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Autor Thema: Die KSC Mega Tour  (Gelesen 17545 mal)

McFire

  • Gast
Re: Die KSC Mega Tour
« Antwort #50 am: 03. Februar 2014, 10:42:09 »
Da kommt ein Detail zum Anderen, wo man hohe Kosten daraus ableiten kann. Und trotzdem - schade.....

ma_11

  • Gast
Re: Die KSC Mega Tour
« Antwort #51 am: 06. Februar 2014, 15:19:13 »
Hallo Eumel, das sind ja tolle Bilder geworden! Ich werde in 4 Wochen drei Tage lang im KSC sein und bin schon sehr gespannt. Die LCC-Tour werde ich auf jeden Fall machen und die LC39-Tour auch. Zumindest wird die momentan ja noch ohne Einschränkung angeboten, allerdings mit dem Hinweis, dass sie bald endet.

Warst Du auch in der Atlantis-Halle? Dort scheint es recht dunkel zu sein. Kann man dort gut fotografieren? Sind Stative erlaubt? Auf der KSC-Visitor-Complex-Seite finde ich dazu nichts und eine Anfrage per mail blieb bis jetzt unbeantwortet..

Vorab vielen Dank!
Martin

Online -eumel-

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Re: Die KSC Mega Tour
« Antwort #52 am: 06. Februar 2014, 18:51:00 »
Schade. Kannst Du Deine Reise nicht eine Woche vorverlegen?
Das VAB und LC -39A sind sehenswert.
Es ist schon ein Unterschied, ob man Fotos vom VAB sieht, oder tatsächlich selbst drinnen steht! 8)

Auf der Ticket Seite steht bei der Launch Pad Tour tatsächlich "endet bald".
Hoffentlich haben sie nicht nur vergessen, diese Seite zu aktualisieren. :-\

Drei Tage für das KSC einzuplanen ist eine gute Wahl, die wirst Du brauchen,
denn die Bus Touren sind so ungünstig geplant (laufen gleichzeitig), dass man nur eine am Tag schafft.
Als Eintrittskarte solltest Du die Jahreskarte (Annual Pass) wählen.
Ein Tages-Ticket kostet 50 Dollar, die Jahreskarte 89.
Mit der Jahreskarte brauchst Du keine Parkgebühren bezahlen (sonst täglich 10 Dollar).
Außerdem gibt´s Rabatte beim Essen und in den Shops.

Es ist empfehlenswert, alle Bustouren auf´s Gelände mitzumachen, die angeboten werden.
Nur so kommt man zu den historischen Stätten.
Ausdrücklich möchte ich Dir auch die "Then and Now" Tour nach Cape Canaveral empfehlen.
Das Space Shuttle kennt jeder.
Es brachte viele Menschen ins All und wir alle kennen die großartigen Erfolge dieses Systems.
Auch wenn es in letzter Zeit modern geworden ist, schlecht über das Shuttle zu reden.

Aber man kann noch viel mehr entdecken - dort wurde spannende Raumfahrtgeschichte geschrieben.
Es war nämlich gar nicht so, dass sie eine große Rakete bauten, damit zum Mond flogen,
damit Neil Armstrong dort einen "kleinen Schritt" tun konnte. ;)

Zunächst gab es dort nur eine Air Force Station.
Die bastelten an kleinen Missiles und Höhenraketen herum.
Dann haben sie im 2. Weltkrieg über 200 Aggregat 4 erbeutet, die sie nun ausprobierten.
Sowas gefiel den Militärs: Den anderen die Bomben auf den Kopf schmeißen, ohne eigene Verluste! ;)
Gerade hatten sie herausgefunden, dass die V2 zwar von Holland nach London fliegen konnte,
aber nicht von den USA bis zur Sowjetunion - die Reichweite war zu gering.
Den Weltraum hatten sie gar nicht auf dem Plan.
Dann kam der Sputnik-Schock.
Die Politiker forderten schnellstens gleich zu ziehen und sogar besser als die Sowjets zu sein.
Aber sie hatten nichts - nur ein paar leistungsschwache Missiles.
Dazu kamen die Interkontinetalraketen auf und der erste Mensch winkte aus dem Weltall.
Man war verzweifelt und brauchte schnellstens leistungsfähige Raketen.
Man holte die deutschen Ingenieure auf den Plan und probierte alles aus, was mehr Leistung versprach.
Man vergrößerte die Tanks, bohrte die Triebwerke auf, schraubte vorhandene Raketen zu Bündeln zusammen,
konstruierte verzweifelt unter Zeitdruck.
Es war ein sehr spannender Wettlauf - die Raketen explodierten und flogen ihnen nur so um die Ohren!
Sie brauchten einen Plan - und sie mussten wirklich alles von der Pieke auf erlernen.
Dann gelang es, die ersten winzigen Satelliten ins All zu bringen, dann die ersten Lebewesen (Affen).
Danach folgte Alan Shepard mit seinem ballistischen Flug - für den Orbit reichte die Leistung nicht.
Als sie dann endlich stärkere Raketen hatten und den Orbit erreichen konnten, mussten sie lernen zu lenken.
Steuer- und Lage-Regelung, Orbit-Anpassung, Roll- und Pichmanöver, Rendezvous - sie brauchten eine Oberstufe.
Die bemannten Flüge mit Mercury und Gemini waren die Lehrstücke der amerikanischen Raumfahrt.
Damit haben sie sich Apollo mühsam erarbeitet.

