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Autor Thema: Planetenentstehung - Planetensimale ..... Grundsatzfrage  (Gelesen 2069 mal)

Offline CineX

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Hallo liebe Forengemeinde,

ich hätte mal eine allgemeine Frage zur Entstehung von Planeten bzw. Planetensimalen also den vorläufern. Warum muss eigentlich zwingend eine rotierende Staubscheibe um einen Gasplaneten vorhanden sein damit sich winzige Staubkörner anlagern und immer weiter zur größe von Planetensimalen heranwachsen können. Können sich denn zufällig begegnende Staubteilchen nicht ebenfalls einfach aneinanderbinden? Oder ist da schlicht die kinetische Energie zu groß dass diese wieder zersplittern anstatt sich anzulagern? Leider finde ich keine Erklärung nach dem warum im Netz, es wird nur wiederholt erwähnt dass eben eine rotierende Materiescheibe notwendig ist, aber nicht warum  ;) Vielleicht könntet ihr mich aufklären  :)

Liebe Grüsse :)

Offline havoc_dlt

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Re: Planetenentstehung - Planetensimale ..... Grundsatzfrage
« Antwort #1 am: 29. April 2015, 08:03:37 »
Würde sie nicht rotieren, dann würde der gesamte Staub dank der Gravitation einfach in den Stern/Gasplaneten/das Gravitationszentrum fallen. Allerdings hätte es ohne Rotation auch nie eine Staubscheibe gegeben, also ist das ein höchst theoretisches Szenario.

Offline CineX

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Re: Planetenentstehung - Planetensimale ..... Grundsatzfrage
« Antwort #2 am: 29. April 2015, 08:26:49 »
Ahh das leuchtet mir ein, vielen Dank. Dann stabilisiert die Rotation quasi die Materie damit sie nicht vom Zentralstern aufgesaugt wird. Irgendwo meine ich auch mal gelesen zu haben dass erst durch eine gleichmäßige Rotation um einen Punkt die Relativgeschwindigkeit der Teilchen (untereinander) so weit gesenkt wird damit sich die Staubteilchen überhaupt erst anlagern können. Aber leider finde ich hierzu keine Quellen mehr...


Liebe Grüsse :)

Offline Volker

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Re: Planetenentstehung - Planetensimale ..... Grundsatzfrage
« Antwort #3 am: 29. April 2015, 11:48:10 »
Hallo,

Warum muss eigentlich zwingend eine rotierende Staubscheibe um einen Gasplaneten vorhanden sein

Die Rotation der Staubscheibe lässt sich nicht vermeiden. Sterne (und damit auch die nicht im Stern verbrauchten Reste die sich in der Scheibe und in Planeten ansammeln) entstehen aus Wolken aus Gas und Staub. Die Wolken sind sehr ausgedehnt und kollabieren auf Grund ihrer Eigengravitation. Nun ist es aber praktisch unmöglich, dass so eine Wolke einen Gesamtdrehimpuls hat, der Null ist (das wäre ja ein sehr sehr spezieller Fall unter vielen möglichen). Und selbst ein geringer Gesamtdrehimpuls führt zu einer signifikanten Rotation, da der Drehimpuls erhalten bleibt. Drehimpuls ist das Kreuzprodukt aus Radius zur Drehachse x Impuls. Wenn nun also der Radius kleiner wird weil die Wolke kollabiert, muss der Impuls größer werden, und da Impuls = Masse mal Geschwindigkeit ist, wird sich die Rotationsgeschwindigkeit in dem Maße steigern in dem der Radius sich verkleinert.

Rotierende protoplanetare Scheiben sind also eine direkte Folge aus dem Kollaps der Gas und Staubwolken.

Gruß,
Volker
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Offline CineX

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Re: Planetenentstehung - Planetensimale ..... Grundsatzfrage
« Antwort #4 am: 29. April 2015, 11:57:03 »
Vielen herzlichen  Dank :) Dann hatte die Gaswolke im Prinzip diesen Drehimpuls bereits beim zusammenziehen mit "eingebracht" und da der Drehimpuls erhalten bleibt steigt mit zunehmender komprimierung der Materie die Geschwindigkeit (Pirouetteneffekt).

Liebe Grüsse

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