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Autor Thema: HERA (bisher AIDA)  (Gelesen 16229 mal)

Offline Lumpi

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Re: HERA (bisher AIDA)
« Antwort #25 am: 19. März 2019, 11:44:01 »
HERA "erbt" die Framing Cameras der DAWN-Mission, zwei Stück davon liegen noch im Regal.
http://www.esa.int/Our_Activities/Operations/Space_Safety_Security/Hera/ESA_s_Hera_asteroid_mission_borrows_eyes_of_NASA_s_Dawn
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aasgeir

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Re: HERA (bisher AIDA)
« Antwort #26 am: 19. März 2019, 15:02:30 »
Eine technische Beschreibung der DAWN Framing Cameras gibt es hier im Forum unter

https://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=4210.msg281748#msg281748
und
https://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=4210.msg281887#msg281887

(In diesem Beitrag ist auch eine der beiden für HERA vorgesehenen Kameras im Bild zu sehen: FS-2 auf dem Vibrationsteststand in Berlin-Adlershof)

Offline Lumpi

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Re: HERA (bisher AIDA)
« Antwort #27 am: 16. November 2019, 18:36:24 »
In knapp zwei Wochen entscheidet die ESA über das Schicksal von HERA. Im Naturkundemuseum Berlin warb u.a. Holger Sierks, bekannt von der Rosetta-Mission, für das ca. 250 Millionen Euro teure Vorhaben. Ein Starttermin 2024 sei sehr sportlich, aber möglich.
https://www.berliner-zeitung.de/zukunft-technologie/forscher-fordern-mission-zur-abwehr-von-asteroiden-museum-fuer-naturkunde-li.1481 https://drive.google.com/drive/folders/1159lAX7QRHU2H5NIQaaCTt9g_5qi3hAW


https://www.youtube.com/watch?v=HuAaqzXPbPk&feature=youtu.be
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Offline Lumpi

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Re: HERA (bisher AIDA)
« Antwort #28 am: 28. November 2019, 19:44:08 »
Grünes Licht für HERA, Deutschland stellt 60 Millionen Euro bereit und übernimmt damit die Systemführung.  :)
https://www.dlr.de/content/de/artikel/news/2019/04/20191128_esa-ministerratskonferenz-2019.html
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Offline tomtom

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Re: HERA (bisher AIDA)
« Antwort #29 am: 28. November 2019, 20:39:45 »
hm, 250 Mio. - 60 Mio. = wer zahlt den Rest ?

McPhönix

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Re: HERA (bisher AIDA)
« Antwort #30 am: 29. November 2019, 12:25:01 »
Hier ist mal der komplette Text -
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    Drei Jahre nach der letzten ESA-Ministerratskonferenz in Luzern (Schweiz) tagten Regierungsvertreter aus 22 Mitgliedsstaaten der Europäischen Weltraumagentur am 27. und 28. November 2019 im spanischen Sevilla und zeichneten insgesamt knapp 14,4 Milliarden Euro für Raumfahrtprogramme der nächsten Jahre.
    Deutschland beteiligt sich mit 3,3 Milliarden Euro an ESA-Programmen mit den Schwerpunkten Erdbeobachtung, Telekommunikation, Technologieförderung und Kommerzialisierung/New Space.
    Deutschland ist jetzt mit 22,9 Prozent stärkster Beitragszahler der ESA, gefolgt von Frankreich (18,5 Prozent, 2,66 Milliarden Euro), Italien (15,9 Prozent, 2,28 Milliarden Euro) und dem Vereinigten Königreich (11,5 Prozent,1,65 Milliarden Euro).
    Die Ministerratskonferenz ist das höchste politische Entscheidungsgremium, das alle zwei bis drei Jahre den inhaltlichen und finanziellen Rahmen für die Raumfahrtprogramme der ESA festgelegt.

