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Autor Thema: DLR  (Gelesen 146995 mal)

Offline tobi

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Re: DLR
« Antwort #25 am: 16. September 2006, 13:14:32 »
Neues vom DLR:

Zitat:
Messung von Triebwerksgeräuschemissionen jetzt auch in geschlossenem Prüfstand
15. September 2006

Im Rahmen der Entwicklung zukünftiger Flugzeugtriebwerke spielt neben der Erhöhung der Wirtschaftlichkeit, der Verringerung des Treibstoffverbrauchs und damit zugleich auch Min-derung des Schadstoffausstoßes auch die Reduzierung der Schallabstrahlung eine zunehmend wichtiger werdende Rolle – dies vor allem im Hinblick auf die Zulassungsbestimmungen der jeweiligen Luftfahrtbehörden. Gemeinsam mit der Firma Rolls Royce Deutschland hat das Deut-sche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Rahmen des Forschungsprojekts LEXMOS ("Leise Düsenaustrittssysteme und moderne Schallquellenortung") jetzt ein neues Messverfahren erprobt genommen, bei welchem das vom Triebwerk abgestrahlte Schallfeld trotz der in geschlossenen Prüfständen vorhandenen Wandreflektionen quantitativ und qualitativ exakt erfasst wird.

Gegenüber bisherigen Freifeldmessungen ist die neue Messmethode ein erheblicher technischer und wirtschaftlicher Fortschritt. Die bisher notwendigen Freifeldmessungen benötigten einen erheblichen apparativen und messtechnischen Aufwand, zudem waren die Wissenschaftler dabei von geeigneten Witterungsbedingungen abhängig. Bei dieser Methode wurde bislang das zu messende Triebwerk auf einem freien Feld über einem schallharten Boden aufgebaut. Mit kreisrund um das Triebwerk angeordneten Mikrofonen wurde das abgestrahlte Schallfeld vom Leerlauf bis zu vollem Schub akustisch vermessen.

Diese Messungen werden oft unter Aufsicht der Luftfahrtbehörde durchgeführt,

    * um unter Verwendung existierender Überfluglärmdaten weitere Flugzeugtypen zu zulassen
    * und um bei Modifikationen am Triebwerk nachzuweisen, dass diese keinen negativen Effekt auf die Lärmpegel haben, bzw.um die neuen Überfluglärmwerte zu ermitteln.

Vor diesem Hintergrund ist es eine sehr große Erleichterung und eine enorme Kostenersparnis, wenn der Einfluss von neuen Entwicklungen und Änderungen am Triebwerk künftig nicht mehr in gesonderten Freifeldtests, sondern statt dessen mit den routinemäßig durchführten Erprobungsläufen der Triebwerke in einer geschlossenen Testzelle bestimmt werden kann.

Im Lauf der Fortentwicklung von Triebwerken werden Verbesserungen entwickelt, erprobt und eingesetzt, die unter anderem der Erhöhung der Wirtschaftlichkeit, der Verringerung des Treibstoffbedarfs und des Schadstoffausstoßes dienen. Mittels dieser neuen Messtechnik lässt sich die Geräuschsituation frühzeitig erfassen.

Damit können die Wissenschaftler den Behörden den Nachweis liefern, dass keine negative Beeinflussung des Lärms vorliegt und somit die Überfluglärmpegel der Flugzeuge nicht erhöht werden. Zudem können lärmmindernde Innovationen frühzeitig am Triebwerk unter realen Bedingungen untersucht werden, wie neuartige Absorber, innovative Blattgeometrien, aktive Lärmminderung etc. Neue Technologien, die nicht in erster Linie der Lärmreduktion dienen, wie z.B. emissionsarme (NOx) Brennkammersysteme, können frühzeitig unter realen Triebwerks-bedingungen hinsichtlich ihres Lärmverhaltens beurteilt werden. Gegebenenfalls kann die Industrie somit noch konstruktive Änderungen vornehmen.

Nach zahlreichen Voruntersuchungen und Messungen mit "künstlichen" Schallquellen sollen noch im September Messungen an realen Triebwerken vorgenommen werden. Als folgende Schritte sind vorgesehen:

    * Installation der Mikrofone im Triebwerksprüfstand bei Rolls-Royce Deutschland in Dahlewitz,
    * Vermessung dreier bereits im Freifeld vermessener Triebwerkskonfigurationen,
    * Auswertung der Messungen und Vergleich der Ergebnisse mit den Freifeldmessungen,
    * Überarbeitung der eingesetzten Korrelationen und Korrekturfaktoren.


Quelle:
http://www.dlr.de/desktopdefault.aspx/tabid-1/86_read-4724/
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!", "Le CNES, The Place to Be!!!"

Offline tobi

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Re: DLR
« Antwort #26 am: 18. September 2006, 19:43:49 »
Neue Pressemitteilung zu TerraSAR-X:

Zitat:
TerraSAR-X – Radartechnologie aus Deutschland: Finanzierung in öffentlich-privater Partnerschaft
18. September 2006

In diesem Jahr wird mit TerraSAR-X ein deutscher Satellit gestartet, den Staat und Industrie erstmals gemeinsam finanziert haben. Die Raumfahrtagentur des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist als Auftraggeber zuständig für das Management des Gesamtprojektes und hat zusammen mit den DLR-Forschungsinstituten rund 80 Prozent der Kosten des Satelliten übernommen, das Raumfahrtunternehmen EADS SPACE hat den Satelliten gebaut und die restlichen 20 Prozent finanziert.

Zudem haben die Forschungsinstitute im DLR das Bodensegment für die Kommandierung des Satelliten, den Betrieb und die Kalibrierung des Radarinstrumentes sowie den Datenempfang aufgebaut. Sie werden zudem den Missionsbetrieb über fünf Jahre durchführen und die Daten prozessieren, archivieren und an die Wissenschaftler verteilen. Mit diesem Modell einer öffentlich-privaten Partnerschaft (Public Private Partnership - PPP) hat Deutschland eine Pionierleistung in der Raumfahrt umgesetzt und eine weltweite Vorreiterrolle eingenommen.

Langfristiges Ziel der Mission TerraSAR-X ist die nachhaltige Versorgung wissenschaftlicher und kommerzieller Nutzer mit Fernerkundungsdaten auf Radarbasis. Dem Deutschen Fernerkundungsdatenzentrum des DLR obliegt die Koordinierung der wissenschaftlichen Nutzung, die Firma Infoterra GmbH, eine Tochter der EADS SPACE, entwickelt die Geoinformationsprodukte und vermarktet die Daten kommerziell. Dabei sollen kommerzielle und wissenschaftliche Nutzer gleich große Anteile an der insgesamt möglichen Beobachtungszeit erhalten.

Die Gesamtkosten für Bau und Start des Satelliten belaufen sich auf etwa 130 Millionen Euro, wovon die Raumfahrtagentur des DLR 102 Millionen Euro und das Raumfahrtunternehmen EADS SPACE Eigenmittel in Höhe von 28 Millionen Euro eingebracht hat. Für die Entwicklung des Bodensegments und den Betrieb des Satelliten über fünf Jahre entstehen noch einmal Kosten von rund 55 Millionen Euro, 45 Millionen Euro zahlen die Forschungsinstitute des DLR, die restlichen 10 Millionen Euro finanziert die Infoterra GmbH.

Deutschland - Spitzenposition in der Erdbeobachtung

TerraSAR-X hat eine sehr hohe Relevanz für die Ziele des deutschen Raumfahrtprogramms und für deutsche Anwender in Forschung und Industrie. Die hier verwendete Radartechnologie ist neben der Optik und dem Lidar (Light detection and ranging) eine der technologischen Kernkompetenzen des DLR und der Raumfahrtindustrie. Deutschland hat sich somit in der Erdbeobachtung eine internationale Spitzenposition erarbeitet. Zahlreiche europäische Satelliten wurden unter Führung deutscher Unternehmen gebaut (ERS, SRTM, ENVISAT, Cryosat, SWARM). Mit den Kompetenzen der Forschungsinstitute des DLR ist Deutschland auch führend auf den Gebieten der Prozessierung und Archivierung sowie der wissen-schaftlichen Auswertung und Nutzung von Erdbeobachtungsdaten.

TerraSAR-X ist der vorläufige Höhepunkt einer langen und erfolgreichen wissenschaftlich-technologischen Entwicklung in Deutschland, die bereits Ende der 70er Jahre begann und von der Raumfahrtagentur des DLR mit großem Engagement konsequent gefördert wurde. Ein X-SAR (X-Band Synthetic Apertur Radar) genanntes Instrument absolvierte im April und September 1994 zwei erfolgreiche, jeweils 10-tägige Missionen auf dem Space Shuttle, gemeinsam mit dem SIR-C (Shuttle Imaging Radar) Radarinstrument der NASA. Nach dem erfolgreichen Abschluss der X-SAR-Missionen wurde das Radarinstrument zu einem Interferometer umgebaut und im Februar 2000 nochmals in Zusammenarbeit mit der NASA bei der Shuttle Radar Topographie Mission (SRTM) eingesetzt.

Zahlreiche deutsche Missionen in der Entwicklung – starke Beteiligung des DLR

Neben dem Engagement im Rahmen der Mission TerraSAR-X ist das DLR auch an der weltweit ersten kommerziellen Satellitenflotte RapidEye beteiligt.

Die geplante Mission TanDEM-X wird erstmals im engen Formationsflug mit TerraSAR-X fliegen, um ein globales Höhenmodell mit bislang unerreichter Qualität zu erzeugen. Parallel zu den oben genannten Projekten werden unter der Führung des DLR Vorentwicklungen für zukünftige operationelle meteorologische Systeme, wie z.B. Metimage vorangetrieben. Deutschland ist somit – verbunden mit der deutschen Rolle als größter Beitragszahler bei den europäischen Erdbeobachtungsprogrammen – der Motor der europäischen Erdbeobachtung. Dabei wird konsequent der Weg zur Überführung von wissenschaftlich-technologischen Entwicklungen in kommerzielle Anwendungen in Partnerschaft mit der Industrie verfolgt.


