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Autor Thema: DLR  (Gelesen 136945 mal)

Offline tobi

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DLR
« am: 02. Februar 2006, 19:40:38 »
Hallo,
ich habe gerade gelesen, dass das DLR die Räder für die Exomars-Mission entwickelt, da das DLR schon Erfahrung in der Optimierung von Rädern hinsichtlich der Bodenhaftung hat.

Auf der Seite könnt ihr Bilder und Videos zu den ersten Tests sehen.
Hier der Link:
http://www.dlr.de/mars-express/video/rover/
« Letzte Änderung: 26. April 2006, 20:54:13 von H.J.Kemm »
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!", "Le CNES, The Place to Be!!!"

T. Gentsch(Guest)

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Re: DLR entwickelt Räder für ExoMars
« Antwort #1 am: 03. Februar 2006, 10:24:39 »
Ist das richtig, das ExoMars nach Leben suchen soll?

Wenn ja, könnte man das ja mit der Thor Mission der Nasa koppeln. Die wollen mit einem Geschoß einen künstlichen Krater erzeugen und der wird dann von unserem(ESA) ExoMars Roboter untersucht.

Grüße Thomas

Thor Mission startet 2011. Exo Mars angeblich auch 2011.

fire-swift

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Re: DLR entwickelt Räder für ExoMars
« Antwort #2 am: 10. Februar 2006, 15:35:01 »
Zitat
Ist das richtig, das ExoMars nach Leben suchen soll?

Wenn ja, könnte man das ja mit der Thor Mission der Nasa koppeln. Die wollen mit einem Geschoß einen künstlichen Krater erzeugen und der wird dann von unserem(ESA) ExoMars Roboter untersucht.

Grüße Thomas

Thor Mission startet 2011. Exo Mars angeblich auch 2011.

Ich würde mich fragen ob es dann nicht probleme wegen aufggeflogenem Staubs geben würde. Bekanntlich ist die Marsathmosphäre sehr dünn und das, was da an Schuut auffligen wird, wird bei einer Stromversorgung ganz über Solarpanele im warsten Sinne des Wortes dunkel aussehen ...

Vor allem wäre auch die Frage, ob ein Roboter überhapt den Krater befahren könnte.
Erstens müsste der Krater ereichbar sein, und ausserdem befahrbar sein, was bei einer steilen Kraterwandt und dem vieleicht unberechenbaren  Boden.

Direkt in 25 Meter tiefe zu sein, wäre vieleicht verlockend, um somit mit dem Tleskop-Bohrer eine Tiefe von etwa 40/50 Meter ereichbar wäre ... aber fraglich, ob es klappen würde!

ILBUS

  • Gast
Re: DLR entwickelt Räder für ExoMars
« Antwort #3 am: 10. Februar 2006, 15:42:42 »
Bezüglich des Staubs hat man auf dem Mars Glück im Ungluck. Da es dort eine Atmosphäre gibt, gibt es auch Winde und Sturme. Es fegt den Staub von den Pannels weg. Dies hat schon mehrmals bei den beiden Marsrovern stattgefunden.

fire-swift

  • Gast
Re: DLR entwickelt Räder für ExoMars
« Antwort #4 am: 10. Februar 2006, 21:55:49 »
Zitat
Bezüglich des Staubs hat man auf dem Mars Glück im Ungluck. Da es dort eine Atmosphäre gibt, gibt es auch Winde und Sturme. Es fegt den Staub von den Pannels weg. Dies hat schon mehrmals bei den beiden Marsrovern stattgefunden.

Warum ist es denn eigentlich nicht möglich einen Art Staubwischer zu entwickeln, der erst zusammegeklappt, und so erschütterungssicher in einer Box verstaut nacher auf dem Mars die Solarpanele dann bereinigt ...

Dann gäbe es damit auch nciht so stake Probleme wie bei den momentanen MARSROVERN, die ja fast abhängig von den Staubteufeln wären ...

Und mit den Staubaufwirbelungen meinte ich es so; dass nehmlich je nahc beschaffenheit des Bodens die einzellnen Partikel sich ja sicherlich zu einer enormen Staubwolke zusammen tragen könnten, und so die Sonnenstrahlung reduziert wäre.
Und der abfallende Staub würde sicherlich stärker wirken als der sich sonst nur überlicherweise ansammelnde Staub. Bei den Marsrovern hätte das ganze die Stromversorgung sicherlich auf ein Minimum reduziert!

ILBUS

  • Gast
Re: DLR entwickelt Räder für ExoMars
« Antwort #5 am: 11. Februar 2006, 10:59:17 »
Hallo feuerflickes ;) meinst du die Staubverwirbelungen von der Fahrt? so schnell fährt doch kein Rover.

Über den Einsatz von Wischern hatte ich auch schon nachgedacht. Wird mich auch interessieren warum so was bei den Rovern nicht eingesetzt werden. Noch besser währe, wenn die Solarpanele nach unten zusammenfaltbar währen, dann floge der Staub von aleine runter. Aber wenn es besonderes gut haftet, zum Beispiel durch elektrostatische Kräfte, so kommt man ohne wischer nicht rum.

