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Autor Thema: SpaceX - Diskussion  (Gelesen 8311270 mal)

Offline EwaldvonKleist

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Re: SpaceX - Diskussion
« Antwort #10075 am: 25. März 2020, 12:54:03 »
Artikel über die letzten Finanzierungsrunden von SpaceX (allerdings mit Meinung gefärbt): http://tmfassociates.com/blog/2020/03/21/why-spacex-desperately-needs-a-government-bailout/

Offline RonB

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Re: SpaceX - Diskussion
« Antwort #10076 am: 27. März 2020, 09:13:44 »
Zwei Mitarbeiter am Hauptsitz in Hawthorne wurden positiv auf den Covid-19 getestet. Obwohl SpaceX Vorsichtsmaßnahmen ein geleitet hat wird es sich nicht vermeiden lassen, dass noch mehr Mitarbeiter ausfallen werden. Trotzdem sollen nationale Sicherheitsmissionen und wichtige Starts wie GPS (z.B. GPS III SV03) durchgeführt werden.

https://www.teslarati.com/spacex-employee-coronavirus-quarantine/
Es recht zu machen Jedermann ist eine Kunst die Keiner kann.

Offline MillenniumPilot

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Re: SpaceX - Diskussion
« Antwort #10077 am: 27. März 2020, 13:59:14 »
Artikel über die letzten Finanzierungsrunden von SpaceX (allerdings mit Meinung gefärbt): http://tmfassociates.com/blog/2020/03/21/why-spacex-desperately-needs-a-government-bailout/

Da fehlen mir irgendwie Quellen. Wenn SpaceX so Rasant gegen die Betonwand fährt, warum geht man dann mit Starlink nicht an die Boerse. Und OneWeb auch pleite? Hmmm

Offline MarsMCT

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Re: SpaceX - Diskussion
« Antwort #10078 am: 27. März 2020, 15:11:19 »
Artikel über die letzten Finanzierungsrunden von SpaceX (allerdings mit Meinung gefärbt): http://tmfassociates.com/blog/2020/03/21/why-spacex-desperately-needs-a-government-bailout/

Da fehlen mir irgendwie Quellen. Wenn SpaceX so Rasant gegen die Betonwand fährt, warum geht man dann mit Starlink nicht an die Boerse. Und OneWeb auch pleite? Hmmm

Eine Gefahr für die Existenz von SpaceX gibt es nicht. Sie sind praktisch schuldenfrei. Geld haben sie immer beschafft durch Ausgabe von neuen Aktien. Ausnahme letztes Jahr haben sie eine Kredit von weniger als $300 Millionen aufgenommen. Für eine Firma mit Aktienwert von über $30 Milliarden ist das nichts. Selbst wenn sie auf ein Drittel abstürzen, läßt sich das mit Verkauf einer geringen Menge Anteilen bei Bedarf aufbringen.

Was in Gefahr wäre, sind die Ziele von Elon Musk. Wenn er die Mehrheit verliert, kann er seine Mars-Pläne nicht mehr so verfolgen wie er es vorhat. Er hat immer noch eine Mehrheit aller Aktien und über 70% der stimmberechtigten Aktien. Sie könnten gezwungen sein, Starship in der jetzigen Form aufzugeben. So weit sind sie aber noch lange nicht.

Offline EwaldvonKleist

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Re: SpaceX - Diskussion
« Antwort #10079 am: 27. März 2020, 19:24:34 »
Artikel über die letzten Finanzierungsrunden von SpaceX (allerdings mit Meinung gefärbt): http://tmfassociates.com/blog/2020/03/21/why-spacex-desperately-needs-a-government-bailout/

Da fehlen mir irgendwie Quellen. Wenn SpaceX so Rasant gegen die Betonwand fährt, warum geht man dann mit Starlink nicht an die Boerse. Und OneWeb auch pleite? Hmmm
Also in dem verlinkten Artikel gibt es seinerseits über ein Dutzend Links zu den Quellen für die Zahlenangaben (vor allem deswegen, nicht wegen der darin geäußerten Meinung, habe ich den Artikel von tmf associates hier auch verlinkt).

