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Autor Thema: ESA Ministerratskonferenz 2019  (Gelesen 18988 mal)

Offline Rücksturz

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Re: ESA Ministerratskonferenz 2019
« Antwort #75 am: 30. Dezember 2019, 15:17:03 »
Hier fehlen auch noch zwei Nachträge:

"Space19+: 3,3 Mrd. Euro aus Deutschland

Deutschland investiert 3,3 Milliarden Euro in die europäische Raumfahrt und ist stärkster Beitragszahler der ESA. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR)."
https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/28112019162626.shtml


"ESA-Mitgliedstaaten verabschieden größten Haushalt

Die Space19+, die Ratstagung der ESA auf Ministerebene, schloss in Sevilla, Spanien, mit der Billigung des bisher ehrgeizigsten Plans für die Zukunft der ESA und des gesamten europäischen Raumfahrtsektors. Eine Information des ESA ESTEC."
https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/28112019164516.shtml

Viele Grüße
Rücksturz

Offline RonB

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Re: ESA Ministerratskonferenz 2019
« Antwort #76 am: 30. Dezember 2019, 17:02:22 »
Im Bereich Trägersysteme fehlt mit irgendein Punkt. Wenn mir nur einfallen würde was ... ;) ;D ;)
Es recht zu machen Jedermann ist eine Kunst die Keiner kann.

Offline FlyRider

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Re: ESA Ministerratskonferenz 2019
« Antwort #77 am: 31. Dezember 2019, 14:29:05 »
Ich wusste nicht, dass - laut Artikel - auch Europäer zum Mond fliegen werden  ???

Gibt es da wirklich konkrete Pläne, oder ist das eher Wunschdenken? Ich hab in den Resolutionen nichts gefunden, dass europäische Astronauten zum Mond fliegen. Beteiligung am Gateway steht drin, aber nichts über Flüge zum Mond - oder hab ich's übersehen?

Offline tomtom

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Re: ESA Ministerratskonferenz 2019
« Antwort #78 am: 01. Januar 2020, 11:08:32 »
Gemäß folgendem Artikel will ArianeGroup 2023 mit der Ariane 6 zum Mond fliegen und evtl. auch irgendwann mal bemannt fliegen.

https://www.sueddeutsche.de/karriere/raumfahrt-zurueck-in-die-zukunft-1.4723612

Im Moment sind das Wunschvorstellungen und die ESA hätte das in der nächsten ESA-Konferenz 2022 zu diskutieren.

Offline Rücksturz

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Re: ESA Ministerratskonferenz 2019
« Antwort #79 am: 01. Januar 2020, 13:15:08 »
Ich wusste nicht, dass - laut Artikel - auch Europäer zum Mond fliegen werden  ???

Gibt es da wirklich konkrete Pläne, oder ist das eher Wunschdenken? Ich hab in den Resolutionen nichts gefunden, dass europäische Astronauten zum Mond fliegen. Beteiligung am Gateway steht drin, aber nichts über Flüge zum Mond - oder hab ich's übersehen?

Soweit ich weiß sind die Entwicklung des Europäischen Service Moduls (ESM) und zumindest das erste Flugexemplar für Artemis 1 die europäische Gegenleistung für die Nutzung und den Betrieb der ISS (nach Ende der ATV-Flüge).
Wobei ich nicht sicher bin, welchen Zeitraum das abdeckt.
Die ESA-Ministerratskonferenz hat die Unterstützung/Nutzung der ISS von europäischer Seite (ich glaube) bis 2030 verlängert.
Neben dem ersten Flugexemplar, das für Artemis 1 zusammen mit der eigentlichen Kapsel (von Lockheed Martin) in Plum Brook getestet wird, ist das zweite bei Airbus in Bremen bereits in der Fertigstellung.
Dieses wird dann für Artemis 2, die erste bemenschte Mission, verwendet.
Auch dieses wird von der ESA finanziert.
Ob das noch als Gegenleistung für die ISS zählt oder schon darüber hinaus geht, ist mir nicht klar.
Außerdem hat die ESA auch eine Beteiligung am Gateway zugesichert.
Mit der Zulieferung zum Gateway bekommt die ESA sicherlich auch eine Beteiligung an den bemenschten Missionen zum Gateway.
Wenn darüber hinaus auch weiterhin das ESM für Artemis/Mond-Missionen geliefert wird, sollte das im Gegenzug natürlich auch eine Beteiligung bei den Astronautenplätzen bedeuten.
Letztlich würde dann auch ein/e (oder mehrere) ESA-Astronaut*in bei den Mondlandungen dabei sein.