Was ich als ein evtls Problem der Wischer sehe: Gewicht, und Energieverbrauch. Jetzt Pi mal Daumen abgeschätzt meine ich das ist die Gesammte Energieresourcen des Roverst in anspruch nehmen könnte. oder die sogar übertreffen.

fire-swift

  • Gast
Re: DLR entwickelt Räder für ExoMars
« Antwort #6 am: 12. Februar 2006, 00:20:07 »
Zitat
Hallo feuerflickes ;) meinst du die Staubverwirbelungen von der Fahrt? so schnell fährt doch kein Rover.

Über den Einsatz von Wischern hatte ich auch schon nachgedacht. Wird mich auch interessieren warum so was bei den Rovern nicht eingesetzt werden. Noch besser währe, wenn die Solarpanele nach unten zusammenfaltbar währen, dann floge der Staub von aleine runter. Aber wenn es besonderes gut haftet, zum Beispiel durch elektrostatische Kräfte, so kommt man ohne wischer nicht rum.

Was ich als ein evtls Problem der Wischer sehe: Gewicht, und Energieverbrauch. Jetzt Pi mal Daumen abgeschätzt meine ich das ist die Gesammte Energieresourcen des Roverst in anspruch nehmen könnte. oder die sogar übertreffen.

Ich meine den Staub, der nach der Explsion (bzw allgemein bei der Entstshung des Kraters) in die Athmoshäre gepustet wird und dann irgendwann runter segelt.

Das es keine Wischer oder solche Umklappfunktionen benutztwerden ligt wohl an der Klebrigkeit des Staubs:
Bei Wischern hätte man sicherlich Angst, dass diese den Dreck nur verwischen oder fetser werden lassen oder die Panele zerkratzen;
Und wohl zu unstabiel wären oder zu viel Platz verbräuchten, Probleme bei Erschütterungen hätte, etc ...
Und die Umklappfunktion könnte vieleicht nicht stark genug sein, da der Staub vieleicht zus sehr haften würde ... und was wäre, wenn plötzlich die Mechanik für Klappen nicht mehr funktionieren würde?! Hinterher wäre die hälfte des Stroms wech ...
Von daher wohl nicht machbar (denn die Erbauer dürften ja nicht so dumm sein und nicht mal darauf kommen solche Systeme einzusetzten!)

H.J.Kemm

  • Gast
Re: DLR
« Antwort #7 am: 26. April 2006, 22:52:11 »
Moin,

neue Info:



Weltraumforschung im DLR


Experimente in Schwerelosigkeit, Erforschung anderer Planeten, Umweltbeobachtung aus dem All: Die Raumfahrt-Aktivitäten des DLR umfassen ein vielfältiges Spektrum. Sie orientieren sich an den Vorgaben des 5. Deutschen Raumfahrtprogramms sowie den eigenen Kerngebieten und folgen dabei übergeordneten Zielen wie:

    * Sicherung materieller Lebensgrundlagen des Menschen durch wesentliche Beiträge zu Meteorologie, Umweltüberwachung, Katastrophenvorsorge, Ressourcenmanagement, Mobilität und Friedenssicherung sowie Anregung zum Erwerb naturwissenschaftlich-technischer Bildung
    * Ausrichtung auf Vorhaben mit wirtschaftlicher Perspektive sowie Anwendungs- und Nutzungspotenzial
    * Erwerb grundlegender Erkenntnisse über das Universum und die Erde.

Das DLR erbringt in den eigenen Forschungseinrichtungen wissenschaftliche, technologische und operationelle Beiträge. In nationalen und internationalen Raumfahrt-Missionen und Forschungsprojekten in Zusammenarbeit mit Partnern wie bspw. der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA oder der Europäischen Weltraumorganisation ESA hat es seine Kompetenz und Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt.

Darüber hinaus übernimmt das DLR Raumfahrtmanagement im Auftrag und nach Maßgabe der zuständigen Bundesressorts die Aufgaben der nationalen Raumfahrtagentur.



Jerry

H.J.Kemm

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Re: DLR
« Antwort #8 am: 27. April 2006, 18:09:38 »
Moin,


DLR-Info:



Girls'Day 2006 im DLR
27. April 2006

Auch in diesem Jahr beteiligte sich das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Mädchen-Zukunftstag "Girls'Day". Am 27. April 2006 hatten Schülerinnen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren die Gelegenheit, an mehreren DLR-Standorten zu erfahren, wie spannend und vielfältig die Arbeit in der Luft- und Raumfahrt ist.

Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass Mädchen entgegen der allgemeinen Meinung sehr an Technik interessiert sind. Dieses Interesse will das DLR mit den Girls'Day-Angeboten fördern. "Wir haben gar nicht gewusst, wie spannend die Arbeit der Forscherinnen und Forscher ist und wie viele Dinge aus der Forschung in unser tägliches Leben einfließen", sagte eines der Mädchen, das am Girls'Day im DLR-Standort Göttingen teilgenommen hatte.

Im DLR-Standort Köln wurden die Schülerinnen von Klaus Hamacher, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstandes des DLR, begrüßt. Anschließend erlebten sie live mit, wie Daten und Bilder der Raumsonde "Rosetta", die im Jahr 2014 auf einem Kometen landen soll, im Kontrollraum des DLR empfangen wurden. Sie führten im DLR_School_Lab verschiedene Experimente durch, besuchten das DLR-Institut für Antriebstechnik und das Europäische Astronautenzentrum (EAC) der ESA.

