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Autor Thema: New Space Economy  (Gelesen 58614 mal)

Online Schillrich

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Re: New Space Economy
« Antwort #25 am: 13. November 2015, 10:24:56 »
In dieser Meldung hört man auch kritische Töne zum Marktgeschehen:
http://spacenews.com/looking-for-the-next-skybox-venture-capitalists-find-lots-of-bad-business-plans/

Das ganze Segment ist sehr in Bewegung zwischen Investoren mit ihrem Geld und Gründern/Entwicklern mit ihren Ideen ("There is certainly a lot more money chasing after deals").
Investoren sind aber durchaus frustriert und vorsichtig, da offenbar viele Entwickler technologische Ideen haben ... aber kein Verständnis für den Markt. Es fehlt dann offenbar an "Kundenverständnis" (Wer ist der Kunde? Was will er? Was bezahlt er?).

Man könnte da raus lesen, dass der Markt derzeit größer aussieht als er wirklich ist ... mit ein paar Bauchlandungen voraus.
\\   //    Grüße
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Online Schillrich

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Re: New Space Economy
« Antwort #26 am: 20. November 2015, 06:28:09 »
Guten Morgen,

die amerikanische NGA (National Geospatial-Intelligence Agency) möchte im Haushaltsjahr 2017 "mehrere 10-Millionen US-Dollar" ausgeben, um Daten der neuen Erdbeobachtungs-Startups in ihre Produkte und Dienste zu integrieren. Man möchte die Potenziale der Kleinsatelliten früh nutzen. Man möchte offenbar in fünf Phasen à 6 Monate vorgehen (was immer das heißt):
http://spacenews.com/on-small-satellites-nga-putting-its-money-where-its-mouth-is/

Die USAF schaut auch weiter "auf das Marktsegment", ist aber weniger an Diensten und Daten interessiert, mehr an Hardware-/Systemkonzepten, die sie dann einkaufen könnte.

Adäquate bzw. sinnvolle Startmöglichkeiten "für die Kleinen" sind schwierig. Es sei weiter eine Herausforderung, rechtzeitig zu starten und einen sinnvollen Orbit zu erreichen.


Wieder ein öffentliches Fundament für diesen Markt ...
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Online Schillrich

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Re: New Space Economy
« Antwort #27 am: 20. November 2015, 07:32:00 »
Und noch ein Erdbeoachter-Startup mit den gängigen Produkteigenschaften:
- Hera-Systems
- Mehr-Unit-CubeSats (12), später ggf. größere Satelliten
- hohe Auflösung, ca. 1m, in mehreren Wellenlängen
- Konstellation, zuerst 9 Satelliten, dann bis 48 Satelliten
- mehrfache tägliche Überflüge, über "einem Ort" ... wahrscheinlich global
- potentielle Kunden: öffentliche Agenturen, Landwirtschaft ...
- erste Starts Ende 2016

http://spacenews.com/hera-systems-enters-crowded-smallsat-imaging-field/


Der Artikel gibt eine List anderer Mitspieler:
- UrtheCast
- BlackSky Global
- Aquila Space
- Skybox Imaging
- Planet Labs
(- und noch mehr ...)


Wie wird dieser Markt funktionieren? Wenn die erste mittel- bis hochauflösende Konstellation im Orbit ist, die jeden Punkt der Erde mehrfach am Tag überfliegt ... dann ist der Markt doch schon voll. Die "(Daten-)Produktion" ist ja nicht irgendwie technisch begrenzt. Mehr Satelliten und mehr Anbieter bringen keine besseren Daten (anders als bei der Kommunikation bspw.). Die erste Konstellation kann ihre Daten beliebig verkaufen ...
Gilt dann für den Ersten: the winner takes it all? Sind diese Startups deswegen derzeit so "zügig unterwegs", um bloß nicht zu spät zu sein? Da sich die optischen Datenprodukte am Ende wahrscheinlich wenig unterscheiden werden, wird der Markt wohl durch den Preis bestimmt werden. Dann gewinnt der, der am längsten einen Preiskampf durchhält. Die werden sich nicht alle halten können. Wer zu spät kommt, wird eh keine Chance haben ...

Was langfristig noch eine Rolle spielen wird: Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Konstellation. An der Stelle kommen dann doch wieder technische (Qualitäts-)Aspekte ...
\\   //    Grüße
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Online Schillrich

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Re: New Space Economy
« Antwort #28 am: 20. November 2015, 09:40:40 »
Von Planet Labs gibt es auch eine interessante Aussage zum Startangebot, dass sie nicht zufrieden stelle:

Zitat
Planet Labs would prefer to send its cubesats into orbit on less expensive launch vehicles with higher failure rates than the rockets currently flying. “We would prefer it to be 10 times cheaper but with an 80-percent probability of success rather than a 90-percent probability of success and the current price,” Marshall said. “No one is building a launch vehicle for that kind of market.”
(Lieber 10mal billiger, mit 80% Erfolgswahrscheinlichkeit, als 90% bei heutigen Preisen)

http://spacenews.com/why-planet-labs-can-shrug-off-launch-failures/

Neben dem Preis (den Planet Labs auch schon mal anders und unkritisch bemessen/bewertet hat), reden sie auch und v.a. von schnellen, zeitnahen, häufigen Starts.

Diese Aussage, gefaltet mit allen aktuell im Einsatz befindlichen Trägerangeboten, zeigt eigentlich, dass alle heutigen Träger überdesignt sind ... für Planet Labs (und Konsorten).
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Offline tomtom

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Re: New Space Economy
« Antwort #29 am: 22. November 2015, 14:00:44 »
NASA-Chef Bolden fordert dazu auf, dass die Industrie aus dem nicht Raumfahrtsektor in die Raumfahrt investiert. Aus Spinoffs aus der Raumfahrt für die Industrie soll ein direktes Engagement der Industrie werden.

Der Technologieverantwortliche von Shell sieht zwar auch die Potentiale, aber auch Kommunikationsprobleme. Raumfahrt und Öl/Gas-Industrie sind verwandte Gebiete, aber es mangelt an Aufgeschlossenheit für deren Belange. Er fügt hinzu, Shell hat keine Pläne zur Entwicklung von Erdbeobachtungssatelliten in Eigenregie.

http://spacenews.com/space-companies-seek-closer-ties-with-other-industries/

Mir ist sowieso nicht klar, warum in der Erdbeobachtung keine Kommerzialisierung erfolgt (aktuell mit den größen Budgets der NASA und ESA) und stattdessen eher im Astronautentransport (und exotischen Themen) die Kommerzialisierung herbeigeführt werden soll.

Offline tomtom

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Re: New Space Economy
« Antwort #30 am: 26. November 2015, 19:59:08 »
ESPI-Studie über die Rolle der staatlichen Politik im Erdbeobachtungssektor.

Analysiert wird zum einen das Copernicus Projekt und zum anderen das wachsende Interesse privater Anbieter an EO-Services in der Startup-Scene. Außerdem wird festgestellt, dass es in Europa keine mit der National Geospatial-Intelligence Agency (NGA) vergleichbare Einrichtung gibt. (Als man GMES im Jahr 2000 ins Leben rief, waren viele EU-Agenturen im Aufbau und man wollte nicht noch mehr davon.

Europa besitzt eine diversifizierte aber auch fragmentierte Industrie.
Der Zugang zu Daten und kommerzielle Interessen sind ein Thema.

Empfehlungen: einheitlicher EU-Markt schaffen, verbesserte Steuerung, bessere Rahmenbedingungen, Services statt Infrastruktur, bessere Industriepolitik

http://www.espi.or.at/images/stories/dokumente/Perspectives/ESPI_Perspective_73.pdf

Offline tomtom

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Re: New Space Economy
« Antwort #31 am: 02. Dezember 2015, 00:26:18 »
"Finanzierung von neuen Raumfahrtfirmen im Zeitalter der Komplexität"

http://www.thespacereview.com/article/2873/1

Ziemlich ausführlicher Artikel der eher in den Bereich Startups und Finanzmärkte geht. Dort heißt es, die USA sind nicht besonders geprägt von einer Startup-Kultur (die man wohl auch hierzulande gerne hätte). Hauptsächlich Californien, wenn man New York und Massachusetts hinzunimmt, umfaßt das schon 80% der Startups und Venture Capital Scene. Die Beschränkungen für Venture Capital liegen vor allem im Anlegerschutz begründet.

Startups sind in gereiften Märkten eigentlich nicht möglich bzw. die Zugangsbeschränkungen sind zu groß. Auf die Rolle von Industrie-Clustern wird eingegangen.

