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Autor Thema: ESA  (Gelesen 274964 mal)

Offline tobi

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Re: ESA
« Antwort #50 am: 09. März 2007, 14:05:02 »
Gefunden auf der ESA-Homepage:

Zitat
Zum Mond und darüber hinaus
 
9 März 2007


Deutschlands berühmtester "Außerirdischer", der ESA-Astronaut Thomas Reiter, sowie der zweite Mann auf dem Mond, Edwin „Buzz“ Aldrin, gehören zu den Referenten des hochkarätig besetzten internationalen Symposiums „To Moon and beyond“ der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR), das vom 14. bis 16. März 2007 in Bremen stattfindet.
 
Welche Zukunft erwartet die Raumfahrt? Welche Herausforderungen muss sie bestehen? Das sind nur zwei Fragen von vielen, denen das internationale Symposium „To Moon and beyond“ der DGLR am Technologie- und Raumfahrtstandort Bremen auf den Grund gehen will. Die von der ESA unterstützte Veranstaltung soll den Dialog zwischen Wissenschaft, Industrie, Politik und Raumfahrtagenturen über die künftige Exploration des Sonnensystems mit ihren Zielen, wissenschaftlichen Aufgaben und technologischen Herausforderungen fördern.

In über 80 Veranstaltungen – Fachvorträgen, Rundtischgesprächen, Posterdiskussionen – stellen Referenten aus 16 Staaten Konzepte, Technologien und Zukunftsvisionen zum Erforschen und Erkunden fremder Welten unseres Sonnensystems vor. Dabei steht eine bunte Vielfalt an Themen an, die von der Astronomie über Experimente aus den Bereichen Life Sciences und Exobiologie bis hin zu kommerziellen Projekten reicht.
 
Der Mond ist wieder ein Reiseziel
 
Das weltweit zunehmende Interesse an Mond und Mars spiegelt auch das dreitägige Symposium wider. Zahlreiche Beiträge besonders aus Deutschland, Indien, Italien, den Niederlanden und den USA widmen sich diesen beiden Körpern, wobei die Mondforschung breiten Raum einnimmt.

Weshalb ist der Mond gegenwärtig so interessant? Er stellt ein ideales Testfeld für zahlreiche Explorationstechnologien dar (Lander, Rover, Robotik) und ist zudem rasch erreichbar.
Der Mond verkörpert ein vier Milliarden Jahre altes Archiv unseres Sonnensystems. Fundamentale Fragestellungen zur Frühgeschichte der terrestrischen Planeten sowie des Systems Erde-Mond können an und mit ihm geklärt werden.
 
350 Tage im All: Thomas Reiter exklusiv in Bremen
 
Die ESA ist auf dem Symposium mit mehreren Beiträgen vertreten. Sie konnte mit ihrem Technologiedemonstrator SMART 1 bereits wertvolle Erfahrungen am Mond sammeln, die in das Projekt Chandrayaan 1 der indischen Raumfahrtbehörde ISRO einfließen. Vorgestellt wird auch das von der ESA unterstützte europäische Studentenprojekt eines Mondorbiters (ESMO). Thomas Reiter wird in seinem Plenarvortrag am 15. März u.a. auf seine Erfahrungen als Langzeitastronaut eingehen. Der ESA-Direktor für bemannte Raumfahrt, Schwerelosigkeitsforschung und Exploration, Daniel Sacotte, wird über die europäischen Pläne zur Exploration unseres Sonnensystems und zur bemannten Raumfahrt berichten.

« Letzte Änderung: 09. März 2007, 14:06:12 von tobi453 »
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!", "Le CNES, The Place to Be!!!"

H.J.Kemm

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Re: ESA
« Antwort #51 am: 11. März 2007, 21:58:26 »
Moin,

gelesen in Yahoo! Nachrichten:


>>> Deutschland will nach ARD-Informationen im Jahr 2013 mit einer unbemannten Raumfähre auf dem Mond landen. Die Mondmission solle der Erforschung von Bodenschätzen dienen, berichtete der Sender am Sonntag. Langfristig sollten dort Bodenschätze zur wirtschaftlichen Nutzung abgebaut werden, zum Beispiel Helium 3, das für Atomkraftwerke gebraucht werde. Mit der Entwicklung neuer Technologien solle die Entwicklung des Wissenschafts- und Innovationsstandorts Deutschland vorangetrieben werden, sagte Frank Pohlemann von EADS (Paris: NL0000235190 - Nachrichten) -Astrium, einer Bremer Tochter des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS mit Schwerpunkt auf Satellitensystemen. <<<

Jerry

H.J.Kemm

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Re: ESA
« Antwort #52 am: 02. April 2007, 17:02:55 »
Moin,

aus Yahoo Nachrichten:

>>> 500 Tage lang sollen sechs Freiweilige unter fast echten Bedingungen eine bemannte Mission zum Mars erproben. Wie die Europäische Raumagentur ESA am Montag ankündigte, plant sie den spektakulären Test ab Frühling 2008 zusammen mit russischen Partnern in einer Moskauer Vorstadt. Die freiwilligen Teilnehmer müssen sich dabei in Metalltanks auf 200 Quadratmetern voller High-Tech-Gerätschaften eineinhalb Jahre lang vertragen und eine Reihe psychologischer wie technischer Herausforderungen meistern. <<<

Jerry

Offline Schillrich

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Re: ESA
« Antwort #53 am: 02. April 2007, 17:09:17 »
Zitat
Moin,

aus Yahoo Nachrichten:

>>> Die freiwilligen Teilnehmer müssen sich dabei in Metalltanks auf 200 Quadratmetern voller High-Tech-Gerätschaften eineinhalb Jahre lang vertragen und eine Reihe psychologischer wie technischer Herausforderungen meistern. <<<

Jerry

Steht da etwas dabei, wie die Probanden ausgewählt werden? Wird auf psychologische Profile geachtet? Wird ein "echtes" Team zusammengestellt? Oder sind es "Leute von der Straße"?

\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel

"Failures are ammo in your arsenal, not baggage that weighs you down." (JPL)

H.J.Kemm

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Re: ESA
« Antwort #54 am: 02. April 2007, 17:13:12 »
Moin Daniel,

bin auf der Suche im net nach mehr Informationen. Falls ich was sehe, dann kommt das hier rein.

Jerry

PS: versuch´s auch mal hier:  ESA Media Relations, Paris
tel: +33 1 5369 7155, fax: +33 1 5369 7690
« Letzte Änderung: 02. April 2007, 17:17:45 von H.J.Kemm »

Offline Mary

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Re: ESA
« Antwort #55 am: 03. April 2007, 15:27:15 »
Dazu steht doch eh was auf der ESA-Homepage:

What kind of people will you be looking for?
 
People who go through this selection will find they are looked at pretty much the same way an astronaut is selected. With our knowledge of astronaut selection and our involvement in the selection of subjects for bed rest studies - we have some basic knowledge about the type of people who would fit in this type of study. We will apply those criteria.

Of course we do want to have a reasonable reflection of a real crew – there should be people with medical qualifications, there should be some engineering qualifications, some science – it should really reflect that type of crew you would put on a real mission to Mars. We might be a little bit less strict about physical capabilities.

The volunteers will need to be away from work and family for an extended period of time. You might be away from home for one and a half years, maybe even longer for the full duration of the study itself, but also for training before and for tests after the study: we will follow those people after they have returned. It might be that effects are still visible after a year or longer and we will want to include that in our data.


Skyfox

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Re: ESA
« Antwort #56 am: 03. April 2007, 15:35:11 »
Servus,
@Schillrich
Nach den Worten des Esa-Wissenschaftlers will die europäische Raumfahrtagentur voraussichtlich Mitte Juni mit der Auswahl der Freiwilligen beginnen. Gesucht würden Kandidaten mit medizinischen und technischen sowie wissenschaftlichen Qualifikationen. Die Auswahl der Kandidaten soll im November dieses Jahres abgeschlossen sein.

Quelle:http://www.ftd.de/forschung_bildung/forschung/:Europ%E4er%20Flug%20Mars/181767.html
« Letzte Änderung: 03. April 2007, 15:36:05 von Skyfox »

H.J.Kemm

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Re: ESA
« Antwort #57 am: 03. April 2007, 18:14:04 »
Moin,

beachtet bitte auch diese Beiträge in diesem Thread:

http://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=4651.msg83726#msg83726

Dieses Projekt kommt ja nicht nur von der ESA allein.

