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18. November 2018, 12:55:29
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Autor Thema: Airbus Defence and Space  (Gelesen 44764 mal)

Offline tobi

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Re: Airbus Defence and Space
« Antwort #100 am: 06. Oktober 2017, 23:57:11 »
"Das Schattenreich um Major Tom"
http://www.spiegel.de/spiegel/airbus-soll-geschmiert-haben-um-auftraege-zu-bekommen-a-1171637.html

Uns hier im Forum interessiert natürlich jetzt vor allem, ob und wenn ja wo im Raumfahrtbereich die Schmiergelder geflossen sind.
Airbus Chef Tom Enders: "Wegwerf-Raketen sind ein Auslaufmodell."

Offline tobi

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Re: Airbus Defence and Space
« Antwort #101 am: 08. Oktober 2017, 09:29:53 »
FAZ Artikel:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/airbus-wehrt-sich-das-war-ganz-bestimmt-kein-zuckerl-15235791-p2.html

Zitat
Gerade erst musste die Rüstungs- und Raumfahrtsparte von Airbus ihre Investitionen bis zum Jahresende auf Eis legen
Airbus D&S hat Investitionen erstmal verschoben.

Zitat
Seit der Zeit bemüht sich Enders um das Bild eines transparenten und sauberen Unternehmens. „Tom Enders ist derjenige, der diesen Wandel vorangetrieben hat unter anderem durch eine neue Unternehmensverfassung und den ersten Compliance-Beauftragten“, heißt es aus dem Unternehmen. Der heutige Konzernchef habe das Vermittlungssystem mit den Agenten beendet und die Zahlungen eingefroren.
Airbus hat erst seit kurzem einen Compliance Beauftragten, vorher kannte man das Thema wohl nicht.
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Offline tobi

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Re: Airbus Defence and Space
« Antwort #102 am: 01. November 2017, 21:31:50 »
Emmanuel Macron möchte Airbus wieder unter staatliche Kontrolle bringen:
http://www.handelsblatt.com/my/unternehmen/handel-konsumgueter/luftfahrtkonzern-frankreich-will-mehr-kontrolle-ueber-airbus/20526910.html?ticket=ST-21403066-0Kr7BtYAhhalze5HefEs-ap2

Außerdem hat Airbus noch ein ITAR Problem, es droht eine Geldstrafe.

-----------

Meiner Meinung nach ist es weniger wichtig, ob Airbus unter staatlicher Kontrolle oder nicht ist. Wichtiger sind gute Strukturen und die richtigen Leute in der Chefetage.
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Offline tobi

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Re: Airbus Defence and Space
« Antwort #103 am: 15. Dezember 2017, 08:01:50 »
Thomas Enders verlässt Airbus 2019:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/airbus-vorstandschef-tom-enders-verlaesst-den-konzern-spaetestens-2019-a-1183443.html

Ich hoffe der Nachfolger redet nicht nur dauernd von Innovation sondern macht auch mal was ernstes.
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Offline Schillrich

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Re: Airbus Defence and Space
« Antwort #104 am: 15. Dezember 2017, 08:03:42 »
Oh ja ... diese pauschalen Urteile über andere Menschen ...

Einen Konzern lenken, zwischen allen Anspruchsgruppen und Randbedingungen, da lässt sich natürlich ein Fazit in (sogar) weniger als 140 Zeichen ziehen ..
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel

"Failures are ammo in your arsenal, not baggage that weighs you down." (JPL)

Offline tobi

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Re: Airbus Defence and Space
« Antwort #105 am: 15. Dezember 2017, 08:16:59 »
Beim Thema elektrischen Fliegen hat Airbus bisher nur das Minflugzeug gebaut, das inzwischen schon wieder eingestellt wurde. Jetzt will man sich an einem Hybridflieger versuchen.

Gerade auf der Kurzstrecke ist Fliegen derzeit enorm umweltschädlich, da könnte Airbus deutlich mehr machen.

Momentan genießt der Flugvverkehr noch enorm viele Steuervergünstigungen auf Kerosin etc.. Das wird nicht ewig der Fall sein.
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Offline FlyRider

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Re: Airbus Defence and Space
« Antwort #106 am: 15. Dezember 2017, 08:31:04 »
Nachdem ich mich in der Luftfahrt besser auskenne als in der Raumfahrt behaupte ich mal, dass die ganz Branche sehr konservativ denkt, und das ist auch gut so. Ich sehe auch nicht, wo Airbus weniger innovativ wäre als andere. Elektrisches Fliegen mag mal kommen, aber noch nicht heute.

Dass das Fliegen von der Politik massiv gefördert, man könnte in Bezug auf andere Transportmittel sogar von Bevorzugung reden, das ist sicher richtig - aber nichts was man jetzt Airbus vorwerfen müsste. 

