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17. Juli 2019, 05:04:31
Raumcon
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Autor Thema: Lucy-Mission  (Gelesen 6577 mal)

Offline Lumpi

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Lucy-Mission
« am: 13. September 2018, 12:13:14 »
LUCY wurde am 04. Januar 2017 (gemeinsam mit der Psyche-Mission) als nächste Mission des Discovery-Programms ausgewählt.

Der Start ist derzeit für Oktober 2021 geplant. Die Raumsonde wird insgesamt 6 Vorbeiflüge, zunächst am Hauptgürtel-Asteroiden Donaldjohanson (d=4km), dann zu den Jupiter-Trojanern im Lagrange-Punkte L4 Eurybates (d=64km), Polymele (d=21km), Leucus (d=34km) und Orus (d=51km), sowie als Höhepunkt der Mission zu den Doppelasteroiden im Lagrange-Punkte L5 Patroclus (d=113km) / Menoetius (d=104km), absolvieren. Der erste Asteroid soll im April 2025, der Doppelasteroid im März 2033 erreicht werden. Danach ist die Mission jedoch noch nicht vorbei und Lucy wird auf einer stabilen Umlaufbahn noch viele Jahre durch die Trojanischen Schwärme fliegen können. Lucy wird u.a. neuere Versionen der schon bei New Horizions verwendeten Instrumente Ralph (L'Ralph) und Lorri (L'Lorri) mitführen.
http://lucy.swri.edu/


Credit: SwRI
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Offline Schillrich

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Re: Lucy-Mission
« Antwort #1 am: 14. September 2018, 06:34:33 »
Schön Tour durch's Sonnensystem ... solche Trajektorien sehen auch hübsch aus.
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Offline Lumpi

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Re: Lucy-Mission
« Antwort #2 am: 01. Februar 2019, 09:06:18 »
Die Lucy-Mission startet im Oktober 2021 mit einer Atlas V-401 von Cape Canaveral aus,  die Startkosten liegen bei ca.148,3 Millionen Dollar. https://www.nasa.gov/press-release/nasa-awards-launch-services-contract-for-lucy-mission
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Offline HausD

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Re: Lucy-Mission
« Antwort #3 am: 02. Februar 2019, 12:33:35 »
....
Credit: SwRI ...
Sollte es dieses Bild sein?


Gruß, HausD

Offline tobi

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Re: Lucy-Mission
« Antwort #4 am: 14. Februar 2019, 00:14:18 »
Die Lucy-Mission startet im Oktober 2021 mit einer Atlas V-401 von Cape Canaveral aus,  die Startkosten liegen bei ca.148,3 Millionen Dollar. https://www.nasa.gov/press-release/nasa-awards-launch-services-contract-for-lucy-mission

SpaceX protestiert:  https://spacenews.com/spacex-protests-nasa-launch-contract-award/
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!", "Le CNES, The Place to Be!!!"

Offline Terminus

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Re: Lucy-Mission
« Antwort #5 am: 14. Februar 2019, 10:58:59 »
Die Lucy-Mission startet im Oktober 2021 mit einer Atlas V-401 von Cape Canaveral aus,  die Startkosten liegen bei ca.148,3 Millionen Dollar. https://www.nasa.gov/press-release/nasa-awards-launch-services-contract-for-lucy-mission

SpaceX protestiert:  https://spacenews.com/spacex-protests-nasa-launch-contract-award/

Aus dem Artikel geht ja auch hervor, dass die NASA als prompte Reaktion auf diesen Protest die weitere Arbeit vorläufig gestoppt hat. Ob jetzt nur an dem ULA-Startkontrakt oder sogar an der gesamten Mission, das ist etwas widersprüchlich:

Zitat
NASA said that, as a result of the protest, it’s halted work on the ULA contract.

Zitat
NASA has issued a stop work order on the agency’s Lucy mission after a protest of the contract award was filed with the Government Accountability Office,” agency spokesperson Tracy Young said Feb. 13. “

Könnte man als Bestätigung nehmen, dass es auch bei der NASA pragmatische Leute gibt, die die Mission lieber mit der preiswerteren F-9 gestartet sähen...

