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Autor Thema: ESA Vision "Moon 2020-2030"  (Gelesen 48900 mal)

Offline PaddyPatrone

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Re: ESA Vision "Moon 2020-2030"
« Antwort #175 am: 27. Januar 2018, 17:53:39 »
Ein Artikel zum Thema. Wörner im Interview...

http://www.wiwo.de/technologie/forschung/esa-chef-jan-woerner-in-trumps-amtszeit-wird-niemand-zum-mars-fliegen/19729892.html

EDIT: Der Artikel ist nicht mehr der neueste.

Offline tomtom

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Re: ESA Vision "Moon 2020-2030"
« Antwort #176 am: 16. Februar 2018, 10:39:58 »
OHB bekommt von der ESA einen Auftrag und darf darüber nachdenken, wie man 3D Druck auf dem Mond ermöglichen könnte.

http://www.spacenewsfeed.com/index.php/news/787-ohb-awarded-a-study-for-3d-printing-on-the-moon

Offline tomtom

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Re: ESA Vision "Moon 2020-2030"
« Antwort #177 am: 09. März 2018, 10:10:00 »
ESA-Chef Wörner: "We will already have some actors flying to the moon very soon under the umbrella of the Moon Village,..."

wow, so konkret habe ich mir das noch nicht vorgestellt und wird das die ESA mit einschließen. ;)

http://insideunmannedsystems.com/european-space-community-embraces-unmanned-systems/

Offline Therodon

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Re: ESA Vision "Moon 2020-2030"
« Antwort #178 am: 09. März 2018, 10:40:01 »
ESA-Chef Wörner: "We will already have some actors flying to the moon very soon under the umbrella of the Moon Village,..."

wow, so konkret habe ich mir das noch nicht vorgestellt und wird das die ESA mit einschließen. ;)

http://insideunmannedsystems.com/european-space-community-embraces-unmanned-systems/

Auch wenn er für die Idee weiter Werbung macht. Mittlerweile wird er wohl selbst nicht mehr dran glauben das er auch nur nen Mini Anteil an Mond Projekten bekommt. Dafür ist man politisch in Europa zu verschlafen was die Raumfahrt angeht.

Offline tomtom

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Re: ESA Vision "Moon 2020-2030"
« Antwort #179 am: 10. März 2018, 17:31:10 »
OHB Italien bekommt von der ESA einen Auftrag und darf darüber nachdenken, wie man ISRU auf dem Mond ermöglichen könnte. Es soll eine Nutzlast definiert werden, die 2025 zum Einsatz kommen soll.

OHB will dabei u.a. mit den Part Time Scientists zusammenarbeiten, die als "Landing Service Provider" genannt werden.

http://www.satnews.com/story.php?number=59540236

Offline tdenk

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Re: ESA Vision "Moon 2020-2030"
« Antwort #180 am: 10. März 2018, 19:48:18 »
Stimmt.
Und OHB IT sind nicht die einzigen, die diese ITT (Invitation To Tender) gewonnen haben. ::)

D.h. die ESA macht also durchaus mehr als nur "schöne Bildchen" und Konzepte.
Tatsächlich sollen für die Demo-Mission 2025 insgesamt immerhin 250 Mio. € ausgegeben werden.

Was mich wundert in dem Artikel ist dass denen ihr Prozess bei "nur" 900°C ablaufen soll.
Zumindest wenn sie den Anspruch haben, mehr als "nur" Eisenoxid zu reduzieren.

Ansonsten ist z.Z. eine weitere ITT am Laufen,
"Terrestrial Demonstrator" bauen ist da die Aufgabe.
Deadline ist nächsten Freitag.

Und eine dritte soll es dann im Sommer geben, "Mission Preparation".
Für alle gibt es jeweils zwei Gewinner.

Und wenn alles klappt, steht Ende 2019 ein Mission Proposal.
Ich vermute mal, dass damit dann die Knete beantragt wird.  8)

Gruss
Thorsten


Offline tobi

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Re: ESA Vision "Moon 2020-2030"
« Antwort #181 am: 10. März 2018, 20:33:33 »
Es gibt derzeit kein europäisches Triebwerk, dass eine Mondlandung hinbekommt.

