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Autor Thema: Konzepte gegen Weltraumschrott  (Gelesen 99050 mal)

H.J.Kemm

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Konzepte gegen Weltraumschrott
« am: 11. Juni 2006, 11:59:15 »
Moin,

gelesen in Yahoo! Nachrichten:

Zitat entfernt und Link zu ähnlichem Text hinzugefügt:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,420313,00.html

Wenn man bedenkt, dass die führenden Raumfahrtnationen langsam Angst bekommen, wegen des bereits vorhandenen Weltraumschrotts, der Raumfahrzeuge und auch Satelliten ernsthaft gefährden könnte, dann kommt diese Meldung gerade richtig.

Nach der *blöden* Aktion *SuitSAT* (Weltraumanzug) und der lobenswerterweise gestoppte Aktion *Golfball*, kommt jetzt wieder solch ein Klopfer.

Bei manchen fehlt doch ein wenig Hirnsubstanz oder die Geldgier ist größer.

Warum gibt es eigentlich keine internationale Weltraumbehörde, bei der erst einmal ein Antrag für solch einen Schwachsinn gestellt werden muß, der dann hoffentlich auch abgelehnt wird.

Jerry
« Letzte Änderung: 24. Juni 2012, 20:11:06 von Schillrich »

Offline roger50

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Re: Konzepte gegen Weltraumschrott
« Antwort #1 am: 11. Juni 2006, 14:35:17 »
Moin moin, Jerry,
also, wenn ich die Nachricht richtig verstehe, dann will diese Firma Mini-*Satelliten* starten, die anstelle von z.B. wissenschaftlichen Experimenten eine Box mit privaten Dingen an Bord haben.
Halte ich zwar auch für Blödsinn und bezweifle, daß sich viele Kunden finden, die so viel Geld dafür ausgeben wollen, ein Familienfoto in den Weltraum zu bringen, aber von *Schrott* kann man da IMHO nicht sprechen.
Bei einem Satellten weiß man ja immer, wo er sich befindet, und Minisatelliten gibt es ja genug. Bei einem Golfball wäre das nicht der Fall (Position).
Außerdem geht aus der Nachricht nicht hervor, in welche Bahn diese Satelliten gebracht werden sollen. Wenn die z.B. nur 200-250 km hoch ist, wäre der Satellit ohnehin in einigen Wochen verglüht.

neo

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Re: Konzepte gegen Weltraumschrott
« Antwort #2 am: 12. Juni 2006, 07:49:55 »
ja richtig roger50, der space suit ist ja auch nach drei bis 4 wochen verglüht. wieso sollte man solche dinge nicht machen? wenn sie doch eh nach und nach verglühen? wenn´s nicht so wäre, verstehe ich nicht, warum man dauernd die iss anheben muss? schade dass die golfball aktion nicht gelaufen ist.

imho denke ich, das wissenschaft und sponsoring durchaus eng nebeneinander agieren dürfen und sollten. ein bisschen spass und mal was verrücktes machen als immer nur irgendwelche schnöden datenreihen und auswertungen...bäh...

was denkt ihr?

neo


Offline roger50

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Re: Konzepte gegen Weltraumschrott
« Antwort #3 am: 12. Juni 2006, 11:02:23 »
Hi neo,
Zitat
imho denke ich, das wissenschaft und sponsoring durchaus eng nebeneinander agieren dürfen und sollten

Das finde ich auch. Es kann der Raumfahrt nur gut tun, wenn durch solche Public Relation/Spaonsoring Maßnahmen das Interesse der Öffentlichkeit etwas vergrößert wird.

Zitat
schade dass die golfball aktion nicht gelaufen ist

Das finde ich nicht. Im Gegensatz zum SuitSAT und diesen oben angesprochenen Minisatelliten wüßte man nicht, wo sich der Golfball gerade befindet (kein Sender). Außerdem bestünde die große Gefahr, daß der Golfball die ISS nach einigen Umläufen wieder trifft, da er sich nur wenig anders bewegt, als die Station. Und ein Treffer dieses Golfballs könnte durchaus ein Modul zerstören.

neo

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Re: Konzepte gegen Weltraumschrott
« Antwort #4 am: 12. Juni 2006, 15:05:43 »
Zitat
Das finde ich nicht. Im Gegensatz zum SuitSAT und diesen oben angesprochenen Minisatelliten wüßte man nicht, wo sich der Golfball gerade befindet (kein Sender). Außerdem bestünde die große Gefahr, daß der Golfball die ISS nach einigen Umläufen wieder trifft, da er sich nur wenig anders bewegt, als die Station. Und ein Treffer dieses Golfballs könnte durchaus ein Modul zerstören.

