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Autor Thema: LeoSat-Konstellation  (Gelesen 4515 mal)

Offline tobi

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LeoSat-Konstellation
« am: 10. März 2015, 22:34:14 »
Konstellationsunterfangen Nummer 3:
http://spacenews.com/proposed-leosat-constellation-aimed-at-top-3000/

Zitat
As of early March, Fotheringham’s endeavor is running LeoSat LLC of Arlington, Virginia, whose ambition is to launch 120-140 high-power Ka-band satellites into low Earth orbit for global data transfer, a project likely to cost $2.5 billion to $3 billion.

120-140 Satelliten für 2,5-3 Milliarden Dollar.

Zitat
Internet for the multitudes it is not. “You hear talk about serving the other 3 billion unconnected — a wonderful thing for Google or Facebook. We are a commercial company. We’ll stick with the top 3,000 rather than the other 3 billion.”
Es geht um cash.

Zitat
You see high-throughput satellites coming into the market and proving their utility. We’re looking to extend that same competency into the LEO (low Earth orbit) space. The real secret here is the development of low-cost, electronic beam-forming antennas, such as those Kymeta is developing, that allow tracking and signal hand-off. The technology development and proof of technology was all accomplished on my watch. The next wave of product development is at hand, with major equipment manufacturers.
Der Unterschied zu vor 20 Jahren: die Antennentechnologie ist reif.

Zitat
The target will be 120-140, with a nominal orbit of 1,800 kilometers.
1800 km Orbit.

----

Achja Europa weiter nicht dabei. :(
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Offline blackman

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Re: LeoSat-Konstellation
« Antwort #1 am: 10. März 2015, 23:20:04 »
Oke darf ich ganz kurz zusammenfassen? Wir haben:
-LeoSat
-SpaceX Satelliten
-OneWeb
-Facebook (nicht im Orbit)

Alle wollen Cash durch weltweites und schnelles Internet. :D
Wird aufjedenfall ein Spannendes Rennen.

Bitte ergänzt wenn welche fehlen!

Offline Sensei

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Re: LeoSat-Konstellation
« Antwort #2 am: 11. März 2015, 00:27:29 »
Bei SpaceX darf man da noch ruhig google als Investor erwähnen.
--

Hätte ich mir vor zwei jahren auch nicht träumen lassen dass bei 140 zu startenden Sateliten eher der Ausdruck 'so wenige' entrutscht ..  ;D

--
3 mrd bei 140 Satelliten macht gerade mal 21 Mio für Entwicklung, Bau UND Start pro Satellit. Diese unternehmen scheinen das mit der Kostenreduktion ernst zu nehmen

“If the schedule is long, it's wrong; if it's tight, it's right." E.M.

Offline TWiX

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Re: LeoSat-Konstellation
« Antwort #3 am: 11. März 2015, 14:36:49 »
Noch ein paar Ergänzungen aus dem SpaceNews-Artikel:
- im Gegensatz zu SpaceX und OneWeb ist das Hauptziel nicht die maximale Abdeckung, sondern möglichst hohe Kapazität der Sats. Zudem sollen die Satelliten größer sein als bei anderen LEO-Konstellationen und so mehr Energie bieten können
-man hat bereits "seine Fingerabdrücke" an einer Registrierung bei der ITU
-Er spricht nicht nur von den Fortschritten bei der Antennentechnologie, sondern auch bei Materialwissenschaften, Elektronik und im Bereich der Nutzlasten, von denen sie jetzt profitieren
-Ursprüngliche Planungen zielten auf 80 Satelliten, das Ziel sind 120 bis 140 Satelliten

Meiner Meinung nach ein recht interessantes Konzept, vor allem, da ich denke, dass für diese Art von Dienstleistung durchaus ein Markt existiert. Sei es nun, um in Privatjets zum Beispiel das Streaming von HD-Filmen zu ermöglichen oder für die vielen Besitzer von Luxusyachten, die auch auf hoher See Videokonferenzen mit ihrem Mitarbeiterstab abhalten wollen. Ich bin mal gespannt, was für eine Größe und Kapazität der einzelne Satellit aufweisen soll und wer sich alles für die Produktion bewerben wird
P.S.: ich wusste gar nicht, dass es im Englischen das Fremdwort "gestalt" gibt, das ist ja mal cool  :D

Offline tobi

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Re: LeoSat-Konstellation
« Antwort #4 am: 16. März 2015, 22:08:42 »
LeoSat macht ne Studie mit Thales über die Kosten. Sie geht ein Jahr:
Zitat
#LeoSat has contracted w/Thales Alenia for 1-yr design & costing study of new internet sat constellation of 120 Ka-band smallsats. #satshow

https://twitter.com/AvWeekParis/status/577573264601432064

Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!", "Le CNES, The Place to Be!!!"

