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Autor Thema: New Space Economy  (Gelesen 57313 mal)

Offline stillesWasser

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Re: New Space Economy
« Antwort #50 am: 06. April 2016, 16:06:42 »
Oh man, wird sich hier jetzt wirklich darüber beschwert, dass der Text ein Word-Layout hat und auf dieser Basis den Autoren die Qualität ihrer Dissertationen bewertet?!
Man man man, hätten die Leute besser mal die Standart LaTeX Vorlagen genommen, die sehen zwar noch mehr 0815 aus, vermitteln aber die wahre Wissenschaft und Qualität!
"Dragon 2 is designed to be able to land anywhere in the solar system. Red Dragon Mars mission is the first test flight."- https://twitter.com/elonmusk/status/725364699303301120

Offline tobi

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Re: New Space Economy
« Antwort #51 am: 06. April 2016, 16:13:41 »
Oh man, wird sich hier jetzt wirklich darüber beschwert, dass der Text ein Word-Layout hat und auf dieser Basis den Autoren die Qualität ihrer Dissertationen bewertet?!
Man man man, hätten die Leute besser mal die Standart LaTeX Vorlagen genommen, die sehen zwar noch mehr 0815 aus, vermitteln aber die wahre Wissenschaft und Qualität!

Das ist eine Unternehmensberatung, die dürften sich diese Berichte einiges kosten lassen. #Das Layout ist ein starkes Indiz für die Energie, die in diesen Bericht investiert wurde.

Kleiner Vergleich mit einem NASA Bericht: https://www.nasa.gov/pdf/396093main_HSF_Cmte_FinalReport.pdf

Das dürfte auch Word sein, aber manche können es halt und andere nicht.
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!", "Le CNES, The Place to Be!!!"

Offline stillesWasser

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Re: New Space Economy
« Antwort #52 am: 06. April 2016, 16:19:33 »
Ja, und wenn das Layout super aufwändig wäre, wärst du doch einer der ersten, der sich darüber beschwert, dass so viel Geld ins Layout gesteckt wird. Denn egal was Europa/Deutschland macht, es ist falsch!

Was passt dir denn an dem Layout nicht? Es ist strukturiert, wichtige Teile sind fablich hervorgehoben, es sind beschreibende Grafiken an den entsprechenden Stellen usw.
Ich habe beim schnellen durchgucken absolut nichts störendes gesehen! Und wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum das angeblich ein Standard Word Layout ist: Es ist gut! Warum dann was anderes benutzen?
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Online Schillrich

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Re: New Space Economy
« Antwort #53 am: 06. April 2016, 16:27:04 »
Also anhand des Layouts auf Energie und Aufwand schließen? ... dabei steht da doch Inhalt drin, über den man stattdessen diskutieren und urteilen kann ... Aber Lesen kostet auch Energie für diese Diskussion ...

@tomtom
Ja, die bemannte Raumfahrt hat derzeit wohl einen schweren Stand in der Diskussion ... dabei waren wir viele Jahre Treiber für das Ganze in Europa.

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Offline tobi

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Re: New Space Economy
« Antwort #54 am: 06. April 2016, 17:40:30 »
Reden wir über den Inhalt:


Das trifft doch auf SpaceX nicht zu. SpaceX macht alles selbst, weil es günstiger ist. Und gerade die traditionelle Raumfahrtindustrie hat die vielen Zulieferer für große Systeme (Antrieb, etc..) im Raumtransport.
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Offline blackman

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Re: New Space Economy
« Antwort #55 am: 06. April 2016, 17:47:22 »
Naja doch das erste trifft auf SpaceX zu. Sie machen keine perfekte Einzellösung sondern nehmen überall eine gleich starke Falcon 9 her. Nicht wie bei der Atlas V konfigurierbar mit Booster.

Online Schillrich

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Re: New Space Economy
« Antwort #56 am: 06. April 2016, 18:07:34 »
"New space" ist doch nicht nur oder gar gleich Trägertechnologie (obwohl sie dort SpaceX anführen als Beispiel). Da geht es vielmehr um Satellitentechnologie und Entwicklungsmethodik für Systeme im All. Und dort gibt es klare Tendenzen weg von "custom (self-)made" hin zu: einkaufen und integrieren.
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Offline tobi

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Re: New Space Economy
« Antwort #57 am: 06. April 2016, 18:35:38 »
"New space" ist doch nicht nur oder gar gleich Trägertechnologie (obwohl sie dort SpaceX anführen als Beispiel). Da geht es vielmehr um Satellitentechnologie und Entwicklungsmethodik für Systeme im All. Und dort gibt es klare Tendenzen weg von "custom (self-)made" hin zu: einkaufen und integrieren.