Noch weiter unten im Artikel wird die Argumentation der ULA erwähnt, Starttermine zuverlässig einzuhalten, da die Lucy-Mission ein enges Startfenster von nur 20 Tagen hat, das für die nächsten Jahrzehnte auch nicht wiederkehrt...
« Letzte Änderung: 14. Februar 2019, 16:05:39 von Terminus »

Offline Therodon

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Re: Lucy-Mission
« Antwort #6 am: 14. Februar 2019, 11:35:01 »
Noch weiter unten im Artikel wird die Argumentation der ULA erwähnt, Starttermine zuverlässig einzuhalten, da die Lucy-Mission ein enges Startfenster von nur 20 Tagen hat, das für die nächsten Jahrzehnte auch nicht wiederkehrt...

Stellt sich allerdings die Frage warum SpaceX Probleme mit einem Startfenster von 20 Tagen haben sollte.

Offline Sensei

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Re: Lucy-Mission
« Antwort #7 am: 14. Februar 2019, 11:50:56 »
Weil sie zuletzt kaum einen Start zur ersten angegeben Zeit umsetzen konnten.

Offline Schillrich

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Re: Lucy-Mission
« Antwort #8 am: 14. Februar 2019, 11:55:21 »
Ein Warteschlagen-Problem ... da gilt die Handregel: kritische Ressourcen dürfen nicht ausgelastet sein ... also keine lange Warteschlange besitzen. Das heißt hier dann: Wenn alle andere Leistungen gleich sind, nimmt man den Träger, der weniger Aufträge abzuarbeiten hat ... ;)
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Offline MR

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Re: Lucy-Mission
« Antwort #9 am: 15. Februar 2019, 18:56:11 »
Genügt die Nutzlast einer normalen Falcon 9 überhaupt für Lucy? Ein hier bekannter SpaceX-Kritiker hat ausgerechnet, das die Nutzlast der F9 selbst ohne Wiederverwendung für den Start von Lucy gar nicht ausreicht. Lucy muss (vermutlich ähnlich wie Parker Solar Probe) auf eine hochenergetische Bahn gestartet werden. Da die Oberstufe der F9 aber recht schwer ist und ihr spezifischer Impuls deutlich unter LH2/LOX liegt, bestehen berechtigte Zweifel, ob eine F9 die Sonde starten kann.

SpaceX bietet natürlich die Falcon Heavy für den Start an, doch dagegen lassen sich mehrere Bedenken anführen. Zum einen die Zuverlässigkeit der FH. Da die Rakete bisher nur einen Start hatte, gibt es noch nicht mal ansatzweise Hinweise darauf, wie hoch die Zuverlässigkeit der FH ist. Der enge Zeitplan ist ein weiteres Problem. Ob man eine FH wirklich so starten kann, das man ein 20 Tage Startfenster trifft, weiß aktuell vermutlich noch nicht mal SpaceX. Auch hinter dem Preis ist ein Fragezeichen. Die ULA startet Lucy mit allen zusätzlichen Kosten durch die NASA für knapp 150 Mio Dollar. Kann SpaceX eine FH mit allen NASA-Extras für diesen Preis ebenfalls starten? Oder ist das wieder eine Nebelkerze wie damals bei LADEE?

Offline Stefan307

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Re: Lucy-Mission
« Antwort #10 am: 15. Februar 2019, 20:12:27 »
... Danach ist die Mission jedoch noch nicht vorbei und Lucy wird auf einer stabilen Umlaufbahn noch viele Jahre durch die Trojanischen Schwärme fliegen können.

Wie funktioniert das denn? So wie ich das verstehe befindet sich Lucy auf einer Solaren Bahn, Perizentrum im Bereich der Erdbahn Apozentrum im Bereich der Jupiter Bahn. Die Umlaufzeit dieser Bahn müsst etwa einem drittel der Umlaufzeit Jupiters entsprechen also ca. 4 Jahre dann befindet man sich aber doch beim 3. Umlauf, "irgendwo" in der Nähe des L3 von Jupiters, weitere Asteroiden würde man also erst nach 8 Jahren wieder im L4 Treffen, oder mache ich hier einen Denkfehler?

