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  • ROSETTA: Erd-Flyby auf 2.481km: 13. November 2009
  • 18:44 ROSETTA: Lutetia-Flyby: 10. Juli 2010
  • 11:00: Ende des Tiefschlafmodus: 20. Januar 2014

Autor Thema: Rosetta - Vorbereitung, Start und Flug - allgemeine Diskussion  (Gelesen 82124 mal)

Danii

  • Gast
Hat jemand gestern Abend/Nacht die Sonde Rosetta am Himmel gesehen? Sie war nicht sehr groß, aber mit einem Fernglas soll sie zu erkennen gewesen sein. Wir hatten leider bedeckten Himmel. Ich hätte sie so gerne gesehen. :-/

Edit: Threadtitel angepasst.  Pirx
« Letzte Änderung: 20. Januar 2014, 14:32:06 von Pirx »

olliman

  • Gast
Re: Rosetta
« Antwort #1 am: 25. April 2005, 22:07:34 »
ja ich hab sie auch gesucht, leider nicht gefunden :( es ist leider oft so das das wetter den hobby-astronomen einen strich durch die rechnung macht und infrarot-teleskope haben wir leider nicht immer zur verfügung um durch diese wolkendecke zu blicken ;)

Holzwurm

  • Gast
Re: Rosetta
« Antwort #2 am: 07. Januar 2004, 18:45:45 »
Hallo!
Voraussichtlich am 26. Februar ist es soweit: Die Kometenmission "Rosetta", sicherlich eine der anspruchsvollsten Weltraummissionen die es je gab, wird sich auf den Weg machen.
Bekannterweise hätte die Sonde ja schon im Jänner 2003 starten sollen. Doch nach dem Ariane-Unglück im Monat davor traute man sich nicht, die teure Sonde zu starten. Der ursprüngliche Zielkomet Wirtanen war dadurch nicht mehr errerichbar, man musste einen neuen suchen. Das neue Ziel für Rosetta ist der Komet Churyumov-Gerasimenko. Die Sonde wird, wie gesagt ende Februar gestartet, und kommt 2015 bei Churyumov-Gerasimenko an. Erstmals will man mit dieser Mission auch mit einer Landesonde auf dem Kometen landen.
Kometen sind deshalb interessant, weil in ihrem Kern noch der Urzustand des Sonnensystems erhalten ist. Ausserdem will man sich der Frage widmen, ob Wasser und vielleicht auch das Leben über Kometen auf die Erde kam.
Hoffen wir, dass diese Mission trotz der Änderungen ein Erfolg wird.
Näheres über die Mission gibts auf http://sci.esa.int
MFG Holzwurm
« Letzte Änderung: 31. Oktober 2009, 08:20:04 von Schillrich »

Holzwurm

  • Gast
Re: Rosetta
« Antwort #3 am: 28. Januar 2004, 18:41:34 »
Hallo!
Hier gibt es bereits einige genauere Informationen über den Ablauf der Mission: http://www.esa.int/export/SPECIALS/Rosetta/index.html
MFG Holzwurm

Holzwurm

  • Gast
Re: Rosetta
« Antwort #4 am: 25. Februar 2004, 18:42:12 »
Morgen um 08 Uhr 36 ist es soweit. Rosetta wird mit dem Lander "Philae" in einer Ariane 5 von Kourou aus starten. Sie wird 10 Jahre zum Kometen Churyumov-Gerasimenko brauchen. Folgende Manöver wird die Sonde auf dem Weg durchführen:
  • März 2005: 1. Vorbeiflug an der Erde
  • Februar 2007: Vorbeiflug am Mars
  • November 2007: 2. Vorbeiflug an der Erde
  • November 2009: 3. Vorbeiflug an der Erde
  • Vorbeiflüge an Asteroiden
  • Jänner 2014: Ankunft bei Churyumov-Gerasimenko

Auf folgender Seite ist die Bahn von Rosetta sehr anschaulich dargestellt:
http://www.esa.int/export/SPECIALS/Rosetta/SEMRZF1PGQD_0.html
Viel Glück, Rosetta!

starquest78404

  • Gast
Re: Rosetta
« Antwort #5 am: 26. Februar 2004, 21:25:09 »
Zitat
Viel Glück, Rosetta!


Dem schließe ich mich an!  :)


Rosetta-Start verschoben

Der für heute geplante Start der europäischen Raumsonde Rosetta ist aufgrund schlechter Wetterbedingungen verschoben worden.


Die Ariane 5-Trägerrakete mitsamt Rosetta auf der Startplattform.
(Foto: Arianespace)


Um 08:36 Uhr (MEZ) sollte sich die europäische Kometensonde Rosetta heute auf dem Weg zum Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko machen. Der Start mußte allerdings aufgrund schlechter Wetterbedingungen in Kourou, dem europäischen Weltraumbahnhof, um einen Tag verschoben werden. Starke Winde in großer Höhe hätten ein zu großes Risiko für die Trägerrakete dargestellt. Der Start wird untersagt, wenn die Windgeschwindigkeit am Boden sowie in Höhen zwischen 2.000 und 10.000 Metern 7,5 beziehungsweise 9,5 Meter pro Sekunde (je nach Windrichtung) überschreitet.

