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Autor Thema: Wiederverwendbarkeit des Fairings  (Gelesen 110603 mal)

Online Duncan Idaho

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #550 am: 27. Oktober 2020, 14:53:14 »
Die sind auf Ms. Tree angekommen. Das war der vorletzte Start.
Ich versuche mich an unsere Nummerierung zu halten.

Ich meine hier eine Lachfalte zu erkennen. (Knickspuren rechts unten)

https://twitter.com/spacecoast_stve/status/1320825208467558404

Von Ms. Chief habe ich grad noch keine Fotos, bin noch am suchen.

https://twitter.com/SpaceXFleet/status/1320465693897330688

Edit:
Starlink-15 (L-14), Ms. Chief:


https://twitter.com/search?q=starlink%20fairing&src=typed_query

Und die sehen aus wie neu, Atlantikgewaschen.  ;)
https://twitter.com/USLaunchReport/status/1320805566726447112
« Letzte Änderung: 27. Oktober 2020, 17:20:49 von Duncan Idaho »
#I NEVER WANT TO HOLD/SCRUB AGAIN.

Online Duncan Idaho

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #551 am: 07. November 2020, 22:49:40 »
GPS-III SV04:

Die Fairing hat Federn lassen.
https://twitter.com/TrevorMahlmann/status/1325146830393532418



#I NEVER WANT TO HOLD/SCRUB AGAIN.

Online Duncan Idaho

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #552 am: 28. Dezember 2020, 18:08:58 »
Tests mit einer Fairinghälfte sind am Laufen.
Kann sein das sie ein neues Netz testen.


https://twitter.com/SpaceXFleet/status/1343600559530586112


https://www.youtube.com/watch?v=gnt2wZBg89g
#I NEVER WANT TO HOLD/SCRUB AGAIN.

Offline James

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #553 am: 28. Dezember 2020, 19:48:48 »
Guten Abend

Ich bin im "Werkstoffwesen" nicht bewandt.
Vielleicht kann mir da jemand der im Maschinenbau, oder ähnlichem, mehr beheimatet ist eine Information liefern.
Wie lang könnte man einen, recht flott ausfahrbahren Mast auf einem der Fangschiffe machen?
Ich denke er müßte schon das Vielfache der Arme, die das Netz halten, sein.
Die Arme die das Netz halten, bräuchte man dann nicht mehr. Das Netz auch nicht.
Ich möchte nicht das Fairing fangen, sondern den Gleitschirm.
Das Fairing hängt dann da eh dran, das hat man dann auch.
Ich erhoffe mir eine schnellere Beweglichkeit eines Fangarmes, als es das ganze Schiff hat. Das Schiff müßte also nur die "Grobposition" machen.
Ich würde mir also vorstellen, das ein Fangarm, sobald das Gespann Gleitschirm und Fairing in Reichweite des Fangarmes kommt, mit einem nichtschirmzerstörenden Teller oder so, unter den Gleitschirm fährt, und den Schirm hält, und beides dann an Board hievt.
Vielleicht könnte es auch ein Gelenkarm sein, der dann zum Schirm hin schwenkt.
Grundvoraussetzung wäre aber überhaupt, ob man einen recht langen Schwenk- oder Teleskoparm, oder eine Kombination davon bauen kann, der auch an der Spitze noch ausreichend gut positionierbar ist.
Ist das vorstellbar?

P.S.: Bitte nicht schreiben, das zahlt sich nicht aus, weil ja eh "bald" Starship kommt. Dann kann man ja eh gleich die Mietverträge für die Fangschiffe kündigen. Glaub ich aber nicht daß sie das tun.

Offline Hugo

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #554 am: 28. Dezember 2020, 20:16:56 »
Ich glaube, ein großer "Fangarm" für den Gleitschirm wird schwer zu realisieren. Zum einen ist das eine riesige Belastung für so eine Konstruktion, zum anderen gibt es das berühmte Sprichwort "Kranplätze müssen verdichtet werden". Das gilt hier zwar nur indirekt, aber man müsste ein Kippen vom Schiffe genau so verhindern.

Online alepu

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #555 am: 28. Dezember 2020, 22:06:40 »
@James
Ich halte das aus mehreren Gründen für eine *Schnapsidee*
Abgesehen von den praktischen Problemen mit dem Arm sind unter dem Schirm die Schirmleinen und daran hängt das Fairing. Bei einem *seitlichen Einfangen* würde das Fairing wohl auch ins Wasser fallen, und allgemein ist die Gefahr daß es mit irgedwas (Fangarm, Schiff) kollidiert recht groß. Die Stabilität des Schiffes wäre auch überaus gefährdet bei einer einseitigen Belastung (siehe #Hugo)

Dann schon eher Flugzeug mit Fanghaken!