Zu der in dem Artikel geäußerten Meinung, ich sehe nicht ganz so schwarz. Aber dass SpaceX im Moment viel Geld verbrennt (Einkäufe,Löhne&Kapitalkosten>Einnahmen) halte ich schon für korrekt. Das ist nicht notwendigerweise ein Problem, macht aber abhängig von immer neuen Investitionen von Risikokapitalgebern. Davon gab es in den letzten Jahren stets genug, u.a. auch wegen der niedrigen Zinsniveaus.

Offline Klakow

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Re: SpaceX - Diskussion
« Antwort #10080 am: 27. März 2020, 22:36:00 »
SpaceX hat wohl eh gerade einen Großauftrag von der NASA bekommen, selbst mit Corona wird das gut weitergehen.

Offline Therodon

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Re: SpaceX - Diskussion
« Antwort #10081 am: 30. März 2020, 10:46:47 »
Weiß gerade nicht wo es am besten rein passt, aber mal eine grundlegende Frage an die Technik Experten hier.

Die Starlink Satelliten sind ja alle gen Erde ausgerichtet, aber konnte man mit dem fertigen Netz nicht trotzdem Kommunikation für Missionen zu Exploration (z.b Mars, Mond Missionen oder Satelliten) abfangen, mal angenommen die Signale sind kompatibel?

Offline Hugo

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Re: SpaceX - Diskussion
« Antwort #10082 am: 30. März 2020, 11:07:26 »
Um ein Signal Empfangen zu können, braucht man eine Antenne. Die Antennen von Starlink sind nach unten zur Erde ausgerichtet. Somit können sie kein Signal vom Mond empfangen. Hierfür müsste man die Satelliten also "umdrehen", so daß sie nicht mehr zur Erde schauen, sondern zum Mond. Dann ist die Signalstärke das  nächste Problem was man lösen müsste. Die Satelliten sind gebaut für Signale, welche aus 550 km Entfernung gesendet werden. Also recht starke Signale. Der Mond ist rund 400.000 km Entfernt, also die Signale sind deutlich schwächer. Gleiches gilt natürlich auch für das zurück senden. Vermutlich kann man das nicht per Software lösen, sondern man wird andere Antennen verbauen müssen. Dann kommt dazu, daß der Mond sich um die Erde dreht. Der Satellit müsste also ständig neu ausgerichtet werden. Dafür sind die Satelliten vermutlich auch nicht gebaut. Natürlich können sie im keinen Rahmen die Richtung,  in welche sie Funken, selber entscheiden. Es wäre also möglich, das Problem, zu umgehen, indem man  sehr viele Satelliten im Orbit "Umdreht". Das nächste Problem, was man beheben müsste, wäre, daß die Satelliten nicht mehr zur Erde Funken können, wenn sie falsch herum fliegen. Eine Relais-Funktion wäre nicht möglich. Jeder Satellit müsste also die Signale empfangen, zwischen  speichern, und sich dann umdrehen um sie zur Erde senden zu können.
Die "Signakompatibität" dürfte am Ende das kleine Problem sein,   denn das ist ja nur Software. Und Software kann man umprogrammieren. Beziehungsweise,  wenn es eine Relaisstation ist, welche keine Signalaufbereitung durchführen soll, müsste der Satellit die Daten gar nicht lesen können. Es recht ja, wenn er das neu sendet, was er empfängt. Natürlich wäre es besser, wenn er das, was er empfängt, lesen könnte, dann könnte er bereits eine Fehlerkorrektur durchführen und würde bessere Daten senden. Wenn jeder Überträger  eine Fehlerkorrektur durchführen kann, verbessert sich die Signalqualität.

Fazit: Für eine Kommunikation in Richtung Mond braucht man einen Satelliten mit einer entsprechenden Hardware-Sendetechnik.

Offline Therodon

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Re: SpaceX - Diskussion
« Antwort #10083 am: 30. März 2020, 12:02:41 »
Schade eigentlich, so ein weltumspannendes Satellitennetz hätte ja sonst auch die Möglichkeit der Standardisierung von solcher Kommunikation.

