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Autor Thema: Zukünftiges europäisches Trägersystem  (Gelesen 133157 mal)

Offline LOXRP1

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Re: Zukünftiges europäisches Trägersystem
« Antwort #600 am: 15. August 2013, 18:35:43 »
Hier ist eine interessante pdf von CNES zu aktuellen europäischen Trägern und der Zukunft, sowie ein Rückblick auf die Lastesel der Vergangenheit. Interessant ist auch die Analyse für Nutzlasten. Anscheinend ist es nach der Ariane 6 noch icht zu Ende bzw. muss diese nicht die Ariane 5 ablösen.

Die Presi ist von 11 Juli 2012.
http://www.education-cva.eu/data/file/formation-transport-spatial/Les%20lanceurs%20europeens%20-%20ISSAT%20-%20pbai%20-%2011%20July%202012%20%5BCompatibility%20Mode%5D.pdf
"Humanity should become a space faring civilization. ... If that is not the point of human space flight, what the hell are we doing?" Astrophysicist Christopher Chyba

Offline Major Tom

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Re: Zukünftiges europäisches Trägersystem
« Antwort #601 am: 15. August 2013, 20:17:12 »
Ein Ariane 5 Derivat mit solchen Boostern wäre ein Traum, ganz im Gegensatz zum Alptraum Ariane 6. Hoffentlich gibt es diese Pläne noch, ist ja doch schon ein Jahr alt.

Auch die anderen Zukunftsprojekte wecken Hoffnungen. Drücken wir mal den Daumen.  :)
„Die Erde ist die Wiege der Menschheit, aber der Mensch kann nicht ewig in der Wiege bleiben. Das Sonnensystem wird unser Kindergarten.“ K. E. Ziolkowski

-

Stolzer Träger einer Raumconverwarnung wegen Schreibens unbequemer Wahrheiten.

Offline LOXRP1

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Re: Zukünftiges europäisches Trägersystem
« Antwort #602 am: 15. August 2013, 20:58:19 »
Ein Ariane 5 Derivat mit solchen Boostern wäre ein Traum, ganz im Gegensatz zum Alptraum Ariane 6. Hoffentlich gibt es diese Pläne noch, ist ja doch schon ein Jahr alt.

Auch die anderen Zukunftsprojekte wecken Hoffnungen. Drücken wir mal den Daumen.  :)

Ja wäre ganz nett, interessanter finde ich das Everest Konzept von Dassault und Astrium. Ganz ehrlich das sind alles Papier Raketen aber sie zeigen das man sich halt noch alle Möglichkeiten offen hält und das die Ariane 6 keine Sackgasse ist. Das Optimum wäre wohl Skylon, falls er auch wirklich so umgesetzt und betrieben werden kann.
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Offline Haus Atreides

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Re: Zukünftiges europäisches Trägersystem
« Antwort #603 am: 15. August 2013, 21:29:42 »
Ja wäre ganz nett, interessanter finde ich das Everest Konzept von Dassault und Astrium. Ganz ehrlich das sind alles Papier Raketen aber sie zeigen das man sich halt noch alle Möglichkeiten offen hält und das die Ariane 6 keine Sackgasse ist.

Das Problem ist imo., daß solche Designs in ähnlicher Form schon seit den 90ern und früher herumschwirren und leider wie du schon sagest "Papierkonzepte" geblieben sind. :-\

Das ist auch der Hauptgrund weswegen ich bei LFBB Konzepten inzwischen eher skeptisch geworden bin.

Im Übrigen, geht es nur mir so, oder wirken einige der "Zukunftskonzepte" aus dem CNES Papier wie einige alte längst eingestellte NASA Projekte?  ??? (Ein Konzept z.b. erinnert mich sehr an die Venture Star.)

Zitat
Das Optimum wäre wohl Skylon, falls er auch wirklich so umgesetzt und betrieben werden kann.

