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13. November 2019, 15:11:56
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Autor Thema: Reise zur Sonnenfinsternis in Chile 2019  (Gelesen 2251 mal)

Offline fl67

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Re: Reise zur Sonnenfinsternis in Chile 2019
« Antwort #25 am: 09. Oktober 2019, 02:38:15 »
Donnerstag, 27.06.2019, Tag 8: Fahrt nach Antofagasta

Wir verlassen San Pedro und fahren mit dem Bus etwa 300km nach Antofagasta an die Küste.
Unterwegs halten wir in der Geisterstadt Chacabuco und am Eisenbahnmuseum Baquedano.

Zunächst fahren wir durch die staubtrockene Wüstenlandschaft.
(wenn hier nur [Limit reached] zu sehen ist, die Seite neu laden...)

Wir sehen die riesigen Abraumhalden (genannt "Torten") der nahen Kupfertagebaue.
Der Berg im Hintergrund ist künstlich aus dem Abraum der Kupfermine entstanden.
Man beachte den Lieferwagen vor der "Torte" als Größenvergleich (Bild gaaanz groß anzeigen).

Einmal müssen wir rechts ranfahren und anhalten, weil ein Convoy von Tiefladern mit Überbreite entgegen kommt.
Die Tieflader sind mit neuen gewaltigen Muldenkippern beladen, mit denen das Kupfererz aus den Tagebauen transportiert wird.
An einer Raststätte sehen wir so einen Muldenkipper. Dieser ist offenbar (so verstaubt wie er ist) ein gebrauchter.
Es fehlt die Kippmulde, die separat auf einem anderen Tieflader transportiert wird. Die Reifen haben ein Durchmesser von etwa 4 Metern.
Dies ist ein Modell 789D der Firma Caterpillar. Der Motor hat 2100 PS bei 78 Liter Hubraum.  :o
Er wiegt leer ohne Mulde, wie hier zu sehen, 99 Tonnen, und kann 181 Tonnen Erz aufnehmen. Es gibt andere Modelle, die doppelt soviel Nutzlast haben.
https://www.cat.com/de_DE/products/new/equipment/off-highway-trucks/mining-trucks/18107706.html

Diese Tankwagen bringen Schwefelsäure zur Kupfermine. Die Schwefelsäure wird benötigt, um das Kupfer aus dem Erz zu lösen.
"Evite el contacto del ácido con el agua" = "Vermeiden Sie Kontakt der Säure mit Wasser"

Zur Technik der Kupfergewinnung aus dem Erz gibt es hier eine gute Beschreibung:
https://www.geo.fu-berlin.de/geol/institutsleben/exkursionen/chile/tag10/5_kupfergewinnung/index.html


Fotos: fl67


Fortsetzung folgt...


Online Gertrud

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Re: Reise zur Sonnenfinsternis in Chile 2019
« Antwort #26 am: 11. Oktober 2019, 21:29:00 »
Hallo fl67,
nach meinem Urlaub habe ich jetzt Deine wunderbare Erzählung mit Worten und den aussagekräftigen Bildern der sagenhaften Reise nachgelesen.
Diese wunderbare Weite, diese karge Landschaft mit den schnurgraden Straßen beeindrucken mich sehr. An den Grasbüscheln ist toll zu sehen, woher der Wind weht.
Du bringst uns die Natur und Tiere so anschaulich nahe. :)

Bei dem Bild von den Kakteen habe ich einige kleinere Steine gesehen.
War es Euch erlaubt einen kleinen Stein als Andenken mitzunehmen.?
Da hätte ich arg mit meiner Versuchung kämpfen müssen. ::)

Danke für das Mitnehmen in diesen Teil unserer Welt, :)
von Gertrud
die Erklärung zu meinem Avatar:
http://de.wikipedia.org/wiki/NGC_2442
http://antwrp.gsfc.nasa.gov/apod/ap070315.html
***
Die Gabe des Staunens lässt uns die Welt aufgeschlossener sehen und ihre Wunder würdigen. (Richard Henry Lee)

Offline fl67

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Re: Reise zur Sonnenfinsternis in Chile 2019
« Antwort #27 am: 12. Oktober 2019, 15:40:51 »
Bei dem Bild von den Kakteen habe ich einige kleinere Steine gesehen.
War es Euch erlaubt einen kleinen Stein als Andenken mitzunehmen.?

