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Autor Thema: Arianespace  (Gelesen 264333 mal)

Offline R2-D2

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Re: Arianespace
« Antwort #775 am: 20. Juni 2016, 21:37:08 »
Nach der Mitteilung von SKY Perfect JSAT ( Link in #768 ) verschiebt sich der Start von Superbird-8/DSN-1 eventuell
bis ins nächste Geschäftsjahr (ab 1.4.2017).

Laut eine Meldung auf NSF ist DSN-1 nur eine Nutzlast von Superbird-8. Sehr verwirrend!
http://forum.nasaspaceflight.com/index.php?topic=6114.msg1551543#msg1551543
Ja, auch lt. "Gunters Space Page" ist DSN-1 ist nur eine Kommunikationsnutzlast von Superbird-8.
Zitat
Also aboard is the DSN 1 X-band communications payload [...]
http://space.skyrocket.de/doc_sdat/superbird-8.htm

GerdW

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Re: Arianespace
« Antwort #776 am: 22. Juni 2016, 21:16:08 »
Hallo,

Nachricht von @Jester bei NSF zum Ariane Start mit Galileo im November

Zitat
our launch is now VA233 (Galileo, same launch date)
http://forum.nasaspaceflight.com/index.php?topic=6114.msg1552867#msg1552867

meine Interpretation:
Am 24.08. soll Ariane VA232 mit 2x Intersat abheben.
Danach im September/Oktober die verschobene VA231 höchstwahrscheinlich mit Sky Muster II und GSAT-18. Der Start von Sky Muster II war wohl zu dieser Zeit geplant, nur eben mit einem anderen Partner ( JCSAT-15 ? ).
Am 17.11. soll dann die Ariane-5 ES VA233 (alt VA234) mit 4x Galileo starten.
Danach ist nur noch Zeit für einen Ariane Start. Für diese VA234 wäre mein Tipp: SGDC-1 und Telkom 3S.
SGDC-1, Kom-Sat des brasilianischen Militärs, Hersteller TAS , Startfenster Dez.2016 bis Feb.2017.
Telkom 3S ebenfalls von TAS , Arianespace strebt einem Start im Dezember an.

Das bedeutet ein Arianestart weniger als geplant. Das ist mit der Anderung des Galileo-Starts VA234->233 praktisch sicher.
Für SKY Perfect JSAT kommt es eventuell ganz dick. DSN-1/Superbird-8 beschädigt und fliegt aus dem Kalender.
Und JCSAT-15 fliegt vielleicht raus, weil ihm der sitzengebliebene GSAT-18 den Startplatz weg nimmt.
« Letzte Änderung: 22. Juni 2016, 22:29:33 von GerdW »

Offline Calapine

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Re: Arianespace
« Antwort #777 am: 10. Juli 2016, 23:01:32 »
VA-231 ist jetzt vorlaufigauf die erste Oktoberwoche terminiert.


Der Partner von GSat-18 ist noch unbekannt. Arianespace versucht aus ihrem backlog einen aus Ersatz für den beschädigten DSN1/Superbird zu finden, eine schnelle Reparatur scheint nicht möglich.




http://www.thehindu.com/todays-paper/tp-national/deferred-gsat18-awaits-october-launch-at-kourou/article8829906.ece


lg Cala

Offline Calapine

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Re: Arianespace
« Antwort #778 am: 11. Juli 2016, 19:55:07 »
Neuerliches Update für VA-231:

Starttermin ist jetzt der 4. Oktober 2016.

Neuer "Gast" wird NBN-Co 1B. Gebaut von SSL für die Australische Regierung, er soll Breitbandinternet für abgelegene Gebiete bereitstellen.
Quelle: NSF Forum

lg Cala

SpaceMech

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Re: Arianespace
« Antwort #779 am: 20. Juli 2016, 14:58:28 »
Die Ursachenforschung für die Beschädigung von DNS1/Superbird beim Transport zum CSG hat ergeben:

Auslöser war eine simple Plastikplane, die sich über die Druckausgleichsventile des Transport-Containers gelegt hatte;
beim Ansetzen zur Landung hat dann der ansteigende Aussendruck den Container zusammengequetscht.
Die resultierende Verzögerung beim DSN1-Programm beträgt etwa 2 Jahre !

Mehr "low tech" kann eine Unfallursache im Space-Business kaum werden ...

