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24. März 2019, 01:34:17
Raumcon
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Autor Thema: BREXIT und Raumfahrt  (Gelesen 34687 mal)

Offline tobi

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Re: BREXIT und Raumfahrt
« Antwort #125 am: 24. Januar 2019, 13:35:26 »
Hat nicht mal der europäische Gedanke mit Airbus begonnen? Echt traurig.  :'(

Der europäische Gedanke wurde von den Briten verworfen, nicht von dem Rest Europas oder Airbus. Trotz Britenrabatt war man unzufrieden.

Enders handelt absolut richtig.

Außerdem wenn man für buy-European ist, dann heißt das buy-EU. Und weder die Schweiz noch Großbritannien sind (bald) in der EU. Wenn die Firmen mehr EU-Aufträge wollen, müssen sie Produktion in die EU verlagern.

Nach dem Brexit geht es für die britische Raumfahrt steil bergab. Die USA sind vor allem wegen dem großen Markt und dem Staat als großen Abnehmer so stark in der Raumfahrt. Die EU kann das in der Raumfahrt auch haben. Aber die britische Raumfahrt hat bald keinen Zugang mehr zu EU-Aufträgen wie Copernicus oder Galileo z.B.. Es wird steil bergab gehen.
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!"

Offline Duncan Idaho

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Re: BREXIT und Raumfahrt
« Antwort #126 am: 24. Januar 2019, 13:55:41 »
Vielleicht habe ich das etwas zu neutral ausgedrückt.
Ich würde auch wie Enders handeln.

Ich finde es nur schade das die Briten den europäischen Gedanken nicht verstehen wollen.
Auch wenn es oft bei uns auch nicht optimal läuft.
#I NEVER WANT TO HOLD/SCRUB AGAIN.

Offline Rücksturz

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Re: BREXIT und Raumfahrt
« Antwort #127 am: 24. Januar 2019, 17:38:25 »
Außerdem wenn man für buy-European ist, dann heißt das buy-EU. Und weder die Schweiz noch Großbritannien sind (bald) in der EU. Wenn die Firmen mehr EU-Aufträge wollen, müssen sie Produktion in die EU verlagern.

Allerdings hat die Schweiz weitreichende Handelsabkommen mit der EU, d.h. die Schweizer-Firmen müssen nicht plötzlich ihre Produktion verlagern.
RUAG ist mit ihren Fairings ja ganz gut im Europa-Geschäft.
In der Schweiz haben sich die Bürger frühzeitig gegen eine Mitgliedschaft entschieden, aber letztlich waren sie insgesamt pragmatischer und haben zumindest den Zugang zum Binnenmarkt weitgehend erreicht.
Wobei das natürlich auf Gegenseitigkeit beruht.
Wenn man so will, könnte GB das auch haben; nicht EU-Mitglied zu sein aber immernoch Zugang zum Binnenmarkt haben (gegenseitig versteht sich).
Nur setzt das voraus, dass es keinen ungeregelten Brexit gibt....
(und natürlich das "Die Briten" wüssten was sie eigentlich wollen!)

Viele Grüße
Rücksturz
BFR/BFS: One rocket to rule them all!

Offline tomtom

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Re: BREXIT und Raumfahrt
« Antwort #128 am: 08. Februar 2019, 18:08:38 »
Der Chef von Airbus UK Defense and Space, Colin Paynter, glaubt nicht an große Auswirkungen durch den Brexit auf sein Geschäft. Im Gegensatz zur Luftfahrt ist das Projektorientiert und nicht Produktorientiert, auch wenn es genauso abhängig ist vom freien Austausch von Waren, Mitarbeitern und Ideen, wobei das Volumen geringer ist.

Weil UK Mitglied der ESA bleibt, ruft ESA-Chef Wörner die britischen Unternehmen auf, UK nicht zu verlassen.

https://www.flightglobal.com/news/articles/brexit-fears-fail-to-trouble-airbus-space-business-i-455604/

Offline cullyn

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Re: BREXIT und Raumfahrt
« Antwort #129 am: 11. Februar 2019, 13:59:36 »
Und was ist mit Exportkontrolle?
Meiner Meinung nach bedeutet der harte Brexit auch, dass sämtliche Exportpapiere für Güter nochmal härter geprüft werden müssen. Insbesonder Dual-Use Güter könnten dann mehr Papierkrieg bedeuten.
Wenn man die Exportgenehmigung für Bauteile von/nach UK erst ab 30.3. beantragen kann, dann aber 3 Monate benötigt, ist das komplett egal, ob UK in der ESA bleibt oder nicht. Für das 2. Quartal diesen Jahres könnte daher der Export von/nach China einfach sein gegenüber dem Warenverkehr mit UK.

Offline tobi

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Re: BREXIT und Raumfahrt
« Antwort #130 am: 11. Februar 2019, 14:03:35 »
Zumindestens auf Ariane dürfte der Brexit keine Auswirkungen geben, denn die Briten machen ja beim Raumtransport nichts.
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!"

Offline tomtom

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Re: BREXIT und Raumfahrt
« Antwort #131 am: 06. März 2019, 18:52:05 »
Planet Gründer Dr. Marshall glaubt, dass der Einfluss und die Bedeutung des Raumfahrtsektors in UK schwinden wird. "Nach dem Brexit wird kein CEO mehr seine Firma in UK ansiedeln wollen". Der Einfluss der EU auf die ESA dürfte weiter steigen.

Ein BBC-Bericht dazu führte zu Reaktionen der UK Space Agency und Marshall stellte klar, dass er nicht die UK-Industrie treffen wollte, die er für leistungsfähig hält, sondern die Politiker.

https://www.bbc.com/news/science-environment-47440551

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