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  • 18:30 MESZ Philae Landung: 12. November 2014

Autor Thema: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014  (Gelesen 240789 mal)

Offline Riker

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #350 am: 12. November 2014, 22:33:14 »
Für alle, denen das jetzt doch zugesetzt haben sollte, empfehle ich - gerne wieder - das Gezwitscher von

https://twitter.com/SarcasticRover

...das war schon recht lustig heute, z.B.

"SarcasticRover @SarcasticRover  ·  3 Std. Vor 3 Stunden

True Fact: The only way to make space-engineers hug each other is to land robots on things."

(SpaceMech = Space-engineer)
"Machen Sie's so!"

Offline rok

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #351 am: 12. November 2014, 23:42:21 »
Hat die ESA irgendwelche Möglichkeiten das Versagen derMechanismen aufzuklären, fürs nächste Mal?

Klar, denn glücklicherweise bestand während der Landung eine Funkverbindung, wobei eine Menge Daten von Beschleunigungs-, Kraft-, Leistungssensoren, ... bereits heute nacht vorläufig ausgewertet werden.

Leider hat Philae jetzt ein Problem, da während des ersten Landeversuchs ein erheblicher Teil seiner kinetischen Energie abgebaut wurde. D.h. die Energie des Landers reicht nicht mehr aus um die mechanisch angetriebenen Eisschrauben in den Untergrund zu treiben.

Aber selbst in diesem Fall werden in den nächsten Stunden/Tagen/Wochen(?) mehr Daten über Kometen gesammelt, als bisher in Jahrzehnten. (Wenn er nicht bei der zweiten, dritten, ... Landung umgefallen ist, seufz)

Und irgendwann, je nach Energiesituation, wird man entscheiden, die Harpunen manuell zu zünden um weitere Informationen über deren Sensoren zu bekommen und evtl. doch noch bohren zu können. ::) Aber davor steht erstmal eine rationale Analyse der Situation, wenn morgen wieder eine Funkverbindung zu Rosetta besteht.

Edit: "... fürs nächste Mal?" Wann? In 20 - 30 Jahren? Deswegen mein "seufz"!

 

Offline Flint

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #352 am: 13. November 2014, 00:37:55 »
Hi,

Leider hat Philae jetzt ein Problem, da während des ersten Landeversuchs ein erheblicher Teil seiner kinetischen Energie abgebaut wurde. D.h. die Energie des Landers reicht nicht mehr aus um die mechanisch angetriebenen Eisschrauben in den Untergrund zu treiben.

Entschuldige dass ich hier nachfrage. Treiben denn diese Bohrer wirklich mit der kinetischen Energie des Landers in den Boden? Wenn ich mir die Animationen so ansehe dann entsteht der Eindruck, dass der Lander zuerst aufsetzt und erst danach sich die Bohrer zu drehen beginnen und das Gefährt in Richtung Untergrund ziehen. Demnach müssten diese doch elektrisch betrieben sein?  ???
Greetz

Alex

Offline Androide

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #353 am: 13. November 2014, 02:06:10 »
Auf dem Twitter-Kanal zum ROMAP Instrument (Rosetta Lander Magnetometer and Plasma Monitor) wird von drei Landungen gesprochen.

Zitat
@Philae_ROMAP magnetic field analysis revealed 3 landings at 15:33, 17:26 and 17:33 UTC

https://twitter.com/Philae_ROMAP/status/532676580787896320

Online -eumel-

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #354 am: 13. November 2014, 02:34:18 »
Leider hat Philae jetzt ein Problem, da während des ersten Landeversuchs ein erheblicher Teil seiner kinetischen Energie abgebaut wurde. D.h. die Energie des Landers reicht nicht mehr aus um die mechanisch angetriebenen Eisschrauben in den Untergrund zu treiben.

