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13. August 2020, 16:37:33
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Autor Thema: RocketLab - Private Raumfahrt aus Neuseeland  (Gelesen 92663 mal)

Offline tomtom

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Re: RocketLab - Private Raumfahrt aus Neuseeland
« Antwort #275 am: 16. Juni 2020, 15:55:30 »
Ich habe mir das og. einstündige Interview nicht angetan, aber vermutlich bezieht sich der folgende Bericht auf das gleiche:
https://www.politico.com/news/2020/05/22/why-its-dangerous-for-government-to-support-new-space-during-the-pandemic-273098

Peter Beck, CEO von RocketLab, meint, dass Newspace durch Venture Capital Firmen einen "langen, warmen Sommer" erlebt haben, was jetzt mit Corona ein Ende gefunden hat und zu Konsolidierung führt. Es gibt ca. 140 Firmen die kleine Träger entwickeln wollen, er schätzt, dass es eine viertel Mrd. $ braucht, um eine Rakete auf ein Pad zu stellen. Er sieht RocketLab, die zuletzt 140 Mio $ Investitionen erhalten haben, gut aufgestellt, um auch "einen nuklearen Winter" zu überstehen.

Die Regierungen sollten nicht versuchen, Venture Capital Investments zu ersetzen, sondern in Programme investieren, die zu Starts führen, möglichst auf dem höchsten Punkt der Wertschöpfungskette, um nachhaltig zu sein. Investiert man nur in bestimmte Bereiche, hätte man am Ende drei, vier Firmen, die Starts anbieten, aber die hätten dann nichts, was zu starten wäre.

Offline RonB

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Re: RocketLab - Private Raumfahrt aus Neuseeland
« Antwort #276 am: 18. Juni 2020, 17:07:12 »
RocketLab will bei seinem 17. Start, der voraussichtlich im 4. Quartal dieses Jahres stattfindet, die Electron Rakete zurückgewinnen um sie wiederverwenden zu können. Im kommenden Jahr soll dann der Nachweis erbracht werden, dass RocketLab in der Lage ist zwei Raketen im kurzen Abstand zu starten. Damit würde eine Forderung der NRO erfüllt werden, die Starts mit sehr geringen Vorlaufzeiten fordert.

https://spacenews.com/rocket-lab-wins-nro-contracts-for-back-to-back-launches/
Es recht zu machen Jedermann ist eine Kunst die Keiner kann.

Offline Duncan Idaho

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Re: RocketLab - Private Raumfahrt aus Neuseeland
« Antwort #277 am: 08. August 2020, 02:00:47 »
Peter Beck über Rocket Lab beim Smallsat Update:


https://www.youtube.com/watch?v=zhqzSVEGVxw&feature=youtu.be

Das mit den Fallschirmen wird spannend, meiner Meinung nach.

Venus steh auch noch auf dem Programm.
#I NEVER WANT TO HOLD/SCRUB AGAIN.

Offline Solaris

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Re: RocketLab - Private Raumfahrt aus Neuseeland
« Antwort #278 am: 08. August 2020, 08:00:42 »
Peter Beck über Rocket Lab beim Smallsat Update:

Das mit den Fallschirmen wird spannend, meiner Meinung nach.

Venus steh auch noch auf dem Programm.

Wirklich sympathisch die Kiwis, es wird beeindruckende Arbeit geleistet.  :) 
Als alter Venus Fan bin ich natürlich hin und weg von der bei Minute 17:23 angesprochener Venus Mission. Ich hoffe sie ziehen es durch und ich hoffe es gibt bald die angesprochenen T-Shirts mit dem Aufdruck " Venus It'd be rude not to".
"Humanity should become a space faring civilization. If that is not the point of human space flight, what the hell are we doing?" Astrophysicist Christopher Chyba

Offline Makemake

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Re: RocketLab - Private Raumfahrt aus Neuseeland
« Antwort #279 am: 08. August 2020, 10:36:24 »
Er sagt zwar in den Segment ab Minute 17 über eine geplante Venusmission, dass sie nicht die ersten wären. Auch schon die ersten Teleskope seinen prvat finanziert worden. Das ist meiner Meinung nach aber gekonntes Tiefstapeln. So es denn glückt, wäre dies doch die erste privat finanzierte interplanetare Mission. Als Startdatum nennt er 2023.
SpaceX als anderes Privatunternehmen mit interplanetaren Plänen ist natürlich auf einem anderen Kurs, aber bisher doch beschänkt auf LEO (mit aktiven Raumschiffen).
Das persönliche Interesse von Peter Beck Venus zu untersuchen wäre damit ein ordentlicher PR Stunt, der ihre Fähigkeiten als "All-in-one" Provider beweist. Von der Rakete bis zum Satellitenbus, der auch für den interplanetaren Raum geeignet ist. Ein wesentlicher Unterschied zu den Anforderungen, der der LEO an die Technik hat.

Venus ist natürlich interessant, aber ich glaube, dass es eben auch daran hängt, dass sie mit der Electron gerade nur Venus erreichen können. In einem anderen Interview hat er meine ich gesagt, dass Mars nicht ganz ginge und "sowieso schon zu viele dort hin wollten".

Das Ziel der Venus Mission ist die Untersuchung von höheren Atmosphärenschichten, in denen angenehmere Bedingungen herrschen als auf der Erde. Er sagt es nicht, aber ich glaube es ist ziemlich erdähnlich: um 20°C, um 1 Bar Druck und nicht so aggressive Gase wie auf der Oberfläche. Einige Studien behaupten schon jetzt dort Biosignaturen gemessen zu haben. Es wird spekuliert, dass dort extremophile Mikroben existieren könnten.
Auf jeden Fall sehr spannend.

Offline tomtom

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Re: RocketLab - Private Raumfahrt aus Neuseeland
« Antwort #280 am: 08. August 2020, 21:04:28 »
Grundsatzdiskusssion, die nicht direkt mit RocketLab zu tun hat, in den Thread "Private Raumfahrt" verschoben.
https://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=12164.msg351853#msg351853

Offline TWiX

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Re: RocketLab - Private Raumfahrt aus Neuseeland
« Antwort #281 am: 11. August 2020, 22:31:12 »

Der (teilweise) weiße Booster ist derjemige, der erstmals mit dem Equipment für eine erfolgreiche Bergung ausgerüstet sein wird. Es wird also Ernst! Die Fallschirmtests wurden ebenfalls bereits abgeschlossen, dabei kam zuletzt auch eine Dummy-Stufe mit dem kompletten Gewicht zum Einsatz. Die Fallschirme und die restliche Bergungsausrüstung werden die Nutzlast übrigens um (lediglich) 15 Kilogramm sinken lassen. Außerdem arbeitet man bei RocketLab an einem vergrößerten Fairing mit 1,8m statt wie bisher 1,2m Durchmesser
Quelle: https://spacenews.com/rocket-lab-ready-to-attempt-electron-booster-recovery/
PS: Wir haben mittlerweile Elon Musk mit Mars, Jeff Bezos mit Weltraumhabitaten und nun Peter Beck mit Venus. Langsam sind alle guten Orte für große Visionen besetzt  :D
PPS: davon ausgehend, dass der Booster für F14 berets am Pad sein müsste, müssten auf dem Bild dann eigentlich die Booster für Flug 15, 16, 17 (weiße Interstage) und 18zu sehen sein...

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