Navigation

Raumcon-Seiten

Benutzer im Chat: 9

12. November 2019, 16:45:42
Raumcon
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren. Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
Neuigkeiten: Unser Unterforum für Rezensionen zu Büchern aus der Astronomie und Raumfahrt
   Erweiterte Suche

Autor Thema: Die erste deutsche Astronautin?  (Gelesen 93646 mal)

Offline HausD

  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 8713
Re: Die erste deutsche Astronautin?
« Antwort #450 am: 14. September 2019, 22:32:30 »
... Welche Art von Ausbildung hat Frau Thiele-Eich inzwischen absolviert, dass sie sich mit der Bezeichnung "Astronautin" schmücken darf? ...
"Astronaut" / "Astronautin" ist man, wenn man mindestens einen Orbit um die Erde hinter sich gebracht hat ... und eine Ausbildung dazu erfolgreich absolviert hat.

Gruß, HausD

Offline Rücksturz

  • Portal Redakteur
  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 1805
Re: Die erste deutsche Astronautin?
« Antwort #451 am: 15. September 2019, 08:14:57 »
Auch bei Marthias Maurer wird immer davon gesprochen oder geschrieben, dass er Astronaut IST.
Erst im weiteren Text oder Zusammenhang erschließt sich, dass er noch nicht geflogen ist.
Allerdings hat er seine Grundausbildung als Astronaut bereits erfolgreich abgeschlossen.
Er wartet auf die Zuteilung einer konkreten Mission, um in das missionsspezifische Training einzusteigen.
Ihn könnte man vielleicht als "Astronaut in Vorbereitung" oder im Vorbereitungsdienst bezeichnen.

Frau Thiele-Eich und Frau Randall würde ich als "Astronautinnen in Ausbildung" ansehen.

Viele Grüße
Rücksturz

Offline HausD

  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 8713
Re: Die erste deutsche Astronautin?
« Antwort #452 am: 15. September 2019, 08:56:41 »
... Auch bei Marthias Maurer wird immer davon gesprochen oder geschrieben, dass er Astronaut IST....
Nach den Regeln der International Astronautical Federation (IAF) IST er es noch nicht.

Das schmälert jedoch die Leistungen der "Astronauten in Ausbildung"  [oder kurz und knapp für Verwaltungszwecke vereinfacht nur "AsinAusi und *in"] überhaupt nicht...
Wie auch aus den "Azubis" z.B. des Back- und Konditoreiwarenherstellungsfacharbeiterhandwerks ganz schnell "Ich werde mal Bäcker" wird, sollen sie , die AsinAusis und *innen, sagen dürfen "Wir werden mal Astronauten" ... und dafür schinden wir uns Tag für Tag ...

Mit freundlichen Grüßen, HausD

Online wernher66

  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 1986
Re: Die erste deutsche Astronautin?
« Antwort #453 am: 15. September 2019, 10:37:17 »
Auch bei Marthias Maurer wird immer davon gesprochen oder geschrieben, dass er Astronaut IST.


Frau Thiele-Eich und Frau Randall würde ich als "Astronautinnen in Ausbildung" ansehen.



Mich stört, daß Frau Thiele-Eich nicht widerspricht, wenn man sie als Astronautin bezeichnet. Sie kokettiert nach meinem Eindruck ein wenig zuviel mit den
Vorschusslorbeeren.
Herr Maurer geht damit ganz anders um, da erkenne ich eine andere, professionelle Qualität.

Offline Feuerfresser

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 21
Re: Die erste deutsche Astronautin?
« Antwort #454 am: 25. September 2019, 10:08:41 »
Es wird wohl an der Zeit, dass man offiziell definiert, wann man welchen Status hat. Der Begriff "Astronaut" ist ja nicht wirklich geschützt. Ich halte die Ausbildung der beiden deutschen Kandidatinnen für noch nicht so weit gediegen, dass man sie als Astronautinnen bezeichnen dürfte. Zumindest die Grundausbildung sollten sie absolviert haben. Bevor es zur ISS geht, müssten doch auch noch einige Sicherheitsprozeduren geschult werden, oder? Ist das denn schon in irgendeiner Form durchlaufen worden? Sicherlich sind beide Kandidatinnen gut qualifiziert und als Astronautinnen geeignet. Von daher möchte ich beiden nicht die Qualifikation grundsätzlich absprechen.