Offline Klakow

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Re: SpaceX - Diskussion
« Antwort #10084 am: 30. März 2020, 13:12:23 »
@Hugo:
Das mit der Senderichtung stimmt eher nicht, zum einen mach die Ausrichtung vermutlich NULL Probleme den sowas wird nicht über Treibstoffdüsen gemacht, sondern über Kreiselsysteme. Diese brauchen zwar Energie, sind aber solange die Lager- und die Motoren funktionieren nur abhängig von elektrischer Energie.
Der zweit Punkt, die Ausrichtung im Bezug zu Erde-Mond ist eher auch kein großes Hindernis, den man kann Satelliten nutzen die sich z.B. nahe ihres südlichsten Bahnabschnittes befinden (Südhalbkugel) und wo der Winkel Senkrecht zur Erde, ca. 90° zum Mond befindet.
Da in hohen Breitengraden nahe der Pole die Abstände der Längengrade viel kleiner als näher am Äquator ist und dort eh nicht viel los ist, (wenig Landmasse, kaum Schiffs und Flugverkehr), so macht es nichts aus wenn man jeden zweiten Sat der eine grünstige Sichtline zum Mond hat hier nutzen kann.

Wo du aber recht hast das ist die Signalstärke.
Bei der Entfernungsdifferenz Erde-Mond zu Erde-Sat dürfte man ca. 50db mehr brauchen.

Offline Sensei

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Re: SpaceX - Diskussion
« Antwort #10085 am: 30. März 2020, 14:43:55 »
Ob es möglich ist, wäre die eine Frage.

Für mich aber bedeutender ist die nach dem WARUM?
Warum sollte man die Empfangsantennen in den LEO verlegen? Nach 400.000km werden X-Band und Ka-Band Radiowellen auch die letzten paar Kilometer gut überbrücken.
“If the schedule is long, it's wrong; if it's tight, it's right." E.M.

Offline Gertrud

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Re: SpaceX - Diskussion
« Antwort #10086 am: 20. April 2020, 16:52:19 »
Hallo Zusammen,

in diesen zwei Berichten geht es auch um die Finanzierung der Projekte von SpaceX.

Warum SpaceX dringend eine Rettungsaktion der Regierung braucht.
SpaceX hat in Erwartung dieser neuen Finanzierung das Personal aufgestockt und die Belegschaft in Boca Chica im Februar verdoppelt, was die Ausgabenrate des Unternehmens noch weiter erhöht hat.
http://tmfassociates.com/blog/2020/03/21/why-spacex-desperately-needs-a-government-bailout/

SpaceX and the FCC’s $16B problem
Auf Grund der bis jetzt gestarteten Satelliten möchte SpaceX an der Aktion "Rural Digital Opportunity Fund" teilnehmen, um an die bis zu 16 Mrd. USD an Finanzmitteln zu kommen.
Bis heute hat SpaceX noch keinerlei Beweise für die Leistungsfähigkeit seiner geplanten kommerziellen Sprach- und Breitbanddienste für Verbraucher erbracht.
Was jedoch in der Einreichung von SpaceX wirklich erstanlich ist, ist der Vorschlag, dass die FCC nun SpaceX  an einer Auktion teilnehmen lassen sollte, um 16 Mrd. USD an Geld der Zinszahler zu gewinnen, ohne jemals einen Service für einen einzelnen Verbraucher bereitzustellen, da SpaceX den Starttermin jetzt bis nach dem geplante Auktionsdatum der FCC für Oktober 2020 verschoben hat.
http://tmfassociates.com/blog/2020/04/05/spacex-and-the-fccs-16b-problem/

Beste Grüße
Gertrud

Post aus "Orbital Starship - Prototyp in Boca Chica (TX) und Cocoa (FL)" hierher verschoben.

Es geht in den beiden Blogpost um verschiedene SpX Themen. Die Gefahr, dass die Diskussion dann durcheinander geht und nicht beim Starship bleibt wäre sonst zu hoch.
Gez:
Sensei
« Letzte Änderung: 20. April 2020, 17:49:31 von Sensei »
die Erklärung zu meinem Avatar:
http://de.wikipedia.org/wiki/NGC_2442
http://antwrp.gsfc.nasa.gov/apod/ap070315.html
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Offline alepu

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Re: SpaceX - Diskussion
« Antwort #10087 am: 20. April 2020, 18:04:29 »
Eine Gefahr für die Existenz von SpaceX gibt es nicht. Sie sind praktisch schuldenfrei. Geld haben sie immer beschafft durch Ausgabe von neuen Aktien. Ausnahme letztes Jahr haben sie eine Kredit von weniger als $300 Millionen aufgenommen. Für eine Firma mit Aktienwert von über $30 Milliarden ist das nichts. Selbst wenn sie auf ein Drittel abstürzen, läßt sich das mit Verkauf einer geringen Menge Anteilen bei Bedarf aufbringen.