Erstmal muß das SABRE Triebwerk Goldstatus erreichen. Sobald dies der Fall ist (was ich doch sehr hoffe) wird Skylon oder ein ähnliches Gefährt 100%ig gebaut werden.

Offline LOXRP1

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Re: Zukünftiges europäisches Trägersystem
« Antwort #604 am: 15. August 2013, 23:14:22 »
Ja wäre ganz nett, interessanter finde ich das Everest Konzept von Dassault und Astrium. Ganz ehrlich das sind alles Papier Raketen aber sie zeigen das man sich halt noch alle Möglichkeiten offen hält und das die Ariane 6 keine Sackgasse ist.

Das Problem ist imo., daß solche Designs in ähnlicher Form schon seit den 90ern und früher herumschwirren und leider wie du schon sagest "Papierkonzepte" geblieben sind. :-\

Das ist auch der Hauptgrund weswegen ich bei LFBB Konzepten inzwischen eher skeptisch geworden bin.

Im Übrigen, geht es nur mir so, oder wirken einige der "Zukunftskonzepte" aus dem CNES Papier wie einige alte längst eingestellte NASA Projekte?  ??? (Ein Konzept z.b. erinnert mich sehr an die Venture Star.)

Stimmt ist im Grunde nicht wirklich was Neues sondern aufgewärmte Suppe. Form folgt oft der Funktion so kann es passieren, das Konzepte visuelle Ähnlichkeit schon mal aufweisen. Was LFBB angeht bin ich relativ optimistisch, wenn ich mir manche US Air Force Studien anschaue oder den Progress bei den Russen im Moment. Ich bin ein Fan von angemessenen Lösungen und wenn LFBB angemessen sind, sollten sie gebaut werden. Die Zeit wird es hoffentlich zeigen.

Zitat
Zitat
Das Optimum wäre wohl Skylon, falls er auch wirklich so umgesetzt und betrieben werden kann.

Erstmal muß das SABRE Triebwerk Goldstatus erreichen. Sobald dies der Fall ist (was ich doch sehr hoffe) wird Skylon oder ein ähnliches Gefährt 100%ig gebaut werden.

Na mit den 100% ist das so eine Sache aber sollten sie es nicht tun würde es einem Verbrechen gleich kommen.  :-X
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Offline TWiX

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Re: Zukünftiges europäisches Trägersystem
« Antwort #605 am: 15. August 2013, 23:24:13 »
Die Presi ist von 11 Juli 2012.
http://www.education-cva.eu/data/file/formation-transport-spatial/Les%20lanceurs%20europeens%20-%20ISSAT%20-%20pbai%20-%2011%20July%202012%20%5BCompatibility%20Mode%5D.pdf

Uiii, hat sich da auf Seite 41 tatsächlich eine Art Konzept für bemannte europäische Raumfahrt eingeschlichen oder sehe ich Geister ?   ::)
Nee, im Ernst: auf der Folie sieht man doch einen Träger mit LAS, der verdächtig nach der A5 aussieht. Was haltet ihr von davon ? Lustige Bildchen oder ernsthafte Überlegungen ?

Offline LOXRP1

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Re: Zukünftiges europäisches Trägersystem
« Antwort #606 am: 15. August 2013, 23:49:15 »
Die Presi ist von 11 Juli 2012.
http://www.education-cva.eu/data/file/formation-transport-spatial/Les%20lanceurs%20europeens%20-%20ISSAT%20-%20pbai%20-%2011%20July%202012%20%5BCompatibility%20Mode%5D.pdf

Uiii, hat sich da auf Seite 41 tatsächlich eine Art Konzept für bemannte europäische Raumfahrt eingeschlichen oder sehe ich Geister ?   ::)
Nee, im Ernst: auf der Folie sieht man doch einen Träger mit LAS, der verdächtig nach der A5 aussieht. Was haltet ihr von davon ? Lustige Bildchen oder ernsthafte Überlegungen ?

