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Autor Thema: Starlink - Satellitenkonstellation  (Gelesen 274055 mal)

Offline Sensei

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1825 am: 14. Juli 2020, 13:45:16 »
1. Sie sind nicht komplett stationär
2. Es gibt verschiedene Bänder von Winden, welche in verschiedene Richtungen wehen. So kann man sie durch Höhenänderungen etwas "hin und wieder zurück" treiben lassen
3. Diese Windbänder sind relativ langsam. Wenn ich mich recht erinnere 15-50 km/h
4. Die Punkte des Aufsteigens kann man ja selbst festlegen und das 'verschieben' durch zwischengelagerte Windbänder beim Aufstieg mit einberechnen.

PS: Guter Punkt mit den Jetstream. Könnte sein dass diese Windverhältnisse so eher nur in der Nähe des Äquators vorkommen?

PPS: Wir kommen dann wirklich OT
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Offline alepu

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1826 am: 14. Juli 2020, 16:21:15 »
Starlink L10, der mal für Ende Juli vorgesehen war, ist jetzt auch schon im August angekommen.(NSF-Forum)

Offline Hugo

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1827 am: 14. Juli 2020, 21:38:34 »
Die ersten 20 Satelliten vom Start Starlink (#9) V1.0 L8 haben das anheben ihres Orbits abgebrochen und nehmen eine neue Warteposition bei 450 km ein.

Hier sieht man alle 60 Satelliten von dem Start.
- ca 40 Stück  pausieren bei ~380 km. Das ist Standard.
- ca 20 Stück pausierten wenige Tage bei ~380 km und haben dann mit ihrem Aufstieg begonnen. Das ist Standard.
- diese ca. 20 Satelliten pausen jetzt bei 450 km. Das ist neu.


Im "Startvergleich", bei dem alle Satellitenstarts auf  der X-Achse übereinander gelegt sind, erkennt man es, auch wenn es hier nicht ganz so deutlich heraus sticht:

Offline Klakow

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1828 am: 14. Juli 2020, 21:55:32 »
Das bedeutet ja wohl das die 20 Stück auf 450km Höhe es nicht mehr so weit haben zu ihrer Sollposion und bei denen auf 380 ist es einfach noch viel weiter.

Offline Hugo

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1829 am: 14. Juli 2020, 23:42:03 »
So würde ich es auch interpretieren.

Statt 10 Tage bei 380 km zu Pause zu machen, macht man 20 Tage bei 450 km Pause. (Zahlen sind frei geraten).

Vorteil: Man spart Treibstoff, da der Luftwiderstand exponentiell abnimmt.
Nachteil: Man braucht länger bis zum Zielorbit.

Der Nachteil ist vernachlässigbar, da das nur den ersten Batch betrifft, welcher der schnellste ist.

Aber: Gegen den Vorteil vom Treibstoff sparen, spricht jedoch, daß man am Anfang bei ~280 km eine Pause von 4 bzw. 6,5 Tage gemacht hat. Denn diese Pause hier kostet überproportional viel Treibstoff. Wozu "verschwendet" man am Anfang viel Treibstoff und spart später ein klein wenig wieder ein? Das passt nicht zusammen.


Mögliche Lösung 1: Beides (Also die lange Pause bei 280 km und die neue Pause bei 450 km): Sind zwei verschiedene Projekte, welche mit verschiedenen Zielen arbeiten.
- Die Pausenverlegung von 380 km auf 450 km hat das Ziel Treibstoff zu sparen.
- Die verlängerte Pause bei 280 km hat das Ziel Hardwaretests zu machen.

In der Summe wirkt das natürlich absurd. Beide Aufgaben haben beim Triebstoff entgegen gesetzte Ziele. Aber es spricht wiederum für SpaceX: 2 Teams haben zwei Aufgaben. Die Teilziele sind zwar entgegengesetzt, aber beide bringen ihr bestmögliches. In einer Übergangsphase (die haben wir jetzt) wirkt es wie Chaos. Aber am Ende (Ggf. nach 3 bis 5 weiteren Starts) haben beide Teams ihr Optimum herausgeholt und erst jetzt werden die  Ziele beider Aufgaben vereint. Das Ergebnis ist dann perfekt.

Die Lösung klingt irgendwie gut, aber ich kann mir es nicht vorstellen, daß SpaceX hier so viel Zeit rein investiert. Klar geht es um einige tausend Satelliten, aber irgendwann kommt das Starship. Dann braucht man das vermutlich nicht mehr.