Wo ist das Entwicklungsprogramm? Oder fliegt man mit Lunar COTS (falls es kommt) aka SpaceX?
Airbus Chef Tom Enders: "Wegwerf-Raketen sind ein Auslaufmodell."

Offline tdenk

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Re: ESA Vision "Moon 2020-2030"
« Antwort #182 am: 10. März 2018, 21:08:38 »
Steht doch in dem Artikel.
PT-Scientists sind in deren Team,
und bei uns gibt's auch einen Partner
der einen Lander entwickeln will.

So blöd sind die ESA Leute dann auch wieder nicht.

Ansonsten dürfte auch nicht kategorisch ausgeschlossen sein,
auf einen der bis dahin ziemlich sicher existierenden privaten Provider zurück zu greifen.
Der Google X-Prize ist zwar vorbei,
aber die Teilnehmer existieren immer noch.
Moon Express, Astrobotics, SpaceIL, Hakuto aka ispace, Synergy Moon, Team Indus, die PT-Scientists...
Blue Origin mit dem Blue Moon Lander gibt's auch noch,
und wer weiss wieviele "Stealth"-Aktivitäten.
Soll von denen kein einziger Erfolg haben?

"Lunar COTS", ja, so könnte (sollte?) man das durchaus nennen. :)

Gruss
Thorsten

Offline Stefan307

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Re: ESA Vision "Moon 2020-2030"
« Antwort #183 am: 10. März 2018, 21:13:08 »
Es gibt derzeit kein europäisches Triebwerk, dass eine Mondlandung hinbekommt.

Und theoretisch geht es sogar ohne ein regelbares Triebwerk man muss nur im richtigen Moment zünden... ;)

Die Erkenntnis stammt übrigens von einem US Newcomer der das so ähnlich auf der Erde praktiziert...


MFG S

Offline tdenk

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Re: ESA Vision "Moon 2020-2030"
« Antwort #184 am: 10. März 2018, 21:31:32 »
Das nennt sich "Suicide-Burn"...  :-\

Offline tomtom

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Re: ESA Vision "Moon 2020-2030"
« Antwort #185 am: 17. Mai 2018, 17:36:36 »
Die sechste Ausgabe des European Lunar Symposium fand diesmal in Toulouse statt, ua. auch mit einem Vortrag über Solarenergie für Astronauten auf dem Mond.

https://els2018.arc.nasa.gov/program.html


Offline tobi

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Re: ESA Vision "Moon 2020-2030"
« Antwort #186 am: 17. Mai 2018, 17:38:55 »
Die sechste Ausgabe des European Lunar Symposium fand diesmal in Toulouse statt, ua. auch mit einem Vortrag über Solarenergie für Astronauten auf dem Mond.

https://els2018.arc.nasa.gov/program.html

Hmm eine europäische Konferenzwebseite wird bei der NASA-Seite gehostet. Internet ist halt Neuland in Europa. :o
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Offline stillesWasser

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Re: ESA Vision "Moon 2020-2030"
« Antwort #187 am: 21. Mai 2018, 16:07:28 »
Wenn man sich mal die Titel durchliest, merkt man, wie viele verschieden Studien es run um Mond Missionen bei der ESA gibt... wenn man doch nur ein paar davon auch umsetzten würde...  ::)
"Dragon 2 is designed to be able to land anywhere in the solar system. Red Dragon Mars mission is the first test flight."- https://twitter.com/elonmusk/status/725364699303301120

Offline tdenk

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Re: ESA Vision "Moon 2020-2030"
« Antwort #188 am: 21. Mai 2018, 21:33:56 »
Zitat
Hmm eine europäische Konferenzwebseite wird bei der NASA-Seite gehostet. Internet ist halt Neuland in Europa. :o

Naja, so ganz rein europäisch ist die Veranstaltung dann auch wieder nicht.
Das SSERVI der NASA gehört auch zu den Organisatoren.
https://els2018.arc.nasa.gov/committees.html
Etwa ein Viertel der Vorträge war amerikanisch,
und Greg Schmidt und Kristina Gibbs waren beide da.