Seit wann ist SpaceX eine Aktiengesellschaft  ??

Offline FlyRider

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Re: SpaceX - Diskussion
« Antwort #10088 am: 20. April 2020, 18:37:03 »
Wie g... ist das denn? Gerade heute hab ich im Nachbarthread mal gefragt, ob irgendwer Infos zur Finanzierung von Starship hat, und - voila - hier sind sie!

Alle die, die immer schreiben, dass das für SpaceX eh kein Problem ist, sollen doch bitte mal den ersten Artikel lesen. Es sagt einem doch der gesunde Menschenverstand, dass ein Firma mit 6000 Angestellten jeden Monat ordentlich Geld frisst, die paar bezahlten Starts pro Jahr (dieses Jahr bisher einer, oder?) können das Geld niemals erwirtschaften. Ich seh jetzt noch nicht wirklich schwarz für SpaceX, aber meine Schätzung ist tatsächlich, dass der bisherige Aufwand für Starship noch keine 10% der Gesamtkosten sind, ich bin eher bei 5%.

Investoren findet man auch nicht jedes Jahr immer wieder neu nach Belieben, dazu möchte ich hier auch noch den letzten Satz aus dem Artiel zitieren:

"Nevertheless, unless Musk is proved right about the coronavirus and the markets improve quickly enough that new funding becomes available to SpaceX relatively soon, or alternatively the US government offers to bail him out (either publicly or with off the books money from the DoD), SpaceX is currently heading on autopilot towards a concrete wall of bankruptcy."

Offline MarsMCT

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Re: SpaceX - Diskussion
« Antwort #10089 am: 20. April 2020, 18:50:57 »
Eine Gefahr für die Existenz von SpaceX gibt es nicht. Sie sind praktisch schuldenfrei. Geld haben sie immer beschafft durch Ausgabe von neuen Aktien. Ausnahme letztes Jahr haben sie eine Kredit von weniger als $300 Millionen aufgenommen. Für eine Firma mit Aktienwert von über $30 Milliarden ist das nichts. Selbst wenn sie auf ein Drittel abstürzen, läßt sich das mit Verkauf einer geringen Menge Anteilen bei Bedarf aufbringen.

Seit wann ist SpaceX eine Aktiengesellschaft  ??

Sie werden nur nicht öffentlich gehandelt. Das macht einen großen Unterschied im rechtlichen Bereich. Bei einer börsengehandelten Firma kann z.B. jeder Aktionär, auch mit nur einer Aktie im Prinzip gegen jede Entscheidung klagen. Zwar meistens ohne Chance. Aber wenn Spacex die Mars-Pläne vorantreibt, ist das so weit ab von Wirtschaftlichkeit, daß eine solche Klage Erfolg haben könnte, auch wenn die 75% Anteile von Elon Musk dafür stimmen.

Offline MarsMCT

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Re: SpaceX - Diskussion
« Antwort #10090 am: 20. April 2020, 19:01:46 »
Man sollte beide Artikel nicht ernst nehmen. Sie sind von Interessenvertretern, die um ihre Pfründe fürchten. Auch andere Teilnehmer an der Runde für Infrastruktur haben noch keine Hardware in Betrieb.

Interessant ist das aber schon. Ich verfolge es seit einer Weile. Spacex mußte ziemlich intensive Lobbyarbeit betreiben um eine Änderung der Regelungen zu erreichen. Die FCC hatte eine Passage im Text, daß Satellitenbetreiber ausgeschlossen sind wegen zu hoher Latenz. Das gilt aber nur für die GEO Anbieter und war sachlich falsch für Starlink. Die Passage war nicht haltbar und SpaceX wurde zugelassen. Es gab dazu auch ein Kongress Hearing das eindeutig zugunsten von SpaceX ausging.

Dann gibt es noch eine weitere Regelung, die SpaceX und mindestens einem weiteren Anbieter nicht gefällt. Wer anbietet, muß auch eine reine Telefon-Dienstleistung im Programm haben. SpaceX und andere argumentieren, daß nur noch sehr wenige Kunden reines Telefon wollen und die dafür nötige Entwicklungsarbeit unverhältnismäßig teuer ist für die wenigen Kunden. Die Anforderung werden sie aber wahrscheinlich akzeptieren müssen. Der letzte Satz ist nur meine Meinung, wir werden es bald sehen.

Offline Gertrud

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Re: SpaceX - Diskussion
« Antwort #10091 am: 20. April 2020, 21:23:38 »
Hallo Zusammen,

zu den vorgesehenen Finanzierungen dieses Zitat.

Der Plan war immer, Starship zuerst zu bauen, weil es viel schwieriger ist. Den Booster, Superheavy, sehen sie im Vergleich als trivial.

Geld kann Starship zuerst mit Starlink verdienen. Oder zumindest einsparen. Starlink kriegen sie ganz sicher finanziert. Meine Vermutung ist, daß die Starlink Satelliten mit Laser Links viel größer werden und damit weniger pro Falcon Start fliegen können. Also zunächst eine Konstellation, wahrscheinlich die ca. 1500 ersten geplanten Satelliten. Damit kann der Nachweis geführt werden, daß damit Geld verdient werden kann.

Starlink und Starship sind ein Tandem, die sich gegenseitig brauchen. Das hat vor Kurzem auch Gwynne Shotwell gesagt. Sie brauchen beides. Wenn eines scheitert, geht SpaceX dabei nicht pleite aber sie müssen ihre Ziele drastisch reduzieren.
Hervorhebung von mir, Gruß Gertrud
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Offline Sensei

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Re: SpaceX - Diskussion
« Antwort #10092 am: 21. April 2020, 00:17:01 »
[...]
Dann gibt es noch eine weitere Regelung, die SpaceX und mindestens einem weiteren Anbieter nicht gefällt. Wer anbietet, muß auch eine reine Telefon-Dienstleistung im Programm haben. SpaceX und andere argumentieren, daß nur noch sehr wenige Kunden reines Telefon wollen und die dafür nötige Entwicklungsarbeit unverhältnismäßig teuer ist für die wenigen Kunden. Die Anforderung werden sie aber wahrscheinlich akzeptieren müssen. Der letzte Satz ist nur meine Meinung, wir werden es bald sehen.

Hättest du einen link auf die Formulierung für uns?
Um was für "reine Telefondienstleistung" geht es? Um die Unterscheidung VoiP(Internettelefonie) vs. Telefonnetz - also um eine tatsächlich physische Unterscheidung oder nur um die reine 'Darreichform der Dienstleistung'? Heißt: könnten die Sat-Netz Betreiber auch reine VoiP-Tarife über ihr Satellitennetz anbieten um diese Bestimmung zu erfüllen?

@Gertrud: Immer wieder frage ich mich, was du uns mit diesen Beiträgen sagen magst (geht es hier im Beispiel also um Risikoerhöhung durch kopplung von sonst unabhängigen Risiken? Aber müsste man nicht auch den dagegen stehenden großen Gewinn dagegen rechnen. High risk high reward). Ich würde mich wirklich freuen wenn du uns noch ein, zwei sätze der Einordnung aus deiner Perspektive mitgeben könntest.

@FlyRider: Diese Blogbeiträge sind schon sehr sehr aus der bullischen Sicht geschrieben. Man sollte sich hier auf jeden Fall darüber im klaren sein dass solch unklaren Dinge wie wie finanzielle Lage von SpaceX nur über Auslegungen und Ansichten geschrieben wird.