Mögliche Lösung 2: Die Aufstiegsbahn der ersten 20 Satelliten hat die Bahn der ISS gekreuzt. Man hat somit mit dem Aufstieg früher begonnen und muss jetzt eine erneute Pause einlegen. Das würde jedoch nicht die verlängerte Pause bei 280 km einlegen.

Sicher gibt es auch noch weitere Lösungen.

Somit: "Abwarten und Tee trinken". Nach 3 bis 5 weiteren Starts wissen wir mehr.

Offline Sensei

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1830 am: 15. Juli 2020, 12:40:34 »
Die ersten Interessierten werden zum konkreten Betatest eingeladen und ihnen wird eine Schüssel und ein in Taiwan gefertigter, angepasster Router als Hardwareausstattung in Aussicht gestellt.

https://www.golem.de/news/satelliten-internet-betatester-von-starlink-bekommen-schuessel-und-router-2007-149666.html

Es gibt allerdings eine Verschwiegenheitserklärung. Wir werden also nicht viel von diesem Ende des Sommers startenden Tests erfahren.
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Offline Therodon

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1831 am: 15. Juli 2020, 12:50:38 »
Die Schüssel scheint ja doch relativ klein zu sein. Mal sehen ob die Verschwiegenheitserklärung hält. Nicht selten gibt es ja bei sowas dann trotzdem Leaks

Offline Duncan Idaho

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1832 am: 15. Juli 2020, 17:41:03 »
Elon hat auch noch getwittert.


https://twitter.com/elonmusk/status/1283246252608503808

Die Antenne wird über die Ethernetleitung mit Strom versorgt. (POE)
Zitat
Small note: latch on post near base is gone & powered Ethernet wire is less obtrusive in production version

Zitat
Starlink terminal has motors to self-orient for optimal view angle. No expert installer required. Just plug in & give it a clear view of the sky. Can be in garden, on roof, table, pretty much anywhere, so long as it has a wide view of the sky.

Zitat
Das Starlink-Terminal verfügt über Motoren, die sich für einen optimalen Blickwinkel selbst ausrichten. Kein erfahrener Installer erforderlich. Einfach einstecken und freie Sicht auf den Himmel geben. Kann im Garten sein, auf Dach, Tisch, so ziemlich überall, solange es einen weiten Blick auf den Himmel hat.
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Offline RonB

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1833 am: 16. Juli 2020, 08:36:30 »
Der Starlink Router hat eine FCC Zulassung erhalten.

https://www.teslarati.com/spacex-starlink-wifi-router-fcc-approval/
Es recht zu machen Jedermann ist eine Kunst die Keiner kann.

Offline Hugo

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1834 am: 19. Juli 2020, 20:53:49 »
Die ersten 20 Satelliten vom Start Starlink (#9) V1.0 L8 haben das anheben ihres Orbits abgebrochen und nehmen eine neue Warteposition bei 450 km ein.

Die  Satelliten haben ihre neue Warteposition bei 450 km nicht lange gehalten. Sie steigen jetzt weiter auf:


Streng genommen sind es auch nur 18 und keine 20. Man erkennt es wenn man mehr zoomt:

Offline Hugo

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1835 am: 26. Juli 2020, 19:22:09 »
:) :) :) Das Basisnetz ist Betriebsbereit.  :) :) :)

Genau genommen 93% der für das Basisnetz erforderlichen Satelliten sind Betriebsbereit. Das ist ausreichend um das Netz in Betrieb zu nehmen.


Damit es schneller geht, hat man bei Bahn 11 ein wenig Geschummelt. Die Satelliten sind auf Bahn 10 verlegt worden.


Die Netzabdeckung der Satelliten überschneidet sich ausreichend, so daß die fehlenden 7% Satelliten keine großen Probleme verursachen. Gezeichnet ist der Abdeckungskreis für Satelliten bis 30° Höhe am Himmel. Wenn ich mich richtig erinnere gab es eine Meldung, daß die Satelliten in echt ein klein wenig Höher stehen müssen.



Bei einem Breitengrad von ca. 50° hat man bei 35° Höhe zum Satelliten schon nahezu 100% der Zeit vom Tag Empfang.

