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Autor Thema: Weltraummüll  (Gelesen 153812 mal)

H.J.Kemm

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Weltraummüll
« am: 02. April 2006, 08:58:33 »
Moin,

ich habe jetzt vor kurzem gelesen, dass sich bereits über 100 Millionen Teile und Kleinstteile im Erdorbit befinden und für die künftige Raumfahrt eine große Gefahr darstellen; ja in einer bestimmten Zeit sogar unmöglich machen.

Dieser *Raumfahrtschrott* besteht aus Resten von Satelliten, Raketen und auch militärischen Gegenständen.

Wissenschaftler meinen, dass ab sofort kein Müll oder Schrott mehr anfallen darf und das versucht werden muß, einen Großteil der vorhandenen Objekte einzufangen und sicher zum entsorgen. Die Entsorgung bzw. Verhinderung von Weltraummüll wird eine große Herausforderung der nächsten Generation sein oder die Raumfahrt schränkt sich drastisch von selbst ein.

Hier zeigt sich ganz einfach die typische *NachmirdieSintflut-Praxis* der Menschen. Es kann ja wohl keiner behaupten, dass man mit diesem Müll nicht hätte rechnen können. Da sonnen sich einige dieser Weltraumagenturen in erreichten Weltraumerfolgen, aber die negative Seite wird natürlich nicht gezeigt.

Jerry

  
« Letzte Änderung: 24. April 2008, 17:25:26 von H.J.Kemm »

Bricktop

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Re: Weltraummüll
« Antwort #1 am: 02. April 2006, 19:03:01 »
Erst vor einigen Tagen wurde ein fast neuer russischer Kommunikationssatellit wahrscheinlich durch Weltraummüll zerstört.
« Letzte Änderung: 02. April 2006, 19:03:48 von Bricktop »

neo

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Re: Weltraummüll
« Antwort #2 am: 03. April 2006, 07:38:29 »
verglühen nicht nach und nach die kleinstteile im orbit? es dauert zwar ein bisl länger, aber das problem sollte sich mit der zeit selbst regulieren, oder??

die teile in 36.000 km geostationärer bahn müssten einen doch nur sorgen...


neo

ILBUS

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Re: Weltraummüll
« Antwort #3 am: 03. April 2006, 09:30:36 »
Das stimmt zwar, Neo, mann muss aber bedenken, dass die Teile die etwas unterhlab der GSO sind, ein wesentlich laengeren Aufenthalt dort aufweisen, als die die nur in 200km hoehe. Sogar Spacelab hat Jahre gebraucht, bis die unrettbar abgesunken war.

Da wir fleissig immer wieder was nachkippen, ist permanent eine beachtliche Menge an Schrott da oben.

Ich habe in einem Fehrnsehenbericht noch in der Ukraine gesehen gehabt, dass sogar MIR groesseren Brocken ausweichen muss. Allerdings bin ich mir dessen selber nicht mehr sicher. Zwar sollten die Vorgaenger-Stationen ihrer Militaerbestimmung nach Radaranlagen besitzt haben. Jedoch ob es MIR hatte, habe ich nirgens gehoert.

Privet.Ilbus
« Letzte Änderung: 03. April 2006, 09:35:16 von ILBUS »

neo

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Re: Weltraummüll
« Antwort #4 am: 04. April 2006, 10:54:13 »
[ch1041][ch1086][ch1083][ch1100][ch1096][ch1086][ch1077] [ch1089][ch1087][ch1072][ch1089][ch1080][ch1073][ch1086] Ilbus,

sollte sich die space x technik, also wiederverwertbare systeme, durchsetzen können wir relativ entspannt in die zukunft sehen. einfach nur warten, die teile verglüche nacheinander.

neo

Offline Halbtoter

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Re: Weltraummüll
« Antwort #5 am: 04. April 2006, 11:05:07 »
Was mich schon lange interesiert ist was mit der letzten Stufe einer Rakete passiert. Sie müsste doch immer beim Sateliten bleiben aber überall steht das sie verglüht. Wie? Wird sie abgebremst und kontrolliert zum Absturz gebracht?