Quelle:   http://spacenews.com/sources-tarpaulin-delays-japanese-military-communications-satellite-by-two-years/

Offline tobi

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Re: Arianespace
« Antwort #780 am: 20. Juli 2016, 22:15:46 »
Dass der Transportbehälter eine Druckdifferenz von weniger als 1 bar nicht halten kann, ist ein krasser Konstruktionsfehler.
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!", "Le CNES, The Place to Be!!!"

Offline Hugo

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Re: Arianespace
« Antwort #781 am: 20. Juli 2016, 22:37:51 »
Unterdruck hält kein "Behälter" aus. Da sind schon Tanklaster und ganze Zugwaggons bei drauf gegangen.

Und erst recht, wenn es um die Gewichtsreduzierung geht, dann kann ein "Behälter" Unterdruck auf gar keinen Fall aushalten.

Das beste Bespiel ist eine Wasserflasche. Voll Wasser kann man sie schütteln. Man kann sich drauf stellen. Druck ist kein Problem. Aber beim trinken fällt sie schon in sich zusammen.

Offline tobi

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Re: Arianespace
« Antwort #782 am: 20. Juli 2016, 23:47:03 »
Unterdruck hält kein "Behälter" aus. Da sind schon Tanklaster und ganze Zugwaggons bei drauf gegangen.

Und erst recht, wenn es um die Gewichtsreduzierung geht, dann kann ein "Behälter" Unterdruck auf gar keinen Fall aushalten.

Das beste Bespiel ist eine Wasserflasche. Voll Wasser kann man sie schütteln. Man kann sich drauf stellen. Druck ist kein Problem. Aber beim trinken fällt sie schon in sich zusammen.

Achwas, U-Boote halten gigantische Drücke aus (1 bar pro 10 Meter), Marianengraben 10.000 Meter = 1000 bar. Hier geht es nur um 1 mickriges bar, die Wände müssen halt da etwas versteift werden, damit es nicht zum beulen kommt. Soviel schwerer kann die Transportbox da doch garnicht werden.

Der Hersteller hätte wissen müssen, dass mal etwas mit dem Druckventil nicht stimmen kann oder das Flugzeug mal sehr schnell sinkt, sodass das Ventil nicht rechtzeitig ausgleichen kann.

Da gibt man viele Millionen für Satellit+ Start aus und leistet sich nichtmal ne vernünftige Transportbox.
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!", "Le CNES, The Place to Be!!!"

Offline proton01

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Re: Arianespace
« Antwort #783 am: 21. Juli 2016, 00:10:49 »
Achwas, U-Boote halten gigantische Drücke aus (1 bar pro 10 Meter), Marianengraben 10.000 Meter = 1000 bar. Hier geht es nur um 1 mickriges bar, die Wände müssen halt da etwas versteift werden, damit es nicht zum beulen kommt. Soviel schwerer kann die Transportbox da doch garnicht werden.

Der Hersteller hätte wissen müssen, dass mal etwas mit dem Druckventil nicht stimmen kann oder das Flugzeug mal sehr schnell sinkt, sodass das Ventil nicht rechtzeitig ausgleichen kann.

Da gibt man viele Millionen für Satellit+ Start aus und leistet sich nichtmal ne vernünftige Transportbox.

Wenn das Ventil funktioniert sollte es auch schnell genug für eine Sturzflug des Transportfliegers sein. Aber der Schadensfall ist daß das Ventil versagt. Die Transportbox ist aber wohl Angelegenheit des Satellitenlieferanten, nicht von Arianespace. Ist schon irgendwie tragisch, aber solche Blödheiten kommen anscheinend immer wieder mal vor.

Offline Hugo

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Re: Arianespace
« Antwort #784 am: 21. Juli 2016, 08:01:58 »
UBoote sind dafür gebaut, so viel Druck aus zu halten. Um das zu schaffen sind nicht nur "ein paar" Verstärkungen" eingebaut, da sind Dicke Schotts eingebaut, welche die Stabilität (und natürlich auch Wasserdichtigkeit) herstellen. So sieht das dann aus:



Das Schott nimmt den gesamten Innenraum ein, bis auf einen kleines Mannloch. (Unter anderm) damit werden die entstehenden Kräfte abgefangen. Jedoch kann man so ein Schott nicht in einen Transportbehälter bauen, denn dort liegt ja der Satellit. Somit müsste man die Außenhülle separat verstärken. Das wäre sehr aufwändig.

Also hat man sich für ein Ventil für den Druckausgleich entschieden. Im Prinzip ist das sogar Standard, jede Rakete hat so etwas eingebaut, um die Luft aus dem Fairing-Raum ab zu lassen.