Quelle:
http://www.dlr.de/desktopdefault.aspx/tabid-1/86_read-4668/
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!", "Le CNES, The Place to Be!!!"

Offline tobi

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Re: DLR
« Antwort #27 am: 22. Oktober 2006, 17:40:44 »
Neues Teleskop:

Zitat
Auf der Suche nach extrasolaren Planeten: Berlin Exoplanet Search Telescope - BEST 2
20. Oktober 2006


BEST 2, ein Teleskop mit 25 Zentimeter Öffnung, dient der photometrischen Messung von Sternlichtintensitäten und damit der Suche nach extrasolaren Planeten. Entwickelt wurde es vom Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Mit Hilfe robotischer Funktionen kann BEST 2 von den Berliner Planetenforschern per Internet bedient werden. Beobachtet werden kleinste Schwankungen des Sternenlichts, die möglicherweise von extrasolaren Planeten hervorgerufen werden. BEST 2 unterstützt die COROT-Mission (COnvection ROtation and planetary Transits), die erste Satellitenmission, die extrasolare Planeten im Weltall aufspüren soll. Für das Teleskop wurden Ende September 2006 in der Atacamawüste in Chile die technischen Einrichtungen übergeben.

Die unter französischer Führung stehende Mission COROT wird Ende 2006 vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur aus starten. BEST 2 und BEST 1, ein ähnliches System in Frankreich, werden vor und während der zweijährigen Mission begleitend vom Boden aus den Sternenhimmel beobachten.  
 
Auf einer Höhe von 2817 Meter und zwei Stunden von der nächsten Stadt, Antofagasta, entfernt, ist die Atacamawüste ein idealer Standort für Teleskope. Für das Gebiet um den Cerro Armazones gibt die Statistik 350 klare Nächte pro Jahr und extrem geringe Niederschläge an. Bei der Suche nach extrasolaren Planeten sind ununterbrochene Beobachtungen eines Himmelsfeldes über eine möglichst lange Zeit wichtig.

Der Gebäudekomplex ist die Erweiterung des Observatoriums Cerro Armazones (OCA), ein gemeinsames Projekt der Universidád Católica del Norte in Antofagasta und der Ruhr-Universität Bochum. Das Observatorium ist etwa 20 Kilometer vom Observatorium der Europäischen Südsternwarte (ESO) auf dem Cerro Paranal entfernt.

Quelle:
http://www.dlr.de/desktopdefault.aspx/tabid-1/86_read-4932/
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!", "Le CNES, The Place to Be!!!"

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Re: DLR
« Antwort #28 am: 13. November 2006, 17:02:34 »
Neues vom DLR:

Zitat
DLR und Kayser-Threde unterzeichnen Vertrag für deutschen Satelliten EnMAP
13. November 2006


Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Kayser-Threde GmbH haben heute in München den Vertrag für die Entwicklung des Satelliten EnMAP unterzeichnet. Bei EnMAP (Environmental Mapping and Analysis Programme) handelt es sich um einen Hyperspektralsatelliten zur Erdbeobachtung. Hyperspektralinstrumente registrieren die von der Erde reflektierte Sonnenstrahlung vom sichtbaren Licht bis hin zum nahen Infrarot. Dies ermöglicht präzise Aussagen über Zustand und Veränderungen der Erdoberfläche. Die Mission soll im Jahr 2011 starten und ist auf fünf Jahre ausgelegt.

Gemäß der Vereinbarung obliegt der Raumfahrt-Agentur des DLR die Gesamtprojektleitung von EnMAP. Das DLR ist außerdem verantwortlich für den Aufbau der Bodeninfrastruktur. Die Steuerung des Satelliten, Datenempfang, -archivierung und -verteilung sowie die Erstellung und Kalibrierung des globalen Geländemodells übernehmen das Raumfahrt-Kontrollzentrum des DLR sowie das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum (DFD ) zusammen mit dem Institut für Methodik der Fernerkundung (IMF) in Oberpfaffenhofen. Das DFD hat auch die Projektleitung für das Bodensegment inne. Das DLR ist zudem für den fünfjährigen Betrieb des Satelliten zuständig. Die Kayser-Threde GmbH ist für die Entwicklung des Satelliten verantwortlich. Die wissenschaftliche Leitung liegt beim GeoForschungsZentrum Potsdam.

Hyperspektralsensoren ermitteln Zustand von Boden, Pflanzen und Gewässern

Herkömmliche multispektrale Sensoren nehmen die von der Erde reflektierte Strahlung in wenigen, sehr breiten Kanälen auf. Sie liefern zuverlässige Daten und Informationen, wie etwa über die Landbedeckung und deren räumliche Verteilung. Für qualitative Aussagen, beispielsweise über die Art der Vegetation, reichen diese Messmethoden aus. Für quantitative Informationen hingegen, wie die Nährstoffversorgung von Ackerpflanzen oder die Wasserqualität von Seen, werden spektral hochaufgelöste Daten benötigt.

Der Satellit EnMAP wird mit einem so genannten Hyperspektralsensor ausgerüstet sein. Seine Aufnahmen bilden die Erdoberfläche in über 200 schmalen Farbkanälen ab. Hiermit lassen sich detaillierte Informationen über Gewässer, Vegetation, Landnutzung oder Gesteinsoberflächen gewinnen. Die Daten geben beispielsweise Auskunft über die mineralogische Zusammensetzung der Gesteine, die Schädigung von Pflanzen durch Luftschadstoffe oder den Grad der Bodenverschmutzung.

Der Satellit wird auf eine Umlaufbahn in etwa 650 Kilometern Höhe gebracht. Auf dieser kann er jeden Punkt der Erde innerhalb von vier Tagen zweimal überfliegen. Daher eignet sich EnMAP sehr gut für die Dokumentation räumlich-zeitlicher Veränderungen, wie etwa Erosionsprozesse oder Vegetationsperioden. Die spektroskopische Erdbeobachtung kann Aussagen über Ausbreitung und Zustand der Ökosysteme von vielen unterschiedlichen Naturräumen liefern: von Küstenzonen und vom Menschen geprägten Kulturlandschaften über Steppen und Wüsten bis hin zu Waldgebieten.

Mit EnMAP wird erstmals ein qualitativ hochwertiger Hyperspektralsensor satellitengestützt arbeiten. Die durch den Satelliten gewonnenen Daten sollen neue Nutzungsmöglichkeiten eröffnen. Außerdem sollen sie dazu beitragen, aktuelle Fragestellungen aus den Bereichen Umwelt, Landwirtschaft, Landnutzung, Wasserwirtschaft und Geologie in einem globalen Maßstab beantworten zu können. Potenzielle Nutzer sind Wissenschaftseinrichtungen, wie etwa das GeoForschungsZentrum Potsdam für geologische Anwendungen.

Quelle:
http://www.dlr.de/desktopdefault.aspx/tabid-1/86_read-5867/
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!", "Le CNES, The Place to Be!!!"

Offline tobi

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Re: DLR
« Antwort #29 am: 16. November 2006, 20:34:12 »
Neues vom DLR:

Zitat
Deutsche Konferenz zur Weltraumexploration in Dresden
16. November 2006


Die Raumfahrt-Agentur des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) richtet am 21./22.11. 2006 in Dresden, Hotel "The Westin Bellevue", die nationale Konferenz zur Zukunft der deutschen Weltraum-Exploration aus. Das DLR initiiert hiermit den Dialog zwischen Wissenschaft, Industrie und Politik über die künftige Erforschung des Sonnensystems mit ihren neuen Zielen, wissenschaftlichen Aufgaben und technologischen Herausforderungen bis etwa zum Jahr 2025. Die deutsche Raumfahrt-Agentur, die im Auftrag der Bundesregierung die Raumfahrtplanung und -durchführung verantwortet, erwartet 120 hochrangige Vertreter aus Wissenschaft, Industrie und Politik zu dieser Konferenz.

Bei der Exploration geht es um eine neue, gebündelte Strategie verschiedener Bereiche der Raumfahrt, die darauf hinzielt, die Grenzen der menschlichen Präsenz in unserem Sonnensystem zu erweitern. Durch die konzentrierte Zusammenarbeit etablierter Fachbereiche soll eine noch deutlichere Sichtbarkeit der Raumfahrt mit ihren Möglichkeiten und Ergebnissen in weite Teile der Gesellschaft erreicht werden. Exploration wird sich kurz- und mittelfristig robotischer Missionen bedienen und verfolgt dabei einen umfassenden Ansatz aus wissenschaftlichen, technologischen sowie politischen und kulturellen Aspekten. Dieser Ansatz ist notwendig, um fundamentale Fragen unserer Existenz zu beantworten und gleichzeitig den Aktionsradius der Menschheit weiter auszudehnen. Dabei richtet sich das Interesse im Besonderen auf:

    * Grundlagenforschung (unter anderem Entstehung des Universums, Verbreitung von Leben im Universum und speziell im Sonnensystem),
    * wissenschaftliche Forschung mit Anwendungspotenzial,
    * Technologieentwicklung und Transfer dieser Technologien in andere Bereiche (spin off),
    * Erkundung und eventuell spätere Ausbeutung neuer Ressourcen im erdnahen Raum des Sonnensystems und
    * kulturelle, gesellschaftliche und politische Rückwirkungen der Aktivitäten auf der Erde, vor allem auch internationale Zusammenarbeit.