Entschuldige dass ich hier nachfrage. Treiben denn diese Bohrer wirklich mit der kinetischen Energie des Landers in den Boden? Wenn ich mir die Animationen so ansehe dann entsteht der Eindruck, dass der Lander zuerst aufsetzt und erst danach sich die Bohrer zu drehen beginnen und das Gefährt in Richtung Untergrund ziehen. Demnach müssten diese doch elektrisch betrieben sein?  ???
Ich habe auch nicht wirklich verstanden, wie es genau funktioniert.
Da gibt es so ein raffiniertes Seilzug-System über zahlreiche Umlenk-Rollen.
Sollte wirklich der Bohrer nur durch die Aufschlagkraft in Drehung versetzt werden?:

Foto: PaddyPatrone

PaddyPatrone war im Göttinger Max-Plank-Institut für Sonnensystemforschung.
Dort wurden die Philae-Systeme von Experten am Modell erklärt.
Vielleicht kann er hier noch was dazu schreiben.

Es lohnt sich auch, seinen anderen Fotos anzusehen:
http://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=13072.msg309443#msg309443

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #355 am: 13. November 2014, 02:36:03 »
Na hoffentlich ist er nur rumgehopst & steht jetzt irgendwo  :)
нормальная жизнь

Online -eumel-

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #356 am: 13. November 2014, 02:58:48 »
Credit: ESA / Rosetta / Navcam / Philae / ROLIS / MPS for OSIRIS Team MPS / UPD / LAM / IAA / SSO / INTA / UPM / DASP / IDA

Hier hat Philae zum ersten mal aufgesetzt.
Links NavCam, dann OSIRIS, rechts ROLIS.
Möglicherweise ist Philae abgeprallt und weitergesprungen.

Offline Androide

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #357 am: 13. November 2014, 03:03:12 »
Hier hat Philae zum ersten mal aufgesetzt.
Da hat man aber eine schön ebene Fläche erwischt. :)

Online -eumel-

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #358 am: 13. November 2014, 03:07:24 »
Idealer Landeplatz! 8) :D

Aber wohin ist er dann gesprungen?

Online -eumel-

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #359 am: 13. November 2014, 03:10:30 »
Auf dem Twitter-Kanal zum ROMAP Instrument (Rosetta Lander Magnetometer and Plasma Monitor) wird von drei Landungen gesprochen.
Zitat
@Philae_ROMAP magnetic field analysis revealed 3 landings at 15:33, 17:26 and 17:33 UTC
https://twitter.com/Philae_ROMAP/status/532676580787896320

Sollte er tatsächlich nach dem ersten Abprallen 2 Stunden gebraucht haben, um wieder zur Oberfläche zurück zu fallen?
Ich der Zeit kann er ja eine größere Strecke zurückgelegt haben!

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #360 am: 13. November 2014, 03:20:04 »
2 Stunden,.. und der zweite Hüpfer nur 8 min - kann man sich garnicht vorstellen
нормальная жизнь

Online -eumel-

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #361 am: 13. November 2014, 04:04:33 »
Das kann man sich gut vorstellen:
Wenn er nach 2 Stunden gerademalso nochmal zurückgekommen ist, war der Aufprall sanfter und er hat sich nicht mehr so weit entfernt.
Bei einem springenden Ball werden die Abstände auch immer kürzer und irgendwann bleibt er liegen.

Aber ob er wohl wieder auf die Beine kommt? :-\

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #362 am: 13. November 2014, 04:22:04 »
Scheinbar hat ja die kinetische Energie nicht ausgereicht, die Verankerungs-Systeme auszulösen, also war wohl die Landegeschwindigkeit zu gering, ich hatte was von etwa 1,5m/s gelesen
oder war der Boden zu weich ?

man hätte ja auch den Abstand zum Boden messen können, und 1m vor Touchdown die Harpunen abfeuern
нормальная жизнь

Offline rok

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #363 am: 13. November 2014, 05:08:44 »
Hallo -eumel-,
den mechanischen Schraubenantrieb hab ich SpaceMechs Posting #55 im Philae-Technikthread entnommen. Dort hat er auch einiges über den zentralen Dämpfer geschrieben.