Im DLR Göttingen wurden den Mädchen Windkanäle und Versuchseinrichtungen vorgestellt, die technischen Bereiche Konstruktionsbüro, Elektronikwerkstatt und Ausbildungswerkstatt öffneten ihre Türen und stellten die Vielfalt der technischen Berufe vor. Außerdem bauten die Schülerinnen mit viel Kreativität Flugmodelle im DLR_School_Lab. Sie freuten sich, mit den Wissenschaftlern und Technikern zu sprechen und ihnen viele Fragen zu ihren Berufen stellen zu können.

Auf einem Parcours durch fünf Institute und deren Labors, Prüfhallen und Werkstätten erhielten die Schülerinnen Einblick in die breite Themenvielfalt und die Berufswelt des DLR in Stuttgart. Natürlich durften die Mädchen rund um Verbrennungsforschung, Materialforschung, Solarforschung, Brennstoffzellentechnologie, Laserforschung und Materialbearbeitung selbst experimentieren, assistieren, ausprobieren und viele Fragen stellen. Und das alles unter fachkundiger Leitung durch die Wissenschaftlerinnen und Auszubildenden des DLR.

Der Girls'Day ist ein bundesweit organisierter Aktionstag, an dem sich Schülerinnen in Betrieben, Büros und Werkstätten, Forschungseinrichtungen und Institutionen über Ausbildungswege und Studiengänge informieren können, indem sie in verschiedene Berufe "hineinschnuppern". Gefördert wird dieser Mädchen-Zukunftstag u.a. vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).




Jerry

H.J.Kemm

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Re: DLR
« Antwort #9 am: 02. Mai 2006, 17:11:54 »
Moin,


DLR-Information:


Für 13 Minuten schwerelos - DLR-Experiment auf der Höhenforschungsrakete MAXUS 7
2. Mai 2006


Am heutigen Dienstag, 2. Mai 2006, ist um 08:16 Uhr (MESZ) die Höhenforschungsrakete MAXUS 7 vom Startplatz Esrange bei Kiruna in Nordschweden erfolgreich gestartet. Sie trug während des knapp dreizehnminütigen Flugs in der Schwerelosigkeit verschiedene Experimente ins All, von denen man sich neue Erkenntnisse für die Grundlagenforschung erhofft. Mit an Bord war auch ein Experiment des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), das technische Gusslegierungen in Aerogel-Öfen untersuchte.

Die Schwerkraft beeinflusst alle chemischen, biochemischen oder physikalischen Vorgänge, bei denen unterschiedlich schwere, flüssige Substanzen beteiligt sind. So verhalten sich Wasser und Öl unter dem Einfluss der Schwerkraft immer so, dass das Öl auf dem Wasser schwimmt. Ohne die Schwerkraft würden sie eine perfekte Emulsion bilden. Die Forschung in Schwerelosigkeit ist dann notwendig, wenn man das Verhalten der Substanzen ohne die durch die Schwerkraft ausgelösten Effekte untersuchen will.

Auf MAXUS 7 flogen zwei vom Kölner DLR-Institut für Raumsimulation entwickelte Aerogel-Öfen, die ihre Funktionstauglichkeit bereits im Rahmen der Höhenforschungsraketenexperimente TEXUS 39 und TEXUS 41 unter Beweis gestellt hatten. Durch die Verwendung von Aerogelen als Tiegelmaterial ermöglichen die Öfen Experimente zur gerichteten Erstarrung von metallischen Legierungen unter sehr kontrollierten Bedingungen und mit direkter Beobachtung, da die Quarzglas-Aerogele durchsichtig sind. Solche Aerogele sind hochporöse Körper, die praktisch keine Wärme leiten und nicht mit metallischen Schmelzen reagieren.

Mit den Experimenten untersuchen die Forscher, wie sich bei der Erstarrung von Legierungen die einzelnen Stoffe verhalten und welche Gefüge sie bilden. Daraus wollen sie Vorhersagen für die Verbesserung technischer Gussprozesse auf der Erde ableiten. Im Vordergrund der Forschungsarbeiten stehen technische Legierungen. Das Gefüge von Legierungen und damit ihre Eigenschaften werden ganz wesentlich vom Wärme- und Stofftransport in der Schmelze bestimmt. Damit spielen Strömungen jeglichen Ursprungs eine herausragende Rolle. Die Schwerkraft und die von ihr erzeugten Strömungen beeinflussen unmittelbar den Stoff- und Wärmetransport. Deshalb ist das Experimentieren unter Schwerelosigkeit von entscheidender Bedeutung.