Auch die Exemplare 3 und 4 das ESM sind zumindest schon in Vorbereitung, bin mir da aber über die konkrete vertragliche Gestaltung nicht sicher.
Darüber hinaus überlegt die NASA, ob sie das ESM nicht direkt bei Airbus bestellen/kaufen könnte.
Ich denke aber, dass die ESA weiterhin das ESM liefern möchte, um den Fuß in der Tür zu behalten.

Viele Grüße
Rücksturz

Offline tomtom

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Re: ESA Ministerratskonferenz 2019
« Antwort #80 am: 09. Januar 2020, 19:03:11 »
"Geheimniskrämerei bei der ESA"

Die Führung der ESA ist eine intransparente Angelegenheit, meint auch der Deutschlandfunk.

https://www.deutschlandfunk.de/bedingt-informationsbereit-geheimniskraemerei-bei-der-esa.732.de.html?dram:article_id=467208

Offline Spike77

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Re: ESA Ministerratskonferenz 2019
« Antwort #81 am: 27. Januar 2020, 22:33:39 »
ich stecke in dem Thema ESA leider nicht so drinne. Das einzige was ich weiß ist, dass die ESA ein wesentlich kleineres Budget als andere große Spieler wie z.B. die NASA haben. Darum habe ich mir einmal den Artikel "Europas verpasste Chance" in der aktuellen Ausgabe der "Sterne und Weltraum" (2/2020) durchgelesen.

Dort geht es um die Tagung Space19+ die im November in Sevilla stattfand. Leider bin ich da etwas ratlos. Der Artikel stellt die aktuelle Strategie sehr negativ dar und beklagt, dass man sehr viele Projekte unterhalten würde, die allesamt unterfinanziert und deswegen ständig nach hinten verschoben werden müssten.

Jetzt frage ich mich natürlich was die Alternative ist. Im Artikel wird besonders die neue Ariane6-Rakete als zu teuer kritisiert. Wäre es denn besser die Entwicklung der Ariane einzustellen und alle kleinen Projekte zu Gunsten eines oder einiger weniger großen Projekte einzustellen? Wie seht ihr das? Ich bin da immer etwas blauäugig rangegangen und dachte es wäre doch besser überall international ein wenig mitzuspielen und so zumindest dabei zu sein, wenn man schon zu klein ist um eigene Projekte alleine durchzuziehen.

Also so ganz ohne eigene europäische Rakete hätte ich ja bedenken, dass Europa abgehängt wird und in Indien oder China nach Raketenstarts anfragen müsste :-)


Offline tomtom

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Re: ESA Ministerratskonferenz 2019
« Antwort #82 am: 12. Februar 2020, 21:17:47 »
Das DLR berichtet in seiner COUNTDOWN-Publikation über den Erfolg und einige Details der Ministerratstagung.

https://www.dlr.de/rd/desktopdefault.aspx/tabid-4788/7944_read-62388/

Einen breiten Raum nimmt dabei die Förderung von KMUs ein. Selbst beim Lunar Gateway sollen die zum Zuge kommen. Soweit ich das verstehe ist der Ansatz aber vor allem, dass KMU-Firmen irgendwelche Komponenten entwickeln und beisteuern sollen. (Während Newspace ja sonst häufig auf Transport- und Sat-Services Bezug nimmt.)

Der deutsche Schwerpunkt in der Exploration liegt in der ISS mit der Entwicklung des ESM, die Gateway-Module ESPRIT / I-HAB und Mars machen eher die anderen Länder. Per Studie soll geprüft werden, ob das ESM in der Gateway-Logistik eingesetzt werden kann.

Pesquet und Maurer sollen Ende 2021 Anfang 2022 gemeinsam auf der ISS arbeiten.

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