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Autor Thema: Bemannte Venuslandung  (Gelesen 13887 mal)

Offline Meagan

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Re: Bemannte Venuslandung
« Antwort #25 am: 03. März 2014, 20:13:26 »
Auf der Venus zu landen und wieder aufzusteigen ist vielleicht einfacher als üblicherweise angenommen. Eben wegen der dicken Atmosphäre. Zum landen würde ein schlichter Gleiter genügen. Um die ersten 50km wieder aufzusteigen reicht im Prinzip ein Ballon, der eine Kapsel auf einfache Weise wider nach oben zieht. Als Hitzeschutz ließen sich auch Hitzeschutzkacheln die mit Molybdän oder Wolfram beschichtet sind verwenden.

Was könnte man auf der Oberfläche machen ?
- nach Edelmetalle suchen ; -> Aufwand Nutzen Verhältnis indiskutabel
- Astronomische Forschung betreiben; -> Bei der Atmosphäre ist kein Stern mehr zu sehen
- sich freuen, daß man im Hochofen landen kann ; -> das wäre doch mal ein wirklich sinnvoller Grund  ::)

McFire

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Re: Bemannte Venuslandung
« Antwort #26 am: 03. März 2014, 20:48:58 »
Hitzeschutzkacheln sind IMHO nicht geeignet. Auf- und Abstieg müßten in jedem Fall vergleichsweise langsam vor sich gehen. Eben wegen der dicken Atmosphäre.  Da würde sich immens schnell Reibungswärme aufbauen. Also langsam, egal ob Gleiter oder Ballon. Aber auch Hitzeschutzkacheln würden sich dann durchgehend erwärmen, speichern und diese Wärme nach innen abgeben. Was man beim Kachelofen ja umgedreht nutzt.

Meiner Meinung nach ist eine Venuslandung eine reine Frage der (zukünftigen) Energieversorgung. Nur aktive Kühlung würde etwas bringen, wobei die nutzbaren Temperaturdifferenzen halt ungünstig gering sind. Deshalb wird es noch seeehr lange dauern, bis ein Aufenthalt im Bereich Tage möglich ist. Selbst ein "kurzes" tiefes Eintauchen, um z.B. Bilder zu machren, wird noch lange nicht möglich sein außer vielleicht für speziell dafür gebauten Sonden. Aber da wirds wieder am Geld scheitern...

Offline Ensi

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Re: Bemannte Venuslandung
« Antwort #27 am: 17. Juni 2014, 11:49:09 »
Wie wäre es mit VenusOne  ;)
Wir schicken eine Gruppe Freiwilliger oneway auf die Oberfläche der Venus und versprechen Sie, bis zum Ende ihres Lebens, mit Luft, Wasser und Nahrung zu versorgen.

Mit Werbeunterbrechungen  bekommt man so sicher ein "sauspannendes", 90minütiges Finale.

sehr gehässig ich weiss.....



Offline Stefan307

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Re: Bemannte Venuslandung
« Antwort #28 am: 16. März 2017, 18:28:16 »
Heute im Halbschlaf kam mir ein Gedanke:

Wenn man schwebende Städte (oder sei es auch nur eine kleine Basis) auf der Venus hat, und ein 100 km langes CNT Seil runterhängt, dann könnte man an dem Seil doch hinunter und hinaufklettern?

Ich hoffe es stört nicht wenn ich hier weiter alte Threads ausgrabe  :-\
Auf die Idee analog einer "Taucherglocke" eine Sonde von einem Balon abzulassen, kann man schon kommen wenn hier der Vergleich mit den Ozeanen der Erde genannt wird. Das wäre doch auch eine recht simple Methode die Lebensdauer einer Venussonde zu erhöhen, wenn eine "Landekapsel" mehrfach abgesenkt werden kann. Größtes Problem dürfte der geschwindigkeits Unterschied der oberen Atmosphäre zur Oberfläche sein...

MFG S
Das Ganze könnte man auch als "Fingerübung" für die Gasplaneten ansehen...

