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31. März 2020, 13:03:40
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Autor Thema: Russische Raumfahrt  (Gelesen 1090072 mal)

Offline roger50

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #4400 am: 19. März 2020, 15:41:20 »
Die 4,1 m Durchmesser für Bahntransporte ist inzwischen zum richtigen Bremsklotz für russische Großraketen geworden, speziell für die oberen Stufen. Beim unteren Block kann man immerhin noch verschiedene Module bündeln, wie bei Energia, Proton oder Sojus.

Hinzu kommt: wenn man wirklich von 70+ Tonnen Nutzlast für den LEO spricht, stößt man bei nur 4-5 m Durchmesser auch an Grenzen für den Bau entsprechender Sats/Nutzlasten. Ich kann eine so schwere Nutzlast nicht beliebig lang bauen, nur damit sie unter das Fairing oder auf die Rakete paßt.

Ist mit ein Grund, warum andere in Bau befindliche oder geplante Schwerlastträger im Durchmesser zwischen 7 m (New Glenn) bis 9 m (Starship) liegen.

Gruß
roger50

Offline 8K82KM (-ex Rakete54-)

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #4401 am: 19. März 2020, 16:41:53 »
Die 4,1 m Durchmesser für Bahntransporte ist inzwischen zum richtigen Bremsklotz für russische Großraketen geworden, speziell für die oberen Stufen. Beim unteren Block kann man immerhin noch verschiedene Module bündeln, wie bei Energia, Proton oder Sojus.
roger50

Und man kommt aus der Nummer auch nicht heraus. Wegen der Platzbeschränkungen wurde die N1 vor Ort in Baikonur gebaut und die Energija musste kompliziert mit Huckepack-Verfahren auf (eigens entwickelten) Flugzeugen in Teilsektionen geliefert werden. Wegen dem ungünstig gelegenen Startort. Das ist in Vostochniy nicht besser, auch dort wird alles hintransportiert und zusammengeschraubt. Eine Fertigung vor Ort ist auf noch viele Jahre hin nicht denkbar. Also bleibt nur die Möglichkeit der Bündelung maximal möglicher Größe nebeneinander... Die Chinesen und Amerikaner haben da bessere Möglichkeiten mit der Vorort-Fertigung in derNähe der Startplattformem.

Offline Progress100

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #4402 am: 21. März 2020, 11:53:54 »
Man hört in den letzten Tagen von finanziellen Problemen bei OneWeb.
Das könnte auch RKZ Progress in ernste Schwierigkeiten bringen.
Sojus-Raketen für die Starts der OneWeb-Satelliten in Baikonur, Wostotschnij und Kourou wurden und werden in grosser Stückzahl produziert.
Viele Sojus-Raketen sind ohnehin eingelagert, da sich der Start der geplanten Nutzlasten (darunter viele militärische Projekte) sich immer wieder verzögert.
Hold on to your dreams !

Offline wernher66

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #4403 am: 21. März 2020, 17:01:02 »
Die Corona-Pandemie wird ohnehin schwerwiegende weltweite wirtschaftliche Implikationen haben, die die Raumfahrtindustrie nicht ausnehmen.
Der russische Staat wird RKZ Progress massiv unter die Arme greifen, immerhin ist die Firma systemrelevant.
Die werden das überleben und die Sojus-Raketen wird man alle noch brauchen, wenn nicht für OneWeb, dann für andere Missionen. Das sind gute und preisgünstige Raketen mit einer hervorragenden Statistik. Nach der Krise kommt der große Aufschwung, vielleicht erst 2021 oder 2022, aber er wird auch kommen.

Offline dksk

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #4404 am: 26. März 2020, 10:03:45 »
Zum 70. Geburtstag des  „Wissenschafts- und Testzentrums für Raketen und Raumfahrtindustrie“  in 2019 gibt es auf dessen Homepage eine reichlich bebilderte Broschüre mit sehr vielen Projekttestdarstellungen aus sowjetischen und russischen Zeiten.

http://www.nic-rkp.ru/doc/news_publication/nicrkp70let-kniga-all.pdf

Auf einigen Bildern sind interessante Dinge zu erkennen.

Meine Highlights:

Seite 55 – Luna 17/Lunochod 1 mit kompletter Thermoisolation  Vorbereitung für Vakuumkammertest
Seite 57 – Darstellung BOR in der Vakuumkammer platziert
Seite 58/59 – Darstellung Test Buranstrukturen und MIR
Seite 62 -  1:10 Modell Energia Buran am dynamischen Teststand
Seite 148 – Phobos –Grunt
Seite 259 – Karrikatur in Anlehnung an Repins Wolgatreidler zum 50. Jahrestat des Testzentrums

dksk

Online HausD

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #4405 am: Gestern um 14:48:45 »
Test des neuen Orion-Komplexes abgeschlossen

Die Holding "Roselektronika" hat die Tests des neuesten "Orion-Z"-Komplexes für die Kommunikation des Flugsteuer-Zentrums (ZUP/MCC) mit der ISS und einem Raumschiff abgeschlossen.


"Orion-Z" Komplex -  Mast mit Antennen-Träger, die Transceiver-Ausrüstung unten in einem beheizten Raum   Bilder: NIITV.ru

"Orion-Z" wurde von RSC Energia in Auftrag gegeben. Es bietet störungsresistente Kommunikation zwischen der ISS, dem Raumschiff und dem ZUP/MCC. Während der Kommunikationssitzung haben die Kosmonauten und das Zentrum die Möglichkeit, gleichzeitig Ton- und Videoinformationen in hochwertigem Digitalformat auszutauschen, während der Komplex kompakter und mobiler als seine Vorgänger ist und laut "Roselektronika" bequemer einzurichten und zu betreiben ist.
 Quelle: TASS

 - Senden digitaler Fernseh-, Audio- und Symbolinformationen in den Frequenzbändern
    von 458,45 MHz bis 462,45 MHz oder von 418,45 bis 422,45 MHz,
 - Empfang digitaler Audio- und Symbolinformationen in den Frequenzbändern
    von 418,45 MHz bis 422,45 MHz oder 458,45 bis 462,45 MHz
 - maximale Richtgeschwindigkeit des Antennensystems:
            im Azimut - mindestens 9 ° / s,
            in der Höhe - mindestens 6 ° / s;
- die Gerätesynchronisation erfolgt über GPS- oder GLONASS-Signale.

Gesundheit wünscht HausD

Online McPhönix

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #4406 am: Gestern um 17:22:56 »
Das ist (zumindest von meiner Sicht) durchaus als sehr zufriedenstelld einzuschätzen. Wenig beachtet vom Publikum, wie auch andere Kommunikationseinrichtungen, aber eminent wichtig.
Ich habe keine Angst vor Aliens. Solange sie über uns lachen wegen dem kleinkarierten Raketengefummel auf der Erde, tun sie uns nix.

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