Offline Hugo

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1836 am: 26. Juli 2020, 19:59:53 »
Eine Visualisierung habe ich auf Twitter hochgeladen:

https://twitter.com/Hugo08413129/status/1287447205691957248

Offline Hugo

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1837 am: 30. Juli 2020, 20:35:13 »
Drei Satelliten haben ihre Position von 549,8 auf 550,0 km angehoben. Wobei 2 sehr genau 550,0 getroffen haben, einer ist minimal drunter.

Möglichkeit 1: Das ist Zufall.
Möglichkeit 2: Das Starlinknetz geht zum Monatswechsel  "Online" und alle Orbits werden auf 550,0 km angehoben.


Offline MarsMCT

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1838 am: 01. August 2020, 07:59:02 »
SpaceX hat den Lizenzantrag für Endbenutzerterminals geändert. Alt für 1 Milllion Terminals, neu für 5 Millionen Terminals.

https://fcc.report/IBFS/SES-MOD-INTR2020-02035

Das ist für die USA.

Offline Hugo

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1839 am: 03. August 2020, 19:51:35 »
Die ersten 0.9er Satelliten, welche vorher normal auf ihrem Betriebsorbit waren, werden in den nächsten Wochen verglühen.

Der Orbit der ersten Satelliten hat sich auf ~250 km  Höhe verringert:


Passend dazu haben die Tachos eine 4. Nadel bekommen. Dunkelgrau steht für die verglühten Satelliten.


Weiterhin sind im rechten großen Tacho alle Satelliten, während im linken großen Tacho die Satelliten von den neusten Starts noch ausgeblendet werden.

Online -eumel-

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1840 am: 04. August 2020, 00:04:40 »
Gute Arbeit, Hugo!

Offline Hugo

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1841 am: 04. August 2020, 17:24:33 »
Thx@ Eumel. Das freut mich :-)

Die Satelliten für Bahn 36 haben ihre Betriebsposition erreicht:

Offline Hugo

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1842 am: 09. August 2020, 20:25:55 »
Die ersten Satelliten haben von Starlink (#10) V1.0 L9  haben direkt nach dem Start begonnen, ihren Orbit zu erhöhen.


Im Startvergleich sieht man den Unterschied der Orbitalhöhe deutlich. Die neuen Satelliten sind mit dem Pfeil markiert.

Offline Uwelino

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1843 am: 10. August 2020, 19:31:07 »

Offline Hugo

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1844 am: 11. August 2020, 18:01:40 »
SpaceX hat mit den Sarlinks (#9) V1.0 L8 erstmalig ein neues "Aufstiegsprofil" genutzt. Ich hatte vor einigen Wochen bereits über das neue Profil berichtet (Link: https://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=13231.msg484054#msg484054).

Jetzt haben die Satelliten ihren Orbit bei 550 km erreich. In der folgenden Grafik habe ich exemplarisch 4 Satelliten heraus gesucht. Man erkennt so das neue Aufstiegsprofil so deutlicher.

Was ist neu an dem Profil? Einige Satelliten machen beim Aufstieg jetzt 2 mal Pause. Einmal bei <=390 km und das zweite mal bei >=420 km. Hier waren es ca. 380 und 450 km. Wie gut das neue Profil funktioniert hat, sieht man deutlich: Die Satelliten haben den Zielorbit bei 550 km direkt erreicht.




Die Frage ist, warum man das macht. Eine Vermutung ist, dass man damit Wünsche der NASA nachkommt, mehr Abstand zur ISS zu halten. Quellen gibt es hierfür freilich keine, somit ist es nur eine Vermutung. In der folgenden Grafik habe ich die ISS mit in die Grafik eingeblendet. Ich habe hier andere Datenquellen verwendet, hier sind die Daten nicht ganz so genau bei den Starlinks, daher sind hier ein par kleinere Sprünge. Aber man sieht deutlich: Der erste Haltepunkt ist unterhalb der ISS, der zweite Oberhalb der ISS. Man kann damit auch (also zusätzlich) steuern, daß der Aufstieg selber weiter von der ISS entfernt stattfindet. Denn man kann ja 2-3 Tage früher aufsteigen und dann  oben länger warten, oder 2-3 Tage später aufsteigen und dann oben kürzer warten. Auch kann man die Höhe der Positionen variieren.




In der dritten Grafik sind alle Starlinksatelliten der letzten Wochen. Ich habe dort einige Haltepositionen in Blau markiert. Nicht nur von den aufsteigenden Satelliten, sondern auch von den absteigenden Satelliten der V0.9er Serie. Und die aktuelle Höhe der ISS ist grün Markiert.


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