Wenn ich mir den Umsatz anschaue, dann ist NewSpace = SpaceX. Aber vermutlich wird man in Deutschland eher an dem kleinerem Satellitenanteil interessiert sein.
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Offline tomtom

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Re: New Space Economy
« Antwort #58 am: 06. April 2016, 18:50:07 »
Seite 99, Newspace Made in Germany = Komponenten/Subsysteme, Robotic/Automaten und Erdbeobachtungsinformationswirtschaft.

Wenn letzteres kommerziell läuft und nicht 30% ESA-Budget verschlingt, wäre es doch toll. Steht aber nicht drin, wie das gehen soll.

Online Schillrich

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Re: New Space Economy
« Antwort #59 am: 06. April 2016, 19:00:41 »
...
Wenn letzteres kommerziell läuft und nicht 30% ESA-Budget verschlingt, wäre es doch toll. Steht aber nicht drin, wie das gehen soll.

Ich denke, da schaut man mehr auf die Bereiche "vor der Raumfahrt" und "nach der Raumfahrt" und nicht direkt auf die Erdbeobachtungsmissionen an sich:
- Welche technologischen Kompetenzen haben wir, u.a. bei Sensoren, die in solche Missionen einfließen?
- Was machen wir danach mit den Daten, wenn sie am Boden sind? Welche Datenprodukte erzeugen wir? Was kann man damit machen/schaffen/verkaufen?

Ein Problem der ESA ist ja (sagen die Leute selbst): sie realisiert Raumfahrtmission ... aber hat oft kein vollständiges Konzept für danach: Und was machen wir damit?

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Offline tomtom

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Re: New Space Economy
« Antwort #60 am: 06. April 2016, 19:18:51 »
@tomtom
Ja, die bemannte Raumfahrt hat derzeit wohl einen schweren Stand in der Diskussion ... dabei waren wir viele Jahre Treiber für das Ganze in Europa.

Da muß man ja froh sein, dass die Studie keinen Bezug nimmt auf die CASIS-Thematik (ISS-Kommerzialisierung), die ja nur als leicht desaströs bis mindestens ernüchternd gesehen werden kann. Der Untertitel "Untersuchung zu internationalen Kommerzialisierungstendenzen in der Raumfahrt..." wird jedenfalls nur sehr begrenzt behandelt, weil SpaceX so toll ist.

Da ich jetzt die Begeisterung der Autoren für SpaceX teile, die selbst einen Steve Jobs in den Schatten stellt, sehe ich die Erfolgskomponente aber doch mehr in der Innovation und Iterationsbereitschaft. Was dazu an Analyse und Empfehlung in dem Papier steht, ist eher allgemein und unkonkret.

Die erste Seite zeigt Raumfahrt in Bildern - das erfreut das Herz des Raumfahrtfans:
Lunar-Base, bemannte Marserkundung, ARM, irgendein Satellit, Ionentriebwerk, Solarpower?; Dream Chaser, Dragon, Venturestar, Falcon9, etwas Digitales, Europamap, subtiles Netz und ein landwirtschaftliches Nutzfahrzeug. (Tendenz Argarstaat?)

Das hat dann aber doch wenig bis nichts mit der Vorstellung zu tun, wie man sich deutsche/europäische Newspace vorzustellen scheint.

ok, interessante Definition, "Newspace" ist, was "nach der Raumfahrt" kommt. ;)

btw, letzter Satz in der Studie, die Regierung sollte ein nationales Weltraumgesetz verabschieden. Egal wie wichtig das jetzt wäre, auf der Agenda stand das ja schon 2010 und es geht nur um Papierarbeit an der Stelle.

Online Schillrich

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Re: New Space Economy
« Antwort #61 am: 06. April 2016, 21:53:00 »
...
ok, interessante Definition, "Newspace" ist, was "nach der Raumfahrt" kommt. ;)
...

