Navigation

Raumcon-Seiten

Benutzer im Chat: 8

14. Oktober 2019, 22:41:44
Raumcon
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren. Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
Neuigkeiten: Unser Unterforum für Rezensionen zu Büchern aus der Astronomie und Raumfahrt
   Erweiterte Suche

Autor Thema: Absturz auf Eismond  (Gelesen 1726 mal)

Offline Madscientist

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 34
Absturz auf Eismond
« am: 05. Mai 2017, 15:59:58 »
In den Nachrichten über Cassini wurde gesagt, dass die Sonde zum großen Finale in einen Orbit geschossen wurde, wo sie in jeden Fall auf Saturn abstürzt und nicht auf einen Mond fällt. Dabei kam mir folgende Frage:

Was würde passieren, wenn eine Radionuklidbatterie intakt auf einem eisigen Körper abstürzt?

Durch den radioaktiven Zerfall wird permanent Wärme erzeugt. Auf Wikipedia steht zwar die Leistung der Geräte, nicht aber ihre Temperatur. Ich vermute die Wärmeproduktion würde ausreichen, um das Gerät sehr lange über 0°C zu halten (keine Ahnung wie lange genau. Sinkt die Temperatur proportional zur Wärmeleistung?)
Wenn also so ein Teil z.B. auf Titan landet, würde es sich dann ein Loch schmelzen und bis in den Kern des Mondes sinken? (Titan ist der einzige eisige Körper mit dichter Atmosphäre. Ohne dichte Atmosphäre dürfte es schwerer sein, dort intakt zu landen. Wenn es einmal am Boden ist dürfte es keinen Unterschied machen, ob es auf Titan oder z.B. Europa liegt.)
Ich vermute, ab einer bestimmten Tiefe wird das Teil vom Druck zerquetscht werden. (Ab welcher? Bevor oder nachdem es den Ozean unter dem Eis erreicht?)
Da die Menge des Material gleich bleibt und es weiter radioaktiv ist sollte es weiter sinken, egal wie zerqutscht es ist.

Man könnte das zwar testen, aber mir fehlt leider (oder zum Glück  ;)) das Geld, um einen Plutonium Klotz in der Antarktis auf den Boden zu legen und zu schauen, was passiert.

Offline Stefan307

  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 1125
Re: Absturz auf Eismond
« Antwort #1 am: 05. Mai 2017, 16:07:21 »
Das ist gar nicht so abwegig, man muss wissen das diese RTGs sehr aufwendig "verpackt" sind um im Falle eines Fehlstartes die Radioaktiven Stoffe nicht auf der Erde frei zusetzten. Die Würden einen Aufschlag auf einem Mond recht sicher überstehen und sich wahrscheinlich auch durch das Eis schmelzen. Das RTG des Alsleb Experiments der Apollo 13 Mission liegt z.b. auf dem Grund des Pazifiks und zumindest offiziell konnte keine Strahlung festgestellt werden...

MFG S 

Offline holleser

  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 524
  • Nukular das Wort heißt Nukular
Re: Absturz auf Eismond
« Antwort #2 am: 05. Mai 2017, 16:45:58 »
Eis verhält sich wie Wasser  nur langsamer. Auch ohne Wärmequelle sinken Steine im Eis nach unten, nur sehr langsam. Es wird also so lange nach unten gehen, bis fester Grund erreicht wird.

Tags: