weltraumteleskop, z.B. einem Planetensucher auch möglich waere wie bei Radioastron? Was spricht dagegen?

websquid

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Re: TESS - Transiting Exoplanet Survey Satellite
« Antwort #10 am: 09. April 2013, 18:24:11 »
Wenn hier nicht richtig bitte verschieben! Ich frage mich ob eine Kombination von z.B. e-elt und einem Weltraumteleskop, z.B. einem Planetensucher auch möglich waere wie bei Radioastron? Was spricht dagegen?
Nein, das ist technisch leider nicht möglich. Interferometrie mit unabhängigen (also nicht direkt zusammen geschalteten Systemen wie dem VLTI) ist im sichtbaren Licht leider nicht machbar. Damit das funktionieren kann, müssen schließlich die Schwingungen der Photonen zeitlich hochaufgelöst aufgezeichnet werden können - das ist machbar im Nanosekundenbereich, aber nicht wesentlich höher. Momentan ist die Grenze wohl etwa bei 0,3mm Wellenlänge anzusiedeln (bis dahin geht ALMA), darunter scheint es kaum noch machbar zu sein.

Es ist auch eine Frage der Detektoren - für sichtbares Licht werden CCDs und ähnliches eingesetzt, die alle Impulse aufzeichnen, keine Schwingungen. Sensoren die dazu in der Lage sind bei noch kürzeren Wellenlängen sind mir zumindest nicht bekannt.

waldmannpeter95

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Re: TESS - Transiting Exoplanet Survey Satellite
« Antwort #11 am: 25. April 2013, 15:42:58 »
TESS wird auf einer LEOStar-2 Rakete starten. Orbital hat den Zuschlag, mit einem Umfang von 75mil.$, erhalten.
Start ist für Mitte 2017, also noch vor JWST, angepeilt.
Hier der Artikel von astrowatch.net
http://www.astrowatch.net/2013/04/orbital-selected-by-nasa-for-tess.html

Offline Nitro

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Re: TESS - Transiting Exoplanet Survey Satellite
« Antwort #12 am: 25. April 2013, 15:47:54 »
Korrektur: LEOStar-2 ist keine Rakete sondern ein Satelliten-Bus auf dem TESS aufbauen wird.  Orbital wird TESS naemlich nicht ins All starten sondern bauen.

Siehe auch hier z.B.:

http://www.orbital.com/newsinfo/publications/leostar_fact.pdf
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waldmannpeter95

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Re: TESS - Transiting Exoplanet Survey Satellite
« Antwort #13 am: 25. April 2013, 15:54:55 »
* hau mir auf den Kopf *
Sorry hab da wohl was falsch verstanden ::) ::)

Offline Schillrich

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Re: TESS - Transiting Exoplanet Survey Satellite
« Antwort #14 am: 25. April 2013, 16:35:33 »
Sie sollen ihn aber auch starten ... auf der Pegasus :).
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Re: TESS - Transiting Exoplanet Survey Satellite
« Antwort #15 am: 06. Oktober 2013, 15:30:13 »
Ein informatives Video zur Beobachtungs- und Orbiteinschussstrategie von TESS:


Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS)

Was mir nicht ganz klar ist: Der gesamte Himmel wird von TESS in 26 Sektoren eingeteilt. TESS beobachtet zu einem gegebenen Zeitpunkt immer nur einen dieser Sektoren. Im ersten Jahr die 13 Sektoren des Nordhimmels, im zweiten Jahr die 13 des Südhimmels. D.h. TESS entgehen 96% aller Transits die in diesen 2 Jahren stattfinden (exakter vielleicht 95%, da sich am Nord- und Südpol die Sektoren überlappen). Sicher sind es wieder finanzielle Gründe die das so stark einschränken, aber ein bisschen schade ist es trotzdem. Wenn man bedenkt dass nur wenige der Planeten in unserer solaren Nachbarschaft transitieren und TESS wird fast keinen davon finden können. Man erwartet zwar wieder eine 4-stellige Zahl neuer Exoplaneten die man dann auch wirklich nachuntersuchen kann (was großartig ist), aber ein wirklich naher Planet in 20, 30 oder 40 LJ Entfernung wird höchstwahrscheinlich nicht dabei sein. Oder habe ich hier irgendwas falsch verstanden?

Offline Braunschweiger

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Re: TESS - Transiting Exoplanet Survey Satellite
« Antwort #16 am: 06. Oktober 2013, 17:26:24 »
Ein informatives Video zur Beobachtungs- und Orbiteinschussstrategie von TESS:


Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS)

Was mir nicht ganz klar ist: Der gesamte Himmel wird von TESS in 26 Sektoren eingeteilt. TESS beobachtet zu einem gegebenen Zeitpunkt immer nur einen dieser Sektoren. Im ersten Jahr die 13 Sektoren des Nordhimmels, im zweiten Jahr die 13 des Südhimmels. D.h. TESS entgehen 96% aller Transits die in diesen 2 Jahren stattfinden (exakter vielleicht 95%, da sich am Nord- und Südpol die Sektoren überlappen). Sicher sind es wieder finanzielle Gründe die das so stark einschränken, aber ein bisschen schade ist es trotzdem. Wenn man bedenkt dass nur wenige der Planeten in unserer solaren Nachbarschaft transitieren und TESS wird fast keinen davon finden können. Man erwartet zwar wieder eine 4-stellige Zahl neuer Exoplaneten die man dann auch wirklich nachuntersuchen kann (was großartig ist), aber ein wirklich naher Planet in 20, 30 oder 40 LJ Entfernung wird höchstwahrscheinlich nicht dabei sein. Oder habe ich hier irgendwas falsch verstanden?


