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Autor Thema: Starlink - Satellitenkonstellation  (Gelesen 240675 mal)

Offline Sensei

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1525 am: 22. Februar 2020, 15:45:29 »
Bei einer Airforce Übung am 8. April soll Starlink schon eine wesentlich größere Rolle zukommen und etliche Elemente des Informationstechnischen Kampfsystems verbinden:

https://www.investors.com/news/spacex-starlink-satellites-virgin-orbit-massive-live-fire-air-force-exercise/?fbclid=IwAR1n8BpKSwrYH1g8O28sdOXSgI3fSbtpZUFuYu2WUtxZb-CqJnr-NmyiiV8

Gut möglich, dass die Airforce eine der großen Early Adopters für Starlink wird.
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Offline Therodon

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1526 am: 22. Februar 2020, 18:00:35 »
Ob da die Air Force nicht vielleicht schon nen dicken Geldkoffer übergeben hat, mit dem SpaceX nun schon seine schnelle Starship Entwicklung querfinanziert?

Offline Sol,Earth

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1527 am: 22. Februar 2020, 18:02:12 »
Ob da die Air Force nicht vielleicht schon nen dicken Geldkoffer übergeben hat, mit dem SpaceX nun schon seine schnelle Starship Entwicklung querfinanziert?

Davon wüsste man. Sowas muss ja offiziell politisch genehmigt und beauftragt werden.

Offline Therodon

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1528 am: 22. Februar 2020, 18:05:46 »

Davon wüsste man. Sowas muss ja offiziell politisch genehmigt und beauftragt werden.

Beim Militär? Wohl kaum. Wäre ja keine Ausschreibung

Offline RonB

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1529 am: 22. Februar 2020, 18:20:37 »
Ob da die Air Force nicht vielleicht schon nen dicken Geldkoffer übergeben hat, mit dem SpaceX nun schon seine schnelle Starship Entwicklung querfinanziert?

In dem Artikel geht es über die Beteiligung von Starlink - nicht von Starship!
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Offline MarsMCT

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1530 am: 22. Februar 2020, 18:53:52 »
Es gibt einen Kontrakt mit der Airforce für Tests. Das waren 23 Millionen, oder waren es 27 Millionen? Ist aus dem Kopf, aber in dem Bereich. Davon wird Spacex nicht reich. Aber es kann eine Vorstufe für einen dauerhaften Service Vertrag sein. Damit läßt sich eine zuverlässige Geldquelle erschließen. Eher nicht genug, um Starlink damit alleine zu finanzieren, aber eine gute Basis.

Offline Sensei

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1531 am: 22. Februar 2020, 19:12:12 »
Diese Tests werden ja gerade auch dafür gedacht sein der airforce zu zeigen wie gut sie Starlink mit einbinden können.

Wenn sie dabei positiv überzeugt werden können dann können auch schnell Kontrakte im Milliardenbereich in Aussicht sein.

Quelle:
Ich hatte in Erinnerung dass die USA allein für den Traffic zu Militärbasen Milliarden ausgibt.
Erstbesten Link, den ich auf die schnelle gefunden habe :

Zitat
The military communications market is projected to grow from USD 31.5 billion in 2018 to USD 37.7 billion by 2023, at a CAGR of 3.6% from 2018 to 2023. Increasing procurement of military communication solutions due to growing disputes among countries across the world, growing concerns related to security of military communications, and the need to modernize and replace aging communication equipment are the major factors driving the global market.

https://www.marketsandmarkets.com/Market-Reports/military-communications-market-66198542.html
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Offline Klakow

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1532 am: 22. Februar 2020, 19:21:12 »
Ich bin gespannt was da auf Netzanbieterseite hier in Deutschland bedeuten wird, hängt da da der deutsche Staat mit seiner Überwachungstechnik mit drin, oder läuft das über die USA, und wo wird überwacht, in den Transceivern beim Kunden, den Bodenstationen in Deutschland und wie will ein Staat verhindern das Starlink die Kommunikation an den staatlichen Stellen vorbei leitet.
Gilt dann ein aufländisches Flugzeug in der das Recht des überflogenen Landes oder des Landes des Netzanbieters?
Wird dadurch die Zensur teils ausgehebelt, ausser bei Staaten die dies als Kriegsgrund darlegen und in der Lage sind sich durch Beschlagnahme der Bodeninfrastruktur oder Zerstörung von Sats im All werden?
Hier wäre natürlich China oder Russland in der Lage selbst im All zu agieren.
Sind Kommunikationsverbindungen vom Boden ins All leicht anspielbar, oder wäre das sehr schwer?
Wird geschugelte Bodenhardware dann als Spionage gewertet?
Einige Staaten wird es nicht freuen das Strarlink hier möglicherweise ihre Staatszensur untergräbt.