Freut mich, dass es dir gefällt, Gertrud !   :D
Wir hätten jede Menge Steine mitnehmen können, es gibt da ja genug davon !
Ich habe aber stattdessen einen Kaktusstachel als Souvenir mitgenommen.  8)

Offline fl67

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Re: Reise zur Sonnenfinsternis in Chile 2019
« Antwort #28 am: 13. Oktober 2019, 18:35:48 »
Donnerstag, 27.06.2019, Tag 8: Fahrt nach Antofagasta

Zwischenstop in Chacabuco

Chacabuco ist eine der vielen verlassenen ehemaligen Siedlungen um Salpeterminen in Chile.
Salpeter werden verschiedene Nitratsalze genannt. In Chile kommt es vor allem in Form von Natriumnitrat NaNO3 vor.
Salpeter wird u.a. zur Herstellung von Dünger und Sprengstoff verwendet. Bereits 1870 wurde von Chile aus 147.000 t Chilesalpeter nach Liverpool und Hamburg verschifft. Die zunehmende Profitabilität der Salpeterexporte führte zwischen 1879 und 1884 schließlich zum Salpeterkrieg zwischen Chile einerseits und Peru und Bolivien andererseits um die Gebiete im heutigen Norden Chiles, wo die ergiebigsten Vorkommen von Chilesalpeter zu finden waren. Chile hat den Krieg gewonnen, und die Gebiete fielen Chile zu, wodurch Bolivien den Zugang zum Pazifik verlor.
Das Salpeterwerk Chacabuco wurde zwischen 1922 und 1924 von der britischen Firma The Lautaro Nitrate Co. Ltd. für mehr als 1 Mio Pfund gebaut. Monatlich wurden etwa 15.000 t Salpeter produziert. Hier arbeiteten zwischen 1400 und 1700 Menschen, meist unter schlechten Bedingungen und bei niedriger Bezahlung. Alles in allem zählte Chacabuco 5-7000 Einwohner.
Durch die zunehmende industrielle synthetische Herstellung von Nitraten kam der Abbau von Salpeter zum Stillstand. Die Produktion hielt nur bis 1940 an, dann wurde Chacabuco geschlossen.
Nach dem Militärputsch durch Pinochet 1973 wurde Chacabuco für 2 Jahre als Gefängnis für politische Gefangene genutzt.
Heute ist Chacabuco ein Nationales Historisches Monument und ein Open-Air-Museum.


Alles ist verfallen, aber es gibt Bestrebungen, die Gebäude zu erhalten und z.T. wieder aufzubauen. Das Goethe-Institut und das deutsche Entwicklungshilfeministerium tragen zur Finanzierung bei.

Blick zu den Arbeiterhäusern:

Das ehemalige Theater ist das am besten erhaltene Gebäude und beherbergt auch eine kleine Ausstellung.

Vom Dach des Theaters hat man einen ganz guten Überblick über das Gelände:

Der ehemalige Supermarkt:

Wassertürme gibt es nicht nur in Boca Chica, sondern auch in Chacabuco. Dieser hier ist fast 100 Jahre alt, kann aber nicht fliegen.
(Die Namensähnlichkeit zwischen Boca Chica und Chacubuco ist kein Zufall, da bin ich sicher.)

Reste der Produktionsanlagen, gebaut in England:


Die gehobenen Angestellten hatten auch ein Kaminzimmer:

Die Stadt ist ein Paradies für Freunde von "Lost Places"....   einige Impressionen:






Fotos: fl67


Fortsetzung folgt...


Offline fl67

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Re: Reise zur Sonnenfinsternis in Chile 2019
« Antwort #29 am: 17. Oktober 2019, 01:22:26 »
Donnerstag, 27.06.2019, Tag 8: Fahrt nach Antofagasta

Zwischenstop in Baquedano

Baquedano ist ein weiteres Relikt der Salpeterära. Der Bahnhof liegt an der Bahnstrecke zwischen Calama und Antofagasta. Von hier führt ein Abzweig Richtung Norden.
Die großen Mengen des abgebauten Salpeters wurden mit Güterzügen zur Küste gebracht, wo sie auf Schiffe verladen und in alle Welt exportiert wurden. Nach dem Ende des Salpeterabbaus verlor der Bahnhof an Bedeutung.
Das abgebaute Kupfer wird aber weiterhin per Bahn transportiert, allerdings hält kein Zug mehr in Baquedano.

1873 wurde mit dem Bau der Eisenbahnlinie begonnen. Das Bahnhofsgebäude wurde Anfang des 20. Jahrhunderts eröffnet.

Heute beherbergt das Gelände ein Eisenbahnmuseum, das Museo Ferroviario de Baquedano, und ist ein Nationales Historisches Monument.
Die Lokomotiven und Waggons scheinen dem Verfall preisgegeben zu sein, der Zustand ist z.T. ziemlich erbärmlich.