MFG S 

Offline Schillrich

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Re: Lucy-Mission
« Antwort #11 am: 15. Februar 2019, 20:38:41 »
Die Trajektorie verstehe ich auch so. Lucy wird nicht dauerhaft in der Jupiterumgebung sein, sondern immer nur "vorbeischauen" und dann wieder nach innen kommen.
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Offline Lumpi

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Re: Lucy-Mission
« Antwort #12 am: 16. Februar 2019, 16:21:22 »
Aus dem Artikel geht ja auch hervor, dass die NASA als prompte Reaktion auf diesen Protest die weitere Arbeit vorläufig gestoppt hat. Ob jetzt nur an dem ULA-Startkontrakt oder sogar an der gesamten Mission, das ist etwas widersprüchlich:

Der Stopp bezieht sich nur auf den Startvertrag, nicht auf die anderen Arbeiten an der Mission.
Zitat
In response to an inquiry from Spaceflight Now, a NASA spokesperson later clarified that the stop work order impacts only the Lucy launch contract, not other work on the mission, which features a spacecraft built by Lockheed Martin and a science team managed by Hal Levison, a researcher based at the Southwest Research Institute in Boulder, Colorado.
https://spaceflightnow.com/2019/02/15/spacex-files-protest-of-nasas-lucy-launch-contract-awarded-to-ula/
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Offline Sensei

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Re: Lucy-Mission
« Antwort #13 am: 16. Februar 2019, 18:58:05 »
@MR: ich vermute dass die NASA den Vertag nicht neu Aufwickeln würden wenn sie sich nicht sicher wären dass S SpaceX diese Mission auch fliegen kann.
Und die NASA hat, anders als gewisse bekannte SpX Kritiker, echten Einblick in die Fähigkeiten der Falcon.

Offline Stefan307

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Re: Lucy-Mission
« Antwort #14 am: 16. Februar 2019, 19:12:31 »
@MR: ich vermute dass die NASA den Vertag nicht neu Aufwickeln würden wenn sie sich nicht sicher wären dass S SpaceX diese Mission auch fliegen kann.
Und die NASA hat, anders als gewisse bekannte SpX Kritiker, echten Einblick in die Fähigkeiten der Falcon.

So wie ich das verstanden habe, machen sie das wegen dem Protest von SpX also nicht aus eigenem Antrieb...

MFG S

Offline Schillrich

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Re: Lucy-Mission
« Antwort #15 am: 16. Februar 2019, 20:50:21 »
Was Sensei meinte: Wenn es ein klares "no-go" gegen die Falcon bei der Mission gäbe, würde man auch bei Protest nicht nochmal das Paket aufschnüren. Dass sie es aber aufschnüren, ist ein Indiz, dass die Falcon eine tatsächliche Option ist.
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Offline Schillrich

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Re: Lucy-Mission
« Antwort #16 am: 16. Februar 2019, 20:56:50 »
Diese Argumentation ist eigentlich ganz valide, aber ggf. für öffentliche Aufträge nicht die einzige realistische. Ich kenne das aus eigener Beobachtung, wie die Raumfahrtindustrie mit Protesten bei öffentlichen Aufträgen auch agiert: den gewinnenden Wettbewerber stören! Dazu kann man auch ein (unheimlich) schlechtes Angebot einreichen, samt eines juristischen Hebels gegen Vergabeentscheidung, und sei es nur ein Formfehler (kann schnell passieren).
Egal wie schlecht ein Angebot ist, inhaltlich, technisch, formal ... im Falle eines Protests, darf die öffentliche Hand nicht "einfach entscheiden", sondern muss häufig auf Null zurück, die Ausschreibung nochmal aufdröseln und "sonst was" neu prüfen  undnachweisen ... um nicht als anfechtbar zu gelten.
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Offline Stefan307