Die nächste Startmöglichkeit bietet sich am morgigen Freitag zur selben Zeit. Der heutige Flug der Ariane 5 G+ - eine leicht verbesserte Variante der Basisversion dieser Trägerrakete - wäre der erste Start in diesem Jahr gewesen. Insgesamt bestehen bis zum 17. März acht Startmöglichkeit für Rosetta. Aufgrund der äußerst komplexen Reiseroute der Raumsonde muss der Start immer zu exakt berechneten Zeitpunkten erfolgen; ist dies nicht möglich erfolgt eine Verschiebung auf den folgenden Starttermin - eine böige Phase wie heute kann also nicht "ausgesessen" werden ...

Quelle: Raumfahrer.net


Das ist übrigens eine wirklich beeindruckende Reiseroute, die Rosetta fliegen wird.  :D
« Letzte Änderung: 26. Februar 2004, 21:30:32 von starquest78404 »

starquest78404

  • Gast
Re: Rosetta
« Antwort #6 am: 27. Februar 2004, 17:51:22 »
 :(

27.02.2004, 16.45 Uhr
Der Start musste erneut verschoben werden. Anders als gestern war nicht das Wetter Schuld: Wartungstechniker hatten eine Beschädigung an einer Wärmeisolation der cryogenen Hauptstufe der Ariane 5-Trägerrakete entdeckt. Der Start wurde nun auf den Anfang der kommenden Woche verlegt. Der Grund für die mehrtägige Verlegung ist, dass die Rakete für die Wartungsarbeiten zurück in das Montagegebäude gerollt werden muss.

Quelle: Raumfahrer.net

Offline Digigraf

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Re: Rosetta
« Antwort #7 am: 28. Februar 2004, 17:05:40 »
Joh genau
Die müssen son Isolierschaum erneurn und der muss 36 Stunden trocknen. Da ist vor nächster Woche nichts zu machen
Sind wir allein??
http://www.marssociety.de

Holzwurm

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Re: Rosetta
« Antwort #8 am: 01. März 2004, 18:23:50 »
Laut neuesten Informationen von der ESA soll der Start morgen um 8:17 oder 8:37 MEZ stattfinden.
Hoffentlich klappts dann endlich.

Offline pikarl

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Re: Rosetta
« Antwort #9 am: 02. März 2004, 12:15:23 »
Endlich ist die Ariane 5 mit Rosetta gestartet. Es ist alles vollkommen perfekt gelaufen... :D



Ich bin gespannt, wie es auf dem Zielkometen aussehen wird, wenn Rosetta ihn umkreisen und Philae auf ihm landen wird. Jetzt brauchen wir nur noch ein Jahrzehnt Geduld und einige gute Bahnphysiker bei der ESA...

Holzwurm

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Re: Rosetta
« Antwort #10 am: 12. März 2004, 18:43:29 »
Die ESA gab gestern bekannt, bei welchen Asteroiden Rosetta vorbeifliegen und wissenschaftliche Untersuchungen durchführen wird: Am 5. September 2008 am Asteroiden "Steins" und am 10. Juli 2010 an "Lutetia".
Rosetta wird verschiedene Messungen wie Masse und Dichte der Asteroiden oder Oberflächentemparatur durchführen, nach Gas und Staub in der Umgebung suchen und natürlich Bilder schießen.

H.J.Kemm

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Re: Rosetta
« Antwort #11 am: 05. Januar 2007, 12:32:38 »
Moin,

in den Informationen von DLR ist jetzt nachzulesen, daß die ESA-Raumsonde *Rosetta* am 25. Februar 2007 den Mars zu einem Swing-by nutzen soll. In den Tagen vorher und nachher soll das Kamerasystem *OSIRIS* Bilder von der Marsoberfläche liefern.

*Rosetta* wurde am 2. März 2004 von einer *Ariane 5G+* von Kourou aus gestartet. Ziel dieser Mission ist der Komet *67 P / Tschurjumow-Gerasimenko*, wo die Sonde im Jahr 2014 ankommen soll.

Jerry

Offline tobi

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Re: Rosetta
« Antwort #12 am: 05. Januar 2007, 19:18:11 »
Hier noch einige Daten zur Mission vom DLR:

Zitat
Rosetta - Weltraumsonde zur Erforschung eines Kometen

Zu den faszinierendsten Projekten bei der Erforschung des Weltalls gehört die Kometen-Mission Rosetta der Europäischen Weltraumorganisation ESA, in deren Rahmen eine Forschungssonde zu einem Kometen fliegen, ihn auf seiner Bahn begleiten und dabei erkunden soll. Den Höhepunkt der Mission stellt die Landung der kleinen, autonomen Tochtersonde Philae auf dem Kometen Tschurjumow-Gerasimenko dar. Philae wurde von einem internationalen Konsortium unter Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt und gebaut. Ziel der Mission ist die eingehende Untersuchung des Kometen, die Aufschluss über die Entstehung des Universums geben kann.