Imo ist der Verfasser hier schon sehr Tendenziös.
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Offline MarsMCT

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Re: SpaceX - Diskussion
« Antwort #10093 am: 21. April 2020, 07:23:10 »
Ich habe ein Link auf das FCC Dokument.

https://www.fcc.gov/document/fcc-launches-20-billion-rural-digital-opportunity-fund-0

Ein Link zur Diskussion bei NSF

https://forum.nasaspaceflight.com/index.php?topic=48297.msg2065519#msg2065519

Ein Absatz zu den Kosten die Telefonservice haben darf.

Zitat
No, standalone voice means customers must be able to buy voice only without data. Also the cost of a voice plan with a user terminal must be reasonably comparable to a standalone voice plan with equipment charges in urban areas. To be fair the FCC defines reasonably comparable as up to two standard deviations (2 x $9.98) above the urban average ($34.81) so a standalone voice plan with a user terminal can cost up to $54.76 a month. That's pretty high.

Der Telefonservice darf also $54,76 kosten. Mit den FCC Zuschüssen sollte das erreichbar sein selbst wenn die Basisstation noch relativ teuer ist.

Voice over IP dürfte kein Problem sein. Aber für den Kunden soll es transparent sein. Er muß also eine Telefonbuchse bekommen, in die er sein Telefon stecken kann und es funktioniert. So verstehe ich es jedenfalls. Ein zu lösendes Problem ist, der Kunde muß für einen Notruf automatisch zu seiner zuständigen Notrufzentrale geroutet werden.

Zu der Kritik, daß Starlink noch nicht in Betrieb ist. Sie wollen dieses Jahr in Betrieb gehen. Vielleicht rutscht das ja nach 2021. Die Anforderung für dieses Förderungsprogramm ist aber Betrieb viel später. Finde den Termin gerade nicht, aber nicht vor 2023.

Offline Sensei

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Re: SpaceX - Diskussion
« Antwort #10094 am: 21. April 2020, 08:01:04 »
Der springende Punkt ist eben, das Tim Farrar fest davon ausgeht, dass SpaceX praktisch pleite ist und kein geschäftsmodell hat. Mit dieser Grundannahme sehen dann viele Sachverhalte eben anders aus. Dann wird aus dem Antrag auf Teilnahme am "Rural Digital Opportunity Fund" ein durchsichtiger versuch ohne Leistungen an viel Geld zu kommen um den Konkurs noch etwas verschleppen zu können. Und Geld in Starship wird dann nicht mehr investiert sondern verbrannt.

Zum Thema Telefonservice: Danke fürs raussuchen, MarsMCT! Diese Vorgabe dürfte dann kein so großes Problem für die beteiligten Unternehmen sein. VoiP braucht kaum Trafic und mit 50$ im Monat lässt sich da ordentlich Gewinn erwirtschaften (Anschaffungspreis der Anlage außen vor)
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Offline alepu

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Re: SpaceX - Diskussion
« Antwort #10095 am: 21. April 2020, 12:51:48 »
Eine Gefahr für die Existenz von SpaceX gibt es nicht. Sie sind praktisch schuldenfrei. Geld haben sie immer beschafft durch Ausgabe von neuen Aktien. Ausnahme letztes Jahr haben sie eine Kredit von weniger als $300 Millionen aufgenommen. Für eine Firma mit Aktienwert von über $30 Milliarden ist das nichts. Selbst wenn sie auf ein Drittel abstürzen, läßt sich das mit Verkauf einer geringen Menge Anteilen bei Bedarf aufbringen.

Seit wann ist SpaceX eine Aktiengesellschaft  ??

Sie werden nur nicht öffentlich gehandelt. Das macht einen großen Unterschied im rechtlichen Bereich. Bei einer börsengehandelten Firma kann z.B. jeder Aktionär, auch mit nur einer Aktie im Prinzip gegen jede Entscheidung klagen. Zwar meistens ohne Chance. Aber wenn Spacex die Mars-Pläne vorantreibt, ist das so weit ab von Wirtschaftlichkeit, daß eine solche Klage Erfolg haben könnte, auch wenn die 75% Anteile von Elon Musk dafür stimmen.

ok , danke für die info.
Das erklärt mir einiges , hab mich bisher immer gefragt wie die Risikoanleger das machen,die haben ja bestimmt auch nix zum Verschenken .
Woher hast du deine Informationen bezüglich * praktisch schuldenfrei * und * Aktienwert von über $30 Milliarden * ?