    Schwerpunkt(e): Raumfahrtpolitik

An der Spitze der deutschen Delegation der Konferenz Space19+ stand der Koordinator für die Luft- und Raumfahrt, Thomas Jarzombek (MdB), unterstützt und begleitet von Vertretern des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Ebenfalls am Verhandlungstisch in Sevilla Dr. Walther Pelzer, DLR-Vorstand für das Raumfahrtmanagement, der auf Arbeitsebene mit seinem Team des DLR Raumfahrtmanagements in Bonn die deutschen Positionen der Konferenz vorbereitet und mit der Bundesregierung abgestimmt hat.

„Nach zwei intensiven Verhandlungstagen hat Deutschland insgesamt 3,3 Milliarden Euro in die europäischen Raumfahrtprogramme der nächsten drei bis fünf Jahre investiert“, sagte Thomas Jarzombek nach Abschluss der Konferenz. „Wir haben mit unserer Schwerpunktsetzung gezeigt, dass wir ein verlässlicher Partner der ESA sind. Für unser Ziel, den Mittelstand in der deutschen Raumfahrt zu stärken, haben wir die Mittel in den einschlägigen Programmen verdoppelt. Um die Herausforderungen des Klimawandels zu bewältigen, hat Deutschland seine Investitionen für die Erdbeobachtung auf 720 Millionen erhöht. Außerdem ist es uns gelungen, mit einem hohen Engagement von 55 Millionen die europäische Mondmission auf den Weg zu bringen.“

Bei Space19+ sind insgesamt Finanzmittel in Höhe von rund 14,4 Milliarden Euro gezeichnet worden. Deutschland ist jetzt mit 22,9 Prozent vor Frankreich der stärkste Beitragszahler der ESA. Im Einzelnen zeichnete Deutschland rund eine Milliarde Euro für die so genannten ESA-Pflichtprogramme: Dazu zählen neben dem allgemeinen Haushalt das Wissenschaftsprogramm und der Europäische Weltraumbahnhof in Kourou. Rund 2,3 Milliarden Euro des deutschen Beitrags entfallen auf die sogenannten optionalen Programme: darunter rund 720 Millionen Euro für Erdbeobachtung, rund 330 Millionen Euro für Telekommunikation, etwa 160 Millionen Euro für Technologieprogramme, 84 Millionen Euro für Weltraumlage und Weltraumsicherheit, circa 490 Millionen Euro für Raumtransport und -betrieb sowie rund 550 Millionen Euro für den Bereich astronautische Raumfahrt, Mikrogravitation und Exploration.
Die deutschen Zeichnungen im Einzelnen

Trägersysteme

Ab Ende 2020 soll die Ariane 6 als neuer europäischer Träger Nutzlasten ins All bringen. Deutschland beteiligt sich mit einem Anteil von rund 23 Prozent an den Gesamtkosten der Ariane-6-Entwicklung. Industrielle Hauptauftragnehmer sind ArianeGroup, in Deutschland mit Standorten in Bremen und Ottobrunn, sowie MT Aerospace in Augsburg und Bremen. Deutschland beteiligt sich mit insgesamt etwa 90 Millionen Euro an der weiteren Entwicklung der Ariane 6. Das umfasst auch die Vorbereitung der künftigen Oberstufe. In das optionale Begleitprogramm LEAP (Launchers Exploitation Accompaniment) investiert Deutschland rund 230 Millionen Euro, für den Betrieb und die Modernisierung des Europäischen Weltraumbahnhofs in Kourou zahlt die Bundesrepublik bis Ende 2024 circa 95 Millionen Euro.

Am Technologie- und Qualifizierungsprogramm für künftige Träger (Future Launchers Preparatory Programme, FLPP) beteiligt sich die BRD mit rund 137 Millionen Euro. Schwerpunkte sind die Entwicklung einer kostengünstigen Oberstufe in Leichtbauweise (etwa aus Kohlefaserverbundwerkstoff), die Verbesserung der Leistungsfähigkeit existierender und neuer Triebwerke (Vulcain NEO, Vinci Evolution) sowie die Umsetzung neuer Prozesse und Methoden (zum Beispiel die additive Fertigung). Unter dem Namen „Commercial Space Transportation Services and Support“ (CSTS) greift die ESA ein neues optionales Programm aus dem NewSpace-Kontext auf. Deutschland ist mit etwa 28 Millionen Euro beim Element „Kommerzielle Raumtransport-Services“ dabei, das die Industrie im weiteren Sinne bei der Entwicklung von neuen Raumtransportdienstleistungen, insbesondere im Bereich der Mikrolauncher, unterstützt.

