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Autor Thema: ESO  (Gelesen 4940 mal)

Offline Lumpi

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ESO
« am: 11. Oktober 2017, 17:24:39 »
Wird höchste Zeit, dass die 1962 gegründete "Europäische Organisation für astronomische Forschung in der südlichen Hemisphäre" einen eigenen Thread spendiert bekommt.  :)  Irland möchte jetzt übrigens auch der ESO beitreten: https://www.eso.org/public/germany/announcements/ann17070/
Das Bekannte ist endlich, das Unbekannte unendlich.

Offline Lumpi

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Re: ESO
« Antwort #1 am: 11. Oktober 2017, 17:32:39 »
Am Montag, den 16.10.17 um 16.00 Uhr unserer Zeit will die ESO bei einer Pressekonferenz in Garching eine "bahnbrechende" Entdeckung eines astronomischen Phänomens präsentieren, welches noch nie zuvor beobachtet worden ist. Was mag das sein?   :-\
https://www.eso.org/public/germany/announcements/ann17071/
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Offline Zyklotrop

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Re: ESO
« Antwort #2 am: 11. Oktober 2017, 19:09:21 »
Was mag das sein?   :-\
Die Verschmelzung zweier Neutronensterne. Seit ein paar Wochen gibt es immer wieder Andeutungen, dass eine simultane Beobachtung durch LIGO und optische Teleskope stattgefunden hat.
"That's not an astronaut, it's a TV comedian. And he was just using space travel as a metaphor for beating his wife!"

Offline MoreInput

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Re: ESO
« Antwort #3 am: 11. Oktober 2017, 21:17:40 »
Hier ein Bericht der FAZ:http://www.faz.net/aktuell/wissen/gravitationswellen-sensation-eine-neue-aera-der-astrophysik-15241709.html

"Lange hat man darauf gewartet, nun ist es offenbar endlich geglückt: Erstmalig scheint die Quelle einer Gravitationswelle auch als Lichtblitz zu beobachten zu sein. Eine wissenschaftliche Sensation."
*  erstmalig eine Gravitationswellen entdeckt durch das Zusammenstürzen zweier Neutronensterne
*  Neben den Gravitationswellenastronomen selbst werden bei dieser Konferenz Repräsentanten von siebzig anderen astronomischen Observatorien anwesend sein
*  Daneben nehmen Forscher teil, deren Expertise auf dem Gebiet der Gammablitze liegt.

Es bleibt spannend.
Interessant wird sicher, ob die Graviationswellen gleichzeitig mit den Lichtwellen eintrafen, oder früher oder später?

Offline websquid

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Re: ESO
« Antwort #4 am: 12. Oktober 2017, 00:45:35 »
Die Vermutung dürfte sich dadurch erhärten, dass die Pressekonferenzen der Gravitationswellen-Teams am gleichen Tag wie die hier angeteaserte ESO-Konferenz stattfinden. Das ist schon sehr verdächtig und spricht dafür, dass ein ESO-Teleskop eben jene optische Beobachtung erbracht hat - genaueres werden wir dann wohl Montag erfahren.

Offline Pirx

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Re: ESO
« Antwort #5 am: 12. Oktober 2017, 19:06:21 »
Guten Abend!

Schaut eigentlich am Samstag den 21.10. jemand in Garching vorbei?

Tag der offenen Tür 2017: https://www.eso.org/public/germany/events/special-evt/openhouse17/

Gruß   Pirx
Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben. (Alexander von Humboldt)

Online James

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Re: ESO
« Antwort #6 am: 14. Oktober 2017, 11:26:23 »
Ja.

Offline tnt

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Re: ESO
« Antwort #7 am: 15. Oktober 2017, 21:43:39 »
Beim Tag der offenen Tür empfehle ich allen neben dem ESO natürlich auch ein Besuch des FRM II. Dazu sollte man sich aber vorher anmelden.

Offline MillenniumPilot

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Re: ESO
« Antwort #8 am: 16. Oktober 2017, 15:35:56 »
Kaum schreibe ich einen Kommentar, finde ich den passenden Thread dafuer.

Was ist eigentlich das erwartete Ergebnis? Lichtblitz und Gravitationswellen treffen zeitgleich ein, oder die Gravitationswellen erreichen uns nach dem Lichtblitz?