Dazu gibt es ein eignen Threat  ;)
http://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=11720.15

Es gab eine Studie von CNES über eine Ariane 5 mit Orion. Es wurden mehrere Limits festgestellt. Unter andrem wehre der Stack zu hoch für das Integrations-Gebäude und bei einem Padabourt würde die Reichweite des aktuellen Orion Rettungsturms nicht ausreichen um im Wasser zu landen.
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Offline tomtom

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Re: Zukünftiges europäisches Trägersystem
« Antwort #607 am: 05. September 2013, 09:55:33 »
Die Modifikationen sollen nicht den Durchmesser, sondern die Länge des Fairings betreffen und ca. 100 Mio $ kosten. Die Finanzierung könne lt. St. Israel von einem französischen Regierungsfond kommen.

Quelle

Frankreichs Forschungsministerin kündigt die Investition von 25 Mio € für ein Ariane 5 Update für 2015 an, bei dem das Fairing um 2 Meter verlängert werden soll.

Quelle

Offline tobi

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Re: Zukünftiges europäisches Trägersystem
« Antwort #608 am: 23. September 2013, 20:51:00 »
Dordain will den Mitgliedsstaaten 2014 Optionen für die Arianezukunft bieten:
http://www.spacenews.com/article/civil-space/37360cnsa-chief-says-china-would-gladly-join-global-space-roadmapping-group-if

Zitat
Jean-Jacques Dordain, head of the 20-nation European Space Agency (ESA), said his top priorities include presenting ESA’s governments in 2014 with credible options for an upgrade to the current European heavy-lift rocket, and a new-generation Ariane 6 vehicle.

Optionen? Ich dachte der Würfel ist gefallen? Was denn nun?
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Offline Schillrich

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Re: Zukünftiges europäisches Trägersystem
« Antwort #609 am: 23. September 2013, 22:23:28 »
Wer sagt, dass sie gefallen seien?

Es stehen technsiche Konzepte im Raum. Was noch keiner beantwortet hat und wo mal Optionen gezeigt werden müssen: wie finanzieren wir das? Die Frage ist eher: Was können wir berhaupt finanzieren? Und wie ist das Industriekonzept hinter den Trägern, mit dem man Aufwand und Kosten reduzieren will? Auch da fehlt noch die Antwort (bei Ariane 6).

Bei den "Optionen" geht es wohl weniger um Technik, mehr um Programmatik und konkrete (Umsetzungs-)Planung. Vielleicht geht es auch nur um konkrete Optionen, wie Frankreich, Italien und Deutschland endlich zu einem Kompromiss kommen können ... um endlich planen und arbeiten zu können.
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel

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Offline LOXRP1

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Re: Zukünftiges europäisches Trägersystem
« Antwort #610 am: 24. September 2013, 00:11:22 »
@Schillrich

Du das wahr wohl eher zynische Provokation Seitens von tobi. Er sollte sich was schämen ..   ;)
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Offline Schillrich

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Re: Zukünftiges europäisches Trägersystem
« Antwort #611 am: 24. September 2013, 13:32:48 »
Könnte zu tobi passen ;) ... aber ich vermute, dass er (korrigier mich!) da  technisch gedacht hat, nicht programmatisch.
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel

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Offline tobi

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Re: Zukünftiges europäisches Trägersystem
« Antwort #612 am: 14. Juli 2014, 23:04:05 »
Brochüre über FLPP Technologien von der ESA: Avionik, Antrieb und Struktur:
http://www.esa.int/About_Us/ESA_Publications/ESA_Publications_Brochures/ESA_BR-316_Technologies_for_European_Launchers

Oder direkt als PDF:
http://esamultimedia.esa.int/multimedia/publications/BR-316/offline/download.pdf

Während die meisten Technologien darin Sinn machen, gibt es meiner Meinung nach auch ein paar zweifelhafte Vorhaben, z.B.
"HIGH-PERFORMANCE STORABLE PROPULSION"
-> Soll für Launcher sein. Europa will aber von Hydrazin weg, halte ich daher für zweifelhaft. Höchstens als Landertechnologie interessant, Mondlander wurde aber gestrichen. Besser LOX + LH2/LCH4/Kerosin