Auf der Konferenz in Dresden werden die deutschen Potenziale für nationale, europäische und internationale Missionen im Rahmen der Weltraum-Exploration vorgestellt und diskutiert. Hierbei geht es um neue wissenschaftliche und technologische Ziele etwa auf Mond und Mars, aber auch auf dem Jupitermond Europa. Dr. Walter Döllinger, zuständiger Direktor in der DLR Raumfahrt-Agentur, betont die Stärken der deutschen Raumfahrt: "Für ein Explorationsprogramm, ob eigenständig europäisch oder in globaler Kooperation, ist Deutschland hervorragend positioniert. Sowohl in der Industrie, in den DLR-Instituten als auch in der übrigen Forschungslandschaft besitzt Deutschland ein breites wissenschaftliches und technologisches Potenzial und ein ausgezeichnetes weltweit anerkanntes Know-how."

Quelle:
http://www.dlr.de/desktopdefault.aspx/tabid-1/86_read-5955/
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!", "Le CNES, The Place to Be!!!"

robinson

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Re: DLR
« Antwort #30 am: 23. November 2006, 21:40:17 »


Aus der Presseinformation des DLR:

Deutsche Konferenz zur Weltraumexploration in Dresden
16. November 2006

Die Raumfahrt-Agentur des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) richtet am 21./22.11. 2006 in Dresden, Hotel "The Westin Bellevue", die nationale Konferenz zur Zukunft der deutschen Weltraum-Exploration aus. Das DLR initiiert hiermit den Dialog zwischen Wissenschaft, Industrie und Politik über die künftige Erforschung des Sonnensystems mit ihren neuen Zielen, wissenschaftlichen Aufgaben und technologischen Herausforderungen bis etwa zum Jahr 2025. Die deutsche Raumfahrt-Agentur, die im Auftrag der Bundesregierung die Raumfahrtplanung und -durchführung verantwortet, erwartet 120 hochrangige Vertreter aus Wissenschaft, Industrie und Politik zu dieser Konferenz.

Bei der Exploration geht es um eine neue, gebündelte Strategie verschiedener Bereiche der Raumfahrt, die darauf hinzielt, die Grenzen der menschlichen Präsenz in unserem Sonnensystem zu erweitern. Durch die konzentrierte Zusammenarbeit etablierter Fachbereiche soll eine noch deutlichere Sichtbarkeit der Raumfahrt mit ihren Möglichkeiten und Ergebnissen in weite Teile der Gesellschaft erreicht werden. Exploration wird sich kurz- und mittelfristig robotischer Missionen bedienen und verfolgt dabei einen umfassenden Ansatz aus wissenschaftlichen, technologischen sowie politischen und kulturellen Aspekten. Dieser Ansatz ist notwendig, um fundamentale Fragen unserer Existenz zu beantworten und gleichzeitig den Aktionsradius der Menschheit weiter auszudehnen. Dabei richtet sich das Interesse im Besonderen auf:

    * Grundlagenforschung (unter anderem Entstehung des Universums, Verbreitung von Leben im Universum und speziell im Sonnensystem),
    * wissenschaftliche Forschung mit Anwendungspotenzial,
    * Technologieentwicklung und Transfer dieser Technologien in andere Bereiche (spin off),
    * Erkundung und eventuell spätere Ausbeutung neuer Ressourcen im erdnahen Raum des Sonnensystems und
    * kulturelle, gesellschaftliche und politische Rückwirkungen der Aktivitäten auf der Erde, vor allem auch internationale Zusammenarbeit.

Auf der Konferenz in Dresden werden die deutschen Potenziale für nationale, europäische und internationale Missionen im Rahmen der Weltraum-Exploration vorgestellt und diskutiert. Hierbei geht es um neue wissenschaftliche und technologische Ziele etwa auf Mond und Mars, aber auch auf dem Jupitermond Europa. Dr. Walter Döllinger, zuständiger Direktor in der DLR Raumfahrt-Agentur, betont die Stärken der deutschen Raumfahrt: "Für ein Explorationsprogramm, ob eigenständig europäisch oder in globaler Kooperation, ist Deutschland hervorragend positioniert. Sowohl in der Industrie, in den DLR-Instituten als auch in der übrigen Forschungslandschaft besitzt Deutschland ein breites wissenschaftliches und technologisches Potenzial und ein ausgezeichnetes weltweit anerkanntes Know-how."


Robby

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Re: DLR
« Antwort #31 am: 30. November 2006, 17:32:34 »
Neues vom DLR:

Zitat
Dritte GEO-Vollversammlung in Bonn präsentiert erste Erfolge beim Aufbau eines globalen Erdbeobachtungssystems

24. November 2006

Vom 27. bis zum 29. November 2006 findet in Bonn die dritte Vollversammlung der "Group on Earth Observations (GEO)" statt. Zu dieser Konferenz der globalen Erdbeobachtungsgemeinschaft haben das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und die Bundesstadt Bonn mit Unterstützung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in das Internationale Kongresszentrum Bundeshaus Bonn (IKBB) geladen.

Die GEO wurde durch den Erdbeobachtungsgipfel am 16. Februar 2005 in Brüssel ins Leben gerufen: Damals wurde ein Zehnjahresplan zum Aufbau eines globalen Erdbeobachtungssystems von Systemen ("Global Earth Observation System of Systems, GEOSS") verabschiedet. Bislang haben sich 66 Staaten und über 40 internationale Organisationen in der GEO zusammengeschlossen, wodurch die weltweite Zusammenarbeit zur Beobachtung des Planeten Erde eine neue Qualität erreicht. Davon können unterschiedliche wirtschaftliche und gesellschaftliche Bereiche profitieren, wie zum Beispiel der Katastrophenschutz, die Energie-, Wasser- und Landwirtschaft, Wetter- und Klimavorhersagen sowie der Umweltschutz.

Erste Erfolge der GEO sind bereits zu verzeichnen: So geht beispielsweise ein globales satellitengestütztes System zur kostengünstigen Verteilung von Umweltdaten (GEONETCast) in die Demonstrationsphase. Auf der Bonner GEO-Vollversammlung liegt nun der zweite Arbeitsplan zur Verabschiedung vor, der die Aktivitäten für die nächsten drei Jahre absteckt.

Europa ist mit seiner Initiative "Global Monitoring for Environment and Security (GMES)" einer der Eckpfeiler für GEOSS. Mit GMES werden Fernerkundungsdaten aus dem All und von der Erde verknüpft und mit verschiedenen Modellierungstechniken aufbereitet. Hierdurch entstehen Informationen neuer Qualität  für die Bereiche Umwelt- und Klimaschutz sowie für humanitäre Hilfe und Zusammenarbeit in der Entwicklungshilfe. Die nationalen Erdbeobachtungsmissionen des DLR wie TerraSAR-X und RapidEye bilden einen zentralen Bestandteil von GMES.

Auch die Dienstleistungen des DLR liefern wichtige Beiträge zu GMES und auch zu GEOSS. Prominente Beispiele hierfür sind das Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) sowie das Weltdatenzentrum für Atmosphäre (WDC-RSAT), die vom Deutschen Fernerkundungsdatenzentrum (DFD ) in Oberpfaffenhofen betrieben werden. Zu den Aufgaben des ZKI zählen die Beschaffung und Aufbereitung von Satellitendaten bei Natur- und Umweltkatastrophen und für humanitäre Hilfsaktivitäten. Das WDC-RSAT erstellt aus Satellitendaten wichtige Informationen für die Klima- und Umweltforschung. Darüber hinaus betreibt die DLR Raumfahrt-Agentur im Auftrag des BMVBS das nationale GEO-Sekretariat, das für die Koordinierung der GEO-Aktivitäten in Deutschland zuständig ist.

PS:
@robinson:
Du hast in deinem Post genau das geschrieben, was ich einen Post zuvor schon geschrieben hatte.
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!", "Le CNES, The Place to Be!!!"

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Re: DLR
« Antwort #32 am: 23. Januar 2007, 17:35:55 »
Gefunden auf der DLR-Homepage:

Zitat
Ein "Ort der Ideen" – Auszeichnung für das DLR-Institut für Planetenforschung
23. Januar 2007

Für die Erforschung unserer Nachbarplaneten sind Einfallsreichtum und gute Ideen gefragt. Denn das Sonnensystem birgt auch nach 50 Jahren der Erkundung mit Raumsonden noch unzählige Rätsel: Warum hat sich die Erde nur so anders entwickelt, als die fast gleich große Venus? Was verbirgt sich unter den Eiskrusten der Monde von Jupiter und Saturn? Gab es auf dem Mars jemals Leben? Ist auf den Kometen der Ursprung allen Lebens zu suchen? Das DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin-Adlershof versucht, einige der Geheimnisse unserer unmittelbaren kosmischen Nachbarschaft zu lüften. Dafür wurde das Institut am 23. Januar 2007 als einer von 365 Orten der Initiative "Deutschland – Land der Ideen" ausgezeichnet, einer Initiative unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Dr. Horst Köhler.

"Diese Auszeichnung erfüllt uns natürlich mit großem Stolz", freut sich Professor Tilman Spohn, Direktor des Berliner DLR-Instituts, "wir versuchen natürlich immer, mit ungewöhnlichen Ideen noch leichtere, noch leistungsfähigere und für die harten Bedingungen des Weltraums geeignete Messinstrumente zu entwickeln. Damit lassen sich neue Wege der Erforschung der Körper des Sonnensystems – und darüber hinaus – beschreiten." Das DLR-Institut für Planetenforschung ist die größte Forschungseinrichtung ihrer Art in Deutschland und in zahlreiche europäische und amerikanische Planetenmissionen eingebunden.

Als Vertreterin der Initiative "Deutschland – Land der Ideen" überreichte Dr. Anke Sahlén von der Deutsche Bank AG dem Institut in einem kleinen Festakt einen Preis und eine von Bundespräsident Köhler unterzeichnete Urkunde. "Innovatives Denken, originelle Ideen und schöpferische Leidenschaft – mit diesen Eigenschaften machte das Institut für Planetenforschung unter 1500 Bewerbern für die 365 Orte der Ideen im Jahr 2007 auf sich aufmerksam", betonte Frau Sahlén. "Dabei beweist das Institut nicht nur in der Forschung Ideenreichtum, sondern setzt für die Weltraumforschung ersonnene technische Entwicklungen auch für Anwendungen auf der Erde um und trägt seine Forschungserkenntnisse in die Öffentlichkeit."

