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Autor Thema: Venus Express (VEX) auf Soyuz-FG/Fregat ST14 von Baikonur  (Gelesen 42671 mal)

H.J.Kemm

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Re: Venus Express (VEX) auf Soyuz-FG/Fregat ST14 von Baikonur
« Antwort #75 am: 16. November 2006, 07:06:49 »
Moin,

gefunden in esa.int:

Venus Express wins Popular Science’s ‘Best of What’s New’ award
 
14 November 2006
Venus Express just received an extra birthday present. In the same week as the first anniversary of the spacecraft’s launch, the editors of Popular Science magazine named Venus Express as one of the top 100 technological innovations of the year.


Die Raumsonde *Venus Express* gewinnt den populären Preis *Best of what's new* und gehört somit zu den Top-100 der technologischen Innovationen dieses Jahres.

Jerry

Offline Martin

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Re: Venus Express (VEX) auf Soyuz-FG/Fregat ST14 von Baikonur
« Antwort #76 am: 22. November 2006, 11:15:29 »
Möglicherweise wird die NASA im Rahmen des Discovery Programms eine Venusmission mit Namen Vesper durchführen. Ein diesbezüglicher Vorschlag wurde eingereicht. Vesper soll, falls der Vorschlag angenommen wird, 2015 starten und die Atmosphäre der Venus untersuchen, aufbauend auf den Ergebnissen vergangener Missionen und Venus Express.
Als Discovery-Mission darf die Mission inklusive allem maximal 475 Mio USD kosten.

http://www.spacedaily.com/reports/Vesper_Could_Explore_Earth_Fiery_Twin_999.html

Martin
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Re: Venus Express (VEX) auf Soyuz-FG/Fregat ST14 von Baikonur
« Antwort #77 am: 22. November 2006, 11:32:44 »
Was zu erwarten war! Denn man kann ja dem Feind (ich korrigiere wegen der möglichen Zensur) der Konkurenz nicht das Feld so einfach überlassen und ausserdem muß man ja wegen der Besitzansprüche vor Ort sein.
Fehlt nur noch das Liechtenstein, Algerien oder Kuba auch noch eine Sonde zur Venus schicken um die Atmosphäre zu untersuchen, Geld spielt ja wohl keine Rolle.  

Offline Martin

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Re: Venus Express (VEX) auf Soyuz-FG/Fregat ST14 von Baikonur
« Antwort #78 am: 22. November 2006, 11:46:23 »
Zitat
Was zu erwarten war! Denn man kann ja dem Feind (ich korrigiere wegen der möglichen Zensur) der Konkurenz nicht das Feld so einfach überlassen und ausserdem muß man ja wegen der Besitzansprüche vor Ort sein.
Fehlt nur noch das Liechtenstein, Algerien oder Kuba auch noch eine Sonde zur Venus schicken um die Atmosphäre zu untersuchen, Geld spielt ja wohl keine Rolle.  


Vorsicht, vorsicht: Es ist erstmal ein Projektvorschlag, der geprüft wird. Falls dieser von der NASA angenommen wird, bekommt die Vespergruppe erstmal nur 1.2 Mio USD, um die Mission weiter zu studieren, ob sie zu den Bedingungen auch machbar ist, und erst danach wird entschieden, ob man sie auch wirklich durchführt, also noch ein langer Weg. Außerdem wird Venus-Express (wie das immer ist), nicht nur Fragen beantworten, sondern auch neue aufwerfen, und hier wäre es dann gut bereits eine weitere Mission zu haben, die man mit den entsprechenden Instrumenten austattet kann, um diese zu beantworten.
Schau Dir nur mal an, wieviele Missionen den Mars als Gegenstand der Forschung haben, und jede hat aufregende neue Daten geliefert. Oder wieviele Missionen wurde bis heute gestartet, die Atmosphäre der Erde zu erforschen.
Obwohl ich eigentlich eher auf  einen neuen Lander für die Venus warte, oder zumindest eine neue Radarmission mit höherer Auflösung, finde ich diese Projekt gut. Es ist auf jedenfall besser angelegt als in viele andere Dinge.