Jerry


H.J.Kemm

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Re: ESA
« Antwort #58 am: 09. April 2007, 10:23:04 »
Moin,

hier ist das langfristige Ziel der ESA gut aufgelistet:

>>> http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24944/1.html

Jerry

Offline tobi

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Re: ESA
« Antwort #59 am: 13. April 2007, 23:16:17 »
Gefunden auf esa.int:

Zitat
Europas Leuchtturmprojekt GMES
 
10 April 2007

Die Weichen für das anspruchsvolle europäische Umwelt- und Sicherheitsüberwachungsprojekt GMES sind gestellt. Nun gilt es, die notwendige Infrastruktur sowie tragfähige Steuerungs- und Finanzierungsstrukturen zu entwickeln. Hierzu findet am 17. April 2007 eine eintägige Fachkonferenz im Haus der Bayerischen Wirtschaft in München statt.
 
GMES (Global Monitoring for Environment and Security) ist ein gemeinsames Programm der Europäischen Union und der ESA zur komplexen Überwachung der Erde mit maritimen, boden-, flugzeug- und weltraumgestützten Sensoren, um Politikern und Fachleuten Daten für vielfältige umwelt-, wirtschafts-, verkehrs- oder sicherheitspolitische Entscheidungen zu geben. Das betrifft sowohl globale Probleme wie die Überwachung der Einhaltung internationaler Übereinkünfte als auch die Bereitstellung von Informationen für örtliche Behörden zur Lokalisierung von Problemen oder bei Katastrophenfällen.
GMES soll zudem Europa den unabhängigen Zugang zu Informationen über Umwelt, Klimawandel und Sicherheit ermöglichen und langfristig sicherstellen.  
 
Globale Informationen für alle Europäer
 
Für GMES ist es entscheidend, die bereits in vielen europäischen Ländern bestehenden Datenerfassungssysteme vielfältigster Art von Behörden, Institutionen sowie Forschungseinrichtungen miteinander zu verknüpfen und die Aktivitäten zu bündeln. So werden beispielsweise die deutschen Erdbeobachtungsmissionen TerraSAR-X, RapidEye und EnMap in das System integriert.

Oberstes Ziel von GMES ist es, der Nachfrage nach Informationen auf Seiten der europäischen, nationalen, regionalen und lokalen Entscheidungsträger und Nutzer – Regierungen, Behörden, Privatindustrie, Forschungsinstitutionen, Universitäten und Bürger – gerecht zu werden.
Als Erstes werden drei themenbezogene Dienste bis 2008 realisiert. Das betrifft die Bereiche Landnutzung, Seewesen und Katastrophenfälle. Weitere Dienste folgen später.

Der Direktor des Erderkundungsprogramms der ESA, Dr. Volker Liebig, beschreibt die Zukunft des ehrgeizigen GMES-Projektes wie folgt: „Im Jahre 2015 soll Europa eigenständig in der Lage sein den Zustand der Umwelt weltweit oder in jeder europäischen Region zu kennen.“

Europäische Satellitenflotte zur Überwachung der Umwelt
 
Die Aktivitäten zur Entwicklung und Koordination der notwendigen Weltraum- und Bodeninfrastruktur laufen. Die Weltraumkomponente wird verschiedene Satellitenmissionen umfassen, die sich zurzeit im Rahmen des „Living Planet“-Programms der ESA in Entwicklung befinden. Sie vollziehen damit den Übergang von der Ära ERS/Envisat zum Sentinel-Programm für GMES. Sentinel (deutsch: Wächter oder Wachposten) umschreibt sehr gut die künftige Aufgabe der europäischen Satellitenflotte, die im Wesentlichen in der Überwachung der globalen Umwelt besteht.
 
Münchner Roadmap für GMES
 
Die Konferenz, die am 17. April 2007 im Haus der Bayerischen Wirtschaft München stattfindet, steht unter dem Motto "Der Weg zum Europäischen Erdbeobachtungssystem GMES". Sie wird ein hochrangiges Forum für alle wichtigen Partner des europäischen Projekts bilden. Als Konferenzergebnis soll eine „Munich Roadmap“ entstehen, die alle Anforderungen an Systemarchitektur, Langfristmanagement und Finanzierungsstrukturen präsentiert.

Nähere Informationen zur Veranstaltung in München finden Interessierte auf der speziell eingerichteten Internetseite des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS).
 
Interview mit Volker Liebig, ESA-Direktor für Erdbeobachtung
 
Dr. Volker Liebig sprach mit ESApod über das GMES-Programm, dessen Beitrag zum Klimaschutz und Ziele der bevorstehenden Konferenz in München.
http://esamultimedia.esa.int/multimedia/esoc/GMESgerEdit.mp3
« Letzte Änderung: 13. April 2007, 23:16:47 von tobi453 »
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!", "Le CNES, The Place to Be!!!"

H.J.Kemm

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Re: ESA
« Antwort #60 am: 18. April 2007, 08:56:25 »

Zitat gelöscht.
« Letzte Änderung: 22. April 2009, 21:54:44 von tobi453 »

H.J.Kemm

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Re: ESA
« Antwort #61 am: 27. April 2007, 14:28:36 »
Moin,

hier die neueste ESA Pressemitteilung:

N° 19-2007:  Ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer Europäischen Raumfahrtpolitik
 
26 April 2007
Die Raumfahrt ist ein strategischer Faktor, dessen Potenzial Europa künftig effizienter nutzen muss, um bei der Sicherung des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzens der Raumfahrt für seine Bürger nicht ins Hintertreffen zu geraten. Mit der Europäischen Raumfahrtpolitik wird demnächst ein umfassendes Instrument bereitgestellt, das Europas Spielraum im Bereich der Raumfahrttätigkeiten erweitern wird.

Mehr dazu hier: http://www.esa.int/esaCP/Pr_19_2007_p_GE.html

Jerry  


« Letzte Änderung: 27. April 2007, 14:30:32 von H.J.Kemm »

Offline tobi

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Re: ESA
« Antwort #62 am: 24. Mai 2007, 12:37:56 »
Gelesen auf der ESA-Homepage:

Zitat
Europas Raumfahrtpolitik wird Realität
 
22 Mai 2007

Ein stärkeres, besser koordiniertes und für die künftigen Bedürfnisse seiner Bürger besser gerüstetes Europa der Raumfahrt, ein breiterer strategischer Wirkungsbereich, der auch sicherheits- und verteidigungsbezogene Weltraumprogramme einschließt, und die Raumfahrt als ergänzende Dimension der Außenbeziehungen der EU: All dies ist Bestandteil einer auf Europas Interessen und Werte zugeschnittenen neuen Politik.

Die für Raumfahrtangelegenheiten zuständigen Minister der Mitgliedstaaten der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und die im Rat für Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union (EU) versammelten Minister für Binnenmarkt, Industrie und Forschung sind heute in Brüssel zusammengekommen, um eine Entschließung über die Europäische Raumfahrtpolitik (ESP) anzunehmen.

In der ESP, einem von der Europäischen Kommission und dem Generaldirektor der ESA gemeinsam erstellten Dokument, werden die strategischen Leitlinien für die künftigen Raumfahrttätigkeiten Europas dargelegt. Mit ihr verpflichten sich die EU, die ESA und ihre Mitgliedstaaten auf eine Verstärkung der Koordinierung ihrer Tätigkeiten und Programme und die Gestaltung ihrer jeweiligen Rollen in der Raumfahrt.

Diese Politik geht einher mit den ersten Ansätzen des Europäischen Weltraumprogramms. Dabei handelt es sich um ein Planungs- und Strategiewerkzeug, welches alle bedeutenden Weltraumvorhaben in Europa umfasst und darüber hinaus die Optimierung öffentlicher Ressourcen und Fähigkeiten bei Beschluss und Umsetzung der ESP unterstützt.

Die ESP zielt auf eine verstärkte Koordinierung der Weltraumtätigkeiten zwischen der EU, der ESA und ihren jeweiligen Mitgliedstaaten ab, um einen angemessenen Ertrag zu gewährleisten, unnötige Doppelarbeit auszuschließen und somit gemeinsamen europäischen Interessen zu dienen. Ebenfalls angestrebt wird eine Erhöhung der Synergien zwischen zivilen und verteidigungsbezogenen Weltraumprogrammen und -technologien.

Ferner soll mit Hilfe der ESP die nachhaltige Finanzierung von Weltraumanwendungen, vor allem der Flaggschiff-Initiative zur Globalen Umwelt- und Sicherheitsüberwachung (GMES), gesichert werden. Auch wird mit ihr anerkannt, dass die Raumfahrt ein hohes Wertschöpfungspotenzial besitzt, ein Motor für Wachstum, Innovation und Beschäftigung ist und der europäischen Industrie wertvolle Betätigungsmöglichkeiten bietet.