Daten

Mission
      
Start:       02. März 2004, 08:17 Uhr MEZ
Startort:       Kourou, Französisch Guayana
Trägerrakete:       ARIANE 5 G
Missionsdauer:       Insgesamt 12 Jahre, bis Dezember 2015
Mission Control Center:       European Space Operations Center (ESOC), Darmstadt
Philae Lander Control Center:       DLR MUSC, Köln
Bodenstationen:       Perth (Australien), Kourou (Französisch Guayana)
Startgewicht:       3.000 Kilogramm
Treibstoff:       1.670 Kilogramm
Wissenschaftliche Nutzlast:       165 Kilogramm

Orbiter
      
Maße Orbiter:       2,8 x 2,1 x 2,0 Meter
Maße Solarpanele:       2 Stück, jeweils 14 Meter, mit einer Gesamtfläche von 64 Quadratmeter
Energieversorgung / Energieproduktion d. Solarpanele:       850 Watt bei 3.4 AE*, 395 Watt bei 5.25 AE*
Kommunikationsantenne:       High-Gain, 2.2 Meter Durchmesser, drehbar

Lander
      
Gewicht:       100 Kilogramm
Datenübertragung:       16 Kilobytes pro Sekunde via Orbiter
Energieversorgung:       Solargenerator, 4 Watt, primäre (für die ersten 60 Stunden nach der Landung auf dem Kometen) und sekundäre (aufladbare) Batterien
      * AE="Astronomische" Einheiten


Zeitplan
      
Start:       März 2004
1. Erdvorbeiflug:       März 2005
Mars-Vorbeiflug:       März 2007
2. Erdvorbeiflug:       November 2007
3. Erdvorbeiflug:       November 2009
Rendezvous-Manöver:       Mai 2014
Globale Kartierung des Kometen:       August 2014
Landung auf dem Kometen:       November 2014
Orbitflug:       August 2015
Ende der Mission:       Dezember 2015

Quelle:
http://www.dlr.de/rosetta/desktopdefault.aspx/tabid-238/1069_read-1532/

Hier gibt es eine Animation der Flugbahn und weitere allgemeine Informationen zur Mission:
http://www.dlr.de/rosetta/
« Letzte Änderung: 05. Januar 2007, 19:49:34 von tobi453 »
Airbus Chef Tom Enders: "Wegwerf-Raketen sind ein Auslaufmodell."

H.J.Kemm

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Re: Rosetta
« Antwort #13 am: 05. Januar 2007, 21:21:29 »
Moin,

im Raumfahrer.net gibt es zur Mission *Rosetta* einen ausführlichen Bericht: http://www.raumfahrer.net/raumfahrt/raumsonden/rosetta.shtml

Jerry
« Letzte Änderung: 06. Januar 2007, 06:24:53 von H.J.Kemm »

H.J.Kemm

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Re: Rosetta
« Antwort #14 am: 06. Januar 2007, 06:38:27 »
Moin,

hier noch einige Daten zum *67 P / Tschurjumov - Gerasimenko*.

Er wurde im September 1969 nachgewiesen, nachdem er vorher schon als kurzperiodischer Komet entdeckt aber nicht bestätigt war.

Seine Größe liegt bei ~ 5 x 3 km, große Halbachse 3,503 AE, siderische Umlaufzeit 6 a 203 d.

Ein Bild des Kometen vom *HST*

http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:67PNucleus.jpg

Jerry

H.J.Kemm

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Re: Rosetta
« Antwort #15 am: 07. Januar 2007, 10:49:07 »
Moin,

über den Lander *Philae* habe ich noch etwas im Raumfahrer.net gefunden:


http://www.raumfahrer.net/raumfahrt/raumsonden/philae.shtml

Jerry

Offline tobi

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Re: Rosetta
« Antwort #16 am: 28. Januar 2007, 11:28:35 »
Rosetta hat einen ersten Blick auf den Asteroiden Lutetia erhascht, an dem Rosetta im Laufe der Reise vorbeifliegen wird.

Animation:
http://a1862.g.akamai.net/7/1862/14448/v1/esa.download.akamai.com/13452/avi/lutetia.avi

Quelle:
http://www.esa.int/esaCP/SEMNRESMTWE_index_0.html
Airbus Chef Tom Enders: "Wegwerf-Raketen sind ein Auslaufmodell."

rolli

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Re: Rosetta
« Antwort #17 am: 30. Januar 2007, 14:15:44 »
Als Ergänzung:

Zitat

Neues von der europäischen Kometensonde Rosetta, die 2014 den Schweifstern 67P/Tschurjumow-Gerasimenko erreichen soll: Die Sonde konnte inzwischen einen ersten Blick auf zwei Asteroiden werfen, die sie im kommenden Jahr und 2010 genauer untersuchen soll. Zur Zeit befindet sich die Sonde im Anflug auf den Mars, den sie Ende Februar passieren wird.