Martin
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Offline tobi

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Re: Venus Express (VEX) auf Soyuz-FG/Fregat ST14 von Baikonur
« Antwort #79 am: 14. Dezember 2006, 17:40:41 »
Gefunden auf der DLR Homepage:

Zitat
Heiß, heißer, am heißesten – Venus Express misst mit speziellem Thermometer die Temperaturen auf der Venus
14. Dezember 2006

Wissenschaftlern ist es gelungen, mit einem Spektrometer an Bord der ESA-Raumsonde Venus Express unter der undurchsichtigen, mächtigen Kohlendioxydatmosphäre die Temperaturen auf der Oberfläche der Venus zu messen. Aus Infrarot-Signalen in bestimmten Wellenlängen konnte die erste Karte der Temperaturverteilung eines großen Gebiets auf der Südhalbkugel der Venus erstellt werden. Die Temperaturunterschiede zwischen den Tiefländern und den mehrere Kilometer hohen Bergmassiven der Venus betragen bis zu 30 Grad Celsius. Allerdings liegen die Durchschnittstemperaturen auf der Venus bei 460 Grad Celsius, einer Hitze, die sogar Blei schmelzen lassen würde. "Das bedeutet einen riesigen Schritt nach vorne in unseren Bemühungen, mit VIRTIS einzelne Strukturen auf der Venus anhand ihrer Temperatur identifizieren zu können", erläutert Jörn Helbert vom DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin-Adlershof die Ergebnisse. Der Planetenforscher ist auf der Suche nach aktiven Vulkanen auf der Venus.


In bestimmten Infrarotwellenlängen, so genannten "atmosphärischen Fenstern", durchdringt die Wärmeabstrahlung der Venusoberfläche die 100 Kilometer mächtige Atmosphäre – diese Signale werden von dem Spektrometer VIRTIS auf Venus Express erfasst. "Die Messungen der Temperaturen mit dem Spektrometer zeigen eine ausgezeichnete Übereinstimmung mit den Höhenmessungen der amerikanischen Mission Magellan aus den 90er-Jahren", freut sich Jörn Helbert, der Mitglied im VIRTIS-Team von Venus Express ist. Die Raumsonde der Europäischen Weltraumorganisation ESA umrundet den Nachbarplaneten der Erde seit dem 11. April 2006.

Der DLR-Wissenschaftler wird die Forschungsergebnisse am heutigen Donnerstag auf einer Konferenz der American Geophysical Union in San Francisco präsentieren. "Wir sind total begeistert von diesem Resultat", kommentiert Giuseppe Piccioni vom Institut für Astrophysik und Kosmophysik in Rom, einer der beiden VIRTIS-Hauptexperimentatoren, das Ergebnis. "Damit wurde in einem weiteren wichtigen Punkt auf unserer wissenschaftlichen Aufgabenliste ein bedeutendes Ergebnis erzielt". Auch Pierre Drossart vom Observatorium Meudon in Paris, der zweite VIRTIS-Hauptexperimentator, zeigt sich hocherfreut: "Durch die hohe Übereinstimmung unserer Temperaturkarte mit den topographischen Magellan-Radarmessungen der Venus können wir sogar Lücken in den Karten schließen, die von dieser NASA-Mission übriggeblieben sind."

Die Wissenschaftler wenden für ihre Untersuchungen ein eigens entwickeltes Rechenmodell an, das gewissermaßen Schicht für Schicht die zur Messung der Oberflächentemperatur  störende Atmosphäre aus den komplexen Daten entfernt. "Inzwischen verstehen wir sehr genau, was wir aus unseren Messungen herauslesen können", erklärt Jörn Helbert. "Mit diesem Rechenprogramm zur 'Wolkenentfernung' sind wir in der Lage, die Temperaturen am Boden genau zu messen. Die Ergebnisse sind ziemlich eindeutig."

Mit der Magellan-Mission wurden Hunderte Vulkane auf der Venus mit Radardaten identifiziert: Wäre einer davon noch aktiv – was nicht unwahrscheinlich ist – würde er sich durch bis zu 1.300 Grad heißes Magma anhand seiner gegenüber der Umgebung stark erhöhten Temperatur verraten, so die Annahme der Forscher. Im Sonnensystem sind nur die Erde und der Jupitermond Io vulkanisch aktiv und fördern glühend heiße Lava.

Es ist extrem schwierig, Informationen über die Verhältnisse auf der Oberfläche unseres Nachbarplaneten zu bekommen. Die Venus ist permanent von einer dicken Wolkenhülle umgeben, die in den Wellenlängen, für die das menschliche Auge empfindlich ist, keinen Blick bis zum Boden des Planeten gestattet. Obwohl die Venus neben dem Jupiter als hellster "Stern" am Nachthimmel steht, ist es mit Teleskopen auf der Erde kaum möglich, Informationen über die Oberfläche des Planeten zu erhalten. Zwar wurden seit 1990 mit erdgestützten Beobachtungen im nahen Infrarot erste Messungen der Wärmeabstrahlung von der Oberfläche des Planeten durchgeführt, doch die räumliche Auflösung dieser Daten war sehr beschränkt.

