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Autor Thema: Raumfahrt Filme und Dokumentationen  (Gelesen 326211 mal)

Offline Nitro

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1300 am: 25. Juli 2018, 09:54:34 »
Kein Film, aber eine Serie ueber die erste bemannte Marsmission basierend auf den aktuellen Plaenen der NASA wird ab September in den USA ausgestrahlt. Die Serie nennt sich schlicht "The First":


https://www.youtube.com/watch?v=1GvL9quPI10

Bevor man einen Beitrag letztendlich abschickt sollte man ihn sich noch ein letztes Mal durchlesen und sich dabei überlegen ob man ihn genau in diesem Wortlaut auch Abends seinem Partner und/oder Kindern ohne Bedenken vorlesen würde.

Offline Murava

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1301 am: 07. August 2018, 09:57:55 »
„Spacewalker – „Vremya Pervykh - Die Zeit der Ersten“

So, nun hatte ich Zeit den Film einmal mit Familie und dann nochmal „in Ruhe“ alleine anzusehen.
Wen das Thema interessiert, der kann sich den Film nach einiger Zeit sicher noch viele Male mit völlig neuen Erkenntnissen ansehen – der hohe Informations- und Detailierungsgrad gibt das auf jeden Fall her. Das zeigt auch, dass hier im Vorfeld der Verfilmung unheimlich viel gelaufen sein muss.
Eingeführt wird die Person Leonows in einer sehr kritischen Situation, die er gezwungenermaßen
auf unvorhergesehene Weise meistern muss und gleich noch unter Beweis stellt, dass er ein guter Kamerad ist und Niemanden anscheißt…
Das stellt dann gleichzeitig die Qualifikation für einen mindestens gleichgefährlichen Raumflug dar und die Person des Leiters der Kosmonautenausbildung, Genaral Kamanin (dem deutschen Filmpublikum aus der Neuverfilmung von „Soweit die Füße tragen“ als Bergwerkskommandant Oberleutnant Kamenev bekannt) wird auch „zufällig“ zu Beginn des Films in Aktion treten mit den Worten „verrückt ist genau das Richtige für uns“.
Und dann geht die Story zielgeradewegs los und zeigt einen von Wendungen und Schwierigkeiten geprägten Weg von der Flugvorbereitung über den Flug mit Ausstieg bis zur glücklichen Rettung nach der Landung.
Ab und zu gibt es Rückblicke in die Kindheit Leonows zu einem Ereignis, bei dem seine kindliche Neugierde sogar stärker als die dunkle kalte Nacht war. Wobei das dargestellte Schweben in den Glühwürmchen/Sternen irgendwie an die Stelle mit den aufsteigenden Funken vom Feuer der Ureinwohner in den Sternenhimmel erinnerte – glaube das ist bei dem Mercury-Reentry bei „Der Stoff aus dem Helden sind“?
Apropos Leonows Kindheit:  Der Film hat FSK 12 – also haben wir „klein dksk“ natürlich pädagogisch vertretbar unter Aufsicht den Film mit ansehen lassen.
Zum Aufbau und Verständnis des Film trägt auch bei, dass alle Probleme und kritischen Phasen des Fluges vorher angetippt werden: Drehung in der Schleuse, Raumanzugsblähung, Steuerung des Raumschiffs mit um die Ecke gucken, Schwerpunktversetzung etc.
Aber auch die Familien und Mitstreiter werden nach und nach eingeführt. Sehr schön auch die Stelle, an der Leonows Frau seine Malerei kommentiert: „Du bist kein echter Maler, sondern ein Kosmonaut mit einem Pinsel.“
-   -
Die Darstellung der Leitungspersonen und deren Diskussionsstil hat mich zeitweise an „Die Bändigung des Feuers“ erinnert. Grundsätzlich wird versucht die vielschichtigen Schwierigkeiten vor, während und auch nach der Mission darzustellen. Der Hauptheld (Leonow), mit seiner „zielgerichteten teils unkonventionellen Art“ wird stufenweise aufgebaut. Seine Wirkung entfaltet er aber auch gerade wegen der Darstellung der Person Beljajews als teilweise Gegen- und Ruhepol.