Offline Schillrich

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Re: LeoSat-Konstellation
« Antwort #5 am: 19. März 2015, 09:03:09 »
Leosat zeigt ja prominent auf der eigenen Homepage dieses Bild:

Bild: Leosat

Also das kann nur ein Marketing-Mensch zusammengefügt haben. Hoffentlich haben die Ingenieure ein besseres Verständnis von Orbitmechanik "um den Schwerpunkt der Erde" ...

\\   //    Grüße
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Offline tomtom

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Re: LeoSat-Konstellation
« Antwort #6 am: 16. August 2015, 18:00:42 »
Oke darf ich ganz kurz zusammenfassen? Wir haben:
-LeoSat
-SpaceX Satelliten
-OneWeb
-Facebook (nicht im Orbit)

Auch Samsung denkt jetzt drüber nach. Der 4G Standard könnte irgendwann durch einen 5G Mobil Standard ersetzt werden, der dann Internet-by-satellite vereinfacht.
http://www.wired.com/2015/08/samsung-looks-join-satellite-internet-space-race/

Offline tobi

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Re: LeoSat-Konstellation
« Antwort #7 am: 21. November 2015, 18:01:34 »
Interview mit LeoSat CEO:
http://spacenews.com/nevermind-the-unconnected-masses-leosats-broadband-constellation-is-strictly-business/

Man will bis Ende März 100 Millionen einsammeln. Thales baut die Satelliten, es sollen ca. 100 sein in 6 Orbitebenen in 1430 km Höhe sein. Später muss man dann noch mal über 3 Milliarden einsammeln.
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Offline Schillrich

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Re: LeoSat-Konstellation
« Antwort #8 am: 21. November 2015, 18:55:15 »
Interessant finde ich, dass sie quasi eine weitere Iridium-Konstellation bauen. Thales Alenia soll der Produzent werden, da sie den passenden Iridium-Bus für eine LEO-Konstellation haben und nach der Produktion von Iridium-Next natürlich auch schon die passende Produktionslinie mitbringen, samt freier Kapazität.

LeoSat wird sich auf Business-to-Business (B2B) ausrichten, um Firmen globale Datenströme End-to-End anzubieten, nicht für private Konsumenten/Endnutzer.
\\   //    Grüße
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Offline tobi

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Re: LeoSat-Konstellation
« Antwort #9 am: 14. September 2016, 06:47:30 »
Leosat soll die Konstellation selber finanzieren meint Thales, man investiere nicht in Kunden:
Zitat
Thales Alenia Space: We're LeoSat supplier but have no plans to invest in the $3.5B system. It's not our practice to invest in customers.
https://twitter.com/pbdes/status/775915821801443328

Heißt für mich: bei Thales glaubt man nicht an die Konstellation. Vor allem müsste auch einiges an Technologieentwicklung betrieben werden, das soll jetzt alles der Kunde finanzieren. Eigentlich muss bei so einem großen Projekt das Risiko zwischen Kunde und Hersteller geteilt werden, finde ich. Insofern war Airbus Einsatz hier deutlich höher.

Fazit Thales: Bauen ja, investieren nein.
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Offline TWiX

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Re: LeoSat-Konstellation
« Antwort #10 am: 14. November 2019, 07:43:42 »
LeoSat geht das Geld (der zwei Investoren Hispasat und Sky Perfect Jsat) aus und hat daher alle dreizehn Mitarbeiter entlassen. Die Gründer wollen aber weiter nach potenziellen Investoren suchen. Kommt da nix, wird dann wohl wahrscheinlich der nächste Schritt die Auflösung der Firma sein...
https://spacenews.com/leosat-absent-investors-shuts-down/

Offline Schillrich

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Re: LeoSat-Konstellation
« Antwort #11 am: 14. November 2019, 08:30:31 »
Das Interview hinten im Artikel hat ein interessantes Detail parat:

LeoSat hat nicht selbst eine Frequenzanmeldung gemacht, sondern Thales-Alenia-Space hat diese gemacht (quasi im Auftrag von Leosat) und "behalten". Damit war Leosat "gefangen" und konnte nicht mehr eigenständig das Produkt planen/vermarkten ... und eine Ausschreibung auch an andere Hersteller machen.

Das ist natürlich strategisch extrem schwach ... selbst wenn man TAS zur Anmeldung beauftragt, sollte man doch den Vertag so aufsetzen, dass das für einen selbst geschieht und die Rechte an einen selbst übergehen. Wenn TAS das aber mit eigenem Geld gemacht hat, dann gehören die Rechte auch TAS . Wahrscheinlich hat hier Leosat nichts bezahlt? Und deswegen gehört ihnen auch nichts?
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Offline cullyn

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Re: LeoSat-Konstellation
« Antwort #12 am: 15. November 2019, 09:49:52 »
Schade, ich habe LeoSat für eine interessante Konstellation gehalten, die aufgrund ihrer Konzeption eine Chance gehabt hätte eine Nische zu besetzen, die Starlink und Oneweb zunächst nicht belegen.


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