Erst seit Mitte der 80er-Jahre sind die "spektralen Fenster" bekannt, durch die in den Wellenlängen des nahen Infrarots von der Oberfläche reflektierte Sonnenenergie und auch die vom heißen Boden abgegebene Wärmestrahlung wieder durch die Atmosphäre nach außen dringen können. Die Instrumente, mit denen man diese Wärmesignale aufzeichnet, nennt man Spektrometer. Nahe der Venus wurden 1990 erstmals von der amerikanischen Raumsonde Galileo, die sich durch einen engen Vorbeiflug an der Venus für ihre Reise zum Planeten Jupiter beschleunigte, Spektrometerdaten der Oberfläche in einigen Wellenlängen zwischen 0,8 bis 5,2 Mikrometern (µm, oder tausendstel Millimeter) aufgezeichnet. Wegen der hohen Geschwindigkeit der Sonde wurde aber nur ein kleiner Teil der Venus erfasst, auch war die Auflösung sehr gering.

Mit dem "M-Kanal" von VIRTIS (Visible and Infrared Thermal Imaging Spectrometer) soll es Venus Express gelingen, erstmals systematisch eine bildhafte Wärmekarte der Oberfläche und der oberflächennahen Atmosphärenschichten zu erstellen. VIRTIS-M nutzt dabei zwei Wellenlängenbereiche: Zum einen das Spektrum zwischen 0,25µm und 1,0µm (sichtbares Licht bis nahes Infrarot) und zum anderen zwischen 1,0µm und 5,0µm (Grenze zum mittleren Infrarot). Der zweite Teil des Experiments besteht aus dem hochauflösenden Spektroskopiekanal VIRTIS–H zur punktuellen Erstellung von Infrarotspektren der Venusatmosphäre.

"Für die Temperaturmessungen der Oberfläche nutzen wir von den 120 Spektralkanälen von VIRTIS gerade einmal drei. Aber diese atmosphärischen Fenster sind die einzige Möglichkeit, etwas über die Oberfläche der Venus zu lernen", sagt Jörn Helbert. "Wir sind die Ersten, die aus einer Umlaufbahn der Venus durch diese Fenster blicken", sagt Helbert. VIRTIS wurde ursprünglich beim DLR in Berlin für die ESA-Kometensonde Rosetta konstruiert, die sich seit 2004 auf dem Weg zum Kometen Churyumov-Gerasimenko befindet, den sie 2014 erreichen wird.

Die Temperaturmessungen der Oberfläche erfolgen in den Wellenlängen 1,02µm, 1,10µm und 1,18µm. In diesen spektralen Fenstern dringt die vom Boden der Venus abgestrahlte Hitze nach außen und kann von VIRTIS aus der Umlaufbahn aufgezeichnet werden. Die Sonde befand sich zum Zeitpunkt der Messungen am 10. August 2006 in ihrem 112. Orbit in einer Entfernung von etwa 60.000 Kilometern. Die Wärmestrahlung ist trotz des Blicks durch die atmosphärischen Fenster immer noch von Absorptions- und Streueffekten in den Wolken- und Dunstschichten beeinflusst. Aus diesem Grund wendet Jörn Helbert eine Art "Wolkenschieber" an, eine Rechenprozedur, mit der diese störenden Effekte beseitigt werden und am Ende unverfälschte Temperaturangaben gemacht werden können.

Es gibt auf der Venus zwischen Tag und Nacht keine Temperaturunterschiede. Die Hitze ist global unter der hundert Kilometer hohen Kohlendioxydatmosphäre gefangen und kann nicht nach oben ins Weltall entweichen. Variationen in den Temperaturen ergeben sich, wie auf der Erde, aus der unterschiedlichen Höhenlage von Bergen – dort ist es mit 447 Grad Celsius etwas "kälter" – oder Tiefebenen, wo es 20-30 Grad Celsius wärmer ist. Verantwortlich für die insgesamt extrem hohen Temperaturen von um die 460 Grad Celsius ist ein massiver Treibhauseffekt, dessen Wirkungsweise noch nicht in allen Einzelheiten verstanden ist. Der Luftdruck am Boden ist etwa 90 Mal höher als auf der Erde.

Mithilfe der topographischen Karten der Magellan-Mission ist die Landschaft der Venus sehr detailreich vermessen worden, doch verblieben einige Lücken, in denen keine Daten vorliegen. Beim VIRTIS-Experiment werden diese Höhenangaben in einem ersten Schritt zur Vorhersage der erwarteten Temperaturen herangezogen: Dabei zeigen die VIRTIS-Daten einen hohen Grad an Übereinstimmung mit der Vorhersage. Darüber hinaus lassen sich kleinräumige, regionale Temperaturunterschiede feststellen. In einem nächsten Schritt werden die VIRTIS-Ergebnisse auf Anomalien untersucht, die beispielsweise auf besonders heiße Stellen hindeuten – so genannte "Hot Spots", die einen möglicherweise aktiven Vulkan verraten würden. Umgekehrt kann mit den VIRTIS-Temperaturdaten auf die Topographie geschlossen werden und so die letzten Lücken der topographischen Magellan-Radarkarten geschlossen werden.