Offline Collins

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Re: Arianespace
« Antwort #785 am: 22. Juli 2016, 18:37:27 »
Aber wohl keine Redunanz ein gebaut. Wie ich eben hier gelesen habe hat sich eine Plastikplane/Tüte über das Ventil gelegt.
Das heißt wür mich es gibt/gab nur ein Ventil zu Druckminderung.
Ein zweites ist wohl nicht ( aus kosten gründen?) vorhanden.
Mal wieder an der falschen gespart unter den Motto " ist nie was passiert, des wegen brauchen wir es auch nicht"

Mfg Collins
Zeige mir einen Helden und ich zeige dir eine Tragödie dazu
Wir sind alle sehr unwissend, aber bei jedem ist es etwas anderes, was er nicht weiß. Albert Einstein.

Offline stillesWasser

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Re: Arianespace
« Antwort #786 am: 22. Juli 2016, 19:00:21 »
Aus dem oben verlinkten Artikel:
Zitat
The satellite was damaged in a plane’s cargo hold on May 25 after a tarpaulin blocked valves used to equalize its container’s internal air pressure as it descended into thicker atmosphere when landing in French Guiana.
Da hier der Plural verwendet wird, gehe ich davon aus, dass es schon Redundanz gab, aber alle Systeme gleichermaßen blockiert haben. Klar ist: Wer auch immer das Ding in die Folie gewickelt hat, hatte keine Ahnung, was er da tut!  ;D
Naja, egientlich kanns mir recht sein. Bleibt der blöde Militärsat halt noch ein bisschen am Boden, das schadet keinem...  ::)
"Dragon 2 is designed to be able to land anywhere in the solar system. Red Dragon Mars mission is the first test flight."- https://twitter.com/elonmusk/status/725364699303301120

Offline Hugo

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Re: Arianespace
« Antwort #787 am: 22. Juli 2016, 20:04:23 »
Da hier der Plural verwendet wird, gehe ich davon aus, dass es schon Redundanz gab, aber alle Systeme gleichermaßen blockiert haben. Klar ist: Wer auch immer das Ding in die Folie gewickelt hat, hatte keine Ahnung, was er da tut!  ;D

Ich glaube aber, von so etwas kann jeder genügend Lieder geben. In jeder Firma ist es das gleiche. Da sind Sachen, die werden seit 20 Jahren so gemacht. Da hat noch nie jemand drüber nachgedacht. Das ist wie "Morgends macht der erste das Licht an". Und Plötzlich kommt ein neuer Mitarbeiter und macht es anders. Und dann knallt es.

Hier könnte ich mir gut vorstellen, daß ein neuer Mitarbeiter in der Versandabteilung eingestellt wurde. Der hat bereits ein wenig Versanderfahrung. Er weiß somit: Alles, was die Firma verlässt, wird in ganz viel Folie verpackt, damit es auch ja heil beim Empfänger an kommt und auch einen kleinen Regenschauer beim Umladen problemlos übersteht.

Mein Spruch ist: "Jeder macht jeden machbaren Fehler einmal. Danach kennt er ihn und macht ihn nicht nochmal". Kindern sagt man, daß der Herd heißt ist, sie fassen doch irgendwann drauf. Und den Fehler machen Kinder nur einmal, denn der tat weh (und hoffentlich NICHT zu doll!). Und so ist es auch hier. Eine Palette in Folie einzuwickeln ist Standard. Somit ist das ein "Machbarer Fehler", der früher oder später auch gemacht werden wird. Und genau solche Fehler muss man schon im Ansatz unterbinden.

GerdW

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Re: Arianespace
« Antwort #788 am: 22. Juli 2016, 21:13:22 »
.... Bleibt der blöde Militärsat halt noch ein bisschen am Boden, das schadet keinem...  ::)

Damit fällt aber auch der Superbird-8-Teil aus. Damit sollte Superbird-4 (B2) ersetzt werden. Der wurde am 18.02.2000
mit einer Ariane 4 gestartet.

http://space.skyrocket.de/doc_sdat/superbird-8.htm

JCSAT-16 ist von SKY Perfect JSAT als Reserve Satellit vorgesehen. Vielleicht kann der aushelfen.

Offline tobi

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Re: Arianespace
« Antwort #789 am: 23. Juli 2016, 08:42:33 »
JCSAT-16 ist von SKY Perfect JSAT als Reserve Satellit vorgesehen. Vielleicht kann der aushelfen.

