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Autor Thema: Nukleartechnik für die Raumfahrt  (Gelesen 152944 mal)

Offline Klakow

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Re: Nukleartechnik für die Raumfahrt
« Antwort #725 am: 28. August 2018, 06:42:58 »
Sö ähnlich habe ich mir das gedacht, ich vermute aber das die spezifische Leistung zu klein ist um z.B. eine Sonde beim Pluto schnell genug zu bremsen, für Kurskorrekturen z.B. im Uranussystem sollte es aber reichen.

Offline Doc Hoschi

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Re: Nukleartechnik für die Raumfahrt
« Antwort #726 am: 28. August 2018, 08:58:48 »
Ne da liegst du falsch, mit10kW kann man schon einiges anfangen....
Wann und wo habe ich denn das Gegenteil behauptet?
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Offline Dominic

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Re: Nukleartechnik für die Raumfahrt
« Antwort #727 am: 28. August 2018, 10:54:45 »
Sö ähnlich habe ich mir das gedacht, ich vermute aber das die spezifische Leistung zu klein ist um z.B. eine Sonde beim Pluto schnell genug zu bremsen, für Kurskorrekturen z.B. im Uranussystem sollte es aber reichen.

Na ja wenn man früh genug zu bremsen anfängt...

Dawn hat es auch mit SEP bis Ceres geschafft wobei am Ziel nicht mehr viel mehr als 1kW für den Antrieb zur Verfügung stand/steht.

Beim Uranus kommt auch (zusätzlich?) Aerobraking in Frage auch wenn das nicht einfach sein düfte  :D

Offline Klakow

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Re: Nukleartechnik für die Raumfahrt
« Antwort #728 am: 29. August 2018, 00:16:27 »
Bei den Gasplaneten, gerade auch beim Uranus und Neptun würde ich Aerobraking und SEP für sehr sinnvoll halten, am besten Natürlich 10kW oder mehr, damit könnte man dann sehr viele die Monde untersuchen und wenn man die Leistung nicht für SEP Braucht, kann man die Energie nutzen um mehr Daten zu Erde zu schicken und das für lange Zeit.

Offline Doc Hoschi

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Re: Nukleartechnik für die Raumfahrt
« Antwort #729 am: 29. August 2018, 07:27:45 »
Sorry, aber ich schreibe das eigentlich Offensichtliche jetzt nochmals:

Nukleartechnik (dieser Thread): Energieerzeugung über Kernenergie z.B. für einen Außenposten ODER für einen elektrischen Antrieb (z.B. VASIMR, NEXT, NSTAR etc.))
SEP: Kombination aus Energieerzeugung ausschließlich über Solarzellen (!) und elektrischem Antrieb....was aus der Abkürzung heraus eigentlich klar sein sollte.

Keine Ahnung also, weshalb in diesem Thread weiterhin Überlegungen über SEP-Missionen angestellt werden, es sei denn zum Vergleich. Das sieht mir hier aber nicht so aus.

...wenn man die Leistung [10kW] nicht für SEP braucht...

Einen Nuklearreaktor mit gerade mal 1kW elektrischer Leistung ist immer noch ziemlich wenig um damit SEP machen zu können.
Douglas Adams: "In an infinite universe, the one thing sentient life cannot afford to have is a sense of proportion."

Offline Klakow

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Re: Nukleartechnik für die Raumfahrt
« Antwort #730 am: 29. August 2018, 12:50:14 »
Stimmt, das muss in dem Fall wohl NEP heißen?

Ich habe SEP nur als Kürzel für irgendeinen Ionen, oder Plasmaantrieb im Kopf gehabt, sorry.

Offline Dominic

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Re: Nukleartechnik für die Raumfahrt
« Antwort #731 am: 29. August 2018, 13:37:55 »
Ja, NEP.

Wobei es aber auch Hybridvarianten geben kann... es ist etwa möglich und in manchen Szenarien vielleicht sinnvoll beispielsweise einen 3kW Reaktor mit 10kW Solarzellen zu kombinieren und die Solarzellen nur oder primär in Sonnennahen Teilen der Flugbahn zu nutzen. Wenn sie nicht mehr gebraucht werden könnte man sie sogar analog zu einer klassischen Raketenstufung absprengen oder als Bestandteil einer Tochtersonde abkoppeln.

Hybridvarianten gibt es abgesehen davon noch einige andere, etwa nuclear thermal propulsion (NTP) in Kombination mit NEP oder NTP in Kombination mit einer solaren Energieversorgung elektrischer Systeme. Letzteres kann insbesondere auf einem Flug zum Mond oder Mars sinnvoll sein.

Zitat
Bei den Gasplaneten, gerade auch beim Uranus und Neptun würde ich Aerobraking und SEP für sehr sinnvoll halten,

Zu Aerobreaking bei den Gasplaneten ist noch zu sagen das es nicht einfach ist. Eine Raumsonde mit Kernreaktor eignet sich prinzipiell relativ gut dafür, etwa weil der Radiator als Fläche zum Bremsen genutzt werden könnte.

Der Bereich der Atmosphäre der dicht genug für Aerobreaking ist aber auch nicht zu dicht ist allerdings sehr dünn. Man müsste die Flugbahn der Raumsonde sehr genau steuern können und man muss auch die Atmosphäre dieser Planeten sehr genau kennen, eventuell genauer als das insbesondere bei Uranus und Neptun derzeit vermutlich der Fall ist. Insbesondere wäre ein Aerobreaking-Maneuver damit sehr riskant und würde eventuell den Einsatz neuer Technologien erfordern (etwa autonome Kuskorrektur in Abhängigkeit von Messungen,...).

Etwas viel unerprobte Technologie für eine teure Sonde die viele Jahre unterwegs und nicht leicht zu ersetzen ist. Aber fallweise immer noch besser als ein reiner Vorbeiflug falls man sich ein konventionelles Bremsmaneuver nicht leisten will...

Offline Klakow

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Re: Nukleartechnik für die Raumfahrt
« Antwort #732 am: 29. August 2018, 21:42:19 »
Möglicherweise wäre da eine kleine Voraussonde nützlich um die Atmosphäre zu prüfen.
Allzu weit müsset die ja nicht gerade voraus Fliegen, nur soweit das man über deren Abbremsung Rückschlüsse ziehen kann und die Bahn dann noch um vielleicht 500km korrigieren zu können.   

Offline Dominic

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Re: Nukleartechnik für die Raumfahrt
« Antwort #733 am: 07. September 2018, 11:49:30 »
Vortrag von Dr. David Poston, Leiter des compact fission reactor design team des LANL bei der Mars Society Convention 2018 über die Kilopower Technik, natürlich mit besonderem Hinblick auf den Einsatz auf dem Mars.


https://www.youtube.com/watch?v=NLE5YFuCmhw