Themis Regio, Gunda Planitia und Phoebe Regio, die von VIRTIS-M abgebildeten Gebiete, befinden sich auf der Südhalbkugel der Venus bei etwa 270 Grad östlicher Länge und 35-40 Grad südlicher Breite. Themis Regio ist ein Hochplateau, das – zumindest in der geologischen Vergangenheit – von starker vulkanischer Aktivität geprägt wurde. Über mehrere hundert Kilometer ziehen sich miteinander verbundene, so genannte "Coronae" durch das Hochland: Längliche oder kreissegmentförmige Bergrücken, die um ein gemeinsames Zentrum angeordnet sind, das sich möglicherweise über einem vulkanischen "Hot Spot" im Mantel oder der Kruste des Planeten gebildet hat. Aus den Radarbildern der Magellan-Mission sind zahlreiche Vulkane und Grabenbrüche in den Coronae von Themis Regio zu erkennen, die wie in einer Kette von Nordwesten nach Südosten aufgereiht sind. Diese Vulkanzone heißt Parga Chasma und verbindet Themis mit Atla Regio.

Phoebe Regio ist eine so genannte "Tessera", ein Gebiet, in dem die Oberfläche mosaikartig zergliedert ist. In Phoebe Regio landeten die meisten robotischen Venera-Landekapseln der Sowjetunion. Neben den großflächigen Hochplateaus sind auch einzelne Vulkanstrukturen zu erkennen, wie etwa Mielikki Mons. Im Südosten der dargestellten Karte befindet sich ein Gebiet, von dem Magellan keine topographischen Daten liefern konnte, die nun aber über den "Umweg" der Temperaturmessungen modelliert werden können. Durch die Integration von Meßdaten aus möglichst vielen Venus Express-Orbits wird es im weiteren Verlauf der Mission mit VIRTIS gelingen, mit Daten in verbesserter räumlicher Auflösung nicht nur auf der südlichen Hemisphäre eine qualitativ bessere Darstellung der Venustopographie zu bekommen.

Hier noch ein Bild:


In groß:
http://www.raumfahrer.net/forum/yabbfiles/Attachments/up022848.jpg
« Letzte Änderung: 14. Dezember 2006, 17:43:20 von tobi453 »
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!", "Le CNES, The Place to Be!!!"

Offline Mary

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Re: Venus Express (VEX) auf Soyuz-FG/Fregat ST14 von Baikonur
« Antwort #80 am: 27. Februar 2007, 19:07:11 »
Venus Express wird bis Mai 2009 in Betrieb sein- am Freitag entschied das Science Programme Committee der ESA, dass die Mission um 2 Jahre verlängert wird.

ESA-Artikel

Offline dido64

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Re: Venus Express (VEX) auf Soyuz-FG/Fregat ST14 von Baikonur
« Antwort #81 am: 14. April 2007, 03:20:40 »
Hallo zusammen,

hier http://www.esa.int/esaSC/SEM26GLJC0F_index_0.html gibt es Neuigkeiten von Venus Express.



Quelle: esa.int

Gruß dido
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andi

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Re: Venus Express (VEX) auf Soyuz-FG/Fregat ST14 von Baikonur
« Antwort #82 am: 14. April 2007, 16:13:41 »
Hallo
Die Venus ist eigentlich nutzlos,extrem lebensfeindlichch.Darum finde ich es Geld verschwenderei

Offline tobi

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Re: Venus Express (VEX) auf Soyuz-FG/Fregat ST14 von Baikonur
« Antwort #83 am: 14. April 2007, 16:25:21 »
Zitat
Hallo
Die Venus ist eigentlich nutzlos,extrem lebensfeindlichch.Darum finde ich es Geld verschwenderei

Warum die ESA die Venus erforscht, das kannst du hier nachlesen:
http://www.esa.int/esaCP/SEMPYV3J2FE_Germany_0.html

Insbesondere diese Stelle ist interessant:
Zitat
Die Venus als dramatisches Studienobjekt für das Erdklima
 
Zu den ungeklärten Phänomenen im Vorhof der Hölle gehört auch die Frage, wie und wann ein derart gigantischer Treibhauseffekt überhaupt eintreten konnte.

