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Autor Thema: Salat im Weltraum - Die Zukunft der Eigenversorgung in der Raumfahrt  (Gelesen 16910 mal)

Offline McPhönix

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Re: Salat im Weltraum - Die Zukunft der Eigenversorgung in der Raumfahrt
« Antwort #50 am: 05. Juni 2016, 11:17:11 »
Pscht !!!! Beschrei es nur nicht !  ;D
Ich habe keine Angst vor Aliens. Solange sie über uns lachen wegen dem kleinkarierten Raketengefummel auf der Erde, tun sie uns nix.

Online Gertrud

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Re: Salat im Weltraum - Die Zukunft der Eigenversorgung in der Raumfahrt
« Antwort #51 am: 26. Juni 2018, 15:12:30 »
Hallo Zusammen,

Reiche Gemüseernte im Antarktis-Gewächshaus EDEN-ISS.

Seit knapp sechs Monaten steht das Gewächshaus EDEN-ISS ca. 400 Meter von der  Antarktisstation Neumayer III. in der Antarktis entfernt. Seit vier Monaten betreut der Raumfahrtingenieur Paul Zabel vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) das Gewächshaus allein. Nun hat es den vollen Betrieb erreicht.  Auf einer Anbaufläche von insgesamt etwa 13 Quadratmetern wurden mittlerweile 35 Kilogramm Gurken, 39 Kilogramm Salat, 17 Kilogramm Tomaten, sieben Kilogramm Kohlrabi und vier Kilogramm Radieschen gewachsen und abgeerntet. "Besonders gut gedeihen Gurken", erklärt Projektleiter Dr. Daniel Schubert. "Paprika und besonders die Erdbeeren sind anspruchsvoller in der Pflege."

Unter speziellem künstlichem Licht, wohl temperiert und ohne Erde nur mit ausgesuchten Nährlösungen versorgt, können die Pflanzen schneller und produktiver als in ihrem natürlichen Umfeld wachsen.

Am Bremer DLR-Institut für Raumfahrtsysteme ist das Kontrollzentrum des Antarktisgewächshauses eingerichtet. An besonders stürmischen Tagen, wie zuletzt am 21. März, überwachen Projektleiter Daniel Schubert und sein Team um Matthew Bamsey und Conrad Zeidler das Gewächshaus vollständig aus Bremen, bis Paul Zabel wieder nach sehen kann. Diese Überbrückung ist für bis zu drei Tage möglich.

Was den Speiseteller der Überwinterer bereichert, zeigt wie sich zukünftig auch Astronauten auf Mond und Mars mit frischer Nahrung versorgen könnten.


https://www.youtube.com/watch?v=4zuyvTQfo5w

In dem Link ist ein Video über den Transport vom EDEN-ISS-Gewächshaus zur Neumayer-Station enthalten.
http://twitter.com/AWI_de/status/951373637218643968

Quellen:
https://www.dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-10081/151_read-28538/#/gallery/31099
https://www.dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-11008/1797_read-26679/#/gallery/30077
https://www.dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-11008/
 
In das PDF sind auch viele Abbildungen von dem Gewächshaus EDEN-ISS zu sehen.
http://eden-iss.net/wp-content/uploads/1_EDENISS_InformationLetter_DEUTSCH.pdf

https://www.helmholtz.de/luftfahrt_raumfahrt_und_verkehr/gewaechshaus-in-der-antarktis-angekommen/
http://www.dlr.de/irs/desktopdefault.aspx/tabid-11286/#gallery/27786

Mit den besten Grüßen
Gertrud
die Erklärung zu meinem Avatar:
http://de.wikipedia.org/wiki/NGC_2442
http://antwrp.gsfc.nasa.gov/apod/ap070315.html
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Die Gabe des Staunens lässt uns die Welt aufgeschlossener sehen und ihre Wunder würdigen. (Richard Henry Lee)

Online Gertrud

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Re: Salat im Weltraum - Die Zukunft der Eigenversorgung in der Raumfahrt
« Antwort #52 am: 14. September 2018, 10:57:21 »
Hallo Zusammen,

Reichlich Gurken, aber keine Erdbeeren.
Zitat
Auf einer Anbaufläche von insgesamt etwa 13 Quadratmetern sind nun 77 Kilogramm Salat, 51 Kilogramm Gurken, 29 Kilogramm Tomaten, 12 Kilogramm Kohlrabi, 5 Kilogramm Radieschen und 9 Kilogramm Kräuter gewachsen und abgeerntet.Die Paprika- und Erdbeerpflanzen wachsen auch in der Antarktis schnell, allerdings bereitet die künstliche Bestäubung Schwierigkeiten.
Bei dem Probebetrieb in Bremen hatte die Paprika- und Erdbeerernte noch gut geklappt.