Offline roger50

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Re: Weltraummüll
« Antwort #6 am: 04. April 2006, 11:16:16 »
Der Schrott da oben wird tatsächlich ein immer größeres Problem, wobei es weniger die großen Teile (so etwa ab Faustgröße) sind, die Probleme bereiten, denn die sind nahezu alle registriert, durch Radarstationen und Kameras am Boden.
Viel schlimmer sind die unzähligen unregistrierten Kleinteile bis hinunter zu Partikelgröße, die zumeist durch Explosionen von Satelliten und Endstufen der Trägerraketen entstanden und entstehen.
Ein Beispiel: als wir die Forschungsplattform EURECA nach ihrem 9-monatigem Aufenthalt im Orbit untersuchten, fanden wir mehr als 100 Einschläge von Kleinstteilen. Keiner hatte echten Schaden angerichtet, aber es gab Löcher in den Deckgläsern der Solarzellen, durchschlagene Thermalschutzmatten, Dellen und Beulen in Blechteilen. Letztere hatten zwar nur den Durchmesser von bis zu 10 mm, aber die Deckfarbe war abgeplatzt und das Blech darunter beschädigt.
Übrigens, die abgeplatzten Farbpartikel stellten nun wieder "Schrott" dar, der andere Satelliten treffen kann.

Um weiteren Schrott zu vermeiden gibt es zwar strenge Konstruktionsauflagen der Raumfahrtagenturen in dieser Hinsicht, aber trotzdem steigt die Zahl der Schrottteile weiter an.

@ ILBUS: Du meintest in Deinem Post bestimmt SKYLAB, das Jahre brauchte, bis es unrettbar abgesunken war?
Skylab, Spacelab, Spacehab - klingt ja auch alles irgendwie gleich, krieg ich manchmal auch durcheinander  ;)

Offline roger50

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Re: Weltraummüll
« Antwort #7 am: 04. April 2006, 11:32:47 »
@ Halbtoter:

Wenn man nichts tut, bleibt die letzte Raketenstufe  in der  gleichen Umlaufbahn wie der Satellit und lebt auch solange (hängt etwas von Größe und Form ab - Luftwiderstand).

Um die Oberstufe schneller zum Absturz und Verglühen zu bringen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Bei der Ariane 5 (und früher bei Ariane 4) werden nach dem Aussetzen des Satelliten die Treibstoffreste und das gesamte Druckgas in den Tanks gezielt durch spezielle Ventile ausgeblasen, um die Stufe etwas abzubremsen und den Wiedereintritt zu beschleunigen. Gleichzeitig will man damit erreichen, daß die Stufe nicht durch Anstieg des Drucks in den Tanks platzt, bzw. explodiert (was früher gelegentlich passiert ist) und massenhaft Weltraummüll entsteht.


ILBUS

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Re: Weltraummüll
« Antwort #8 am: 04. April 2006, 13:55:56 »
@roger, du hast recht. Danke für die Korrektur. :)

spacetime

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Re: Weltraummüll
« Antwort #9 am: 05. April 2006, 16:28:42 »
Fliegen da oben nicht auch hunderttausende Mikrometoriten rum? Da ist die Verschmutzung der Orbits durch Weltraumschrott doch nur so ein "Drüber-gesprochen-und-zur-Seite-geschoben-Thema". Oder sehe ich das falsch?
MfG spacetime

Bricktop

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Re: Weltraummüll
« Antwort #10 am: 05. April 2006, 23:32:38 »
Zitat
Fliegen da oben nicht auch hunderttausende Mikrometoriten rum? Da ist die Verschmutzung der Orbits durch Weltraumschrott doch nur so ein "Drüber-gesprochen-und-zur-Seite-geschoben-Thema". Oder sehe ich das falsch?
MfG spacetime
Der Unterschied ist, dass der Weltraumschrott im Gegensatz zu Mikrometeoriten sich auf den gleichen Umlaufbahnen wie die funktionsfähigen Raumfahrzeuge befindet. Und damit steigt die Kollisionswahrscheinlichkeit ungemein.

schnuppe

  • Gast
Re: Weltraummüll
« Antwort #11 am: 07. April 2006, 11:21:35 »
Weltraummüll ist tatsächlich ein großes Problem und ich stimme auch zu, dass man dies lange Zeit ignoriert hat. Das gleiche Phänomen kann man bei der Umweltverschmutzung auf der Erde feststellen.