Wissenschaft

Das Wissenschaftsprogramm trägt maßgeblich zum Aufbau und Erhalt von Europas Weltrauminfrastruktur bei. Es finanziert die Forschungssatelliten, deren Start und Betrieb. Die wissenschaftlichen Instrumente entwickeln die Mitgliedsstaaten selbst. Bis 2035 sollen elf neue Missionen zur Erkundung und Analyse unseres Sonnensystems und anderer Galaxien starten. Deutschland ist mit 20,7 Prozent größter Beitragszahler dieses Programms, was einen Beitrag von insgesamt rund 578 Millionen Euro für fünf Jahre bedeutet. Große und mittlere Missionen mit maßgeblicher deutscher Beteiligung sind: Solar Orbiter (Sonnenforschung, Start: 5. Februar 2020), JUICE (Jupiter-Mission, geplanter Start 2022), EUCLID (Dunkle Energie/Dunkle Materie, geplanter Start ebenfalls 2022), PLATO (Exoplaneten-Mission, 2026), ATHENA (Röntgenmission, 2031) und LISA (Gravitationswellen-Observatorium, 2034).
Erdbeobachtung für Klimaschutz und Entwicklungszusammenarbeit

Deutschland ist international führend in der Erdbeobachtung – sowohl wissenschaftlich, technologisch als auch in der Nutzung und Verarbeitung von Daten zur Analyse des Systems Erde. Mit rund 520 Millionen Euro (30 Prozent) behält die Bundesrepublik ihre Führungsrolle im operationellen europäischen Erdbeobachtungsprogramm Copernicus. Hier geht es konkret um Weiterentwicklung und Erweiterung des Systems um neue Satelliten (Sentinel 7-12) und Dienste für Klimaüberwachung und Klimaschutz, Landwirtschaft, Mobilität, Sicherheit und Katastrophenvorsorge. In Deutschland entwickeltes Knowhow könnte ebenso in die geplante Copernicus-Hyperspektralmission einfließen. Zudem beteiligt sich Deutschland mit etwa 170 Millionen Euro (ca. 26 Prozent) am wissenschaftlichen Programm FutureEO. Für das neue Programm „Globale Entwicklungshilfe“ (GDA) zeichnete man 10 Millionen Euro (von 50 Millionen Euro). InCubed+ zielt auf privatwirtschaftlich motivierte, kommerzielle Erdbeobachtungsaktivitäten mit kurzer Laufzeit – die Bundesrepublik steigt hier mit 15 Millionen Euro ein. Darüber hinaus unterstützt Deutschland eine Arktis-Kleinsatellitenmission (Demonstrator, NewSpace-Ansatz) zur Verbesserung der kurz- und mittelfristigen Wettervorhersage in der Arktisregion mit 7,5 Millionen Euro.

Telekommunikation

In der Telekommunikation (ARTES-Programme) geht es um die Unterstützung von innovativen Technologien und Produkten für den weltweiten kommerziellen Markt. Schwerpunkte liegen insbesondere im Rahmenprogramm Wettbewerbsfähigkeit (CC), in der optischen Kommunikation (Scylight), in der Förderung kommerzieller Anwendungen (BASS), bei Weltraumsystemen für Schutz und Sicherheit (4S) und beim Partner-Programm. Deutschland sicherte sich mit den Zeichnungen in Höhe von 80 Millionen Euro für Scylight und 60 Millionen Euro für 4S eine führende Rolle. Im Rahmenprogramm Wettbewerbsfähigkeit erhöhte die Bundesrepublik ihren Beitrag auf 67 Millionen Euro und verdoppelte bei BASS (Business Applications – Space Solutions) auf 37 Millionen Euro. Für das Partner-Programm inklusive Electra mit In-Orbit-Demonstration zeichnete Deutschland 65 Millionen Euro, am Rahmenprogramm für die Unterstützung von Satelliten für das 5G-Mobilfunknetz beteiligt man sich mit 13 Millionen Euro. „Deutschland ist im Satkomm-Sektor sehr gut aufgestellt. Es geht uns um die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit bei Komponenten und Unterstützung der Systemfähigkeit mit Fokus auf sicherer Kommunikation – Stichwort Quantenverschlüsselung –, die Integration von Satellitentechnik und -anwendungen in den neuen Mobilfunkstandard 5G und vor allem um die Fortsetzung der technologischen und politischen Führung in der optischen Laserkommunikation“, erläutert DLR-Vorstand Walther Pelzer. Ein Beispiel sei hier das geplante optische Kommunikationsnetzwerk Hydron für die schnelle Anbindung von Nutzern mit hohem Datenbedarf, ergänzend und komplementär zum terrestrischen Glasfasernetz.