Zum Weiterlesen in deutsch
https://www.dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-10081/151_read-29756/year-all/#/gallery/31965

Live-Bilder sind in diesen Links zu sehen. :)
http://eden-iss.net/index.php/category/live/
http://eden-iss.net/monitor/#/container?timestamp=1536883080000

Nach der Aussage von dem Projektleiter Daniel Schubert sagt die Crew von "Neumayer III" bei den Gurken schon mal : es reicht! ;D
Kommt mir bekannt vor.!  ;)

Mit den besten Grüßen
Gertrud
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Online Gertrud

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Re: Salat im Weltraum - Die Zukunft der Eigenversorgung in der Raumfahrt
« Antwort #53 am: 15. Januar 2019, 15:14:47 »
Hallo Zusammen,

Ein Jahr im ewigen Eis: EDEN-ISS-Antarktisgärtner Paul Zabel kehrt zurück.

Die reichhaltige Ernte nach einem Jahr betrug 117 Kilogramm Salat, 67 Kilogramm Gurken und 46 Kilogramm Tomaten.
Der Antarktisgärtner Paul Zabel verbringt Weihnachten und Jahreswechsel im heimischen Spreewald.
Die Fortführung des Gewächshausbetriebs erfolgt durch einer neuen AWI-Überwinterungscrew und Fernsteuerung vom DLR-Standort Bremen.

Zitat
Fortsetzung offen für Forscher aus der ganzen Welt

In den kommenden zwei Jahren wird das DLR zusammen mit dem AWI und anderen Forschungspartnern die Produktionsprozesse im EDEN-ISS-Gewächshaus weiterentwickeln, um zukünftigen Stationen auf Mond und Mars ein optimiertes Gewächshauskonzept anzubieten. Die Fortführung des Projekts ist offen für Forscher aus der ganzen Welt. "Bald übergeben wir das Gewächshaus an die neuen Überwinterer, die das EDEN-ISS-Projekt in der Antarktis fortführen und sich um den Pflanzenanbau kümmern werden", sagt Dr. Daniel Schubert. "Dabei werden wir das Gewächshaus von Bremen aus kontrollieren und steuern." Schubert und sein Team reisen Mitte Januar 2019 erneut in die Antarktis, um das EDEN-ISS-Gewächshaus zu warten und technisch für die Fortführung auf den neusten Stand zu bringen.
hervorhebung von mir

Quelle:
https://www.dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-10081/151_read-31719/year-all/#/gallery/33199

Beste Grüße
Gertrud
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Offline McPhönix

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Re: Salat im Weltraum - Die Zukunft der Eigenversorgung in der Raumfahrt
« Antwort #54 am: 15. Januar 2019, 16:30:42 »
Das kann sich doch sehen lassen !

Aber es hilft alles nichts - es müssen mehr Versuche unter Null / Mond / Marsschwerkraft her. Vor allem auch Langzeitversuche. Und die sollten von vornherein tief unter der jew. Oberfläche stattfinden, um weitgehend frei von Strahlungsmutationen zu sein. Da muß also zumindest auf dem Mond mehr Energie in die Suche nach brauchbaren Cavernen gesteckt werden. Diese Ideen, mit großen fahrbaren 3D-Druckern Habitate zu errichten halte ich persönlich für die nächsten Jahre für Schnapsideen. Später ja vielleicht nicht ausgeschlossen. Vorerst jedoch sollte man der Gesundheit das Hauptgewicht geben, d.h. Transportkapazität für Nahrungsherstellung nutzen. Da ist auch Einiges an Anlagengewicht zu stemmen.
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Offline Rücksturz

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Re: Salat im Weltraum - Die Zukunft der Eigenversorgung in der Raumfahrt
« Antwort #55 am: 24. August 2019, 16:16:15 »
"Gemüsezucht in der Antarktis für Mond und Mars

Projekt EDEN-ISS präsentiert Ergebnisse mit neuem Gewächshauskonzept für zukünftige Raumfahrtmissionen. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). "

Weiter in einer Pressemitteilung des DLR:
https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/23082019173152.shtml

Viele Grüße
Rücksturz

Offline McPhönix

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Re: Salat im Weltraum - Die Zukunft der Eigenversorgung in der Raumfahrt
« Antwort #56 am: 24. August 2019, 16:57:50 »
Das sieht ja garnicht so schlecht aus insgesamt. Wenn man bedenkt - ein Pfund Gemüse pro Tag ißt vermutlich nichtmal jeder, der es im Supermarkt nebenan kaufen könnte  ;D
Aber unter solchen Bedingungen dort wird es freilich auch mehr geschätzt.

Ein bissel vermisse ich Abschätzungen, ob alles ohne Probleme auf 1/6 oder 1/3 Schwerkraft übertragbar scheint. Dieses Zwischenstadium von Null bis Ein g ist ja noch offen.
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