Gruss
Thorsten

Offline tomtom

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Re: ESA Vision "Moon 2020-2030"
« Antwort #189 am: 01. Juni 2018, 23:13:53 »
ESA-Chef Wörner kündigt eine Webseite an, in der die Aktivitäten präsentiert werden sollen.

Jeder kann beim Moon Village mitmachen. Er will nix versprechen, aber 2019 könnte die erste Mission starten.

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.alexander-gerst-wie-europa-den-mond-erobern-will.6571d4d4-c20e-46fd-9fbb-2ed75f290c95.html

2019 ? - hm, da war doch was, aber Moment, dass ist doch schon nächstes Jahr. ;)

Offline stillesWasser

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Re: ESA Vision "Moon 2020-2030"
« Antwort #190 am: 02. Juni 2018, 07:54:57 »
Er erwähnt ja kurz vorher Astrobotics explizit als Partner und die planen 2019 ihren Start, ich würde also mal darauf tippen, dass er die meint  ;)
"Dragon 2 is designed to be able to land anywhere in the solar system. Red Dragon Mars mission is the first test flight."- https://twitter.com/elonmusk/status/725364699303301120

Offline tomtom

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Re: ESA Vision "Moon 2020-2030"
« Antwort #191 am: 14. Juni 2018, 10:09:54 »
Die ESA macht im Juli am ESTEC wieder einen Workshop über die Nutzung lunarer Ressourcen (ISRU).

Private Anbieter sind auch dabei, aber nicht der übliche Verdächtige.

http://exploration.esa.int/moon/59878-workshop-towards-the-use-of-lunar-resources/

ISRU ist ja an sich ein spannendes Thema, aber man scheint irgendwie vorauszusetzen, dass man Transport und Landetechnologien hat. Früher hätte man ganzheitliche Konzepte erstellt, dass scheint heute nicht mehr der Fall zu sein.

Offline tdenk

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Re: ESA Vision "Moon 2020-2030"
« Antwort #192 am: 14. Juni 2018, 10:21:39 »
Wieso "aber"?

Das ist doch gerade die Essenz von "Moonvillage" und privater Raumfahrt:
Dass nicht mehr einer alles macht,
sondern dass die Sub-Aufgaben verteilt werden an spezialisierte Anbieter,
die das dann besser und günstiger machen können.
Wie sich das für einen normalen gesunden Markt eben gehört.

Und die Anbieter für Lander sitzen in den Startlöchern.
Da dürfte sich in den nächsten Jahren viel bewegen.

Gruss
Thorsten

Offline tomtom

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Re: ESA Vision "Moon 2020-2030"
« Antwort #193 am: 14. Juni 2018, 12:27:11 »
Ich hab nichts gegen Arbeitsteilung/Spezialisierung. Allerdings ist für mich ein "normaler gesunder Markt" definiert durch Angebot und Nachfrage.

Die Angebotsseite ist aber mehr geprägt durch "wollen" als durch "können" und die Nachfrageseite sehe ich gar nicht.
(Ich gebe zu, dass heute die Dinge nicht nach alten betriebswirtschaftlichen Grundsätzen funktionieren, sonst würde es Firmen wie Google und Facebook nicht geben.)

Im Bereich Satelliten gibt es Arbeitsteilung (Hersteller, Betreiber, Launcher, Komponentenentwickler, etc.), aber es gibt eben auch den BusinessCase-Inhaber,  der das ganze am Ende der Kette bezahlt. Dieser ist zb. eine SES, die die Raumfahrtleistungen durch Kommunikationsleistungen finanziert. Oder bei wissenschaftlichem Interesse die Uni/Forschungsinstitut/Agentur, die das finanziert.