Offline James

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #556 am: 28. Dezember 2020, 22:19:38 »
Guten Abend

Welche Belastung es für das Schiff ist, hängt natürlich davon ab wie schwer der Fangarm ist.
Möglicherweise kann so ein Schiff mit Finnen oder Ausleger stabilisiert werden.
Ein Teleskoparm ist warscheinlich zu kompliziert und damit zu schwer.
Vielleicht wäre ein Fangarm möglich, der wie ein Gelenkarmkran aufgebaut ist.
Dieser könnte aus etlichen Segmenten, welche sozusagen zusammengefaltet an Board mitgeführt werden, aufgebaut sein.
Ein Stellmotor in jedem Gelenk.
Die Zielkoordinate wäre eine Polarkoordinate. Für diese können heutzutage ausreichend schnell die Stellungen der einzelnen Gelenke mitberechnet werden.
Auch wenn die Zielkoordinate ein Kurve beschreibt und zuguterletzt die endgültigr Zielkoordinate diejenige beim Schirm ist.
Es gibt Gelenkarmkräne. Auch recht hohe. Aber ich weiß nicht wie dynamisch die reagieren können.
Ich kenne mich mit Kränen halt nicht aus (aber die Steuerung von Multigelenkarmen die ist mir nicht sehr fern).

P.S.: Ich halte es nicht für eine Schnapsidee. Das kann man durchaus valide durchdenken. Es muß ja nicht zum Ziel führen, aber kannst du es ausschließen? Bei einem Flugzeug sehe ich das Problem der Strömungseinwirkung durch das Flugzeug selber.

Online alepu

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #557 am: 28. Dezember 2020, 22:36:40 »
Das mit dem Flugzeug wurde schon vor Jahrzehnten überaus erfolgreich praktiziert, allerdings nicht mit so hohen Nutzlasten, aber soll ja auch bei wiederverwendbaren Erststufen zum einsatz kommen.
Fängst du einen fliegenden Schirm plötzlich ab, fliegt die Nutzlast ungebremst und unkontrolliert weiter! Dies erzeugt massive Kräfte!

Offline TWiX

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #558 am: 01. Januar 2021, 11:47:10 »
Fazit zum Fairing-Recovery für letztes Jahr:
Zitat
35 of 42 fairing halves were recovered with no visible damage. Only seven of these recoveries were catches on board SpaceX’s fairing recovery vessels, as the others were scooped after splashing down in the ocean.
Von 25 orbitalen Missionen hatten 21 eine Nutzlast-Verkleidung, 35 der 42 eingesetzten Fairing-Hälften wurden mit keinen sichtbaren Schäden eingesammelt. Gefangen wurden davon allerdings nur sieben, die restlichen 28 wurden aus dem Ozean gefischt.
Quelle: https://www.nasaspaceflight.com/2020/12/year-review-mars-lunar-samples-crew-from-us-starlink/

Online Rücksturz

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #559 am: 01. Januar 2021, 18:51:09 »
Guten Abend

Welche Belastung es für das Schiff ist, hängt natürlich davon ab wie schwer der Fangarm ist.

...

Ich kenne mich mit Kränen halt nicht aus (aber die Steuerung von Multigelenkarmen die ist mir nicht sehr fern).

P.S.: Ich halte es nicht für eine Schnapsidee. Das kann man durchaus valide durchdenken. Es muß ja nicht zum Ziel führen, aber kannst du es ausschließen? Bei einem Flugzeug sehe ich das Problem der Strömungseinwirkung durch das Flugzeug selber.

Hallo James,

erst mal ein gesundes neues Jahr!

Aber ich glaube da bist Du mit deiner Idee auf dem "Holzweg" (auch wenn der Kran/Fangarm eher aus Stahl gefertigt wird).
Die Belastung hängt eben gerade nicht davon ab "wie schwer" der Fangarm wird.
Kräne (auch auf Schiffen) kann man sehr gut so bauen, dass man sehr große Lasten (also "Gewicht") bewegen kann (aber langsaaaaam, viel langsamer als ein Gleitschirm unterwegs ist).
Im Falle des Fangens der Fairinghälften muss es aber schnell gehen (bezogen vor allem auf die Horizontalgeschwindigkeit von Fairing und Gleitschirm, die Fallgeschwindigkeit ist je nach Gleitzahl eine Größenordnung kleiner).
Deshalb müsste sich ein entsprechender Fangarm relativ schnell bewegen, mit der Folge, dass hier vor allem die träge Masse relevant wird.
Man könnte auch sagen die dynamische Belastung des Fangarms wird zum limitierenden Faktor.
Deshalb wird z.B. der Candarm auf der ISS (aus Sicht von uns Laien) immer sehr langsam bewegt.
Auf der ISS: Gewicht = 0, aber die Masse führt dazu, dass der Arm immer etwas schwingt.
Beim Fangen von etwas was an einem Gleitschirm hängt, ist ein schneller (und im Verhältnis zu deinem übergroßen Fangarm sogar "leichter") Helikopter um Größenordnungen im Vorteil.
Da der Gleitschirm bei SpaceX gesteuert ist, könnte auch ein Flugzeug problemlos die Aufgabe übernehmen (auch ein Flugzeug, wäre im Vergleich zu deinem Fangarm "leicht").

Viele Grüße
Rücksturz

PS. In einem früheren Arbeitsleben habe ich tatsächlich mal einen Abschluss als Diplom-Ingenieur für Maschinenbau gemacht.  ;)
Die Gedanken sind frei! Doch bedenke beim Schreiben, es könnte gelesen werden.

Offline James

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #560 am: 01. Januar 2021, 22:35:57 »
Hallo Rücksturz

Ich habe überhaupt kein Problem damit auf dem Holzweg zu sein. Oder auf dem Stahlweg.
Oder auf einem anderen Weg, was das Material anbetrifft.
Vielleicht gäbe es noch Möglichkeiten, bzw. Materialien um einen "besseren", "dynamischeren" Kran zu bauen.
Es geht ja nicht um hohe Gewichte, aber um eine höhere Dynamik an der Spitze des Kranes.
Oder man braucht eine ganz andere Idee....
Aber sehen wir auch den momentanen Tatsachen ins Auge.
Wir sehen hier einen Aufwand von zwei spezialisierten Fangschiffen.
Sie sind mit Netzen ausgestatten, die kaum mehr vergößert werden können.
Und wir sehen eine Ausbeute von 7 Fairinghälften (in Worten "sieben").
Die anderen zähle ich nicht, denn die Absicht war der Netzeinfang, und für die Anderen hätten es einfachere Schiffe auch getan.
Man muß auch mal so weit sein zu sagen, daß dieses Konzept anscheinend an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit angelangt sein dürfte und bei der Ausbeute muß man irgenwann auch in Betracht ziehen, daß es gescheitert ist.
Was würdet ihr sagen wenn von allen Boosterlandungen nur 7 geglückt wären - oder 3,5 denn wir sprechen ja von Fairinghälften.
Insoferne muß es gestattet sein, über andere Möglichkeiten nachzudenken.
Ich bin sogar der Meinung daß dies an der Zeit ist und verschiedenste Möglichkeiten ausgelotet werden sollten wenn man das Fairingrecoverythema zu einem positiven Abschluß bringen will.
Sollten die Fairings "genausogut" sein wenn man sie aus dem Meer fischt, dann kann man ja auf billigere Fischerboote umsteigen, aber dann ist das Netzkonzept auch gescheitert.

Viele Grüße, James

P.S.: Ich habe mir von einem "Kran" weniger Erzeugung von Turbolenzen die auf Gleitschirm/Fairing einwirken, erwartet, als dies von einer Flugzeuglösung der Fall wäre.

Online Rücksturz

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #561 am: 05. Januar 2021, 18:52:28 »
Wenn man die Nutzlastverkleidung nicht aus dem Meerwasser fischen möchte, hat man bezüglich der möglichen Dynamik verschiedene Möglichkeiten.

Ich möchte mal die mögliche "Dynamik" in eine Reihenfolge (=Wertung) bringen (natürlich meine Meinung):
1. In alle Himmelsrichtungen hat wohl ein Hubschrauber die ausgewogenste Dynamik
2. Dann folgt ein Propeller-Flugzeug, in Flugrichtung etwas "flotter", dafür in die anderen Richtungen etwas weniger als 1.
3. Noch ausgeprägter ist das Ungleichgewicht der Raumrichtungen bei einem Flugzeug mit Strahlantrieb
4. Dann kommt aus meiner Sicht schon der gesteuerte Gleitschirm, zwar langsam aber gerichtet
5. Wenn man von "Landung" über oder im Meer ausgeht, kommt dann schon ein schnelles Schiff (also die jetzigen Fangschiffe).
6. (oder vielleicht auch 4a) Es gibt noch Bodeneffektfahrzeuge; Mischungen aus Flugzeug und Schiff, die sind zumindest in Fahrtrichtung noch mal schneller als "normale" Schiffe; aber wie wendig die sind, das weiß ich nicht.
7. erst dann kommt ein langsames oder quasi "stationäres" Schiff mit "Fangarm", ein Fangarm muss aus meiner Sicht wegen der dynamischen Belastungen immer langsamer unterwegs sein als ein schnelles Schiff!
Und als zweite (und aus meiner Sicht wesentliche) Einschränkung, kommt die begrenzte Reichweite hinzu.

In Summe ist die Kombination aus gesteuertem Gleitschirm und schnellem Schiff schon eine sehr stark optimierte Variante.
Mit einem im Vergleich deutlich langsameren Fangarm würde man das System eher verschlechtern als verbessern.

Wenn die Kombination Gleitschirm plus schnelles Schiff keine ausreichende Ausbeute bringt, dann macht es wirklich mehr Sinn in bessere Salzwasserbeständigkeit zu investieren und alle Nutzlastverkleidungen aus dem Wasser zu fischen.

Viele Grüße
Rücksturz
Die Gedanken sind frei! Doch bedenke beim Schreiben, es könnte gelesen werden.

Online alepu

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #562 am: 07. Januar 2021, 12:47:28 »
Die unerwünschten Turbulenzen sind wohl bei einem Hubschrauber deutlich größer als bei einem Propellerflugzeug.

Elon Musk hatte mal erwähnt, daß auch die Dragonkapseln mittels Netz eingefangen werden sollen um den leidigen Salzwasserkontakt zu vermeiden. Also sind diese zahlreichen Versuche mit den Fairings etwas anders zu bewerten.


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