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Autor Thema: Russische Raumfahrt  (Gelesen 915792 mal)

Offline jakda

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #3925 am: 07. März 2017, 18:11:30 »
Nach übereinstimmenden Meldungen mehrere Agenturen gibt es bei der PROTON noch eine weitere Entwicklung.
Neben der Medium-PROTON wird ab 1. Quartal ein erweitertes Fairing angeboten.
Bei A. Zak http://www.russianspaceweb.com/proton-m-plus.html wird dazu dieses Bild gezeigt:



Und - wer hat Schuld? - Russland

Offline jakda

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #3926 am: 14. März 2017, 15:11:57 »
In Russland begann heute, 14. März 2017, die Aufstellung einer neuen Kosmonautentruppe, die mit dem neuen Raumschiff FEDERAZIJA und auch zum Mond fliegen soll.  Bewerbungen können bis 31.12.2017 abgegeben werden. Geschlecht oder Hautfarbe speilen keine Rolle. Wichtig ist die Qualifikation, Gesundheit und das Alter (nicht über 35)...

https://ria.ru/space/20170314/1489978319.html
https://www.roscosmos.ru/23316/
http://tass.ru/kosmos/4093320
Und - wer hat Schuld? - Russland

Offline HausD

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #3927 am: 14. März 2017, 17:10:30 »
18m-Zentrifuge wieder in Betrieb

Nach der Modernisierung der großen Zentrifuge des Sternenstädtchens, der ZF-18, ist diese wieder in Betrieb genommen worden.  Ein Reporter hat sich einmal (kurzzeitig) überbelasten lassen ...


Stellvertretender Leiter des ZPK, Juri Malentschenko bei der Wiederinbetriebnahme der ZF-18


Der Reporter von ROSSIA 1 berichtet über seine Gefühle ... am 18m langen Arm der Zentrifuge
                                                                                                                            Fotos: Video-BS/ZPK/TV R1
Dann können die "Neuen" auch schon mit dem Training beginnen ...  :) 

Gruß, HausD

Offline Lumpi

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #3928 am: 14. März 2017, 19:58:16 »
TsENKI schaltet zwei neue Websites, eine über Baikonur und eine über Wostotschny frei:
http://www.amur.info/news/2017/03/14/122133
http://baikonur.russian.space/
http://vostok.russian.space/
Das Bekannte ist endlich, das Unbekannte unendlich.

Offline HausD

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #3929 am: 14. März 2017, 20:10:01 »
18m-Zentrifuge wieder in Betrieb - Video


Nach der Modernisierung der Zentrifuge der ZF-18 des ZPK

Gruß, HausD

Offline McPhönix

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #3930 am: 14. März 2017, 21:24:43 »
Die nicht sichtbare Elektrik und Elektronik wird wohl auch immens sein....
Ich habe keine Angst vor Aliens. Solange sie über uns lachen wegen dem kleinkarierten Raketengefummel auf der Erde, tun sie uns nix.

Offline bluemchen

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #3931 am: 16. März 2017, 16:25:50 »
Guten Tag an Alle,

es gibt ja noch weitere März-Neuigkeiten.
Gestern gab es auf der Lomonossov-Universität eine PK, auf der verkündet wurde, es wird eine neue Fakultät ins Leben gerufen - die Fakultät der Raumfahrt

Hier: http://www.msu-online.ru/news/press-konferentsiya-rektora-mgu-/

Ende des Jahres sollen dann 100 Master eingeschrieben werden können. Betreuer wird der Doktor der technischen Wissenschaften, zweimaliger Held der Sowjetunion, Pilot-Kosmonaut Soloviev werden.
Dekan der erst 35-jährige Mathematiker Wassili Sasonow.

Ich hatte mich bisher nicht damit beschäftigt, nun aber interessiert es mich wirklich und es ergäbe sich die Frage daraus, ob es denn nun die einzige Fakultät Raumfahrt wäre oder ob es nun eine weitere neben anderen bestehenden Fakultäten der Raumfahrt oder Luft- und Raumfahrt in Russland ist.

Hat da jemand Einblicke aus persönlichen Erleben oder einfach nur Kenntnis?
Viele Grüße
Rainer

Offline HausD

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #3932 am: 16. März 2017, 17:08:21 »
Zur ZF-18 ...
Die nicht sichtbare Elektrik und Elektronik wird wohl auch immens sein....
Ja, die im "Steuersaal" ist wesentlich weniger geworden  ;)

Vorherstanden hier die Steuerschränke bis zu dem jetzt noch sichtbaren Bodentank heran ...
Die Antriebsseite wird wohl auch nicht mehr so "immens sein" wie vorher, ich denke da nur an Frequenzwandler... Der vorherige Verbrauch der ZF-18 entsprach etwa dem einer Kleinstadt, da lässt sich mit heutigen Mitteln doch einiges auch antriebsseitig optimieren und damit den Verbrauch verringern.

