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Autor Thema: Wiederverwendbarkeit des Fairings  (Gelesen 97331 mal)

Offline Kelvin

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #325 am: 02. Oktober 2018, 09:08:41 »
Warum hatten sie die wieder abmontiert, wurde etwas verändert?

Absolutes Neuland, steile Lernkurve, da gibt es immer etwas zu verbessern.

Offline Duncan Idaho

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #326 am: 04. Oktober 2018, 19:08:41 »
Sie arbeiten auf den nächsten Start hin.

Drei Arme sind schon angebracht.
Sie arbeiten gerade am letzten.
https://twitter.com/w00ki33/status/1047894322513764352

Ich bin mir noch nicht sicher ob die "Landefläche" größer geworden ist.

https://twitter.com/Teslarati/status/1047747691348942848
#I NEVER WANT TO HOLD/SCRUB AGAIN.

Offline Klakow

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #327 am: 04. Oktober 2018, 22:59:26 »
Falls sich der erste Jet beim Landeanflug darin verfängt sind sie etwas übers Ziel hinausgewachsen.

Offline MillenniumPilot

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #328 am: 05. Oktober 2018, 08:02:39 »
Die Zylinder erinnern an F9-Landebeine

Offline -eumel-

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #329 am: 12. Oktober 2018, 03:09:05 »
Mr. Steven hat seine Fangarme samt Netz zurück:

Credit: Teslarati/ Chuck Bennett

Fangarme und Netz scheinen unverändert.
Die Größe des Netzes wird auf 60 x 60 Meter geschätzt. 

Teslarati / Pauline Acalin

Offenbar planen sie jetzt erst einige Testreihen durchzuführen.
Dazu wird eine Fairing-Hälfte für Abwürfen von einem Hubschrauber vorbereitet:

Teslarati / Pauline Acalin 

Teslarati / Pauline Acalin

Teslarati / Pauline Acalin

Dabei könnte man wichtige Erfahrungen zur sicheren Bergung der Fairing sammeln.
Ähnlich wie die Grasshopper-Tests, die die Landung der Erststufe vorbereiteten.


Quelle

15062018

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #330 am: 12. Oktober 2018, 15:17:25 »
Was sind das eigentlich für "Kissen" beim Rotenkreis?


Teslarati / Pauline Acalin

Offline rok

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #331 am: 12. Oktober 2018, 19:24:57 »
Diese Kissen dienen der Schalldämpfung, insbesondere beim Start, um die Nutzlast vor den hochfrequenten Schwingungen (Schall) zu schützen. Normalerweise sind die Fairinghälften damit komplett ausgekleidet, bei den Abwerfversuchen hat man nur die Kissen installiert, die für bestimmte Aktionen relevant sind, weil dort z. B. irgendwelche Aktuatoren verbaut sind.

Offline tobi

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #332 am: 08. November 2018, 22:40:54 »

Offline Duncan Idaho

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #333 am: 11. November 2018, 01:07:02 »
Das sind übrigens die ADSB Daten vom letzten "Drop-Test" der Fairing.
Der Blackhawk war im Track, der kann so was schon mal auf 10.000ft schleppen. :)


https://twitter.com/13ericralph31/status/1052744705815900160

#I NEVER WANT TO HOLD/SCRUB AGAIN.

Offline Duncan Idaho

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #334 am: 05. Dezember 2018, 16:45:52 »
Fürs Protokoll.

Zitat
Elon Musk@elonmusk
Falcon fairing halves missed the net, but touched down softly in the water. Mr Steven is picking them up. Plan is to dry them out & launch again. Nothing wrong with a little swim.
https://twitter.com/elonmusk/status/1069679948103847939

Die Fairings sind weich gelandet und eingesammelt.
SSO-A auf Falcon 9 (B1046.3)
Plan ist sie zu trocknen und wieder zu starten.




 :-*https://twitter.com/w00ki33/status/1070004127294349313
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Offline tobi

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #335 am: 12. Dezember 2018, 14:42:59 »
Die im Wasser gelandete Nutzlastverkleidung kann wohl wiederverwendet werden und das Einfangen ist nicht notwendig:
Zitat
Seems likely that we’ll be able to reuse fairings that soft-landed in the ocean. May not need net at all. Would still love to see the catch happen though ?? 👍
https://twitter.com/elonmusk/status/1072534901919006720

Offenbar ist die Nutzlastverkleidung jetzt Salzwasserfest.

Man kann auch optisch eine bauliche Veränderung sehen:


Das sind natürlich sehr gute Nachrichten wenn die Nutzlastverkleidung jetzt einfach so aus dem Wasser gefischt werden kann. Damit ist ein weiteres 5 Millionen Dollar Teil wiederverwendbar. 8)

Vielleicht gibts den BND Start jetzt bald für 45 Millionen Euro?