Schließlich unterstützt die neue Politik die Außenpolitik der EU insofern, als die EU, die ESA und ihre Mitgliedstaaten einen Koordinierungsmechanismus für die Entwicklung einer gemeinsamen Strategie für die Außenbeziehungen in der Raumfahrt einsetzen werden.

Die heutige Tagung des [ch8222]Weltraumrates[ch8220]* fand unter dem gemeinsamen Vorsitz von Peter Hintze, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Koordinator der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt, für den Rat für Wettbewerbsfähigkeit, und Maria van der Hoeven, Ministerin für Wirtschaft der Niederlande und amtierende Vorsitzende des ESA-Rates auf Ministerebene, statt. Zu den Teilnehmern gehörten auch Günter Verheugen, der für Unternehmen und Industrie zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission, und ESA-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain.

Ministerin van der Hoeven erklärte: [ch8222]Die Genehmigung der Europäischen Raumfahrtpolitik ist ein großer Schritt vorwärts für die Raumfahrtpolitik in Europa und veranschaulicht die Fortschritte seit der ersten Tagung des Weltraumrates unter niederländischer Präsidentschaft im Jahr 2004. Die ESP bietet einen starken Anreiz für verbesserte Koordinierung und Zusammenarbeit in Europa und somit für höhere Erträge unserer öffentlichen Investitionen und wird über eine gemeinsame Strategie für die internationale Zusammenarbeit zur Stärkung der globalen Rolle Europas in der Raumfahrt beitragen[ch8220].

Nach Ansicht von Kommissionsvizepräsident Verheugen [ch8222]könnte Europa ohne die Europäische Raumfahrtpolitik unbedeutend werden. Mit dieser Entschließung über die Europäische Raumfahrtpolitik wollen wir den globalen Führungsansprüchen Europas in wichtigen Industrie- und Forschungsbereichen gerecht werden, die für Wachstum und Beschäftigung für die Zukunft sorgen. Auch ist die Raumfahrt seit jeher eine Quelle der Inspiration, die Menschen dazu bewegt, über die Grenzen hinaus zu denken und innovativ tätig zu werden. Der heutige Vorschlag stellt einen Meilenstein dar: Er gewährleistet, dass Europa die von der Weltraumtechnologie gebotenen bedeutenden Chancen nicht ungenutzt lässt[ch8220].

ESA-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain äußerte sich wie folgt: [ch8222]Heute haben die EU, die ESA und ihre Mitgliedstaaten gemeinsam die Raumfahrt um neue Länder, neue Anwendungsbereiche und neue Ambitionen erweitert. Diese Ambitionen beruhen auf der soliden Grundlage von 40 Jahren Erfolg in der Raumfahrt, insbesondere dank der kontinuierlichen Investitionen der ESA-Mitgliedstaaten, und einer engen Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Gemeinschaft und der ESA. Dass 29 europäische Länder diese Europäische Raumfahrtpolitik unterstützen, ist das stärkste Signal, dass Europa seinen Bürgern und seinen internationalen Partnern senden konnte[ch8220].

Die Europäische Gemeinschaft und die Europäische Weltraumorganisation verfolgen seit längerem ein gemeinsames Ziel: die Stärkung Europas und das Wohl seiner Bürger. Beide Institutionen sind über starke, immer engere Beziehungen sowie ein im Mai 2004 in Kraft getretenes Rahmenabkommen miteinander verbunden, das die rechtlichen Aspekte ihrer Zusammenarbeit regelt und die für beide Seiten vorteilhaften Beziehungen auf eine solide Grundlage stellt.

Dank der Europäischen Raumfahrtpolitik kann Europa nun die Raumfahrt in vollem Umfang für seine international ausgerichtete Politik nutzen und so seine Position als [ch8222]Global Player[ch8220] festigen.

*Als [ch8222]Weltraumrat[ch8220] werden die in dem im Mai 2004 in Kraft getretenen Rahmenabkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und der ESA festgelegten gemeinsamen und begleitenden Tagungen des EU-Rates und des ESA-Rates auf Ministerebene bezeichnet. Eine solche Tagung fand erstmals im November 2004 statt, 2005 folgten zwei weitere.

Quelle:
http://www.esa.int/esaCP/Pr_21_2007_p_GE.html
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!", "Le CNES, The Place to Be!!!"

Offline tobi

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Re: ESA
« Antwort #63 am: 03. Juni 2007, 22:54:55 »
Gefunden auf der ESA-Seite:
Zitat
Raumfahrtfeierlichkeiten mit der ESA in Paris
 
31 Mai 2007

Am 15. Juni findet ab 21.30 Uhr auf dem Pariser Trocadéro-Platz die Veranstaltung [ch8222]Paris fête l[ch8217]espace[ch8220] (Paris feiert die Raumfahrt) statt.
 
Mit der [ch8222]Nacht der Astronauten[ch8220] 2004 in Köln und 2006 in Barcelona hat die ESA eine völlig neue Art von Veranstaltungen ins Leben gerufen, die die Öffentlichkeit über die Fortschritte bei der Eroberung des Weltraums informieren sollen.

Um der bei diesen Ereignissen festgestellten Begeisterung Rechnung zu tragen, hat die ESA beschlossen, in Zusammenarbeit mit dem CNES und mit der Unterstützung der Stadt Paris eine in dieser Größe noch nie dagewesene Veranstaltung auf dem Trocadéro-Platz zu organisieren.

Auf der zu diesem Anlass errichteten Bühne werden sich zahlreiche illustre Gäste einfinden. Ab 21.30 Uhr werden Astronauten und Fachleute aus der Wissenschaft dem Publikum einen ereignisreichen Abend bieten.

Der Moderator Jérôme Bonaldi und der französische ESA-Astronaut Jean-François Clervoy werden den Abend gestalten und mit ihren Gästen verschiedene Themen ansprechen, etwa die grundlegende Wichtigkeit von Satelliten in der Telekommunikation wie auch für die Beobachtung des Klimawandels mit Pascale Ultré-Guérard vom Centre National d[ch8217]Etudes Spatiales (CNES) oder die Frage [ch8222]Wie wird man Astronaut?[ch8220] mit Léopold Eyharts, ebenfalls französischer ESA-Astronaut, der Ende des Jahres zur Internationalen Raumstation (ISS) fliegen wird, um an der Installation des europäischen Labormoduls Columbus mitzuwirken.  
 
Anschließend wird das Weltraumexplorationsprogramm zur Entdeckung der Planeten des Sonnensystems vorgeführt, bevor dann das Originalexemplar der ersten Ausgabe des Romans [ch8222]Von der Erde zum Mond[ch8220] von Jules Verne präsentiert wird, das an Bord des ersten europäischen Versorgungsraumschiffs ATV (Automatisches Transferfahrzeug), das zu Ehren dieses visionären Autors [ch8222]Jules Verne[ch8220] getauft wurde, zur ISS fliegen wird.

Für 22.30 Uhr ist eine Licht- und Klangdarbietung mit Laser-Spezialeffekten, Space Music und der Projektion völlig neuer, aufgrund wissenschaftlicher Satellitendaten erstellter Bilder auf einer riesigen 350-m²-Leinwand vorgesehen.

Privatempfang auf der ersten Plattform des Eiffelturms

Vor dieser öffentlichen Veranstaltung laden der Generaldirektor der ESA, Jean-Jacques Dordain, und der Präsident des CNES, Yannick d[ch8217]Escatha, ab 19.00 Uhr auf der ersten Plattform des Eiffelturms zu einem Privatempfang.

Das Programm dieses Empfangs gestaltet sich wie folgt:

[ch8226] Einweihung der Raumfahrtausstellung auf der ersten Plattform des Eiffelturms;

[ch8226] offizielle Überreichung des Originalexemplars der ersten Ausgabe des Romans [ch8222]Von der Erde zum Mond[ch8220] von Jules Verne an die ESA.

Nach einem Cocktail mit Abendessen setzt sich der Abend mit der öffentlichen Veranstaltung ab 21.30 Uhr fort.

Einlass: ab 18.00 Uhr am ESA/CNES-Kiosk am Nordpfeiler des Eiffelturms.

Medienvertreter, die eine Akkreditierung wünschen, werden gebeten, das Anmeldeformular (siehe rechte Navigationsleiste) auszufüllen und per Fax an das ESA-Referat Medienbeziehungen, Paris, Frankreich, Fax: +33 (0)1 53 69 76 90, zurückzuschicken.