Offline Hugo

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1533 am: 22. Februar 2020, 19:26:37 »
Jeder Staat, der mir auf die Schnelle einfällt, hat Regeln und Bedingungen für den Funkbetrieb. Wenn SpaceX keine Genehmigung für den Funkbetrieb hat, sind die Satelliten über dem Land schlicht ausgeschaltet.

Offline Hugo

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1534 am: 23. Februar 2020, 17:07:11 »
Folgend die Grafik "Slots und Bahnen".




Was sieht man in der Grafik?
- Im oberen großen Bereich werden die ersten 360 Satelliten auf 18 Bahnen und 20 Slots gezeichnet.
- Im unteren kleineren Bereich werden alle anderen Satelliten gezeichnet. Man sieht, auf welcher Bahn sie fliegen und wie hoch der Orbit aktuell ist.
- Die Punkte der letzten 14 Tage werden verblassend gezeichnet.

Was sieht man aktuell in dieser Grafik besonderes?
- Auf Bahn 9 ist Starlink 46 zu sehen. Die Punkte verblassen bereits, nachdem der Satellit verglüht ist.
- Die V1.0 L4 Satelliten sind Orange gezeichnet und werden (noch) als "Vorabdaten" markiert. Sie  werden die Bahnen 10, 11 und 12 einnehmen. Noch fliegen sie bei rund 300 km Höhe.
- Die Bahnen 4/5/6 und 7/8/9 sind für zwei weitere Starts von Satelliten noch frei.
- Die ca. 2/3 der L2 Satelliten haben ihren Orbit auf Bahn 13 erreicht. Sie sind aktuell 200 Meter unter ihrer Position damit sie so lange driften, bis sie ihren Slot erreicht haben. Das andere 1/3 der Satelliten ist mit Zeitverzögerung geflogen, sie werden den Orbit überfliegen und sich damit auf der Bahn zurück fallen lassen. Man sieht dieses Verhalten aktuell ganz deutlich bei Bahn 2, hier sind einige Satelliten deutlich über 550 km gezeichnet.

Offline Hugo

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1535 am: 25. Februar 2020, 19:06:07 »
Die ersten Norad-Daten für den Start vom 17. Feb. wurden veröffentlicht. Dort sind 65 Objekte für den letzten Start enthalten. Statt der üblichen 64. Der Grund ist auch schnell gefunden: Die Falcon 9  hat kein (komplettes) Deorbit-Mannöver geflogen. Sie ist im All verblieben. Meine persönliche Vermutung: Für das Ride-Share-Programm ist das so erforderlich.

Aber gleich das Positive: Das Perigäum ist niedrig, die Falcon wird schnell verglühen. Da sie bereits jetzt niedriger fliegt vermute ich, hat sie ggf. ein Mini-Deorbit-Mannöver geflogen. Rechts in der Grafik die Raute in Orange bei ca. 253 km ist die Falcon.



Online TWiX

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1536 am: 27. Februar 2020, 15:45:04 »
Was ist eigentlich der aktuelle Stand bei den Intersatellite-Links für die Starlinks? Gibt's schon neue Infos, ab wann ungefähr die gestarteten Satelliten über ISLs verfügen sollen und wieviel das an zusätzlichem Gewicht kosten wird?

Offline Hugo

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1537 am: 27. Februar 2020, 17:51:54 »
Ich persönlich habe noch nichts offizielles neues vernommen. Auch hier im Forum wurde bisher noch nichts neues geschrieben.

Ich vermute SpaceX wird alles versuchen, daß sie nach dem 720. Satelliten die Technik nutzen können, denn dann hat man genau jede 2. Bahn mit Laserlink.

Offline Hugo

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1538 am: 27. Februar 2020, 23:22:54 »
Die Falcon verglüht deutlich schneller als die Metallstangen.


Offline Hugo

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1539 am: 28. Februar 2020, 20:33:03 »
Folgend die Orbithöhen und Bahnen und die letzten 14 Tage als Animation:



Was passiert besonderes in dieser Animation?
- Auf Bahn 9 verglüht der erste 0.9er Starlink
- Auf Bahn 2 bei ~570 km sieht man die ersten Satelliten, welche sich in ihrem Slot zurückfallen lassen.
- Die Satelliten für Bahn 14 beginnen ihren Aufstieg.
- Zwischen Bahn 9 und 10 kommen die neusten Satelliten in die Grafik. (Technisch bedingt ändert sich hier die Farbe, da die ersten Tage die Satelliten noch nicht final zugeordnet sind.)