Weltraumsicherheit

Die Themen Weltraumwetter, Beobachtung von erdnahen Objekten und Weltraumschrott sind sowohl wissenschaftlich als auch gesellschaftlich relevant. Deutschland beteiligt sich deshalb mit etwa 12 Millionen Euro am Kernelement dieses Programms. Darüber hinaus zeichnet die Bundesrepublik 60 Millionen Euro für die Hera-Mission und übernimmt damit die Systemführung. Hera soll zusammen mit der NASA-Mission DART untersuchen, wie Asteroiden von ihrer Flugbahn abgelenkt werden können, bei denen die Gefahr einer Kollision mit der Erde besteht. HERAs Ziel ist der Doppelasteroid Didymos/Didymoon. Die Sonde soll dort Beobachtungen und Analysen im Zusammenhang mit dem für September 2022 geplanten Einschlag der NASA-Sonde DART auf dem kleineren Asteroiden Didymoon durchführen. Erkenntnisse dienen sowohl der Grundlagenforschung als auch der Vorbereitung möglicher Abwehrmissionen von Asteroiden. Auch an der Mission zur aktiven Entfernung von Weltraummüll (ADRIOS) beteiligt sich Deutschland mit rund 12 Millionen Euro.

Technologie-Entwicklung

Die deutsche Beteiligung am sogenannten Allgemeinen Technologieförderprogramm GSTP zielt auf den Erhalt, Ausbau und die Stärkung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), insbesondere von Start-ups. Neue Schwerpunkte sind unter anderem Digitalisierung von Produktionszyklen, Technologien für eine nachhaltige Nutzung des Weltraums, Industrie-4.0-kompatible Fertigungsmethoden, Robotik und moderne Sensorik, KI-gestützte Anwendungen auf Satelliten, Entwicklung und Nutzung von Quantentechnologien. Deutschland steigerte seinen Beitrag um das 2,5-fache auf 160 Millionen Euro. Das Programm schließt technologische Entwicklungslücken, der Fokus liegt auf der Entwicklung von Kerntechnologien und Komponenten für künftige Missionen.

E3P - das Rahmenprogramm für Forschung und Exploration

Alle robotischen und astronautischen Aktivitäten zur Exploration werden im Rahmenprogramm "European Exploration Envelope Programme" (E3P) zusammengefasst. Dieses bündelt das europäische Wissenschafts- und Technologieprogramm zur Nutzung des erdnahen Orbits für Weltraumforschung mit der Erkundung von Mond und Mars. Teilprogramme hier sind der Betrieb der ISS und ihre Nutzung (deutscher Anteil: 416 Millionen Euro). Deutschland übernimmt hier somit die Führungsrolle und ist als Hauptproduzent und Kostenträger der European Service Module (ESM 1-4), der Versorgungskapseln des US-Raumschiffs Orion, unverzichtbarer Teil des Artemis-Mondprogrammes der NASA. Dies wird unterstützt durch eine starke Rolle der KMU, die Deutschland durch seine Zeichnung von 25 Millionen Euro an den europäischen Gateway-Aktivitäten anstrebt. Darüber hinaus beteiligt sich die Bundesrepublik federführend an einer nachhaltigen robotischen Erforschung des Mondes mit 55 Millionen Euro. Zudem beteiligt sich Deutschland mit 20 Millionen Euro an ExPeRT, einem Programm für Missionsstudien und Technologieentwicklung für weitere Explorationsthemen, auch mit kommerziellem Ansatz. Für die Konsolidierung von ExoMars (Start: Juli 2020) und ausgewählte Technologie-Elemente der wissenschaftlichen Proben-Rückführmission „Mars Sample Return“ in Kooperation mit der NASA stellt Deutschland etwa 37 Millionen Euro zur Verfügung.