Der fliegt in ein paar Wochen mit Falcon 9.
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!", "Le CNES, The Place to Be!!!"

GerdW

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Re: Arianespace
« Antwort #790 am: 23. Juli 2016, 09:16:07 »
JCSAT-16 ist von SKY Perfect JSAT als Reserve Satellit vorgesehen. Vielleicht kann der aushelfen.

Der fliegt in ein paar Wochen mit Falcon 9.

OT: Und vor allem vorausichtlich pünktlich! Vereinbart hatten JSAT und SpaceX den Zeitraum 1. Hälfte Finanzjahr 2016 (JSAT) für den Start von JCSAT-16, also bis 30.09.2016.
Der Start von JCSAT-15 bei Arianespace sollte im gleichen Zeitraum erfolgen. ......  ;)

Offline tomtom

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Re: Arianespace
« Antwort #791 am: 23. Juli 2016, 10:28:58 »
Beitrag mit unsachlichem, beleidigenden Text gelöscht.

Offline stillesWasser

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Re: Arianespace
« Antwort #792 am: 26. Juli 2016, 11:14:48 »
Arianespace halt weiter daran fest, erstmal nichts in sache Widerverwendung zu tun, bis SpaceX gezeigt hat, dass es rentabel ist.

Leider auch mal wieder ganz schön hochtrabende Sätze zu hören. Man fokusiert sich auf seine Tradition und bastelt sich daraus einen Führungsanspruch zurecht.

Zitat
(Overall) we’re 36 years old, so we’re a little bit older than SpaceX
"Wir sind insgesamt 36 Jahre alt, also ein kleines bisschen älter als SpaceX" (Was auch immer man sich dafür kaufen kann!?)
Zitat
We’ve orbited over 50 percent of the world’s telecommunication satellites to Geostationary orbit (GEO), but we’ve also launched science and navigations missions, so we think of ourselves as a leader.
"Wir haben über 50% der Telcom Sats gestartet, aber auch Wissenschafts- und Navigationsmissionen, also sehen wir uns selbst als führend"
https://www.nasaspaceflight.com/2016/07/arianespace-compete-efficiency-before-reusability/
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Offline Kryo

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Re: Arianespace
« Antwort #793 am: 26. Juli 2016, 11:31:53 »
Was solltenn sie sonst sagen?

Offline stillesWasser

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Re: Arianespace
« Antwort #794 am: 26. Juli 2016, 11:53:23 »
Ich weiß jetzt nicht auf welchen Teil du dich beziehst. Wenns dir um den 1. Teil geht (warten bis SpaceX erfolgreich ist):
Das finde ich (im Gegensatz zu vielen hier) gar keinen verkehrten Gedanken. SpaceX ist hohes Risiko gefahren und im Moment klingts so, als wären sie damit erfolgreich gewesen. So ein hohes Risiko ist genau das, was man braucht um wirklich etwas zu bewegen, aber es ist nur schwer vermittelbar, wenn so etwas mit Steuergeldern gemacht wird. Daher finde ich es gar nicht so verkehrt, wenn man erstmal wartet. Arianespace startet eh nur 12 mal im Jahr, da muss man sich mittelfristig keine Sorgen machen, dass einem das Geschäft wegbricht. Und die Ariane 6 ist ein guter Zwischenschritt, mit wenig Risiko die Kosten drastisch zu senken und dann im Nachgang eventuell darauf aufzubauen. Warum sollte man die A5 auf Wiederverwendung trimmen um 30% zu sparen, wenn man sie auf Effizienz trimmen kann um 50% zu sparen (mit geringerem Risko)?


Wenns dir um den 2. Teil ging:
Man sollte stattdessen einfach mal nichts dergleichen sagen. Warum muss man sich denn als Führer positionieren und aufgrund seines Alters von oben herab reden. SpaceX ist ja kein Kind, die haben sich die interessanten Leute von anderen Firmen geholt und kriegen den Top-Nachwuchs, da arbeiten keine Amateure. Man kann doch einfach mal sagen, dass man in SpaceX eine interessante Konkurenz sieht. Damit rechtfertigt man auch, warum man Milliarden für eine Neuentwicklung braucht.
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Offline Kryo

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Re: Arianespace
« Antwort #795 am: 26. Juli 2016, 12:40:33 »
Naja jede Marketingkampagne jedes Autoherstellerst zielt darauf ab, sich als innovativ, führend, sicher zu verkaufen. Wieso nicht im Trägerraketensektor?