Die technische Ausstattung bzw. Mockups, Bühnenbau etc. ist auf sehr hohem Niveau. Ein paar Requisiten sind etwas ihrer Zeit voraus. Beispielsweise die Hubschrauber Mi 8 bzw. Mi 171 und auch bei der Raumanzugsdiskussion sind im Hintergrund „Orland like Bilder“ zu sehen.
Die Computerbilder/Renderings sind sehr gut und auch die Darstellung des Ausstiegs ist sehr gelungen. Vor allem der Moment, wo das Loslösen vom Raumschiff die letztendliche Überwindung darstellt – vergleichbar mit Fallschirmsprung aus dem Flugzeug. Da hat man gerade noch etwas zum Anfassen und nun soll man eine Bewegung in die Leere machen.
Wer schon mal einen Segelflugzeug-Windenstart mitgemacht hat, kennt vielleicht das Gefühl, wenn quasi Nichts um einen herum ist und man nach dem Ausklinken voll nach vorne kippt. So ähnlich stelle ich mir das bei einem Ausstieg in die Leere vor.
Durch den hohen technisch/detaillierten Grad der Darstellung lassen sich auch viele Themen, über die immer wieder spekuliert wurde gut erklären. FDR hatte in seinem Portalartikel da auch schon drauf hingeweisen z.B. Bremsraketen etc.
Beispielsweise das Orientierungs- und Lageregelungssystem mit Visor in der Schleusenluke und dem um 90° gedrehten Steuerhebel, der die Besatzung zu unkonventionellen Lösungen bei der manuellen Steuerung für die Rückkehr zwingt. Da ist aber auch die unveränderliche Grundkonzeption des Raumschiffs als Wostok-Grundtyp klar erkennbar. Und es wird auch hier klar dargestellt, dass die damaligen Projekte eine Sammlung von Zwangskonstrukten waren, die bei der administrativen Vorgabe von Projektzielen aus einer Grundkonstruktion immer noch mehr rausholen, diese aber nicht wirklich besser machen.
In ein paar Szenen wird auf den Mond angespielt,  fand ich passend, wenn man den Gesamtkontext des Flugzieles sieht. Und speziell für Leonow kann man ja sagen, dass er einer der wenigen Menschen ist, der einen doppelten Bezug zu Mondflugprojekten und deren Raumschiffe hat.
Die durchaus glückliche Rettung am Schluss des Films wird dann noch mit Durchhaltewillen, Flüchen („gefrorenes Stück Mammutscheiße“) und Selbstoffenbarungen vermeintlicher Helden garniert und dass im Hintergrund des Flughafenempfangs eher 70er Jahre Technik steht – wem fällt das groß auf…
Es lohnt sich den Film bis zum Schluss = Abspann anzusehen. Da kommt dann das schwermütige Lied „Ja vasmu etot bolschoi mir“  ist wirklich ein schöner Abschluss (wenn man was damit anzufangen weiß). Das ist das Lied, welches in dem SF Film „Start zur Kassiopeia“ einmal bei der Verabschiedung der Jugendkosmonauten am Tag vor dem Start gespielt wird – UND was sie im „Holodeck“ am Geburtstag in der Wohnungssimulation gemeinsam anstimmen um nach dem Schwur sich nicht mehr an zu Hause zu erinnern, diesen als nicht haltbar darstellen, da man sich immer an sein zu Hause erinnern sollte.
Es gibt auch auf Youtube einen Trailer, bei dem das Lied, was ich meine läuft.

https://www.youtube.com/watch?v=4f_EqJIIH54
Schlussbemerkung:
Der Darsteller des S. Koroljov hat mich sehr an den deutschen Schauspieler Thomas Thieme erinnert. Das hat die Rolle für mich subjektiv verfärbt – ist halt auch von Zuschauer abhängig, wie man das empfindet. Sein bester Satz war „Ihr Tee ist viel zu stark.“
Ansonsten – toller Film, hat mich zum drüber nachdenken veranlasst.