Vermutlich haben Vulkane über Jahrmillionen Myriaden Tonnen von Kohlendioxid und Schwefel ausgepustet und damit jenen Treibhauseffekt ausgelöst, der bis heute anhält und den Planeten aufheizt. Infolge der Hitze sind Seen, Flussläufe und Meere – falls es Wasser auf der Venus jemals gegeben haben sollte – verdampft. In den oberen Schichten der Venusatmosphäre schloss sich dann die Umweltkatastrophe. Der aufsteigende Wasserdampf wurde durch das UV-Licht der Sonne in seine Bestandteile zerlegt, der Wasserstoff verflüchtigte sich ins All.
Derartige Prozesse fanden ansatzweise auch auf der Erde statt, doch hier wirkten Regenschauer als atmosphärische Waschanlage. Wissenschaftler sehen deshalb in der Venus ein hervorragendes Studienobjekt, um viel über die frühen Erdjahre erfahren zu können. Vor allem die Klimatologen sind heiß auf die Venus-Daten. Denn der Nachbarplanet vermittelt uns ein eindrucksvolles Bild von dem, was für Auswirkungen ein langzeitiger Klimawechsel mit sich bringen würde. Die Wissenschaftler hoffen mit den Daten der Venus optimierte Klimamodelle erstellen zu können, mit denen sich Intensität und Folgen des irdischen Treibhauseffektes besser verstehen und berechnen lassen.

Wie man aber am Beispiel der Venus deutlich ablesen kann, hätte ein ähnlich effektiver Treibhauseffekt – wie wir ihn auf unserer Zwillingsschwester antreffen – für das Leben auf der Erde langfristig verheerende Folgen. Wenn auf der Erde der zunehmende Eintrag von Treibhausgasen, speziell von Kohlendioxid, ungestört weitergeht, dann könnte das heutige Bild der Venus auch die Zukunft der Erde darstellen.
Die Fragen, die Europas Wissenschaftler mit den zu erwartenden Messergebnissen von Venus Express klären wollen, sind daher äußerst lebensnah und von eminenter Bedeutung für die Zukunft des blauen Planeten.
« Letzte Änderung: 14. April 2007, 16:26:03 von tobi453 »
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!", "Le CNES, The Place to Be!!!"

Offline Mary

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Re: Venus Express (VEX) auf Soyuz-FG/Fregat ST14 von Baikonur
« Antwort #84 am: 14. April 2007, 17:02:54 »
Zitat
Hallo
Die Venus ist eigentlich nutzlos,extrem lebensfeindlichch.Darum finde ich es Geld verschwenderei
Hallo andi,
Erstmal herzlich willkommen im Forum.
Wenn man nach dem "Nutzen" geht, könnte man viele Astronomie- und Raumfahrtprojekte streichen. Dann müsste man die meisten  Erdsatelliten lassen und den Rest wegstreichen. Aber wir interessieren uns nicht für diese Dinge, weil sie unheimlich praktisch sind, sondern weil es uns interessiert, was außerhalb von unserem eigenen Haus bzw. Planeten los ist. Wir wollen das Wetter auf der Venus verstehen, den faszinierdenen heißen "Abendstern" genauer erkunden, genauso wie wir erforschen, wie unser Universum entstand, und wie es sich in Zukunft entwickeln wird, beobachten weit entfernte Galaxien, obwohl wir Menschen dort vermutlich nie hinfliegen können, erforschen Sterne und ihre Planeten, wie sie entstanden, was für Prozessen in ihnen Ablaufen und wie sie schließlich "sterben" und sich in Weiße Zwerge, Neutronensterne oder Schwarze Löcher entwickeln.
All das tun wir nicht, weil wir es wissen wollen, und nicht weil es so nützlich ist.
Maria

Offline tobi

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Re: Venus Express (VEX) auf Soyuz-FG/Fregat ST14 von Baikonur
« Antwort #85 am: 07. Mai 2007, 18:13:48 »
Neue animierte Infrarot-Aufnahmen von Venus Express vom Südpol:




Mehr Informationen:
http://www.esa.int/esaCP/SEMQKVU681F_index_0.html
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!", "Le CNES, The Place to Be!!!"

Offline tobi

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Re: Venus Express (VEX) auf Soyuz-FG/Fregat ST14 von Baikonur
« Antwort #86 am: 09. Mai 2007, 10:14:14 »
Ein Auszug aus einem SpiegelOnline-Artikel:

Zitat
Sonde durchleuchtet mysteriöse Sturm-Zwillinge

Als die Wirbel in der Venusatmosphäre vergangenes Jahr entdeckt wurden, waren die Wissenschaftler ebenso verblüfft wie ratlos: Wie hält sich die riesige Struktur so stabil am Südpol unseres Nachbarplaneten?

Quelle:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,481825,00.html

Und hier ein SpiegelOnline-VideoBeitrag zum Thema:
http://www.spiegel.de/videoplayer/0,6298,18000,00.html
« Letzte Änderung: 21. April 2009, 23:42:00 von Holi »
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!", "Le CNES, The Place to Be!!!"

