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Autor Thema: Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko  (Gelesen 339286 mal)

Offline McPhönix

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Re: Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko
« Antwort #900 am: 26. August 2016, 14:37:57 »
Tja....wenn man nun wieder so lange dabei bleiben könnte, bist das Ding in zwei Stücken ist...
Ich habe keine Angst vor Aliens. Solange sie über uns lachen wegen dem kleinkarierten Raketengefummel auf der Erde, tun sie uns nix.

Offline Gertrud

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Re: Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko
« Antwort #901 am: 26. August 2016, 15:37:22 »
Hallo Zusammen,

zu dem Ausbruch auf dem Komet 67P/ einige Bilder und Dokumentationen.

Ausbruch aus der Atum Region auf Comet 67P/
Mit der OSIRIS Weitwinkelkamera nahm Rosetta einen Ausbruch aus der Atum Region auf Comet 67P / Churyumov-Gerasimenko am 19. Februar 2016 auf. Die Bilder sind eine halben Stunde getrennt, jeweils für den Zeitraum vom 08: 40 bis 12: 10 GMT, und zeigen das Drehen des Kometen. Das Aufhellen in einem anfänglich abgeschatteten Bereich ist zuerst vor dem Abklingen wieder in der 9.40 Uhr Bild, mit signifikanten Anstieg der Helligkeit in den folgenden Bildern zu sehen.  Die Struktur von mehr Ströme, die als  Gas und Staub definiert wurden, sind auch in späteren Bildern sichtbar.
Copyright ESA / Rosetta / MPS für OSIRIS - Team MPS / UPD / LAM / IAA / SSO / INTA / UPM / DASP / IDA
http://www.esa.int/spaceinimages/Images/2016/08/Comet_outburst

Entwicklung des Ausbruchs von Kometen 67P/
Die Mehrheit der Instrumente von Rosetta waren auf und zeigten zum Zeitpunkt des Ausbruchs am 19. Februar 2016 auf Comet 67P / Churyumov-Gerasimenko  eine klare Kette von Ereignissen, die es ermöglichten, den Ausbruch zu rekonstruieren.  Die Grafik zeigt einige der Messungen von den Kameras, Entstaubungsanlagen und Gas und Plasma-Analysatoren, mit jeder Spitze während des Ausbruchs im Vergleich zu den Hintergrundwerten zu verschiedenen Zeiten der Aufnahme.
Bild Copyright: ESA / Rosetta / MPS für OSIRIS - Team MPS / UPD / LAM / IAA / SSO / INTA / UPM / DASP / IDA;  alle Daten von Grün et al (2016)
http://www.esa.int/spaceinimages/Images/2016/08/Evolution_of_a_comet_outburst

Welche Instrumente erfassten den Ausbruch?
Dieses Diagramm zeigt die wissenschaftlichen Instrumenten auf Rosetta, die am Ausbruch am 19.02.2016 auf waren und das Ereignis erfassten, sie sind in Rot markiert.
Copyright ESA / ATG medialab
http://www.esa.int/spaceinimages/Images/2016/08/Which_instruments_detected_the_outburst

Der Ort des Ausbruchs
Die Quelle wurde in der Atum Region registriert.
Das eingesetzte Bild wurde wenige Stunden nach dem Ausbruch von Rosetta NavCam aufgenommen und zeigt den ungefähren Quellenort.  Das Bild auf der linken Seite wurde am 21. März 2015 entnommen und im Kontext gezeigt, und so gibt es einige Unterschiede in der Beleuchtung. Da die Bilder zu sehr unterschiedlichen Zeiten aufgenommen wurden.
Copyright ESA / Rosetta / NavCam - CC BY-SA 3.0 IGO
http://www.esa.int/spaceinimages/Images/2016/08/Location_of_the_outburst

Quelle der Infos:
http://www.esa.int/Our_Activities/Space_Science/Rosetta/Rosetta_captures_comet_outburst

Mit den besten Grüßen
Gertrud
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AeitschTi

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Re: Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko
« Antwort #902 am: 26. August 2016, 18:39:12 »
Diese neu veröffentlichte Aufnahme wurde am 17. August 2016 aus einer Entfernung von 13,9 km vom Zentrum des Kometenkerns mit der NAVCAM (Navigationskamera) gemacht.