Offline tobi

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Re: Airbus Defence and Space
« Antwort #107 am: 15. Dezember 2017, 10:25:43 »
Airbus neuste Innovation:
https://en.wikipedia.org/wiki/Airbus_E-Fan_X

Bis 2020 möchte man bei einem bestehendem Flugzeug eines von 4 Triebwerken auf elektrisch wechseln.

Wow.

Während einige Startups das fliegen komplett neu denken aufgrund des Potentials des Elektromotors, macht Airbus das Minimalprogramm, um sagen zu können man macht was.

Musk hat völlig recht, wenn er von "first principles" redet. Der Elektromotor verändert alles und deshalb muss man als erstes Mal alle Weisheiten des Flugzeugbaus in Frage stellen und nochmal neu ableiten. Denn die beste Lösung könnte auf einmal eine ganz andere sein.
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Offline Steppenwolf

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Re: Airbus Defence and Space
« Antwort #108 am: 15. Dezember 2017, 13:45:06 »
Startups und Airbus/Boeing spielen in völlig unterschiedlichen Märkten. Ich glaube nicht dass es jemals Großraumflugzeuge mit elektrischem Antrieb geben wird. Hab ja nichts gegen Träumereien aber das ist technisch illusorisch. Wie will man elektrisch Leistungen um die 100MW erzeugen und umsetzen so dass es in ein Flugzeug passt? Von der Speicherung ganz zu schweigen. Man wird vielleicht irgendwann auf klimaneutrale synthetische Treibstoffe wechseln, das wars dann aber. An der grundlegenden Triebwekrstechnologie wird sich lange nichts ändern.

Der nächste große Step im Flugzeugbau kommt von aerodynamischen Konzepten wie Nurflügler etc.

Offline FlyRider

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Re: Airbus Defence and Space
« Antwort #109 am: 16. Dezember 2017, 10:09:17 »
Airbus neuste Innovation:
https://en.wikipedia.org/wiki/Airbus_E-Fan_X

Während einige Startups das fliegen komplett neu denken aufgrund des Potentials des Elektromotors, macht Airbus das Minimalprogramm, um sagen zu können man macht was.

Viele Startups arbeiten an kleinen Flugkörpern für u.a. auch den Transport von Personen. Klingt innovativ. Ist es irgendwie auch. Aber: hat jemand die Dinger schon mal für mehr als 5 Minuten fliegen sehen? Wohl kaum. Mit den kleinen Propellern sind keine hohen Wirkungsgrade drin, selbst für eine Person braucht man da bei VTOL Peak Leistungen von um die 60 - 80 kW. Auch die Zulassungen stecken kaum mal in den Kinderschuhen. Da gibt es Probleme ohne Ende.
Für einen "Spielzeug Lufttaxi" Dienst mit 10 Minuten Flugzeit in einem Land wie Dubai, wo Geld keine Rolle spielt, kann das irgendwann vielleicht mal hinhauen. Von einer Transportlösung für breite Märkte sehe ich da nichts. Der Elektomotor ist toll, die Energiedichte von Akkus ist sch......

Wenn die Technologie reif ist, dann sind die großen Player wie Airbus und Boeing auch dabei.   

EDIT: Was ich noch sagen wollte: Für den Kurzstrecken Flugverkehr hätte ich noch eine umweltfreundliche Alternative: Die Eisenbahn  :D
 

Offline tomtom

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Re: Airbus Defence and Space
« Antwort #110 am: 23. April 2018, 17:22:01 »
Interview mit Airbus-Manager Nicolas Chamussy. Man wolle erreichen, dass alle staatlichen Kunden sich verpflichten, für europäische Nutzlasten ausschließlich die Ariane 6 zu verwenden.

http://www.handelsblatt.com/my/technik/forschung-innovation/airbus-manager-nicolas-chamussy-wir-wollen-vergleichbare-rahmenbedingungen/21197134.html

Offline tomtom

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Re: Airbus Defence and Space
« Antwort #111 am: 29. Mai 2018, 18:31:04 »
Noch ein Interview:
https://www.schwaebische.de/ueberregional/wirtschaft_artikel,-schwieriger-als-einen-k%C3%BChlschrank-zu-bauen-_arid,10875312.html

- 10 OneWeb Sats sind in bau und sollen dieses Jahr gestartet werden,
- in Immenstaad will man große Satelliten bauen, wenn möglich das Athena-Teleskop
- ATV und Orion Service Module sind super

Offline tobi

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Re: Airbus Defence and Space
« Antwort #112 am: 18. Juni 2018, 17:57:11 »
Tom Enders appeliert an Merkel und Macron, man möge doch eine Raumfahrtvision machen. Außerdem wird man von New Space abgehängt:
https://www.latribune.fr/entreprises-finance/industrie/aeronautique-defense/europe-spatiale-la-bombe-de-tom-enders-782059.html

Des weiteren will er, dass die Industrie jetzt direkt mit den Mitgliedsstaaten redet anstatt über die ESA. Heißt für mich, dass er einen Stuhl bei der ESA Ministerratskonferenz haben will.