Rosettas Blick auf den Mars und die Milchstraße am 3. Dezember 2006. Foto: ESA
 
Am roten Planeten soll Rosetta am 25. Februar vorüberfliegen, um so für die weitere Reise durch das Sonnensystem Schwung zu holen.
Rosetta soll auf ihrer Reise zum Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko, den sie 2014 erreichen wird, insgesamt zwei Asteroiden genauer untersuchen: 2867 Steins und 21 Lutetia. Beide Asteroiden liegen im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Genau wie Kometen gelten Asteroiden vor allem deswegen als interessante Forschungsobjekte, weil sich Wissenschaftler aus ihrem Studium neue Erkenntnisse über Ursprung und Entstehung unseres Sonnensystems versprechen - genau dies ist das Hauptziel der Rosetta-Mission.

Die zwei Asteroiden werden von Rosetta im September 2008 bzw. im Juli 2010 besucht werden, doch schon vor diesen nahen Vorüberflügen hatte die Sonde Gelegenheit einen ersten Blick auf ihre Etappenziele zu werfen. Der Asteroid Steins wurde von Rosetta bereits am 11. März des vergangenen Jahres fotografiert, Lutetia fotografierte die Sonde nun am 2. und 3. Januar 2007 aus einer Entfernung von 245 Millionen Kilometern. Aus dieser Entfernung war Lutetia für die die Rosetta-Kamera OSIRIS, was für Optical, Spectroscopic and Infrared Imaging System steht, nicht mehr als ein ferner Lichtpunkt.

Über Lutetia und Steins ist so gut wie gar nichts bekannt. Das gilt im übrigen für die meisten Asteroiden, da bislang nur sehr wenige aus der Nähe untersucht werden konnten. Die Wissenschaftler wissen aber schon, dass Lutetia und Steins sehr verschieden sind: Steins ist mit einem Durchmesser von nur einigen Kilometern relativ klein, während Lutetia mit einem Durchmesser von rund 100 Kilometern deutlich größer ist.

Die Beobachtungen zu Beginn des Jahres dienten vor allem dazu, die Rotationsrichtung von Lutetia zu bestimmen. Das kann, auch aus dieser Entfernung, durch das Studium der so genannten Lichtkurve des Asteroiden gelingen, also der zeitlichen Veränderung der Helligkeit des Objektes. Die Forscher sind zur Zeit damit beschäftigt, die gesammelten Daten der OSIRIS-Kamera auszuwerten.

Nach Abschluss der Beobachtungen richtet sich nun die gesamte Aufmerksamkeit auf das nächste Ziel der Sonde: den Planeten Mars. Ende Februar wird Rosetta am roten Planeten vorüberfliegen, um durch ein so genanntes Swing-by-Manöver weiter beschleunigt zu werden. Danach steht im November ein Swing-by an der Erde an.

2867 Steins wird von Rosetta am 5. September 2008 besucht werden. Die Sonde wird den Asteroiden dann in einer Entfernung von nur 1.700 Kilometern und mit einer Geschwindigkeit von neun Kilometern pro Sekunde passieren. Es wird Rosettas erster Ausflug in den Asteroidengürtel sein. Am 10. Juli 2010 fliegt Rosetta dann in einer Entfernung von 3.000 Kilometern und mit 15 Kilometern pro Sekunde an 21 Lutetia vorüber. Das Team wartet schon gespannt auf die Daten dieser beiden Vorüberflüge.
 

Quelle
http://www.astronews.com/news/artikel/2007/01/0701-022p.html

 ::)

Offline tobi

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Re: Rosetta
« Antwort #18 am: 15. Februar 2007, 23:16:04 »
Am 25. Februar wird Rosetta ein Swing-By Manöver am Mars machen. Die genaue Uhrzeit ist 02:57 MEZ am Sonntag, den 25. Februar.

Quelle:
http://www.esa.int/esaCP/SEMKRCO2UXE_index_0.html
Airbus Chef Tom Enders: "Wegwerf-Raketen sind ein Auslaufmodell."

Offline tobi

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Re: Rosetta
« Antwort #19 am: 16. Februar 2007, 11:20:43 »
Hier noch eine ESA-Pressemitteilung zum Mars SwingBy auf Deutsch:

Zitat
Rosetta für kritischen Mars-Vorbeiflug gerüstet
 
15 Februar 2007

Das ESA-Kontrollzentrum bestätigte, dass Rosetta für seinen kritischen, für den 25. Februar 2007 vorgesehenen Vorbeiflug am Mars gerüstet ist.
 