Quelle:
http://www.esa.int/esaCP/SEMB0W9RR1F_Germany_0.html
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!", "Le CNES, The Place to Be!!!"

Offline tobi

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Re: ESA
« Antwort #64 am: 04. Juni 2007, 18:59:12 »
Gefunden auf de ESA-Seite:


Zitat
Abenteuer Raumfahrt: Space Camp 2007
 
31 Mai 2007

ORBITALL, das Raumfahrtzentrum der besonderen Art in Berlin, lädt zu einem einwöchigen Astronautentraining nach Berlin ein. 20 Jugendliche können vom 28. Juli bis zum 4. August Spannung, Spaß und jede Menge Astro-Highlights erleben. Das erste Space Camp wird von Experten der Raumfahrtagenturen Europas und Deutschlands, ESA und DLR, sowie der Firma EADS, unterstützt.
 
Berlins neues Raumfahrtzentrum ORBITALL ist ein Geheimtipp [ch8211] und jederzeit einen Besuch wert. Modernste Technik und viele Exponate aus der Raumfahrt lassen im ORBITALL den Traum vom Fliegen Wirklichkeit werden. Das mit seinen Modulen an die Internationale Raumstation ISS erinnernde Raumfahrtzentrum stellt ein modernes interaktives Aktions- und Erlebniszentrum für Kinder, Jugendliche und Familien dar, die den Start ins All wagen möchten.

Das ORBITALL gehört zum Kinder- und Jugendfreizeitzentrum FEZ, das in einem 120 ha großen Waldpark in Berlin-Köpenick liegt. Mit 13 000 qm Nutzfläche ist es das größte und vielfältigste gemeinnützige Jugendfreizeitzentrum Europas.  

Mission ISS: Die Space-Camp-Abenteuerferien
 
Und das können die Erdlinge erleben: Abheben von der Erde, Eintauchen in die Weiten des Universums, ferne Planeten betreten und den Sternen ein Stückchen näher sein.

Erstmals im Angebot ist ein Space Camp [ch8211] ein spannendes Sommerferienangebot für Raumfahrt- und Astronomiebegeisterte ab 13 Jahre aus den ESA-Mitgliedsstaaten. Auf dem Programm steht die [ch8222]Mission ISS[ch8220], ein virtueller Flug zur Internationalen Raumstationen.

Doch vor dem Flug zur ISS müssen die angehenden Raumfahrer eine umfassende Ausbildung im Astronautenzentrum des FEZ absolvieren. Zu Beginn des Trainings werden sie von Raumfahrtmedizinern aus der Charité Berlin auf Herz und Nieren geprüft. Dann geht es Schlag auf Schlag: Die neuesten Ergebnisse der Raumfahrtforschung stellen namhafte Wissenschaftler der ESA, des DLR und der Firma EADS vor.

Ohne Raketen geht bekanntlich nichts in der Raumfahrt. Daher tüftelt jeder Jungastronaut beim Bau seiner eigenen Wasserrakete aus, wie eine Rakete aufgebaut ist und wie das Rückstoßprinzip funktioniert. Die anschließenden Starts werden zeigen, wessen Rakete am besten fliegt. Die Orientierung am Sternenhimmel erlernen die angehenden Astronauten im Zeiss-Großplanetarium sowie durch eigene Nachtbeobachtungen in der Astronomiestation.
 
Experimente: Schwerelos im All
 
Im Raumlabor des ORBITALLS gilt es dann, sich naturwissenschaftliches Basiswissen anzueignen und mit Grundgrößen [ch8211] wie Lichtgeschwindigkeit, Gravitation und Vakuum [ch8211] zu experimentieren. Wenn dann noch Fragen offen bleiben, werden diese in den Laboratorien des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt (DLR) in Berlin-Adlershof beantwortet.

Highlights der Woche dürften sein: der Besuch der Airbus-Simulatoren im Pilotentrainingszentrum der Lufthansa in Berlin-Schönefeld, ein Nachttraining zum Thema [ch8217]Wie findet man mit Hilfe von GPS-Empfängern das Camp wieder?[ch8217] sowie die Exkursion zum Fernsehturm am Alexanderplatz, um mehr über Fernsehsatelliten zu erfahren.

Nachdem die Jungastronauten eine Woche lang im Camp das nötige Rüstzeug für den Flug zur ISS angeeignet haben, kommt die Stunde der Wahrheit: ein virtueller Flug zur ISS in dem ORBITALL-Trainingszentrum. Nach der Landung erhält jeder Teilnehmer sein [ch8222]Astronautendiplom[ch8220], und zwar von einem erfahrenen ESA-Raumfahrer. Der wird sich dann beim Grillen am Lagerfeuer viel Zeit nehmen, um aus seinem Berufsleben zu berichten und die vielen Fragen zu beantworten.
 
Wie komme ich an ein Ticket?
 
Es ist wie im echten Leben: Tickets für einen Platz im Raumschiff sind rar und teuer. 20 ORBITALL-Tickets zum Stückpreis von 150 Euro stehen zur Verfügung [ch8211] gewissermaßen ALL-inclusiv.

Die angehenden Raumfahrer erhalten ein Space-Camp-Outfit, einen speziellen Raumflug-Pass und beziehen ihr Weltraumquartier im Bungalowdorf des FEZ. Die Gaststätte im FEZ sorgt für eine spacige Vollverpflegung mit fester und flüssiger irdischer Nahrung.
 

Kontakt
 
ORBITALL - Das Raumfahrtzentrum der besonderen Art im FEZ Berlin
Werner Bachmann
An der Wuhlheide 197
12459 Berlin-Köpenick
Fon: +49 (0) 30 - 53 07 15 38
Mail: spacecamp @ fez-berlin.de

Weitere Informationen
Space Camp 2007 [ch8211] vom 28. Juli bis zum 4. August
www.orbitall-berlin.de/spacecamp.htm

Quelle:
http://www.esa.int/esaCP/SEMSFS9RR1F_Germany_0.html
« Letzte Änderung: 04. Juni 2007, 18:59:43 von tobi453 »
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!", "Le CNES, The Place to Be!!!"

H.J.Kemm

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Re: ESA
« Antwort #65 am: 14. Juni 2007, 02:59:33 »
Moin,



Ticket für Mars-Arktisexpedition zu vergeben
 
13 Juni 2007
Marsforschung auf der Erde zu betreiben ist das Ziel der Arktisexpedition AMASE 2007. Für die vom 12. bis zum 26. August stattfindende Expedition besteht eine einmalige Teilnahmemöglichkeit: Die ESA vergibt ein Ticket an einen studentischen Marsforscher.
 
Die 2004 initiierten AMASE-Expeditionen in die Arktis – Arctic Mars Analog Svalbard Expedition – dienen der Entwicklung und Erprobung wissenschaftlicher Messmethoden und -instrumente für künftige Marsmissionen. Die unter Leitung von Hans E. F. Amundsen von der Universität Oslo stehende diesjährige Expedition AMASE 2007 führt die Forscher nach Spitzbergen.

Amundsen arbeitet dabei mit Andrew Steele von der Carnegie Institution of Washington sowie mit Wissenschaftlern und Ingenieuren verschiedener Einrichtungen zusammen, die für die NASA und die ESA tätig sind.

Mehr darüber gibt es >>>>

Jerry

Offline tobi

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Re: ESA
« Antwort #66 am: 14. Juni 2007, 22:10:47 »
Gefunden bei der ESA:

Zitat
„Astrolab Post Flight Tour“: Thomas Reiter und die ISS Besatzungen der Expedition 13 & 14 berichten erstmals gemeinsam
 
14 Juni 2007

Der deutsche ESA Astronaut Thomas Reiter und seine Kollegen Kosmonaut Pavel Vinogradov (Russland), Astronaut Jeff Williams (NASA), Astronaut Michael Lopez-Alegria (NASA) und Kosmonaut Mikhail Tyurin (Russland) werden vom 15.06.2007 bis 24.06.2007 gemeinsam in der sogenannten „Astrolab Post Flight Tour“ in Deutschland und Frankreich auftreten.
 
Dieses außergewöhnliche Team von fünf Astronauten wird in multimedialen Präsentationen über die Highlights ihrer umfangreichen Forschungsarbeiten und über das tägliche Leben in 400 km Höhe über der Erde berichten. Die beiden Expedition Crews verbrachten zusammen insgesamt fast ein Jahr auf der Internationalen Raumstation ISS und haben dadurch einzigartige Erfahrungen und Kenntnisse gesammelt, die sie auf dieser Tour mit den europäischen Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit teilen werden.