Der Bildausschnitt entspricht 1,2 km; der Abbildungsmaßstab beträgt 1,2 Meter/Pixel.

Auf der Nahaufnahme ist ein Teil der flachen, glatten Region "Imhotep" zu sehen.

Imhotep hat einen Durchmesser von rund einem Kilometer und befindet sich auf dem Bauch des Kometen.
In dieser Region (aber auch auch an vielen anderen Stellen auf dem Kometen) finden sich vereinzelt Felsbrocken bis zu einem Durchmesser von 45 m, den der Felsbrocken "Cheops" hat (mit einem roten Pfeil markiert).

Rund um Tschuris Perihel konnte Rosetta viele spektakuläre Veränderungen in dieser Region beobachten (siehe dazu: http://blogs.esa.int/rosetta/2015/09/18/comet-surface-changes-before-rosettas-eyes/).

Im unteren Teil des Bildes sind etliche kreisrunde Strukturen zu sehen, von denen viele übereinander angeordnet zu sein scheinen.



Image Credit: ESA/Rosetta/NAVCAM – CC BY-SA IGO 3.0

Quelle und weitere Informationen:

http://blogs.esa.int/rosetta/2016/08/26/cometwatch-late-august-round-up/

Offline rok

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Re: Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko
« Antwort #903 am: 29. August 2016, 20:37:23 »
Diese runden Strukturen sind ja offensichtlich keine Reste von Einschlagkratern, sondern Ausblasröhren, in denen sich Gase beim Austritt als Eis abgelagert haben. Und immer, wenn eine Röhre dicht war, hat sich daneben eine neue gebildet, wie bei Vulkanen über einem Hotspot auf der Erde. Es scheint darunter ein großes Reservoir an flüchtigen Stoffen zu geben.

Robert

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Re: Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko
« Antwort #904 am: 02. September 2016, 18:48:22 »
Diese Aufnahme wurde am 22. August 2016 aus einer Entfernung von 6,8 km vom Zentrum des Kometenkerns mit der NAVCAM (Navigationskamera) gemacht und am 2. September 2016 veröffentlicht.

Die durchschnittliche Entfernung zur Oberfläche beträgt in dieser Ansicht 5,6 km.

Der Bildausschnitt entspricht etwa 500 m; der Abbildungsmaßstab beträgt 0,5 Meter/Pixel.

Die Aufnahme zeigt einen Teil der Region Ma'at. In der Nähe befinden sich die Übergänge zu den Regionen Anuket und Hathor.

Diese Ansicht zeigt einen schönen Kontrast zwischen glatten, staubbedeckten Flächen, kantigen Felsvorsprüngen und verstreutem Geröll.

Rosetta wird am 30. September gegen 12:30 Uhr deutscher Zeit gezielt in der Region Ma'at aufsetzen und für immer verstummen. Die Region befindet sich auf dem kleineren Teil des Kometen (der Kopf des Kometen).



Image Credit: ESA / Rosetta / NAVCAM - CC BY-SA 3.0 IGO

Quelle: http://blogs.esa.int/rosetta/2016/09/02/cometwatch-22-august-3/

Offline Lumpi

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Re: Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko
« Antwort #905 am: 03. September 2016, 21:38:30 »
Wie es scheint, braucht man wegen der Veränderungen auf Tschuri ein neues 3D-Modell...


https://www.youtube.com/watch?v=UobzGZH2VnE
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Re: Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko
« Antwort #906 am: 12. September 2016, 15:04:52 »
ESA veröffentlicht weitere Aufnahmen vom Kometen 67P/Tschurjumov-Gerassimenko.