H.J.Kemm

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Re: Venus Express (VEX) auf Soyuz-FG/Fregat ST14 von Baikonur
« Antwort #87 am: 01. Juni 2007, 21:31:19 »
Moin,

Observatorien auf der Erde unterstützen Venus Express

Dank der ESA-Raumsonde Venus Express entdecken Wissenschaftler neue und bedeutende Details über unseren nächsten Nachbarplaneten. Jetzt soll eine koordinierte, bodengestützte Beobachtungskampagne die wachsende Informationssammlung über die Natur der Venus-Atmosphäre weiter bereichern und die Daten aus dem All in einen umfassenderen Gesamtkontext stellen.

Mehr dazu (ausführlicher Bericht der ESA) >>>

 
Jerry

Offline dido64

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Re: Venus Express (VEX) auf Soyuz-FG/Fregat ST14 von Baikonur
« Antwort #88 am: 20. Juli 2007, 05:53:19 »
Hallo,

es gibt Neuigkeiten vom Flyby von Messenger an der Venus und den gemeinsam mit Venus-Express gemachten Untersuchungen.

http://www.esa.int/esaSC/SEMVN4HYX3F_index_0.html

http://www.nasa.gov/mission_pages/messenger/multimedia/venus_express.html

dido
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Offline Schillrich

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Re: Venus Express (VEX) auf Soyuz-FG/Fregat ST14 von Baikonur
« Antwort #89 am: 03. September 2007, 18:27:07 »
500-Tage im Venusorbit

Quelle: http://www.esa.int/esaSC/SEMLRBMPQ5F_index_0.html

Venus Express hat Venus jetzt für 500 Tage begleitet. Dabei scheinen alle System gut zu funktionieren. Am 18. August war die Entfernung zu Erde am geringsten und wurde zu intensiver Forschungsarbeit genutzt, um die dann mögliche hohe Datenübertragungsrate auszunutzen. Beim größten Abstand Erde-Venus fällt die Rate auf ca. 22kbps. Dabei ist dann eine genaue Zeitplanung für einzelne Experimente notwendig, um die Datenkommunikation nicht zu überlasten.

Erste umfassende Ergebnisse aus der in 500 Tagen gewonnenen Datenflut sollen demnächst publiziert werden.
« Letzte Änderung: 03. September 2007, 18:28:09 von Schillrich »
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel

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Re: Venus Express (VEX) auf Soyuz-FG/Fregat ST14 von Baikonur
« Antwort #90 am: 06. September 2007, 00:53:31 »
500-Tage im Venusorbit auf Deutsch

http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/282704.html

mfg
GLoorn

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Re: Venus Express (VEX) auf Soyuz-FG/Fregat ST14 von Baikonur
« Antwort #91 am: 14. Oktober 2007, 22:52:50 »
Seltenes Molekül in Atmosphäre entdeckt

Astronomen haben mit Hilfe der Sonde Venus Express in der Atmosphäre der Venus eine seltene Abart von Kohlendioxid entdeckt, die den Treibhauseffekt auf unserem Nachbarplaneten verstärken könnte. Der Fund gelang den Wissenschaftlern erst durch einen interkontinentale und quasi sogar interplanetare Zusammenarbeit: Das gleiche Isotop fand sich nämlich auch in der Atmosphäre des Mars.

alles weitere hier: http://www.astronews.com/news/artikel/2007/10/0710-018.shtml

Offline Martin

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Re: Venus Express (VEX) auf Soyuz-FG/Fregat ST14 von Baikonur
« Antwort #92 am: 20. November 2007, 14:36:43 »
Am 28. November gibt es bei der ESA in Paris eine große Pressekonferenz, wo die durch Venus Express gewonnen Erkenntnisse zusammengefasst werden. Mal sehen was es neues gibt.

http://www.esa.int/esaCP/SEMX1C63R8F_index_0.html
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Re: Venus Express (VEX) auf Soyuz-FG/Fregat ST14 von Baikonur
« Antwort #93 am: 30. November 2007, 19:43:37 »
Von der ESA-Homepage:

Zitat
Venus – Ein Zwilling der Erde?

28 November 2007

Die Sonde Venus Express der ESA zeigt die Venus, wie sie noch nie zu sehen war. Zum ersten Mal konnten Wissenschaftler die Venus von den obersten Schichten ihrer Atmosphäre bis fast hinunter zur Oberfläche untersuchen. Dabei hielt die Venus einige Überraschungen bereit, die Anlass zu der Vermutung geben, dass sie früher möglicherweise der Erde viel ähnlicher war.
 
Die Venus ist seit Jahrhunderten ein Rätsel. Zwar ist sie der erdnächste Planet, doch war sie immer schon außerordentlich schwierig zu erforschen, da sie permanent in Wolken gehüllt ist, die jeden Blick auf die Oberfläche verwehren.

„Es ist wirklich überraschend, wie erd-unähnlich die Venus heute ist“, so Fred Taylor von der Universität Oxford, Großbritannien, und Mitglied im interdisziplinären Venus Express-Wissenschaftlerteam. Die Venus hat annähernd die gleiche Masse wie die Erde, aber sie ist ein wahrer Höllenplanet mit Oberflächentemperaturen von über 400 °C und einem Oberflächendruck, hundertmal so hoch wie auf der Erde.
 