Gruß, HausD

Offline AN

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #3933 am: 18. März 2017, 14:04:13 »
Der amtierende Roskosmos-Direktor für Qualität und Zuverlässigkeit Wladimir Jewdokimow ist heute am 18. März 2017 tot in einer Zelle des Ermittlungskomitees (SK) der Russischen Föderation gefunden worden, berichtet Gerhard Kowalski: http://www.gerhardkowalski.com/?p=13746

Axel

MaxBlank

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #3934 am: 31. März 2017, 21:23:37 »
Der Chef des russischen Triebwerkherstellers Energomash, Igor Arbuzov, hat in dieser Woche bekanntgegeben, dass wohl insgesamt 71 der für die zweite und dritte Stufe der Proton von Voronesh produzierten Triebwerke fehlerhaft sind und komplett überarbeitet werden müssen (Probleme mit dem verwendeten Hartlot).

 Quelle:http://spacenews.com/nearly-every-engine-stockpiled-for-use-on-upper-stages-of-proton-rockets-has-defects-investigation-concludes/

Offline jakda

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Und - wer hat Schuld? - Russland

Offline Calapine

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #3936 am: 01. April 2017, 17:02:20 »
Der nächste Proton-M Start findet jetzt Ende Mai statt. Die Nutzlast ist Echostar 21. Bis zu Jahresende sollen sechs weitere Flüge erfolgen.

Die letzte Proton flog übrigends am 9. Juni 2016

Quelle: TASS

lg Cala

Offline HausD

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #3937 am: 05. April 2017, 10:30:58 »
Perspektiven ...


Каким быть российскому космосу - Wie soll die Russische Raumfahrt aussehen

ROSKOSMOS hat eine Sitzung des Expertenrats abgehalten, der die industrielle Entwicklungsstrategie für den Zeitraum bis 2025 diskutiert und Ausblicke bis 2030 gegeben hat.

Gruß, HausD

Online -eumel-

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #3938 am: 09. April 2017, 04:24:29 »
Die russische Raumfahrt hat erhebliche Probleme mit der Einhaltung ihrer Startpläne.
Der bereits mehrfach verschobene Start des russischen Labos MLM (Nauka) kann wohl erst Ende 2018, bzw. Anfang 2019 erfolgen.
Es wurden Verschmutzungen in den Treibstoffleitungen gefunden.
Deshalb müssen auch die Tanks geöffnet, gereinigt und neu verschweißt werden, was etwa ein Jahr dauert.

Das dürfte sich auch auf das ISS-Programm auswirken.
Wegen Mangel an Laborkapazität hat Russland die Anzahl ihrer Raumfahrer auf der Station von 3 auf 2 reduziert.
Das soll bis zur Ankunft der MLM Moduls gelten.
Jetzt wird die russische Besatzung der ISS wohl länger reduziert bleiben.


Quelle TASS, Gerhard Kowalski
Nächster Berliner Stammtisch am Freitag, dem 27. Juli 2018 ab 19:30 Uhr in der Bar Gagarin.

Offline Ldf

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #3939 am: 18. April 2017, 20:41:14 »
Etwas verspätet....

Auf dem 33. Space Symposium in Colorado Springs Anfang April gab Roscosmos' Komarow eine Pressekonferenz zu den Plänen seiner Agentur.

Wortreich erläuterte er die neue (hier wurde das auch diskutiert), Verspätung des MLM, die damit verbundene Reduzierung der russischen Mannschaftsstärke der ISS.
 Es stellte sich dann heraus, worauf manche Kommentare hier auch zielten, daß die Idee einer russischen LEO-Station mehr notgeboren als wirklich gewollt war. Man brauchte, und das ist leicht einzusehen, eine Alternative Für den Fall, daß die ISS nur bis 2024 betrieben werden sollte. Inzwischen wird mit den Partnern 2028 und länger besprochen.

An einem weiteren Langzeitflug, parallel zur aktuell verlängerten Mission von Witson, hat man kein Interesse. (Zur Erinnerung: Der 437-Tage-Flug von Poljakow fand vor über zwei Jahrzehnten statt, als andere nichts Vergleichbares aufweisen konnten.)