Die 264 neu veröffentlichten Aufnahmen wurden im Zeitraum vom 27. Juli 2016 bis 9. August 2016 mit der NAVCAM (Navigationskamera) gemacht.

Hierbei handelt es sich um unbearbeitete und ungefilterte Originalaufnahmen. Sie liegen in hoher Auflösung vor und sind mit Informationen ausgestattet.



Image Credit: ESA/Rosetta/NAVCAM – CC BY-SA IGO 3.0

Die Aufnahmen gibt es hier:

http://imagearchives.esac.esa.int/index.php?/category/273

AeitschTi

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Re: Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko
« Antwort #907 am: 16. September 2016, 18:44:52 »
Neue Aufnahmen vom Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko

Die Aufnahmen wurden am 31. August 2016 und 11. September 2016 aus einer Entfernung von 8,8 km und 9,8 km vom Zentrum des Kometenkerns mit der NAVCAM (Navigationskamera) gemacht.

Der Bildausschnitt entspricht etwa 800 m und der Abbildungsmaßstab beträgt 0,7 Meter/Pixel (Bild 1), sowie 900 m und 0,8 Meter/Pixel (Bild 2).



Auf dem ersten Bild sind im rechten Bildbereich die steilen Klippen der Hathor-Region zu sehen. Benannt wurde diese Region auf dem kleinen Teil (auf dem Kopf) des Kometen nach der altägyptischen Gottheit der Liebe, Musik und Schönheit.

Stünde man am Fuß der Klippen würden sie sich fast 900 Meter nahezu vertikal über einen erheben.

Markant sind in der Hathor-Region besonders die kleinen Terrassen und die linearen Strukturen, die von links nach rechts führen.

In der oberen linken Ecke ist ein Teil von dem glatten, von Staub bedeckten Gelände von Hapi zu sehen. Hapi besitzt reichlich Geröll und gefrorenes Wasser, welches sich mit dem oberflächlichen Staub vermischt hat. Das Gelände befindet sich am Hals des Kometen.



Auf dem zweiten Bild ist ein Teil der felsartigen Region Wosret zu sehen. Wosret befindet sich auch auf dem Kopf des Kometen, in Bezug auf Hathor allerdings auf der gegenüberliegenden Seite.

Philaes endgültige Landeplatz, welcher Anfang September auf einer Aufnahme entdeckt wurde, ist auf dieser Aufnahme nicht weit weg. Er befindet sich etwas außerhalb des rechten Bildrandes.

Die Region Wosret zeichnet sich durch ihre geologische Vielfalt aus. 
Es gibt Bereiche mit glattem Material (knapp unterhalb der Bildmitte und links der Bildmitte) sowie eine Vielzahl von Bruchlinien und anderen linearen Strukturen.

Quelle:

http://blogs.esa.int/rosetta/2016/09/16/cometwatch-31-august-11-september/

Offline Lumpi

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Re: Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko
« Antwort #908 am: 22. September 2016, 18:38:18 »
ESA veröffentlicht weitere Aufnahmen vom Kometen 67P/Tschurjumov-Gerassimenko.
Die 264 neu veröffentlichten Aufnahmen wurden im Zeitraum vom 27. Juli 2016 bis 9. August 2016 mit der NAVCAM (Navigationskamera) gemacht.