Das seit 1990 bestehende MAXUS-Programm, ein Jointventure von EADS SPACE Transportation und der schwedischen Raumfahrtagentur Swedish Space Corporation (SSC ), wird vorrangig vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Europäischen Weltraumorganisation ESA genutzt. Die Rakete bringt die MAXUS-Forschungsprogramme auf eine Parabelflugbahn, deren Gipfelpunkt in einer Höhe von 715 Kilometer liegt. Die Flugbahn der Rakete ist vergleichbar mit dem senkrechten Wurf eines Balls nach oben. Sobald der Ball die Hand verlässt, befindet er sich bereits in der Schwerelosigkeit, im so genannten freien Fall, auch wenn er sich zunächst noch nach oben bewegt. Sobald die Raketenstufe ausgebrannt ist, befinden sich auch die Experimente im freien Fall, wobei die gesamte Dauer der Schwerelosigkeit vo
n der Fallhöhe abhängt. Ein Fallschirm bringt die Experimente auf MAXUS sicher zur Erde zurück. Mit Höhenforschungsraketen kann zu vergleichsweise günstigen Konditionen Forschung in der Schwerelosigkeit betrieben werden. Weitere Vorteile liegen in der flexiblen Flugfrequenz und im schnellen Zugriff auf die Experimentdaten

Erfolgreicher Start von MAXUS 7 vom Startplatz Esrange bei Kiruna in Nordschweden. Die Rakete erreichte eine Höhe von 702 Kilometer. Bild: Swedish Space Corporation.


Jerry

H.J.Kemm

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Re: DLR
« Antwort #10 am: 05. Mai 2006, 19:48:58 »
Moin,

Info aus DLR-Nachrichten vom 5. Mai 2006:


HRSC auf Mars Express: Vom Bit zum Bild
5. Mai 2006

Wie gelangen die gestochen scharfen Aufnahmen der High Resolution Stereo Camera (HRSC) an Bord der europäischen Raumsonde Mars Express auf ihren Desktop? Unser Webcast zeigt es: Von der Entwicklung der Kamera am DLR-Institut für Planetenforschung über den Start in Baikonur bis hin zu Ankunft und Betrieb am Mars: Beobachten Sie die Wissenschaftler bei ihrer Arbeit. Aufnahmeplanung, Datenempfang, Bilddatenverarbeitung, 3-D-Animation und die Datenauswertung gehören zu den täglichen Jobs am Berliner DLR-Institut für Planetenforschung.

Das Kameraexperiment HRSC auf der Mission Mars Express der Europäischen Weltraumorganisation ESA wird vom Principal Investigator (PI) Prof. Dr. Gerhard Neukum (Freie Universität Berlin) geleitet. Das Wissenschaftsteam besteht aus 45 Co-Investigatoren aus 32 Instituten und zehn Nationen. Die Kamera wurde am Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) entwickelt und in Kooperation mit industriellen Partnern gebaut. Sie wird vom DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin-Adlershof in Zusammenarbeit mit ESA/ESOC betrieben. Die systematische Prozessierung der HRSC-Daten erfolgt am DLR.



Jerry

H.J.Kemm

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Re: DLR
« Antwort #11 am: 06. Mai 2006, 07:09:22 »
Moin,

Info aus DLR-Nachrichten vom 5. Mai 2006:


VIRTIS auf *Venus Express*
      
Das wissenschaftliche Ziel der europäischen Mission *Venus Express* ist ein tieferes Verständnis der Atmosphäre, ihrer Zusammensetzung und Dynamik, und der Mechanismen, die den globalen Treibhaus-Effekt auf der Venus antreiben.
Die Venus ist von einer dichten Wolkenschicht umgeben, die Aufnahmen der Oberfläche im visuellen Spektralbereich unmöglich machen. Während des Galileo-Vorbeiflugs nutzte man jedoch ein spektrales Fenster bei 2.3µm, das eine direkte Beobachtung der untersten Wolkenschichten ermöglichte. Folgende theoretische Rechnungen zeigten die Existenz weiterer schmaler "spektrale Fenster" im Infrarot-Bereich. Das Bild rechts zeigt einen Vergleich zwischen der Topographie der Venus wie sie aus Radar-Beobachtungen von Pioneer Venus gewonnen wurde mit einer Aufnahme im 2.3µm Fenster durch das NIMS Instrument auf Galileo. Man sieht deutlich die "kühleren" Berge über der "warmen" Ebene.




VIRTIS (Visible and Infrared Thermal Imaging Spectrometer) auf Venus Express (VEX) ist ein abbildenes Spektrometer (VIRTIS-M) für den visuellen (0.25-1µm) und den Nahinfrarot-Bereich (1-5µm) kombiniert mit einen hochauflösenden IR-Spektrometer (VIRTIS-H) für den spektralen Bereich von 2-5µm.

Unser Interesse an VIRTIS auf *Venus Epress* liegt in der Nutzung der spektralen Fenster, um die untere Atmosphäre und die Oberfläche direkt untersuchen zu können. Damit sollten *Bilder* der Oberfläche mit einer Auflösung von 50km möglich sein. Während die Radarkarten z.B. von Magellan eine höhere Auflösung haben, lassen sie nur indirekte Aussagen über die Oberflächenzusammensetzung zu. VIRTIS ist das erste Instrument, dass die Infrarot-Fenster für eine globale Kartierung der Oberfläche nutzt, um damit im globalen Maßstab die Zusammensetzung der Oberfläche untersuchen zu können. Außerdem wird VIRTIS auf Venus Express direkt und indirekt nach aktiven Vulkanen auf der Oberfläche suchen. Lava das aus aktiven Vulkanen ausströmt hat eine höhere Temperatur als die Umgebung. Durch die Suche nach solchen plötzlich auftretenden, räumlich begrenzten `hotspots` kann VIRTIS direkt Vulkanismus entdecken. Ausserdem werden bei einem Vulkanausbruch auch typische Gase freigesetzt. Eine lokale erhöhte Konzentration solcher vulkanischer Gase wäre ein indirekter Hinweis auf Vulkanismus. Durch Nutzung all dieser Informationen wird VIRTIS auf Venus Express erstmalig direkt aus dem Orbit die Wechselwirkung zwischen Oberfläche und Atmosphäre auf der Venus beobachten können.