Zur Aktion "Die Astronautin" als solches:

Meiner Meinung nach ist es schon richtig, dass junge Frauen/Mädchen Vorbilder brauchen. Ich denke, dass eine (deutsche) Astronautin somit einen Push für bestimmte Studiengänge bewirken könnte. Wenn es denn auch eine Astronautin ist, die ähnlich medienwirksam wie Alexander Gerst handelt. Das hätte für Deutschland positive Effekte. Solch ein Vorbild muss dann allerdings auch eine gewisse Echtheit aufweisen. So gut ich den grundsätzlichen Gedanken finde, eine deutsche Astronautin zu nominieren, so kritisch betrachte ich aber auch die Tatsache, dass dies nun mittels einer privaten Initiative geschehen soll, die sich ein Ticket erkauft. Ich stelle mir die Frage, welche Signalwirkung dies auf junge Frauen hat. "Du kannst alles schaffen, wenn Du jemanden findest, der Dir das bezahlst?"; "Du kannst das schaffen, aber nicht über den regulären Weg?"; "Du kannst das schaffen, auch wenn Du weniger zu bieten hast, als Deine männlichen Mitbewerber?"

Sicherlich haben die ausgewählten "Astronautinnen" das Zeug dazu, in den Weltraum zu fliegen. Dies hatten sicherlich aber alle letzten 100 Kandidaten im offiziellen Verfahren. Doch nur die allerbesten wurden genommen. Unter den letzten 20 befand sich zuletzt keine deutsche Frau mehr. Soll heißen, wenn die offiziellen Verfahren der ESA ausschließlich die besten Kandidaten und Kandidatinnen ermitteln wollen, wird es weiter sehr eng für deutsche Bewerberinnen bleiben. Ist das nun ungerecht? Nein, aus meiner Sicht nicht. Es ist aus meiner Sicht sehr gerecht, wenn es eine Frau nicht wird, weil ein männlicher Kandidat besser war. Oder umgekehrt: Warum will man einen männlichen Kandidaten benachteiligen, weil der keine Frau ist? Außerdem: Sind wir mal realistisch. Nur wenige Frauen haben ein Interesse an der Raumfahrt. Mal eine Zahl, die ich mir ausgedacht habe: Von den Raumfahrt-Interessierten sind gefühlt 20% weiblich, 80% männlich. Dementsprechend gehen Karrierewege auch andere Richtungen. Wenn am Ende nur wenige Frauen ihre Bewerbung in den Ring werfen auf einen Astronautinnen-Job, dann ist logisch, dass es auch nur sehr wenige gibt, die es schaffen.

Andererseits, und das habe ich weiter oben schon geschrieben, hätte eine deutsche Astronautin absolut Signalwirkung auf junge Frauen. Warum interessieren sich so wenige Frauen für Raumfahrt? Vielleicht liegt es eben an diesem Vorbild. Deshalb sehe ich das auch nicht als europäisches Problem an, sondern als deutsches. Wenn sich durch eine deutsche Astronautin mehr Frauen zur Wissenschaft berufen fühlten, wäre das ein wegweisendes Vorhaben. Auch wenn es wissenschaftlich egal sein sollte, ob nun eine Frau oder ein Mann die Arbeit auf der ISS ausführt, sehe ich einen Mehrwert für uns auf der Erde. Mir wäre allerdings viel wohler bei der Sache, wenn die erste deutsche Astronautin über ein offizielles Verfahren, ähnlich wie bei der NASA, ausgewählt würde. Die NASA schafft es ja auch, geeignete Kandidatinnen zu finden. Die Bewerber*innen-Situation wird in den USA ja nicht grundsätzlich anders sein, als in Deutschland (Vermutung). So wirkt doch alles sehr gekünstelt und sendet womöglich die falschen Signale.