Die Ingenieure haben mit den letzten Vorbereitungen für dieses waghalsige Manöver begonnen, das einen Vorbeiflug der Sonde hinter dem Mars und einen damit verbundenen Abbruch des Funkkontaktes, präzise Navigation und komplexe, von Bodenstationen durchgeführte Positionsbestimmungen umfasst. Die Geschwindigkeit des ESA-Kometenjägers im Verhältnis zum Mars beträgt über 30.000 km / h.

Rosetta kommt am Sonntag, dem 25. Februar um 02:57 MEZ dem Mars am nächsten. Die Sonde nutzt den Roten Planeten dann als „Gravitationsbremse” zum Verringern ihrer Fluggeschwindigkeit und zur Flugbahnänderung im Rahmen der zehn Jahre dauernden und 7,1 Mrd. km langen komplizierten Reise zum Kometen 67P Churyumov-Gerasimenko.
 
 
„Das Zünden der Triebwerke am vergangenen Freitag war erfolgreich. Am Dienstag bestätigten wir, dass die Sonde für den Vorbeiflug ordnungsgemäß vorbereitet ist. Zurzeit besteht keine Notwendigkeit zu einem weiteren Zünden der Triebwerke, deswegen wurde das nächste für das Wochenende geplante Manöver vorerst abgesagt,” so Dr. Paolo Ferri, Flugdirektor der Rosetta-Mission im ESA-Kontrollzentrum im südhessischen Darmstadt.
 

Rosetta fliegt hinter dem Mars vorbei
 
Das Missionsteam wird heute noch mit dem Aufladen der Batterie von Rosetta beginnen, damit die Sonde für das 25 Minuten dauernde Verschwinden hinter dem Mars gewappnet ist. Während der Verdeckung verhindert Mars das Auftreffen von Sonnenlicht auf Rosettas Solarzellenflügel, und alle nicht unbedingt notwendigen Systeme werden abgeschaltet oder in den Energiesparmodus gebracht.

Die ursprüngliche Flugbahn und das Design der Raumsonde sahen keine Vorbeiflüge hinter Himmelskörpern vor, unvorhergesehene Startverzögerungen erzwangen jedoch eine Neuplanung der Reiseroute. Das für Rosetta verantwortliche Missionsteam brachte Monate mit sorgfältigen Planungen und Tests von Energiesparmöglichkeiten zu, damit die Sonde sicher mit Batterien betrieben werden kann.
 
Das Kontrollzentrum erwartet den Abbruch des Funkkontaktes mit Rosetta aufgrund einer kritischen 15-minütigen, am 25. Februar um 03:14 MEZ beginnenden Verdeckung, wenn die Sonde aus der Perspektive irdischer Bodenstationen hinter Mars verschwindet.

In einer spektakulären Aktion fliegt Rosetta zum Zeitpunkt der größten Annäherung an den Roten Planeten nur 250 km über seiner Oberfläche vorbei. Zu diesem Zeitpunkt sind die ESA-Raumsonde Mars Express 11 042 km und der Mars Reconnaissance Orbiter der NASA 7172 km von Rosetta entfernt.
 
 
Zusammenarbeit zwischen ESA und NASA zur Positionsbestimmung der Sonde im Weltraum

 
Die intensiven Vorbereitungen im Kontrollzentrum ESA/ESOC im Rahmen des Vorbeiflugs umfassten auch eine gründliche Bestimmung von Position und Flugbahn der Raumsonde Rosetta.

Von DSA 1, der in New Norcia (Australien) ansässigen Raumflugkörper-Verfolgungsstation der ESA durchgeführte Positions- und Doppler-Messungen wurden mit Daten aus dem Deep Space Network (DSN) der NASA kombiniert. Beide Netzwerke nutzen zur exakten Positionsbestimmung von Raumflugkörpern das Delta DOR-Verfahren (Delta Differential One-Way Ranging).
 
 
Delta DOR verwendet zwei weiträumig voneinander entfernte Bodenantennen, um die Position von Raumflugkörpern zu bestimmen und dabei gleichzeitig den Zeitunterschied zwischen zwei an beiden Stationen eintreffenden Signalen zu messen. ESA setzte dieses ausgeklügelte Verfahren erstmals im Jahr 2006 zur Positionsbestimmung der Sonde Venus Express ein.
Airbus Chef Tom Enders: "Wegwerf-Raketen sind ein Auslaufmodell."

ILBUS

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Re: Rosetta
« Antwort #20 am: 16. Februar 2007, 13:02:32 »
Zitat
In einer spektakulären Aktion fliegt Rosetta zum Zeitpunkt der größten Annäherung an den Roten Planeten nur 250 km über seiner Oberfläche vorbei. Zu diesem Zeitpunkt sind die ESA-Raumsonde Mars Express 11 042 km und der Mars Reconnaissance Orbiter der NASA 7172 km von Rosetta entfernt.