Raumfahrt soll auch gleich Teil eines neuen Elysée Vertrags werden. Enders ist auch aufgefallen, dass die Prozesse in Europa nicht dynamisch genug sind. Außerdem habe die NASA sich in den letzten 10 Jahren modernisiert und zeige, wo es lang geht.

Achja bemannter Raumtransport in Europa erwähnt er auch noch implizit.

----------

Tjaaaaaaa, hat Airbus nicht 2014 ein neues Arianekonzept an die Politik herangetragen? Warum hat Enders nicht bereits damals seine Fundamentalkritik angebracht? Warum fließen gerade Milliarden in eine sinnlose Rakete, die bisher nur 2 OneWebstarts gebucht hat, die nichtmal gegen Proton und Sojus bestehen kann?

Und warum sind bemannte Anforderungen bei Ariane 6 kein Thema, warum denkt die Industrie nicht mal von sich aus an die Zukunft sondern wartet erstmal auf einen Auftrag von der Politik. Wer nicht langfristig denkt, endet wie Orbital Sciences.
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Offline tomtom

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Re: Airbus Defence and Space
« Antwort #113 am: 07. Juli 2018, 22:34:59 »
Airbus-Chef Tom Enders hat Ende Mai an Merkel und Macron geschrieben,
nochmal auf deutsch:

Airbus-Chef Tom Enders will weitreichende Veränderungen von der Politik. Europa hat sich mit dem Geo-Return bei der Ariane 6 aufgerieben. Dies sei nur für wissenschaftliche Projekte sinnvoll, nicht für ein kommerzielles Projekt wie die Ariane 6.

Europa braucht freien Zugang zum All, eine vereinfachte Führungs- und Managementstruktur der europäischen Raumfahrt und europäische Projekte.
https://www.welt.de/debatte/kommentare/article178656568/Tom-Enders-Europa-muss-sich-in-der-Raumfahrt-neu-erfinden.html

Offline tomtom

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Re: Airbus Defence and Space
« Antwort #114 am: 04. Oktober 2018, 08:51:55 »
Tom Enders fordert eine effizientere europäische Raumfahrtpolitik ein.
"Mit den gegenwärtigen Strukturen kann es nicht weitergehen. Der sogenannte Georeturn-Verteilungsschlüssel ist ein großes Hindernis für mehr Wettbewerbsfähigkeit."

Seine Initiative hat noch nicht zur gewünschten Dynamik geführt.

Auf dem IAC2018 soll er heute die Airbus-Pläne vorstellen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/tom-enders-airbus-chef-will-unterstuetzung-fuers-all-business-a-1231334.html

Offline tobi

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Re: Airbus Defence and Space
« Antwort #115 am: 04. Oktober 2018, 09:29:03 »
Das hätte er schon 2014 sagen müssen bevor die Ariane 6 in alten Strukturen beschlossen worden ist...

Der deutsch-französische Anteil an Ariane ist 75%, wenn man diesen im Raum Strasbourg an beiden Seiten des Rheins ansiedeln würde, dann wäre man immer noch im Geo-Return aber mehr oder weniger an einem Ort.
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Offline tobi

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Re: Airbus Defence and Space
« Antwort #116 am: 04. Oktober 2018, 11:23:52 »
Zitat
SPIEGEL ONLINE: Kein Land wird seine Privilegien aufgeben wollen. Wer soll sich für eine Änderung dieser Regelung starkmachen?

Enders: Frankreich und Deutschland müssen hier eine Führungsrolle einnehmen. Das sind die beiden größten Beitragszahler bei der Europäischen Weltraumorganisation. Wenn diese beiden Länder sich nicht zusammenraufen, passiert wenig.

SPIEGEL ONLINE: Und, wie war die Reaktion auf ihren Vorstoß?

Enders: Leider muss ich feststellen, dass sich bisher wenig getan hat. Das ist sehr bedauerlich.

Na klar kommt aus Berlin und Paris nichts. Enders sollte lieber die EU überzeugen, was bei Trägern zu machen, bei der ESA gibt es keine Hoffnung.
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Offline tobi

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Re: Airbus Defence and Space
« Antwort #117 am: 04. Oktober 2018, 11:32:52 »
Zitat
SPIEGEL ONLINE: Ihr Ziel ist also, dass zumindest die Nachfolgerin der Ariane 6 so wieder auf der Erde landen kann, wie wir das jetzt schon von SpaceX-Raketenstufen kennen?