Mein Favorit ist diese Aufnahme vom 30. Juli aus 10,6 km Entfernung mit dem eingebrochenen "Tunnel" in der Bildmitte.   :)
http://imagearchives.esac.esa.int/picture.php?/65451/category/273

Credit: ESA/Rosetta/NAVCAM – CC BY-SA IGO 3.0
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Re: Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko
« Antwort #909 am: 22. September 2016, 19:39:56 »
Mein Favorit wurde bereits 2014 gemacht und wurde im Anschluss nicht getoppt. :)

Die vertikal aufragenden Klippen von Hathor. Stünde man auf dem Hals des Kometen wäre der Blick noch sensationeller. :)



Image Credit:  ESA/Rosetta/NAVCAM – CC BY-SA IGO 3.0

Hier von etwas näher und aus einem anderen Blickwinkel:



Image Credit: ESA / Rosetta / NAVCAM, Stuart Atkinson

Quelle: http://blogs.esa.int/rosetta/2014/12/15/cometwatch-10-december/


Offline Terminus

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Re: Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko
« Antwort #910 am: 22. September 2016, 20:11:02 »
Was ich mir noch wünsche, ist ein Bild mit der wissenschaftlich fundiert eingezeichneten Linie der Grenze zwischen den beiden Teilen. Ist es der Riss im Hals, oder doch noch eine andere Stelle? :)

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Re: Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko
« Antwort #911 am: 22. September 2016, 20:22:49 »
Was ich mir noch wünsche, ist ein Bild mit der wissenschaftlich fundiert eingezeichneten Linie der Grenze zwischen den beiden Teilen. Ist es der Riss im Hals, oder doch noch eine andere Stelle? :)

"Tschuri" hat noch mehr Risse; der bekannteste ist aber definitiv der Riss in der Halsregion.



Image Credit: ESA/Rosetta

http://www.universetoday.com/118445/theres-a-crack-forming-on-rosettas-67p-is-it-breaking-up/

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Re: Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko
« Antwort #912 am: 28. September 2016, 21:46:09 »
Neue NAVCAM-Aufnahmen von "Tschuri"

Die 292 neu veröffentlichten Aufnahmen wurden im Zeitraum vom 8. August 2016 bis 2. September 2016 gemacht.



Image Credit: ESA/Rosetta/NAVCAM – CC BY-SA IGO 3.0

Die Aufnahmen gibt es hier: http://imagearchives.esac.esa.int/index.php?%2Fcategory%2F276

Offline Gertrud

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Re: Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko
« Antwort #913 am: 07. Oktober 2016, 19:48:41 »
Hallo Zusammen,

Der Komet 67P mit der Sonde Keppler beobachtet.

Während der zweiwöchigen Studie vom 7.09.2016 bis 20.09.2016 nahm Kepler alle 30min ein Bild des Kometen auf. Die Animation zeigt eine Periode der Beobachtung von 29,5 Stunden vom 17. September bis 18 September 2016. Der Komet wurde in Keplers Feld von rechts oben nach links unten gesehen, der Weg wird in dem diagonalen Streifen dargestellt. Aus dem fernen Sicht von Kepler konnte der Kometenkern und Schweif beobachtet werden.
Die weißen Punkte stellen Sterne und anderen Regionen im Raum da, die während der K2 zehnten Beobachtungskampagne untersucht werden.
Image Credit: NASA/Ames/JPL-Caltech/STScI/Open University/C. Snodgrass and SETI Institute/E. Ryan
http://photojournal.jpl.nasa.gov/catalog/PIA21072

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Gertrud
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Re: Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko
« Antwort #914 am: 21. Oktober 2016, 07:08:39 »
ESA veröffentlicht letzten Block mit Aufnahmen vom Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko

Die 353 Aufnahmen wurden im Zeitraum vom 2. September bis 30. September 2016 mit der NAVCAM (Navigationskamera) gemacht.

Unter den Aufnahmen befinden sich unter anderem die 5 Abschiedsfotos der Navigationskamera sowie alle Nahaufnahmen (Rosetta befand sich in ihrem letzten Monat in einem elliptischen Orbit, welcher es der Sonde erlaubte sich der Oberfläche bis auf 2 km zu nähern).