Die Arbeit an VIRTIS auf *Venus Express* erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung für Optische Informationssysteme am DLR Adlershof, der IRSPS in Pescara, Italien und der Universität Oulo, Finnland.



Jerry

H.J.Kemm

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Re: DLR
« Antwort #12 am: 18. Mai 2006, 03:32:27 »
Moin,

DLR und EADS Astrium geben Startschuss für die Mission des deutschen Satelliten TanDEM-X
17. Mai 2006

Das Deutsche Zentum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und Europas führender Satellitenhersteller EADS Astrium gaben heute auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin den Startschuss für die Satellitenmission TanDEM-X. Nach dem Abschluss des Vorvertrages kann nun mit dem Bau dieses deutschen Radarsatelliten begonnen werden.

Mehr dazu >>>>>



Jerry
« Letzte Änderung: 31. Juli 2006, 21:50:06 von H.J.Kemm »

Offline tobi

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Re: DLR
« Antwort #13 am: 21. Juli 2006, 17:46:44 »
Am 20. und 21. Juli 2006 war der NASA Chef Michael Griffin zu Besuch beim DLR:
http://www.dlr.de/desktopdefault.aspx/tabid-1/86_read-4158/

Zitat:
NASA-Chef Michael Griffin besucht DLR-Raumfahrtstandort Oberpfaffenhofen
21. Juli 2006

Oberpfaffenhofen - Nur wenige Tage nach der erfolgreichen Mission des amerikanischen Spaceshuttle "Discovery“ konnte der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Prof. Dr. Sigmar Wittig, den für das amerikanische Raumfahrtprogramm verantwortlichen NASA-Administrator Dr. Michael Griffin am DLR-Standort Oberpfaffenhofen begrüßen. Am 20. und 21. Juli 2006 stellte er dem NASA-Chef mehrere DLR-Institute vor und diskutierte mit ihm aktuelle Bereiche für die zukünftige Zusammenarbeit.

Im Vordergrund des Besuches stand die Demonstration der neuesten DLR-Technologien in den Bereichen Weltraumrobotik, digitale Marsfotografie, Atmosphären-Wiedereintritt, Laser-Kommunikation und Radarfernerkundung, in welchen das DLR weltweit Spitzenstellungen hält. Die Wissenschaftler des DLR diskutierten mit Griffin den Einsatz dieser Technologien in zukünftigen Programmen zur Erkundung des Weltraumes, insbesondere in Projekten zur Erforschung von Mond und Mars.

Im Deutschen Raumfahrt-Kontrollzentrum des DLR informierte Wittig den amerikanischen Gast über aktuelle Raumfahrtmissionen, an denen das DLR maßgeblich beteiligt ist. Derzeit steht Europas erste Langzeitmission auf der Internationalen Raumstation ISS, Astrolab, im Zentrum der Aktivitäten. Der deutsche ESA-Astronaut Thomas Reiter wird während seiner sechs Monate im All die wissenschaftlichen Experimente der Astrolab-Mission durchführen.

Wittig dankte dem NASA-Chef für die Unterstützung bei der gerade erfolgten Auswahl des nächsten deutschen ESA-Astronauten Hans Schlegel. Er wird an Bord der Spaceshuttle-Mission sein, die das europäische Forschungslabor Columbus im September 2007 zur ISS bringen soll. Der DLR-Vorstandsvorsitzende beglückwünschte Griffin zu der erfolgreichen Wiederaufnahme der Shuttle-Flüge: "Nun kann der Ausbau und die Nutzung der ISS weiter voran gehen. Columbus wird ein wesentlicher Schritt nach vorne für die Forschung in der Schwerelosigkeit sein und den wissenschaftlichen Betrieb hier im DLR-Kontrollzentrum erheblich ausweiten", sagte Wittig. Griffin unterstrich die Bedeutung der ISS für die internationale Zusammenarbeit: "Die ISS ist für uns ein Testbed für zukünftige Programme wie die Erkundung von Mond und Mars, die wir gemeinsam mit unseren internationalen Partnern durchführen wollen."
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!", "Le CNES, The Place to Be!!!"

Offline jok

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Re: DLR
« Antwort #14 am: 21. Juli 2006, 18:09:40 »
Hallo, :)

Na schau mal einer an ::) :o :o..die letzten beiden Sätze ..echt?? von Herrn Griffin :) ;) :D
Scheint so als geht da doch noch etwas über lägeren Zeitraum mit der ISS ;)

gruß jok

H.J.Kemm

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Re: DLR
« Antwort #15 am: 13. August 2006, 10:20:46 »
Moin,

Tobi hatte einen neuen Thread eröffnet, da dies Thema aber hier reingehört, habe ich *umgepackt*:

Zitat
Das DLR hat den Auftrag für die Positionierung und den Betrieb von zwei Bundeswehr-Satelliten bekommen.
 