Enders: Wir haben, wie viele herkömmliche Raumfahrtfirmen, lange daran gezweifelt, dass das Recycling von Raketen technologisch möglich und ökonomisch sinnvoll sein kann. Aber der Trend ist sehr klar erkennbar. Und damit auch die Konsequenzen für uns: Wegwerf-Raketen sind ein Auslaufmodell.

Na endlich sagt es mal ein Entscheidungsträger in der europäischen Raumfahrt öffentlich. Mein Kompliment Herr Enders. :)

Nur wenn so eine Aussage mal in der Presse steht, kann überhaupt eine öffentliche Diskussion emtstehen.
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Offline Steppenwolf

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Re: Airbus Defence and Space
« Antwort #118 am: 04. Oktober 2018, 13:51:13 »
Nicht wirklich überraschend. Als Enders noch Chef vom echten Airbus war (der Sparte mit Tragflächen) hat er in internen Mails bereits SpaceX als positives Beispiel genannt.

Ein Kompliment auch zur Selbstbeherrschung bei der Beantwortung der ersten Frage im Interview. Er war da meiner Meinung nach noch zurückhaltend. Das hätte man auch weniger diplomatisch beantworten können.

Offline Rücksturz

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Re: Airbus Defence and Space
« Antwort #119 am: 05. Oktober 2018, 20:55:33 »
Tom Enders ist zwar Chef von Gesamt-Airbus, aber da wir dafür keinen eigenen Thread haben, packe ich das mal hier rein:

"Kommentar: Airbus Chef Enders hat die richtigen Ideen

Airbus Chef Thomas Enders fordert in einem Interview bei Spiegel Online Veränderungen beim Geo-Return der ESA und erklärt "Wegwerfraketen" zum "Auslaufmodell"."

Weiter im Kommentar von Tobias Willerding:
https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/05102018130242.shtml

Ich persönlich bin natürlich auch erfreut über die neuen Einsichten von Enders, bewerte das ganze aber etwas anders.
Eine EU-Raumfahrtagentur quasi als Konkurenz zur ESA sehe ich sehr kritisch, "teile und herrsche".
Letztlich würden dabei beide Seiten (ESA und EU) verlieren, aber auch die Industrie wäre nicht lachender Dritter.
Am meisten kommt heraus, wenn man die Ressourcen und Anstrengungen bündelt, statt spaltet.
Daher eine eigene Agentur, die die EU-Programme (z.B. Galileo, Copernicus) bündelt und mit den Partnern (z.B. Mitgliedsstaaten, ESA, sonstige Partner) koordiniert wäre OK.

Bezüglich Wiederverwendung ist es natürlich super wenn Enders einsieht, dass das bisherige Geschäftsmodell bedroht ist und sich etwas ändern muss.
Dann muss aber er bzw. Airbus/Arianegroup etwas ändern. Ein Warten auf ESA, EU oder sonstwen wird nichts bringen bzw. zu spät kommen.
Und Geo-Return will er auch nicht, also muss man vielleicht eigenes Geld in die Hand nehmen und in Wiederverwendung investieren (z.B. Callisto + Prometheus), um den Mitbewerbern hinterherzulaufen und vielleicht "schon" 2025 eine Ariane 6+ (effizienter, Teil-Wiederverwendbar) oder gar eine Ariane 7 (weitgehend wiederverwendbar) am Start zu haben.
Will man noch weiterdenken, und das würde ich mir wünschen, wäre aber ein Ausscheren auf die Überholspur nötig, d.h. man müsste noch einen weiteren Schritt gehen und nach disruptiven Technologieen ausschau halten (z.B. Skylon).

Allerdings fürchte ich dass da nichts kommen wird, zumindest nicht von Enders, denn der scheidet 2019 sowieso bei Airbus aus (zumindest steht das einige Posts weiter oben).

Viele Grüße
Rücksturz
BFR/BFS: One rocket to rule them all!

Offline F-D-R

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Re: Airbus Defence and Space
« Antwort #120 am: 06. Oktober 2018, 09:08:43 »
Sehr gut analyliert und weiter gedacht.
Danke!   :)

Offline tomtom

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Re: Airbus Defence and Space
« Antwort #121 am: 10. Oktober 2018, 08:49:09 »
Beiträge zur Art der Moderation im Forum nach der Löschung eines Beitrags von Invicta wurden in den Thread "Kritik und Anregungen" verschoben. Ggf. möge man sich dort mit dem Thema höflich und konstruktiv auseinandersetzen.

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