Die Tour beginnt offiziell am 15.06. in Paris, im Rahmen der großen ESA Space Show auf der Esplanade du Trocadéro. Dort werden die fünf Astronauten an einem Empfang auf dem Eiffel-Turm und anschließend am Bühnenprogramm teilnehmen. Die Crew wird danach in diversen Veranstaltungen in Deutschland, in Köln, Bremen, Frankfurt, Stuttgart, Darmstadt und München zu Gast sein.
 
Zu folgenden Events in Deutschland ist die Presse herzlich eingeladen:
 
Pressekonferenz im Europäischen Astronautenzentrum (ESA/EAC), Köln-Porz, 19.06.2007 um 10:00 h


Michel Tognini, Leiter des EAC, wird einen Überblick über die vergangenen und die demnächst anstehenden ISS-Missionen (Columbus, ATV, etc.) geben. Danach hat jeder Astronaut die Gelegenheit, anhand von Videomaterial aus der ISS Aspekte der Astrolab Mission darzustellen, an denen er beteiligt war. Im Anschluss: 20 min. Fragen & Antworten für die Medien. Mehr zum EAC: www.esa.int/eac

Konferenz an der Universität Stuttgart, Campus Vaihingen, 20.06.2007 um 11:30 h

Diese öffentliche Veranstaltung wird im 1.000 Sitzplätze umfassenden Hörsaal 5301 der Universität Stuttgart in Vaihingen stattfinden. Die einführenden Worte zum Vortrag der Astronauten wird der Rektor der Universität, Prof. Dr.-Ing. Wolfram Ressel geben. Im Anschluss werden die Studenten die Gelegenheit haben, in einer moderierten Runde den Mitgliedern der Crew Fragen zu stellen. Moderiert wird die Veranstaltung durch den ehemaligen Astronauten Prof. Ernst Messerschmid.

Vortrag im Deutschen Museum, Flugwerft Schleißheim bei München, 21.06.2007, 18:00 h

Inmitten der Oldtimer-Flugzeuge der Flugwerft des Deutschen Museums Schleißheim und in Anwesenheit von ESA-Generaldirektor Prof. Jean-Jacques Dordain, Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber und vielen anderen Gästen aus der Region werden Thomas Reiter und seine Crew-Kollegen über die Astrolab Mission berichten. - Das im bayerischen Oberpfaffenhofen ansässige ESA Columbus-Control Centre hatte bei der Koordination der Astrolab Mission von der Erde aus eine zentrale Rolle gespielt -

Event im European Space Operation Centre (ESA/ESOC), Darmstadt, 22.06.2007, 10:00 h

Nach Einführung durch Gaele Winters, ESA Direktor für Operations und Infrastruktur, wird Hessens Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel ein Grußwort an den aus Hessen stammenden Reiter, seine Crew-Kollegen, lokale ESA-Mitarbeiter und Gäste aus der Region richten. Direkt danach gibt Reiter einen multimedialen Erfahrungsbericht über Astrolab ab. Zum Abschluss des Events werden in einer hochkarätigen Runde mit Astronauten, Kosmonauten und anderen ESA-Experten zukünftige bemannte Flüge zum Mond und sogar Mars diskutiert. Mehr zum ESOC: www.esa.int/esoc
      
Hintergrund: „Astrolab“, Europas erste Langzeit Mission auf der ISS
 
ESA Astronaut Thomas Reiter war am 4. Juli 2006 mit dem Shuttle-Flug STS-121 zu seiner sechsmonatigen europäischen Mission Astrolab aufgebrochen; der ersten ESA-Langzeitmission an Bord der Internationalen Raumstation. Zwei Tage nach der Ankunft auf der ISS übernahm Reiter seine Aufgabe als Flugingenieur der Expedition 13. Im September 2006 fand ein Wechsel der Besatzung der ISS statt und Reiter wurde daraufhin Besatzungsmitglied der Expedition 14.

Die Astrolab Mission dauerte fast sechs Monate und endete mit der Rückkehr der Shuttle Mission STS 116 an Bord der US Raumfähre „Discovery“. Im Rahmen dieser Mission wurden rund 30 wissenschaftliche und technologische Experimente durchgeführt, darunter 19 Experimente im Auftrag von europäischen Institutionen und Forschungseinrichtungen, insbesondere aus den Bereichen Medizin, Biologie, Strahlenbiologie, Plasmaphysik und Materialwissenschaft. Während der Mission hatte Thomas Reiter ebenfalls einen komplexen Außenbordeinsatz („Extravehicular Activity“ - EVA) von über sechs Stunden durchgeführt.

Quelle:
http://www.esa.int/esaCP/SEMORHXXV2F_Germany_0.html
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Offline Schillrich

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Re: ESA
« Antwort #67 am: 27. Juni 2007, 22:45:32 »
ESA beginnt mit Studien zu neuen Träger- und Wiedereintrittstechnologien:

Quelle: http://www.esa.int/esaCP/SEMBU69OY2F_index_0.html

Im Rahmen des FLPP (Future Launchers Preparatory Programme/Vorbereitungsprogramm für zukünftige Träger) wurden 2 Verträge mit NGL Prime S.p.A. aus Italien unterzeichnet, mit welchen Studien in folgenden Bereichen vorangetrieben werden sollen:
  • NGL (Next Generation Launcher/Träger der nächsten Generation)
    Mit dieser Studie sollen Daten für die 2008er Ministerratskonferenz erzeugt werden, um damit eine Entscheidung bzgl. der zukünftigen Entwicklungsrichtung für europäische Träger vorzubereiten. Es sollen Zuverlässigkeit und Konkurrenzfähigkeit verbessert werden. Der neue Träger soll nach 2020 einsatzbereit werden.
  • IXV (Intermediate eXperimental Vehicle/zwischenzeitlicher Experimentalflugkörper [size=9](meine Übersetzung ist etwas holprig ;))[/size])
    Es sollen Wiedereintrittstechnologien entwickelt und getestet werden. Dabei soll der Start mittels VEGA erfolgen. Die Landung erfolgt im Pazifik. Das Ganze soll 2010 fliegen.
    (Dabei muss ich an die italienische Grundlagenforschung mittels USV denken: http://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=3177.0)
Beide Verträge zusammen haben ein Volumen von 20 Mill. €. NGL Prime S.p.A. ist ein joint venture von EADS Astrium N.V. und Finmeccanica S.p.A.
« Letzte Änderung: 27. Juni 2007, 22:52:09 von Schillrich »
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel

"Failures are ammo in your arsenal, not baggage that weighs you down." (JPL)

ILBUS

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Re: ESA
« Antwort #68 am: 28. Juni 2007, 10:41:04 »
Schade, dass es kein Wort über DLRs Experimentreihe Phoenix gefahlen ist. Im GEO von 2004 war die Rede von  Tests im Überschalflug und evtl. sogar Wiedereintrittests der Modele.

Offline James

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Re: ESA
« Antwort #69 am: 28. Juni 2007, 10:52:26 »
Hallo Leute

Zitat
IXV (Intermediate eXperimental Vehicle

Wer etwas mehr über das IXV wissen möchte, der kann das in dem ESA Bulletin nachlesen (englisch)
Recht interessant.

http://www.esa.int/esapub/bulletin/bulletin128/bul128h_tumino.pdf

m.f.G.
James


Offline tobi

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Re: ESA
« Antwort #70 am: 24. August 2007, 08:52:36 »
Gefunden bei der ESA:

Zitat
Informieren Sie sich über die ESA – beim „Staatsbesuch“ im Bundeskanzleramt
 
23 August 2007

Am 25. und 26. August 2007 rollt die Bundesregierung in Berlin wieder den roten Teppich aus. Unter dem Motto "Einladung zum Staatsbesuch" öffnen das Bundeskanzleramt, das Presse- und Informationsamt und alle 14 Bundesministerien ihre Türen. Eine gute Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Mit dabei sind innovative Unternehmen und Organisationen, darunter die Europäische Weltraumorganisation ESA und das deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt.
 
ESA und DLR sind mit Ausstellungen im Park des Bundeskanzleramts vertreten. Dort können Besucher sich an beiden Tagen von 10h00 bis 18h00 über die europäischen und deutschen Raumfahrtprogramme informieren und auch mit Experten beider Organisationen sprechen.