"HYBRID AND MONOPROPELLANT ATTITUDE-CONTROL THRUSTERS"
-> Das ist ebenfalls nichts. Man muss die Anzahl der Gase in der Oberstufe reduzieren. Besser wäre es bei A5 ME den verdampften Wasserstoff und Sauerstoff in kleinen Lageregelungstriebwerken zu verbrennen wie es die ULA auch machen will. Dadurch geht das Lageregelungsgas erst aus, wenn die Tanks leer sind und dann ist es eh vorbei. Natürlich muss man dann auch die Tanks mit Sauerstoff/Wasserstoff bedrücken. Das kann man einfach machen, indem man diese Gase am Triebwerk aufheizt und dann in den Tank zurückleitet. Die ULA nennt es "integrated vehicle fluids".

Hier mal ein Paper dazu:
http://www.ulalaunch.com/uploads/docs/Published_Papers/Supporting_Technologies/Space_Access_Society_2012.pdf

"SANDWICH TECHNOLOGY NOZZLE EXTENSION"
-> Sandwichdüse wurde mal am P5 getestet, aber wird sie jemals fliegen? Dazu müsste man ja das Vulcain verändern mit einigem Risiko und das will natürlich niemand eingehen. Hätte vielleicht bei dem Airbus/Safran Konzept eine Chance auf Realisierung.

"Staged combustion Zeugs"
-> SCORED wurde gestrichen, eine solche Antriebsform wird also frühstens bei Ariane 7 zum Einsatz kommen, wie es aktuell aussieht. Da dürften die meisten Leute, die an SCORED gearbeitet haben, schon in Rente sein. Also Geldverschwendung, da man dann vermutlich einen neuen Demonstrator bauen muss.





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Offline tobi

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Re: Zukünftiges europäisches Trägersystem
« Antwort #613 am: 07. August 2017, 09:35:59 »
Neues aus Bayern:
https://www.welt.de/wirtschaft/article167427152/Europas-Antwort-auf-Elon-Musk-kommt-aus-Bayern.html

Aus den Gel-Antrieben ist wohl erstmal nichts geworden, jetzt möchte Bayern-Chemie ein Feststoffstaustrahltriebwerk als die Lösung für ein wiederverwendbares Raumtransportsystem verkaufen. Ein solches Triebwerk wird bei der Lenkwaffe Meteor eingesetzt.

Bei SABRE darf man auch ein paar Kleinigkeiten bauen.

Zitat
Die Briten arbeiten am futuristischen Skylon-Projekt, einer Mischung aus Flugzeug und Rakete. Dabei soll ein besonders komplexes Staustrahltriebwerk eingesetzt werden. Skylon wäre dann womöglich eine europäische Alternative zu den US-raketen von Elon Musk.

Blöd nur, dass es gerade zum BREXIT kommt. Auf EU-Forschungsgeld kann man da langfristig nicht setzen. Raumtransport ist außerdem in französischer Hand in Europa. Und wir machen ja jetzt 20 Jahre Ariane 6, da bleibt kein Geld für Skylon. Es gibt noch nichtmal einen Prototypen vom SABRE Triebwerk. Es gibt quasi gar nichts. Das einzige, was es gibt, ist ein Pre-Cooler-Prototyp und ein bischen Powerpoint.