Na dort ist zumindest der große Markt und das Geld. Alles "davor" ist, aus Sicht der Kommerzialisierung, nichts in sich selbst.
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Re: New Space Economy
« Antwort #62 am: 06. April 2016, 22:12:35 »
Ich zitiere dazu mal aus der BMWi-Studie ...

Zitat
Die Beispiele zeigen, dass Raumfahrtinfrastruktur vorwiegend als Mittel zum Zweck gesehen wird - Drohnen oder hochfliegende Ballonsysteme werden eingesetzt, wenn diese bessere Lösungen bieten. Raumfahrt der Raumfahrt wegen wird es bei NewSpace nicht mehr geben. Stattdessen erfolgt eine nüchterne Abwägung des Verhältnisses von Kosten und Nutzen aus rein kommerzieller Perspektive.
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Offline tomtom

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Re: New Space Economy
« Antwort #63 am: 06. April 2016, 23:18:19 »
Hm, das ist doch wohl ein gefährlicher Satz, möglicherweise reine Rethorik. Ich halte mal dagegen, dass es "Raumfahrt" wohl nie um seiner selbst gegeben hat, eine Kosten/Nutzen Betrachtung in der jeweiligen Situation immer gegeben hat.

Ok, diese würde zukünftig kommerziell stattfinden, was aber nicht notwendigerweise Gewinn bedeutet, offensichtlich auch Nutzenkategorien wie Marktanteil, Prestige, Informationsmacht, Monopolisierung beinhaltet. Der Folgesatz zeigt es wohl:
Zitat
Die schon heute viele Lebensbereiche dominierenden Internetgiganten sind weiter auf dem Vormarsch. Sie werden sich auch Bereiche vornehmen, die im Zentrum der europäischen und deutschenIndustrie und Wirtschaft stehen.
Da wird wohl Newspace noch zum Wegbereiter dieses Scenarios. ;)

Die Betrachtung des Digitalisierungsaspekts find ich durchaus interessant, ich bin nur noch nicht überzeugt, das in der IT-Thematik eine überzeugende D- und EU-Politik gefahren wird.

Offline tobi

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Re: New Space Economy
« Antwort #64 am: 06. April 2016, 23:21:47 »
Ich zitiere dazu mal aus der BMWi-Studie ...

Zitat
Die Beispiele zeigen, dass Raumfahrtinfrastruktur vorwiegend als Mittel zum Zweck gesehen wird - Drohnen oder hochfliegende Ballonsysteme werden eingesetzt, wenn diese bessere Lösungen bieten. Raumfahrt der Raumfahrt wegen wird es bei NewSpace nicht mehr geben. Stattdessen erfolgt eine nüchterne Abwägung des Verhältnisses von Kosten und Nutzen aus rein kommerzieller Perspektive.

Und schon wieder nicht auf SpaceX oder Blue Origin zutreffend.
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Offline Collins

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Re: New Space Economy
« Antwort #65 am: 06. April 2016, 23:31:44 »
Ich zitiere dazu mal aus der BMWi-Studie ...

Zitat
Die Beispiele zeigen, dass Raumfahrtinfrastruktur vorwiegend als Mittel zum Zweck gesehen wird - Drohnen oder hochfliegende Ballonsysteme werden eingesetzt, wenn diese bessere Lösungen bieten. Raumfahrt der Raumfahrt wegen wird es bei NewSpace nicht mehr geben. Stattdessen erfolgt eine nüchterne Abwägung des Verhältnisses von Kosten und Nutzen aus rein kommerzieller Perspektive.

Ich bin der Meinung das im letzten Satz das Wort Kosten durch das Wort Aufwand ersetzt werden sollte.
Firmen fragen meist nicht was etwas kostet, sondern wie der Aufwand im Verhältnis zum Nutzen steht.

Mfg Collins
Zeige mir einen Helden und ich zeige dir eine Tragödie dazu
Wir sind alle sehr unwissend, aber bei jedem ist es etwas anderes, was er nicht weiß. Albert Einstein.

Offline Klakow

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Re: New Space Economy
« Antwort #66 am: 07. April 2016, 01:37:33 »
Die Studie finde ich erstmal ziemlich gut, vor allem weil sie viele Aspekte gut beleuchtet.
Das gesagt wird es entsteht ein neuer Markt, dem stimme ich vollständig zu und der wird sicher viel größer sein als man sich das gedacht hat.