Offline Sensei

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Re: HERA (bisher AIDA)
« Antwort #31 am: 29. November 2019, 14:28:12 »
1. Wir zitieren nicht im Volltext.
2. Der Volltext bringt hier im HERA Thread auch nichts. Hier der Teil in dem es um HERA geht:

Zitat
Darüber hinaus zeichnet die Bundesrepublik 60 Millionen Euro für die Hera-Mission und übernimmt damit die Systemführung. Hera soll zusammen mit der NASA-Mission DART untersuchen, wie Asteroiden von ihrer Flugbahn abgelenkt werden können, bei denen die Gefahr einer Kollision mit der Erde besteht. HERAs Ziel ist der Doppelasteroid Didymos/Didymoon. Die Sonde soll dort Beobachtungen und Analysen im Zusammenhang mit dem für September 2022 geplanten Einschlag der NASA-Sonde DART auf dem kleineren Asteroiden Didymoon durchführen.

Aus dem Spektrum-Artikel:

https://www.spektrum.de/news/europas-verpasste-chance/1689028

Zitat
900 Millionen Euro wollte ESA-Generaldirektor Johann-Dietrich Wörner für den Bereich Sicherheit im Weltraum: für den Schutz vor Sonnenstürmen, die Satelliten und Stromnetze lahmlegen, vor Asteroiden, deren Einschlag das Leben auslöschen kann, vor Satellitenkollisionen und Weltraumschrott, die die globale Infrastruktur im All gefährden. Bekommen hat er 541 Millionen Euro – magere 4,3 Prozent der Gesamtausgaben. »Das ist trotzdem kein Desaster«, tröstet sich Wörner. »Wir können das machen, was wir wollten. Wir müssen manche Dinge nur etwas verzögern.«

Konkret heißt das, wie Rolf Densing, ESA-Direktor für den Missionsbetrieb, vorrechnet: Für die Hera-Mission, die aus dem Beschuss eines Asteroiden durch eine US-Sonde Rückschlüsse über das Ablenken solcher Brocken ziehen soll, sind 160 Millionen Euro zugesagt worden. Etwa 130 Millionen Euro fehlen noch für die Umsetzung, frühestmöglicher Starttermin ist 2024.

Hier kommen sie inzwischen sogar auf 290 Mio €.
100 Millionen kommen von anderen ESA-Nationen. Der Rest muss noch aufgetrieben werden. Wahrscheinlich dann erst in drei Jahren (dann wahrscheinlich schon wieder mit einer höhere Summe... warten kostet auch Geld.)
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Offline Lumpi

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Re: HERA (bisher AIDA)
« Antwort #32 am: 22. Januar 2020, 12:47:20 »
Auf dem Weg zu Didymos wird HERA auch einigen anderen Asteroiden nahe kommen und soll diese als sekundäre Ziele erforschen. Amateurastronomen weltweit werden deshalb gebeten die Flyby-Kandidaten mit ihren Instrumenten zu untersuchen, um die Umlaufbahnen präziser bestimmen zu können und um vlt. auch Hinweise über deren Eigenschaften zu erhalten. Derzeit sind sieben Asteroiden in der engeren Auswahl: 10278 Virkki (1981 EW30); 69330 (1993 HO2); 114139 (2002 VZ58); 115401 (2003 SK291); 203894 (2003 FS116); 513286 (2006 XG12); 203276 (2001 RM48).
https://www.universetoday.com/144626/esa-recruits-amateur-astronomers-ahead-of-hera-asteroid-mission/

@Mod's: Da die Mission ja nun fix ist könnte man diesen Thread doch von "Konzepte und Perspektiven" in "Unbemannte Raumfahrt" verschieben.