Für die restlichen potentiellen Ziele gab es nichts konkretes. Ja, der Mond wäre ein lohnendes Ziel. Hier arbeitet Man U.a. Mit ESA an einer Idee eines Moon Village. Nichts konkretes bisher. Man hätte auch Pläne für automatische Mondlander. Meint er Luna 25? Diese Sonde beruht auf 50 Jahre alten Plänen von Lawotschkin. Das bringt neue Meßdaten vom Mond, etwas Gestein, aber kaum neue Technologie. Höchstens das Wiedererlernen alter Technologie, die man mal beherrschte. Warten wir es ab.

Sollten die US zum Mond oder Mars wollen, schließe man sich an. Das klingt vernünftig. Zur Rolle, die Rußland dabei spielen könnte - im Klartext, welche Technologie aus Rußland kommen könnte, äußerte er sich konkret nicht.

Mein Kommentar:
Das Ganze paßt zum Eindruck, das derzeit von Roskosmos nicht viel Neues kommen wird. Weitere Budgetkürzungen aufgrund der Wirtschaftslage machen die Sache nicht leichter.

Interessant dürfte es werden, wenn, ob und wann das erste russische privat finanzierte Projekt kommt. Das erste Signal wäre dann wahrscheinlich eine Anpassung des geltenden Rechts.


« Letzte Änderung: 18. April 2017, 21:48:31 von Ldf »

Offline Ldf

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #3940 am: 18. April 2017, 21:19:12 »

... Gestern gab es auf der Lomonossov-Universität eine PK, auf der verkündet wurde, es wird eine neue Fakultät ins Leben gerufen - die Fakultät der Raumfahrt

... und es ergäbe sich die Frage daraus, ob es denn nun die einzige Fakultät Raumfahrt wäre oder ob es nun eine weitere neben anderen bestehenden Fakultäten der Raumfahrt oder Luft- und Raumfahrt in Russland ist.


Nicht in Rußland, aber eine der ersten ihrer Art im postsowjetischen Raum:

 An der Kiewer Technischen Universität (Національний технічний університет України «Київський політехнічний інститут імені Ігоря Сікорського») gibt es seit 1993 eine Fakultät für Luft- und Raumfahrtsysteme (Факультет авіаційних і космічних систем, http://kpi.ua/faks ).

Zu den bekannteren Absolventen mit Bezug auf Luft- und Raumfahrt noch lange vor Gründung der entsprechenden Fakultät zählen Sergej Korolojow, Igor Sikorsky, Konstantin Kalinin, Wladimir Tschelomei, Archip Ljulka.

Die aktuellen Absolventen der obigen Fakultät, die ich vor Jahren kennenlernen durfte, waren mit ihrer Ausbildung zufrieden. Wir mit den Kollegen übrigens auch. ;)

Offline orion

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #3941 am: 19. April 2017, 07:23:46 »
Naja, lange wird sich das die Ukraine nicht mehr leisten können. Und was machen dann die Absolventen? Fangen die bei der heimischen Luft- und Raumfahrtindustrie an? Da werden sie nicht viel Perspektive haben.
(Gehört eigentlich in den Ukraine-Thread)

Offline tobi

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #3942 am: 19. April 2017, 08:12:56 »
Na die Absolventen gehen ins Ausland oder in die Softwareindustrie. Also da wo es mehr Geld zu verdienen gibt. Das machen ja viele Leute im Osten Europas.
"La France et les Etats-Unis plus proches que jamais!" - "Frankreich und die USA sind sich näher als jemals zuvor." Zitat von CNES Chef Jean-Yves Le Gall am 24. April auf Twitter bei Besuch im weißen Haus bei Donald Trump - https://twitter.com/JY_LeGall/status/988845258002849792

Offline Ldf

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #3943 am: 19. April 2017, 16:33:52 »
Naja, lange wird sich das die Ukraine nicht mehr leisten können.

Mann könnte z.B. mit einem Studenten-CubeSat am QB-50-Projekt teilnehmen: https://www.qb50.eu/index.php/community
 

Offline Ldf

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #3944 am: 24. April 2017, 19:40:01 »
Hier mal eine russische Sicht eines Nicht-Raumfahrtexperten auf die  russische Raumfahrt. Leider habe ich keine Kapazitäten, das zu übersetzen. Der Artikel heißt "Gagarin gegen Elon Musk- Ist der Kosmos nun unser oder nicht?"

http://www.colta.ru/articles/science/10730

Vielleicht hilft der Google-Übersetzer ein wenig.

Offline Stefan307

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #3945 am: 03. Mai 2017, 12:12:41 »
Irgendwie wiederholt sich alles.