Allerdings wird hier mehr und mehr getan. Dazu gibt es auf UN-Niveau Vereinbarung sowie internationale Abstimmungen zur Vermeidung, der Beobachtung, Modellierung und Zerstörung von Weltraummüll. Dies läuft über das Inter-Agency Space Debris Coordination Committee. Wen's interessiert hier der link http://www.iadc-online.org/

Für geostationäre Satelliten, d.h. mit einem Orbit von etwa 36.000 km gibt es übrigens einen sogenannten "grave yard orbit". Ausgediente Satelliten werden mit dem verbleibenden Treibstoff auf einen höheren Orbit gehoben, der hoch genug ist, um zu verhindern, dass sich der Altsatellit durch die Erdanziehung Richtung Erde bewegt. Toll für Satelliten für Deep-Space-Missionen ist das sicher nicht.

Verstärkt wird derzeit an dem on-orbit-servicing gearbeitet, um die Lebensdauer von Satelliten zu verlängern und dadurch die Anzahl der geschossenen Satelliten zur verringern. Darunter können Reparaturarbeiten oder Betankungen etc. verstanden werden.

Die Idee abgesprengte Oberstufen Richtung Erde zu beschleunigen, um die Verweilzeit im Orbit kurz zu halten, birgt die Gefahr, dass sie nicht oder nicht vollständig verglüht. Wenn man keinen kontrollierten Absturz hinkriegt fällt sie noch einem auf den Kopf.


Schnuppe :-*

H.J.Kemm

  • Gast
Re: Weltraummüll
« Antwort #12 am: 07. April 2006, 12:00:28 »
Moin schnuppe,

Verstärkt wird derzeit an dem on-orbit-servicing gearbeitet, um die Lebensdauer von Satelliten zu verlängern und dadurch die Anzahl der geschossenen Satelliten zur verringern.


Martin hatte bereits einen Beitrag gebracht:

Boeing hat wichtige Tests fuer seinen ASTRO (Automous Space Transport Operations) Satelliten abgeschlossen. Dieses DARPA Projekt soll unbemannte im-Orbit Servicemissionen ermoeglichen.
Im Oktober soll ASTRO mit NextSat (entwickelt von Ball Aerospace) starten und seine Faehigkeiten unter Beweis stellen.
Ab dem Jahr 2009 koennte das System dann planmaessig eingesetzt werden, um die Lebensdauer von Satelliten im Orbit zu verlaengern anstatt sie zu ersetzen.
 
http://www.spaceflightnow.com/news/n0604/04orbitalexpress/



Jerry

schnuppe

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Re: Weltraummüll
« Antwort #13 am: 07. April 2006, 12:04:51 »
Mag sein, dass dies schon genannt wurde. Aber warum in die Ferne schweifen. Auch in Europa und Deutschland wird daran gearbeitet. Beispielsweise an Mechanismen zum Einfangen und zur Kopplung an die zu reparierenden Satelliten oder den Einsatz von robotischen Systemen.

Schnuppe  :-*

H.J.Kemm

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Re: Weltraummüll
« Antwort #14 am: 09. April 2006, 03:32:41 »
Moin Schnuppe,

sorry, ich wollte nicht den Schulmeister spielen, fand aber den Beitrag von Martin erwähnenswert.


Meinst Du das Projekt *ROGER*, an dem die ESA schon seit langem arbeitet?


Jerry

schnuppe

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Re: Weltraummüll
« Antwort #15 am: 10. April 2006, 10:51:34 »
Roger ist sicher erwähnenswert. Allerdings ist Roger meines Wissens nicht über die Machbarkeitsstudie hinausgekommen. Auch geht es dabei um den Transfer von geostationären Satelliten in den grave-yard orbit.