Des weiteren ist das Wort Skylon von der Webseite von Reaction Engines verschwunden - es gibt nur noch ein Bild, da muss man mal bei Bayern-Chemie aktualisieren bzw F5 im Browser drücken.
https://www.reactionengines.co.uk/vehicles/

Aber klar, man ist bestens informiert in Bayern. ::)
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Offline VarietateConcordia

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Re: Zukünftiges europäisches Trägersystem
« Antwort #614 am: 30. November 2017, 09:12:26 »
DLR hat verschiedene Rückkehrmethoden für eine erste Stufe verglichen: http://elib.dlr.de/114960/1/IAC17-D2.4.4.pdf
Sowohl geflügelte als auch ballistische Systeme sind berücksichtigt. Alle Systeme sind anscheinend nicht ganz vergleichbar, aber erste Erkenntnisse wurden vorgestellt.
Besonders interessant ist die Abbildung 20.
Das Verhältnis zwischen Startmasse und MECO Masse der ersten Stufe vor der Rückkehr ist nicht viel höher für eine ballistische Rückkehr. Das heißt, dass die Struktur für die Flügel und Rumpfverstärkung nicht viel leichter sind als das Treibstoff, das man braucht, wenn man wie Falcon 9 fliegt. Ich muss sagen, dass ich ein bisschen überrascht war. Aber es scheint erste Ergebnisse zu sein. Sie wollen noch die Methode von New Glenn auf dem SpaceLiner probieren.

Offline Kryo

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Re: Zukünftiges europäisches Trägersystem
« Antwort #615 am: 30. November 2017, 09:27:04 »
Wenn ich die Grafik richtig deute, verdoppelt ein Flügelsystem eben die Trockenmasse der Erststufe und das finde ich auch völlig einleuchtend. Dann ist es auch keine große Schwierigkeit zu erkennen, dass die zusätzliche Komplexität vermutlich niemals mit der "Einfachheit" einer im Falcon-9 Modus landenden Stufe mithalten kann.

Offline tobi

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Re: Zukünftiges europäisches Trägersystem
« Antwort #616 am: 30. November 2017, 10:36:37 »



Alles mögliche wurde damals studiert, nur nicht das Konzept von der F9. 8)

Fazit: In 100 Jahren hätte Europa das mit der Wiederverwendung nicht hinbekommen.
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Offline Klakow

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Re: Zukünftiges europäisches Trägersystem
« Antwort #617 am: 30. November 2017, 13:09:07 »
Wenn Flügel soviel mehr Masse haben wie das mehr an Treibstoff ohne Flügel kostet ist es ein Verlust, noch dazu das man keine Möglichkeit hat für besonders schwere Nutzlasten auf die Wiederverwendung zu verzichten.
Für eine Oberstufe mag das anders aussehen, weil hier eventuell eine triebwerkslose Landung sicherer sein könnte.

Offline Calapine

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Re: Zukünftiges europäisches Trägersystem
« Antwort #618 am: 30. November 2017, 21:39:06 »





Alles mögliche wurde damals studiert, nur nicht das Konzept von der F9. 8)


Fazit: In 100 Jahren hätte Europa das mit der Wiederverwendung nicht hinbekommen.

Ich fine deine Kommentare zu europäischen-, Airbus- oder Arianeprojekten alle zynisch und negativ.  :(

Aus technischer Sicht gibt sicher mehrere Methoden Wiederverwendung zu realisieren. Das die Studien nicht aufgegriffen wurden liegt eher an mangelnde Interesse bzw. Bereitschaft.

Offline Kryo

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Re: Zukünftiges europäisches Trägersystem
« Antwort #619 am: 01. Dezember 2017, 07:49:46 »
Und es liegt vielleicht auch an einzelnen Personen, die als Abteilungs- oder Einrichtungsleiter teilweise bestimmen wo die Reise hingeht. Musk war finanziell unabhängig und ihm schwebte das richtige Konzept vor.

Das Konzept der vertikalen Landung auf Triebwerken ist vielleicht auch erst seit ca 10 Jahren wirklich "einfach" durchführbar. Fortschritte in Avionik, Sensorik, etc machen sowas natürlich realistischer durchführbar (und auch günstiger). Eine Landung mit den Triebwerken in der Atmosphäre bei Seitenwinden, etc war vielleicht vor 20 bis 10 Jahren einfach viel schwerer realisierbar.