Link:
http://www.dlr.de/desktopdefault.aspx/tabid-1/86_read-4221/
 
Zitat:
Satelliten SATCOMBw Stufe 2 sollen 2008 starten  
 
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat den Auftrag erhalten, zwei neue Satelliten der Bundeswehr als Teil des Kommunikationssystems SATCOMBw Stufe 2 zu positionieren und zu betreiben. Entsprechende Verträge wurden mit der Betreibergesellschaft MilSat Services GmbH und der Astrium GmbH abgeschlossen.
 
Die Satelliten sollen im Jahre 2008 gestartet und über die Vertragslaufzeit von insgesamt zehn Jahren durch das Deutsche Raumfahrt-Kontrollzentrum des DLR gesteuert und betrieben werden. Mit dem Projekt werden im DLR ca. 30 neue Arbeitsplätze geschaffen und gesichert.
 
Die beiden SATCOMBw Stufe 2-Satelliten werden so in der geostationären Umlaufbahn positioniert, dass ihre Antennen ein Gebiet mit Kommunikationsdiensten versorgen können, welches sich von Amerika bis nach Ostasien erstreckt. Die Satelliten sind für eine Betriebszeit von 15 Jahren ausgelegt. Der Vertrag für den Regelflugbetrieb enthält eine entsprechende Verlängerungsoption.
 
Über die Satellitensteuerung hinaus wird das DLR an mehreren Standorten mit seinen Bodenstationanlagen auch umfangreiche Kommunikations-Betriebsleistungen erbringen. Zu diesem Zweck werden zusätzliche Infrastruktur und Betriebsräume sowie neue Antennen aufgebaut.    
 
Das Deutsche Raumfahrt-Kontrollzentrum des DLR verfügt aus vier Jahrzehnten über große Erfahrung in Positionierung und Betrieb von Satelliten. Insgesamt wurden mehr als 40 wissenschaftliche und kommerzielle Missionen durchgeführt. Das Deutsche Raumfahrt-Kontrollzentrum spielt deshalb eine bedeutende Rolle innerhalb der europäischen und internationalen Raumfahrt.

Über PN habe ich Tobi informiert.


Jerry

Offline tobi

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Re: DLR
« Antwort #16 am: 18. August 2006, 16:08:24 »
Man kann jetzt auch Daten vom Matroshka-Experiment im "Virtuellen Kontrollraum" beim DLR einsehen:

Zitat:
Virtueller Kontrollraum des DLR - Jetzt auch Daten des MATROSHKA-Experiments auf der ISS
18. August 2006

Der "Virtuelle Kontrollraum" ist bereits seit Ende 2005 online. Bis jetzt  konnte man dort aktuelle Daten direkt aus den Kontrollräumen des Nutzerzentrums für Weltraumexperimente (MUSC) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zu den Missionen Rosetta und Mars Exploration Rover live verfolgen. Nun ist ein dritter "Kontrollraum" hinzugekommen: Die Benutzer können die aktuellen Messdaten des MATROSHKA-Experiments auf der ISS abrufen, das die Strahlenbelastung innerhalb und außerhalb der Internationalen Raumstation ISS misst.

MATROSHKA wurde im Januar 2004 an Bord der Raumstation gebracht. In einer ersten Expositionsphase wurde die Strahlenbelastung im Zeitraum von Februar 2004 bis August 2005 bestimmt. Im Rahmen der europäischen Mission Astrolab wird Thomas Reiter im Herbst 2006 Strahlungsdetektoren aus MATROSHKA ausbauen und sie mit neuen Detektoren bestücken.

Die Strahlung im Weltraum stellt – neben der geringen Schwerkraft – einen limitierenden Faktor für zukünftige menschliche Langzeitmissionen dar. Die genaue Bestimmung der so genannten Strahlungsexposition von Astronauten und Kosmonauten ist darum Aufgabe und Pflicht jeder weltraumfahrenden Nation.

Im Rahmen des Projekts MATROSHKA, das die Abteilung Strahlenbiologie des DLR-Instituts für Luft-und Raumfahrtmedizin für die Europäische Weltraumorganisation ESA entwickelt hat, soll die Strahlungsexposition von Astronauten und Kosmonauten bei Außenbordaktivitäten und im Inneren der Internationalen Raumstation ISS gemessen werden. Durch die Messung der Strahlendosis, die auf die Astronauten inner- und außerhalb der ISS einwirkt, lassen sich die Risiken kosmischer Strahlung für den menschlichen Körper einschätzen.

MATROSHKA verkörpert Mensch und Maschine gleichermaßen. Ein dem menschlichen Oberkörper in Originalgröße nachgebildetes Phantom ist mit über 6.000 passiven und sieben aktiven Detektoren zur Messung der Strahlungsexposition ausgestattet. MATROSHKA ist mit der Beteiligung von insgesamt 19 internationalen Partnern unter Federführung des DLR das anspruchsvollste und größte bisher durchgeführte Experiment zur Bestimmung der Strahlungsexposition bzw. des Strahlenrisikos für Menschen im Weltraum.