hmm. ich glaube nicht, das man es mit einem raumanzug schafft, einen gerade abstoss mit nem golfschläger zu schlagen... insofern gehe ich davon aus, dass die bahn des golfballs sich nicht auf der gleichen umlaufbahn wie dieder iss, sondern parallel dazu gelaufen wäre...ich glaube sonst hätten die verantwortlichen der iss nicht grundsätzlich zugestimmt.

und denkst du, dass die energie des abgeschlagen golfball ausreicht, ein komplettes modul zu atomisieren? oder jedenfalls komplett zu zertstören?

neo
« Letzte Änderung: 12. Juni 2006, 15:06:24 von neo »

Offline roger50

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Re: Konzepte gegen Weltraumschrott
« Antwort #5 am: 12. Juni 2006, 19:38:15 »
Hi neo,

Zitat
hmm. ich glaube nicht, das man es mit einem raumanzug schafft, einen gerade abstoss mit nem golfschläger zu schlagen...

Das glaube ich auch nicht, aber dadurch wird's noch unberechenbarer...

Zitat
dass die bahn des golfballs sich nicht auf der gleichen umlaufbahn wie die der iss, sondern parallel dazu gelaufen wäre...


"Parallel" geht leider nicht. Durch den Abschlag bekommt der Golfball eine Geschwindigkeitsänderung (+ oder -) und erreicht dadurch eine andere (elliptische) Umlaufbahn, auch mit einer anderen Umlaufszeit. Aber der Ball kehrt nach einem Umlauf genau zu dem Raumpunkt zurück, wo er abgeschlagen wurde.
Ich will jetzt keine Vorlesung über Raumflugmechnik halten, ist aber hochinteressant. ::)

Also, die Gefahr daß der Golfball nach einigen Stunden, Tagen oder Wochen die ISS wieder trifft, ist relativ groß. Vor allem, weil der Ball zu klein ist, um ihn mit Radar zu verfolgen, sodaß die ISS nicht rechtzeitig ein Ausweichmanöver fliegen könnte. Mußte sie schon mehrfach.

Zitat
und denkst du, dass die energie des abgeschlagen golfball ausreicht, ein komplettes modul zu atomisieren? oder jedenfalls komplett zu zertstören?

Im ungünstigsten Fall schon. Es muß ja nicht gerade ein Modul wie Swjesda oder Unity sein, aber ein Solargenerator konnte schon ganz schön demoliert werden :'(
 

H.J.Kemm

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Re: Konzepte gegen Weltraumschrott
« Antwort #6 am: 14. Juni 2006, 16:29:36 »
Moin Roger und Neo,

mir geht es nicht um den Golfball und auch nicht um den Schlafanzug; sondern mir geht es darum, dass bereits jetzt schon vielzuviel *Dinge* im Orbit rumkreisen und dass langsam das Risiko eines Crash´s vorprogrammiert ist.

Wenn Satelliten benötigt werden, dann sollen die auch da oben rumflitzen; aber es muß doch nicht aus Jux und Tollerei
*irgendetwas* in die Erdumlaufbahn gebracht werden.

Wenn die diese Sache so durchführen, dass sich die kleine Kapsel in Richtung Ross oder Sirius verabschiedet, dann wird sie hier keinen Schaden anrichten können, aber werbewirksam wäre es dann immer noch.

Ich denke also an Risikominderung.


Jerry

Offline roger50

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Re: Konzepte gegen Weltraumschrott
« Antwort #7 am: 15. Juni 2006, 23:39:07 »
N'abend Jerry,
ich habe Deine Bedenken schon verstanden. Der Knackpunkt beim "Weltraumschrott" ist aus meiner Sicht folgender: er entsteht unbeabschtigt, und ist meistens alt.

Heute werden nur noch ca.50-70 Satelliten pro Jahr gestartet (seeeehr viele davon in den GEO), und alle Trägerbetreiber achten sehr darauf, daß möglichst kein Schrott entsteht. Zum Beispiel werden heute die Klemmbänder, die den/die Satelliten mit dem Träger verbinden, durch spezielle 'Fesseln' am Wegfliegen gehindert.

Früher, d.h. vor 1990, wurden teilweise 150-200 Satellien pro Jahr geschossen, ohne daß man daran dachte, Schrott zu vermeiden. Außerdem kam es damals noch häufig zu Explosionen von Oberstufen, und bei einer einzigen Explosin entstanden hunderte oder gar tausende von Teilen, die größtenteils noch heute die Erde umkreisen.