Und wenn jetzt per Zufall ein europäischer Entwickler in den 2000ern den Weg in diese Richtung geebnet hätte, würde man dann jetzt sagen, schaut was die doofen Amis und so weiter da gemacht haben?

Offline tobi

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Re: Zukünftiges europäisches Trägersystem
« Antwort #620 am: 01. Dezember 2017, 16:42:07 »
Ich fine deine Kommentare zu europäischen-, Airbus- oder Arianeprojekten alle zynisch und negativ.  :(

Sehr richtig. Nach 5 Jahren Studium der Luft- und Raumfahrt und nachdem ich viele Dinge in Europas Raumtransport selbst erlebt hat, musste ich leider zum Zyniker werden.

Ich glaube fast überall lässt sich etwas bewegen, der europäische Raumtransport gehört leider nicht dazu. Deswegen musste ich Ende 2012 als der Ex-CNES Präsident die Feststoff-Ariane durchgedrückt hat, leider meine Raumfahrtkarriere beenden bevor sie überhaupt gestartet ist. Das war dann doch eine Zumutung zuviel.

Ich genieße weiter SpaceX-Starts und kommentiere Europas Raumfahrt zynisch vom Sofa aus. Das ist deutlich amüsanter als 40 Jahre meines Lebens in einer Branche zu verschwenden, wo man nichts bewegen kann. Vor allem: jeder SpaceX-Erfolg düpiert Europas alte Raumfahrtgarde aber so richtig. Achja, ist das Leben nicht schön. 8)
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Offline proton01

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Re: Zukünftiges europäisches Trägersystem
« Antwort #621 am: 01. Dezember 2017, 19:34:22 »
Ich fine deine Kommentare zu europäischen-, Airbus- oder Arianeprojekten alle zynisch und negativ.  :(

Sehr richtig. Nach 5 Jahren Studium der Luft- und Raumfahrt und nachdem ich viele Dinge in Europas Raumtransport selbst erlebt hat, musste ich leider zum Zyniker werden.

Ich glaube fast überall lässt sich etwas bewegen, der europäische Raumtransport gehört leider nicht dazu. Deswegen musste ich Ende 2012 als der Ex-CNES Präsident die Feststoff-Ariane durchgedrückt hat, leider meine Raumfahrtkarriere beenden bevor sie überhaupt gestartet ist. Das war dann doch eine Zumutung zuviel.

Ich genieße weiter SpaceX-Starts und kommentiere Europas Raumfahrt zynisch vom Sofa aus. Das ist deutlich amüsanter als 40 Jahre meines Lebens in einer Branche zu verschwenden, wo man nichts bewegen kann. Vor allem: jeder SpaceX-Erfolg düpiert Europas alte Raumfahrtgarde aber so richtig. Achja, ist das Leben nicht schön. 8)

Kann es sein daß Du als Nicht-Unterstützer keine Angebote bekamst und daher deine Raumfahrt Karriere zwangsweise beenden musstest? Und auch SpaceX wollte dich nicht? Da hast du doch sicher angeklopft.
Manches wird bewegt ohne daß es genau die Bewegung ist die du für richtig hälst. Und es gibt Randbedingungen, die du auch nach fünf Jahren Studium nicht kennen kannst.

Offline MpunktApunkt

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Re: Zukünftiges europäisches Trägersystem
« Antwort #622 am: 01. Dezember 2017, 20:28:48 »
Ich fine deine Kommentare zu europäischen-, Airbus- oder Arianeprojekten alle zynisch und negativ.  :(

Sehr richtig. Nach 5 Jahren Studium der Luft- und Raumfahrt und nachdem ich viele Dinge in Europas Raumtransport selbst erlebt hat, musste ich leider zum Zyniker werden.

Ich glaube fast überall lässt sich etwas bewegen, der europäische Raumtransport gehört leider nicht dazu......

Hallo,

danke für die Erklärung.