Neben einem 5 Meter hohen Modell der Ariane 5-Trägerrakete (Maßstab 1:10) stellt die ESA Projekte zum Ausbau der Internationalen Raumstation ISS mit dem europäischen Columbus-Modul und dem neuen Versorgungsfahrzeug ATV vor. Die satellitengestüzte Erdbeobachtung präsentiert sich mit dem Umweltsatelliten Envisat und natürlich fehlt auch das Wissenschaftssprogramm der ESA nicht – ein Modell des „Venus Express“ und verschiedene Schautafeln geben einen Überblick. Abgerundet wird die Ausstellung durch multimediale Präsentationen, Filme und Animationen, die dem Besucher die Möglichkeit geben, neben der Politik auch in die Welt der Raumfahrt einzutauchen.

Der Tag der offenen Tür der Bundesregierung findet dieses Jahr bereits zum neunten Mal statt. Aus dem Berliner Veranstaltungskalender ist er nicht mehr wegzudenken. Im vergangenen Jahr waren über 150.000 Besucherinnen und Besucher zu Gast.
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Offline tobi

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Re: ESA
« Antwort #71 am: 02. September 2007, 22:35:18 »
Gefunden bei der ESA:

Zitat
Neubrandenburg meets Space
 
31 August 2007

Vom 7. bis zum 9. September lädt Neubrandenburg zu den „23. Tagen der Raumfahrt“ ein. Das bunt gemixte Programm wird eingeleitet vom „1. ESA-Workshop zum Technologietransfer in Mecklenburg-Vorpommern“. Raumfahrtexperten aus Europa und den USA stellen neueste Projekte, Entwicklungsrichtungen und Ergebnisse ihrer Fachgebiete vor. Kosmonauten berichten über ihre Erlebnisse im All.
 
Alljährlich zum Herbst finden in Neubrandenburg die internationalen „Raumfahrttage“ statt – ein Mekka für alle Raumfahrtenthusiasten. Das Geheimnis des Erfolgs: Die „Raumfahrttage“ stellen keine Tagung im klassischen Sinne dar. Vielmehr bilden sie den Rahmen, der neben hochinteressanten Fachvorträgen den persönlichen Kontakt zwischen Experten, Laien und Raumfahrtinteressenten bietet. Zudem erleben die Gäste eine am See gelegene malerische „Vier-Tore-Stadt“, die mit vielen sehenswerten Zeugnissen norddeutscher Backsteingotik ausgestattet ist.
Die „23. Tage der Raumfahrt“ werden von der „Initiative 2000 Plus e.V.“ und dem Fachmagazin „Raumfahrt Concret“ ausgerichtet. Unterstützt wird die Veranstaltung von der Europäischen Weltraumorganisation ESA, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR, EADS Astrium sowie zahlreichen nationalen und regionalen Unternehmen.  
 
Vom All in den Alltag: 1. ESA-Workshop zum Technologietransfer in Mecklenburg-Vorpommern
 
Raumfahrt steht für Hightech, innovative Technologien, neuartige Geräte und Materialien. Es gilt Extremanforderungen zu bewältigen. Werden Weltraumtechnologien zur Erde gebeamt, können lukrative „Abfallprodukte“ für den irdischen Alltag entstehen, so genannte Spin-Offs.
„Vor allen kleine und mittelständische Unternehmen können von diesen Ideen und Technologien profitieren um Ihre Produkte zu verbessern oder neue zu entwickeln. Das macht diese wettbewerbsfähiger und stärkt die Region“, sagt Frank M. Salzgeber Leiter des Technologie Transfers Programm der ESA.
Neu ist, dass auch der umgekehrte Weg zunehmend Erfolg versprechend ist. Es zeichnet sich ein zukunftsträchtiger Markt mit Spin-Ins ab. Das sind irdische Produkte, die kosmischen Technologien beflügeln.

Gleichwohl ob Spin-Offs oder Spin-Ins: Immer wieder stellen Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Forschung fest, dass „Weltraumtechnologien“ noch viel zu wenig genutzt werden. Die Ursachen sind vielfältig. Oft sind es einfach nur fehlende Informationen oder eine gewisse Scheu vor diesen „elitären“ Dingen.

Die Europäische Weltraumorganisation will hier Abhilfe schaffen und Brücken bauen. Am 7. September von 14.00 bis 18.00 Uhr veranstaltet sie den ersten Workshop zum Technologietransfer in Mecklenburg-Vorpommern. Er richtet sich an kleinst-, klein- und mittelständische Unternehmen (KMU), aber auch an Forschungsinstitutionen, medizinische Einrichtungen, Behörden sowie Bildungseinrichtungen. Jeder der unterschiedlichen Bereiche kann auf ganz spezifische Weise zum „Transfer“ beitragen – als direkter Anwender, Nutzer, Entwickler oder als Mittler.

Die unter der Schirmherrschaft von Minister Jürgen Seidel (Wirtschaft) und Henry Tesch (Bildung und Wissenschaft) stehende Veranstaltung will regionale Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern für die Nutzung von Raumfahrttechnologien motivieren. Referenten aus der Industrie, Medizin sowie von Forschungseinrichtungen, Raumfahrtagenturen und Anwendungszentren wollen diese Technologien einem breiten Publikum zugänglich machen.

Jeder der Besucher dürfte dabei auf seine Kosten kommen, denn Anstöße werden an diesem Tag für alle Bereiche kommen: „Wir möchten unsere für den Weltraum entwickelten Technologien einer irdischen Weiterentwicklung zur Verfügung stellen und das zum Nulltarif“, erklärt Fritz Gampe, ESA-Beauftragter für den Technologietransfer, der auf der Tagung einen Überblick über die vielseitigen Möglichkeiten geben wird.
Die Tagung soll helfen, Kontakte zwischen Unternehmen und Einrichtungen der Raumfahrt anzubahnen oder zu vertiefen.
 
Weltall – Erde - Mensch
 
An den beiden darauf folgenden Tagen reicht das Themenspektrum von den Ergebnissen interplanetarer Raumsonden, über Raumfahrtmedizin für das tägliche Leben, Schülerkosmonauten bis hin zum homo technicus im All.
Der Bestandsaufnahme rund um die Internationale Raumstation folgt ein NASA-Ausblick auf die Möglichkeiten der Exploration des Sonnensystems mit Schwerpunkt Mond und Mars. Ein weiterer Vortrag beschäftigt sich mit dem „Raumflug für Jedermann“ – wie ist der aktuelle Stand des Weltraumtourismus? Bei soviel Weltall-Fliegerei dürfen Spekulationen rund um das Thema „Sind wir allein im All?“ natürlich nicht fehlen. Ist die Menschheit einzigartig oder gibt es – in den unendlichen Weiten des Universums – irgendwo kleine grüne Männer oder gar große rote Frauen?
 
 
Tagungshinweise
 
Pressekonferenz mit den Kosmonauten und zum ESA-Workshop:
7. September 2007, 11.30 Uhr, im Mercedes-Autohaus Neubrandenburg,
Neustrelitzer Straße 111 (Voranmeldung erbeten)
1. ESA-Workshop zum Technologietransfer in Mecklenburg-Vorpommern
7. September 2007, 14.00 bis 18.00 Uhr im
Radisson SAS-Hotel Neubrandenburg
Marktplatz-Treptower Strasse 1
Programm: www.raumfahrt-concret.de
Anmeldungen nimmt das Organisationsbüro unter Inittiative2000plus @ t-online.de entgegen. Hier können auch weitere Informationen abgefragt werden.

Das genaue Tagungs-Programm, inkl. Tagungsgebühren und Übernachtsmöglichkeiten finden Sie unter:
www.raumfahrt-concret.de
Interessenten, die an der Tagung teilnehmen möchten, melden sich bitte beim Veranstalter verbindlich an:
Organisationsbüro „23. Tage der Raumfahrt“
Fon: +49 (0) 395 582 33 66; +49 (0) 170 833 51 54
Fax: +49 (0) 01805 060 3397 1314
Mail: Initiative2000plus @ t-online.de

Wer mehr über Spin-Offs aus der Raumfahrt erfahren möchte, sei an dieser Stelle auf die European Space Technology Transfer Conference verwiesen, die am 16. und 17. Oktober in München stattfindet. Konferenzinfos gibt’s im Netz unter www.estt-conference.com.

Ansprechpartner ESA-Technologietransfer
Frank M. Salzgeber
Head of Technology Transfer Programme Office
Directorate of Technical and Quality Management
European Space Agency
Keplerlaan 1
NL – 2201 AZ Noordwijk
Tel.: + 31 71 565 3910
Fax: + 31 71 565 6635
ttp @ esa.int


Quelle:
http://www.esa.int/esaCP/SEM6W6MPQ5F_Germany_0.html
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!", "Le CNES, The Place to Be!!!"