Offline boser

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #364 am: 13. November 2014, 07:05:58 »
Wenn ich das jetzt richtig hier lese, dann ist der Lander also drei mal gelandet?
Nach 7 Std. wie geplannt.
Nach 2 Std. nach dem ersten Hüpfer und
nach 8 min. nach dem letzten Hüpfer ??
Und jetzt stellt sich für alle die Frage : Wo, wie, was.
Wo ist das Teil nun?
Wie ist sein Zustand?
Was können wir jetzt noch an Forschungsarbeiten ausführen?

Für mich sieht es aus, als ob die nächsten zwei bis drei Wochen hoch interessant werde, weil die Antworten auf diese Fragen, schnell Beantwortet werden müssen, weil sonst der Meteor samt Aufbauten  ;) ins Dunkle des Universum verschwindet und nie wieder gesehen wird. Und bei dieser Entfernung ist das heraus finden von Tatsachen sehr mühselig, also ich bin sehr gespannt.
Wie man an Informationen kommt und was das Ergebnis ist.

mfg
boser

Offline Duc-Lo

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #365 am: 13. November 2014, 07:33:49 »
@boser,
Wo das Teil ist weist man nicht. Da Philae nicht auf dem Boden verankert ist. Man hat immernoch Kontakt zu Philae aber es unterbricht sich immer. Nachdem seit gestern der Funkkontakt zu "Philae" immer wieder abgerissen ist, wird im Laufe des Vormittags erwartet, dass es eine neue Einschätzung der Situation des Mini-Labors gibt. Gegen 14 Uhr ist eine Pressekonferz der Esa geplant, bis dahin sollen die Daten ausgewertet werden.

Laut Focus: "Wir wissen nicht, ob Philae jetzt fest am Boden des Kometen klebt." Das Gerät hat möglicherweise sogar gleich doppelt auf dem Planeten aufgesetzt. "Eine Hypothese ist, dass Philae nach der Landung wieder abgestoßen wurde und nach etwa zwei Stunden ein zweites Mal gelandet ist", sagte ein ESA-EForscher zu dem denkbaren Hüpfer.
Viele Grüße Duc-Lo

INTERSTELLARE RAUMFAHRT: Es gibt so vieles zu entdecken.

Offline Terminus

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #366 am: 13. November 2014, 07:37:30 »
2 Stunden,.. und der zweite Hüpfer nur 8 min - kann man sich garnicht vorstellen

Warum nicht, bei dem bisschen Gravitation mag das schon lange dauern, bis er wieder runterkommt.

Man kann ja mal in erster Näherung von einer symmetrischen Flugkurve ausgehen. Dann hätte also Philae genau zwischen dem 1. und 2. Aufsetzen den Scheitelpunkt seiner Flugbahn erreicht - also nach 1 Stunde - und fiele dann wieder.

Dann wird es doch zu einer Rechenaufgabe für Physikschüler: Wie hoch muss ein Körper sein, um im freien Fall bei der Gravitation x nach 1 Stunde wieder aufzusetzen? Mag sein, dass da nur 0,5 Meter, oder 2 Meter, oder lass' es auch 10 Meter sein, bei rauskommt.

Wie kommt man jetzt an x? Hm, die Fluchtgeschwindigkeit des Kometen wurde gestern mal erwähnt? 7 cm/s, kann das sein?  :-\

Terminus (auf dem Weg zur Arbeit)

Offline vostei

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #367 am: 13. November 2014, 07:38:50 »
Guten Morgen. Weiß jemand genaueres über das Drallrad des Herstellers SSTL ? Auf dessen Page gibt es nur Bilder des Rads - aber leider keine des Systems. Ist es kardanisch gelagert? Warum? Blockiert man den Kardan wirkt das Rad während des Abstiegs, gibt man ihn beim Aufsetzen frei wirkt es nicht mehr - würde also keine unerwünschten Drehmomente erzeugen...
Lieber fünf vor Zwölf, als keins nach Eins

Offline Dolf

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #368 am: 13. November 2014, 08:36:31 »
Jetzt möchte ich auch mal was dazu fragen:
Das mit den Hüpfern, also das 2te mal nach 2 Stunden und 3tes Mal nach 8 Minunten scheint mir schlüssig.
Aber: sind das nur Vermutungen oder ist genau nach diesen Zeitspannen nochmal ein Touch-Down-Signal übermittelt worden oder ist das aufgrund anderer Telemetrie-Daten ermittelt bzw rückgelossen worden?

