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  • PSLV-XL, Cartosat-2ER & NovaSAR-S & 30 Sat, SDSC, 04:58MEZ: 12. Januar 2018

Autor Thema: PSLV-C40 mit Cartosat-2ER und 30 Kleinsatelliten von SDSC, FLP  (Gelesen 4169 mal)

Offline Progress100

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Re: PSLV-C40 mit Cartosat-2ER und 30 Kleinsatelliten von SDSC, FLP
« Antwort #25 am: 12. März 2018, 19:53:49 »
Heise berichtet heute über das Thema. Vom Inhalt her berichten sie das gleiche. Es gab keine Lizenz, aber trotzdem wurde gestartet. Dort wird statt "Funkbarke" jedoch geschrieben, daß die Satelliten ihre GPS-Position bekannt geben.
...so lange das funktioniert.

Offline Quetzalcoatl

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Re: PSLV-C40 mit Cartosat-2ER und 30 Kleinsatelliten von SDSC, FLP
« Antwort #26 am: 13. März 2018, 10:38:47 »
Der Satellit heisst Iceye-X1 (die ISRO nennt ihn in ihrem Presskit POC-1, weiß nicht, woher sie diesen Namen haben).
Er wiegt nur 70 kg, hat aber ein funktionierendes Seitensichtradar (SAR).

Gerade gesehen: SAR steht allerdings für Synthetic Aperture Radar und das hat mit einem Seitensichtradar rein gar nichts zu tun. Bei der SAR-Technik wird die Bewegung des Satelliten (oder des Flugzeugs) benutzt, um die Größe der Antenne rechnerisch erheblich zu vergrößern, wodurch die Auflösung soweit steigt, dass Radarbilder in Photoqualität möglich sind. Umso erstaunlicher, dass das alles in einem 70kg-Satelliten Platz findet.

Offline wernher66

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Re: PSLV-C40 mit Cartosat-2ER und 30 Kleinsatelliten von SDSC, FLP
« Antwort #27 am: 13. März 2018, 15:25:24 »
Carbonite-2, ein bei SSTL gebauter Erdbeobachtungssatellit, wird von der Royal Air Force (RAF) genutzt, wie eine Twittermeldung vom 1.3.2018 verrät.
Also ein militärischer Beobachtungssatellit.

https://twitter.com/RoyalAirForce/status/969875102178381825


Offline Schillrich

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Re: PSLV-C40 mit Cartosat-2ER und 30 Kleinsatelliten von SDSC, FLP
« Antwort #28 am: 13. März 2018, 17:00:12 »
Der Satellit heisst Iceye-X1 (die ISRO nennt ihn in ihrem Presskit POC-1, weiß nicht, woher sie diesen Namen haben).
Er wiegt nur 70 kg, hat aber ein funktionierendes Seitensichtradar (SAR).

Gerade gesehen: SAR steht allerdings für Synthetic Aperture Radar und das hat mit einem Seitensichtradar rein gar nichts zu tun. Bei der SAR-Technik wird die Bewegung des Satelliten (oder des Flugzeugs) benutzt, um die Größe der Antenne rechnerisch erheblich zu vergrößern, wodurch die Auflösung soweit steigt, dass Radarbilder in Photoqualität möglich sind. Umso erstaunlicher, dass das alles in einem 70kg-Satelliten Platz findet.

SAR-Satelliten schauen aber "schräg", wenn sie abbildende Radarbilder machen wollen. Nur so können sie eindeutige Laufzeiten (Abstände) der Wellenfronten zu einzelnen Bildpunkten abbilden. Bei "senkrecht nach unten" kommen die Wellen von -10° links und +10° rechts ja gleichzeitig an und lassen sich nicht unterscheiden.
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel

"Failures are ammo in your arsenal, not baggage that weighs you down." (JPL)

Offline Quetzalcoatl

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Re: PSLV-C40 mit Cartosat-2ER und 30 Kleinsatelliten von SDSC, FLP
« Antwort #29 am: 13. März 2018, 22:28:38 »
SAR-Satelliten schauen aber "schräg", wenn sie abbildende Radarbilder machen wollen. Nur so können sie eindeutige Laufzeiten (Abstände) der Wellenfronten zu einzelnen Bildpunkten abbilden. Bei "senkrecht nach unten" kommen die Wellen von -10° links und +10° rechts ja gleichzeitig an und lassen sich nicht unterscheiden.

Deswegen sind SLAR (aus der Luft zur Seite schauen) und SAR (Anwendung synthetischer Apertur) aber trotzdem zwei vollkommen unterschiedliche Begriffe, auch wenn man das natürlich kombinieren kann und auch kombiniert. Reines SLAR mit realer Apertur würde, wegen der viel zu geringen Auflösung, Bilder ergeben, mit denen man wenig bis nichts anfangen könnte. Deswegen: das Entscheidende ist hier SAR, nicht dass das Ding nun zur Seite schaut.

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