Online Schillrich

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Re: New Space Economy
« Antwort #32 am: 02. Dezember 2015, 09:38:43 »
Ein Teil der Aussagen in dem Artikel passen ja zu den Äußerungen der XCOR-Aussteiger ... ;)

Ich denke, der Autor schaut in seinen Beispielen nicht auf den vollen Space-Startup-Markt. Er nennt nur "die großen", teuren wie SpaceX, Blue Origin, Virgin ... mit reichen "Tycoons" dahinter ... nur die schaffen es, nur die haben/bekommen das Geld, so seine These. Aber, gerade bei den Kleinstsatelliten gibt es doch gerade viel Bewegung, mit kleinen Gründungen und Entwicklungen. Dort scheint viel Investment-Geld drin zu sein, so zumindest andere Meldungen aus dem Bereich.
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Offline hp6300

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Re: New Space Economy
« Antwort #33 am: 01. Januar 2016, 12:15:18 »
Hat nichts mit Raumfahrt zu tut aber ich finde mit Economy und Spacex (Elon Musk)  die nicht neues erfunden haben sondern nur ein paar sachen anders und besser gemacht wie die andere.


https://www.youtube.com/watch?v=k6kxFd3p3y0

Offline Youronas

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Re: New Space Economy
« Antwort #34 am: 22. Februar 2016, 19:50:52 »
Habe mich jetzt mal für diesen Thread entschieden, bei Bedarf kann es ein Mod gerne in "Private Raumfahrt" verschieben:

Im Jahr 2015 haben Risikoinvestoren fast zwei mal mehr in Raumfahrt Start-ups investiert als in den vergangen 15 Jahren in Summe zuvor. Die Investitionen belaufen sich dabei auf etwa 1,8 Milliarden Dollar.

Was schätz ihr, wann könnte diese Investitionssumme von Venture Capitalists dem jährliche NASA Budget nahe kommen oder es gar übersteigen. Ich würde ins Blaue jetzt einfach mal auf Mitte der 20er Jahre tippen.

Quelle: http://fortune.com/2016/02/22/vcs-invested-more-in-space-startups-last-year/?xid=yahoo_fortune
« Letzte Änderung: 22. Februar 2016, 20:52:58 von tomtom »

Offline stillesWasser

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Re: New Space Economy
« Antwort #35 am: 22. Februar 2016, 20:10:38 »
Ich denke, Mitter der 2020er Jahre ist die Blase längst geplatzt  ;)
"Dragon 2 is designed to be able to land anywhere in the solar system. Red Dragon Mars mission is the first test flight."- https://twitter.com/elonmusk/status/725364699303301120

Offline tomtom

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Re: New Space Economy
« Antwort #36 am: 22. Februar 2016, 21:52:05 »
Im Jahr 2015 haben Risikoinvestoren fast zwei mal mehr in Raumfahrt Start-ups investiert als in den vergangen 15 Jahren in Summe zuvor. Die Investitionen belaufen sich dabei auf etwa 1,8 Milliarden Dollar.
Das ist kein Kunststück, wenn allein Google mit 900 Mio dabei war, aber das wird ja auch im Artikel genannt.
Der Artikel spricht von ca. 50 Startups und nennt: Spire, Planet Labs, Mapbox, BlackSky Global, and Orbital Insight. Dabei soll es hauptsächlich um Datenvermarktung gehen.

In diesem Sinne passt es schon zum Thread - gibt es einen zukünftigen Markt für selbstproduzierte Daten, dann gibts auch eine Basis für Startups.

Online TWiX

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Re: New Space Economy
« Antwort #37 am: 23. Februar 2016, 10:58:04 »
Ich denke, Mitter der 2020er Jahre ist die Blase längst geplatzt  ;)
Die Aussage von wegen Blase ist fast schon so alt wie der gegenwärtige Run in Raumfahrt-Startups  ;)
Aber mal im Ernst, von einer Blase würde ich im Moment nicht sprechen, immerhin können die meisten Startups mit einem vernünftigen Geschäftsplan aufwarten. Was aber nicht ausschließt, dass zunehmender Kapitalfluss oder der Zusammenbruch des Geschäftsmodells in den kommenden Jahren eine solche Blase erzeugt.
Dass das investierte Risikokapital irgendwann das NASA-Budget übersteigt wage ich zu bezweifeln, immerhin sind 18 Milliarden schon eine Hausnummer. Sollten aber die gegenwärtig in der Entwicklung befindlichen Mikrolauncher Erfolg haben, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass die Summe des investierten Kapitals noch kräftig ansteigt, immerhin arbeiten die meisten Startups mit Cubesats bzw. recht kleinen Satelliten

Offline Klakow

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Re: New Space Economy
« Antwort #38 am: 23. Februar 2016, 11:43:32 »
Ich denke wir sehen heute schon dass das Marktvolumen sich vergrößert, zumindest interpretiere ich das daraus das große Anbieter immer mehr mit SpaceX machen wollen.
Dabei geht es nicht um eine einfache Weiterentwicklung, sondern um ganz neue Sachen. Sowas zeigt sich auch an aktuellen Nachrichten z.B. mit Imasat (der wie die Firma heist)

Online Schillrich

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Re: New Space Economy
« Antwort #39 am: 23. Februar 2016, 12:50:44 »
..., immerhin können die meisten Startups mit einem vernünftigen Geschäftsplan aufwarten. ...

Aber gerade da liest man in den Medien immer wieder Meldungen von Investoren/Geldgebern, dass viele "mit einer fixen Idee" kommen, aber eben nicht mit ordentlichen geschäftsideen ... und schon gar nicht mit richtigen Geschäftsplänen.

Ich interpretiere das so, dass da viele unterwegs sind und teilhaben wollen ... aber eben sehr viel nicht gut genug sind, um wirklich Investoren anzulocken.
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Magellan

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Re: New Space Economy
« Antwort #40 am: 23. Februar 2016, 13:36:39 »
Könnte es sein, daß sich ein großer "Sponsor" sagt - ok, das bissel Geld was die brauchen, kann ich jetzt noch aus der Portokasse hinlegen.
Wenns weg ist - Pech. Aber wenns was Profitables wird, hab ich den Fuß drin.

Online TWiX

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Re: New Space Economy
« Antwort #41 am: 23. Februar 2016, 15:00:19 »
[...]
Aber gerade da liest man in den Medien immer wieder Meldungen von Investoren/Geldgebern, dass viele "mit einer fixen Idee" kommen, aber eben nicht mit ordentlichen geschäftsideen ... und schon gar nicht mit richtigen Geschäftsplänen.
[...]
Im Vergleich zu Internet-Startups haben aber die allermeisten Raumfahrt-Startups (die auch tatsächlich finanziert werden) meines Erachtens von Anfang an konkrete Vorstellungen, wie sie Geld verdienen wollen. Sei es der Verkauf von gewonnenen Daten oder Raketenstarts
Könnte es sein, daß sich ein großer "Sponsor" sagt - ok, das bissel Geld was die brauchen, kann ich jetzt noch aus der Portokasse hinlegen.
Wenns weg ist - Pech. Aber wenns was Profitables wird, hab ich den Fuß drin.
Genau so funktioniert Risikokapital-Investment: man investiert viele Gründungen, davon gehen die meisten wieder unter, aber die wenigen, die durchstarten, steigen enorm im Wert, sodass der Investor sein Kapital wieder drinne hat. Da gibt es spezielle Investmentfonds, die sich genau auf sowas spezialisiert haben

Offline Sensei

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Re: New Space Economy
« Antwort #42 am: 23. Februar 2016, 15:37:15 »
Und wenn nur 20 von den 50 Unternehmen 10 Jahre überleben dann ist das schon ein Erfolg - und kein Ende einer Blase.

Si arbeiten neue Märkte nun einmal. Insbesondere in den USA
“If the schedule is long, it's wrong; if it's tight, it's right." E.M.

Offline tomtom

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Re: New Space Economy
« Antwort #43 am: 23. Februar 2016, 23:49:37 »
Die Basis ist eine Studie der Tauri Group. Die spricht u.a. von Accion Systems, Planet Labs, Rocket Lab, Skybox Imaging, SpaceX, Spire Global, and The Climate Corporation.
Unternehmen wurde gekauft von:
Monsanto acquired the Climate Corporation for $930 million in 2013, Google acquired Skybox Imaging for $478 million in 2014, ViaSat acquired WildBlue for $568 million in 2009, and Uber acquired deCarta in 2015 for an undisclosed amount.

http://space.taurigroup.com/news/start-up-space.html

Ein etwas älterer Bericht aus Mitte 2015 nennt diese Top-10-Startups:
SpaceX, Planet Labs, Spaceflight Industries, Windward, Moon Express, Orbital Insight, Astroscale, OmniEarth, GeoOptics
http://spectrum.ieee.org/view-from-the-valley/aerospace/satellites/venture-money-flows-to-space-startups

Die ansonsten sehr bekannten (Stratolaunch, GoldenSpike, 612, WorldView, etc.) sind in der Aufzählung nicht dabei, warum auch immer.

