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Autor Thema: Starlink - Satellitenkonstellation  (Gelesen 296902 mal)

Online stillesWasser

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1900 am: 03. September 2020, 15:50:44 »
Wurde inzwischen von megabyte auf megabit korrigiert
"Dragon 2 is designed to be able to land anywhere in the solar system. Red Dragon Mars mission is the first test flight."- https://twitter.com/elonmusk/status/725364699303301120

Offline Duesentrieb

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1901 am: 03. September 2020, 15:52:34 »
Ja.
---

Zu 2. Typischer Fehler: er geht wohl von einer gleichzeitigen Volllast aller Nutzer aus.
Das ist aber - nicht sinnvoll.
Schon das allein macht Unterschiede um Größenordnungen aus.

Zu 3. Bisher wurden Übertragungen mit Lasern kaum auf maximale Datentransferrate im Orbit optimiert.
Bei derartigen optimierungen können Ergebnisse leicht um 1-3 Größenordnungen rutschen.

zu 4: "Wenn die Angaben nicht stimmen, dann stimmen auch die weiteren Angaben nicht." Jau, wenn man mit Starlink nicht viele Leute versorgen kann dann kann man damit nicht viele Leute versorgen.
nur..
- im Notfall könnte man immernoch viel über die Bodenstationen gehen und die Laserlinks kaum nutzen. Das ist so vlt sogar zu präferieren UND wird am Anfang eh so gemacht.
- Das Abgreifen der zahlungskräftigen Kunden würde eventuell schon reichen damit sich die relativ geringen laufenden Kosten amortisieren?

zu 5: Primär eine Zustimmung. Mit dem Verlust von ~1 Sat pro Jahr durch Ausfall ist durchaus auszugehen. Wahrscheinlich sogar mit mehr.
ABER: Bei 40000+ Satelliten im Netzwerk ist das praktisch NICHTS.
- Außerdem sollten dabei kaum neue Trümmer entstehen. Die entstehenden Trümmer bleiben zum Großteil innerhalb der Struktur des Satelliten stecken. (schlimmer ist es schon bei Treffern in die Solarausleger. Aber dabei entstehen nur sehr kleine Trümmer im mm-Bereich)
- Der dadurch lahmgelegte Satellite entsorgt sich innerhalb von < 25 Jahren von selbst. Reibung der Restatmosphäre.
- Verhüllung des Orbits?
Wenn Vermüllung des Orbits gemeint ist: nein.
-> wenn bei einem unglücklichen, katastrophalen Treffer vlt 5000 neue Trümmer entstehen, dann macht das immer noch nur <10% der bereits  in diesem Orbit befindlichen Trümmer aus.
ABER: Diese neu entstandenen Trümmer bleiben nicht lange in diesem Orbit. Denn durch Reibung an der Restatmosphäre werden diese schnell (<5 Jahre) nach unten durchgereicht.
Nicht schön. Aber alles andere als Katastrophal. ... Und das war der worst case.



Könntest du außerdem deinen Link reparieren? Im Moment zeigt er auf einen Tweet von  Dr. Christian Lübbers über Corona-Diskussionen.
So kann man schlecht auf die Argumente von Kroll eingehen :/
Danke.

Hallo Sensei,
oh. Der falsche Link ist repariert. Peinlich :-)

Danke für Deine Korrekturvorschläge.

Zu 2: Stimmt. Die Zahl gibt also die Anzahl der User an, die gleichzeitig zugreifen können. Wieviele Größenordnungen das ausmancht, hängt sicher von der Anwendergruppe ab und den Zeitzonen, in denen sie sich befinden.

Zu 3: Ok, da gehört dann immerhin ein gewisser Optimismus dazu, der aber Elon Musk natürlich nicht fremd ist. Woher nimmst Du die 1-3 Größenordnungen? Baugefühl oder hast Du da Expertise?