Sehr beidruckend! [smiley=thumbsup.gif] Ich währe jetzt gerne in einem Orbiter in der Nähe gewesen.. ;)

Offline dido64

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Re: Rosetta
« Antwort #21 am: 17. Februar 2007, 07:18:21 »
Hallo,

ich hoffe es gibt ein paar schöne Fotos - trotz Stromsparmodus - vom Swing-By-Manöver.

Warten wir es ab.

Gruß dido
Der Weltraum. Unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr ...........

Offline tobi

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Re: Rosetta
« Antwort #22 am: 20. Februar 2007, 16:21:34 »
Airbus Chef Tom Enders: "Wegwerf-Raketen sind ein Auslaufmodell."

Offline tobi

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Re: Rosetta
« Antwort #23 am: 22. Februar 2007, 17:52:15 »
Hier eine DLR-Pressemitteilung:

Zitat
Kosmisches Überholmanöver und gemeinsamer Fototermin am Roten Planeten
22. Februar 2007

25. Februar 2007: Kometensonde Rosetta nutzt Mars für Bahnänderung


In der Nacht von Samstag auf Sonntag kommt es am Mars zu einem spannenden Raumflugmanöver: Die Kometensonde Rosetta der Europäischen Weltraumorganisation ESA wird auf ihrem insgesamt sieben Milliarden Kilometer langen Weg zum Kometen 67/P Churyumov-Gerasimenko um genau 02:54 Uhr MEZ den Mars einholen. Das Raumschiff wird dabei in nur 250 Kilometer Höhe über den Planeten fliegen, von seinem Schwerefeld gebremst und in Richtung des inneren Sonnensystems abgelenkt werden. Während dieses Vorbeiflugs wird Rosetta über mehrere Stunden Messungen mit unterschiedlichen Instrumenten durchführen. Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) sind an der Planung, dem Empfang und der Auswertung der Daten beteiligt. Gleichzeitig zu Rosetta wird die vom DLR betriebene Marskamera HRSC auf der ESA-Raumsonde Mars Express, 11.000 Kilometer von Rosetta entfernt, spezielle und fast synchrone Aufnahmen des Planetenhorizonts machen.

"Diese koordiniert aufgenommenen Bilddaten bilden eine ideale wissenschaftliche Ergänzung zu den von Rosetta durchgeführten Experimenten", erklärt Dr. Ekkehard Kührt vom DLR-Institut für Planetenforschung, Projektleiter für die DLR-Instrumente auf Rosetta. "Den Wissenschaftlern bietet sich dadurch eine ganz außergewöhnliche und seltene Gelegenheit in der Marsforschung."

Die elegante Art, Treibstoff zu sparen: Swing-by-Manöver

Während ihrer zehnjährigen Reise zu Churyumov-Gerasimenko muss die ESA-Sonde Rosetta mehrere komplizierte Bahnmanöver bewältigen, wozu auch nahe Vorbeiflüge an Planeten gehören. Bei diesen so genannten Swing-bys wird das Schwerefeld des vergleichsweise riesigen Planeten von der winzigen Sonde "angezapft" und ein nicht messbarer Betrag seiner Schwerkraft in Form von kinetischer Energie auf das Raumschiff übertragen. Dadurch wird viel Treibstoff eingespart: Insgesamt sind für Rosetta Geschwindigkeitsänderungen von 67.000 km/h vorgesehen, zumeist Beschleunigungen, aber wie im Falle des Marsvorbeiflugs auch ein Abbremsen der Sonde relativ zur Sonne. Ohne Swing-by-Manöver könnte die Mission ihr Ziel nicht direkt erreichen. Nach dem Rendezvous am Mars wird Rosetta zwar mit einer – relativ zur Sonne – um 7.900 km/h verringerten Geschwindigkeit weiterfliegen, doch in ihrer Gesamtheit dienen die Swing-bys einer erheblichen Beschleunigung von Rosetta. Die Bahn der Sonde wird dabei durch die Schwerkraft des Roten Planeten so abgelenkt, dass sie auf eine Route einschwenkt, die sie in einem steilen Winkel Richtung Erde bringt, wo sie am 13. November 2007 ein weiteres Swing-by-Manöver durchführen wird.

Mit großer Spannung erwarten DLR und ESA jedoch zunächst das Rosetta-Rendezvous am Mars. Das ESA-Bodenkontrollzentrum ESOC in Darmstadt führte am 9. Februar ein Bahnmanöver durch, bei dem die Triebwerke von Rosetta für eine Minute gezündet und minimale 58 Gramm Treibstoff verbraucht wurden. Ein zweites, ursprünglich geplantes Korrekturmanöver war danach nicht mehr erforderlich: Rosetta befindet sich in etwa 315 Millionen Kilometer Entfernung zur Erde und präzise auf dem vorgesehenen Kurs Richtung Mars. Wegen dieser Distanz, für die ein Funksignal von der Sonde zur Bodenstation 17,5 Minuten benötigt, muss der Ablauf sämtlicher Manöver während des Fly-bys und die in dieser Zeit vorgesehenen Experimente sekundengenau geplant und in das Bordsystem von Rosetta einprogrammiert werden. Ein Eingreifen während des Fly-bys ist nicht möglich.