Offline Pirx

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Re: ESO
« Antwort #9 am: 22. Oktober 2017, 09:56:05 »
Beim Tag der offenen Tür empfehle ich allen neben dem ESO ...
Hallo Zusammen!

Es gibt jetzt eine Bildergalerie zum ESO-Event gestern:

https://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?action=media;sa=album;in=802

Wer Schreibrechte möchte, um Photos hochzuladen, melde sich bitte.

Gruß   Pirx
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Offline AN

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Re: ESO
« Antwort #10 am: 22. Oktober 2017, 18:06:07 »
Gerade drüber gestolpert:

ALMA – Atacama Large Millimeter/submillimeter Array
Josef M. Gaßner und Wolfgang Wild


https://www.youtube.com/watch?v=ucmAFoZL9wU

Have fun!

Axel

Online -eumel-

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Re: ESO
« Antwort #11 am: 23. Oktober 2017, 01:46:12 »
Sehr gutes Video!
Darin wird ALMA verständlich erklärt.
Nächster Berliner Stammtisch am Freitag, dem 25. Oktober 2019 ab 19:30 Uhr in der Bar Gagarin.

Offline Lumpi

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Re: ESO
« Antwort #12 am: 23. Oktober 2017, 18:36:46 »
Ja, sehr gutes Video! Mir ist aber eine Diskrepanz aufgefallen. Im Video und auch bei Wikipedia werden als Beobachtungsbereich von ALMA Wellenlängen zwischen 0,3 mm und 9,6 mm, bzw. 1 cm angegeben. Auf der entsprechenden ESO-Seite steht als Obergrenze aber nur 3,6 mm.  :-\
Zitat
Die 66 einzelnen Präzisionsantennenschüsseln von ALMA bilden einen revolutionären Teleskopverbund, der bei Wellenlängen von 0,32 bis 3,6 Millimetern beobachtet.
http://www.eso.org/public/germany/teles-instr/alma/
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Online James

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Re: ESO
« Antwort #13 am: 17. November 2017, 21:20:09 »
Für alle die am 21. Oktober am Tag der offenen Tür bei der ESO waren, und auch für alle Anderen, ein Video von Andreas Müller aus der Reihe "Urknall, Weltall und das Leben:
https://urknall-weltall-leben.de/component/k2/item/397-tag-der-offenen-tuer-tum-garching-eso-supernova-mpe-mpa-andreas-mueller

MaxBlank

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Re: ESO
« Antwort #14 am: 17. November 2017, 21:45:45 »
.. Mir ist aber eine Diskrepanz aufgefallen. Im Video und auch bei Wikipedia werden als Beobachtungsbereich von ALMA Wellenlängen zwischen 0,3 mm und 9,6 mm, bzw. 1 cm angegeben. Auf der entsprechenden ESO-Seite steht als Obergrenze aber nur 3,6 mm.  :-\
Das dürfte ein Typo sein: "ALMAs Empfänger arbeiten in den Frequenzbändern zwischen 30 und 950 GHz". Die niedrigste Frequenz von 30 GHz entspricht einer längsten Wellenlänge von 1 cm.
Oder auch:  950 GHz/30 GHz = 9,5 mm/0,3 mm (obere und untere Bereichsgrenzen)
Wenn Du bei "3,6" bei der "3" links oben den Bogen schliesst, steht da "9,6" - vermutlich ein Lesefehler beim Abtippen

Offline Lumpi

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Re: ESO
« Antwort #15 am: 30. November 2017, 18:00:11 »
Für den Beitritt zur ESO 2018 zahlt Irland übrigens eine einmalige "Aufnahmegebühr" von 14 Mio. €, der Jahresbeitrag beträgt 2 Mio €. Kleinvieh macht auch Mist...
https://www.siliconrepublic.com/innovation/ireland-eso-membership-lana-salmon
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Offline Lumpi

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Re: ESO
« Antwort #16 am: 13. März 2018, 17:08:14 »
Brasilien kann/darf vorerst kein ESO-Mitglied werden. Der ESO-Rat hat beschlossen den Beitritts-Prozess auszusetzen bis "Brasilien in der Lage ist, die Umsetzung des Beitrittsabkommens abzuschließen, gegebenenfalls durch Neuverhandlung." https://www.eso.org/public/germany/announcements/ann18015/
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Online Rücksturz