Gruß

Mario

PS: dies ist ein wertfreier Dank für den Einblick in die Gründe deines negativen Blicks auf die europäische Raumfahrt.

PPS: Dein Profilbild mit dem Banner der EU passt da aber irgendwie nicht ganz ins Bild. ;)
« Letzte Änderung: 03. Dezember 2017, 10:27:48 von MpunktApunkt »
Wenn Du heute morgen schon sechs unmögliche Dinge getan hast, warum dann nicht als siebentes zum Frühstück ins Milliways, das Restaurant am Ende des Universums?

Offline DK

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Re: Zukünftiges europäisches Trägersystem
« Antwort #623 am: 08. Februar 2018, 13:51:08 »
Hi,
die DLR-Studie überrascht mich durch offensichtliche Schwächen:
1. Man hat die Betrachtung ausschließlich auf die 1. Stufe reduziert anstatt ein Gesamtsystem zu betrachten, dass auch eine Wiederverwendbare Oberstufe haben kann (kompletter Gamechanger).
2. Die Nachteile bei Strukturmasse von geflügelten LFBBs - egal ob bei RTLS oder DRL wurden nicht näher betrachtet. Sie sind zwar laut Autoren in die Betrachtung eingeflossen, werden aber nicht zahlenmässig dargelegt - entziehen sich also einer Überprüfung.
3. Grundannahme, dass eine optimierte GTO-Transportperformance die Betriebskosten minimiert ist - vorsichtig ausgedrückt - gewagt.
4. Das Fazit, dass IAC eine interessante Landetechnik sei, wird nicht begründet. Auch werden mit keinem Wort die enormen Risiken dieser Technik für den Verlust des Trägersystems erwähnt.

Was mir fehlt ist die Betrachtung von akzeptierter Überperformance und deren Auswirkungen auf die Launchkosten. ELVs werden heute schon selten maximal am Limit betrieben. D.h. die Systeme haben Überperformance, die für RTLS-VTL genutzt werden kann.
Genauso ist es in der zivilen Luftfahrt. Kein Flugzeug wird dauerhaft an seiner Leistungsgrenze betrieben, sondern in der Regel deutlich darunter. Kostenseitig wirkt sich das zwar zunächst negativ aus aber die Vorteile generalisierter Luftfahrzeuge überwiegen gegenüber spezialisierten. Und genau hier liegt der Fehler der "Traditionalisten" in der Raumfahrt gegenüber SpaceX, BlueOrigin & Co.

Und nebenbei bemerkt: IAC ist in meinen Augen keine sinnvolle Landetechnik weil das Risiko ein wertvolles RLV zu verlieren viel zu hoch ist. Für bemannte Raumfahrt ist das sowieso völlig ungeeignet.
Man stelle sich das in der Verkehrsluftfahrt vor: ich denke es gäbe nicht viele Passagiere, die in eine 747, die per IAC landet, einsteigen...  ::)

Offline tobi

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Re: Zukünftiges europäisches Trägersystem
« Antwort #624 am: 13. Februar 2018, 14:41:54 »
Info auch hier: http://spacenews.com/esa-awards-five-smallsat-launcher-study-contracts/

Zitat
ArianeGroup, MT Aerospace, European Launch Vehicle, Deimos and PLD Space are all proposing “microlaunchers” for dedicated missions to low-Earth orbit that can be “economically viable,” and “commercially self-sustaining” but “without public funding,” ESA said.

Die Konzept sollen machbar ohne Staatsgelder sein, brauchen aber schon Staatsgelder für die Studienphase. Oder ist die operative Phase gemeint?

Wenn es ESA-Gelder für die Entwicklung braucht, muss man sich dem Geo-Return unterwerfen, damit sind die Konzepte sofort nicht mehr wettbewerbsfähig.

Selbst Ariane schafft es nicht ohne Staatsgelder und bei GTO gibts die meisten Nutzlasten bisher.
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