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21. November 2019, 03:58:31
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Autor Thema: Orbital Starship - Prototyp in Boca Chica (TX) und Cocoa (FL)  (Gelesen 103335 mal)

Offline PaddyPatrone

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Stellen sich für mich zwei Fragen:
1) was hat man aus Mk1 gelernt.
2) Wann bekommen wir das aktualisierte Video von SpaceX zu sehen wo es SpaceX auch schon schön hat Krachen lassen, noch dazu herrliche kartographiert.
Damit gibts zumindest von Texas dieses Jahr wohl keinen Start mehr.

1. Wie man das Ding Baut vorallem. Allein in den Ringsegmenten gab es ja verschiedene Bauweisen und alles in einem Vehikel.
Mk.3  wird sicherlich sehr viel einheitlicher aussehen.
Warum es jetzt geplatzt ist werden wir vielleicht nie erfahren. Mit etwas Glück höchstens wenn Musk wieder in Twitterlaune ist.

2. Glaube nicht, dass sie das veröffentlichen. Frühestens wenn Starship regelmäßig fliegt.

Die interessanteste Frage ist für mich ob Mk.3 die Nase von Mk.1 bekommt.

Offline Kelvin

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Nur das alles zu reparieren, wird sich nicht lohnen. Nach so einem Zerknall ist das Gerät, bis auf vielleicht die Flügel, Schrott.

Der Meinung bin ich nicht. Aus welchem Grund denn? Alles was mit dem oberen Boden verbunden war + der obere Ring, + der Deckel selbst natürlich schon.

Der Übergang vom zylindrischen Teil in den Klöpperboden ist problematisch - es war ja auch nicht wie Üblich mit einer durchgeschweissten V - Naht verbunden. Der Deckel wurde IN den Zylinder eingesetzt, nicht AUF den Zylinder. Das bedeutet, daß dort (mindestens) eine kreisförmige Kehlnaht gelegt wurde. Das ist meines Wissens keine Standardbauweise, bei Druckbehältern.

EDIT: Von oben konnte man leider in dem engen Spalt keine zweite Naht setzen, denkbar wären nur Öfnungen in dem inneren zylindrischen Teil, um dort zusätzlich die beiden Teile zu fixieren. Irgendwie habe ich noch blass im Kopf, daß eine solche Kehlnaht eine deutlich geringere Festigkeit hat, als die übliche V-Naht. Wenn ich tippen müßte, würde ich sagen, daß sie in Zukunft den Klöpperboden auf den letzten Ring aufsetzen werden und einen Zusatzring dann oben auf den Deckel aufsetzen werden.

EDIT2: So langsam rieselt es aus dem Kopf wieder ;)  Eine durchgeschweisste V-Naht ist genau so dick, wie das Basismaterial bzw. noch etwas dicker, durch die Überhöhung der Schweissnaht. Der tragende Querschnitt der Kehlnaht ist aber nur so breit, wie das Dreieck (welches die Kehlnaht bildet) hoch ist. Und dieses Maß ist naturgemäß KLEINER als die Materialstärke. Und die Kehlnaht hat zusätzlich auch keine Überhöhung, sondern eher eine Vertiefung - Hohlkehle nennt man das wohl.     

Offline roger50

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Bei einem Qualifikations-Drucktest werden in der Raumfahrt normalerweise die NASA-Anforderungen zugrunde gelegt, sicherlich auch von SpaceX. Und die besagen u.a., daß jedes druckbeaufschlagte Modul, also Tanks, bemannbare Kabinen, etc., beim QA-Test den 2,5-fachen Druck des Betriebsdrucks aushalten müssen, ohne leck zu werden.

Wäre interessant zu erfahren, bei welchem Überdruckwert die Nähte geplatzt sind. 1,5? 2,0? 2,5? Werden wir wohl leider nie erfahren.

Wie man in den Videos gut sieht, hat das Füllmedium (genannt wird LN2) die gesamte Umgebung von Mk.1 schockgefrostet. Da wird auch etliches von den Aggregaten in der Nähe erneuert werden müssen. Zum Beispiel der rote Kranwagen. Aber das sind Peanuts.

[Ironie on]
Jetzt kann man 'dat Ding' endlich doch noch als Wasserturm nutzen....
[Ironie off]

Gruß
roger50

Offline PaddyPatrone

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Scott Manley meint, dass dies der weg gesprengte Teil sei. Macht Sinn....



https://twitter.com/DJSnM/status/1197292193716662277

Offline PaddyPatrone

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SpaceX Statement

https://twitter.com/EMSpeck/status/1197305218674941954

"The purpose of today’s test was to pressurize systems to the max, so the outcome was not completely unexpected. There were no injuries, nor is this a serious setback"
"As @elonmusk tweeted, Mk1 served as a valuable manufacturing pathfinder but flight design is quite different. The decision had already been made to not fly this test article and the team is focused on the Mk3 builds, which are designed for orbit. "

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