---

Ob der ESA-Rat von dieser Information bei ihrer Sitzung heute schon Kenntnis genommen hat?

Offline Captain-S

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #336 am: 12. Dezember 2018, 17:00:55 »
Ob der ESA-Rat von dieser Information bei ihrer Sitzung heute schon Kenntnis genommen hat?
Naja, also das bekommen sie auch noch hin.
Muss man halt erstmal darüber diskutieren ob der Aufwand lohnt.  :)



Offline stillesWasser

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #337 am: 12. Dezember 2018, 17:38:23 »
Wäre nicht eher Airbus in der Verantwortung dazu?
"Dragon 2 is designed to be able to land anywhere in the solar system. Red Dragon Mars mission is the first test flight."- https://twitter.com/elonmusk/status/725364699303301120

Offline MillenniumPilot

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #338 am: 12. Dezember 2018, 17:39:19 »
Eine Lawine guter Neuigkeiten, Tobi. Sicher sieht die ESA die Tatsache, dass Sie kuenftig auch die Fairings aus dem Wasser fischen koennen, als gute Nachricht.

Offline tobi

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #339 am: 12. Dezember 2018, 18:08:32 »
Der wasserfeste Schallschutz soll übrigens laut reddit/r/spacex aus Belgien kommen. Wichtiges Know-How ist bereits in Europa.

Leider dürfte insgesamt nichts aus der wiederverwendbaren Nutzlastverkleidung werden. Denn wenn Ruag das jetzt macht, dann wird die Verkleidung ja billiger, dann fließt weniger Geld in die Schweiz. Der Umsatz von Ruag brucht ein. Dann bekommen die schweizer Politiker fast einen Herzinfarkt wegen der Verletzung des Geo-Return  (vgl. Frankreichs Rückzug aus ATV wegen zu wenig Poduktion in Frankreich) wegen zu geringer Produktionsanteile.

Außerdem bezahlt die EU brav jeden Preis, da muss man die Rakete nicht billiger machen oder zumindestens die eigene Firma muss nichts machen. ;)

Offline Klakow

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #340 am: 12. Dezember 2018, 20:14:45 »
SpaceX will die Firings aus dem Wasser holen damit sie einen weiteren Teil ( ca. 10% ) wiederverwendet können, da hat Airane ganz andere Kostentreiber.

Offline roger50

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #341 am: 12. Dezember 2018, 20:55:36 »
Leider dürfte insgesamt nichts aus der wiederverwendbaren Nutzlastverkleidung werden. Denn wenn Ruag das jetzt macht, dann wird die Verkleidung ja billiger, dann fließt weniger Geld in die Schweiz. Der Umsatz von Ruag brucht ein. Dann bekommen die schweizer Politiker fast einen Herzinfarkt wegen der Verletzung des Geo-Return  (vgl. Frankreichs Rückzug aus ATV wegen zu wenig Poduktion in Frankreich) wegen zu geringer Produktionsanteile.

Die Serienbroduktion von Arianebauteilen, also auch der Fairings, ist kein ESA-Vorhaben und hat absolut nichts mit irgendeinem GEO-Return zu tun. Preise dieser Teile werden ausschließlich zwischen dem Auftraggeber (hier: Arianespace) und dem Auftragnehmer (hier RUAG) ausgehandelt.

Frankreich hat sich nicht aus dem ATV-Programm (ESA-Programm)zurückgezogen, sondern politisch darauf gedrängt, möglichst wenige ATV zu produzieren, um Gelder für neue Entwicklungsvorhaben frei zu bekommen. Der Anteil Frankreichs an der ATV-Produktion war von Anfang an wesentlich geringer als der an der Entwicklung.

Außerdem geht es hier um SpaceX und nicht um europäische Projekte.

Gruß
roger50

Offline Axel_F

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #342 am: 12. Dezember 2018, 22:08:15 »
Danke Roger für den Einblick.

Preise dieser Teile werden ausschließlich zwischen dem Auftraggeber (hier: Arianespace) und dem Auftragnehmer (hier RUAG) ausgehandelt.

Mir stellt sich die Frage, wer baut für die Falcon die Fairings? Baut die SpaceX intern - hatte im Hinterkopf das die mal extern gebaut worden?
"Denn ein Schiff erschaffen heißt nicht die Segel hissen, die Nägel schmieden, die Sterne lesen, sondern die Freude am Meer wachrufen." (Antoine de Saint-Exupéry)

Offline MillenniumPilot

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #343 am: 12. Dezember 2018, 22:46:55 »
Danke Roger für den Einblick.

Preise dieser Teile werden ausschließlich zwischen dem Auftraggeber (hier: Arianespace) und dem Auftragnehmer (hier RUAG) ausgehandelt.