Der Schlüssel zum Verständnis der Venus liegt in ihrer Atmosphäre. Sie ist wesentlich dichter als die der Erde und absorbiert den größten Teil der Sonnenenergie, bevor diese die Oberfläche erreicht. Auf der Atmosphäre liegt daher das Hauptaugenmerk der Venus Express-Mission.

Die Untersuchungen konzentrieren sich auf mehrere Fragestellungen. Die erste bezieht sich auf die Dynamik der Venus-Atmosphäre. Venus Express hat die Struktur und die Bewegungen in der Atmosphäre von den obersten Schichten bis fast unmittelbar über der Oberfläche geklärt. Die zweite Fragestellung betrifft die Zusammensetzung und Chemie der Atmosphäre. In diesem Zusammenhang erstellte Venus Express Zusammensetzungsprofile der Atmosphäre rund um den Planeten. In einer dritten Fragestellung geht es um die Prozesse beim Entweichen der Venus-Atmosphäre in den Weltraum.
      
Venus Express erbrachte gewaltige Fortschritte beim Verständnis all dieser Phänomene, konnte jedoch nicht alle Rätsel lösen. Eine der noch offenen Schlüsselfragen der Wissenschaft ist die nach dem Ausmaß der vulkanischen Aktivität auf der Venus. „Der Beitrag des Vulkanismus zur Atmosphäre ist möglicherweise enorm. Dass wir darüber nicht mehr wissen, lässt in unserer Kenntnis des Venus-Klimas eine große Lücke", so Taylor.

Die nominelle Mission von Venus Express ist mittlerweile abgeschlossen. Diese beinhaltete die Beobachtung des Planeten über einen Zeitraum von zwei Venus-Tagen. Das entspricht etwa 500 Erdtagen.
 
„Wissenschaftlich gesehen haben wir schon viel erreicht. Dank der modernen Instrumente waren unsere Ergebnisse viel detaillierter als je zuvor und die Sonde ist noch immer in gutem Zustand“, so Håkan Svedhem, ESA-Projektwissenschaftler für Venus Express.

Venus Express beginnt nun eine erweiterte Mission - die Beobachtung des Planeten zwei weitere Venus-Tage lang.

Für die Venus, die man früher für erdähnlich, später dann für gänzlich erd-unähnlich hielt, hat sich das Blatt mit dieser Mission erneut gewendet. Dank Venus Express beschreibt Taylor die Venus heute als „Zwilling der Erde, aber schon bei der Geburt getrennt“.

Mehr Infos+Bilder gibt es hier:
http://www.esa.int/esaCP/SEMBCF73R8F_Germany_0.html
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H.J.Kemm

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Re: Venus Express (VEX) auf Soyuz-FG/Fregat ST14 von Baikonur
« Antwort #94 am: 30. November 2007, 20:08:17 »
Moin,

wir sollten auch den Beitrag von Alexander Höhn im Raumfahrer.net-Portal nicht übersehen >>>

Jerry

Offline dido64

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Re: Venus Express (VEX) auf Soyuz-FG/Fregat ST14 von Baikonur
« Antwort #95 am: 24. Februar 2008, 06:55:14 »
Hallo zusammen.

Auf der Internetseite der ESA wurden neue Bilder von "Venus Express" veröffentlicht.
Die Bilderserie wurde zwischen dem 8. Juli und 4. August 2007 von der "Venus Monitoring Camera (VMC)" aufgenommen.



Man kann sehr schön die Wolkenstruktur erkennen, die sich um den Südpol herum verteilen.

Hier http://www.esa.int/SPECIALS/Venus_Express/SEMIVTVHJCF_1.html sind weitere Bilder zu sehen.
Und hier http://www.esa.int/SPECIALS/Venus_Express/SEMIVTVHJCF_0.html befindet sich die passende Nachricht (in Englisch).

Quelle: esa.int

Gruß Guido
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joergk

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Re: Venus Express (VEX) auf Soyuz-FG/Fregat ST14 von Baikonur
« Antwort #96 am: 09. Mai 2008, 23:07:03 »
Zitat
Ich habe es berechnet: schätzungsweise soll der Venus (MAsse 4,78e24kg Radius 6050e3kg) eine Energie von 50e27J verabreicht werden um Venus ungefär auf das Rotationstempo der Erde zu bringen...zu mindest die Grössenordnugn wird stimmen

Was das bedeutet: ein Komet was aus dem Unendlichen sich der Sonne auf den Abstand des Venusumlaufradius um die Sonne, sollte eine Masse von 1e20 kg haben, wenn seinenGanze energie in die Rotationenergie der Venus übergehen soll...