Offline tobi

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Re: ESA
« Antwort #72 am: 25. Oktober 2007, 20:26:29 »
Gerade folgendes bei der ESA gelesen:

Zitat
Raumfahrt - Gütesiegel unserer technologischen Leistungsfähigkeit
 
25 Oktober 2007
Thomas Reiter beim Wirtschaftstag der Volks- und Raiffeisenbanken in Frankfurt

In einem waren sich die prominenten Teilnehmer des gestrigen Wirtschaftstags in Frankfurt einig: Die wichtigsten Faktoren einer innovativen Volkswirtschaft sind Bildung und Mut. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, der nach dem Vertrag von Lissabon gestern zum ersten Mal in Deutschland sprach, nutzte die Gelegenheit, um den immer noch mangelnden Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in Europa anzusprechen. Diese gegenseitige Scheu wirke innovationshemmend und müsse abgebaut werden.  
 
Ein Dreh- und Angelpunkt der von den ZDF-Moderatoren Marietta Slomka und Udo van Kampen moderierten Veranstaltung war das Thema Raumfahrt. ESA Astronaut Thomas Reiter, seit kurzem DLR-Vorstand, sprach von der Raumfahrt als „Gütesiegel für unsere technologische Leistungsfähigkeit“, und unterstrich deren kulturelle Dimension. Wenn Deutschland Ingenieure fehlten, so sei dies vor allem ein Indiz für fehlende Begeisterung. Jungen Menschen von heute müssten die Naturwissenschaften schmackhaft gemacht werden, und die Raumfahrt könne dabei helfen: „Die Entwicklung neuer Produkte setzt Wissen voraus. Nur wenn wir unser Wissen erweitern, werden sich Ideen für neue Anwendungen entwickeln.“
 
Vor den Vertretern des deutschen Mittelstandes hob Reiter außerdem den Nutzen des europäischen Weltraumlabors Columbus für die industrielle Forschung hervor. Auch die jüngsten Entwicklungen in Sachen Weltraumtourismus wurden mit Spezialisten der Raumfahrttechnologie diskutiert. „Im kommenden Jahrzehnt wird sich viel tun“, sagte John Lewis, Geschäftsführer von VEGA, „die Raumfahrt wird immer attraktiver für Investitionen aus privater Hand.“

Jaja, der gute Thomas Reiter scheint ja jetzt zum Raumfahrtwerber schlechthin geworden zus sein. ;)
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Re: ESA
« Antwort #73 am: 26. November 2007, 15:25:34 »
Hier mal ein Artikel über die International Space Exploration Conference in Berlin von letzter Woche:
Zitat
Europas Raumfahrt in Aufbruchstimmung

Auf der zweitägigen internationalen Strategiekonferenz ISEC 2007 in Berlin diskutierten hochrangige Vertreter aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens über den weiteren Weg Europas ins All. Ziel ist ein anspruchsvolles europäisches Explorationsprogramm, das die Kräfte in Europa bündelt und seinen Bürgern breiten Nutzen bringt.
 
Die Veranstalter der [ch8222]International Space Exploration Conference[ch8220] (ISEC 2007), die Europäische Weltraumorganisation ESA sowie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), wählten einen geschichtsträchtigen Ort. Nur wenige Meter vom Brandenburger Tor entfernt, das vier Jahrzehnte Ost und West voneinander trennte, trafen sich die Teilnehmer der Weltraumexplorationskonferenz. Die Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft repräsentierten die bedeutendsten Institute, Organisationen, Unternehmen sowie Ausbildungseinrichtungen Europas, in denen Raumfahrt eine gewichtige Rolle spielt.
Auch das Datum der Konferenz [ch8211] 8./9. November [ch8211] ist symbolträchtig: Vor 18 Jahren, am 9. November 1989, fiel die Mauer. Sie trennte zwei Gesellschaftssysteme. Seitdem liegt das Brandenburger Tor wieder im Zentrum von Europa. Und das multikulturelle Berlin verbindet wie kaum eine andere Stadt West- und Osteuropa miteinander, aber auch Nord- und Südeuropa. Ein Ort also, der geradezu prädestiniert ist, sich über den weiteren Weg Europas ins All zu verständigen.  
 

Zauberwort Exploration
 
Ein Wort dominierte die zweitägige Tagung und faszinierte deren Teilnehmer: Exploration, die Erforschung unseres Sonnensystems. ESA-Chef Jean-Jacques Dordain fasste auf der ISEC-Pressekonferenz den Begriff jedoch weiter: [ch8222]Die Erde ist ein Bestandteil des Weltraums. Daher ist jeder Fortschritt, der bei der Erforschung des Sonnensystems gemacht wird, auch ein Fortschritt bei der Erforschung der Erde. So entdeckten wir beispielsweise den Treibhauseffekt, einer der wichtigsten Ursachen für den Klimawandel auf der Erde, weil wir die Venus erforscht haben."

Der temperament- und humorvolle Franzose wurde nicht müde, die Erfolge [ch8222]seiner[ch8220] ESA herauszustellen: [ch8222]Wir sind erfolgreiche Eroberer. Wir erkunden die Erde mit Fernerkundungssatelliten wie Envisat, erforschen mit Raumsonden den Mond, Mars, Venus und bald auch den Merkur. Wir landeten als Erste auf dem Saturnmond Titan. In einigen Jahren wird unsere Rosetta-Sonde einen Kometen erreichen und einen unter der Verantwortung des DLR gebauten Lander absetzen. Und wir dringen mit phantastischen astronomischen Missionen, wie den im kommenden Jahr startenden Teleskopen Planck und Herschel, in die Tiefen des Universums vor.[ch8220]

Unbestritten sei, so Dordain, dass Europa eine Raumfahrtmacht ist. Aber die meisten Europäer sind sich gar nicht bewusst, dass sie als Bürger eines europäischen Landes Teil dieser großen europäischen Raumfahrtmacht sind. Dieses müsste ihnen von Seiten der Wissenschaft und der Raumfahrtagenturen besser vermittelt werden.

Exploration ist aber auch mit kulturellen Aspekten verbunden und fördert die Bildung. Gerade auf die junge Generation übt Raumfahrt eine große Faszination aus. Exploration bietet die Chance, über den Horizont zu blicken und neue Wege zu gehen.
 


Die Kräfte bündeln
 
Dordains Podiumskollege, DLR-Vorstandsvorsitzender Johann-Dietrich Wörner, sah das genauso. Wörner legte einen Schwerpunkt seiner Ausführungen auf das Verhältnis zwischen nationalen und europäischen Programmen und ging dabei auf den Mond ein.

Die Erkundung und Erschließung des Mondes sei in der Einschätzung zahlreicher Raumfahrtorganisationen, die sich in Berlin trafen, der nächste logische Schritt in der Erforschung des Sonnensystems und der Erweiterung der Reichweite bemannter Raumflüge. Auch in Deutschland gibt es einen Vorschlag für eine 2012 startende Mission zum Erdtrabanten. LEO soll die Mondsonde heißen, das Kürzel steht für Lunar Exploration Orbiter. Im Mittelpunkt der vierjährigen Erkundung würde dabei die hochgenaue globale geologische, mineralogische und topographische Kartierung des Mondes aus einer äußerst niedrigen Umlaufbahn von 50 Kilometern stehen.

Klar ist, dass eine nachhaltige Exploration des Alls eine einzige Nation überfordern würde. Daher müssen die europäischen Kräfte gebündelt werden. Ziel sei, so DLR-Chef Wörner, [ch8222]ein gemeinsames, abgestimmtes Rahmenwerk für die Exploration zu entwickeln. Darin enthalten sind unter anderem Visionen für Robotik und für bemannte Missionen sowie ein Aktionsplan, wie die nationalen Raumfahrtstrategien bestmöglich untereinander genutzt werden können.[ch8220]
Erfolgreiche europäische Exploration erfordert daher eine echte Partnerschaft von ESA, nationalen Raumfahrtagenturen, Wissenschaft, Industrie, Politik und internationaler Kooperationen.