dksk

 :o Irgendwie habe ich den verpasst! Werde ich demnächst nachholen.
Ich hoffe nur, der Film ist historisch besser gemacht, als viele andere, die historische Momente der UdSSR behandeln.  :-\
Schaue mir gerade noch das Video mit Leonov an:
https://youtu.be/ex9KmF9iDdA

Offline jok

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1302 am: 09. August 2018, 18:47:03 »
Hallo,

Für Amazon Prime Kunden sind jetzt die Filme Spacewalker und Salut 7  in Prime Video zum kostenlos schauen enthalten.

Gruß jok

Online Schillrich

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1303 am: 29. August 2018, 09:23:40 »
Haben wir das schon auf dem Schirm: "First Man"?


https://www.youtube.com/watch?v=PSoRx87OO6k

Hollywood verfilmt Neil Armstrongs Weg zum Mond. Der Film scheint die Gemini-Apollo-Geschichte bis zum ersten Schritt auf die Oberfläche zu erzählen (ich vermute, dann kommt der Abspann), fokussiert auf Neil Armstrongs Charakter.

Wirkt sehr "hollywood-dramatisch" im Trailer. Ich würde da wohl kein "biopic" erwarten ... eher eine Drama angelehnt an ...
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Online fl67

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1304 am: 30. August 2018, 00:02:22 »
Ganz gute Doku gestern im MDR: "Die Walentina-Tereschkowa-Story - Triumph und Tränen".

Gibt's noch in der Mediathek zum Ansehen und Runterladen  (1266 MB).

Zitat


1963 flog mit Walentina Tereschkowa erstmals eine Frau ins All. Die Sowjetunion feiert die 26-Jährige. Dabei lief nicht alles perfekt. Denn Tereschkowa litt unter der Raumkrankheit.
Bild + Text: MDR

Offline Nitro

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1305 am: 31. August 2018, 09:02:23 »
Wirkt sehr "hollywood-dramatisch" im Trailer. Ich würde da wohl kein "biopic" erwarten ... eher eine Drama angelehnt an ...

Die Befuerchtung hatte ich nach dem Trailer auch, aber wenn man den ersten Reviews glauben kann dann scheint eher das Gegenteil der Fall zu sein:

http://www.parabolicarc.com/2018/08/30/man-biopic-neil-armstrong-rave-reviews/
Bevor man einen Beitrag letztendlich abschickt sollte man ihn sich noch ein letztes Mal durchlesen und sich dabei überlegen ob man ihn genau in diesem Wortlaut auch Abends seinem Partner und/oder Kindern ohne Bedenken vorlesen würde.

Offline AndiJe

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1306 am: 01. September 2018, 05:43:47 »
Ryan Gosling schaut Neil nicht mal annähernd ähnlich... hätte man nicht den Schauspieler aus "From the earth to the moon" nehmen können? Der war ja schon auf dem Mond, der kennt sich ja schon dort aus... nur wurde die Serie schon 1998, vor 20 Jahren produziert...
Der Mensch kann nicht ewig in der Wiege bleiben, daher geht's ab sofort in die Krabbelstube!

Online Schillrich

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1307 am: 03. September 2018, 08:33:00 »
Optische Ähnlichkeit ist zwar nett, aber nicht zwingend. Am Ende steht und fällt es mit der schauspielerischen Verkörperung des Charakters, ob es passt oder nicht funktioniert.
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Offline Axel_F

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1308 am: 12. September 2018, 23:54:51 »
Es gibt nun auch einen zweiten Trailer zu "First Man":

https://www.youtube.com/watch?v=w4GtJB5WAlQ
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Offline Axel_F

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1309 am: 19. September 2018, 21:39:17 »
Nun gibts auch den dritten und damit finalen Trailer von "First Man":

https://www.youtube.com/watch?v=TVowQ4LgwLk
Am 12. Oktober feiert der Film seine Premiere. In Deutschland wird er unter
dem Titel "Aufbruch zum Mond" am 8. November in die Kinos kommen.