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Re: ESO
« Antwort #17 am: 09. März 2019, 17:50:15 »
Ich war vor kurzem mit meiner Frau im neuen ESO Planetarium "ESO Supernova" in Garching:
https://supernova.eso.org/germany/


(Bild: Axel Nantes, noch vor der Fertigstellung aufgenommen)

Das futuristische Gebäude mit Planetarium und großem Ausstellungsbereich wurde letztes Jahr eröffnet.
Es wurde im wesentlichen durch die Klaus Tschirra Stiftung gGmbH finanziert:
https://www.klaus-tschira-stiftung.de/
Die Ausstellung wurde mit Unterstützung des Heidelberger Instituts für theoretische Studien konzipiert.
https://www.h-its.org/de/
Betrieben wird die ESO Supernova durch die ESO, die ihr Hauptquartier unmittelbar neben dem neuen Gebäude hat.

Im Eröffnungsjahr 2018 waren die Planetariumsshows zur Einführung noch kostenlos, jetzt kosten sie für alle 5 € pro Person.
Im Vergleich zu anderen Planetarien ist das eher günstig bzw. entspricht das den dortigen ermäßigten Preisen.

Das Planetarium erreicht man aus München am besten per U-Bahn, die U-Bahnhaltestelle "Garching Forschungszentrum" ist nur 4 min. Fußweg entfernt.
Für Autofahrer steht ein Parkplatz zur Verfügung, der an dem Sonntag an dem wir dort waren völlig ausgereicht hat.

Im Eingangsfoyer befinden sich Kasse, Info und Shop und von da aus gelangt man auch ebenerdig ins Planetarium.
Generell ist das Gebäude komplett barrierefrei konzipiert.
Vom Foyer gelangt man auch in die Ausstellung, die sich über eine lange spiralförmige Rampe einmal nach oben schraubt und dann im zweiten Teil wieder nach unten, so dass man wieder im Foyer landet.
Der Eintritt zur Ausstellung ist kostenlos!
Dazu muss man sagen, die Ausstellung ist sehr umfangreich und sehr gut gemacht, wirklich auf allen Kanälen (viele kurze Texte, Bilder (Wand, Boden, Decke, Aufsteller...), Hörstationen, Mitmachstationen, interaktive Smart-Screens, Videoeinspieler, Simulatoren zum mitmachen und und und...
Ich hab ca. 1/3 gelesen und habe über eine Stunde gebraucht.
Wenn man alles lesen und mitmachen will, sollte man 2,5 bis 3 Stunden einplanen.
Wenn man nur die Überschriften liest, sich die Bilder anschaut und ein paar Hörstationen bzw. Videos mitnimmt kann man es auch in 45 min. schaffen.
Das ganz hat aber einen (kleinen) Haken, es richtet sich an die Durchschnittsbevölkerung.
Das passt auch gut für kleine, mittlere und große Leute, da für unterschiedliches Alter passendes "Futter" parallel angeboten wird, man kann also problemlos mit der ganzen Familien hingehen, es ist für jeden ansprechend und was dabei.
Allerdings ist der Mehrwert für erfahrene Raumfahrer und Astronomie-Profis mit entsprechender Vorbelastung nicht ganz so hoch.
Es ist auf jeden Fall schön anzusehen, aber wenn man nicht zu viel Zeit hat, würde ich empfehlen durch die erste Hälfte nur durchzulaufen (einmal hoch) und überhaupt erst bei der Mitte richtig einzusteigen (die absteigende Spirale) und die Texte zu lesen.

Zusätzlich gibt es momentan noch eine Wechselausstellung zum Thema "Laser, Licht, Leben" zu Geschichte und Anwendung der Lasertechnologie, sowie ihrer Rezeption in Kunst und Kultur.
Wie lange diese Ausstellung noch läuft konnte ich nicht herausfinden, auch auf der Website ist noch keine Nachfolgeausstellung angekündigt.
Diese Laser-Ausstellung ist auch sehr interessant, wobei die begehbare und spielbare "Licht-Harfe" natürlich das "Highlight" dieser Ausstellung ist.
Bei dieser "Harfe" werden die klassischen Saiten durch Laser-Strahlen ersetzt.
Unterbricht man einen Laserstrahl wird ein Ton erzeugt, jeder Strahl repräsentiert eine andere Tonhöhe.
Praktisch jeder Besucher, ob jung oder alt, musste fast zwangsweise das Instrument ausprobieren.
Da der Bereich der Wechselausstellung sich direkt neben dem Kassenbereich befindet, frage ich mich allerdings wie lange die Mitarbeiter/innen das aushalten...   :D
Im Foyer kommt das wie dauerndes Kaufhaus- oder Aufzugs-Gedudel an...