Alte verfallene Personenwaggons:

Jede Menge alter Güterwaggons:

Wo es Dampfloks gibt, darf ein Wasserturm nicht fehlen:

In einem halbrunden hölzernen Lokschuppen stehen sechs alte Dampfloks aus deutscher und nordamerikanischer Produktion:

...mit einem Drehteller in der Mitte:

Lokomotive Nr. 3525  (die 6 Loks haben die Nummern Nr. 3511, Nr. 3518, Nr. 3501, Nr. 3525, Nr. 3523 und Nr. 3573):

Der Zustand der Lokomotiven lässt zu wünschen übrig, diese ist besonders verstaubt:

Position auf Google Maps: https://www.google.com/maps/place/23%C2%B020'05.8%22S+69%C2%B050'20.8%22W/@-23.334931,-69.839106,1112m/data=!3m1!1e3!4m5!3m4!1s0x0:0x0!8m2!3d-23.334931!4d-69.839106


Gegen 17:30 Uhr erreichen wir unser Hotel in Antofagasta, unsere Station für die nächsten drei Nächte, mit Blick auf den Pazifik.  8)

Fotos: fl67


Offline fl67

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Re: Reise zur Sonnenfinsternis in Chile 2019
« Antwort #30 am: 01. November 2019, 06:03:33 »
Durch die Unruhen und den Ausnahmezustand in Chile musste dieser Reisebericht etwas pausieren...   ;)


Freitag, 28.06.2019, Tag 9: Antofagasta

Wir besichtigen heute die Stadt Antofagasta.
Antofagasta ist eine Stadt im Norden Chiles mit etwa 350.000 Einwohnern. Sie erstreckt auf etwa 18 km Länge zwischen Pazifikküste und dem Gebirgszug der Küstenkordillere.
Antofagasta wurde 1868 gegründet, damals noch zu Bolivien gehörend. Der Hafen der Stadt wurde früher als Verladehafen für Salpeter benutzt. Heute wird insbesondere Kupfer und Nitrat exportiert. Die Stadt ist ein Zentrum des Exports von Bergbauerzeugnissen. Große Firmen aus dem Sektor Kupfer und Salpeter liegen im Gebiet der Stadt, z. B. Empresa Minera de Mantos Blancos (Kupfer), SQM (Borax), Compañía Minera Zaldivar (Kupfer), Minera Escondida (Kupfer) und Atacama Minerals (Salpeter).
In Antofagasta gibt es mehrere Universitäten. Die wichtigsten sind die Universidad de Antofagasta und die Universidad Cátolica del Norte, die mit dem Astronomischen Institut "Instituto de Astronomía de la Universidad Católica del Norte" in Zusammenarbeit mit Astronomen des Astronomischen Instituts der Ruhr-Universität Bochum das Hexapod-Teleskop auf dem etwa 100 km entfernten Berg Cerro Armazones in der Atacama-Wüste betreibt.


Wir besuchen als erstes das Wahrzeichen von Antofasta, La Portada.
La Portada ist ein natürlicher Felsbogen im Meer nördlich der Stadt.

Das dunkle auf dem Fels sind hunderte von Vögeln. Unten am Fuß des Bogens sieht man (in der Vergrößerung) eine ganze Menge Robben, die sich dort ausruhen.

Unterschiedlichste Seevögel fliegen vorbei:


Fotos: fl67

Offline fl67

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Re: Reise zur Sonnenfinsternis in Chile 2019
« Antwort #31 am: 01. November 2019, 06:18:48 »
Ganz im Süden der Stadt liegt der kleine Ort Puerto Coloso. Hier ist ein zweiter Hafen von Antofagasta. Das Bergbauunternehmen Minera Escondida verschifft hier Kupfer aus der 170km entfernten Kupermine. Außerdem betreibt das Unternehmen hier die größte Meerwasserentsalzungsanlage Chiles, wo Frischwasser produziert wird, das in der Kupfermine benötigt und per Pipeline dorthin transportiert wird.

Antofagasta hat auch einen kleinen Fischereihafen mit Fischmarkt:

An der Hafenpromenade...

...sonnen sich ein paar Seelöwen.

Fotos: fl67

« Letzte Änderung: 02. November 2019, 13:46:50 von fl67 »

Offline fl67

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Re: Reise zur Sonnenfinsternis in Chile 2019
« Antwort #32 am: 01. November 2019, 06:19:53 »
Auch Antofagasta hat eine Plaza del Armas. Der Uhrenturm in der Mitte stammt aus England.

In der Stadt-Bibliothek hängt dieses Plakat:

Übersetzung:
Zitat
Astrotourismus-Messe
SONNENFINSTERNIS 2019
Informatives Gespräch
"Sonnenfinsternis 2019" von Eduardo Unda-Sanzana
Direktor des Zentrums für Astronomie
der Universität Antofagasta

Bastelwerkstatt
Bauen Sie Ihre Sonnenfinsternisbrille

außerdem
Imbisswagen und Kunsthandwerk

22. Juni
Kroatien-Park: Amphitheater
von 12:00 bis 18:00 Uhr
Kroatien-Park  ??? ?  Tatsächlich leben in Chile etwa 140.000 Menschen kroatischer Herkunft, das sind etwa 1% der Bevölkerung. Viele Kroaten sind um 1900 nach Chile ausgewandert.
Unsere Reiseleiterin erwähnte auch, dass sie kroatischer Abstammung ist.