Wenn man einen guten Führer auf der Bustour hat (manchmal ehemalige Mitarbeiter, die ihr Leben lang dort gearbeitet haben) und die Augen offen hält, kann man noch viel von dieser wirklich spannenden Entwicklung der Raumfahrt nachvollziehen.
Man bekommt auch so einiges an originalen Raketenteilen, Controllpaneelen, Gebäuden und Startplätzen zu sehen.

Warst Du auch in der Atlantis-Halle? Dort scheint es recht dunkel zu sein. Kann man dort gut fotografieren? Sind Stative erlaubt? Auf der KSC-Visitor-Complex-Seite finde ich dazu nichts und eine Anfrage per mail blieb bis jetzt unbeantwortet..

Ja klar! Hier ist mein Bericht über die Atlantis Halle.
Die Halle ist stimmungsvoll beleuchtet - zum fotografieren etwas dunkel, aber machbar.

Ich hatte mich nicht richtig vorbereitet, etwas dämlich angestellt und hatte auch einige technische Probleme.
Aber wenn Deine Kamera 800 ISO oder mehr kann, solltest Du klarkommen.
Stativ wäre gut, aber nicht unbedingt erforderlich.
Warum sollten Stative verboten sein? In der Atlantis Halle gibt es keine fotografischen Einschränkungen.
An der Eingangskontrolle ins Visitor Complex suchen sie nur nach Waffen und Taschenmessern.

Foto-Einschränkungen gibt es nur auf dem Gelände der Cape Canaveral Air Force Station.
Dort darf nur fotografiert werden, wo es ausdrücklich erlaubt ist.
Wenn aber gerade keiner hinsieht.... ::)
« Letzte Änderung: 07. Februar 2014, 02:54:57 von -eumel- »
Nächster Berliner Stammtisch am Freitag, dem 27. September 2019 ab 19:30 Uhr in der Bar Gagarin.

Online fl67

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Re: Die KSC Mega Tour
« Antwort #53 am: 07. Februar 2014, 20:38:49 »
Zunächst gab es dort nur eine Air Force Station.
Die bastelten an kleinen Missiles und Höhenraketen herum.
Dann haben sie im 2. Weltkrieg über 200 Aggregat 4 erbeutet, die sie nun ausprobierten.
Sowas gefiel den Militärs: Den anderen die Bomben auf den Kopf schmeißen, ohne eigene Verluste! ;)
Gerade hatten sie herausgefunden, dass die V2 zwar von Holland nach London fliegen konnte,
aber nicht von den USA bis zur Sowjetunion - die Reichweite war zu gering.
Den Weltraum hatten sie gar nicht auf dem Plan.
Dann kam der Sputnik-Schock.
Die Politiker forderten schnellstens gleich zu ziehen und sogar besser als die Sowjets zu sein.
Aber sie hatten nichts - nur ein paar leistungsschwache Missiles.
Dazu kamen die Interkontinetalraketen auf und der erste Mensch winkte aus dem Weltall.
Man war verzweifelt und brauchte schnellstens leistungsfähige Raketen.
Man holte die deutschen Ingenieure auf den Plan und probierte alles aus, was mehr Leistung versprach.
Man vergrößerte die Tanks, bohrte die Triebwerke auf, schraubte vorhandene Raketen zu Bündeln zusammen,
konstruierte verzweifelt unter Zeitdruck.
Es war ein sehr spannender Wettlauf - die Raketen explodierten und flogen ihnen nur so um die Ohren!
Sie brauchten einen Plan - und sie mussten wirklich alles von der Pieke auf erlernen.
Dann gelang es, die ersten winzigen Satelliten ins All zu bringen, dann die ersten Lebewesen (Affen).
Danach folgte Alan Shepard mit seinem ballistischen Flug - für den Orbit reichte die Leistung nicht.
Als sie dann endlich stärkere Raketen hatten und den Orbit erreichen konnten, mussten sie lernen zu lenken.
Steuer- und Lage-Regelung, Orbit-Anpassung, Roll- und Pichmanöver, Rendezvous - sie brauchten eine Oberstufe.
Die bemannten Flüge mit Mercury und Gemini waren die Lehrstücke der amerikanischen Raumfahrt.
Damit haben sie sich Apollo mühsam erarbeitet.

Eine sehr schöne Zusammenfassung der amerikanischen Raumfahrtgeschichte !   ::)  ;D

ma_11

  • Gast
Re: Die KSC Mega Tour
« Antwort #54 am: 08. Februar 2014, 16:36:50 »
Hallo und danke für die ausführliche und sehr hilfreiche Antwort!! Man merkt, wie die Begeisterung bei dem Thema sprudelt. Mir ist es ein Rätsel, wieso ich diese Seite nicht vorher gefunden habe...