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Offline TWiX

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Re: HERA (bisher AIDA)
« Antwort #33 am: 15. September 2020, 21:12:15 »
Auch bei Hera geht es voran: OHB hat einen Vertrag über knapp 130 Mio Euro erhalten, der Entwurf, Integration und Tests des 1050 Kilogramm schweren Satelliten umfasst: https://spacenews.com/ohb-to-build-esas-hera-asteroid-mission/
Der Start ist laut dem Artikel für den Oktober 2024 vorgesehen, die Ankunft am Asteroid für Ende 2026. Dort soll sie dann untersuchen, wie sich der Einschlag von DART ausgewirkt hat und inwieweit sich die Bahn geändert hat
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Offline Rücksturz

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Re: HERA (bisher AIDA)
« Antwort #34 am: 04. Oktober 2020, 18:14:48 »
Nachtrag:

"ESA: Industrie beginnt Arbeit an Hera

Industrie beginnt Arbeiten an Europas planetarer Verteidigungsmission Hera. Eine Pressemitteilung der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA)."



Mission Hera - künstlerische Darstellung
(Bild: ESA - ScienceOffice.org)


Weiter in der Pressmitteilung der ESA:
https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/16092020084316.shtml

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Offline tul

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Re: HERA (bisher AIDA)
« Antwort #35 am: 05. Oktober 2020, 13:58:08 »
Es gibt die Idee, dass HERA eine Kopie des Impactors von Hayabusa 2 mitführt. Man kann so die Auswirkungen beider Treffer vergleichen. JAXA hat jetzt ein Budget dafür beantragt. Nachdem das nur minimale Auswirkungen auf das Gesamtbudget von JAXA hat, wird es wohl so kommen.


https://www.mext.go.jp/content/20200929-mxt_kouhou01-000010168_10-5.pdf (S.100)
https://www.cosmos.esa.int/documents/336356/1503750/SMPAG09_HERA_Carnelli_2017-10-11.pdf (S.9-11)

Offline rok

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Re: HERA (bisher AIDA)
« Antwort #36 am: 23. Dezember 2020, 19:11:00 »
Der ESA-Bahnspezialist M. Khan hat ein paar grundlegende Überlegungen zu potentiellen Vorbeiflügen an weiteren Asteroiden auf dem Weg zu Didymos beschrieben:

https://scilogs.spektrum.de/go-for-launch/hera-weitere-ziele/

Der Schlussabsatz lautet in seiner typischen Art zu formulieren:  ;)

"Falls HERA am Ende der nominalen Mission noch voll funktionstüchtig ist, könnte man auch eine kurze Hibernation einplanen und danach die Untersuchung des Hauptziels Didymos wieder aufnehmen. Das geht allerdings nur dann, wenn man den dafür erforderlichen Sprit nicht schon vorher verballert hat."

Offline rok

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Re: HERA (bisher AIDA)
« Antwort #37 am: 23. Dezember 2020, 21:36:33 »
Ich finde einige Punkte in dem von tul verlinkten esa-Dokument ziemlich fragwürdig.

Da wird der Impactor des DART-Projektes (aus dem sich die ESA verabschiedet hatte) auf der nächsten Folie neben den Hayabusa-2-Impactor gestellt, ohne zu erläutern, dass diese beiden Impactoren nichts (!) miteinander zu tun haben. Und die Übernahme des JAXA-Bildmaterials ohne Quellenangabe ist auch nicht nett.  ;)

aasgeir

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Re: HERA (bisher AIDA)
« Antwort #38 am: 23. Dezember 2020, 22:21:04 »
Ich finde einige Punkte in dem von tul verlinkten esa-Dokument ziemlich fragwürdig...
Die zitierte Präsentation ist schon ziemlich alt (von 2017) und stellt in manchen Teilen nicht mehr den aktuellen Stand dar. Z.B. werden die NavCams nicht mehr die beiden Flight Spares der DAWN Framing Camera sein, sondern der Prime Contractor (OHB) lässt neue Kameras "from scratch" entwickeln ..