Wirtschaftlichkeit ist aber bei weitem nicht alles, nicht nur das es Forschung gibt die vielleicht nicht Profit abwerfen wird, es gibt auch die Neugier die Fragt was ist da draußen alles zu entdecken.
Ok, dabei wird nicht von vorne herein ausgeschlossen, dass man auf dem Weg was entdeckt, womit man Profit im weitesten Sinn machen kann.

Die zentrale ist dabei kann man so ein Ziel finanzieren, das richtet sich natürlich daran wieviele Mittel hat man selber zu Verfügung.
Meine persönliche Antwort auf meine Neugier ist sicher ein Andere, als die von einem Multimillionär.

Es wäre naiv anzunehmen das sich niemand finden würde der zu einem nächsten Stern fliegen würde wenn es dazu eine Möglichkeit ergibt.

Offline tobi

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Re: New Space Economy
« Antwort #67 am: 07. April 2016, 09:50:47 »
Zitat
Die Beispiele zeigen, dass Raumfahrtinfrastruktur vorwiegend als Mittel zum Zweck gesehen wird - Drohnen oder hochfliegende Ballonsysteme werden eingesetzt, wenn diese bessere Lösungen bieten. Raumfahrt der Raumfahrt wegen wird es bei NewSpace nicht mehr geben. Stattdessen erfolgt eine nüchterne Abwägung des Verhältnisses von Kosten und Nutzen aus rein kommerzieller Perspektive.

Es ist die etablierte Raumfahrtbranche, die eine reine Kosten/Nutzenabrechnung macht. Welche Firma macht derzeit Raumfahrt der Raumfahrt wegen? Airbus, Boeing, Lockheed? Hahaha. ;D

Ohne Staatsgelder machen die so gut wie nichts. Es ist SpaceX, welches Wiederverwendbarkeit auf eigene Rechnung entwickelt und ein immens hohes Risiko eingeht. Es ist SpaceX, das spannende Bilder von Starts/Nutzlastverkleidungen/Dronen etc... zeigt um die Öffentlichkeit für die Sache zu begeistern. Bei Arianespace sitzen die kommerziellen Geizkragen, denen selbst die Onboardkamera zu teuer ist, obwohl sie nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist, was die Kosten angeht.

Es ist SpaceX, das Raumfahrt der Raumfahrt wegen macht. Und noch einige andere wie Blue Origin, Planetary Ressources etc... . Klar es gibt auch Firmen, die es des Geldes wegen machen in New Space. Aber bei den klassischen Etablierten, da sehe ich nur Firmen, die es wegen des Geldes machen.
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Online Schillrich

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Re: New Space Economy
« Antwort #68 am: 07. April 2016, 10:00:28 »
Hallo Tobi,

in den ganzen "NewSpace"-Startup steckt fast ausschließlich Venture-Capital. Diese Geldgeber wollen verdienen. Die wollen nicht Raumfahrt an sich machen (dann könnten sie ja einfach spenden). Venture-Capital schaut auf Produktideen, Marktgröße und das Team.

Natürlich stecken da auch intrinsisch motivierte Personen drin. Aber die Firmen selbst funktionieren über das Geschäftsmodell und das Geld ...
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Offline Klakow

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Re: New Space Economy
« Antwort #69 am: 07. April 2016, 12:35:29 »
Da hast du recht Schillrich,

zwar verdient SpaceX heute wohl Geld, aber die Wirtschaftlichkeit ist dort Mittel zum Zweck und kein Selbstzweck.
BO will damit in Zukunft wohl viel Kohle damit machen, wie es viele andere aus der "New Space Economy", ja auch machen.

NotTheAndroidYouSearching

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Re: New Space Economy
« Antwort #70 am: 07. April 2016, 13:39:31 »
Man sollte nicht vergessen das, wenn z.b. es eine Kolonie auf dem Mars gibt, auch SpaceX sich eine Goldene Nase verdienen dürfte. Auch wenn natürlich andere Ziele im Vordergrund stehen wird jede Kolonie ( Mit Menschen oder Robotern ) am ende viel Geld in die Kassen von denen Spühlen welche Wiederverwendbare Raketen haben.

