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Autor Thema: Leben auf Monden (oder was wäre, wenn die Erde ein Mond wäre?)  (Gelesen 15224 mal)

Offline Madscientist

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Re: Leben auf Monden (oder was wäre, wenn die Erde ein Mond wäre?)
« Antwort #50 am: 15. Februar 2016, 12:20:00 »
Ich hatte Fragen dazu auf Wikipedia in der Auskunft gestellt.
Jetzt ist das im Archiev gelandet, das heißt es ist nicht verschwunden wenn ich den Link zur Auskunft mache.

Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Auskunft/Archiv/2016/Woche_05#Strahlung_von_Planeten

Hier das Ganze als Text, falls ein Klick zu anstrengend ist:

Strahlung von Planeten

Welche Strahlung geht von Planeten aus?

In einem Forum über Raumfahrt diskutierten wir über mögliches Leben auf Monden. Kurzfassung:

jemand: Der Mond müsste ein Magnetfeld haben als Schutz vor kosmischer Strahlung.

ich: Der Saturnmond Titan liegt im Magnetfeld von Saturn und hat eine dichte Atmosphäre. Da sollte man eigentlich vor Strahlung sicher sein.

jemand: Man ist dort vor dem Sonnenwind sicher, aber man wird von der Strahlung des Planeten gegrillt, bevor man erfrieren kann.

Ich habe versucht das Nachzulesen und das beste was ich fand war der Artikel über den Van-Allen-Gürtel der Erde.Darin steht unter anderem, dass dort Atome ionisiert und die geladenen teilchen auf hohe Energien beschleunigt werden. Dazu zwei Fragen:

- Das Magnetfeld in einem MRT kann einige Tesla betragen, aber man wird dabei nicht von ionisierender Strahlung durchlöchert. Die Magnetfelder der Planeten liegen im Bereich von Mikrotesla. Wie sollen so relativ schwache Magnetfelder etwas ionisieren und auf hohe Energien beschleunigen?

- Geladene Teilchen folgen den Feldlinien. Die Feldlinien des Erdmagnetfelds gehen durch die Erde. wieso bekommen wir die ganzen teilchen dann nicht ab? Wegen der dichten Atmoshpäre? Und zurück zur Ausgangsfrage: Wäre man auf einem Mond mit Atmosphäre dann doch sicher vor hoher Strahlenbelastung? --Madscientist3 (Diskussion) 14:27, 4. Feb. 2016 (CET)

    1. Magnetfelder der genannten Stärken ionisieren Atome üblicher Geschwindigkeiten nicht, weil die Elektronen zu stark daran gebunden sind. (Starke Magnetfelder können schnelle Atome ionisieren.) 2. Die Teilchenstrahlung, die aus dem Weltraum auf die Erde trifft (vor allem Elektronen und Protonen), erzeugt durch Wechselwirkung mit der Erdatmosphäre sekundäre Strahlung (vor allem Neutronen und Myonen). Deshalb ist die Stärke der Strahlung (die Dosisleistung) in den Van-Allen-Gürteln am größten.[33][34] --BlackEyedLion (Diskussion) 14:51, 4. Feb. 2016 (CET)

        Im Übrigen führt Ionisation nicht unbedingt zu ionisierender Strahlung. Ionisierende Strahlung ist energiereiche Strahlung, die beim Durchgang durch Materie ionisiert. Eine Ionisation von Atomen durch Entfernen tiefliegender Elektronen führt zu ionisierender Röntgen-Strahlung. --BlackEyedLion (Diskussion) 14:55, 4. Feb. 2016 (CET)


Die letzte Frage wurde noch nicht beantwortet: Ja, wenn die Atmosphäre genügend dicht ist, ist die mittlere Weglänge der in den Strahlungsgürteln erzeugten Sekundärteilchen vor ihrer Rekombination so gering, dass sie die Oberfläche des Mondes nicht erreichen können. -- Janka (Diskussion) 16:51, 4. Feb. 2016 (CET)

Zur vorletzten Frage siehe magnetische Flasche: ueber den Polen, wo die relevanten Magnetfeldlinien die Erdoberflache durchstossen, nimmt die Feldstaerke so zu, dass die geladenen Teilchen reflektiert und so im Magnetfeld eingeschlossen werden (und dadurch letztlich erst die Van-Allen-Guertel bilden). --Wrongfilter ... 17:53, 4. Feb. 2016 (CET)

    Youtube mal nach den Kanal von Isaac Arthur. Der beschäftigt sich ausgiebig mit der Besiedlung des Alls und der Lösung der dabei auftretenden Probleme. Unteranderem mit dem Thema Strahlung. (Mit Abstand bester Kanal zu diesem Thema)--91.53.90.61 14:33, 6. Feb. 2016 (CET)

        Da noch nicht verlinkt, siehe auch Magnetosphäre und en:Magnetosphere of Saturn. "Titan, which orbits close to the magnetopause boundary at 20 Rs..." Am Rand einer Magnetosphäre zu orbitieren ist jedenfalls ein schlechter Schutz, wenn man weiß, dass die Magnetosphären von Planeten im variablen Sonnenwind flackern wie eine Kerze. --Neitram ✉ 16:08, 8. Feb. 2016 (CET)


Ich denke demjenigen, der den Tip für youtube hatte.
Dieses Video

https://www.youtube.com/watch?v=YRzJdg13geU ist die Antwort auf die Frage, die ich ursprünglich im Sinn hatte.

Bezüglich der Strahlung bin ich mir aber immer noch nicht sicher.
Hat jemand Werte, wie hoch die Strahlenbelastung auf der Oberfläche von Venus (kein Magnetfeld, sehr dichte Atmosphäre) und Titan (im Magnetfeld eines anderen Körpers, dichte Atmoshpäre) im Vergleich zur Erde ist? Andere Körper mit fester Oberfläche und dichter Atmosphäre kennen wir ja leider nicht (sorry Mars  :'()

Falls es Leben unter mehreren Kilometern Eis gibt kann denen das Weltraumwetter zwar egal sein, Aber wegen dem ganzen Eis werden wir es auch sehr schwer finden können.


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