Hm, scheint wirklich so zu sein. Das Teil findet zuverlässig entsprechend nur Planeten mit einer Umlaufzeit von maximal 13,5 Tagen. Es wird sehr viele Planeten finden (kleine und große um rote Zwerge mit geringem Abstand), aber nichts wirklich interessantes. Um die wirklich interessanten (= erdähnlich + angenehmer Abstand zum Stern) müsste man ja vermutlich mindestens 5 Jahre dauerhaft beobachten oder zumindest multiplexen (= im kurzen Abstand zwischen den Sektoren springen)

Offline Volker

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Re: TESS - Transiting Exoplanet Survey Satellite
« Antwort #17 am: 07. Oktober 2013, 15:16:38 »
Hallo,

TESS wird pro Stern 72 Tage beobachten. Erwartet werden 1600-2700 Planeten, davon etwa 100-300 (Super)Erden.
Siehe z.B.
Gruss,
Volker

 
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Re: TESS - Transiting Exoplanet Survey Satellite
« Antwort #18 am: 07. Oktober 2013, 19:45:03 »
Verstehe ich nicht. 2 Jahre Beobachtungszeit und 72 Tage pro Stern. Dann dürfte TESS den Himmel ja nur in 10 Sektoren einteilen. Es sind aber 26 Sektoren (wenn das Video korrekt ist)!
Wird in der Arbeit noch von einem deutlich größeren FOV ausgegangen? Das Paper stammt von Anfang 2010. Ist da vielleicht einiges dem Rotstift zum Opfer gefallen?

Offline tobi

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Re: TESS - Transiting Exoplanet Survey Satellite
« Antwort #19 am: 07. November 2014, 23:44:06 »
Airbus Chef Tom Enders: "Wegwerf-Raketen sind ein Auslaufmodell."

Offline blackman

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Re: TESS - Transiting Exoplanet Survey Satellite
« Antwort #20 am: 02. November 2015, 08:07:21 »
Laut Wikipedia soll TESS auf einer Falcon 9 starten? Stimmt das weil die Nachricht dass TESS auf einer Pegasus starten soll schon recht alt ist?

Offline Doc Hoschi

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Re: TESS - Transiting Exoplanet Survey Satellite
« Antwort #21 am: 02. November 2015, 21:19:29 »
Das wird auch auf der TESS-Seite bestätigt. Dort steht aber Juni 2018 und nicht wie bei Wiki August 2017. Letzterer Termin gilt laut der TESS-Seite für den working launch date, wat auch immer damit gemeint ist.
Douglas Adams: "In an infinite universe, the one thing sentient life cannot afford to have is a sense of proportion."

GerdW

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Re: TESS - Transiting Exoplanet Survey Satellite
« Antwort #22 am: 03. Mai 2016, 17:29:50 »
Infos und Bilder zum Bau von TESS gibt es bei Twitter: https://twitter.com/NASA_TESS
(wenns interessiert)

Reaktionsrad für TESS :


Offline Lumpi

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Re: TESS - Transiting Exoplanet Survey Satellite
« Antwort #23 am: 11. Juni 2017, 18:52:17 »
Verstehe ich nicht. 2 Jahre Beobachtungszeit und 72 Tage pro Stern. Dann dürfte TESS den Himmel ja nur in 10 Sektoren einteilen. Es sind aber 26 Sektoren (wenn das Video korrekt ist)!
Wird in der Arbeit noch von einem deutlich größeren FOV ausgegangen? Das Paper stammt von Anfang 2010. Ist da vielleicht einiges dem Rotstift zum Opfer gefallen?

Lieber spät als nie...

Das soll bestimmt 27 Tage heißen. (2 Orbits a 13,7 Tage). Siehe auch dieses pdf
Zitat
TESS will tile the sky with 26 observation sectors:
 • At least 27 days staring at each 24° x 96° sector  ... Two 13.7 day orbits per observation sector
https://tess.gsfc.nasa.gov/documents/tess_factsheet_06-05-15.pdf

Aktueller Starttermin ist der 20. März 2018, bzw. nicht später als Juni 2018. https://tess.gsfc.nasa.gov/launch.html
Das Bekannte ist endlich, das Unbekannte unendlich.

MaxBlank

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Re: TESS - Transiting Exoplanet Survey Satellite
« Antwort #24 am: 29. Juli 2017, 15:36:13 »
Beim Thermal-Vakuum-Test der vier Kameras für TESS hat sich herausgestellt, dass im kalten Zustand in den Randbereichen des Gesichtfelds nicht mehr scharf abgebildet wird. Ursache der Verzerrung sind vermutlich Kristallisationsprozesse im Klebstoff, der die Detektoren hält. Da TESS in erster Linie eine photometrische Mission ist (nicht primär auf geometrische Auflösung hin getrimmt), hält NASA den Verlust an Performance (ca 10%) für verschmerzbar und will die Kameras vorerst nicht nachbessern. Der Effekt wird weiter beobachtet; falls er sich verstärkt, könnte sich NASA immer noch für eine Reparatur entscheiden..

   Quelle:    http://spacenews.com/cameras-on-nasa-exoplanet-spacecraft-slightly-out-of-focus/

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