In diesem Sinne ist es eigentlich von Vorteil, daß heute nur noch wenige Satelliten gestartet werden nd die Trägerraketen ziemlich zuverlässig geworden sind. ::)


H.J.Kemm

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Re: Konzepte gegen Weltraumschrott
« Antwort #8 am: 23. Juni 2006, 10:06:49 »
Moin,

gefunden in Die Nachlese:

Zitat entfernt und Quellenlink hinzugefügt:
http://www.weltbildung.com/mars-schrott.htm


Jerry


    * 24.06.2006 - Sojous U/Progress M 57 mit Fracht zur ISS von Baikonour
    * 01.-19.07.2006 - Start US-Shuttle DISCOVERY zur ISS / STS 121 von CC
    * 22.07.2006 - Start Delta II 10L mit Satellit Stereo von CC
    * 22.07.2006 - Cassini bei Titan ~ 950 km Orbit # 21
    * 11.08.2006 - Start Ariane 5 ECA mit Satelliten Syracuse 3B und JCSat 10 von Kourou  
    * weitere Termine >>>>>
« Letzte Änderung: 22. April 2009, 19:22:25 von Speedator »

H.J.Kemm

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Re: Konzepte gegen Weltraumschrott
« Antwort #9 am: 23. Juni 2006, 19:40:20 »
Moin,

hierzu gibt es in Wiki eine Information: >>>>>






Jerry

Offline roger50

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Re: Konzepte gegen Weltraumschrott
« Antwort #10 am: 26. Juni 2006, 18:38:23 »
In diesem Zusammenhang eine 5 € - Quizfrage: wer baut die gefährlichsten Satelliten?  ::)

Antwort: Israel, deren Satelliten fliegen verkehrt herum um die Erde, von Ost nach West. ;D
« Letzte Änderung: 26. Juni 2006, 18:39:08 von roger50 »

rolli

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Re: Konzepte gegen Weltraumschrott
« Antwort #11 am: 26. Juni 2006, 19:03:57 »
Hi Roger50

Zitat
Antwort: Israel, deren Satelliten fliegen verkehrt herum um die Erde, von Ost nach West.  

He, he, stimmt aber nicht, die israelischen Satelliten fliegen über die Poole. (Oder irre ich mich etwa?)

Gibt es überhaupt Satelliten, die von Osten nach Westen fliegen?
Meines Wissens werden z.B. Die Starts von Vandenberg aus über den Südpool ausgerichtet.

 ::)

Offline roger50

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Re: Konzepte gegen Weltraumschrott
« Antwort #12 am: 26. Juni 2006, 19:32:36 »
He, he, stimmt aber doch  ;D

Muß aber gestehen, daß mich dein Kommentar für einige Momente unsicher gemacht hat. Deshalb bin ich schnell in die Tiefen meines Archivs gestiegen und habe zum letzten israelischen Satelliten, Ofeq-5, gestartet am 28.5.2002, folgendes gefunden

Int'l Bezeichnung: 2002-25A
Träger: Shavit
Masse: ca. 300 kg
Orbithöhe: 369/771 km
Umlaufzeit: 96,07 min
Bahnneigung: 143,46°

Polare Satelliten fliegen mit einer Inklination von 98°. Die Bahnneigung von Qfeq-5 entspricht also 53,46°, bloß anders herum. Alle anderen israelischen Satelliten, die von den Israelis selbst gestartet wurden, haben ähnliche Werte.

Der Grund für diese ausschließlich von den Israelis benutzte Startrichtung ist eigentlich auch simpel: sie wollen vermeiden, daß die Raketenstufen auf arabisches territorium fallen (oder gar der Satellit im Falle eines Fehlstarts), deshalb starten sie über das Mittelmeer Richtung West. Das kostet eine Menge Energie, würden sie konventionell Richtung Osten starten, könnten ihre Satelliten bestimmt 100 kg schwerer sein.