Zu 4: Wenn man mehrfach zur Bodenstation runterfunken muss, erhöht sich die zurückgelegte Strecke natürlich leicht um zehn (geraten) mal 300 Kilometer, also 3000 km. Dann ist die Verringerung gegenüber einem Glasfaserkabel aber weg.

Dass es zahlungskräftige Kunden gegen könnte, will ich nicht bestreiten, vor allem, wenn das Militär (ob man das als Vorteil ansieht, hängt natürlich vom Standpunkt ab) und Hochgeschwindigkeitsspekulanten (die mit solchen riesigen Pseudo-Geldtransfairs leicht zu Wirtschaftskrisen führen können) da mitspielen. Ob das dann allerdings die Nachteile für die Astronomie kompensiert und ob dann die Story von der Versorgung abgelegener Gebiete in Indien und Afrika als Rechtfertigung wegfällt, wird man sehen.

Zu 5: Über die genaue Wirkung solcher Treffer habe ich keine genaue Kenntnis. Gibt es zu Deinen Angaben richtige Erfahrungswerte oder wenigstens Simulationen, die zeigen, dass die Zerlegungsrate des Satelliten klein bleibt? Und hast Du für die Zahl von 5000 Teilen einen Beleg? Mir ist klar, dass wir manchmal nur schätzen müssen, aber da kommt es dann schon auf die richtige Größenordnung an.

Zuviele aufgefallene Starlink-Satelliten heißt natürlich eine Erhöhung von großen Teilen, die nicht mehr zu steuern sind auf Umlaufbahnen, auf denen bemannte Raumfahrt betrieben wird. Und leider fehlen ja auch bei den steuerbaren durchsetzungsfähige Regeln.

Danke auf jeden Fall für Deine Einschätzung. Ich finde es auf jeden Fall gut, solche Dinge möglichst realistisch einzuschätzen.

Viele Grüße
Düsentrieb




Offline Duesentrieb

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1902 am: 03. September 2020, 15:55:35 »
Einschub: Im heutigen launch webcast des Starlink-Starts gab es neue Informationen

Zitat
On its launch webcast this morning, SpaceX says internal tests have shown "super" low-latency and download speeds above 100 megabytes per second.
https://twitter.com/SciGuySpace/status/1301500904319922180

Außerdem wurde verkündet, dass diese Satelliten schon mit einem für Testzwecke bestimmten Laser-Link ausgestattet sind.

Das ist die gesamte Übertragungsrate? Das ist ja weit unter dem, was Kroll angenommen hat.

Wenn es die Rate pro User ist, sollte man wissen, wieviele gleichzeitige Downloads stattgefunden haben. Ansonsten sagt die Zahl nichts aus.

Bin gespannt auf die Übertragsungsraten der Laser. Hier wird bestimmt irgendjemand Ergebnisse posten, wenn sie da sind.

Viele Grüße
Düsentrieb

Offline Sensei

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1903 am: 03. September 2020, 16:33:19 »
Danke für Deine Korrekturvorschläge.
Gerne.
Es freut mich immer wieder, wenn man konstruktive Diskussionen führen kann!
In diesem Sinne: danke für dein Nachfragen UND auch deine konstruktive Skepsis. :)
Zitat

Zu 2: Stimmt. Die Zahl gibt also die Anzahl der User an, die gleichzeitig zugreifen können. Wie viele Größenordnungen das ausmacht, hängt sicher von der Anwendergruppe ab und den Zeitzonen, in denen sie sich befinden.
Jup, das ist so.

Und ich muss zugeben, dass es in den dicht besiedelten Gegenden eher nicht soo viel ausmachen wird. Im Ruhrpott gehen etwa zur selben Zeit die Streams an.
Nicht in jedem Haushalt. Aber schon gerne mal in jedem 5.-10. Dagegen kommt auch ein Wegfall des Unternehmenstrafics nicht an..