Im Anbetracht das wieder von LC39A (starke) Raketen starten, gestern der 1. private Mondpassagier vorgestellt wurde, mehrere unbemannte Mondmissionen im Bau sind und Anfang 2019 ihren Weg zu unserem kosmischen Begleiter antreten und im VAB in Cape Canaveral wieder ein riesiger Startturm für eine Mondrakete steht kann der Film wieder ein Teaser für die aktuelle Aufbruchstimmung sein.

Der Film "The Last Man on the Moon" (Doku über Gene Cernan) hatte 2015 eher eine traurig, depressive Stimmung und ein großes Loch vermittelt.
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Offline Rücksturz

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1310 am: 26. September 2018, 23:23:22 »
Pirx hat diese Dokumentation über den Aufenthalt von Thomas Pesquet auf der ISS zwar schon an anderer Stelle gepostet, aber ich finde hier ist sie eigentlich besser aufgehoben:


https://www.youtube.com/watch?v=19MY5TRYohM

Die von Arte produzierte Doku spannt den Bogen von Pesquets Mission zu den zahlreichen Forschungen und Vorbereitungen, die weit über den Erdorbit hinausführen sollen.
Statt effektheischender Hektik zeigt die Doku in ruhiger und ausführlicher Art sowohl das Leben und Arbeiten auf der ISS als auch die zahlreichen ganz unterschiedlichen Forschungen hier auf der Erde, die im Zusammenhang mit zukünftigen Reisen z.B. zum Mars stehen.
Ich habe dabei tatsächlich eine ganze Reihe neuer Themen kennengelernt und manches Halbwissen vertiefen können.
Sehr empfehlenswert!  :)

Viele Grüße
Rücksturz
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Offline TWiX

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1311 am: 04. Oktober 2018, 18:39:16 »
Kein Film, aber eine Serie ueber die erste bemannte Marsmission basierend auf den aktuellen Plaenen der NASA wird ab September in den USA ausgestrahlt. Die Serie nennt sich schlicht "The First" [...]
Ich hatte kürzlich die Gelegenheit, die Serie anzuschauen und war überwältigt. Im Gegensatz zu vielen Kritikern übrigens, die ich nichtsdestodtrotz verstehen kann, es ist eine sehr eigenwillige Mischung. Vorweg, technologisch orientiert man sich sehr stark an der NASA, als SLS, Orion usw. Was mir an der Serie positiv aufgefallen ist, sind die umwerfenden Effekte, die positive Einstellung zur Raumfahrt, der (nicht immer gelingen wollende) Versuch, die Sehnsucht nach dem All darzustellen und die Tatsache, dass (zumindest bis jetzt) nicht ständig die Technik versagen muss, um auch ohne Bösewichter eine Quelle für Drama zu haben. Was allerdings auch dazu führt, dass die Serie über längere Strecken sehr auf ihre Charaktere, ihr Innenleben und ihre Beziehung zueinander fokussiert ist.
Leider hat sich im deutschen Raum noch kein Verwerter aufgetan, dennoch kann ich nur empfehlen, bei Gelegenheit einen Blick auf die Serie zu werfen. Gerade die letzte Folge hat mich (nicht nur, aber vor allem) optisch vom Hocker gehauen und lässt mich freudig eine zweite Staffel erwarten

Offline Klakow

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1312 am: 07. Oktober 2018, 14:50:42 »
Auf Netflix gibt es die Serie Salvation bei der es um die Bedrohung durch einer Killerasteroiden geht.
Eine der Hauptfiguren ist wohl Elon Musk nachempfunden, samt Raumfahrtunternehmen und dem Model X von Tesla.
Selbst der EM-Drive wird thematisiert.
Soweit ich weiß gibts bald die zweite Staffel.
Bei der ersten Staffel geht nur relativ wenig um Technik und Raumfahrt, aber viel um Politik was Teils recht spannend umgesetzt ist. Ich würde drei bis vier Sterne geben.