Im DLR-Institut entwickeln Ingenieure beispielsweise Kameras und Spektrometer, schreiben Informatiker intelligente Software zum Betrieb der auf Raumfahrtmissionen eingesetzten Fernerkundungsinstrumente, erstellen und archivieren Kartographen neue Kartenwerke von Planeten und Monden, interpretieren Geologen die gewonnenen Daten, modellieren Geophysiker den Aufbau der Planetenkörper und suchen Astronomen nach unbekannten, fernen Welten in anderen Sternsystemen. Als wichtigen Bestandteil seiner Arbeit sieht es das Institut an, Daten und Erkenntnisse auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Letztlich dient diese Grundlagenforschung auch der Beantwortung fundamentaler Fragen der Entwicklungsgeschichte und dem zukünftigen Schicksal unserer Erde.


Dabei ist das Institut bemüht, seine Kompetenz insbesondere dem wissenschaftlichen Nachwuchs zu vermitteln, Daten bereit zu stellen und in Lehre und Öffentlichkeitsarbeit das Interesse der Gesellschaft am spannenden Thema Planetenforschung zu wecken. Die Weltraumforscher setzen neueste Technologie in einem automatisierten Früherkennungssystem für Waldbrände ein oder zeigen Aufnahmen von der Marsoberfläche im Internet, die auf den Seiten des Instituts als Film zum Download bereitstehen. Mars in 3D für alle: Aufgenommen wurden die Bilder mit der High Resolution Stereo Camera (HRSC), die das Institut gemeinsam mit der deutschen Industrie entwickelt hat und die von der Europäischen Weltraumorganisation ESA seit drei Jahren zur Kartierung der Marsoberfläche eingesetzt wird.

Die Initiative "Deutschland – Land der Ideen"

"Deutschland – Land der Ideen" ist eine gemeinsame und überparteiliche Standortinitiative von Bundesregierung und deutscher Wirtschaft, vertreten durch den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Die Schirmherrschaft hat Bundespräsident Horst Köhler übernommen. Das Ziel der Initiative ist es, ein positives Deutschlandbild im In- und Ausland zu vermitteln. Anlass, die Kampagne ins Leben zu rufen, war die Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Deutschland nutzte die nationale und internationale Aufmerksamkeit, um so den Besuchern und Zuschauern das Bild eines weltoffenen, sympathischen und zukunftsfähigen Landes zu präsentieren.

Kooperationspartner aus Wissenschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft – unter ihnen das Auswärtige Amt, das Goethe-Institut, die Bundesagentur Invest in Germany und Bundesländer wie Brandenburg und Baden-Württemberg – beteiligen sich mit ihren Netzwerken. Die Initiative ist mit ihren Projekten nachhaltig auf eine sehr positive Resonanz gestoßen, so dass sie auch über das Jahr 2006 hinaus weitergeführt wird.

"365 Orte im Land der Ideen"

Der bundesweite Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen" ist ein Projekt der Initiative, das – aufgrund seines großen Erfolges - auch im Jahr 2007 gemeinsam mit der Deutschen Bank als exklusivem Projektpartner fortgesetzt wurde. Öffentliche oder private Einrichtungen, Institutionen, Unternehmen oder Forschungsinstitute, die sich Innovation und Ideenreichtum auf ihre Fahnen geschrieben haben, waren aufgerufen, sich zu bewerben. Aus allen Einsendungen –für das Jahr 2007 waren es über 1.500 – wählte eine prominente Jury 365 Institutionen zur Prämierung aus. An jedem Tag des Jahres 2007 wird jeweils einer dieser Orte offiziell ausgezeichnet und präsentiert sich mit einer Veranstaltung der Öffentlichkeit. Zusätzlich stellt eine begleitende Publikation jeden der "Ausgewählten Orte 2007" mit ihren Veranstaltungen vor.
« Letzte Änderung: 23. Januar 2007, 17:36:25 von tobi453 »
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!", "Le CNES, The Place to Be!!!"

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Re: DLR
« Antwort #33 am: 29. Januar 2007, 16:40:28 »
Gefunden auf der DLR-Homepage:

Zitat
DLR gründet Institut für Raumfahrtsysteme in Bremen – nun neun DLR-Standorte in Deutschland
25. Januar 2007

Wittig: "Deutschland kann jetzt selbst komplette Raumfahrtsysteme entwickeln"

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gründet am 26. Januar 2007 das neue DLR-Institut für Raumfahrtsysteme in Bremen. Zu einem gemeinsamen Festakt im Bremer Rathaus haben Bremens Bürgermeister, Jens Böhrnsen, und der Vorstandsvorsitzende des DLR, Prof. Sigmar Wittig, Gäste aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft eingeladen. "Mit dem neuen Institut in Bremen engagiert sich das DLR an einem der bedeutendsten Raumfahrtstandorte in Deutschland. Die deutsche Weltraumforschung macht einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Entwicklung kompletter Systeme", bekräftigte der DLR-Vorstandsvorsitzende. "Ohne die Unterstützung von Bund und Land Bremen wäre dieses Engagement nicht möglich gewesen", fügte Wittig erfreut hinzu.

Thematische Schwerpunkte des neuen Instituts sind die Raumfahrt-Systemanalyse und –Systemtechnik sowie Systemtechnik und -auslegung für die Raumfahrtnutzung.

Bürgermeister Böhrnsen begrüßt die Entscheidung des DLR: "Für unsere Stadt ist die Gründung des DLR-Instituts eine weitere kraftvolle Bestätigung, dass Bremen eine Spitzenstellung in der europäischen Luft- und Raumfahrt einnimmt. Ich bin mir sicher, dass dieses Institut in wenigen Jahren eine der bedeutendsten Einrichtungen des DLR sein wird."

Aufgabe des Bremer Instituts ist die Bewertung und Analyse komplexer Systeme der Raumfahrt in technischer, wirtschaftlicher und gesellschaftspolitischer Hinsicht. Dabei werden auch Konzepte für innovative Raumfahrtmissionen sowie raumfahrtgestützte Anwendungen für den wissenschaftlichen, kommerziellen und sicherheitsrelevanten Bedarf entwickelt. Diese sollen in enger Zusammenarbeit von Forschung und Industrie umgesetzt werden. Dazu wird das DLR-Institut eng mit der in Bremen ansässigen Raumfahrtindustrie kooperieren, ebenso  mit Instituten und Einrichtungen der Universität Bremen, wie dem Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM).

Solider Finanzrahmen für das Bremer DLR-Institut

Im Institut werden rund 80 Wissenschaftler und Ingenieure arbeiten. Darüber hinaus sollen bis zu 50 Wissenschaftler in so genannten Drittmittel-Projekten forschen. Zusammen mit den Mitteln für die Ausstattung des Instituts stehen dafür im Jahr 2007 rund 8,9 Millionen Euro bereit, in den Folgejahren rund 17,8 Millionen Euro. Die Mittel werden zu 90 Prozent vom Bund und zu 10 Prozent vom Land Bremen aufgebracht. Hinzukommen 9,5 Millionen Euro an Sondermitteln, die das Land Bremen für den bereits in Planung befindlichen Neubau eines Institutsgebäudes in den kommenden drei Jahren bereitstellen wird. Die Umsetzung dieser Initiative wurde stark unterstützt von Volker Kröning, Mitglied des Bundestages, und von Prof. Hans J. Rath, Leiter des ZARM.

Kompakte Satelliten aus Bremen

Schon vor der offiziellen Gründung sind die ersten konkreten Aufgaben  benannt und in Angriff genommen worden. So wird das Institut in Bremen die Führung des Kompakt-Satellitenprogramms des DLR übernehmen und an einer rückkehrfähigen Experimentalplattform forschen. Auf dem Gebiet der Exploration des Weltraums soll untersucht werden, mit welchem Konzept eine deutsche oder europäische Mondmission zum größtmöglichen Erfolg geführt werden kann. Weitere Aufgaben liegen in den Bereichen der Antriebsforschung von Oberstufen für Raumfahrzeuge und Raumfahrt-Systemtechnik für sicherheitsrelevante Anwendungen.

Kommissarische Institutsleiter benannt

Als kommissarische Institutsleiter des neuen Instituts in Bremen wurden Josef Kind und Prof. Berndt Feuerbacher ernannt.
Als ehemaliger Präsident der EADS Space Transportation ist Josef Kind (59) auf Grund seiner langjährigen Industrieerfahrung weithin anerkannt. Er wird sicherstellen, dass insbesondere die systemtechnische Ausrichtung des Instituts auch industrienahe Fragestellungen bearbeiten wird.

Prof. Berndt Feuerbacher (66) ist ein angesehener Spezialist auf dem Gebiet der Weltraum-Wissenschaften. Von 1981 bis 2006 war er Institutsdirektor des DLR-Instituts für Raumsimulation in Köln. Feuerbacher wird die wissenschaftliche Orientierung des Institutes sicherstellen.
« Letzte Änderung: 29. Januar 2007, 16:40:55 von tobi453 »
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Re: DLR
« Antwort #34 am: 09. Februar 2007, 21:43:05 »
Von der DLR-Seite:
Zitat
100 Jahre Luft- und Raumfahrtforschung in Deutschland
9. Februar 2007


Am Dienstag, den 13. Februar 2007, feiert das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) "100 Jahre Luft- und Raumfahrtforschung in Deutschland". Die Festveranstaltung findet in der Lokhalle in Göttingen statt. Sie wird von 18.30 bis 20.30 Uhr als Live-Stream im DLR Web Portal und im Fernsehen auf dem Nachrichtensender "n-tv" übertragen.