Pessimistisch überschlagen: Jeder 5. Haushalt nutzt zum Peak sein Netzzugang stark. Unter diesen wird ~1/4el des Maximaldurchsatzes genutzt.
Damit käme man auf einen Faktor 20 für die Anzahl der Kunden - IN DIESEM GEBIET/in dem Sendebereich des einen Satelliten zu einem Zeitpunkt.

Was Herr Kroll hier ebenfalls komplett unberücksichtigt lässt, ist, dass man schwächer bewohnte Gebiete oder mit geringerer Nutzerdichte quasi als Beifang mit bedienen kann. Die Engstelle werden so oder so die Gebiete mit hoher Nutzerkonzentration sein.

Zitat

Zu 3: Ok, da gehört dann immerhin ein gewisser Optimismus dazu, der aber Elon Musk natürlich nicht fremd ist. Woher nimmst Du die 1-3 Größenordnungen? Baugefühl oder hast Du da Expertise?

Bauchgefühl. Beruhend auf meine Erfahrungen als Physiker und Informatiker. Und gerade in diesen beiden Bereichen werden durch optimierungen auf ein spezielles Ziel hin gerne noch einmal Größenordnungen von Potential gehoben.

Aber ich muss zugeben dass ich mich konkret in diesem Bereich nicht auskenne (ebenso wie Herr Kroll). Durchaus möglich das Laserlinks mit einem genügend hohen Trafic zu schwer oder zu teuer werden.

Aber das wird Starlink nicht zu Fall bringen. Den meisten Trafic wird man nicht über die Laserlinks schicken sondern lokal wieder ins Kabelnetz speisen.

Zitat
Zu 4: Wenn man mehrfach zur Bodenstation runterfunken muss, erhöht sich die zurückgelegte Strecke natürlich leicht um zehn (geraten) mal 300 Kilometer, also 3000 km. Dann ist die Verringerung gegenüber einem Glasfaserkabel aber weg.

Uhh, nein? Warum sollten Verbindungspakete mehrmals über den Satelliten laufen?

Trafic, der den super-niedrigen Ping nötig hat UND über Kontinente transportiert werden muss geht halt die gesamte Strecke über den Laserlinks.
ABER das ist nur ein Bruchteil des gesamten Trafics. Egal ob Sony, Google, MS... alle großen halten ihre Daten auch in der nähe der jeweiligen Ballungszentren vor. Nur bruchteile des Trafics geht über den Atlantic. Und nur Bruchteile davon benötigen extrem niedrigen Ping.

Zitat

Dass es zahlungskräftige Kunden gegen könnte, will ich nicht bestreiten, vor allem, wenn das Militär (ob man das als Vorteil ansieht, hängt natürlich vom Standpunkt ab) und Hochgeschwindigkeitsspekulanten (die mit solchen riesigen Pseudo-Geldtransfairs leicht zu Wirtschaftskrisen führen können) da mitspielen. Ob das dann allerdings die Nachteile für die Astronomie kompensiert und ob dann die Story von der Versorgung abgelegener Gebiete in Indien und Afrika als Rechtfertigung wegfällt, wird man sehen.

Zu 5: Über die genaue Wirkung solcher Treffer habe ich keine genaue Kenntnis. Gibt es zu Deinen Angaben richtige Erfahrungswerte oder wenistens Simulationen, die zeigen, dass die Zerlegungsrate des Satelliten klein bleibt? Und hast Du für die Zahl von 5000 Teilen einen Beleg? Mir ist klar, dass wir manchmal nur schätzen müssen, aber da kommt es dann schon auf die richtige Größenordnung an.

Hinweis 1: die Sandwitch-Bauweise der ISS 'Panzerung' :
https://de.wikipedia.org/wiki/Whipple-Schild
Diese Funktioniert über ein relativ dünne Aluminiumplatte an der Außenseite die das Projektil zerlegen soll. Viel Platz, damit dich die Trümerstücke aufteilen können. Und eine Rückwand, an der diese Trümmerstücke aufgehalten werden.

Quasi genau dass, was man bei einem solchen Starlink Satelliten hat. ;) Nur dass der noch größere Abstand und die zusätzliche innere Struktur noch zugute kommt. Dafür fehlt das Kevlar-Gewebe und die Stärkere Rückwand.

ABER wenn in einen Starlink Satelliten vorne ein 3 cm Trümmerstück hinein schießt und hinten eventuell 2 langsame  Trümmerstücke mit ja 3 mm durchmesser hinaus schießen dann ist das kein allzu schlimmes Ereignis.
PS: Es ist aber durchaus möglich dass ich hier falsch liege. Und schon 5cm Trümmerstücke die Struktur des ganzen Satelliten zerreißt.

Hinweis 2: Erfahrungen mit bisher zerstörten Satelliten. Aber die 5000 Trümmerstücke sind auch nur eine grobe Schätzung.
Als Indien 2019 einen 740kg Satelliten abgeschossen hatte sind ~400 Trümmerstücke entstanden.
---
Würde Starlink auch nur 200km höher fliegen wäre ich VIEL VIEL skeptischer, was den Weltraummüll anbelangt. Aber hier reinigt sich der Orbit noch ganz gut selbst.

Zitat

Zu viele aufgefallene Starlink-Satelliten heißt natürlich eine Erhöhung von großen Teilen, die nicht mehr zu steuern sind auf Umlaufbahnen, auf denen bemannte Raumfahrt betrieben wird. Und leider fehlen ja auch bei den steuerbaren durchsetzungsfähige Regeln.

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Online Hugo

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1904 am: 03. September 2020, 18:12:00 »
Würde Starlink auch nur 200km höher fliegen wäre ich VIEL VIEL skeptischer, was den Weltraummüll anbelangt. Aber hier reinigt sich der Orbit noch ganz gut selbst.
Es sind 10 Meter pro Tag. Also schon nach einem Tag würden die Trümmer 10 Meter niedriger fliegen als am vortag, während die Satelliten mit ihrem Antrieb ihre Höhe halten.

Offline Sensei

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1905 am: 03. September 2020, 23:51:35 »
Einschub: Im heutigen launch webcast des Starlink-Starts gab es neue Informationen

Zitat
On its launch webcast this morning, SpaceX says internal tests have shown "super" low-latency and download speeds above 100 megabytes per second.
https://twitter.com/SciGuySpace/status/1301500904319922180

Außerdem wurde verkündet, dass diese Satelliten schon mit einem für Testzwecke bestimmten Laser-Link ausgestattet sind.

Das ist die gesamte Übertragungsrate? Das ist ja weit unter dem, was Kroll angenommen hat.

Wenn es die Rate pro User ist, sollte man wissen, wieviele gleichzeitige Downloads stattgefunden haben. Ansonsten sagt die Zahl nichts aus.

Bin gespannt auf die Übertragsungsraten der Laser. Hier wird bestimmt irgendjemand Ergebnisse posten, wenn sie da sind.

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Das sind zwei verschiedene Dinge: Maximale Downlink pro Person/Link. Und die Laserlink-Verbindungen.

Zitat
"Initial results have been good," she said. These tests reveal "super-low latency," and download speeds greater than 100 megabits per second. This, she noted, would provide enough bandwidth to play the fastest online games and stream multiple HD movies at once.

Zitat
"Recently, the Starlink team completed a test of two satellites in orbit that are equipped with our Inter-Satellite links, which we call space lasers," she said. "With these space lasers the Starlink satellites were able to transfer 100s of gigabytes of data. Once these space lasers are fully deployed Starlink will be one of the fastest options available to transfer data around the world."

Quelle: Arstechnica/ Eric Berger

Und eine Korrektur auch von mir: Laut der Quelle wurde ein Laserlink zwischen zwei Starlink-Satelliten schon erfolgreich getestet. Diese müssen dann schon mit einem früheren Start in den Orbit gebracht worden sein.
Dafür war nicht die Rede davon, dass schon mehr als 2 Satelliten damit ausgerüstet sind..
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Online Hugo

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1906 am: 04. September 2020, 16:39:52 »
Sind das die zwei Tin-Tin-Satelliten mit denen man das getestet hat?

Denn bei Starlink wurde der vorhandene LaserLink verboten. Gut, vielleicht hat SpaceX auch eine Ausnahmegenehmigung von dem Verbot beantragt.

Offline m.hecht

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1907 am: 04. September 2020, 17:51:44 »
Denn bei Starlink wurde der vorhandene LaserLink verboten.

Davon habe ich nichts mitbekommen. Von wem und warum wurde der LaserLink verboten?

Offline Sensei

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1908 am: 04. September 2020, 18:06:25 »
War das nicht die FAA FCC?

Es wurde untersucht wie viele Trümmerstücke bei Starlink den Boden erreichen könnten. Damals gab es doch die Diskussion darum, dass die Laserspiegel/Linsen den deorbit überstehen würden.
SpX hat daraufhin zugesagt, erst wieder Laserlinks zu, verbauen wenn spiegel genutzt werden, die sich bei einem Deorbit ebenfalls komplett zerlegen würden.


EDIT:

https://spectrum.ieee.org/tech-talk/aerospace/satellites/spacex-claims-to-have-redesigned-its-starlink-satellites-to-eliminate-casualty-risks

Zitat
As originally designed, nine pieces of each Starlink satellite, including thruster parts, reaction wheels used for maneuvering, and silicon carbide communications components (probably mirrors for intersatellite laser links), would have reached the surface, SpaceX acknowledged.
...
In its reply last week, SpaceX said that while its satellites could not be reliably directed to land in the ocean, that no longer mattered. “After extensive research and investment, SpaceX has now developed a system architecture that will be completely demisable,” wrote one of SpaceX’s lawyers.

SpaceX has always claimed that the design of its Starlink satellites would evolve. Now, it says that at the most, the first 75 Starlinks will include an iron thruster and steel reaction wheels likely to survive reentry. Any built subsequently will “use components that will demise fully in the atmosphere,” wrote the company. No satellites at all will be deployed with the silicon carbide components described in its initial filing.
...
Nor did the company say what would replace the silicon carbide mirrors in its satellites’ laser links. The space lasers are an innovation intended to allow thousands of Starlinks to share and network orbital Internet traffic in order to maximize bandwidth and minimize delays for users.

Könnte sich wirklich um die TinTin gehandelt haben.
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Offline m.hecht

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1909 am: 04. September 2020, 20:30:49 »
Ok, das ist irgendwie an mir vorbei gegangen. Aber wenn ichs richtig verstanden habe ist es ja NICHT so, dass SpaceX ein Verbot von LaserLink hat, sondern "nur" ein Verbot für Teile, die den Reentry überleben könnten. Sprich: Ist sichergestellt, dass es kein Teil bis auf die Oberfläche schafft ist alles gut.

Oder seh ich das falsch?


Mane

Offline Sensei

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1910 am: 04. September 2020, 20:50:36 »
Nein, so ist es genau richtig.

Das letzte kritische Element waren die Siliziumkarbid-Spiegel. Diese müssen von SpaceX durch Spiegel aus einem anderen Material ersetzt werden.
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Online Hugo

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1911 am: 04. September 2020, 21:21:08 »
Ja das Verbot betrifft nur das vorhandene Laserlink in Satelliten der Version 1.0.

Das Verbot betrifft nicht die Technik ansicht.

Also quasi Laserlink Version 1.0 ist verboten.

SpaceX wird natürlich LaserLink 2.0 entwickeln, welches dann mit Sicherheit von der FCC nicht mehr verboten wird.