Ätsch, jetzt behalte ich die 5 €  ;D



Offline roger50

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Re: Konzepte gegen Weltraumschrott
« Antwort #13 am: 26. Juni 2006, 21:27:08 »
Mist, rechnen müßte man können..... :-[
Zitat
Die Bahnneigung von Qfeq-5 entspricht also 53,46°, bloß anders herum

Muß natürlich 36,54° heißen (180° - 143,46°)

Setzen! Sechs ! :'(
« Letzte Änderung: 26. Juni 2006, 21:27:50 von roger50 »

rolli

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Re: Konzepte gegen Weltraumschrott
« Antwort #14 am: 27. Juni 2006, 09:36:36 »
Na sowas, *rotanlauf*

Ich habe irgendwo gelesen, die israelischen Raketen fliegen nordwärts über die Türkei Richtung Nordpol. Das wäre für einen Spionagesatelliten auch logisch, weil er bei polarem Umlauf jedes Fleckchen Erde auskundschaften kann.
Aber bei Leitenberger lese ich jetzt das:
Zitat entfernt und Quellenlink hinzugefügt:
http://www.bernd-leitenberger.de/raketen-anderer-nationen.shtml

Sorry roger50, da sieht man wieder: Je sicherer man ist, desto mehr schleichen sich Fehler ein.

Übrigens: 28000 Km/h nach Westen. Wenns da nen Zusammenstoss mit einem anderen Satellit von Westen her gibt, meine Güte! (56000 Km/h Aufprallgeschwindigkeit)

 :o
« Letzte Änderung: 22. April 2009, 19:23:29 von Speedator »

H.J.Kemm

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Re: Konzepte gegen Weltraumschrott
« Antwort #15 am: 27. Juni 2006, 14:08:47 »
Moin,

ich kopiere diesen Beitrag nach hier und auch unter ISS; mein Kommentar dazu folgt später:

Zitat entfernt und Link zu identischem Text hinzugefügt:
http://news.search.ch/ausland/2006-06-27/unbekanntes-flugobjekt-bedroht-iss


Jerry
« Letzte Änderung: 22. April 2009, 19:25:18 von Speedator »

H.J.Kemm

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Re: Konzepte gegen Weltraumschrott
« Antwort #16 am: 27. Juni 2006, 19:54:43 »
Moin,

aus RIA-Novosti von soeben:
Zitat
MOSKAU‚ 27. Juni (RIA Novosti). Der alte, 1963 gestartete USA-Satellit Hitch Hiker ist an der ISS vorbeigeflogen, ohne sie zu streifen.

Das teilte der Chefballistiker der Flugleitzentrale, Nikolai Iwanow, im Gespräch mit RIA Novosti mit.

"Die Berechnungen haben sich bewahrheitet - das Objekt flog an der Raumstation vorbei", sagte Iwanow. Er bemerkte, dass die ISS-Besatzung nicht vor die Aufgabe gestellt worden war, Hitch Hiker zu fotografieren, der mit einer immensen Geschwindigkeit vorbeigeflogen war. "Die Bewegungsgeschwindigkeit des Objektes betrug mehr als 14 Kilometer pro Sekunde, und es war unmöglich, es aufzunehmen", sagte der Experte.

Ihm zufolge sind im US-amerikanischen Katalog von Weltraummitteln derzeit mehr als 10 000 verschiedene Objekte von 20 Zentimeter Größe bis zur Internationalen Raumstation selbst erfasst. "Nur zehn Prozent dieser Objekte, von denen jedes mit einer Nummer versehen ist, sind einsatzfähige Raumapparate, bei den Restlichen handelt es sich um ‚Weltraummüll'", verdeutlichte der Experte.

Wären die Berechnungen der Fachleute der Flugleitzentrale falsch gewesen, hätte das Weltraumobjekt die ISS durchschlagen können.

Die Situation im Orbit war mit Hilfe von Bodenkontrollmitteln Russlands und der USA überwacht worden, die umgehend Informationen geliefert haben.

"Im Rahmen des ISS-Programms war im Voraus ein Verfahren entwickelt worden, das in außerordentlichen Situationen sogenannte Manöver zum Ausweichen vor ‚Weltraummüll' ermöglicht. Während des Fluges der ISS waren bisher insgesamt sechs Ausweichmanöver - vier unter Einsatz von Progress-Schiffen und zwei mit Shuttles - durchgeführt worden", so der Experte.

http://de.rian.ru/science/20060627/50563176.html

Jerry
« Letzte Änderung: 22. April 2009, 22:20:38 von Speedator »

Offline paygar

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Re: Konzepte gegen Weltraumschrott
« Antwort #17 am: 27. Juni 2006, 20:04:09 »
@rolli und roger50

Die Shavit hatte schon sieben Starts, von denen drei fehlschlugen.