Noch eine Frage zu den Hüpfern: Während des Abstieg dreht sich ja der Komet unterhalt vom Lander. Wenn er dann nochmal "hochhüpft" dann dreht sich der Komet ja innerhalb den 2 Stunden noch um ein Stück weiter und kommt nicht wieder am gleichen Fleck runter, oder? Das heißt der Lander könnte nach dem x-ten und endgültigen Touch-Down übertrieben gesagt auf der anderen Seite des angepeilten Landplatz landen oder?
Somit hätte man dann mehrere unterschiedliche Landepositionen. ;-)
Wenn dann die Automatik nach dem ersten Touchdown anfängt Panoramas zu schießen und Boden-Fotos zu machen gäbe es ja noch viel mehr Plätze zu betrachten ;-)

Das Dumme an der Sache ist dann allerdings auch die Deaktivierung des Drallrades nach dem ersten Touch-Down, das würde nämlich bedeuten dass nach dem 2ten Touchdown wenn der Lander nicht absolut plan aufkommt in eine Drehung versetz wird (also oben dreht sich nach unten)
 :-\

Weiß jemand wieviele Fotos während des Abstieges gemacht wurden? Eigentlich hätte ich gehofft, dass aus einer großen Anzahl von Abstiegsfotos ein Abstiegsvideo gemacht wird, wie es auch bei Curiosity der Fall war. Ist das angedacht gewesen?
Aber mir ist schon klar dass es einige Tage oder vielleicht auch Wochen dauern wird bis alles übertragen und ausgewertet worden ist, nochdazu wo jetzt andere Dinge im Vordergrund stehen.

SpaceMech

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #369 am: 13. November 2014, 08:57:09 »
Moin Moin ,

ja der Lander hat 3 Mal aufgesetzt. Zwischen dem ersten und zweiten Aufsetzen ist er ca 1 km wieder hochgestiegen (abgeprallt), bevor er wieder runtersank. Da in dieser Zeit das Drallrad runterfuhr, wurde -mangels Verankerung- der Drehimpuls auf den Lander übertragen, der sich danach also drehte (sieht man an Magnetometerdaten und den Temperaturdaten des Thermal Mappers, der mal den freien Raum und mal die Kometenoberfläche im Blickfeld hatte).
Messungen von CONSERT heute Nacht lassen darauf schliessen, dass der Lander beim dritten Aufsetzen ca. 1 km vom ursprünglichen Landeort zur Ruhe gekommen ist.
Die Orientierung des Landers ist (noch) nicht bekannt; es gibt Hinweise, dass er auf seinen drei Beinen steht (bzw den Spitzen der Eisschrauben, die beim ersten Aufsetzen vermutlich zum Teil ausgefahren wurden).
CIVA hatte leider bei der Landung einen Ausfall, so dass von der Landung keine Panorama-Bilder existieren. Eben kam über Voice Loop aus Toulouse die Nachricht, dass CIVA heute morgen ein Panorama aufgenommen hat (das Gerät funktioniert also (wieder); ist aber noch nicht verfügbar).
Drei Stunden nach Landung brach die Funkverbindung zum Orbiter ab, da ROSETTA unter dem lokalen Horizont verschwand. Der Orbiter hat heute Nacht/Morgen ein Manöver durchgeführt, um wieder Sichtverbindung und Datenlink zum Lander zu haben .

dewege

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #370 am: 13. November 2014, 09:01:16 »
Ich frage mich, ob Eisschrauben und Harpunen überhaupt funktionieren können:
Bei der geringen Gravitation (Der 100kg Lander entspricht dort nur noch 4 Gramm) und dem Aussehen der Landefläche wie Sand bzw Dünen mit etwas Schutt stelle ich mir vor, das Steine und Sandkörner nur ganz extrem lose aufeinanderliegen. Die wurden dann wohl über die Jahrmillionen "eingesammelt", aber eher so wie sich Staub auf einer Oberfläche absetzt und nicht als "Einschläge".