Offline rok

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Re: HERA (bisher AIDA)
« Antwort #39 am: 23. Dezember 2020, 23:25:13 »
Ja stimmt, aber die ESA hatte bereits in 12/2016 beschlossen, aus dem DART-Experiment auszusteigen. Ich will auch nicht das Didymos-Projekt kritisieren, mir ging es nur um die Präsentation. Aber da es sich ja nur um eine Zusammenstellung von Vortragsfolien handelt, sind die evtl. "aus dem Zusammenhang gerissen".  ;)

Offline TWiX

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Re: HERA (bisher AIDA)
« Antwort #40 am: 17. Februar 2021, 23:59:37 »
Aufgrund von Problemen mit zwei wichtigen Komponenten verschiebt sich der Start von DART vom eigentlichen Startfenster (21. Juli bis 24. August) auf das Ersatz-Startfenster, das sich ab dem 24.November 2021 bis zum 15. Februar 2022 erstreckt: 
Zitat
In a statement, the agency said issues with two major components of the spacecraft led it to postpone the launch. One involves its main instrument, the Didymos Reconnaissance and Asteroid Camera for Optical-navigation (DRACO), which needs to be reinforced to withstand the launch environment. The other is its solar panels, known as Roll-Out Solar Arrays (ROSA), whose delivery has been delayed by supply chain issues caused in part by the pandemic.
Das Hauptinstrument, Didymos Reconnaissance and Asteroid Camera for Optical-navigation (DRACO), muss verstärkt werden, um den Start zu überstehen und bei den Solarpaneelen (die ausrollbaren, die auch auf der ISS eingesetzt werden sollen) gab es coronabedingte Probleme in der Lieferkette...
Quelle: https://spacenews.com/nasa-delays-launch-of-planetary-defense-mission/
PS: Wäre es nicht sinniger, zumindest die Beiträge zu DART in den Bereich für unbemannt Raumfahrt zu verschieben? Die Mission ist immerhin mittlerweile recht konkret...
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Offline honk

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Re: HERA (bisher AIDA)
« Antwort #41 am: 22. Mai 2021, 11:28:40 »
Jena Optronics baut die Kamera für die HERA-Mission, basierend auf ihren StarMappern bzw der Navigationskamera für das "Mission Extension Vehicle" (2019) :

https://www.jena-optronik.de/de/news/reader/raumfahrtkamera-aus-jena-auf-asteroidenjagd.html
https://twitter.com/ESA_Tech/status/1395781524109369349

Offline Rücksturz

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Re: HERA (bisher AIDA)
« Antwort #42 am: 25. Mai 2021, 17:20:43 »
"Raumfahrtkamera aus Jena auf Asteroidenjagd

Jena-Optronik GmbH liefert für die Mission HERA ein neues Kamerasystem an die industrielle Hauptauftragnehmerin OHB System AG. Eine Presseinformation der Jena-Optronik GmbH."



HERA im All - künstlerische Darstellung.
(Bild: ESA-Science Office)


Weiter in der Presseinformation der Jena-Optronik GmbH:
https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/25052021122221.shtml

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Rücksturz
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Offline Rücksturz

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Re: HERA (bisher AIDA)
« Antwort #43 am: 25. Mai 2021, 17:30:52 »
Vorschlag an die Moderatoren:
Wäre es nicht sinnvoll die beiden Missionen DART und HERA zu trennen?
Ich habe gerade ein paar Posts nachgelesen, bevor ich meinen Portalverweis gepostet habe und war erst mal verwirrt, weil es da auch um eine Kamera ging, bis ich geschnallt habe, dass es da um die Kamera von DART geht und nicht um HERA.
Da HERA erst vier Jahre später startet, werden die HERA-Beiträge zwischen den DART-Beiträgen wahrscheinlich etwas untergehen bzw. schwer zu finden sein.
Daher wäre es vielleicht jetzt noch möglich die Posts auf zwei Threads aufzuteilen, später wird es immer schwieriger.

Viele Grüße
Rücksturz


Edit tomtom: die Beiträge von DART und HERA habe ich getrennt, die von DART stehen jetzt hier:
https://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=18794.0
« Letzte Änderung: 26. Mai 2021, 00:30:28 von tomtom »
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