In der zweistündigen Festveranstaltung wird es ein großes Bühnenprogramm geben. Die Moderatoren leiten in drei Gesprächsrunden durch die Geschichte der deutschen Luft- und Raumfahrtforschung. Mit dabei sind unter anderem der Technikhistoriker Prof. Dr. Helmuth Trischler, der Astronaut Dr. Reinhold Ewald, ESA-Direktor Prof. Dr. Jean-Jacques Dordain und EADS-Vorstandsvorsitzender Thomas Enders. Die Talkrunden werden von Filmbeiträgen eingerahmt, die die Highlights der hundertjährigen Forschungsgeschichte zeigen. Außerdem gibt es Antworten auf die Fragen: Warum fliegt eigentlich ein Flugzeug? Und warum eine Rakete?

Anlass des Jubiläums ist die Gründung der Modellversuchsanstalt durch Ludwig Prandtl 1907 in Göttingen. Dieses Datum betrachten wir als Geburtsstunde des DLR. Der Schritt von der Empirie zu einer auf wissenschaftlichen Grundlagen basierenden Forschung war richtungsweisend für eine ungeahnte Entwicklung. Somit bedeutet das Jahr 1907 eine ebenso markante wie nachhaltige Zäsur in der Geschichte der Luftfahrt, die die Weichen für den weiteren Forschritt im 20. Jahrhundert stellte.
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Re: DLR
« Antwort #35 am: 01. März 2007, 20:52:31 »
Führungswechsel beim DLR:

Zitat
Prof. Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner neuer Vorstandsvorsitzender des DLR
1. März 2007


Wörner: "Besondere Ehre und anspruchsvolle Herausforderung"

Seit dem 1. März 2007 hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit Professor Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner einen neuen Vorstandsvorsitzenden. Bei seinem Amtsantritt sagte Wörner: "Die neue Aufgabe ist eine besondere Ehre und eine anspruchsvolle Herausforderung, der ich mich gerne stelle: Bei Luft- und Raumfahrt, Verkehr und Energie trifft sich die Spitze der Wissenschaft. Hier gestalten wir aktiv die Zukunft und sichern heute schon die Arbeitsplätze von morgen, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können", erklärte Wörner. "Als Ingenieur möchte ich der Großforschungseinrichtung DLR neue Impulse geben und ihre Aufgabe als nationale Raumfahrtagentur Deutschlands international vertreten", fügte er hinzu.

Wörner, der nahezu zwölf Jahre lang Präsident der Technischen Universität Darmstadt war, war am 22. November 2006 vom Senat des DLR gewählt worden. Er folgt Professor Dr. Sigmar Wittig, der das DLR fünf Jahre geführt hat und aus Altersgründen ausscheidet.

Wörner, Jahrgang 1954, war seit 1995 Präsident der TU Darmstadt. Der promovierte Bauingenieur wurde dort 1990 zum Professor für Massivbau und Leiter der dortigen Prüf- und Versuchsanstalt berufen. Seit 1995 ist er zudem Professor für Statik und Dynamik. Seit 2002 ist er Mitglied des Senats des DLR. Wörner stammt aus Kassel; er ist verheiratet und hat drei Kinder.

Die Amtszeit des ehemaligen DLR-Vorstandsvorsitzenden Wittig endete nach fünfjähriger Amtszeit am 28. Februar 2007. Wittig ist weiterhin Vorsitzender des Rates der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Bis zu seiner Emeritierung wird er sich in seinem letzten beruflichen Wirkungsjahr nochmals seinen Aufgaben als Ordinarius für Thermische Strömungsmaschinen an der Universität Karlsruhe (TH) widmen, deren Rektor er bis zu seinem Dienstantritt im DLR war.

Professor Wittig, sagte zur Berufung seines Nachfolgers: "Als Mitglied des Hochschulrates der TU Darmstadt kenne ich Professor Wörner seit vielen Jahren und freue mich außerordentlich über seine Berufung. Der DLR-Senat hat mit Professor Wörner einen profunden Kenner der Geschäftsfelder des DLR gefunden. Ich wünsche ihm - auch im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DLR - viel Erfolg und das Glück, das auch in Forschung und Wissenschaft notwendig ist."

Hier ein Interview mit dem neuen Chef:
http://www.dlr.de/desktopdefault.aspx/tabid-1/86_read-7884/
« Letzte Änderung: 01. März 2007, 20:55:38 von tobi453 »
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Re: DLR
« Antwort #36 am: 03. April 2007, 13:26:55 »
Gefunden auf der DLR-Homepage:

Zitat
Von Frankfurt nach Sydney in weniger als 90 Minuten
2. April 2007

Zukunftskongress für Weltraum-Trägertechnologien vom DLR und CNES in Barcelona eröffnet

Unter dem Motto "Neue Wege ins All: Konzepte - Technologien - Missionen – Visionen" wurde heute in Barcelona das 7. Internationale Symposium für Weltraum-Trägertechnologien (7th Symposium on Launcher Technologies) eröffnet: "Hier stellen Experten aus aller Welt schon heute vor, was die Raumfahrt in zwanzig Jahren leisten wird", sagte Dr. Hubert Reile auf der Konferenz. Der Programmdirektor Weltraum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) erklärte weiter: "Wir wollen die Ariane-Rakete erschwinglicher machen, und dafür denken wir intensiv über das Konzept der wieder verwendbaren Booster nach, die selbständig wie ein Flugzeug zurückkehren. Damit können wir die heute noch hohen Transportkosten in den Weltraum deutlich senken. Und damit rückt auch der Flug ins All für jedermann, der Weltraum-Tourismus, in greifbare Nähe, aber er ist dennoch eine große Herausforderung." Reile weiter "Wenn wir das Beste aus der Luft- und Raumfahrt zusammenbringen, dann können Business- und auch Privatreisende viel Zeit sparen: In weniger als 90 Minuten von Frankfurt nach Sydney: Daran arbeiten wir bereits. In dem DLR-Spaceliner werden in zwanzig Jahren rund 50 Passagiere der Zeit davoneilen."

Zu dem Symposium treffen sich rund 200 Experten aus aller Welt vom 2. bis 5. April 2007 in Barcelona. Es wird mittlerweile zum zweiten Mal veranstaltet, vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), der französischen Weltraumagentur CNES und dem französischen Forschungsunternehmen ONERA (Office National d'Études et de Recherches Aérospatiales). Das Symposium ist ein Marktplatz, auf dem Wissenschaftler aus aller Welt ihre Ideen präsentieren und austauschen: Neue Wege in den Weltraum, zukunftsweisende Konzepte, Technologien und Missionen werden dort heiß diskutiert.

In weniger als 90 Minuten von Frankfurt nach Sydney - der DLR-Spaceliner

Die DLR-Studie "Spaceliner" führt das Beste und Zukunftsträchtigste aus Luft- und Raumfahrt zusammen:  Demnach soll ein Flug von Europa nach Australien mit bis zu 50 Passagieren in weniger als 90 Minuten möglich sein. Selbst wenn der errechnete Flugpreis eher dem Preis eines Fluges in einem Privatjet für die gleiche Strecke entspricht, also nicht mit Touristen-Flugpreisen konkurrieren kann, wird von Marktanalysten (Futron, Suborbital Space Tourism Demand Revisited, August 2006.) für 2021 ein viel versprechender Markt von etwa 700 Millionen Dollar pro Jahr für 15.000 Highspeed-Fluggäste vorausgesagt. Als nächstes steht auf dem Plan, die technische Machbarkeit zu demonstrieren, um für schnelle Verbindungswege in der Zukunft gerüstet zu sein.

Kostengünstig und wieder verwendbar - Die europäische Ariane-Rakete mit rückflugfähigen Boostertriebwerken

Von einem europäischen Shuttle, der wieder verwendbar ist, hat man lange Zeit in Europa geträumt. Dass dieser Traum ausgeträumt ist, angesichts der hohen Kosten, die nur durch häufige Flüge ins Weltall gedeckt werden können, ist jedoch nicht mehr sicher. Das Konzept einer teilweise wieder verwendbaren Ariane-Rakete, die nach dem Start und Erreichen des Weltalls nicht  komplett weggeworfen werden muss, birgt Potential für eine nähere Betrachtung. Geboren wurde die Idee eines mit flüssigen Treibstoff betriebenen, umweltfreundlichen Boostertriebwerks, welches anstelle der mit Feststoffen betriebenen Boostern der Ariane 5 nach Abwurf selbsttätig wie ein Flugzeug zur einer Landebahn auf der Erde zurückkehrt und dann nach einer Überholung wieder für den nächsten Einsatz bereit ist.

Vorteil dieses Konzepts mit den rückkehrfähigen Boostern (LFBB, Liquid Flyback Booster) sind die Verwendung nur eines Typs von Flüssigraketenantrieben an der Ariane 5 sowie die Umweltfreundlichkeit. Die hohen Entwicklungskosten müssten durch hohe Startraten der Ariane kompensiert werden, jedoch ist die Ariane bereits auf besten Wege, diese notwendige Startrate zu erreichen.

Surfen und Segeln im Weltall  –  Ohne Treibstoff zu den Sternen

Die Erforschung des Universums hat nicht nur bei Wissenschaftlern einen hohen Stellenwert. Gefragt sind Konzepte, welche die Mitnahme von Treibstoff auf Kosten der wissenschaftlichen Instrumente vermeiden hilft. Eine Möglichkeit des treibstofflosen Antriebs ist die Nutzung des "solaren" Drucks. Surfen und Segeln durch das Universum mit dem Lichtdruck der Sonne ist keine Utopie.  Dieses Konzept wird vom DLR auf der Konferenz vorgestellt.  Bereits in der Vergangenheit wurden durch verschiedene Bodentests in Bezug auf Segel-Materialien und auch Simulationen die Machbarkeit im DLR nachgewiesen. Jetzt hat die ESA eine Studie in Auftrag gegeben - die GEOSAIL Studie - mit dem Ziel der technischen Demonstration dieser Methode. Lediglich mit solarem Antrieb soll das Raumschiff in einen Orbit mit 11 mal 23 Erdradien gesteuert und möglichst lange in den Zonen von Magnetopause und Magnetotail gehalten werden. Einzelheiten über Methode und Fortbewegungstechnik beim surfen und Segeln im All werden vom DLR auf der Konferenz vorgestellt.

Start per Schiene mit Railgun ins All - umweltschonend mit Picosatelliten im Gepäck

Studien belegen, dass nicht nur die Telekommunikationstechnik auf Satelliten deutlich kleiner wird, sondern dass auch die Satellitenträger in Ihren Ausmaßen auf die Zentimeter-Skala schrumpfen werden. Die so genannten Picosatelliten werden in Zukunft den Schwerlast-Trägersystemen den Rang ablaufen - statt einen Satelliten zu transportieren, müssen dann Hunderte von Picosatelliten pünktlich und zeitnah in den Orbit gebracht werden. Eine echte Alternative zu klassischen senkrechten Raketenstarts - auch noch umweltschonend dazu - könnte die elektromagnetische Schlittenkanone "Railgun" sein: Sie verläuft mit einer Länge von mehr als 100 Metern an einem Berghang hinauf und bringt mit Megawatts an elektrischer Energie den Picosatelliten in eine Höhe, wo dann das eigene klassische Antriebssystem die Reststrecke in den Orbit übernehmen kann.

Keramisches Triebwerk aus Faserverbund-Material - das Formel 1-Triebwerk der Zukunft

Klassische Prozessverfahren und Materialien für Raketen-Antriebssysteme sind bis an ihre Leistungsgrenze ausgereizt. Größere Optimierungserfolge hinsichtlich Gewicht, Langlebigkeit, Performance sowie Produktionsqualität sind nicht mehr zu erwarten. Ein neuer Technologiesprung könnte die Lösung sein: der Einsatz von keramischen und Faserverbund-Materialien in Triebwerken. Das DLR untersucht zusammen mit der Industrie Herstellung und Eigenschaften eines Raketentriebwerks aus einem Faserverbund-Material mit effusionsgekühlter Brennkammer. Erste Vorversuche belegen, dass herkömmliche Triebwerke in Bezug auf Gewicht, Produktionsaufwand und Lebensdauer bei gleichen Leistungsdaten übertroffen werden. Schließlich bedeutet jedes eingesparte Gramm bei Rakete und Antrieb mehr Nutzlast für den Kunden - und somit mehr Einnahmen für den Weltraumtransporteur. Eine viel versprechende Alternative, die ebenfalls auf der Konferenz präsentiert und diskutiert wird.

Bereits angedacht – einmal Mond und zurück

Bevor auch Deutschland sich nun auf den Weg zum Mond macht, haben schon Anfang letzten Jahres DLR Forscher in der Studie "Mond 2016" über den Weg zum Mond und zurück nachgedacht. Die Ergebnisse zeigen, welche Anforderungen der Reisewunsch zum Mond an das Transportvehikel stellt und was man braucht, um mit Mondmaterial für die Forscher auf die Erde zurückzukehren. Die Studie zeigt, dass auch Europa sich auf verschiedenen Bereichen an der Erforschung des Mondes – und damit der Vergangenheit der Erde - beteiligen kann.

DLR-Institut für Raumfahrtsysteme – Bremen in Barcelona

Das neue DLR-Institut für Raumfahrtsysteme präsentiert sich in Barcelona erstmals einem breiten wissenschaftlichen Publikum, so mit Studienbeiträgen zum treibstofflosen Antrieb. Rund 40 Mitarbeiter werden noch in diesem Jahr weitere Studien über Raumtransporter, Satelliten und Explorationssysteme starten
und erste Experimentierlabore einrichten.

Shefex II - der fliegende Windkanal wird 2010 noch schneller

Nach Erfolg der ersten Flugkampagne Shefex im Jahr 2005 wird das DLR im Jahr 2010 die nächste Kampagne durchführen - diesmal weiter und schneller. Bis zu Mach 12  werden erreicht – gut nicht nur für DLR Flugexperimenten, sondern auch für weitere nationale sowie internationale Passagierexperimente. Shefex wird damit seinem eigentlichen Ziel, ein scharfkantiges Rückkehr-Vehikel aus dem Orbit zu werden, wieder einen Schritt näher kommen. Besonderheit dieser Mission ist diesmal die automatische aerodynamische Steuerbarkeit bei Mach 12. In bewährter Zusammenarbeit mit Brasilien wird das DLR eine mehrstufige Höhenforschungsrakete von Andoya, Norwegen über eine Reichweite von 1200 Kilometer bis Spitzbergen zur Landung und nachfolgender Bergung bringen.

Das DLR im Überblick - Forschung für die Erde

Das DLR ist das Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt. Seine umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und Verkehr sind in nationale und internationale Kooperationen eingebunden. Über die eigene Forschung hinaus ist das DLR zudem als Raumfahrtagentur im Auftrag der Bundesregierung für die Planung und Umsetzung der deutschen Raumfahrtaktivitäten zuständig. Der Etat des DLR für die eigenen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sowie für Betriebsaufgaben beträgt rund 450 Millionen Euro; davon sind etwa ein Drittel im Wettbewerb erworbene Drittmittel. Das vom DLR verwaltete deutsche Raumfahrtbudget beträgt insgesamt etwa 760 Millionen Euro.

Das DLR beschäftigt rund 5.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, es unterhält 28 Institute sowie Test- und Betriebseinrichtungen und ist an neun Standorten vertreten: Köln-Porz, Berlin-Adlershof, Bremen, Bonn-Oberkassel, Braunschweig, Göttingen, Lampoldshausen, Oberpfaffenhofen und Stuttgart. Das DLR unterhält Außenbüros in Brüssel, Paris und Washington D.C..

Bilder:






Na das klingt doch ganz interessant! :)
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H.J.Kemm

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Re: DLR
« Antwort #37 am: 24. April 2007, 08:38:13 »
Moin,

Klein, aber oho – Erdbeobachtung und Katastrophen-Vorsorge mit Kleinsatelliten
23. April 2007

Internationale Experten diskutieren Einsatzmöglichkeiten von Kleinsatelliten auf Symposium in Berlin

Die Internationale Astronautische Akademie (IAA) veranstaltet vom 23. bis 26. April 2007 in Berlin das sechste Symposium zum Thema "Kleinsatelliten für Erderkundungsaufgaben" (6th IAA Symposium on Small Satellites for Earth Observation). Der Kongress wird organisiert und unterstützt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das auch Gastgeber der Veranstaltung ist.

Rund 150 Wissenschaftler und Ingenieure aus 24 Ländern präsentieren und diskutieren dabei bewährte und neue Nutzungsmöglichkeiten von Kleinsatelliten. In den einzelnen Arbeitsgruppen geht es auch um die Entwicklung von integrierten Anwendungen für Raum- und Luftfahrtsysteme. Dabei sollen die aus der Erdumlaufbahn erfassten Daten mit denen vom Flugzeug und den am Erdboden erhobenen verbunden werden, um Synergieeffekte in der umfassenden Bewertung der Daten zu erreichen. Zum dritten Mal gibt es auch eine Studentenkonferenz, auf der heftig präsentiert und diskutiert wird.

Das IAA-Symposium bietet seit Jahren ein erfolgreiches Forum zum Informationsaustausch für Wissenschaftler, Ingenieure und Manager. Dabei werden nicht nur neue Ideen und Aufgabenstellungen für Kleinsatellitenmissionen diskutiert, sondern auch Technologie- und Management-Aspekte erörtert.

Ein konkretes Beispiel für den Nutzen von Kleinsatelliten ist der im Oktober 2001 gestartete Kleinsatellit BIRD (Bispectral Infra-Red Detection), der vom DLR entwickelt und gebaut wurde. Mit diesem Kleinsatelliten wurde erstmalig demonstriert, dass man Waldbrände in ihrer Ausdehnung und die dabei auftretenden Flammentemperaturen vom Weltall aus bestimmen kann. Darüber hinaus gehören die genauen Beobachtungen von Vulkan-Aktivitäten sowie Wolken- und Vegetationsanalysen zur wissenschaftlichen Zielstellung des Projektes.

Für das Jahr 2007 ist zudem der Start des ersten Satelliten der RapidEye-Flotte geplant. Dieses Projekt in Public-Private-Partnership wird Aufgaben zur Erdbeobachtung wahrnehmen. Gegenwärtig geplant ist der Einsatz von Technologieerprobungsträgern (TET) in der Erdumlaufbahn. Vergleichbar mit einem Kleinsatelliten wird diese Plattform dem Test von Hardware im Weltraumeinsatz dienen. Realisiert wird dieses Vorhaben in Kooperation zwischen dem DLR und der Firma Astro- und Feinwerktechnik Adlershof in Berlin-Adlershof.


Jerry

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Re: DLR
« Antwort #38 am: 03. August 2007, 00:07:07 »
Gefunden Beim DLR:

DLR testet erstmals Wiederzündung eines kryogenen Raketenantriebs
2. August 2007



Vinci-Triebwerk während des Testlaufs im Höhenprüfstand P4.1


Am 1. August 2007 wurde von der Versuchsmannschaft des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf dem Testgelände in Lampoldshausen zum ersten Mal ein kryogenes Oberstufentriebwerk unter Weltraumbedingungen, das heißt im Vakuum, wieder gezündet.

Damit konnte eine der wichtigsten Eigenschaften des von der französischen Firma Snecma neu entwickelten Vinci-Triebwerks nachgewiesen werden. Gleichzeitig wurde mit dieser Testreihe eine weitere Grundlage für die Entwicklung einer zukünftig leistungsstärkeren Version der europäischen Trägerrakete Ariane 5 gelegt. Die Fähigkeit zur Wiederzündung eines Oberstufentriebwerks ist die Voraussetzung für die Positionierung von mehreren Satelliten in verschiedenen Erdumlaufbahnen.

Premiere für die europäische Raumfahrt

Nachdem der Höhenprüfstand P4.1 und das Vinci-Triebwerk vorbereitet waren, erfolgte die Zündung des Raketenmotors um 16:38:40 Uhr. Die erste Heißlaufphase betrug 40 Sekunden, nach einer Wartezeit von weiteren 148 Sekunden erfolgte dann die zweite Zündung mit einer Heißlaufdauer des Triebwerks von 80 Sekunden.

Das Vinci-Triebwerk wird mit flüssigem tiefkaltem Wasserstoff, bei minus 250 Grad Celsius, und flüssigem tiefkaltem Sauerstoff, bei minus 180 Grad Celsius, den so genannten kryogenen Treibstoffen, betrieben. Der durch Wärmeeintragung des Verbrennungsprozesses verdampfende Wasserstoff wird gleichzeitig zum Antrieb der für die Einspritzung der Treibstoffe notwendigen Turbopumpen genutzt. Vinci arbeitet somit äußerst effizient und kann im Vakuum bis zu 18 Tonnen Schub erzielen.


DLR Testgelände in Lampoldshausen, Höhenprüfstand P4.1

Der Höhenprüfstand P4.1 in Lampoldshausen ist die einzige Testmöglichkeit für kryogene Oberstufentriebwerke in Europa. Diese in ihrer Bauweise einzigartige Anlage kann sowohl die im Weltraum vorherrschenden Umgebungsbedingungen für das Triebwerk simulieren, als auch die komplette Versorgung für das Triebwerk mit Treibstoffen sicherstellen. Die hochkomplexe und extrem leistungsfähige Anlage wurde im Auftrag der ESA vom DLR verantwortlich entwickelt und gebaut. Der Prüfstand P4.1, der im Jahr 2005 in Betrieb genommen wurde, stellt mit seinen notwendigen Testabläufen höchste Ansprüche an das Versuchsteam. Die verwendete Technologie zum Schaffen der Vakuumbedingungen bei laufendem Triebwerk ist eine Kompetenz, die beim DLR in Lampoldshausen aufgebaut wurde, und weltweit einmalig ist.

Das Institut für Raumfahrtantriebe beim DLR in Lampoldshausen betreibt Großprüfstände für Raketentriebwerke. Es werden neben dem Vinci-Triebwerk auch das Haupttriebwerk Vulcain 2 wie auch das Oberstufentriebwerk Aestus der europäischen Trägerrakete Ariane 5 getestet.

Quelle:
http://www.dlr.de/DesktopDefault.aspx/tabid-1/86_read-9993/gallery-1/gallery_read-Image.1.3726/
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Offline tobi

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Re: DLR
« Antwort #39 am: 07. August 2007, 17:07:12 »
Na was habe ich denn da beim DLR gelesen:

Deutscher Astronaut Thomas Reiter soll Raumfahrt-Vorstand beim DLR werden
7. August 2007



Deutscher Langzeit-Astronaut Thomas Reiter - Aus dem Weltraum in den DLR-Vorstand


Der Astronaut Thomas Reiter, der insgesamt fast ein Jahr im Weltraum verbracht und geforscht hat, soll neuer Raumfahrt-Vorstand beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) werden. Er soll den DLR-Bereich Raumfahrt-Forschung und -Entwicklung leiten.

Dies hat heute der Senat des DLR in einer außenordentlichen Sitzung in Berlin unter dem Vorsitz des Staatssekretärs im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Dr. Joachim Wuermeling, entschieden. Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos erklärte: "Wir freuen uns, dass wir mit Thomas Reiter nicht nur einen populären Astronauten, sondern einen exzellenten wissenschaftlichen und renommierten Forscher, einen außerordentlichen Kenner der Raumfahrt-Szene für dieses wichtige Amt gewinnen konnten".

Der Vorstandsvorsitzende des DLR, Professor Johann-Dietrich Wörner, der Reiter als Raumfahrt-Vorstand vorgeschlagen hatte, zeigte sich äußerst erfreut über den neuen Vorstandskollegen: "Thomas Reiter hat bisher viele außergewöhnliche Herausforderungen angenommen und alle mit Bravour gemeistert. In seinem neuen Amt als DLR-Raumfahrt-Vorstand wird er dies mit dem gleichen Elan, Einsatz und Erfolg machen wie bisher, davon bin ich voll und ganz überzeugt. Und als der deutsche und auch europäische Astronaut mit der längsten Weltraumerfahrung wird er sicherlich auch ganz neue Aspekte in den wichtigen Bereich des DLR, die Raumfahrt, einbringen."
Der Vorschlag von Wörner entstand in enger Absprache mit Jean-Jacques Dordain, dem Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), in der Reiter als Mitglied des europäischen Astronautenkorps in Köln seit 15 Jahren tätig ist. Dordain erklärte: "Ich freue mich, dass das DLR Reiters Erfahrungen in der ESA zu schätzen weiß und dass Reiter im DLR nun eine solch wichtige Position einnehmen wird. Was für Deutschland gut ist, ist auch gut für ESA."


Der deutsche Langzeit-Astronaut Thomas Reiter

Thomas Reiter zeigte sich sehr angetan über die Wahl und die neue Herausforderung: "Ich bin mir der Ehre bewusst und nehme das neue Amt gerne an. Die Funktion im Forschungs-Management ist eine ganz neue Aufgabe für mich, die aber sehr viel mit dem zu tun hat, was ich bisher gemacht habe. Ich hoffe, dass ich meine bisherigen Erfahrungen in mein neues Vorstandsamt sinnvoll und nutzbringend für das DLR einbringen kann", erklärte er.

Thomas Reiter – fast ein Jahr Forschung im Weltraum auf der russischen Raumstation MIR und der Internationalen Raumstation ISS mit drei Außenbordeinsätzen

Thomas Reiter ist der europäische Astronaut mit der längsten Weltraumerfahrung. Er hat auf zwei Missionen (179 Tage bei der Mission Mir95 und 171 Tage bei der Astrolab-Mission 2006) genau 350 Tage, 4 Stunden und 55 Minuten in der Erdumlaufbahn geforscht und gelebt. Da die Internationale Raumstation ISS in rund 90 Minuten einmal die Erde mit einer Geschwindigkeit von rund 28.000 Kilometern pro Stunde umkreist, hätte er dabei theoretisch mehr als 5.600 Sonnenauf- und untergänge beobachten können. Insgesamt haben deutsche Astronauten mehr als 481 Tage im Weltraum, in der Umlaufbahn um die Erde, gearbeitet und gelebt, was bedeutet, dass allein auf Reiter fast 75 Prozent der Gesamtaufenthaltsdauer im Weltraum entfallen.

Zusammen mit seinem schwedischen Astronautenkollegen Christer Fuglesang gehört Reiter zu den europäischen Astronauten mit den meisten und längsten Außenbordeinsätzen: Bei insgesamt drei so genannten EVAs (Extra-vehicular Activity) hat Reiter 14 Stunden und 15 Minuten im freien Weltraum verbracht und dabei Außenbordarbeiten an der russischen Raumstation MIR und der Internationalen Raumstation ISS geleistet.


Der deutsche ESA-Astronaut Thomas Reiter während seines Außenbordeinsatzes am 3. August 2006

Reiter wurde 1958 in Frankfurt/Main geboren, ist verheiratet und hat zwei Söhne. Seine Hobbys sind Fechten, Badminton, Kochen und Gitarre spielen.
Er ist Diplomingenieur der Luft- und Raumfahrttechnik und Oberst der Luftwaffe. Seine Flugerfahrung beläuft sich auf mehr als 2000 Stunden auf über 15 verschiedenen Typen von militärischen Kampfflugzeugen.

Reiter gehört seit 1992 dem Europäischen Astronautenkorps der europäischen Weltraumorganisation (ESA) in Köln an. Er ist einer der wenigen nichtrussischen Astronauten, der als Bordingenieur die russische Soyus-Kapsel steuern darf. Ihm wurde zusätzlich das russische Zertifikat als "Soyuz Return Commander" verliehen, welches ihn dazu berechtigt, eine Soyuz-Kapsel mit drei Besatzungsmitgliedern während ihrer Rückkehr aus dem Weltraum zu steuern.

Quelle:
http://www.dlr.de/DesktopDefault.aspx/tabid-1/86_read-10021/
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!", "Le CNES, The Place to Be!!!"

H.J.Kemm

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Re: DLR
« Antwort #40 am: 19. August 2007, 17:39:26 »
Moin,

DLR auf Moskauer Aerosalon MAKS 2007

Mehr dazu hier >>>

Jerry

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Re: DLR
« Antwort #41 am: 30. August 2007, 14:09:54 »
Gefunden beim DLR:

DLR-Parabelflug feiert Jubiläum
30. August 2007


Größtes fliegendes Labor für Forschung in Schwerelosigkeit im September in Köln, auch auf dem "Tag der Luft- und Raumfahrt 2007"



Vom 3. bis zum 17. September 2007 veranstaltet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zum zehnten Mal seine Parabelflüge mit dem Airbus A300 ZERO-G. Vom Köln Bonn Airport aus startet das größte fliegende Labor der Welt zu insgesamt fünf Forschungsflügen in die Schwerelosigkeit. Diese nutzen die Wissenschaftler für ihre Versuche in Biologie, Humanphysiologie, Physik und Materialforschung. Neben eigenständiger Forschung werden auch Experimente für die Internationale Raumstation ISS vorbereitet.