Ich meine eigentlich die Aktivitäten in Deutschland, u.a. beim DLR http://www.on-orbit-servicing.com/

Gruß, Schnuppe  :-*

H.J.Kemm

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Re: Weltraummüll
« Antwort #16 am: 02. November 2006, 08:27:20 »
Moin,

ich meine, daß der folgende Bericht hier reinpaßt (RIA Novosti):

Zitat
In Erdnähe befinden sich zurzeit rund 9800 Weltraumobjekte, zumeist russische, berichtet die NASA.

Sie seien am 20. September 2006 von Beobachtungsmitteln registriert worden, berichtet die Web-Seite "Nowosti Kosmonawtiki" ("Neues aus der Raumfahrt") unter Berufung auf das vierteljährlich erscheinende Bulletin der US-Weltraumbehörde "Orbital Debris Quarterly News".

"Das sind Raumapparate, Stufen von Trägerraketen und unterschiedliche Trümmer, die aus verschiedenen Gründen - der planmäßigen Abtrennung von Satellitenteilen oder einem nicht vorgesehenen Zerfall von Apparaten - aufgetaucht sind", heißt es.

Nach Angaben der NASA stammen die meisten solchen Objekte - 4225 - von Russland. 1380 davon sind Raumapparate (arbeitende wie "tote"), bei weiteren 2865 handelt es sich um Trägerraketen und Wrackteile.

An zweiter Stelle stehen dabei die USA mit 4066 Objekten (1028 Satelliten und 3038 Raketen bzw. Raketenteile). An dritter Stelle rangiert China mit 376 Objekten (54 Satelliten und 322 Raketenstufen bzw. deren Wrackteilen).

Frankreich liegt an vierter Stelle mit 353 Objekten (44 Satelliten und 309 Raketen bzw. deren Teilen).

Von Japan stammen 181 Objekte (96 Satelliten und 85 Raketen bzw. Raketenteile). Weitere 139 Objekte (31 Satelliten und 108 Raketen sowie andere Objekte) sind indischer Herkunft.

Auf alle anderen Teilnehmer der Weltraumtätigkeit entfallen insgesamt 388 Objekte (360 Satelliten und 28 Wrackteile).

Jerry

Offline Martin

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Re: Weltraummüll
« Antwort #17 am: 02. November 2006, 16:22:54 »
Juhu,

das ist eine interessante Seite zum Thema:

http://www.aero.org/capabilities/cords/debris-basics.html

Hier kann man sich auch Vorhersagen für den Eintritt von Weltraumschrott usw. anzeigen lassen.

Martin
Dein Posting kommt ohne Sand nicht an sein Ziel. Wir sind überall. Deine Geo- & Montanwissenschaften | www.wir-sind-ueberall.de

Spaceman

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Re: Weltraummüll
« Antwort #18 am: 03. November 2006, 23:26:00 »
Hi.

Zum Thema Weltraummüll giebt es für mich nur einen Kommentar:

Wenn das neue Mondprogramm startet wird es wohl nicht mehr sehr lange dauern,
dann können wir sagen:

Willkommen im Raumfahrtlosen Zeitalter!            


Auf zu noch mehr Müll im Weltraum.


Spaceman

Offline roger50

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Re: Weltraummüll
« Antwort #19 am: 05. November 2006, 01:19:44 »
Moin Spaceman,

ich muß gestehen, daß ich Dein letztes posting nicht recht verstehe. Wir haben heute 50-60 Satellitenstarts pro Jahr, bei denen Müll entsteht. Was machen da 1, oder 3 Starts zum Mond aus, zumal das Müllproblem in erster Linie für niedrige Erdorbits besteht.

Außerdem, die Objekte, die in Jerrys post aufgelistet sind, sind harmlos, da man ihre orbits kennt. Viel gefährlicher sind die ungezählten Objekte bis hinunter zur mm-Größe, die niemand kennt.