R7 bzw. R7A waren ebenfalls als strategische Erstschlagswaffen konzipiert. Der "простейший спутник" war ein Mitnahmeergebnis und hat in den USA eingeschlagen, wie eine Bombe. Karriere als Waffe hat die R7A dann auch nicht sehr lange gemacht; als Raumfahrtträger war sie überdurchschnittlich erfolgreich.

Wobei mache Koroljow ja unterstellen er hätte eine Trägerrakete "getarnt" als ICBM entwickelt...

Das ist immer die gleiche Geschichte und lässt sich auf diesem "frühen" Entwicklungsniveau auch gar nicht trennen, in keinem Land der Erde gab es eine rein Zivile Raketenentwicklung, wenn auch nicht immer als Waffenträger, sondern z.b. für Aufklärungsmittel...

Ganz anders sieht das natürlich bei der nächsten Generation Raketentechnologie aus: Trägerakte Kyrogene Treibstoffe, ICBM Feststoff oder UDMH/NTO es dürfte interessant werden ob wir aus Nordkorea oder auch dem Iran was in Richtung LH2/LOX höhren...

MFG S

Offline Ldf

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #3946 am: 04. Mai 2017, 23:07:04 »
A. Zak berichtet auf seiner Web-Seite von Korrosion an tragenden Teilennder MLM-Tanks.
Nun wird man befürchten müssen, daß neben der Verschmutzung (Metallstücke im Zehntelmillimeterbereich!) nun auch noch die Festigkeit nach Materialabtrag nachgewiesen werden muß.

Man wollte meinen, daß die Verschmutzung der Tanks  die letzte schlechte Meldung war, aber es geht immer noch schlimmer.

Offline McPhönix

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #3947 am: 04. Mai 2017, 23:30:28 »
Läßt sich das alles noch mit russischer Seele und Schlamperei erklären?  :-\
Ich habe keine Angst vor Aliens. Solange sie über uns lachen wegen dem kleinkarierten Raketengefummel auf der Erde, tun sie uns nix.

Offline Axel_F

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #3948 am: 04. Mai 2017, 23:47:23 »
Hier mal eine russische Sicht eines Nicht-Raumfahrtexperten auf die  russische Raumfahrt. Leider habe ich keine Kapazitäten, das zu übersetzen. Der Artikel heißt "Gagarin gegen Elon Musk- Ist der Kosmos nun unser oder nicht?"
http://www.colta.ru/articles/science/10730

Der Artikel ist doch sehr selbstbewusst geschrieben. Am Anfang wird die Frage gestellt, ob die Russische Raumfahrt nicht durch SpaceX und bald auch durch die Länder China und Indien überholt wurde und Russlands Raumfahrt in der Bedeutungslosigkeit verschwindet. Der Autor meint, aber das Russland sich nicht verstecken muss, da die amerikanischen Raketen mit russischen Triebwerken (RD-180) fliegen, die Astronauten weiter auf russischen Sojus-Kapsel fliegen. Und man im Gegensatz zur Falcon 9 (außer bei der Proton) eine hohe Zuverlässigkeit vorweisen kann.

Die Amerikaner würden nicht auf den Preis sondern lieber auf Zuverlässigkeit achten. Deshalb würde auch SpaceX keine militärischen Satellitenstarts bekommen (Anmerkung: Anfang der Woche wurde aber das Gegenteil durch NROL-79 bewiesen...)

Der Autor erkennt die Probleme bei Korruption, ständiger Führungswechsel bei Roskosmos und die geringen Gehälter in der russischen Raumfahrtindustrie (durch die viele gut ausgebildete Fachkräfte abwandern). Durch diese Widrigkeiten kann man aber auf das trotzdem geleistete stolz sein. Der Autor hofft auf eine Wende - damit man halt nicht überrumpelt wird - und schließt mit: "Die Schildkröte kommt - und ich hoffe sie holt Achilles ein".

Wenn ich lese, was beim MLM passiert hoffe ich doch auch langsam auf eine Wende und positivere Meldungen...
"Denn ein Schiff erschaffen heißt nicht die Segel hissen, die Nägel schmieden, die Sterne lesen, sondern die Freude am Meer wachrufen." (Antoine de Saint-Exupéry)

Offline Ldf

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #3949 am: 05. Mai 2017, 09:47:08 »
Läßt sich das alles noch mit russischer Seele und Schlamperei erklären?  :-\

Nein. Das ist systematisches Managementversagen und, wie vermutet wird, rücksichtsloses Ausnehmen des Raumfahrtsektors durch unsägliche Korruption. All das ist bekannt, aber das ändern zu wollen, würde einen Austausch des obersten Managements erfordern. Das geht aber aus naheliegenden Gründen nicht, den es fehlt der poliische Wille.
 

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