Die Aufnahmen gibt es hier:

http://imagearchives.esac.esa.int/index.php?%2Fcategory%2F278
http://imagearchives.esac.esa.int/index.php?%2Fcategory%2F277

Alle Aufnahmen der Mission:

http://imagearchives.esac.esa.int/index.php?%2Fcategory%2F1

Offline Gertrud

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Re: Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko
« Antwort #915 am: 22. Oktober 2016, 21:51:39 »
Hallo Zusammen,

Western University Astronomen sagen möglichen Geburtsort des Kometen 67P vorher.

Mit Hilfe der statistischen Analyse und  wissenschaftlichen Rechnens haben Astronomen an der Western University einen Weg entworfen, der am ehesten die Ursprünge des Kometen 67P/Tschuryumow-Gerasimenko  charakterisiert, die wichtige Informationen darüber sind, welche Art von Material daraus gemacht wird und wie lange der Weg in unserem Sonnensystem dauerte.
Nach der Aussage von Mattia Galiazzo  kommen diese  Ergebnisse aus Berechnungen der Kometenbahn von der Gegenwart in die Vergangenheit, die aufgrund des Chaos in der Umlaufbahn, die durch enge Begegnungen mit Jupiter verursacht wird, rechentechnisch schwierig ist. Aber die Forscher können einen dynamischen Weg von seiner aktuellen Umlaufbahn zurück zum Kuiper Gürtel verfolgen.
Galiazzo und Wiegert vermuten, dass 67P /Tschuryumow-Gerasimenko  relativ neu in den inneren Teilen unseres Sonnensystems ist und erst vor ca. 10.000 Jahren angekommen ist. Vor dieser Zeit wäre der Komet in gefrorener Lagerung weit von der Sonne inaktiv gewesen.
Frühere Studien zeigen, dass ähnliche Kometen, bekannt als Jupiter-Familie Kometen, historisch in den inneren Teilen unseres Sonnensystems für 12.000 Jahre bleiben, daher macht es Sinn Komet 67P /Tschuryumow-Gerasimenko als Mitglied der Jupiter-Familie zu sehen. Die meisten Kometen der Jupiter-Familie kommen aus dem Kuiper-Gürtel und Galina und Wiegert glauben, dass dies auch bei 67P /Tschuryumow-Gerasimenko der Fall ist.
Ihre Analyse zeigt, dass der Komet, der Millionen von Jahren in einem entfernten Teil des Kuiper-Gürtel verbracht hat. Dieser entfernte Ursprung für 67P / Tschuryumow-Gerasimenko impliziert, dass er aus ursprünglichem Material, den Mineralien bestehen würde, die in ihrer vorliegenden Form existierten, seitdem die Erde gebildet wurde. 

Credit: Western/Galiazzo/Wiegert


https://www.youtube.com/watch?v=SCSB1l8UHgA
Quelle:
http://mediarelations.uwo.ca/2016/10/17/western-university-astronomers-predict-possible-birthplace-rosetta-probed-comet-67p/

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Offline Terminus

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Re: Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko
« Antwort #916 am: 09. November 2016, 22:10:24 »
Ein Gastbeitrag bei der Planetary Society von John Noonan vom Rosetta-Team berichtet von einem Meeting der American Astronomical Society Division of Planetary Sciences in Pasadena mit aktuellen Erkenntnissen der Rosetta-Mission:

http://www.planetary.org/blogs/guest-blogs/2016/1107-rosetta-in-the-rearview.html

Offline Lumpi

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Re: Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko
« Antwort #917 am: 19. November 2016, 11:27:00 »
An zwei aufeinander folgenden Tagen im März 2015 konnte mit Rosettas Spektrometer VIRTIS Trockeneis auf Tschuri nachgewiesen werden. Ein Bereich davon hatte eine Fläche von 80 x 60 Metern bedeckt. Insgesamt soll laut Modellrechnungen der Bereich mit der Trockeneis-Schicht etwa 9 cm dick gewesen sein und 57 kg Kohlendioxid enthalten haben. Bei einer Untersuchung des Gebietes drei Wochen später war das Trockeneis verschwunden und zwei große Flecken mit Wassereis "tauchten" auf, welches sich vorher vermutlich unter dem Trockeneis befand.
http://www.dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-10081/151_read-20134/#/gallery/25074
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Offline tul