Offline Hugo

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1540 am: 29. Februar 2020, 11:23:46 »
Folgend die Satelliten auf den Bahnen 1,2 und 13:


Offline Hugo

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1541 am: 29. Februar 2020, 14:04:18 »
So fliegen die Starlink-Satelliten auf  549,8 km Orbit heute: (Animation)

https://twitter.com/Hugo08413129/status/1233738913832996867

Offline Hugo

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1542 am: 29. Februar 2020, 22:37:11 »
Die Starlink-Satelliten parken alle bei 549,8 km Orbithöhe. Dadurch driften sie alle ca. 7-8 Wochen einen ganzen Slot auf ihrer Bahn weiter.

Bei den 0.9er Satelliten gab es die "Kreisgrafik". Sie hat die 60 Satelliten auf ihrer Position gezeigt. Das gleiche geht heute auch mit den jetzigen Satelliten. Das "Driften" jedoch erzeugt keine graden Linien.

Folgend die Kreisgrafik für die 20 Satelliten auf Bahn 01:


Offline Hugo

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1543 am: 02. März 2020, 23:50:48 »
Es kam in der Vergangenheit die Frage, wie schnell die Satelliten ihren Orbit erreichen können. Damals konnte man es nur grob schätzen. Die Antwort kann jetzt deutlich genauer gegeben werden. Zumindest für die Satelliten, welche Fehlerfrei starten. Denn wie lange die Nachzügler bei Problemen brauchen lässt sich erst im nachhinein sagen.

- Am Tag 12 bis 14 haben die Satelliten den Parkorbit erreicht.
- Am Tag 45 bis 47 hat der erste Schwung Satelliten den Zielorbit erreich.
- Am Tag 80 bis 82 hat der zweite Schwung Satelliten den Zielorbit erreich.
- Hochgerechnet wird der dritte Schwung am Tag 115 bis 117 dort ankommen.
- Das macht 3,8 Monate bis der letzte Satellit welcher Fehlerfrei geflogen ist, seinen Zielorbit erreicht hat.

Da kommt jedoch unter Umständen noch Zeit hinzu.
- Es dauert ca. 7 Wochen bis ein Satellit welcher den Zielorbit erreicht hat, einen Slot weiter gerutscht ist. Wenn er also zwischen den Slots ankommt, muss er dort noch driften. Aus Zeitgründen ist davon auszugehen, daß der erste und/oder der zweite Schwung diese Zeit nutzt/braucht, so daß der dritte Schwung hier keine  Zeit verliert. Genaueres wird man jedoch erst sehen, wenn das System in Betrieb geht und dann im Betrieb die Konstellation vergrößert wird. Denn aktuell driften alle Satelliten (vermutlich um Treibstoff zu sparen)
- Wenn ein Satellit Probleme beim Flug hat braucht er deutlich länger. Das sieht man sehr deutlich beim zweiten Schwung Satelliten vom Start L1 (Blau), hier  ist einer eine gute Woche verzögert geflogen. Er ist dann zusätzlich noch ca. 4 Tage weiter aufgestiegen auf ca. 570 km Orbit, wo er erst am Tag 96 (Statt 80 bis 82) angekommen ist. Und muss jetzt hier driften.  Ich würde vermuten, daß man dieses Driften so plant, daß es auch in 1 bis 2 Monaten geschafft ist. Danach muss er wieder auf 550 km Orbit fallen. Das Betrifft nur Satelliten mit Problemen.



Was sieht man in dieser Grafik?
- Jeder Datenpunkt von jedem Satelliten wird als Punkt gezeichnet. Es gibt keine Linien zwischen den Punkten.
- Jeder Raketenstart hat eine eigene Farbe.
- Auf der X-Achse nach rechts ist der Tag nach dem Start gezählt. Also nicht das Datum, dafür können jetzt alle Starts miteinander verglichen werden in einer Grafik.
- Auf der Y-Achse nach oben ist die Orbitalhöhe.
- Deutlich zu erkennen sind auch defekte Satelliten. Der Blaue, welche ab Tag 45 von 350 km bis Tag 110 auf 330 km gefallen ist z.B. sieht defekt aus. Auch der Rote, welcher von Tag 44 bis 55 am Driften ist, sieht tot aus. Aber 11 Tage ist noch viel zu kurz um sich sicher zu sein.

Offline Klakow

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1544 am: 04. März 2020, 13:47:48 »
hier gibt es einen Aktikel auf "golem.de" zum Thema ausreichender Internetanschluss nachdem die Telekom nun ISDN rauswirft,
56kBit/s wird da genannt und die Telekom sagt das ein Breitbahndausbau ein Mamutaufgabe sei.
Leute die sich damit in Zukunft rumplagen müssen, können echt dankbar sein das SpaceX Starlink baut, jeder von ihnen.