Habe eben mit einer sehr freundlichen und kompetenten Dame vom KSC Visitor Complex gesprochen und nach ausführlicher Beratung die Tickets reserviert. Am ersten Tag werden wir die LC39-Tour machen (ist nach wie vor ohne Einschränkung verfügbar, ein Enddatum ist noch nicht bekannt), am zweiten Tag geht´s ins LCC und den dritten Tag besuchen wir die Attraktionen, die wir bis dahin noch nicht abgegrast haben. Dabei danke auch für den Tip mit dem Annual Pass! Den hat sie auch empfohlen. Gegenüber den Normalkosten (1 Tag 2xEintritt, 2x2 Up Close Touren mit inkludiertem Eintritt, 3 x Parkgebühren) haben wir nun 166$ gespart und zahlen für den ganzen Spaß 264$, also momentan 204€. Da kann man nicht meckern.

Die "Now & then"-Tour wird voraussichtlich auch in den nächsten Jahren angeboten, daher muss sie leider erstmal warten. Da dies mein erster Besuch im KSC ist, ist mir wichtig, auch genügend Zeit für Atlantis, IMAX usw. zu haben. Aber die Tour werde ich sicher nachholen!

Weiterhin habe ich bezüglich Restriktionen für Hobbyfotografen gefragt und musste mir leider sagen lassen, dass Stative verboten sind. Ich werde mal einen Gorillapod mitnehmen und schauen, dass ich damit einige Dinge in den Hallen auf die Reihe kriege. Wenn man nachweislich Profifotograf oder Journalist ist, kann man im Public Affairs Office eine Sondergenehmigung nebst Begleitung beantragen. Da ich leider über keinen entsprechend nachweisbaren Hintergrund verfüge, fällt das also leider flach. Ich hoffe, dass die Fotos trotzdem gut werden. ISO 800 ist bei meinen Kameras (600D und 50D) schon grenzwertig und rauscht ziemlich...

Alles in Allem wird das ein fantastischer Urlaub werden! Von mir aus könnte es morgen früh schon losgehen:)

Offline Alex

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Re: Die KSC Mega Tour
« Antwort #55 am: 14. Februar 2014, 10:12:27 »
Stative sind schon alleine aus Sicherheitsgründen in Museen und Ausstellungsräumen verboten (Besucher könnten darüber stolpern . . .) Ich weiß jetzt nicht wie das im KSC gehandhabt wird aber ich habe mal von einem Profi Fotografen erfahren das es manche Museen gestatten auch für Hobby Fotografen ausserhalb der Öffnungszeiten zu nach Anfrage mit Stativ zu fotografieren.
Andererseits ist fotografieren mit externem Blitz im KSC gestattet also sollte das freihändig fotografieren doch keine Probleme bereiten?
PLT der STS-133 Launchviewing Jägermeistercrew

Online -eumel-

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Re: Die KSC Mega Tour
« Antwort #56 am: 17. Februar 2014, 16:24:28 »
Das mit dem grundsätzlichen Verbot von Stativen wusste ich nicht. Habe es auch nicht versucht.
Aber jetzt wird mir klar, warum die so einen Affen gemacht haben, als ich mit Stativ ins Olympia-Stadion wollte.

Man hat die Atlantis in der Halle recht stimmungsvoll beleuchtet.
Nicht besonders üppig, aber ausreichend.
Die meisten Leute dort knipsen das schnell mit dem Telefon - und das scheint ja auch zu gehen.
Es kommt halt immer darauf an, was man machen will und welche Qualitätsansprüche man hat.
Wenn ich die Wahl zwischen Stativ oder Blitzgerät hätte, wäre meine Entscheidung klar.

Aus der Atlantis-Halle wird jeder Fotos von einem echten Raumschiff mitbringen. 8)  :D
Nächster Berliner Stammtisch am Freitag, dem 27. September 2019 ab 19:30 Uhr in der Bar Gagarin.

ma_11

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Re: Die KSC Mega Tour
« Antwort #57 am: 25. Februar 2014, 18:25:08 »
Hallo zusammen,

gerade noch rechtzeitig vor meinem Urlaub hat die NASA nun eine weitere Up-Close Tour hinzugefügt: Die KSC Up-Close Explore-Tour:

Led by a trained space expert, the KSC Up-Close Explore Tour includes views of launch pads, the Vehicle Assembly Building (VAB) and the Shuttle Landing Facility. The tour stops in between the Kennedy Space Center launch pads for a close-up photo opportunity, in front of the VAB, and on the NASA Causeway where guests experience a panoramic view of rocket launch sites at Cape Canaveral Air Force Station.

Along the way, visitors see other space program icons including the countdown clock at NASA’s Press Site, a mobile launcher used to move Apollo moon rockets and space shuttles to the launch pad, and the Operations and Checkout building, the departure point for astronauts traveling to the launch pad on the day of their mission.  This tour includes General Admission.

Tour Length: 2 hrs

Ich habe gerade mit dem KSCVC telefoniert und die Tour auch gebucht. Also werden das beginnend ab nächster Woche 3 volle, fantastische Tage mit LC39, LCC und der neuen "Explore"-Tour. Ich werde berichten  :)

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