Mir stellt sich die Frage, wer baut für die Falcon die Fairings? Baut die SpaceX intern - hatte im Hinterkopf das die mal extern gebaut worden?

Baut die net eben jene RUAG?

Online Hugo

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #344 am: 12. Dezember 2018, 23:08:30 »
SpaceX baut seine Fairings selber. Sie sagen auch immer wieder in Interviews, daß sie so viel wie möglich selber bauen, damit man das KnowHow Inhouse hat. Was passiert, wenn man sich auf Lieferanten verlässt, hat man ja bei CRS -7 live sehen dürfen.

Offline Axel_F

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #345 am: 12. Dezember 2018, 23:27:07 »
Baut die net eben jene RUAG?
Hatte ich auch mal im Kopf.

Aber Hugo hat Recht:
SpaceX baut seine Fairings selber.
Zitat
SpaceX's payload fairing, used on both Falcon Heavy and Falcon 9, is a composite structure fabricated in-house by SpaceX that protects satellites during delivery to
Siehe: https://www.spacex.com/news/2013/04/12/fairing
"Denn ein Schiff erschaffen heißt nicht die Segel hissen, die Nägel schmieden, die Sterne lesen, sondern die Freude am Meer wachrufen." (Antoine de Saint-Exupéry)

Offline roger50

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #346 am: 13. Dezember 2018, 02:24:12 »
RUAG baut momentan die Fairings für Ariane-5/-6, für Vega und die Atlas-5 (letztere gewonnen im freien Wettbewerb).

Gruß
roger50

Offline Terminus

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #347 am: 17. Dezember 2018, 07:55:04 »
Schafft so ein steuerbarer Gleitschirm bei der Abwurfhöhe es nicht aufs Land zurück?

Ich denke mal, die (?) Fairing würde bei der Landung auf festem Grund zu stark beschädigt. Sie hat ja kein Landefahrwerk und keine Bremsklappen, würde also mit voller Geschwindigkeit aufsetzen. Selbst wenn sie in kein Hindernis kracht, würde sie eine längere Strecke über den Boden scheuern, sich vielleicht überschlagen... was soll man danach noch mit ihr anfangen?

Online RonB

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #348 am: 17. Dezember 2018, 08:26:33 »
Schafft so ein steuerbarer Gleitschirm bei der Abwurfhöhe es nicht aufs Land zurück?

Ich denke mal, die (?) Fairing würde bei der Landung auf festem Grund zu stark beschädigt. Sie hat ja kein Landefahrwerk und keine Bremsklappen, würde also mit voller Geschwindigkeit aufsetzen. Selbst wenn sie in kein Hindernis kracht, würde sie eine längere Strecke über den Boden scheuern, sich vielleicht überschlagen... was soll man danach noch mit ihr anfangen?

Die Entfernung vom Land bei Abwurf der Fairings dürfte zu groß sein. Ehe der Gleitschrim auf Luftschichten trifft in denen er gleiten kann dürft die zu gleitende Strecke bis zum Land nicht zu schaffen sein. Weiterhin müsste die Steuerung so präzise sein - auch unter Berücksichtigung der Windrichtung - dass die Landung nicht mitten in einem bewohnten Gebiet erfolgt.
Es recht zu machen Jedermann ist eine Kunst die Keiner kann.

Offline m.hecht

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Re: Wiederverwendbarkeit des Fairings
« Antwort #349 am: 17. Dezember 2018, 08:43:35 »
Zum Zeitpunkt des Abwerfens der Nutzlastverkleidung bewegt sich die zweite Stufe so mit 8000 bis 10000km/h vom Startplatz weg in einer Höhe von so ungefähr 100km. Die erste Stufe kann unter bestimmten Umständen zum Startplatz zurückfliegen, dazu muss sie aber den Boostback-Burn machen um diese Geschwindigkeit abzubauen und in Gegenrichtung wieder Geschwindigkeit aufzubauen. Das kostete enorm Treibstoff, weshalb er bei der F9 nur bei LEO-Missionen funktioniert. Das Fairing hat aber keinen Antrieb. Es hat Kaltgasdüsen für die Stabilisierung, das wars. Das bedeutet, dass sich die Fairinghälften nach dem Abwurf weiterhin mit 8.000 bis 10.000km/h vom Startplatz entfernen und in einer ballistischen Kurve zur Erde fallen. Direkt nach dem Abwurf nehmen sie also auch noch an Höhe zu, bevor sie dann wieder Richtung Boden/Meer fallen. Wie RonB schon schreibt gibt es in 100km Höhe nicht genügend Luft um den Schirm zu nutzen. Und selbst wenn, müsste der Schirm die Teile zuerst auf 0km/h abbremsen und dann noch die ganze, zurückgelegte Strecke zurück segeln.

Mane

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