Koordinierte Experimente zwischen Rosetta und Mars Express

Bereits vor dem Vorbeiflug wird das Rosetta-Kamerasystem OSIRIS mit dem Abscannen des Mars beginnen. Ergänzt werden diese Aufnahmen durch Bilddaten der High Resolution Stereo Camera (HRSC), die ab dem frühen Samstagabend von Mars Express aufgezeichnet werden. Für die HRSC stehen Beobachtungen des Planetenhorizonts im Vordergrund: Dabei blickt die Kamera aus der Mars Express-Umlaufbahn nicht senkrecht nach unten, sondern gegen den gekrümmten Horizont des Planeten. Aus einer Flughöhe von etwa 250 Kilometern können dabei anschaulich die komplexen Schichten der dünnen Kohlendioxidatmosphäre im Profil erfasst werden.

Die mit OSIRIS bzw. HRSC fast simultan, aber unter verschiedenen Winkeln aufgenommenen Beobachtungen der Atmosphärenschichten gestatten dabei die Untersuchung von Streueffekten an den Aerosolen und Staubpartikeln. Je nachdem, unter welchem Winkel Sonnenlicht seinen Weg durch die Atmosphäre nimmt, wird es vom Staub und den Aerosolpartikeln unterschiedlich gestreut. Darüber hinaus verändert sich die Charakteristik des Lichts – beispielsweise seine Intensität und Wellenlänge – durch die Reflexion an der Marsoberfläche, so dass auch das ins All zurückgestrahlte Licht wiederum andere Eigenschaften hat und analysiert werden kann.

Wegen des außergewöhnlichen Anlasses wird das ESOC ab Samstagabend 21:48 Uhr und bis Sonntag 11:18 Uhr die HRSC fünf mal jeweils etwa zum Zeitpunkt der größten Marsannäherung (Perizentrum) in den drei Mars Express-Orbits 4029, 4030 und 4031 anschalten, also während der Rosetta-Annäherung und dem anschließenden Weiterflug. Dabei werden 70 Minuten lang Bilddaten vom Mars aufgezeichnet, darüber hinaus auch gemeinsam mit OSIRIS der Marsmond Phobos aufgenommen – allerdings aus über 11.000 Kilometer Distanz. Das HRSC-Experiment-Team unter der Leitung von Professor Ralf Jaumann vom DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin-Adlershof führte hierzu in enger Koordination mit dem "Principal Investigator" von Osiris, Dr. Horst Uwe Keller vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau, die Aufnahmeplanung durch.

"Ein wichtiges weiteres Ziel des gemeinsam durchgeführten Experiments ist die gegenseitige Verbesserung der Kalibration beider Kamerasysteme", so Ralf Jaumann. "Gerade die 'vielschichtige', komplexe Marsatmosphäre erschwert häufig die Aufnahme perfekt geeichter Bilddaten: Im Idealfall sollte aus den aufgezeichneten Lichtsignalen der störende Anteil der Atmosphäre herausgerechnet werden können – was auf dem Mars nicht immer gelingt." Horst Uwe Keller ist auch Mitglied des HRSC-Wissenschaftsteams. Mars Express wird bis Anfang März insgesamt 4,1 Gigabit an komprimierten HRSC-Rohdaten aus diesen drei Beobachtungsorbits zur Erde funken.

Kometen-Landesonde Philae wird von Köln aus kontrolliert

Schon am Donnerstag, den 22. Februar 2007, wird die vom DLR in Köln kontrollierte Kometen-Landesonde Philae eingeschaltet, um den Status des Landers zu überprüfen und letztlich das "Go" für den Betrieb am Mars geben zu können. Während des Mars-Vorbeiflugs werden DLR-Wissenschaftler vom Kölner Kontrollzentrum aus Kontakt zu der in Deutschland gebauten Landeeinheit aufnehmen, um deren Zustand zu kontrollieren und Systeme an Bord zu testen.

Philae wird beim Vorbeiflug während einer knappen halben Stunde, in der die Rosetta-Solarpanele durch den sich (aus der Sicht der Sonde) vor die Sonne schiebenden Mars keinen Strom erzeugen können, zum Einsatz kommen. Der Lander verfügt über eine autonome Stromversorgung in Form von vollen und wieder aufladbaren Batterien; die Rosetta-Experimente müssen in dieser Phase der größten Annäherung an den Planeten abgeschaltet werden.