Wo ist das beim MoonVillage, wer macht das ? Macht die ESA da irgendwas substantielles, was das erklären würde. Ich würde mir natürlich wünschen, wenn nach drei Jahren "MoonVillage"-Buzzwording mal was konkretes folgt.

Offline tdenk

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Re: ESA Vision "Moon 2020-2030"
« Antwort #194 am: 14. Juni 2018, 12:55:14 »
Natürlich.
Aber irgendwie muss man ja anfangen.

Im Moment (so verstehe ich das zumindest) sollen die Privatfirmen Dienstleistungen anbieten,
wie Transport, Kommunikation (Mondrückseite!) und so.
Kunden sind NASA und ESA etc., in erster Linie für Forschungsmissionen.
Dazu gehört im Moment auch das ISRU-Zeugs,
denn soo einfach wie es auf PowerPoint Präsentationen aussieht wird es in der Realität nicht sein.

Danach wird man sehen, in wie weit auch private Kunden entstehen.
Wenn das ISRU Erfolg hat, kann man Treibstoff auf dem Mond für den Rückflug anbieten.
Dann könnte z.B. ein Markt für Mondgestein entstehen.
Oder was auch immer.
Und wenn nicht, dann war's zumindest nicht teurer als die ewigen Einweg-Forschungssonden.


Gruss
Thorsten

Offline Sensei

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Re: ESA Vision "Moon 2020-2030"
« Antwort #195 am: 14. Juni 2018, 13:38:43 »
Ist das nicht klassische Technologieförderung, kombiniert mit PPP/Industrieförderung?
Die ESA regt die private Entwicklung von Technologien an die sie zukünftig als (halb-)fertige Produkte/Komponenten/Dienstleistungen nutzen würde..

Offline tomtom

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Re: ESA Vision "Moon 2020-2030"
« Antwort #196 am: 23. Juli 2018, 19:56:51 »
Die ESA sucht Ideen, was man alles auf dem Mond mit einem 3D Drucker herstellen könnte, um dort zu leben.

http://www.esa.int/Our_Activities/Space_Engineering_Technology/What_s_your_idea_to_3D_print_on_the_Moon_to_make_it_feel_like_home

Offline AndiJe

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Re: ESA Vision "Moon 2020-2030"
« Antwort #197 am: 24. Juli 2018, 05:48:12 »
Und nicht zu vergessen, einen 3D Drucker, der Temperaturen zwischen 200 Grad plus und 200 Grad minus aushalten muß.
Der Mensch kann nicht ewig in der Wiege bleiben, daher geht's ab sofort in die Krabbelstube!

Offline stillesWasser

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Re: ESA Vision "Moon 2020-2030"
« Antwort #198 am: 06. Oktober 2018, 16:17:36 »
Folgende Projekte von der ESA zum Thema Mond habe ich auf der IAC mitbekommen
HERACLES
Sample Return Mission zusammen mit JAXA. (siehe https://www.esa.int/Our_Activities/Human_Spaceflight/Exploration/Landing_on_the_Moon_and_returning_home_Heracles )
Jaxa stellt dabei den Rover (und Landestufe?), ESA die Aufstiegsstufe und Samplebox. Die Rover sollen dabei über Telecommanding vom Gateway gesteuert werden, die Samplebox über den Robotischen Arm des Gateways gesammelt und zusammen mit der Crew zurück zur Erde gebracht werden. Der optimistische Zeitplan basiert aktuell auf Landung 2026, Rückkehr 2027.
Airbus will dazu ihr modulares Aufstiegsstufen-Konzept GAMMa anbieten.