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Re: Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko
« Antwort #918 am: 24. Januar 2017, 16:04:25 »
Nachdem der Vorbeiflug der Sonde an einem Asteroiden nicht zu Stande kam, hat man das Telescop von Procyon, als die Sonde 35 Millionen Kilometer von der Erde entfernt war, auf den Kometen gerichtet. (Zeitpunkt: 9.2015) Die Analyse der Daten hat ergeben dass der Komet pro Sekunde 300 Kilo Wasserstoff freisetzte. 

https://this.kiji.is/196560948136265211?c=110564226228225532

AeitschTi

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Re: Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko
« Antwort #919 am: 07. Februar 2017, 09:37:37 »
67P/Churyumov-Gerasimenko in Farbe

Bildquelle: https://www.flickr.com/photos/132160802@N06/32755885495/

Dieses vom Geologen und Amateur-Astronomen Justin Cowart bearbeitete und am 7. Februar 2017 veröffentlichte Mosaikbild zeigt den Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko in annähernd Echtfarben.
Das Bild wurde aus 4 Einzelbildern zusammengesetzt, welche am 17. März 2015 von der OSIRIS-Telekamera an Bord der ESA-Sonde Rosetta gemacht wurden.

Alle 4 Einzelbilder wurden einzeln durch den Blau-, Grün- und Rotfilter aufgenommen.

Zum Zeitpunkt der Aufnahmen betrug die Entfernung zum Zentrum des Kometen ungefähr 82 km.

Offline Terminus

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Re: Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko
« Antwort #920 am: 07. Februar 2017, 12:45:51 »
Wunderbar! Das bisher beste Bild des Kometen!  :D

Offline McPhönix

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Re: Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko
« Antwort #921 am: 07. Februar 2017, 13:21:36 »
Ich habe keine Angst vor Aliens. Solange sie über uns lachen wegen dem kleinkarierten Raketengefummel auf der Erde, tun sie uns nix.

Offline Lumpi

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Re: Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko
« Antwort #922 am: 23. Februar 2017, 13:15:16 »
Wind verursacht "Wanderdünen" auf Tschuri

Auf vergleichenden, im Abstand von 16 Monaten aufgenommenen Bildern der Osiris-Kamera, konnte festgestellt werden, dass sich Dünen aus Sedimentkörnchen auf der Oberfläche weiterbewegt haben. Der dafür notwendige Wind entsteht durch Ausgasungen, die durch Temperatur- und Druckunterschiede zwischen der sonnenbeschienenen und der schattigen Seite des Kometen verursacht werden. Französische Forscher berechneten, dass die sich im Perihel bildende extrem dünne Atmosphäre einen Druck von max. 1/100.000 dem der Erde erreicht. Verbunden mit der sehr geringen Schwerkraft von Tschuri ist das aber dennoch ausreichend, um Sedimentkörnchen im Zentimeter-Bereich durch diese thermischen Winde zu transportieren.
http://www.universetoday.com/133550/heres-something-never-thought-wed-see-comet-shifting-dunes/
http://www2.cnrs.fr/en/2885.htm
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Offline Terminus

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Re: Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko
« Antwort #923 am: 23. Februar 2017, 13:22:34 »
Na bitte, geht doch.  8)

MaxBlank

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Re: Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko
« Antwort #924 am: 15. März 2017, 09:18:10 »
Die ROSETTA-Bilder von 67 P/ Tschurjumov-Gerasimenko beflügeln jetzt auch die "schönen Künste",
z.B. hier die Malerin Ekaterina Smirnova :

http://www.ekaterina-smirnova.com/67p/2015/10/22/zzifpjkkkvxk4fney3u16fjs0zg0o0

Ob die Preise/Kosten pro Bild wohl vergleichbar sind... ?  ;)

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