Ich glaub da zerdeppert man nur den Planeten, Unser Mond wiegt schon nur 700mal mehr...

Die Idee mit Kometen zu lenken halte ich so wie so für Blödsinn...woher soll die Energie herkommen? Und sogar wenn, da bleibt doch nix übrig von dem Planeten...Und wenn man die Eergie doch bringen würde...dan hätte man den Terravorming nicht gebraucht

Hallo Yevgenij,

Um mir den Inhalt Deiner Berechnung etwas bildhafter vorstellen zu können hab ich etwas dazugerechnet:
Der Komet den man Deiner Rechnung zufolge braucht hätte bei einer angenommenen Dichte von 3 einen Durchmesser von ungefähr 400 km.
Nimmt man eine geringere Dichte von 1,2 an, dann ist der Komet ca. 540 km groß.
Er hätte beim Auftreffen auf die Venus eine Geschwindigkeit von etwa 31600 m/s - um mit der genannten Masse die genannte Energie auf die Venus zu übertragen.

Wenn man eine Simulation sieht wie es die Proto-Erde umkrempelte, als ein marsgroßer Körper in sie einschlug und das Paar Erde - Mond formte, dann dürfte doch ein verglichen mit dem Mars so kleiner Klotz von 540 km Durchmesser die Venus nicht so arg in Mitleidenschaft ziehen, daß man für einen solchen Fall die Venus als "zerdeppert" betrachten müßte.

Trotzdem muß ich Dir zustimmen, daß in absehbarer Zeit niemand 1e20kg auf die Venus stürtzen lassen wird, geschweige denn im richtigen Winkel usw.

MfG joergk
« Letzte Änderung: 09. Mai 2008, 23:09:03 von joergk »

Offline Schillrich

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Re: Venus Express (VEX) auf Soyuz-FG/Fregat ST14 von Baikonur
« Antwort #97 am: 15. Juli 2008, 17:17:49 »
VENUS EXPRESS senkt sein Perizentrum

Quell: http://sci.esa.int/science-e/www/object/index.cfm?fobjectid=43110

In den nächsten 4 Wochen führt die Sonde 4 gekoppelte Apo- und Perizentrumsmanöver durch, um das Perizentrum auf 185km abzusenken und die Umlaufzeit konstant zu halten. Durch die tiefere Passage über den nördlichen Breiten sollen die Ionosphäre, energiereiche neutrale und geladenen Teilchen, das Magnetfeld und Blitze in der oberen Atmosphäre besser untersucht werden. Außerdem wird sich der aerodynamische Widerstand bemerkbar machen. Um diesen Effekt genauer zu messen, werden zusätzliche Trackingdaten durch Bodenstationen Anfang August gewonnen.
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Offline Kreuzberga

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Re: Venus Express (VEX) auf Soyuz-FG/Fregat ST14 von Baikonur
« Antwort #98 am: 10. Oktober 2008, 13:47:31 »
Wie auf der ESA-Seite beschrieben wird, beobachtet Venus Express ein paar mal im Monat die Erde. Bei den Beobachtungen geht es darum die "Spektralsignatur" unseres Planeten aus der Ferne besser zu verstehen. Diese Messungen sollen bei der Suche nach Leben auf Planeten außerhalb unseres Sonnensystems helfen. Es sei gar nicht so leicht aus dem Venus-Orbit zu bestimmen, ob es auf der Erde leben gibt, wird ein Wissenschaftler zitiert. Man untersucht im Moment, ob die Signatur photosynthetischer Organismen im nahen Infrarot als Kriterium herangezogen werden könnte.

Die Erde stellt sich für Venus Express' Kamera als Ein-Punkt-Quelle dar, d.h. es können keine Boden- oder Wolkenstrukturen aufgelöst werden, was bei Exoplaneten genau so wäre. Vgl. hierzu auch die Kalibirierungsbeobachtungen der Erde durch EPOXI.

Vorgenommen werden die Beobachtungen mit Venus Express' Visual and Infrared Thermal Imaging Spectrometer (VIRTIS).
« Letzte Änderung: 10. Oktober 2008, 13:51:02 von Kreuzberga »

Hofi

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Re: Venus Express (VEX) auf Soyuz-FG/Fregat ST14 von Baikonur
« Antwort #99 am: 18. Dezember 2008, 12:57:26 »
Hi!

Venus Express hat jetzt mit dem MAG den Verlust von Wasser "gefunden".
Wasserstoff wurde auf der Tagesseite gefunden als es "weggeblasen" wurde.

Der Fund wurde durch den Orbit begünstigt (polar, elliptisch).

Quelle: http://www.esa.int/SPECIALS/Venus_Express/SEM8MYSTGOF_0.html
« Letzte Änderung: 18. Dezember 2008, 12:58:43 von Hofi »

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