Offline MarsMCT

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Re: SpaceX - Diskussion
« Antwort #10096 am: 21. April 2020, 14:17:37 »
ok , danke für die info.
Das erklärt mir einiges , hab mich bisher immer gefragt wie die Risikoanleger das machen,die haben ja bestimmt auch nix zum Verschenken .
Woher hast du deine Informationen bezüglich * praktisch schuldenfrei * und * Aktienwert von über $30 Milliarden * ?

Aktienwert und die großen Anteilseigner werden jedesmal genannt, wenn es eine neue Runde Anteilsverkauf gibt.

SpaceX hat so gut wie nie mit Kredit gearbeitetet, immer Anteilsverkauf. Letztes Jahr gab es eine Kreditrunde, da haben sie unter $300 Millionen aufgenommen. Für eine Firma mit Aktienwert über $30 Milliarden nenne ich das "praktisch schuldenfrei". Es schien mir so, daß Spacex wohl nicht glücklich war mit den Kreditkonditionen. Sie haben den geplanten Wert nicht aufgenommen und eine Anteilsrunde gemacht.

Erstaunlich, wer manchmal SpaceX als ausreichend sicher ansieht. Letztes Jahr hat ein Pensionsfond für kanadische Lehrer Anteile für $314 Millionen gekauft. Die Summe habe ich im Gedächtnis weil "Lehrer" und die Zahl Pi drinsteckt.  8)

Offline MillenniumPilot

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Re: SpaceX - Diskussion
« Antwort #10097 am: 21. April 2020, 14:50:55 »
Eine Gefahr für die Existenz von SpaceX gibt es nicht. Sie sind praktisch schuldenfrei. Geld haben sie immer beschafft durch Ausgabe von neuen Aktien. Ausnahme letztes Jahr haben sie eine Kredit von weniger als $300 Millionen aufgenommen. Für eine Firma mit Aktienwert von über $30 Milliarden ist das nichts. Selbst wenn sie auf ein Drittel abstürzen, läßt sich das mit Verkauf einer geringen Menge Anteilen bei Bedarf aufbringen.

Seit wann ist SpaceX eine Aktiengesellschaft  ??

Sie werden nur nicht öffentlich gehandelt. Das macht einen großen Unterschied im rechtlichen Bereich. Bei einer börsengehandelten Firma kann z.B. jeder Aktionär, auch mit nur einer Aktie im Prinzip gegen jede Entscheidung klagen. Zwar meistens ohne Chance. Aber wenn Spacex die Mars-Pläne vorantreibt, ist das so weit ab von Wirtschaftlichkeit, daß eine solche Klage Erfolg haben könnte, auch wenn die 75% Anteile von Elon Musk dafür stimmen.

Hi Mars

Hier muss ich widersprechen. Klagen würden vollkommen im Sand verlaufen, da die Marsbesiedlung das Geschäftsmodell ist. Soweit ich weiß, weißt SpaceX die Kapitalgeber explizit auf diesen Umstand hin. Mit anderen Worten, die sichern sich ab.

Weil Alepo danach fragt, Venturkapitalgeber planen sehr langfristig und versenken auch Geld, aber wenn es klappt, machen Sie in der Regel riesige Gewinne, die die Verluste kompensieren. Bei SpaceX wird Geld investiert, dass da vermutlich Jahrzehnte liegt. Starlink hingegen ist eine andere Geschichte. Das muss in wenigen Jahren laufen, sonst brennt der Baum.

Offline alepu

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Re: SpaceX - Diskussion
« Antwort #10098 am: 21. April 2020, 14:55:44 »
Wenn ich die Möglichkeit hätte in Spacex zu investieren würde ich es auch tun, obwohl ich kein Lehrer bin   ::)  .
Genauso wie mir letzten Sommer mein Bauchgefühl sagte ich solle Tesla- Aktien kaufen .
Hab leider nicht darauf gehört   :'(

Offline alepu

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Re: SpaceX - Diskussion
« Antwort #10099 am: 21. April 2020, 14:59:51 »
Das mit den *EM-Aktien* kommt mir manchmal so vor wie damals im Wilden Westen mit den Eisebahn-Aktien.....

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