Am 16. September wird der A300 ZERO-G zudem auf dem "Tag der Luft- und Raumfahrt 2007" zu besichtigen sein, den das DLR zusammen mit Partnern in Köln-Porz veranstaltet. Dieser "High-Tech-Tag" für Jung und Alt wird nun alle zwei Jahre beim DLR in Köln-Porz stattfinden. Unternehmen, Hochschulen und Einrichtungen, die sich mit Luft- und Raumfahrt befassen, beteiligen sich auf unterschiedliche Weise und machen so Luft- und Raumfahrt konkret erfahrbar. Schirmherr ist Michael Glos, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie.

Forschung im freien Fall

Parabelflüge waren ursprünglich für das Schwerelosigkeitstraining von Astronauten initiiert worden, werden heute aber hauptsächlich für Experimente unter Schwerelosigkeit und zum Testen von Raumfahrttechnologien eingesetzt. Die ersten DLR-Parabelflüge in diesem Jahr finden vom 3. bis zum 17. September mit insgesamt fünf Flugtagen statt. In der Regel werden bei den drei- bis vierstündigen Flügen 31 Parabeln geflogen. Dabei steigt das Flugzeug aus dem horizontalen Flug in einem Winkel von bis zu 52 Grad steil nach oben, drosselt die Schubkraft der Turbinen und fliegt dabei eine Bahn, die einer Wurf-Parabel entspricht. Das Flugzeug befindet sich dabei mit seinen Passagieren im freien Fall, wobei pro Parabel für etwa 22 Sekunden annähernde Schwerelosigkeit herrscht. Insgesamt haben die Forscher an den fünf Flugtagen knapp 40 Minuten Zeit, um ihre Experimente in Schwerelosigkeit durchzuführen.

Die Evolution des Lebens und alle biologischen, physikalischen und chemischen Prozesse auf der Erde laufen immer unter der Einwirkung der Erdschwerkraft ab. Daraus ergeben sich viele Fragen, beispielsweise:

  • Welchen Einfluss hat die Schwerkraft auf physikalische und biologische Vorgänge?
  • Kann man mit entsprechendem Wissen technologische Prozesse oder Produkte verbessern?
  • Inwieweit können grundlegende Untersuchungen an gesunden Menschen in Schwerelosigkeit zur Aufklärung der Mechanismen von Krankheiten und zur Behandlung von Patienten auf der Erde beitragen?

Die DLR-Raumfahrt-Agentur unterstützt in ihrem Programm "Forschung unter Weltraumbedingungen" Wissenschaftler, damit sie Fragestellungen zum Schwerkrafteinfluss untersuchen können. Die Wissenschaftler nutzen dabei verschiedene bemannte und unbemannte Forschungsgelegenheiten, die Schwerelosigkeit in unterschiedlicher Dauer bieten:

  • den Fallturm in Bremen,
  • Parabelflüge,
  • Forschungsraketen,
  • Satelliten und die Internationale Raumstation ISS.

Mehrere Premieren beim Jubiläumsflug



Seit 1999 veranstaltet das DLR jährlich ein bis zwei Parabelflüge und kann nun mit der zehnten Parabelflugserie ein Jubiläum feiern. Damit wurden nun bereits mehr als 170 wissenschaftliche und technologische Experimente durchgeführt; insgesamt waren 25 Tonnen Experimentiergerät an Bord. Wissenschaftler verstehen nun besser, wie Pflanzen auf die Erdschwerkraft reagieren, wie Seh- und Gleichgewichtssinn des Menschen gekoppelt sind und wie Menschen auf den besonderen Stress bei wechselnden Beschleunigungen reagieren. An schwebenden geschmolzenen Metalltropfen konnten grundsätzliche Erkenntnisse über Erstarrungsvorgänge erzielt werden. Neue Erkenntnisse erweitern unser Verständnis von den frühen Prozessen bei der Bildung von Himmelskörpern.

Als Premiere für diesen Jubiläumsflug hat das DLR Künstler eingeladen, sich mit zwei Experimenten am zehnten Parabelflug zu beteiligen. Zum ersten Mal sind auch Wissenschaftler aus China dabei, die zusammen mit einem deutschen Forscherteam menschliche Immunzellen untersuchen. Und da das DLR auch besonders junge Menschen für Technologie und Forschung interessieren möchte, nehmen wieder Schüler aus drei Schulen am Parabelflug teil.

Das DLR wird seine Parabelflüge auch in der Zukunft mit ein bis zwei Kampagnen pro Jahr fortführen und damit deutschen Wissenschaftlern eine einzigartige Forschungsplattform zur Verfügung stellen. Bereits im November dieses Jahres wird die DLR-Raumfahrt-Agentur den nächsten Parabelflug veranstalten.

Airbus A300 ZERO-G

Das DLR verwendet für seine Parabelflüge den Airbus A300 ZERO-G. Dabei handelt es sich um ein bewährtes Flugzeug, das ausschließlich für Test- und Experimentalflüge genutzt wird und bereits mehr als 7500 Parabeln problemlos absolviert hat. Besonders erfahrene französische Testpiloten fliegen die technisch schwierigen Parabel-Flugmanöver. Speziell für Schwerelosigkeitsflüge geschultes Personal unterstützt die Wissenschaftler und sorgt für die Sicherheit an Bord.

Quelle:
http://www.dlr.de/DesktopDefault.aspx/tabid-1/86_read-10309/
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!", "Le CNES, The Place to Be!!!"

H.J.Kemm

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Re: DLR
« Antwort #42 am: 01. September 2007, 06:32:14 »
Moin,

Der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Johann-Dietrich Wörner, plädiert für die Erhöhung der Raumfahrtetats. "Die Situation für die Aufstockung des Budgets ist im Moment günstig wie selten», sagte Wörner am Freitag der Nachrichtenagentur ddp in Berlin.

Mehr Information gibt es hier >>>

Jerry

H.J.Kemm

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Re: DLR
« Antwort #43 am: 30. Oktober 2007, 01:08:17 »
Moin,

UN-Büro für schnelle Hilfe bei Katastrophen mit starker DLR-Unterstützung eröffnet

Um Informationen über Katastrophen wie Erdbeben, Überschwemmungen oder Vulkanausbrüchen noch schneller als bisher zur Verfügung zu stellen, haben heute die Vereinten Nationen (UN) in Bonn ein spezielles Büro mit starker Unterstützung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) eröffnet. Es trägt den Namen "SPIDER" (SPace-based Information for Disaster Management and Emergency Response) und dient als Plattform der Vereinten Nationen für raumfahrtgestützte Informationen für Katastrophenmanagement und Notfallmaßnahmen.

Mehr darüber >>>

Jerry

H.J.Kemm

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Re: DLR
« Antwort #44 am: 17. Dezember 2007, 10:37:59 »
Moin,

EADS Astrium und das Bremer DLR-Institut für Raumfahrtsysteme unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

mehr dazu gibt es hier >>>

Jerry

H.J.Kemm

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Re: DLR
« Antwort #45 am: 28. Dezember 2007, 08:57:36 »
Moin,

Zitat gelöscht.

Jerry
« Letzte Änderung: 23. April 2009, 07:29:38 von tobi453 »

Offline Schillrich

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Re: DLR
« Antwort #46 am: 30. Januar 2008, 07:06:53 »
Das DLR und die ESA werden am 31. Januar 2008 und am 7. Februar 2008 im schwedischen Kiruna je eine Höhenforschungsrakete TEXUS (Missionen TEXS-44 und -45) starten. Aus Deutschland kommen dabei 6 Experimente für die bis zu 6 Minuten Schwerelosigkeit während des bis zu 270km hohen ballistischen Flugs, u.a.:
  • Beobachtung von Metalllegierungen
  • Schwerkraftwahrnehmung von Pflanzen
  • Gleichgewichtswahrnehmung von Fischen
  • Verhalten und Verteilung eines Kühlsprays und der involvierten Kühlungsprozesse
  • Kapillarwirkung und Verhalten von Flüssigkeiten in Schwerelosigkeit

Quelle: http://www.dlr.de/DesktopDefault.aspx/tabid-1/86_read-11365/
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel

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Offline STS-49

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Re: DLR
« Antwort #47 am: 30. Januar 2008, 13:15:05 »
Hallo,

Mehr Infos zu TEXUS :

TEXUS 44 Campaign:
http://www.ssc.se/?id=9924

TEXUS 45 Campaign:
http://www.ssc.se/?id=9947


Hier gibts Bilder zu den letzten TEXUS Missionen.Dort werden auch die Bilder der nächsten Starts auftauchen.
http://www.ssc.se/?id=6539

Webcam vom Starttisch:
http://www.ssc.se/www2/axis/cam01s.html

Onboard- und StartVideos  einer Maxus .Sehr ähnlich sieht es auch bei Texus aus.
http://www.ssc.se/?id=6536

TEXUS:


edit: thx schillrich
 :)
nico

« Letzte Änderung: 30. Januar 2008, 16:11:02 von sts-49 »
"If we were not meant to explore the universe, we would not have been given the ability to wonder about it."

Feramin

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Re: DLR
« Antwort #48 am: 01. Februar 2008, 11:41:59 »
Hallo zusammen,
leider musste der Start von Texus 44 auf Grund von ungünstigen Windverhältnissen verschoben werden. Der nächste Countdown startet morgen früh.

Hier das Tagebuch vom DLR zu Texus 44: http://www.dlr.de/rd/desktopdefault.aspx/tabid-4627/

Liebe Grüße aus Lappland.

Fera

Offline STS-49

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Re: DLR
« Antwort #49 am: 02. Februar 2008, 15:46:23 »
Hallo,

Auch der gestrige Startversuch von TEXUS 44 wurde wegen schlechten Wetterverhältnissen abgebrochen.
Ein neuer Termin steht anscheinend noch nicht fest.

nico
"If we were not meant to explore the universe, we would not have been given the ability to wonder about it."

Tags: dlr