Offline Klakow

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1912 am: 04. September 2020, 23:47:30 »
Wenn wirklich mal eine Kollision mit einem anderen Satelliten passiert dann spielt noch was anderes eine wichtige Roll, nämlich die Vektoren der Satelliten zueinander. In aller Regel führt das für die meisten Brocken nämlich zu einem abbremsen der Teile, den die Vektoren in Relation zur Erde werden vermutlich in fast allen Fällen kürzer, also langsammer. zumindest all der Schrott der eine ähnliche Bahnhöhe hat, ist kaum in der Lage Bewegungsenergie in Flugrichtung mitzugeben, die Dinger wird es eher partiell zerreisen, das gibt dann einen schönen Teppisch von Bruchstücken, fast alle zwar abgelengt und zerrissen, aber langsammer. Da die Dinger eh nicht hoch fliegenmacht das ganz schnell etliche km an höhe aus, da die Dinger im Verhältnis zu Masse, haben sind sie noch schneller am höhe Abbauen.

Offline MillenniumPilot

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1913 am: 05. September 2020, 14:52:16 »
War das nicht die FAA FCC?

Es wurde untersucht wie viele Trümmerstücke bei Starlink den Boden erreichen könnten. Damals gab es doch die Diskussion darum, dass die Laserspiegel/Linsen den deorbit überstehen würden.
SpX hat daraufhin zugesagt, erst wieder Laserlinks zu, verbauen wenn spiegel genutzt werden, die sich bei einem Deorbit ebenfalls komplett zerlegen würden.


EDIT:

https://spectrum.ieee.org/tech-talk/aerospace/satellites/spacex-claims-to-have-redesigned-its-starlink-satellites-to-eliminate-casualty-risks

Zitat
As originally designed, nine pieces of each Starlink satellite, including thruster parts, reaction wheels used for maneuvering, and silicon carbide communications components (probably mirrors for intersatellite laser links), would have reached the surface, SpaceX acknowledged.
...
In its reply last week, SpaceX said that while its satellites could not be reliably directed to land in the ocean, that no longer mattered. “After extensive research and investment, SpaceX has now developed a system architecture that will be completely demisable,” wrote one of SpaceX’s lawyers.

SpaceX has always claimed that the design of its Starlink satellites would evolve. Now, it says that at the most, the first 75 Starlinks will include an iron thruster and steel reaction wheels likely to survive reentry. Any built subsequently will “use components that will demise fully in the atmosphere,” wrote the company. No satellites at all will be deployed with the silicon carbide components described in its initial filing.
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Könnte sich wirklich um die TinTin gehandelt haben.

Hat Hugo nicht letztens die Flugbahnen von Tin Tin A und B gezeigt? Die sollten doch schon längst in der Atmosphäre verglüht sein.

Offline MillenniumPilot

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1914 am: 05. September 2020, 14:53:28 »
(.....) Tintin A folgt demnächst, sowie weitere Version 0.9 Starlink Satelliten.

"TinTin A" dürfte, sofern der Vorgang nicht abgebrochen wird, in knapp unter eine Woche folgen.



Hier als Nachtrag. Tin Tin ist Geschichte.

Online Hugo

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1915 am: 08. September 2020, 18:51:23 »
Immer mehr Starlinks der 0.9er Version verglühen:




Offline TWiX

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1916 am: 17. September 2020, 18:50:08 »
SpaceX möchte Starlink-Terminals nun auch auf seinen eigenen Schiffen testen: https://www.cnbc.com/2020/09/16/spacex-asks-to-test-starlink-internet-with-its-fleet-of-boats.html
Dem FCC-Antrag zufolge will man über bis zu zwei Jahre bis zu zehn Terminals auf den Schiffen testen, darunter auch auf zwei Droneships. Man wolle damit die Ende-zu-Ende-Kapazitäten des Systems testen, so SpaceX laut dem Artikel in seinem Antrag...