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Re: Lucy-Mission
« Antwort #17 am: 16. Februar 2019, 21:35:32 »
Diese Argumentation ist eigentlich ganz valide, aber ggf. für öffentliche Aufträge nicht die einzige realistische. Ich kenne das aus eigener Beobachtung, wie die Raumfahrtindustrie mit Protesten bei öffentlichen Aufträgen auch agiert: den gewinnenden Wettbewerber stören! Dazu kann man auch ein (unheimlich) schlechtes Angebot einreichen, samt eines juristischen Hebels gegen Vergabeentscheidung, und sei es nur ein Formfehler (kann schnell passieren).
Egal wie schlecht ein Angebot ist, inhaltlich, technisch, formal ... im Falle eines Protests, darf die öffentliche Hand nicht "einfach entscheiden", sondern muss häufig auf Null zurück, die Ausschreibung nochmal aufdröseln und "sonst was" neu prüfen  undnachweisen ... um nicht als anfechtbar zu gelten.

das dürfte dann auch schon mal der Grund sein warum sich Projekte auf "unerklärliche" Weise verzögern... ;)


Offline MR

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Re: Lucy-Mission
« Antwort #18 am: 17. Februar 2019, 00:33:04 »
@MR: ich vermute dass die NASA den Vertag nicht neu Aufwickeln würden wenn sie sich nicht sicher wären dass S SpaceX diese Mission auch fliegen kann.
Und die NASA hat, anders als gewisse bekannte SpX Kritiker, echten Einblick in die Fähigkeiten der Falcon.

Dieser SpaceX Kritiker hat schon mehrfach bewiesen, das er mit seinen Berechnungen der F9-Nutzlast weit näher an der Realität war als die Angaben von SpaceX in der Werbung.

Natürlich könnte SpaceX die Mission auch fliegen. Die FH ist dafür mit Sicherheit stark genug. Wenn man 3 bereits geflogene Stufen einsetzt, könnte SpaceX vielleicht sogar beim Preis mithalten. Aber die übrigen Punkte lassen sich nicht weg diskutieren. Die FH ist erst 1 x gestartet, damit sind vernünftige Aussagen über Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit unmöglich.

Aber die NASA muss dennoch alles stoppen, das Spiel kenne wir auch vom Dream Chaser von SNC.

Offline -eumel-

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Re: Lucy-Mission
« Antwort #19 am: 17. Februar 2019, 04:44:21 »
Die Falcon Heavy hat also eine Zuverlässigkeit von 100%.
Das haben nicht viele Raketen. :D
Nächster Berliner Stammtisch am Freitag, dem 26. Juli 2019 ab 19:30 Uhr in der Bar Gagarin.

Offline Bermax

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Re: Lucy-Mission
« Antwort #20 am: 17. Februar 2019, 09:03:18 »
Dieser SpaceX Kritiker hat schon mehrfach bewiesen, das er mit seinen Berechnungen der F9-Nutzlast weit näher an der Realität war als die Angaben von SpaceX in der Werbung.
Wie hat "dieser SpaceX Kritiker" bewiesen, dass seine Berechnungen richtig sind?
Ohne selbst einen Flug bei SpaceX zu buchen wird das für einen Aussenstehenden unmöglich sein.

Offline Terminus

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Re: Lucy-Mission
« Antwort #21 am: 17. Februar 2019, 09:12:19 »
Zitat
SpaceX bietet natürlich die Falcon Heavy für den Start an...