Offline Spike77

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Re: New Space Economy
« Antwort #71 am: 07. April 2016, 18:11:01 »
Also was den Bericht angeht, ist es wohl wirklich nur ein Bericht. Ich kann mir nicht vorstellen dass der sooo viele "tausende Euros" gekostet haben soll. Er ist eine ziemlich okaye Zusammenfassung der aktuellen Entwicklung. Wenn man von der Rechtschreibung, Grammatik und Polemik absieht, könnte man auch einige Threads hier aus dem Forum in einer .pdf-Datei bündeln und hätte so ziemlich die gleiche Überblicksdarstellung.

Insbesondere das Thema Space/Asteroid Mining entspricht dem Informationsstand, den ich mir auch in der Mittagspause bei Spiegelonline anlesen kann.

Der zum Projekt gehörige Workshop wird bestimmt genauso viel kosten, wie der Bericht selbst.

Online Schillrich

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Re: New Space Economy
« Antwort #72 am: 08. April 2016, 06:44:19 »
Ich finde das Dokument in der Summe gut geschrieben. Es erfasst viele Aspekte, nutzt (auch im Detail der Experten) die richtigen Begriffe aus der deutschen Raumfahrtpolitik. Da steckt wenig Neues drin (wobei die Betonung der methodischen Konvergenz mit der IT-Branche interessant ist). Es stellt den Sachstand gut dar. Ob man das Urteil zur Positionierung und den Chancen der deutschen Industrie teilt, ist vielleicht zu hinterfragen ...

An einer Stelle bin ich aber kritisch (u.a. da ich weiß welcher Tenor bei uns im Haus hängen bleiben wird ...). Die Studie leitet Appelle an die deutsche, staatliche Raumfahrt ab: Projektmethoden der Agenturen reduzieren/entschlacken und agil vorgehen ... so wie "NewSpace" das macht! Aber warum? "NewSpace" sind gerade nicht die Agenturprojekte, sondern privates Risikokapital sucht neue Anwendungen, wachstumsfähige Produkte und große Märkte. Diese Methoden kann man nicht direkt parallel zu einmaligen Wissenschaftsmissionen einer Agentur ziehen. Auch NASA baut eine Jupitersonde nicht "agil". Überhaupt ist die Industrie durch Agenturmethoden im kommerziellen Umfeld nicht gebunden. Wenn sie etwas anders machen wollen, und ein Kunde das akzeptiert, dann hält sie keiner auf.
Daher ist dieser Appell ein Kurzschluss ...
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Offline tomtom

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Re: New Space Economy
« Antwort #73 am: 10. April 2016, 22:23:56 »
Am 7+8. April fand in Bremen das disruptspace Veranstaltung statt, ein Treffen von Startups und Businesspartnern.

http://disruptspace.io/startups

Diese Startups befassen sich mit:
Transportservice, Dienstleistung, Software/Apps, Klimadaten, Nutzlastbetrieb, Asteroiden, Luftfahrt, Ionenantriebe, EO-Services, Personal, Networking.

Am 7+8. April fand in London auch der Innovationscongress statt, der das Kommerzialisierungsthema ebenfalls im Fokus hatte.
http://www.spaceinnovationcongress.com/

Offline Tom Segert

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Re: New Space Economy
« Antwort #74 am: 12. April 2016, 16:24:49 »
Hallo ich bin gerade über dieses Forum gestolpert. Meine Firma Berlin Space Technologies ist eine dieser ominösen NewSpace Firmen  ;) Wir haben im letzten Dezember unseren ersten Satelliten ins All gestartet und bauen gerade 4 weitere.

Die hier im Forum erwähnte NewSpace Studie ist für die Deutsche Industrie sehr bedeutsam, da sie im Prinzip eine Abkehr von allem bedeutet, was in der Vergangenheit zum Thema Weltraum in Deutschland Gültigkeit hatte.

Ich habe zu diesem Thema auf Linkedin auch schon ein paar Artikel geschrieben:

https://www.linkedin.com/pulse/new-space-germany-night-always-darkest-before-dawn-tom-segert?trk=mp-author-card

https://www.linkedin.com/pulse/disrupt-space-why-grade-weed-invented-week-tom-segert?trk=mp-author-card

https://www.linkedin.com/pulse/days-200-meur-satellites-over-tom-segert?trk=mp-author-card

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