Zu den Beteiligten zählen die amerikanische Weltraumbehörde NASA, die japanische Weltraumagentur JAXA, das Institut für Biomedizinische Probleme IMBP in Moskau sowie Universitäten aus Deutschland, Österreich, Polen, England, Irland, Ungarn, Japan und den USA.

Im "Virtuellen Kontrollraum" haben die Nutzer die Möglichkeit, sich direkt in die Geschichte des MATROSHKA-Experiments einzuschalten. Es sind die ersten Messdaten bezüglich der Strahlungsexposition der Astronauten und Kosmonauten zu sehen, die in weiterer Folge immer wieder erneuert und später auch direkt online nahezu in "Echtzeit" verfügbar sein werden.

http://www.dlr.de/kontrollraum/index.htm
« Letzte Änderung: 18. August 2006, 16:08:50 von tobi453 »
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!", "Le CNES, The Place to Be!!!"

Offline xwing2002

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Re: DLR
« Antwort #17 am: 29. August 2006, 21:06:07 »
off topic, aber eine frage an die DRL experten hätte ich. kann mir wer sagen, wann der "tag der offenen tür" in köln porz dieses jahr seine pforten öffnet... via internet war ich entweder mit blindheit geschlagen, oder es war nichts auffindbar.
Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit; aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.     Albert Einstein (1879-1955),

H.J.Kemm

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Re: DLR
« Antwort #18 am: 29. August 2006, 21:32:36 »
Moin,

ich hatte den Termin mal gesehen, aber weiß nicht mehr wo.
Aber schau mal hier rein >>>>> , da sind eigentlich alle Termine drin, die es um die Raumfahrt gibt.

mfg, Jerry


sonstige Termine, ständig aktualisiert, gibt es hier >>>>>
« Letzte Änderung: 29. August 2006, 21:37:20 von H.J.Kemm »

jps-fan

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Re: DLR
« Antwort #19 am: 30. August 2006, 00:41:49 »
Als ich mal was wissen wollte, da habe ich da direkt nachgefragt und die haben auch geantwortet. http://www.schoollab.dlr.de/schoollab unter Kontakt und dann Köln-Porz.
jps

Offline tobi

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Re: DLR
« Antwort #20 am: 30. August 2006, 16:32:51 »
Gerade auf der DLR-Seite gefunden:

Zitat:
DLR und Astrium unterzeichnen Vertrag für deutschen Satelliten TanDEM-X
30. August 2006

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Europas führender Satellitenhersteller, die Astrium GmbH, haben heute in der Raumfahrt-Agentur des DLR in Bonn die Kooperationsvereinbarung und den Vertrag für den Bau des Satelliten TanDEM-X unterzeichnet. Damit wird die erfolgreiche Zusammenarbeit in öffentlich-privater Partnerschaft zwischen DLR und Industrie aus dem Projekt TerraSAR-X fortgeführt. Bei TanDEM-X (TerraSAR-X add-on for Digital Elevation Measurement) handelt es sich um einen Radarsatelliten zur Erdbeobachtung. Die Mission soll im Jahr 2009 starten und ist auf fünf Jahre ausgelegt.

Erdbeobachtung im Doppelpack

Zusammen mit dem nahezu baugleichen Satelliten TerraSAR-X, der im Oktober 2006 vom Weltraumbahnhof Baikonur starten soll, wird TanDEM-X im engen Formationsflug die Erde umkreisen. Durch diese Konstellation wird es möglich sein, die komplette Landoberfläche der Erde (150 Millionen Quadratkilometer) innerhalb von nur drei Jahren vollständig zu vermessen. Ziel ist die Erstellung eines globalen digitalen Geländemodells mit einer noch nicht erreichten Genauigkeit. Für ein so genanntes Zwölf-Meter-Raster, das etwa der Breite einer Straße entspricht, liefert das System Höheninformationen, die bis auf zwei Meter genau sind.

Vorteile für Staat und Industrie: eine öffentlich-private Partnerschaft

Die heute unterzeichnete Vereinbarung regelt die Rechte und Pflichten von DLR und Astrium sowie die Finanzierung und Datennutzung von TanDEM-X. Beide Seiten finanzieren den knapp 85 Millionen Euro teuren Satelliten gemeinschaftlich in einer so genannten öffentlich-privaten Partnerschaft: 56 Millionen Euro trägt das DLR, 26 Millionen Euro steuert Astrium bei, drei Millionen Euro werden durch die Vermarktung von Zusatznutzlasten auf dem Satelliten erwirtschaftet.

Die Nutzung der Daten für wissenschaftliche Zwecke liegt in Händen des DLR-Instituts für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme. Die kommerzielle Vermarktung übernimmt die Firma Infoterra GmbH in Friedrichshafen, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Astrium. Im Gegenzug beteiligt sich das Unternehmen umsatzabhängig an den Betriebskosten des Satelliten.