"Natürlich"? Ist das so sicher? Quelle?! (Muss ich jetzt auch mal fragen. :) )

Und ist das so sicher, dass nur eine FH die Mission stemmen kann? In der ursprünglichen Information hieß es doch, dass SpaceX eine "F9 expendable" angeboten habe? Und Nutzlasten und Delta-Vs berechnen können die doch auch. :-\

Offline Captain-S

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Re: Lucy-Mission
« Antwort #22 am: 17. Februar 2019, 09:22:58 »
Die Falcon Heavy hat also eine Zuverlässigkeit von 100%.
Statistisch gesehen, ja.  :D

Offline MillenniumPilot

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Re: Lucy-Mission
« Antwort #23 am: 17. Februar 2019, 11:31:49 »
Genügt die Nutzlast einer normalen Falcon 9 überhaupt für Lucy? Ein hier bekannter SpaceX-Kritiker hat ausgerechnet, das die Nutzlast der F9 selbst ohne Wiederverwendung für den Start von Lucy gar nicht ausreicht. Lucy muss (vermutlich ähnlich wie Parker Solar Probe) auf eine hochenergetische Bahn gestartet werden. Da die Oberstufe der F9 aber recht schwer ist und ihr spezifischer Impuls deutlich unter LH2/LOX liegt, bestehen berechtigte Zweifel, ob eine F9 die Sonde starten kann.

SpaceX bietet natürlich die Falcon Heavy für den Start an, doch dagegen lassen sich mehrere Bedenken anführen. Zum einen die Zuverlässigkeit der FH. Da die Rakete bisher nur einen Start hatte, gibt es noch nicht mal ansatzweise Hinweise darauf, wie hoch die Zuverlässigkeit der FH ist. Der enge Zeitplan ist ein weiteres Problem. Ob man eine FH wirklich so starten kann, das man ein 20 Tage Startfenster trifft, weiß aktuell vermutlich noch nicht mal SpaceX. Auch hinter dem Preis ist ein Fragezeichen. Die ULA startet Lucy mit allen zusätzlichen Kosten durch die NASA für knapp 150 Mio Dollar. Kann SpaceX eine FH mit allen NASA-Extras für diesen Preis ebenfalls starten? Oder ist das wieder eine Nebelkerze wie damals bei LADEE?

Wenn der Laie sagt, die F9 kann das nicht und der Hersteller sagt es geht, wem wuerdest Du trauen?

Offline Stefan307

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Re: Lucy-Mission
« Antwort #24 am: 17. Februar 2019, 18:06:46 »
Genügt die Nutzlast einer normalen Falcon 9 überhaupt für Lucy? Ein hier bekannter SpaceX-Kritiker hat ausgerechnet, das die Nutzlast der F9 selbst ohne Wiederverwendung für den Start von Lucy gar nicht ausreicht. Lucy muss (vermutlich ähnlich wie Parker Solar Probe) auf eine hochenergetische Bahn gestartet werden. Da die Oberstufe der F9 aber recht schwer ist und ihr spezifischer Impuls deutlich unter LH2/LOX liegt, bestehen berechtigte Zweifel, ob eine F9 die Sonde starten kann.

SpaceX bietet natürlich die Falcon Heavy für den Start an, doch dagegen lassen sich mehrere Bedenken anführen. Zum einen die Zuverlässigkeit der FH. Da die Rakete bisher nur einen Start hatte, gibt es noch nicht mal ansatzweise Hinweise darauf, wie hoch die Zuverlässigkeit der FH ist. Der enge Zeitplan ist ein weiteres Problem. Ob man eine FH wirklich so starten kann, das man ein 20 Tage Startfenster trifft, weiß aktuell vermutlich noch nicht mal SpaceX. Auch hinter dem Preis ist ein Fragezeichen. Die ULA startet Lucy mit allen zusätzlichen Kosten durch die NASA für knapp 150 Mio Dollar. Kann SpaceX eine FH mit allen NASA-Extras für diesen Preis ebenfalls starten? Oder ist das wieder eine Nebelkerze wie damals bei LADEE?

Wenn der Laie sagt, die F9 kann das nicht und der Hersteller sagt es geht, wem wuerdest Du trauen?

Ich würde selber rechnen glaubt ihr ernsthaft das die NASA das nicht kann?

Leider weis niemand von uns wie SpaceX in ernsthaften Kundengesprächen mit dem Thema Nutzlast umgeht. In ihrer öffentlichen Außendarstellung sind sie allerdings nicht besonders seriös.

MFG S

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