Eine europäische Explorationsstrategie muss signifikante soziale, intellektuelle und wirtschaftliche Nutzanwendungen für den Menschen und die Erde mit sich bringen. Dordain wies darauf hin, dass die ESA im Juni 2008 Vorschläge für neue Missionen unterbreiten werde, darunter auch zum Mond. [ch8222]Wir haben drei Entscheidungsgrößen bei der Auswahl neuer Missionen[ch8220], erläutert Dordain das ESA-Vorgehen. [ch8222]Das erste Kriterium ist die Frage: Wo wollen wir forschen? Dabei werden drei Ebenen berücksichtigt: Erdorbit, Mond und Mars. Die zweite Frage ist, wie können wir die Erfahrungen früherer Missionen nutzen? Das dritte Kriterium ist die Frage nach dem Level der Kooperation. Ist es ein nationales Projekt mit ESA-Beteiligung, ein ESA-Projekt oder ein internationales Projekt, an dem sich die ESA beteiligt?[ch8220]
 
                   
Was kommt nach der ISS?
 
Auf bemanntem Gebiet ist die Internationale Raumstation ISS von zentraler Bedeutung in der europäischen Planung. Das unter deutscher Führung entwickelte europäische Columbus-Labor soll am 6. Dezember 2007 zur ISS gebracht werden. Neben der Grundlagenforschung dient die ISS auch der Erprobung von Explorationstechnologien.
[ch8222]Die entscheidende Frage aber ist, was kommt nach der ISS? Diese nächsten Schritte müssen wir jetzt definieren. Hier ist noch alles unklar, außer dass die USA 2015 aus dem Unternehmen ISS aussteigen wollen[ch8220], gab Dordain zu bedenken.

Sein Podiumskollege Wörner wies darauf hin, dass es sehr wichtig sei, den europäischen Astronauten auch künftig den Zugang zum Weltraum zu ermöglichen. Bekanntlich sollen die US-Raumfähren 2010 außer Dienst gestellt werden. Dann gäbe es für einige Jahre kein amerikanisches Trägersystem, so dass die gesamte Last der bemannten Versorgung bei Russland liegen würde. [ch8222]Wir sehen[ch8220], so Wörner, [ch8222]dass die Abhängigkeit von einem System offensichtlich etwas Kritisches ist. Ich denke, es ist richtig, dass man einen klaren Entschluss fasst, ob man in Zukunft auch einen europäischen autonomen bemannten Zugang haben will. Ich persönlich würde mich natürlich freuen, wenn Europa hier ein positives Signal gibt."
 

Raumschiffpläne: Das Crew Space Transportation System

 
Für Europa besteht die Chance [ch8211] und entsprechend der Wirtschaftskraft Europas besteht hier eine Notwendigkeit dem politischen Gewicht Rechnung zu tragen [ch8211] von der ungeliebten Funktion des Juniorpartners einer Supermacht zu einem gleichberechtigten Partner der Raumfahrtmächte aufsteigen zu können. Die bereits existierenden Bausteine Columbus, ATV und Sojus könnten als Basis für ein zukünftiges Transportsystem CSTS dienen. Hinter dem Kürzel verbirgt sich das Crew Space Transportation System, eine Studie für ein möglicherweise gemeinsam von Russland und Europa zu entwickelndes, teilweise wieder verwendbares Raumschiffsystem zur Versorgung der ISS sowie für Flüge und Transporte zum Mond. Es soll bis zu sechs Raumfahrer aufnehmen und [ch8211] ein Novum [ch8211] gemeinsames Eigentum von Europäern und Russen - werden.

CSTS ist nicht vergleichbar mit Klipper, es orientiert sich an der russischen Sojus-Kapseltechnik. CSTS wäre ein Schlüsselprojekt, das ohne europäische Beiträge nicht realisiert werden könnte sowie über einen sehr großen Zeitraum Produktionskapazitäten und Arbeitsplätze binden würde. Die ESA prüft das CSTS-Projekt derzeit im Rahmen einer Studie. Es gibt weitere Optionen, wie beispielsweise die Entwicklung einer eigenen europäischen bemannten Raumkapsel.

Die endgültigen Entscheidungen über den Einstieg in einen eigenen Zugang ins All und dessen Finanzierung sowie über das ISS-Nachfolgeprojekt sollen beim Treffen der Forschungsminister der ESA-Mitgliedsländer im November 2008 entschieden werden.
 
      

Einheit von bemannter und unbemannter Raumfahrt

 
Das Fazit nach zwei Tagen Gesamtschau europäischer Raumfahrt ist überaus positiv. Wie ein roter Faden zogen sich zwei Fragen durch alle Diskussionsbeiträge: Wo stehen wir? Wohin wollen wir?

Die Ergebnisse überraschten in ihrer Klarheit und Ausrichtung. Bei den Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik herrschte Aufbruchstimmung. Und Einigkeit. Die jahrelange Trennung zwischen unbemannter und bemannter Raumfahrt wurde aufgehoben.

Ziel der europäischen Explorationsinitiative ist der bemannte Flug zu den planetaren Körpern des Sonnensystems. Dieser ist nicht durch die Robotik ersetzbar. Die [ch8222]Partnerschaft" von Mensch und Robotik gilt dabei als essentiell. Der bemannte Flug zum Mars wurde als Fernziel untermauert. Auf dem Weg dorthin wird es jedoch im Vorfeld viele Robotik-Missionen geben.
Fragen nach dem Woher und Wohin des Menschen, nach der Position des Menschen im Universum und nach dessen Schicksal werden damit gleichfalls berührt. Diese können nicht nur die Europäer enger zusammenbringen, sie eröffnen auch den Weg zu neuer Erkenntnis, stimulieren technische und wirtschaftliche Innovationen auf der Erde.

Die ESA wird nun in den kommenden Monaten die Vorschläge der Strategiekonferenz in konkrete Programmentwürfe umsetzen und diese zur Beschlussfassung den Mitgliedsländern vorlegen. Auf der ESA-Ministerratskonferenz im November 2008 wird dann entschieden, wie es mit der Europäischen Explorationsinitiative weitergehen soll.

Hier der Link dazu: http://www.esa.int/esaCP/SEMQDP63R8F_Germany_0.html
Bevor man einen Beitrag letztendlich abschickt sollte man ihn sich noch ein letztes Mal durchlesen und sich dabei überlegen ob man ihn genau in diesem Wortlaut auch Abends seinem Partner und/oder Kindern ohne Bedenken vorlesen würde.

Offline tul

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Re: ESA
« Antwort #74 am: 04. Dezember 2007, 19:49:22 »
Zitat
Was kommt nach der ISS?

Auf bemanntem Gebiet ist die Internationale Raumstation ISS von zentraler Bedeutung in der europäischen Planung. Das unter deutscher Führung entwickelte europäische Columbus-Labor soll am 6. Dezember 2007 zur ISS gebracht werden. Neben der Grundlagenforschung dient die ISS auch der Erprobung von Explorationstechnologien.
„Die entscheidende Frage aber ist, was kommt nach der ISS? Diese nächsten Schritte müssen wir jetzt definieren. Hier ist noch alles unklar, außer dass die USA 2015 aus dem Unternehmen ISS aussteigen wollen“, gab Dordain zu bedenken.

Sein Podiumskollege Wörner wies darauf hin, dass es sehr wichtig sei, den europäischen Astronauten auch künftig den Zugang zum Weltraum zu ermöglichen. Bekanntlich sollen die US-Raumfähren 2010 außer Dienst gestellt werden. Dann gäbe es für einige Jahre kein amerikanisches Trägersystem, so dass die gesamte Last der bemannten Versorgung bei Russland liegen würde. „Wir sehen“, so Wörner, „dass die Abhängigkeit von einem System offensichtlich etwas Kritisches ist. Ich denke, es ist richtig, dass man einen klaren Entschluss fasst, ob man in Zukunft auch einen europäischen autonomen bemannten Zugang haben will. Ich persönlich würde mich natürlich freuen, wenn Europa hier ein positives Signal gibt."



Europa steht vor einem großen Problem. Columbus ist fertig und bald auf der ISS. Harmony ist schon da.  Was die anderen von Europa gebauten und entwickelten Module betrifft, so sind diese auch bald fertig.  ATV hat bald seinen Erstflug. Nach der Premiere und weiteren Flügen wird es sicherlich noch notwendig sein diverse Verbesserungen am ATV durchzuführen. Das wird aber nicht mehr so arbeitsintesiv sein wie die bisherige Entwicklung.
Folge: Europa braucht dringend Nachfolgeprojekte, will man das Know How und die Kapazitäten halten. Andernfalls waren all die Mühen zum größten Teil für die Katz gewesen.

Nachfolgeprojete bzw. ein eigener bemannter Zugang ins All sollte sicherlich nicht einzig und allein aus industrieellen Gesichtspunkten heraus gesehen werden, aber ich hoffe die werten Damen und Herren sind sich der Problematik bewußt.

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