GATEWAY
Aktuell sind die internationalen Gespräche soweit, dass die ESA das ESPRIT Modul bereitstellt und federführend beim Internationalen Habitat Modul ist (JAXA ebenfalls involviert). Das Hab würde in Bremen gebaut werden, ESPRIT in Toulouse.
ESPRIT soll über einen auffüllbaren Xenontank, eine Science Luftschleuse und externe Slots verfügen sowie Thermalkontrolle fürs Gateway und Kommunikation zur Mondoberfläche bereitstellen. Vormals waren die meisten dieser Aufgaben Teil des PPE, welches nun aber auf einem kommerziellen Launcher und nicht als Secondary auf SLS fliegen soll und deshalb leichter werden musste.
ESPRIT soll als zweites Element zum Gateway fliegen. Geplant ist 2023 zusammen mit dem Utility Modul der NASA auf EM-3. Das Internationale Habitat Modul soll das erste der beiden Habitate sein und folgt auf ESPRIT 2024. Zum Launcher wurde nichts gesagt, in einer gezeigten Animation wurde es aber von einer Orion ans Gateway gedockt, daher gehe ich mal davon aus, dass es EM-4 sein soll.

ISRU DEMO MISSION
Aktuell läuft eine Studie zu einer ISRU Demo Mission auf dem Mond. Ziel ist es, trinkbares Wasser und atembaren Sauerstoff ohne externe Substanzen (also nur Regolith und Energie) herzustellen. Dabei sollen kommerzielle Transportsysteme verwendet werden (ich denke vor allem auf den Mondlander bezogen) und das Budgetlimit liegt bei 250 Millionen €. Die Mission soll 2025 fliegen.

Alle 3 (bzw. 4 wenn man die beiden Gateway Module einzeln betrachtet) Missionen befinden sich aktuell in Studienphase und hoffen auf eine Genehmigung und Finanzierung beim CM19. Man wird wohl davon ausgehen können, dass nicht alle 4 Konzepte genehmigt werden. Als Streichkandidaten stehen für mich HERACLES und als zweites das Habitat Modul ganz oben. Heracles benötigt einfach sehr viele getrennte Elemente und solang das Gateway nicht absolut sicher ist, ist das Risiko wohl zu hoch, es als zentrales Element der Mission einzuplanen. Auch zwei Module fürs Gateway, plus das ESM wären eine ungewöhnlich große Beteiligung der ESA, während JAXA kaum etwas bereitstellen würde. Aktuell wurde ja noch mit der russischen Luftschleuse geplant, wenn die sich aber zurückziehen, dann würde das eventuell für JAXA interessant werden. Ich gehe aber eher davon aus, dass man das Habitatmodul an JAXA abgeben wird. Auch, weil Frankreich wohl mehr für ESPRIT lobbyieren wird, als Deutschland fürs Habitat.

Zusätzlich zu den dedizierten Missionen habe ich noch zwei Vorträge über wissenschaftliche Payloads zum Mond gehört. Zum einen ging es um das PROSPECT Paket, welches als europäischer Beitrag auf Luna-27 fliegen wird, zum anderen um das bei OHB in Entwicklung befindliche LUVMI (ausgesprochen: Love Me), welches die volatilen Stoffe im Regolith messen soll. Die ersten Flugmöglichkeiten wären auf einer Mission von iSpace oder bei der ISRU Demo Mission, jeweils unter Voraussetzung der Finanzierung.
Außerdem habe ich einen Vortrag über das PILOT System gehört, welches für die Landenavigation und hazard avoidance, also der Erkennung und dem Ausweichen von Gefahren, für Mondmissionen verantwortlich ist. Es wird ebenfalls ein europäischer Beitrag zu Luna-27 sein.
Desweiteren gab es in einem Panel ein paar Infos zu den verschiedenen Plänen zum 3D-Drucken auf dem Mond. Dazu wurden hier auch schonmal Studien verlinkt. Es gab nicht allzu viel neues, interessant war aber, dass im Rahmen einer Studie bereits unter Vakuum- und Thermalbedingungen eine 1.5 Tonnen schwere Wabenstruktur aus Regolith-Simulant und Bindemittel bedruckt wurde. Sah ziemlich gut aus. Aktuell versucht man, vom Bindemittel wegzukommen und nur Regolith und Energie zu verwenden.
"Dragon 2 is designed to be able to land anywhere in the solar system. Red Dragon Mars mission is the first test flight."- https://twitter.com/elonmusk/status/725364699303301120

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