Offline Grassithor

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Re: Bemannte Venuslandung
« Antwort #29 am: 17. März 2017, 11:31:01 »
Ich hoffe es stört nicht wenn ich hier weiter alte Threads ausgrabe  :-\

Ganz im Gegenteil, ich hätte den thread sonst wohl nie gelesen. War sehr interessant.
Beim Thema verstärkte EVA Anzüge und dem vergleich mit diesen Panzertauchanzügen musste ich unweigerlich an die Powerrüstung in Fallout 4 denken

http://fallout.wikia.com/wiki/Power_armor_(Fallout_4)?file=Fo4_power_armor_concept_art.jpg

Das wären auch eher (gehende) Fahrzeuge als Anzüge

Gruß Stefan

Offline McPhönix

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Re: Bemannte Venuslandung
« Antwort #30 am: 17. März 2017, 15:18:48 »
Oh gott, das kann doch nur ein dauerpubertierender 40jähriger Grafiker mit Bauchansatz gemalt haben !
Ich hör ihn förmlich jammern :
"Hach schade, hier kann ich leider nicht solche alle minderbemittelten Computerspieler beeindruckenden 5-6 Dornen an die Schultern malen. Na wenigstens muß so'ne Schüssel drauf, die massig Staub und Temperatur einfängt. Für das Lebens- und Energiesystem laß ich physikalische Gesetze einfach mal weg.
Überhaupt muß das Ding aussehen wie ein Transformer. Braucht ja nicht schwul herumhüpfen wie'n Zauberer oder so."
Ich habe keine Angst vor Aliens. Solange sie über uns lachen wegen dem kleinkarierten Raketengefummel auf der Erde, tun sie uns nix.

Offline Grassithor

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Re: Bemannte Venuslandung
« Antwort #31 am: 17. März 2017, 15:36:08 »
@McPhönix:

Es gibt auch eine Version mit Dornen oder Stacheln an den Schultern

Offline McPhönix

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Re: Bemannte Venuslandung
« Antwort #32 am: 17. März 2017, 15:41:59 »
Oh, dann ist alles ok ;)
Ich habe keine Angst vor Aliens. Solange sie über uns lachen wegen dem kleinkarierten Raketengefummel auf der Erde, tun sie uns nix.

Offline aasgeir

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Re: Bemannte Venuslandung
« Antwort #33 am: 22. Mai 2018, 15:41:43 »
   HAVOC : High Altitude Venus Operational Concept
NASA untersucht zur Zeit intern das Konzept einer 30-Tage-Mission in die Venusatmosphäre,
bei der ein bemanntes(!) Luftschiff in etwa 50 km Höhe über der Venusoberfläche navigiert und Messungen durchführt. Nach Abschluß der Arbeiten kehrt die Besatzung mit einer Aufstiegsstufe in eine Venusumlaufbahn zurück, wo die Rückkehrkapsel für den Rückflug zur Erde kreist.
Die gesamte Flugdauer soll kürzer sein als bei einer bemannten Marsmission.


 Bild: HAVOC / NASA SACD

Quelle: https://sacd.larc.nasa.gov/smab/havoc/
            https://twitter.com/coreyspowell/status/998733282316603394

Offline Dominic

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Re: Bemannte Venuslandung
« Antwort #34 am: 23. Mai 2018, 12:17:06 »
Für eine bemannte Venuslandung ist ein Luftschiff in einer Höhe von etwa 30km wohl wirklich die beste Option.

Von einem Luftschiff könnte man auch Sonden an einem Seil zur Oberfläche hinab lassen, dort Bilder aufnehmen und Bodenproben entnehmen. Längerfristig könnte man vielleicht auch eine bemannte Gondel auf diesem Weg zur Oberfläche hinab lassen. Die Raumanzüge der Astronauten und die Gondel müssten dabei auf jeden Fall mit aktiven Kühlsystemen ausgestattet sein, bei einem kurzen Aufenthalt von maximal wenigen Stunden könnte das aber durchaus machbar sein, man könnte etwa einfach einen großen Eisblock mitnehmen und dessen Schmelzwärme zur Kühlung nutzen.

Ein längerer Aufenthalt auf der Oberfläche erscheint aber langfristig kaum möglich und auch wenig sinnvoll.

Selbst eine feste Kolonie auf der Venus würde man wahrscheinlich am ehesten auf Ballons schwebend in der Atmosphäre realisieren. Die Kolonie könnte über unbemannte Bergbausysteme Rohstoffe von der Oberfläche gewinnen und auch Rohstoffe (Etwa Sauerstoff, Kohlenstoff, Wasserstoff, Wasser und Kohlenwasserstoffe, Schwefel) aus der Atmosphäre extrahieren.

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