Philae wird zwei wissenschaftliche Experimente während des Vorbeiflugs betreiben: Zum einen das Magnetometer ROMAP, das neue Daten über das – allerdings schwache – remanente, gewissermaßen in den Gesteinen "eingefrorene" Magnetfeld des Mars liefern könnte. Die Tatsache, dass der Mars – im Gegensatz zur Erde – seit Milliarden Jahren kein aktives Magnetfeld mehr besitzt, hat große Bedeutung für die Frage, ob sich je Lebensformen auf unserem Nachbarplaneten entwickeln konnten. Das zweite Philae-Instrument, das Daten vom Mars liefern wird, ist CIVA, eine Panoramakamera, deren zeitgleich mit der HRSC aufgenommenen Bilddaten helfen werden, die Philae-Kamera für ihren späteren Einsatz an Churyumov-Gerasimenko exakt zu kalibrieren.

Das DLR hatte wesentliche Anteile am Bau des Kometen-Landegeräts Philae, das von einem internationalen Konsortium entwickelt worden ist. Ihm obliegt außer der Projektleitung auch der Betrieb der Landeeinheit, die auf eine Initiative des DLR und der Max-Planck-Gesellschaft zurückgeht. Mit vielfältigen wissenschaftlichen und finanziellen Beiträgen hat Deutschland den größten Anteil an der Rosetta-Mission der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Mehrere Instrumente auf Rosetta und Philae wurden von DLR-Wissenschaftlern mitentwickelt, drei Experimente auf Philae werden von DLR-Hauptexperimentatoren angeführt; darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere wissenschaftliche DLR-Beteiligungen.

Der Weg zum Kometen führt Rosetta noch zweimal an der Erde vorbei

Die Kometensonde Rosetta der ESA ist bereits seit drei Jahren im Weltraum unterwegs, der Start erfolgte im März 2004 vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch Guyana an Bord einer Ariane 5-Rakete. Ein Jahr später wurde bei einem ersten Nahvorbeiflug an der Erde zusätzliche Geschwindigkeit aufgenommen. Dabei wurde Rosetta auf einen Kurs in Richtung Mars gelenkt, den die Sonde nun erreichen wird. Zwei weitere Erdvorbeiflüge folgen 2007 und 2009, so dass die Sonde sich im Mai 2014 Churyumov-Gerasimenko langsam von hinten nähern und in eine Umlaufbahn um den Kometen einschwenken kann.

Bei der Ankunft, in knapp 600 Millionen Kilometer Entfernung vom Zentralgestirn und innerhalb der Jupiterbahn, ist der Komet noch nicht "aktiv", weil der Strahlungsdruck der Sonne hier zu schwach ist, als dass er Staub- und Eispartikel aus der Kometenoberfläche lösen könnte. Dies ist für die ersten geplanten Experimente auf Rosetta von Vorteil. Erst weiter innen im Sonnensystem werden die Kometen aktiv und bilden ihre typische Phänomene aus, die Koma und vor allem den spektakulären, viele Millionen Kilometer langen Schweif aus Staub- und Eisteilchen, die von der Sonne angestrahlt werden. Wenig später, in 450 Millionen Kilometer Entfernung zur Sonne, wird die Landeeinheit Philae – wenige Kilometer über dem etwa drei mal fünf Kilometer "kleinen" Kometen nur noch so schwer wie ein Blatt Papier – vorsichtig auf der Oberfläche des Kometen landen, um diese genauer zu untersuchen.

Informationen aus der Urzeit unseres Sonnensystems

Mit der Untersuchung von Kometen hofft man, die Geschichte unseres Sonnensystems und der Entstehung der Erde besser verstehen zu können. Kometen sind vermutlich aus den Urbestandteilen des protosolaren Nebels aufgebaut, aus dem sich vor etwa 4,6 Milliarden Jahren unser Sonnensystem gebildet hat. Sie bestehen vorwiegend aus Wassereis und Staub und haben in der Regel Durchmesser von mehreren Kilometern. Die meisten Kometen befinden sich in Räumen weit außerhalb des Zwergplaneten Pluto in der so genannten Oortschen Wolke, aber auch im Kuiper-Edgeworth-Gürtel zwischen den am weitesten von der Sonne entfernten Planeten Uranus und Neptun und jenseits davon. Da es dort extrem kalt ist, haben sie sich seit ihrer Entstehung kaum verändert. Deshalb enthalten Kometen sehr wahrscheinlich noch wichtige Informationen aus der Entstehungszeit des Sonnensystems. Sie sind vermutlich auch eine mögliche Quelle für die Grundbausteine des Lebens auf der Erde. Durch Bahnstörungen werden sie auf hyperbelförmigen Bahnen gelegentlich ins innere Sonnensystem gelenkt.
Airbus Chef Tom Enders: "Wegwerf-Raketen sind ein Auslaufmodell."

Offline tobi

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Re: Rosetta
« Antwort #24 am: 24. Februar 2007, 18:19:24 »
Zitat von SpiegelOnline:

Zitat gelöscht.
« Letzte Änderung: 23. April 2009, 07:34:46 von tobi453 »
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