Schon ist der Tag zuende. Sonnenuntergang über dem Pazifik... 


Fotos: fl67


In Brasilien wird gerade die Copa América ausgetragen, die südamerikanische Fußballmeisterschaft.
Die Spiele werden auf Großbildschirmen im Hotelkasino gezeigt. Heute abend spielt Titelverteidiger Chile gegen Kolumbien. Das Spiel endet 0:0, Chile gewinnt das Elfmeterschießen mit 5:4. Die Party im Hotel geht bis 4 Uhr morgens...


Morgen besichtigen wir etwas sehr großes...


Offline fl67

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Re: Reise zur Sonnenfinsternis in Chile 2019
« Antwort #33 am: 05. November 2019, 02:37:13 »
Samstag, 29.06.2019, Tag 10: Paranal

Wir besichtigen heute das Paranal-Observatorium auf dem Berg Cerro Paranal.
Das Observatorium wird von der Europäischen Südsternwarte (ESO) betrieben und ist Standort des Very Large Telescope (VLT), des Very Large Telescope Interferometer (VLTI) sowie der Survey Teleskope VISTA und VST.
Der Cerro Paranal liegt etwa 120km südlich von Antofagasta und 12km von der Pazifikküste entfernt. Der Berg ist 2635m hoch.

Wir haben unseren Besichtigungstermin um 9:00 Uhr, so müssen wir ziemlich früh morgens losfahren.
Schnell mal nach dem Mond sehen...  er steht hoch am morgendlichen Himmel und wird von der Sonne angestrahlt, die hinter dem Nordost-Horizont auf ihren Aufgang wartet. Der Mond ist schon ziemlich schmal geworden. Es sind nur noch wenige Tage bis zur Sonnenfinsternis.

Der Weg hoch zum Paranal ist lang und führt z.T. über die Panamericana.

Irgendwann geht es rechts ab über eine Serpentinenstraße hoch auf den Berg. Das Schild besagt, dass nur autorisierte Besucher hier hochfahren dürfen.
Für Besichtigungen, die immer samstags stattfinden, muss man sich mindestens drei Tage vorher anmelden.

Wie bei ALMA müssen wir uns erstmal am Wachgebäude anmelden. Hier sehen wir einen Film über die Geschichte des VLT und die Sicherheitsbestimmungen. Eine der Bestimmungen besagt, dass in den Teleskopgebäuden ein Helm getragen werden muss. So bekommt jeder von uns einen Plastikhelm ausgehändigt. Der UV-Index steht auf 11, der höchsten Stufe. Wir machen Gebrauch von der Sonnencreme, die in Sonnencremespendern bereitsteht.

Von hier unten können wir schon mal einen Blick zu den Teleskopgebäuden auf dem Berggipfel werfen. Der Gipfel ist noch etwa 5km entfernt und 200m höher.

Wir sind nicht die einzige Besuchergruppe. Das VLT hat zwei Busse, mit denen die Besucher auf den Gipfel gefahren werden. Doch beide sind schon voll, so dass wir (nach einigem hin und her) mit unserem eigenen Bus fahren dürfen.
Die Landschaft erinnert an den Mars, selbst die rote Färbung des Bodens stimmt, nur der blaue Himmel passt nicht dazu.

Oben angekommen, bekommt man erst einen Eindruck, wie groß diese Kuppeln sind.

Das Very Large Telescope ist ein aus vier Einzelteleskopen ("Unit Telescopes" - UT) bestehendes astronomisches Großteleskop, dessen Spiegel zusammengeschaltet werden können. Das VLT ist für Beobachtungen im sichtbaren Licht bis hin zum mittleren Infrarot ausgerichtet. Die Teleskope können mit Hilfe des VLT Interferometer (VLTI) zur Interferometrie zusammengeschaltet werden.

Die einzelnen UTs wurden in Mapudungun, der Sprache des indigenen Volkes der Mapuche, Antu (Sonne), Kueyen (Mond), Melipal (Kreuz des Südens) und Yepun (Venus) getauft. Das erste montierte UT, Antu, lieferte am 25. Mai 1998 die ersten Bilder mit einer Testkamera, der wissenschaftliche Beobachtungsbetrieb begann am 1. April 1999; das vierte UT, Yepun, begann erste Beobachtungen am 3. September 2000.
Wir besuchen das UT Nummer 2, Kueyen.


Fotos: fl67


Fortsetzung folgt...


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