Beim Rest stimme ich dir zu

Offline blackman

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Re: Arianespace
« Antwort #796 am: 26. Juli 2016, 12:53:43 »
Zitat
Ich weiß jetzt nicht auf welchen Teil du dich beziehst. Wenns dir um den 1. Teil geht (warten bis SpaceX erfolgreich ist):
Das finde ich (im Gegensatz zu vielen hier) gar keinen verkehrten Gedanken. SpaceX ist hohes Risiko gefahren und im Moment klingts so, als wären sie damit erfolgreich gewesen. So ein hohes Risiko ist genau das, was man braucht um wirklich etwas zu bewegen, aber es ist nur schwer vermittelbar, wenn so etwas mit Steuergeldern gemacht wird. Daher finde ich es gar nicht so verkehrt, wenn man erstmal wartet.

Mit diesem Verhalten muss man aber damit rechnen in ein paar Jahren nur noch zweiter Sieger zu sein. Wahrscheinlich noch schlimmer weil ULA ja auch schon auf Wiederverwendung abzielt, und Russen, Inder und Chinesen jetzt schon günstiger sind.

Offline Klakow

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Re: Arianespace
« Antwort #797 am: 26. Juli 2016, 14:19:23 »
Ich hab schon mehrfach selber erlebt was Fortschritt verhindert, eines steht dabei ganz oben: "wir sind Markführer" (...bis heute zumindest)

Offline stillesWasser

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Re: Arianespace
« Antwort #798 am: 26. Juli 2016, 18:08:43 »
Zitat
Ich weiß jetzt nicht auf welchen Teil du dich beziehst. Wenns dir um den 1. Teil geht (warten bis SpaceX erfolgreich ist):
Das finde ich (im Gegensatz zu vielen hier) gar keinen verkehrten Gedanken. SpaceX ist hohes Risiko gefahren und im Moment klingts so, als wären sie damit erfolgreich gewesen. So ein hohes Risiko ist genau das, was man braucht um wirklich etwas zu bewegen, aber es ist nur schwer vermittelbar, wenn so etwas mit Steuergeldern gemacht wird. Daher finde ich es gar nicht so verkehrt, wenn man erstmal wartet.

Mit diesem Verhalten muss man aber damit rechnen in ein paar Jahren nur noch zweiter Sieger zu sein. Wahrscheinlich noch schlimmer weil ULA ja auch schon auf Wiederverwendung abzielt, und Russen, Inder und Chinesen jetzt schon günstiger sind.
Na und, dann ist man halt 2. Solang das für die 12 Aufträge im Jahr reicht und man somit beim Kapazitätsmaximum ist, ist es doch in Ordnung wenn das Ziel ist, aus dieser Position abzuwarten ob sich die Investition lohnt.
Raumfahrt ist in Europa einfach nicht populär genug, um einfach mal 2-5 Milliaden in den Sand zu setzen. Da wär dann sofort Schicht im Schacht!  Also ist es sinnvoll, erstmal zu schauen, ob es technisch möglich und finanziell sinnvoll ist.

Und sorry, aber das ULA Wiederverwendungskonzept ist genauso ein Papiertiger wie Adeline!


Naja jede Marketingkampagne jedes Autoherstellerst zielt darauf ab, sich als innovativ, führend, sicher zu verkaufen. Wieso nicht im Trägerraketensektor?

Beim Rest stimme ich dir zu
Das kann man gerne auch im Trägerraketensektor so machen. Nur es schadet halt der Glaubwürdigkeit, wenn man von Leadership redet während man im gleichen Interview erzählt, dass man lieber erst mal abwartet, bevor man sich überlegt das Grundkonzept des Konkurenten zu übernehmen. (überspitzt formuliert)
Das ist, wie wenn VW damit werben würde, dass Ehrlichkeit für sie an oberster Stelle der Firmenpolitik steht  ;)
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Offline Prodatron

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Re: Arianespace
« Antwort #799 am: 26. Juli 2016, 18:57:06 »
Na so einfach mit den "sind eh nur 12 Starts im Jahr" wird das nicht funktionieren.
ULA ist komplett aus dem kommerziellen Geschaeft raus. Warum sollte das nicht auch irgendwann mit Arianespace passieren (dann nur noch ESA Auftraege), wenn sie zu lange Zeit mit "Schaun wa mal" verbringen?

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