Astronaut*in zu werden ist ein großes Privileg und verlangt wahnsinnig viele Opfer von den Beteiligten. Sie gehören zu den Besten der Besten. Hier geht es primär nicht um Gleichberechtigung der Geschlechter, sondern um Wissenschaft. Es geht um Durchhaltevermögen, Hingabe, Ehrgeiz, Perfektion. Ich mag mich täuschen und es soll jetzt bitte bitte nicht frauenfeindlich klingen: Dennoch entsteht, wenn man sich Deutschland und Astronautinnen anschaut, ganz oft der Eindruck, als würde es den Kandidatinnen an den für Astronaut*innen genannten Eigenschaften fehlen. Renate Brümmer und Heike Walpot, die ja fast die ersten deutschen Astronautinnen wurden (und damit wesentlich näher am Ziel waren, als unsere jetzigen Kandidatinnen), haben es vermutlich vorgemacht. Warum wurden denn die Männer bevorzugt? Ich gehe nicht von sexistischen Gründen aus, ich denke, es lag am Durchhaltevermögen, an der Einsatzbereitschaft (auch nur meine Vermutung!). Bei den jetzigen Kandidatinnen, so sehr sie sich vielleicht wünschen Astronautin zu werden, sehe ich das ähnlich. Es gehört einfach noch viel mehr dazu, als ein paar Trainings zu machen und auf eine Mitfluggelegenheit zu warten.

Offline LeavingOrbit

  • Junior Member
  • **
  • Beiträge: 93
    • Leaving Orbit - Raumfahrt im 21. Jahrhundert
Re: Die erste deutsche Astronautin?
« Antwort #455 am: 26. September 2019, 21:16:20 »
Zitat
Solch ein Vorbild muss dann allerdings auch eine gewisse Echtheit aufweisen.

Genau das ist der Knackpunkt. Die Ausbildung ist der des echten Astronauten-Corps nicht ebenbürtig, sondern, wie man damals bei der Nominierung zu lesen bekam, "auf die Bedürfnisse einer Raumfahrt-Touristin zugeschnitten". (Ich kann die Quelle gerne später raussuchen; ist nur gerade etwas umständlich.) Ist also eine Minimalausbildung, da beißt die Maus keinen Faden ab.

Obendrein liefe diese Astronautin außerhalb der Hierarchie mit. Sie wäre immer nur zahlender Gast; der Kommandantenposten wie 2018 bei Gerst oder aktuell Parmitano wäre nicht drin. Frauen, die sich für Raumfahrt interessieren, werden das ziemlich schnell begreifen, und damit hat sich's dann auch schon ausgevorbildert. Es wäre Augenwischerei, auch wenn es jemals stattfände.

Hinzu kommt: Mit Cristoforetti, die hervorragend Deutsch spricht und hier genausogut Vorträge halten kann (und das auch tut), haben wir Frauen doch schon ein echtes Vorbild. Warum um alles in der Welt muss es eine Frau mit deutschem Pass sein, im Jahr 2019, 2020, 2021... ? Mir persönlich erschließt sich beim besten Willen bis heute nicht, warum bei einer ohnehin internationalen Kooperation nur eine Deutsche ein Vorbild für Deutsche sein kann.

Offline TonyQ

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 3
Re: Die erste deutsche Astronautin?
« Antwort #456 am: 22. Oktober 2019, 23:46:48 »
Vielleicht ist dies nicht der ideale Ort für dieses Update über Johanna Maislinger, aber sie war eine Kandidatin für "Die Astronautin".

Es gibt neue Informationen über Maislinger, die bestätigen, dass sie Kunde bei Space Adventures ist und für eine geplante Sojus-Mission im Jahr 2021 kandidiert.


https://spacesleuth2.blogspot.com/2019/10/austrian-german-woman-to-ISS.html

Es bleibt unklar, woher ihre finanzielle Unterstützung kommt, aber Space Adventures muss glauben, dass sie eine glaubwürdige Kundin ist, da sie seit 2017 mit ihr zusammenarbeitet.

Offline F-D-R

  • Portal Redakteur
  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 1405
    • www.freunde-der-raumfahrt.de
Re: Die erste deutsche Astronautin?
« Antwort #457 am: 23. Oktober 2019, 11:32:57 »
@TonyQ :  Nein - ist schon prima, auch hier diese Querverweise außerhalb der Initiative DieAstronautin zu lesen.
Es gab/gibt ja noch andere Namen. Sonja Rode, von der hört man gar nichts mehr, war ja auch "ganz kurz" vor dem Weltraumflug.

Kurz was zur DieAstronautin und dem Weltraumkongress des BDI am letzten Freitag. Dort wurde zwar auch nach einer deutschen Astronautin, und natürlich gleich auf dem Mond, gerufen. Aber doch sehr, sehr verhalten und leise.
Die Initiative fand dort keine Unterstützung, jedenfalls nicht finanziell.


Offline tomtom

  • Moderator
  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 5757
  • Real-Optimist
Re: Die erste deutsche Astronautin?
« Antwort #458 am: 23. Oktober 2019, 18:29:31 »
Beiträge über die Frage, was ein Astronaut(in) ist, habe ich gelöscht, kann man ggf. ohne Bezug auf dieses Projekt diskutieren.

Offline Lumpi

  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 2240
Re: Die erste deutsche Astronautin?
« Antwort #459 am: 26. Oktober 2019, 13:28:36 »
Die Finanzierung der Startkosten soll durch die "Politik" sichergestellt werden.
Zitat
Jetzt ist die deutsche Politik aufgefordert, ihren Beitrag zur Gleichberechtigung im Weltraum zu leisten und die Finanzierung der Startkosten sicher zu stellen, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens. „Der nächste Deutsche im All soll eine Frau sein – insbesondere wenn die Mission aus deutschen Steuergeldern finanziert wird“, stellt die Gründerin der Initiative, Claudia Kessler, fest.
https://www.schwaebische.de/landkreis/bodenseekreis/immenstaad_artikel,-astronautinnen-trainieren-bei-airbus-f%C3%BCr-raumstation-iss-_arid,11133451.html
Das Bekannte ist endlich, das Unbekannte unendlich.

Offline Rücksturz

  • Portal Redakteur
  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 1805
Re: Die erste deutsche Astronautin?
« Antwort #460 am: 26. Oktober 2019, 19:19:32 »
Die Pressemitteilung findet sich auch dort:
https://dieastronautin.de/astronautinnen-trainieren-fuer-wissenschaftliche-forschung-auf-der-iss/

Wobei da die Rede von einem Training bei Airbus Friedrichshafen vom 21. - 25. FEBRUAR ist.
Die Pressemeldung selbst ist aber vom 25. Oktober 2019 und Suzanna Randall schreib bei facebook:

Zitat
"Gestern um 18:01 ·
Eine super Trainingswoche in Friedrichshafen liegt hinter uns. Dabei verbrachten wir die Zeit nicht im OP-Saal, wie unser Look auch vermuten lassen könnte, sondern im Reinraum bei Airbus. Dort lernten Insa Thiele-Eich und ich verschiedene wissenschaftliche Experimente kennen, unter anderem zur Lebenserhaltung auf der ISS, sowie zur Material- und Immunforschung in der Schwerelosigkeit. Und die Location hätte schöner nicht sein können"

Die Fotos von facebook kann ich hier nicht einbinden aber das aus der Pressemitteilung:

Bildquelle: Astronautin GmbH

Also denke ich, dass die beiden Astronautinnen-Kandidatinnen jetzt im Oktober dort waren.

Wenn ich die ganze Pressemitteilung lese, werden bei mir die Fragezeichen allerdings nicht weniger.
Natürlich trainieren die beiden und lernen was dazu, allerdings macht das ganze für mich mehr den Eindruck dass sie wirklich nur noch für eine Touristinnen-Mission vorbereitet werden.
Für wissenschaftliches Arbeiten reicht es nicht, zu wissen welche Instrumente und Einrichtungen es auf der ISS gibt, man muss auch die Durchführung der Experimente ausführlich trainieren.
Das ist beim besten Willen in fünf Tagen nicht möglich.

Dass jetzt im Frühjahr 2021 ein Start angepeilt wird, ist meines Wissens neu, bisher war mein Stand 2020.

Die Forderung von Frau Kessler ist eigentlich ein Widerspruch in sich oder zumindest eine Selbstbestätigung: "wenn die Mission aus Steuergeldern finanziert wird".
Da aber aktuell nicht davon auszugehen ist, dass signifikant Steuergelder in "Die Astronautin" (egal ob Stiftung oder Firma) fließen, gibt es auch keinen Grund diese gegenüber den tatsächlich aus Steuergeldern finanzierten Astronauten und Astronautinnen der ESA vorzuziehen.
Nach allem was man weiß wird Matthias Mauerer der nächst Deutsche im All sein, da hat Frau Kessler glaube ich nichts mitzureden.

Es zeichnet sich ab (nur Hörensagen, keine definitive Aussage) dass es nächstes Jahr die nächste Auswahlrunde für neue Astronaut*innen bei der ESA geben wird.
Mein dringender Rat an beide Anwärterinnen wäre, sich bei der ESA zu bewerben und, sollte gesundheitlich alles passen, sehe ich beide dank ihrer regulären Ausbildung und beruflichen Erfahrung sehr gut aufgestellt.
Sie hätten reelle Chancen mittelfristig als echte ESA-Astronautinnen und nicht als D-Touri ( ;) kommt gleich nach B-Promi) ins All zu fliegen.