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1313 am: 07. Oktober 2018, 16:15:30 »
Man müsste Mission ARES von Stephen Baxter mal verfilmen

Offline AndiJe

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1314 am: 07. Oktober 2018, 18:03:38 »
Hab die ersten 2 Folgen auch schon gesehen, … hoffentlich wird das was mit dem Antrieb, allein mir fehlt der Glaube!
Der Mensch kann nicht ewig in der Wiege bleiben, daher geht's ab sofort in die Krabbelstube!

Offline Klakow

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1315 am: 07. Oktober 2018, 22:21:17 »
Leider hat die Realität den Film überholt, es geht nicht mit dem EmDrive 

Offline Rücksturz

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1316 am: 12. Oktober 2018, 22:07:02 »
Die Sendung makro von heute auf 3Sat zum Thema "Wer verdient am Weltall":
http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=76449

Trotz des Titels geht es zunächst um den Fehlstart der Sojus MS-10 und mit mehreren Beiträgen um Alexander Gersts Mission auf der ISS.
Durchaus interessante Beiträge und nur ganz wenige echte "Kopfschüttler": "... Teslas SpacX" statt "Elon Musks SpaceX" und dass die Montage von ICARUS an der ISS nur mit einem hochriskanten Außenbordeinsatz montiert werden konnte.

Interessant:
Raumfahrt in Deutschland ist eigentlich fast geschenkt, jeder Deutsch zahlt ungefähr so viel wie für eine Kino-Karte pro Jahr für die deutsche und europäische Raumfahrt.
Der Durchschnitts-US-Amerikaner zahlt immerhin das Vierfache!

Auch PTScientists kommen vor.
Außer dass ein Vodafone-Vertreter die geringe Größe der von ihnen entwickelten LTE-Basisstation lobt, gibt es nichts neues.
Das Mockup des Landers ist immer noch das gleiche wie auf dem IAC in Bremen und vor allem wie vor zwei Jahren in Berlin.

Insgesamt sehenswert!

Viele Grüße
Rücksturz
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Online Schillrich

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1317 am: 14. Oktober 2018, 14:09:17 »
Ich habe jetzt auch "Saljut 7" gesehen ... und ich kann ihn nicht empfehlen. Er hat aus meiner Sicht eine ganze Reihe handwerklicher und erzählerischer Schwächen. Ich vergleiche das mit dem thematisch ähnlichen Drama Apollo 13 ...

Größe der eigenen Leistung ...
Wie stellt man die Größe der eigenen Leistung dar? Offenbar nicht, indem die Leistung für sich steht, sondern man bemüht "TV-Zitat", dass westliche Experten das alles für unmöglich und gescheitert halten ... und man ihnen dann das Gegenteil beweist. Braucht man das wirklich, um sich groß zu fühlen? Ist das Drama im Orbit nicht selbständig genug zu erzählen? Muss ich unbeteiligte Fremde abwerten, um mich selbst aufzuwerten? Außerdem, wie umfangreich waren damals westliche Medien über die Details der Mission informiert? Was konnte man da überhaupt berichten?
Apollo 13 hat zwar auch seine pathetischen Momente ("Failure is not an option!"), aber die sind in sich geschlossen und bemühen nicht unbeteiligte Dritte.

Darstellung der technischen Arbeit ...
Man sieht mehrfach Montagen, dass die Kosmonauten "irgendetwas tun" ... Klappen öffnen, etwas trocknen, Kabel anschließen ... ohne direkte Erklärung, ohne echten Zusammenhang zur technischen Rettung. Das ist einfach, aber unbefriedigende dargestellt.
Apollo 13 schafft es hier auch jede dargetellte Handlung in einen sinnvollen Kontext der Erzählung zu setzen: CO2-Filter umbauen, Command-Modul stilllegen und wieder in Betrieb nehmen, Ballast umladen ... und nicht einfach nur "Aktivität zeigen".

Charakterzeichnung ...
Wie zeigt man, dass Dschanibekow für das Andocken an die taumelnde Station "besser geeignet ist " als alle anderen Piloten? Indem er, unmotiviert, auf der Straße mit seinem Auto einmal um 180° schleudert ... aha ...

Challenger ...
Wer immer das finale Auftauchen der Challenger neben der Station in das Skript hineingeschrieben hat ... das ruiniert den Film. Jenseits der Fakten ist das auch noch schlecht umgesetzt. Die Challenger taucht in "Flugzeug-Lage" neben der Station auf, mit geschlossenem Laderaum. Hat man vorher Saljut und Sojus im Orbit ziemlich akkurat umgesetzt ... da waren die Fachleute bei den Szenen offenbar nicht mehr beim Dreh dabei ...
Hier sieht man auch was "beruht auf einer wahren Begebenheit" bedeutet ... frei interpretiert und beliebig hinzugedichtet.

Musik ...
Rein persönlich: die treibenden "Action-Beats" passen nicht zu den dramatischen Szenen im Orbit. Es soll ein Drama sein, kein Actionfilm ... oder doch nicht?
\\   //    Grüße
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Offline Stefan307

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1318 am: 16. Oktober 2018, 17:41:53 »
Man müsste Mission ARES von Stephen Baxter mal verfilmen
Absolute Zustimmung! Dafür müsste man aber ein neues Format erfinden, Quasi ScienceFiction in der Vergangenheit, die Storry ins heute zu übertragen wäre zwar möglich, ich finde aber gerade das die Teile des Buches sehr gelungen bei denen die Mars Mission als (fiktional umgesetzte) "Alternative" zum Space Shuttle (und damit zur Realität) dargestellt wird.
Alternativ könnte man sich Plots in jüngerer Zeit vorstellen bei denen das Shuttle Programm nach der Challenger oder Columbia Katastrophe abgebrochen wird...
Sollte man vielleicht mal Andy Weir vorschlagen  ;)

Von Saljut 7 war ich auch sehr enttäuscht und kann mich Schillrich nur anschließen...

MFG S

Offline Xerron

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1319 am: 17. Oktober 2018, 09:47:34 »
Auf Welt gibt's die neue mehrteilige "Filmdoku" zur ersten fiktiven Marsmission. Es gibt immer Rückblicke in 2016 mit Interviews mit Elon Musk, Bildern von Space X usw.

https://www.welt.de/mediathek/dokumentation/space/mars/sendung181411754/MARS-Novo-Mundo.html

Offline Dublone

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1320 am: 17. Oktober 2018, 15:46:54 »
Auf Welt gibt's die neue mehrteilige "Filmdoku" zur ersten fiktiven Marsmission. Es gibt immer Rückblicke in 2016 mit Interviews mit Elon Musk, Bildern von Space X usw.

https://www.welt.de/mediathek/dokumentation/space/mars/sendung181411754/MARS-Novo-Mundo.html

Die Serie ist leider nicht neu. Sie stammt aus dem Jahr 2016 und wurde auf  National Geographic gesendet.

Offline Klakow

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1321 am: 18. Oktober 2018, 07:20:00 »
Die Serie habe ich schon zweimal auf Netflix gesehen, also schlecht ist sie sicher nicht, bis auf ein paar Kleinigkeiten die vielleicht für die Spannung wichtig waren, aber ziemlich an den Haaren herbeigezogen sind.
Die Charaktere finde ich gut dargestellt und die Motivation warum man auf den Mars will fand ich sehr gut rüber gebracht.
Nur das sie per SLS gestartet sind fand ich dann doch zu viel Märchenstunde.

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1322 am: 20. Oktober 2018, 22:10:07 »
Ryan Gosling schaut Neil nicht mal annähernd ähnlich... hätte man nicht den Schauspieler aus "From the earth to the moon" nehmen können? Der war ja schon auf dem Mond, der kennt sich ja schon dort aus... nur wurde die Serie schon 1998, vor 20 Jahren produziert...

Hat bei Apollo 13 doch auch keine Sau gestört außer Jim Lovel der bekanntlich Kevin Coster haben wollte...

Micha

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