Meine Hypothese ist, dass die Oberfläche wie einige Meter dicker fluffiger Pulverschnee sein müsste, in dem der Lander einfach eintaucht, bis er mit Beinen oder Gehäuse an einzelnen festeren Brocken anstößt.
Da er kaum mit allen Beinen gleichzeitig anstößt, müsste jeder Stoß zu einem gewissen Drehmoment führen, wobei die Frage ist, ob so ein Stoß reicht, ihn nochmal richtig aus dem Pulverschnee zu heben.  :-\

Gestern waren bei 3Stat Aufnahmen zu sehen, wie die Landebeine getestet wurden ... aber bei Erdbeschleunigung ... Ich glaub irgendwie nicht, dass sich die Mechanismen bei einem Gewicht von "4 Gramm" und fluffigem Untergrund flexibel verhalten. Ich glaube eher, dass die rel. starr wirken.

Was denkt ihr?   ???

micl

  • Gast
Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #371 am: 13. November 2014, 09:25:58 »
"magnetic field analysis revealed 3 landings at 15:33, 17:26 and 17:33 UTC"

Was hat denn dann den Jubel und die anschließende Verkündigung der Landung um 16:04 UTC ausgelöst?

Offline vostei

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #372 am: 13. November 2014, 09:26:07 »
Ich frage mich, ob Eisschrauben und Harpunen überhaupt funktionieren können:
Bei der geringen Gravitation (Der 100kg Lander entspricht dort nur noch 4 Gramm) und dem Aussehen der Landefläche wie Sand bzw Dünen mit etwas Schutt stelle ich mir vor, das Steine und Sandkörner nur ganz extrem lose aufeinanderliegen. Die wurden dann wohl über die Jahrmillionen "eingesammelt", aber eher so wie sich Staub auf einer Oberfläche absetzt und nicht als "Einschläge".

Meine Hypothese ist, dass die Oberfläche wie einige Meter dicker fluffiger Pulverschnee sein müsste, in dem der Lander einfach eintaucht, bis er mit Beinen oder Gehäuse an einzelnen festeren Brocken anstößt.
Da er kaum mit allen Beinen gleichzeitig anstößt, müsste jeder Stoß zu einem gewissen Drehmoment führen, wobei die Frage ist, ob so ein Stoß reicht, ihn nochmal richtig aus dem Pulverschnee zu heben.  :-\

Gestern waren bei 3Stat Aufnahmen zu sehen, wie die Landebeine getestet wurden ... aber bei Erdbeschleunigung ... Ich glaub irgendwie nicht, dass sich die Mechanismen bei einem Gewicht von "4 Gramm" und fluffigem Untergrund flexibel verhalten. Ich glaube eher, dass die rel. starr wirken.

Was denkt ihr?   ???

Ursprünglich sollte beim Aufsetzen das kleine mit Stickstoff betriebene Kaltgastriebwerk von oben den nötigen Anpressdruck erzeugen.
Lieber fünf vor Zwölf, als keins nach Eins

scapper

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #373 am: 13. November 2014, 09:28:42 »
Moin,wo gibt es einen Livestream in Deutsch von der kommenden Pressekonferenz um 14 Uhr?

Offline Vierer

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #374 am: 13. November 2014, 09:30:58 »
Moin SpaceMech, Vielen Dank für Info in den letzten Tagen.
Wenn ich deinen Beitrag von 08:57:09 richtig verstehe sieht es gar nicht so schlecht aus. Welche Messungen werden unmöglich wenn der Lander auf den Schrauben stehen? Ich denke, alles was Druck auf die Oberfläche ausübt wird schwierig bis unmöglich wenn der Lander nicht verankert ist.

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