Offline Doc Hoschi

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Re: New Space Economy
« Antwort #44 am: 24. Februar 2016, 00:55:23 »
Interessanterweise konzentrieren sich ja in der von CB Insight aufgeführten TopTen 5 von 10 Unternehmen auf die Erdbeobachtung. Das Thema scheint Geldgeber ja geradezu magisch anzuziehen, wahrscheinlich da unmittelbare Profite locken.

Mit 612 meinst du sicherlich die Non-Profit-Organisation B612 Foundation, oder? Also die hätte ich persönlich jetzt auch nicht gerade zu den bekannteren NewSpace-Firmen gezählt,  aber "bekannt" ist eben oftmals relativ.
Douglas Adams: "In an infinite universe, the one thing sentient life cannot afford to have is a sense of proportion."

Online TWiX

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Re: New Space Economy
« Antwort #45 am: 09. März 2016, 16:35:32 »
Skybox Imaging, das 2014 von Google aufgekaufte Startup heißt nun Terra Bella (kein Witz...)
Das Unternehmen will in den nächsten Jahren über ein Dutzend weitere Satelliten in den Orbit bringen und sich vom reinen Bereitsteller von Bildern zu einem Dienstleister entwickeln, der verschiedenste Informationsprodukte verkaufen will, in die auch andere Datenquellen einfließen sollen. Da passt ja Google mit seinem datenschatz rein wie die Faus auf`s Auge  :-X
Quelle: http://spacenews.com/googles-skybox-imaging-has-new-name-business-model/

Offline tomtom

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Re: New Space Economy
« Antwort #46 am: 06. April 2016, 15:02:10 »
wahnsinn, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) feiert "NewSpace" und "SpaceX" in einer Studie und verdrahtet das ganze gleich mit der Digitalisierungsagenda. ;)

http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/Publikationen/bmwi-new-space-geschaeftsmodelle-an-der-schnittstelle-von-raumfahrt-und-digitaler-wirtschaft,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf

Genauer hinschauen muß ich nochmal, wo da jetzt genau die deutsche Raumfahrtindustrie vorkommt.

Offline tobi

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Re: New Space Economy
« Antwort #47 am: 06. April 2016, 15:14:32 »
wahnsinn, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) feiert "NewSpace" und "SpaceX" in einer Studie und verdrahtet das ganze gleich mit der Digitalisierungsagenda. ;)

http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/Publikationen/bmwi-new-space-geschaeftsmodelle-an-der-schnittstelle-von-raumfahrt-und-digitaler-wirtschaft,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf

Genauer hinschauen muß ich nochmal, wo da jetzt genau die deutsche Raumfahrtindustrie vorkommt.

Ich weiß nicht, wieviele 1000e Euro dieser Bericht gekostet hat, aber beim Layout hätte ich da mehr erwartet als ein 0815 Word Layout.
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!", "Le CNES, The Place to Be!!!"

Offline tomtom

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Re: New Space Economy
« Antwort #48 am: 06. April 2016, 15:25:47 »
Ich weiß nicht, wieviele 1000e Euro dieser Bericht gekostet hat, aber beim Layout hätte ich da mehr erwartet als ein 0815 Word Layout.

jetzt wissen wir auch, was Commercial Space bedeutet. ;)

Bei dem Inhalt mache ich mir ernsthaft Sorgen über die bemannte Raumfahrt - obwohl SpaceX war doch die Firma, die bemannt fliegen wollte.

Offline tobi

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Re: New Space Economy
« Antwort #49 am: 06. April 2016, 15:50:43 »
3 der 4 Autoren haben sogar einen Doktortitel. Oh man. ::) War deren Dissertation auch so schlampig?
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!", "Le CNES, The Place to Be!!!"

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