Hier noch der Wikipedia-Artikel: http://de.wikipedia.org/wiki/Shavit

Laut Gunter's Space Page soll der nächste Start noch dieses Jahr erfolgen.
http://skyrocket.de/space/index_frame.htm?http://skyrocket.de/space/doc_chr/lau2006.htm

paygar
« Letzte Änderung: 27. Juni 2006, 20:04:41 von paygar »
"To invent an airplane is nothing. To build one is something. But to fly is everything." --Otto Lilienthal

knt

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Re: Konzepte gegen Weltraumschrott
« Antwort #18 am: 20. Februar 2007, 11:14:31 »
Zitat
NOWOSIBIRSK, 19. Februar (RIA Novosti). Die Behörden der Republik Altai (asiatischer Teil Russlands) haben die Absicht, sich an Roskosmos (Föderale Raumfahrtagentur) mit der Bitte zu wenden, das Territorium der Region vom Weltraummüll zu räumen, heißt es in einer Mitteilung des Pressedienstes der Regierung der Republik.

Diese Entscheidung wurde in einer Sitzung der interministeriellen Kommission für ökologische Sicherheit getroffen.

„Im Laufe eines halben Jahrhunderts wurde das Territorium der Republik mehr als 400 Mal zu Raumfahrtzwecken genutzt. Von der russischen Regierung wurden Entschädigungszahlungen vorgesehen. Aber sie lösen das Problem der Räumung des Territoriums der Republik vom Weltraummüll nicht“, heißt es in der Mitteilung.

Nach Angaben des Pressedienstes macht die Gesamtfläche, auf die Fragmente von Trägerraketen niedergefallen sind, ein Viertel des gesamten Territoriums der Republik aus. Auf dieser Fläche sind ungefähr 2000 Tonnen von Metallkonstruktionen von Weltraum-Raketentechnik konzentriert. In dieser Zone liegen über 30 Ortschaften.

„Der Weltraummüll auf dem Territorium der Republik ist eines der besonders aktuellen Probleme für Altai“, wurde im Pressedienst betont.
http://de.rian.ru/russia/20070219/60970394.html
« Letzte Änderung: 29. August 2007, 17:47:51 von H.J.Kemm »

Speedator

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Re: Konzepte gegen Weltraumschrott
« Antwort #19 am: 01. März 2007, 00:04:26 »
Hört sich ja heftig an. Mir wäre da auch etwas mulmig, wenn ich da wohnen müsste. Was da wohl dann alles von oben kommt :D

Offline chris

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Re: Konzepte gegen Weltraumschrott
« Antwort #20 am: 02. März 2007, 19:42:10 »
Tja. das war schon immer ein Problem bei den Russen.
Irgendwo müssen die Teile ja runter, und die haben dummerweise keinen küstennahen Startplatz wie die Amis oder die Europäer (dort fällt der Schrott einfach ins Meer).

Offline Schillrich

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Re: Konzepte gegen Weltraumschrott
« Antwort #21 am: 02. März 2007, 19:58:32 »
Zitat
... küstennahen Startplatz wie die Amis oder die Europäer (dort fällt der Schrott einfach ins Meer).

Was ja, streng genommen, auch nicht die feine Art ist ...
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel

"Failures are ammo in your arsenal, not baggage that weighs you down." (JPL)

Offline chris

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Re: Konzepte gegen Weltraumschrott
« Antwort #22 am: 06. März 2007, 17:48:43 »
Zitat
Zitat



Was ja, streng genommen, auch nicht die feine Art ist ...

Was schlägst Du denn vor?

rolli

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Re: Konzepte gegen Weltraumschrott
« Antwort #23 am: 06. März 2007, 18:26:07 »
Die vielen, millionen menschlichen Gegenstände, von der Nähmaschine bis zum Riesenfrachter, die in den Ozeanen versinken, tun sogar teilweise ihr Gutes, indem sie zu natürlichen Korallenriffen werden. Abgesehen davon nagt der Zahn der Zeit alles ab und wech, ich denke, soo schlimm ist ne versunkene Raketenhülle nicht, höchstens der Restinhalt, und auch der zersetzt sich.

Joo, Gaia wehrt sich auf die sanfte art...

 [smiley=tongue.gif]

Offline Schillrich

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Re: Konzepte gegen Weltraumschrott
« Antwort #24 am: 07. März 2007, 19:03:41 »
Das "Bischen" war für Altai am Anfang bestimmt auch kein Problem. Mit der Zeit läppert es sich aber trotzdem. Entsprechend ist das mit den Meeren. Und nur weil man nur einen kleinen Teil des Gesamtproblems darstellt, heißt das nicht, dass man es einfach ignorieren kann. Das ist ja das gleiche bei uns Konsumenten, wenn es um Wasserverbrauch, Abgase, Energieverschwendung geht.
« Letzte Änderung: 07. März 2007, 19:04:07 von Schillrich »
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel

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