Gruß
roger50


H.J.Kemm

  • Gast
Re: Weltraummüll
« Antwort #20 am: 05. November 2006, 02:10:21 »
Moin,

in einem anderen Thread hatte Roger geschrieben:

Dank der rocketcam hat sich Boeing hier und heute aber als ziemlicher Weltraumverschmutzer geoutet, denn es flogen noch lose Brocken weg, als das Oberstufentriebwerk schon abgeschaltet hatte - und die sind damit im Orbit!

Über die Gefährdung von nachfolgenden Starts durch diese unkontrolliert herumfliegenden Teile braucht man ja wohl nicht mehr zu reden.

Und es wird wohl noch soweit kommen, daß die Astronomen mit ihren erdgebundenen Teleskopen nicht nur durch Lichtsmog und anthropogenen Smog sondern jetzt auch noch durch die im Orbit herumfliegenden Teile an der Sicht behindert werden.

Jerry  

Spaceman

  • Gast
Re: Weltraummüll
« Antwort #21 am: 05. November 2006, 19:34:46 »
Hi.

Sorry,habe etwas vergessen:

Ich meinte natürlich im bemannten raumfahrtlosen Zeitalter.

Bei Satellitenstarts sind keine Menschen an Bord.
fals da mal was passiert ist das nicht so schlimm,als wenn
Menschen zu beklagen wären.   :'(

In der bemannten Raumfahrt kann jede noch so kleine Unterlegscheibe zum tödlichen
Geschoss werden.


Spacemann

Corsar

  • Gast
Re: Weltraummüll
« Antwort #22 am: 20. Februar 2007, 22:22:27 »
Bonjour,

zu diesem Thema passt sicher die Aussage aus folgendem Link:

http://www.fhr.fgan.de/fhr/fhr_c127_f8_de.html

Bitte auch auf die rechte Titelleiste achten.

J.C.

Discovery_Fan

  • Gast
Re: Weltraummüll
« Antwort #23 am: 13. März 2007, 14:43:44 »
Beim Weltraummüll muss man sagen dass das Bewusstsein heute gott-sei-dank ein anderes ist als in den 80er Jahren. Damals wurde ziemlich unbedacht Müll erzeugt, teilweise unabsichtlich. Wie zB durch die sowjetischen Rorsat satelliten. Diese hatten einen "BUK" Reaktor eingebaut, der nach dem betriebszeitraum durch ausstossen des Kerns deaktiviert wurde. Dabei wurden Natrium/Kalium tröpfchen freigesetzt, die zu kugeln und kügelchen erstarrten. Isngesamt wurden bei 16 solcher ereignisse ca. 208kg metalltröpchen freigesetzt, in grössen zwischen 0.5 mm und 5.7 cm. In einem höhenberreich von ca. 900km. Ein teil davon, besonders die kleinsten, sind mittlerweile verglüht. Aber es sind noch immer sehr viele da.
Im Jahr 2005 befanden sich davon "nur mehr" Tropfen mit einem durchmesser von mehr als 7mm im Erdorbit, und zwar 66000 stück mit einem gesamtgewicht von ca. 157 kg, davon haben ca. 35000 Tropfen einen Durchmesser von mehr als 1cm.
Eine >1cm Metallkugel die mit im Orbit vorhandenen riesigen Geschwindigkeiten ein Raumfahrzeug trifft, verursacht erheblichen Schaden.

rolli

  • Gast
Re: Weltraummüll
« Antwort #24 am: 13. März 2007, 16:03:52 »
Man soll schon auch beachten, dass mehr als 90% aller Bruchstücke und Satelliten von West nach Ost kreisen, dass heisst, wenn Stücke aufeinanderprallen sind das nicht "soooo" grosse Geschwindigkeiten, da alle mit ungefähr 28 000 Km/h im Orbit unterwegs sind.
Gefährlich sind natürlich Kollisionskurse mit Objekten, die einen Pol-Orbit haben.
Die knallen sich dann seitlich in die Quere...
Und Satelliten von Ost nach West sind ja äusserst selten; da würde es dann recht bummsen... :o


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