Offline Klakow

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1917 am: 18. September 2020, 07:07:47 »
Das wird schön, dann gibt's auch keine pausen bei der Signalübertragung bei den Landungen

Offline m.hecht

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1918 am: 18. September 2020, 08:05:14 »
Das wird schön, dann gibt's auch keine pausen bei der Signalübertragung bei den Landungen

Wieso sollte das pauschal so sein? Auch Starlink benutzt elektromagnetische Wellen zur Datenübertragung. Klar, ist ein anderer Frequenzbereich, aber ob der weniger gestört wird wissen wir nicht, oder?

Mane

Offline Sensei

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1919 am: 18. September 2020, 10:31:20 »
Eine elektronisch gerichtete Verbindung kann halt viel schneller nachgeführt werden als eine Mechanische.
Ob das aber auch passieren wird (wie häufig wird die eigene Lage ermittelt und die Ausrichtung der Antenne updatet wird ist wieder eine andere Frage).

Da man Starlink später auch bei anderen Schiffen zum Einsatz anbieten will und es da nicht gut wäre wenn bei jeder Welle die Verbindung abreißt ... ja es wäre durchaus möglich (aber nicht sicher) dass die Verbindung bei der Boosterlandung erhalten bleibt.
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Online Hugo

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1920 am: 18. September 2020, 10:54:26 »
Kommen die Störungen nicht eher davon, dass das Schiff wackelt während die Rakete aufsetzt und dann die Verbindung mit der Parabol-Antenne zusammenabricht, da die Antenne sich nicht schnell genug neu ausrichten kann?

Die Unterbrechung beginnt mit dem Aufsetzen der Stufe und endet ca 10 Sekunden später. Bei 5 Sekunden Signalverarbeitung auf dem Schiff fehlt dann das Bild von 5 Sekunden vor dem Aufsetzen bis 5 Sekunden nach dem Aufsetzen.

Offline m.hecht

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1921 am: 18. September 2020, 11:00:42 »
Hm, also irgendwo hab ich mal gehört, dass der Ausfall nicht vom Wackeln kommt, sondern vom Triebwerksstrahl (Plasma).

Wir haben doch schon etliche Videoübertragungen des Dronships VOR der Landung gesehen, wo der Wellengang das Schiff deutlich bewegt hat. In diesem Fall wäre doch ein mechanischen Nachführen genau so schwer.

Mane

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1922 am: 18. September 2020, 11:04:12 »
Die Wellen sind sehr langsam. Dagegen könnte der Motor in der Satellitenanlage gegenan kommen. Aber ich weiß es natürlich nicht, sondern es ist nur eine Vermutung. Somit ist kein Starlink für die Schiffe notwendig.

Aber: Sei es, wie es sei: Auf dem vor kurzem Überholten Schiff gibt es keine Unterbrechungen. SpaceX weiß somit, was es ist und sie können es verbessern. Früher oder später werden sie es auf dem anderen Schiff auch verbessern.

Natürlich hat eine weitere Verbindungsart nur Vorteile. Also ich bevorzuge es, wenn SpaceX das Bild von den Schiffen per Starlink zu uns nach Youtube schickt. :-)

Online Prodatron

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1923 am: 18. September 2020, 11:38:24 »
Hm, also irgendwo hab ich mal gehört, dass der Ausfall nicht vom Wackeln kommt, sondern vom Triebwerksstrahl (Plasma).
Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, gab es bei früheren Landungen (2016), wo das ASDS in Küstennähe war, keine Übertragungsausfälle. Da wurde dann wohl anders gefunkt, nicht über die Sat-Schüssel, aber gefunkt wurde trotzdem.

Online Hugo

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Re: Starlink - Satellitenkonstellation
« Antwort #1924 am: 19. September 2020, 00:25:57 »
19 Stück Version 0.9 Satelliten sind jetzt verglüht. Einige, welche als nächstes dran gewesen wären, machen einen "Rückzieher", sie haben ihren Orbit wieder erhöht auf 250 km.




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