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Autor Thema: Nukleartechnik für die Raumfahrt  (Gelesen 184405 mal)

Offline Pirx

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Re: Nukleartechnik für die Raumfahrt
« Antwort #775 am: 10. Januar 2021, 23:42:52 »
... Abgesehen davon dass irdische Kernkraftwerke zusammengenommen eine sehr gute Sicherheitsbilanz aufweisen, verglichen mit anderen Energiequellen. ...
Das ist einfach nur eine Behauptung imho. Dazu noch eine ziemlich unbelegbare. Was verstehst Du unter Sicherheit? Wie bekommst Du die Zahl tatsächlicher Personenschäden heraus? Bei geheimen Krebsregistern usw. .?

Gruß   Pirx
« Letzte Änderung: 11. Januar 2021, 11:08:12 von Pirx »
Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben. (Alexander von Humboldt)

Offline Pirx

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Re: Nukleartechnik für die Raumfahrt
« Antwort #776 am: 10. Januar 2021, 23:45:34 »
... Egal ob auf dem Mond, dem Mars oder woanders. Ionisierende Strahlung haben wir praktisch überall auf sehr hohem Niveau...
Blöd nur, dass der strahlende Betriebsstoff von der Erde kommt und dort lange Wege mit vielen Stationen absolviert ....

Gruß   Pirx
« Letzte Änderung: 11. Januar 2021, 10:45:27 von Pirx »
Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben. (Alexander von Humboldt)

Offline Terminus

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Re: Nukleartechnik für die Raumfahrt
« Antwort #777 am: 11. Januar 2021, 08:15:40 »
... Abgesehen davon dass irdische Kernkraftwerke zusammengenommen eine sehr gute Sicherheitsbilanz aufweisen, verglichen mit anderen Energiequellen. ...
Das ist einfach nur eine Behauptung imho. Dazu noch eine ziemlich unbelegbare. Was verstehst Du unter Sicherheit? [...]

Aber echt.

@ASTP: Wenn man nur die Schadenshäufigkeit betrachtet, mögen Kernkraftwerke vielleicht gut abschneiden.

Aber das ist ja noch nicht alles. Man muss ja auch die mögliche Schadenshöhe einbeziehen! Und da sind Kernkraftwerke mit ihrem Potenzial, viele Menschen zu töten und ganze Landstriche unbewohnbar zu machen, einfach "unschlagbar"! :(

Oder was soll bitte der GAU bei einem Kohlekraftwerk, Windpark, Solarturmkraftwerk oder einer Fotovoltaikplantage sein??

Bei Wasserkraftwerken basierend auf Talsperren sehe ich eine gewisse Vergleichbarkeit im Falle eines Dammbruchs. Aber da ist die überschwemmte Gegend hinterher wenigstens nicht radioaktiv verseucht, man kann sofort neu anfangen.

Offline Pirx

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Re: Nukleartechnik für die Raumfahrt
« Antwort #778 am: 11. Januar 2021, 10:43:26 »
Als Mod jetzt:

Bitte hier nur noch Posts, die sich mit tatsächlicher, existierender, oder konkret geplanter Hardware mit tatsächlichem unmittelbarem Raumfahrtbezug oder unter Wissenschaftlern/Experten/Sachverständigen diskutierten konkreten Konzepten mit tatsächlichem unmittelbarem Raumfahrtbezug beschäftigen.

Keine Lobhymnen auf die Kernkraft an sich, kein Negieren von Gefahren, kein Klimawandel, keine Ein-Satz-Behauptungen, kein Politiker-Bashing, kein Nuklear-Lobbyísmus, kein EIKE, kein SciFi.

Löschwarnung!

Danke und Gruß   Pirx
Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben. (Alexander von Humboldt)

Offline rok

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Re: Nukleartechnik für die Raumfahrt
« Antwort #779 am: 11. Januar 2021, 11:27:07 »
Hallo ASTP, da musst du aber differenzieren zwischen externer Strahlung und einer Belastung durch die Aufnahme von radioaktiven Partikeln in den Körper.

Man kann ein Stück PU-239-Oxid in der Hosentasche transportieren, die freigesetzte Alpha-Strahlung wird bereits durch den Stoff und die Hornschicht der Haut vollständig abgeschirmt. Andererseits hat man beim Einatmen von 40 ng bereits den Grenzwert für die Strahlenbelastung des Körpers erreicht. Das bedeutet, dass das Einatmen von einem Pu-239-Oxid-Staubkorn mit einer Größe von 0,1 mm zum tausendfachen des Grenzwertes führt, woran man definitiv stirbt, am wahrscheinlichsten an Knochenmarkkrebs.

Das Problem bei einem AKW-Unfall auf Mond oder Mars ist, dass der enstehende radioaktive Niederschlag dort an der Oberfläche liegen bleibt und für Jahrtausende das betreffende Gebiet unbetretbar macht. Auf der Erde wird der Fallout sehr schnell aus der Umwelt "entfernt" durch das Versickern ins Grundwasser oder die Einlagerung in Bäume oder Tiere (auch heute noch müssen geschossene Wildschweine in einigen Bereichen Süddeutschlands vor der Vermarktung "freigemessen" werden). *

Da die Größenordnung der Staubanhaftungen an Raumanzügen im Nanogramm-Bereich liegt würde man also Gefahr laufen, nach jedem Betreten eines kontaminierten Gebietes radioaktiven Staub in ein Habitat o. ä. einzuschleppen.
... und da hilft dann auch keine Abschirmung gegen kosmische Strahlung.

......
* Zur Erläuterung: Durch den heißen Graphitbrand, der sich nach der Kernschmelze entwickelte, wurde das radioaktive Material in Höhen von mehreren km gebracht und in Mitteleuropa insbesondere in Österreich und Südostdeutschland durch Regenfälle ausgewaschen. Dadurch war auch die Auswirkung auf die unmittelbare Umgebung des Reaktors relativ gering.

Offline Pirx

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Re: Nukleartechnik für die Raumfahrt
« Antwort #780 am: 11. Januar 2021, 14:26:27 »
...-Unfall auf Mond oder Mars...
Auf dem Mars käme nach einer Freisetzung aus einem Reaktor die Gefahr der unkontrollierbaren Weiterverbreitung durch Staubstürme hinzu. Und auch ein MMRTG mit Pu 238 an einem irgendwo stehengebliebenen Rover (Curi, Percy) kann durch irgendwas aus dem All getroffen werden ... Mag unwahrscheinlich sei, aber wenn, was dann? Wohin die "Das-passiert-Nicht"-Behauptungen führen können, wurde auf der Erde bereits nachhaltig demonstriert.

Gruß   Pirx
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Offline rok

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Re: Nukleartechnik für die Raumfahrt
« Antwort #781 am: 11. Januar 2021, 14:56:43 »
Der chinesische Marsrover testet eine Alternative zu RTGs. Auf der Oberseite des Rovers befinden sich zwei Behälter, die von transparenten Scheiben abgedeckt sind und den Stoff Undekan (C11H24) enthalten sollen, der bei einer Temperatur von -26°C fest wird.Tagsüber wird die Solarenergie genutzt, den Stoff zu schmelzen, nachts erstarrt er, gibt dabei die Schmelzwärme ab und hält währenddessen die Temperatur im Inneren des Rover bei -26°C, solange bis die gesamte Masse fest geworden ist.
Der Wirkungsgrad, also die nutzbare Wärmeenergie, die man aus der Gesamteinstrahlung gewinnen kann, soll bei 80% liegen. Dieser Wirkungsgrad ist deutlich höher als bei einer Photovoltaik-Elektro-Heizung.

Offline ASTP

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Re: Nukleartechnik für die Raumfahrt
« Antwort #782 am: 11. Januar 2021, 18:24:55 »
....
Inkorporation radioaktiver Partikel ist natürlich ein Problem und inwiefern Raumanzüge davor schützen, will ich nicht beurteilen, wenn ich zum Beispiel an das Problem des Mondstaubs denke. Den Ausstoß eben solcher Partikel zu verhindern halte ich allerdings für ein durchaus lösbares Problem. Auf dem Mond bspw könnte der Reaktor hermetisch abgedichtet sein oder (wie bereits vorgeschlagen), gleich in den Boden versenkt werden. Wasserstoffexplosionen begegnet man entweder durch Wahl eines anderen Kühlmittels oder im Vakuum des Alls durch ein simples Ventil, durch das bei Überdruck der Wasserstoff abgelassen werden kann.
Eine Schaden/Nutzen-Abschätzung sollte durchgeführt werden, da sind wir uns doch einig. Und wo Photovolatikzellen ausreichen, sollte man sie auch verwenden. Aber gerade jenseits des Mars sehe ich spätestens schwarz. Ich bin nunmal leider der Meinung dass wir bei allen Deep-Space-Missionen teils erheblich höhere Risiken eingehen, als einen kleinen Kernreaktor mitzuführen. Und ob wir vielleicht an anderen Stellen nicht die Risiken verringern würden.

Edit: Gekürzt bis inkl. lassen wir das. Pirx.
« Letzte Änderung: 11. Januar 2021, 18:34:36 von Pirx »

Offline Pirx

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Re: Nukleartechnik für die Raumfahrt
« Antwort #783 am: 14. Januar 2021, 12:01:13 »
Thema bis auf weiteres geschlossen, da immer wieder ausufernd Darstellungen ohne konkreten Raumfahrtbezug eingestellt werden.

Gruß   Pirx
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Offline tomtom

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Re: Nukleartechnik für die Raumfahrt
« Antwort #784 am: 19. Januar 2021, 09:34:10 »
UK Raumfahrtagentur beauftragt Rolls-Royce mit einer Studie über nukleare Antriebe.

https://www.universetoday.com/149640/the-uk-is-considering-nuclear-propulsion-in-space/