Offline Duesentrieb

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1545 am: 04. März 2020, 14:50:53 »
hier gibt es einen Aktikel auf "golem.de" zum Thema ausreichender Internetanschluss nachdem die Telekom nun ISDN rauswirft,
56kBit/s wird da genannt und die Telekom sagt das ein Breitbahndausbau ein Mamutaufgabe sei.
Leute die sich damit in Zukunft rumplagen müssen, können echt dankbar sein das SpaceX Starlink baut, jeder von ihnen.

Ich vermute, dass diese dankbaren Leute sich noch über die Kosten von Startlink wundern werden (natürlich gibt es noch keine Preise, aber dass das billig wird, erscheint mir umplausibel).

Dass die Netzabdeckung in Deutschland so schlecht ist und man besser von Empfangsinseln statt von Funklöchern sprechen sollten, liegt nicht daran, dass wir noch keine Starlink-Satelliten haben.

Dass Deutschland nur eine Flächenabdeckung von 65,5% hat, aber Länder wie Südkorea (97,5 Prozent) und Japan (94,7 Prozent), Norwegen (92,2 Prozent) haben, hat damit gar nichts zu tun. Auch in den USA, die Benelux-Länder, Skandinavien und Teilen Osteuropas kommt man auf eine Abdeckung von 80 bis 90 Prozent (Quelle (August 2019)). Also besser politischen Druck ausüben, dass der Ausbau am Boden besser vorankommt.

Offline Sensei

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1546 am: 04. März 2020, 15:35:52 »
Danke für diese Quelle - nur dass sie nicht das zeigt was du zeigen möchtest. (währe sonst auch SEHR seltsam, wenn der Flächenstaat USA eine so viel bessere Flächenabdeckung hätte als das kompakte Luxemburg).
Die 90% bei den USA zeigen einfach, dass 90% der Mobilfunkverbindungen LTE/4G sind.

Man wird nie Glasfaser zu jedem Punkt auf der Erde verlegen. Das würde viele hunderte Milliarden $ kosten.
Satellitenverbindungen und kabel gebundenes Internet ergänzen sich sehr gut.

Es ist ein Märchen, dass Deutschland da so komplett abgeschlagen sein. (wohl die berühmte Selbstkritik der Deutschen)
Breitbandanteil der Internetanschlüsse in %:
2015: 88%
2016: 93%

Andere Länder 2016: Indien - 16%, Italien - 77%, GB - 78%, Russland - 47%, China - 19%, USA - 72%
https://www.gtai.de/gtai-de/trade/specials/digitalisierung-74656.pdf

Digitale Dividende in den USA:
https://www.vice.com/en_us/article/d35kbj/americans-who-dont-have-internet

BTT: Da ist selbst in den USA noch genug Platz für Starlink - und selbst wenn es nur für die am schlechtesten erschließbaren 3% der Haushalte sind.
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Offline Duesentrieb

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1547 am: 04. März 2020, 15:57:28 »
Danke für diese Quelle - nur dass sie nicht das zeigt was du zeigen möchtest.
Du behauptest also, die Quelle hätte unrecht. Es sind dort explizit Flächenabdeckungen angegeben.

Diese Studie wird auch von anderen zitiert, z.B. https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/digitec/netzabdeckung-deutschland-im-4g-mobilfunk-weltweit-auf-platz-70-16321069.html.

2017 bin ich in den USA durch Nationalparks und Wüsten gefahren. Fast überall hatte ich Mobilfunk, also auch in der Fläche.

Ist Deine Behauptung, dass die Statistik fehlerhaft ist, durch irgendetwas gerechtfertigt, außer durch dein Luxemburg-Beispiel-Gefühl?

Am Ende wollte ich damit auch nur schreiben, dass es ziemlich unsinnig ist, dass Starlink eine Alternative zu einem  besseren Netzausbau in Deutschland ist. Überall, wo ich im Ausland bin, ist die Netzabdeckung besser.

Offline Sensei

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1548 am: 04. März 2020, 16:08:46 »
Zitat
Am Ende wollte ich damit auch nur schreiben, dass es ziemlich unsinnig ist, dass Starlink eine Alternative zu einem  besseren Netzausbau in Deutschland ist. Überall, wo ich im Ausland bin, ist die Netzabdeckung besser.

- Mobilfunk =! Hausanschluss
- Es geht doch nicht um entweder, oder. Sondern darum, dass Starlink eine sinnvolle Ergänzung zu bisherigen Festanschlüssen sein kann.
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Offline Klakow

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1549 am: 04. März 2020, 17:45:55 »
Es gibt ne Insel, die vor kurzer Zeit noch zur EU gehört hat, (ne die nicht), nämlich Saint Helena, die haben bis jetzt NUR Internet über Satellit, aber sehr teuer und wenig Bandbreite. Zwar haben sie jetzt einen Flugplatz, aber die Touris sind gezwungen gleich Digitalfasten mit zu buchen.

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