Aufgabenteilung bei DLR und Astrium

Gemäß der Vereinbarung obliegt der Raumfahrt-Agentur des DLR die Gesamtprojektleitung von TanDEM-X. Das DLR ist außerdem verantwortlich für den Aufbau der Bodeninfrastruktur. Die Steuerung der beiden Satelliten, Datenempfang, -archivierung und -verteilung sowie die Generierung und Kalibrierung des globalen Geländemodells übernehmen das Raumfahrt-Kontrollzentrum des DLR, das DLR-Institut für Methodik der Fernerkundung, das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum (DFD ) sowie das DLR-Institut für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme. Letzteres hat auch die Projektleitung für das Bodensegment inne. Das DLR ist zudem für den fünfjährigen Betrieb des Satelliten zuständig.
Die Astrium GmbH ist verantwortlich für Entwicklung, Bau und Start von TanDEM-X. Die Ingenieure in Friedrichshafen haben bereits mit der Arbeit am Satelliten begonnen.

Verbesserte Erdvermessung durch Satellitentechnik

Der entscheidende Vorteil der satellitengestützten Vermessung der Erde liegt in der Erzeugung eines weltweit durchgehenden, gleichmäßigen Geländemodells. Es weist weder Brüche an politischen Grenzen noch Ungleichmäßigkeiten auf, die durch unterschiedliche Messverfahren und zeitlich gestaffelte Messkampagnen entstehen. Hierbei spielt der Einsatz des Radars eine entscheidende Rolle, da es unabhängig von Wetter und Wolken bei Tag und Nacht arbeiten kann.

Das eingesetzte Radar-Verfahren ist derzeit weltweit konkurrenzlos und findet insbesondere auch in den USA erhebliche Beachtung. TanDEM-X ist ein Schlüsselprojekt, das die deutsche Kompetenz und Wettbewerbsfähigkeit in der satellitengestützten Radartechnik demonstriert, sichert und ausbaut.

Deutschland wird mit dem digitalen Geländemodell der Erde ab 2010 über ein attraktives und weltweit einmaliges Datenprodukt verfügen, das in Initiativen und Programmen zur Erdbeobachtung genutzt werden kann. Dazu gehören etwa GMES (Global Monitoring for Environment and Security) und das Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI). GMES ist eine gemeinsame Initiative der Europäischen Kommission und der Europäischen Weltraumorganisation ESA für globale Umwelt- und Sicherheitsüberwachung.

Der Zwillingsbruder: TerraSAR-X

Bei TerraSAR-X handelt es sich um einen hochauflösenden, im X-Band (9,65 GHz) operierenden Radarsatelliten, der am 31. Oktober 2006 gestartet und mindestens fünf Jahre lang betrieben werden soll. Er wird die Erde in einer Höhe von etwa 500 Kilometern auf einer polaren Umlaufbahn umkreisen. Dabei nimmt TerraSAR-X mit seinem modernen Radarsensor, einem "Synthetic Aperture Radar" (SAR), neuartige und hochwertige Fernerkundungsdaten auf. Bei einem SAR wird mit kurzen, von einer Radarantenne gesendeten Impulsen eine Vielzahl von "Schnappschüssen" erzeugt. Die Erdoberfläche reflektiert diese Impulse, und die so genannten Radarechos werden von der Antenne des Satelliten empfangen und aufgezeichnet. Nach einer aufwendigen, digitalen Verarbeitung der Daten stehen Radarbilder mit einer Auflösung bis zu einem Meter für Anwendungen in wissenschaftlichen und kommerziellen Aufgaben zur Verfügung. TerraSAR-X ist der erste deutsche Satellit, der in einer öffentlich-privaten Partnerschaft (Public-Private-Partnership, PPP) zwischen dem DLR und Astrium realisiert wird. Bei dieser Art der Zusammenarbeit beteiligen sich beide Parteien an der Finanzierung des Systems.
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Offline tobi

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Re: DLR
« Antwort #21 am: 30. August 2006, 16:36:24 »
Zitat
off topic, aber eine frage an die DRL experten hätte ich. kann mir wer sagen, wann der "tag der offenen tür" in köln porz dieses jahr seine pforten öffnet... via internet war ich entweder mit blindheit geschlagen, oder es war nichts auffindbar.


Das würde ich auch gerne mal wissen.
« Letzte Änderung: 30. August 2006, 16:36:51 von tobi453 »
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Offline xwing2002

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Re: DLR
« Antwort #22 am: 30. August 2006, 23:07:27 »
porz hat mal angekündigt die frequenz dieser veranstaltung zu reduzieren und nur noch jedes zweite jahr seine pforten zu öffnen. ich hoffe, das haben die nicht ernsthaft beschlossen. kriegt man ja entzugserscheinungen ;)
Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit; aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.     Albert Einstein (1879-1955),

Offline tobi

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Re: DLR
« Antwort #23 am: 31. August 2006, 17:02:49 »
@xwing2002:
Wenn Köln-Porz nur noch jedes zweite Jahr seine Pforten öffnet, dann wäre dieses Jahr aber mal wieder Zeit, denn letztes Jahr sind die Pforten geschlossen geblieben.
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Offline tobi

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Re: DLR
« Antwort #24 am: 04. September 2006, 16:52:20 »
Ich habe gerade eine Antwort vom DLR bekommen bezüglich des "Tags der Raumfahrt". Das DLR schreibt, dass der Tag der Raumfahrt 2006 nicht stattfinden wird. Erst September 2007 wird der Tag der Raumfahrt wieder in Köln-Porz stattfinden.
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