Die Show war eine klassische digitale Planetariumsvorstellung.
Einen analogen Zeiss-Projektor gibt es nicht.
Wobei die Kuppel nicht senkrecht über den Zuschauern angeordnet ist sondern schräg, vor und über den Zuschauerrängen, die ebenfalls ansteigend angeordnet sind.
Was vom Sitzen her angenehmer ist, allerdings sollte man versuchen Plätze nicht ganz vorne zu wählen.
In der zweiten Reihe mussten wir den Kopf auf den leicht schräggestellten Sitzen extrem nach hinten überstrecken, wenn wir alles sehen wollten.
Am besten rechtzeitig vorher auf der Website Plätze buchen, die Vorstellungen sind meist sehr gut ausgebucht.
Was so nicht auf der Website stand, ich aber als sehr positiv empfand, die erste Hälfte (von ca. 1 Stunde) war eine Live-Vorführung von Sternbildern und warum die ESO den Himmel beobachtet.
Wenn ich es richtig verstanden habe, arbeitet die sehr gut englisch Sprechende Moderatorin im Hauptberuf als Wissenschaftlerin bei der ESO.
Gerne hat sie auch Fragen der Gäste beantwortet und die Show an die Wünsche angepasst.
(Selbstverständlich werden alle Shows auch in deutscher Sprache angeboten, man muss vorher im Programm nachschauen wann welche Show in welcher Sprache (deutsch oder englisch) angeboten wird.)
Der eigentliche Film auf der 180°-Kuppel-Projektion handelte von den Planeten des Sonnensystems und ihrer Erforschung (gibt natürlich auch zahlreiche andere Programme, man muss natürlich nehmen was zu einem bestimmten Zeitpunkt angeboten wird).
Das war sehr schön und beeindruckend anzusehen (außer man reagiert empfindlich auf schnelle Kamerafahrten durch tiefe Mars-Täler oder durch Saturnringe, meine Frau hat diesen Teil der Vorführung mit geschlossenen Augen verbracht  8) ).
Lästig fand ich, dass bei diesem "Film" bei jedem Planeten mit realen Forschungssonden begonnen wurde (sehr schön) und am Ende immer Astronauten auf dem Himmelskörper unterwegs waren.  ::)
Beim Mars lasse ich mir das noch eingehen, aber ich befürchte keiner der auch ganz jungen Zuseher wird das noch auf Europa oder gar Io erleben.

Generell habe ich den Eindruck dass Gebäude, Ausstellung und Planetarium architektonisch, technisch und von der didaktischen Konzeption momentan an der Spitze dessen stehen, was heute möglich ist!  :)

Kleines Manko ist das Thema "Pausenverpflegung".
Es gibt kein Cafe oder ähnliche Gastronomie, nur einen Lunch-Bereich mit Automatenstation im Untergeschoss.
Man darf dort aber auch selbst mitgebrachte Getränke und Lebensmittel verzehren.
WARNUNG: Es gibt nur Kaltgetränke und Snacks, KEINEN Kaffee!
Während wir da waren, war dann auch noch der Getränkeautomat defekt...
Das ist dann aber auch schon jammern auf hohem Niveau, bei allem was das Planetarium, Gebäude und insbesondere Ausstellung angeht kann man nur eine absolute Empfehlung aussprechen!
Die Mitarbeiter/innen sind ausgesprochen freundlich, hilfsbereit und insgesamt hat es trotz der Größe einen familiären Charakter.

Das ESO Supernova ist von Mittwoch bis Freitag von 9:00 bis 17:00 Uhr und Samstag / Sonntag von 12:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.
Montag und Dienstag ist geschlossen.

Viele Grüße
Rücksturz

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