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Autor Thema: Folgen der Beschleunigung der Expansion  (Gelesen 1874 mal)

Online BadCop

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Folgen der Beschleunigung der Expansion
« am: 25. April 2015, 14:29:56 »
Hallo Ihr,

kurze knackige Frage: Wenn die Expansion des Weltalls sich beschleunigt, müsste nahe an der Lichtgeschwindigkeit unsere normale sichtbare Materie unendlich schwer werden. Die Folge davon ist dann wohl unendlich hohe Gravitation. Ist diese Gravitation dann irgendwann höher als die Kraft der Dunklen Materie was zu einer Umkehrung der Expansion führt?


Offline Excalibur

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Re: Folgen der Beschleunigung der Expansion
« Antwort #1 am: 25. April 2015, 15:41:06 »
Hallo,

knackige Antwort: Nein. Es expandiert ja der Raum selbst, was meines Wissens nach keinen Einfluss auf die Masse der Materie in ihm hat. Der Raum ist nach den gängigen Urknallmodellen ja sogar schon einmal kurz nach dem Urknall mit wesentlich mehr als Lichtgeschwindigkeit expandiert.

Die Vergrößerung der Masse von Materie bis hin zu unendlicher Masse bei Lichtgeschwindigkeit gilt nur, wenn die Materie selbst auf diese Geschwindigkeit beschleunigt wird (und eben nicht - wonach Du ja fragst - der Raum)

Gruß
Excalibur
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Jura

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Re: Folgen der Beschleunigung der Expansion
« Antwort #2 am: 25. April 2015, 16:08:55 »
Das ist nicht ganz richtig, hier handelt sich um die Expansion des Weltraums, die Gravitation der Objekte ist von der Masse abhängig.
 
Am Rande des Universum bewegen sich die Galaxien und der Raum schon mit dreifacher Lichtgeschwindigkeit (Folge der dunklen Energie). Auch nach dem Urknall gab es eine kurze Periode mit einer rasanten Expansion die schneller als das Licht war, Fachleute sprechen von einer Inflation.

Es sieht so aus, das die dunkle Energie die Oberhand gewinnen könnte mit katastrophalen Folgen, oder die gängige Theorie wird eines Tages mit neuartigen Teleskopen (darunter Spiegelteleskope bis 100 Meter im Durchmesser) und Instrumenten ( Interferometrie mit kosmischen Satelliten) durch andere ersetzt.

Offline neuland06

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Re: Folgen der Beschleunigung der Expansion
« Antwort #3 am: 25. April 2015, 19:08:05 »
Was mich im Zusammenhang mit der Expansion des Universums wundert, ist die Frage, ob sich bei ausdehnendem Raum auch der Raum zwischen den kleinsten Teilchen (Elektronen - Atomkerne, Up- und Downquarks im Atomkern...) ausdehnt? Oder wirken hier die quantenmechnischen Kräfte dem Ausdehnen entgegen. Beispiel --> Wird nur der Raum zwischen Venus und Erde größer oder auch Venus und Erde selbst? :o
"...schau hinauf zur sonne acht minuten du bist da
der nächste stern vier jahre das ist immer noch nah
begebe dich ins universum wo das paradox regiert
wo dein mikrokosmos und dein denken jeden sinn verliert..." von: die 4. dimension - die fantastischen Vier

Offline James

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Re: Folgen der Beschleunigung der Expansion
« Antwort #4 am: 25. April 2015, 22:52:35 »
Guten Abend

Nein, der Raum zwischen den Kernbausteinen dehnt sich durch die Expansion des Universums nicht aus. Auch der Abstand zwischen Erde und Mars wird nicht größer. Die Expansion gilt überhaupt nicht für gravitativ gebundene Systeme. Das gilt noch unvorstellbar lange.

Gruß, James

Offline 973

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Re: Folgen der Beschleunigung der Expansion
« Antwort #5 am: 07. Mai 2015, 21:27:17 »
Die Masse bleibt gleich, egal wie die Geschwindigkeit ist. Ausserdem ist zumindest klassisch die Gravitation innerhalb einer  sphärischen Dichteverteilung Null.  Die Gravitation des Weltalls im Gesamten, die im Standard-Modell die Expansion abbremsen würde, ist nicht anschaulich verständlich

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