Viele Grüße
Rücksturz

Offline F-D-R

  • Portal Redakteur
  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 1405
    • www.freunde-der-raumfahrt.de
Re: Die erste deutsche Astronautin?
« Antwort #461 am: 26. Oktober 2019, 19:39:42 »
Die Politik hat zum Wiederholten Mal zur Finanzierung durch den Staat "Nein!" gesagt.
Das war vor zwei Jahren durch Frau Zypries so ....
siehe Gedanke 6: https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/25042017083852.shtml
... und das war auch beim BDI letzte Woche so. Herr Jarzombek hat eindeutig signalisiert, dass es kein Geld gibt.
siehe auch: https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/25102019062641.shtml
Was da Frau Kessler wieder besseren Wissens so twittert ist eine Taktik des Nervens und des langen Atems. Kann ja sein, dass sie damit langfristig Erfolg hat. Vielleicht.

Als ich den Artikel von/bei/über Airbus gelesen hatte, dachte ich zuerst, Airbus will Experimente auf der ISS machen und um die zu "verbilligen", versucht man, dass der Staat den Experimentator in Form einer Frau finanziert. Wäre ein geniale Finazstrategie und man ist gleichzeitig in den Medien. Wenn dem so wäre ... .
Täusche ich mich aber oder?




Offline Schillrich

  • Raumcon Moderator
  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 18563
Re: Die erste deutsche Astronautin?
« Antwort #462 am: 26. Oktober 2019, 20:25:12 »
Macht Airbus denn "eigene Experimente" auf der ISS, also mit eigenem Geld und aus eigenem Anlass? Wenn Airbus ein Experimente baut, dann doch im Auftrag einer Agentur, die es da oben durchführen lassen will.
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel

"Failures are ammo in your arsenal, not baggage that weighs you down." (JPL)

Offline Schillrich

  • Raumcon Moderator
  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 18563
Re: Die erste deutsche Astronautin?
« Antwort #463 am: 26. Oktober 2019, 21:58:34 »
Was man bei diesem Narrativ "jetzt ist die Politik in der Verantwortung" auch sehen muss: Frau Kessler baut sich so schon ihre eigene Legende der Unschuld auf ... an ihr soll's dann am Ende nicht gelegen haben. "Die Anderen" waren natürlich Schuld ...

Ich habe persönlich eine extrem niedrige Meinung von dem ganzen Ding. Die Zielsetzung ist erbärmlich. Das Vorgehen ist unseriös.
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel

"Failures are ammo in your arsenal, not baggage that weighs you down." (JPL)

Offline proton01

  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 1601
Re: Die erste deutsche Astronautin?
« Antwort #464 am: 27. Oktober 2019, 00:36:23 »
Was man bei diesem Narrativ "jetzt ist die Politik in der Verantwortung" auch sehen muss: Frau Kessler baut sich so schon ihre eigene Legende der Unschuld auf ... an ihr soll's dann am Ende nicht gelegen haben. "Die Anderen" waren natürlich Schuld ...

Ich habe persönlich eine extrem niedrige Meinung von dem ganzen Ding. Die Zielsetzung ist erbärmlich. Das Vorgehen ist unseriös.

Passt doch alles. Die Politik ist in der Verantwortung und unterstützt als solche den von der staatsnachgeordneten "Behörde" DLR-Raumfahrmanagement an die ESA benannten ESA-Astronauten aus Deutschland, Matthias Maurer. Die Verantwortung ist doch wohl, daß mit dem Steuergeld das bestmögliche Ergebnis erzielt wird. Dazu gehört der best-geeignete Kandidat. Und Geschlecht ist kein Auswahlkriterium. (Noch gibt es keine Quote.  ;))

Übrigens, Samatha Christoforetti ist zwar italienerin, hat aber (auch) an der TU München studiert. Sie repräsentiert also auch das Ergebnis deutscher Steuergelder.

Zielsetzung:  Letztes Jahr gab es auf dem IAC-Kongress in Bremen eine Vortrag über die mögliche Experimente der "Astronautin". Bei keinem der Vorschäge ist mir klar geworden wozu das unbedngt von einer Frau im Orbit durchgeführt werden muss.

Tags: