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Autor Thema: Raumfahrt Filme und Dokumentationen  (Gelesen 369891 mal)

Offline PaddyPatrone

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1400 am: 10. Dezember 2019, 18:04:57 »
Auf Twitch werden seit gerade eben ALLE Folgen von "The Expanse" 1-3 Staffel in einem Marathon durchgehend gestreamed. Also wer viel Zeit hat und nicht schlafen muss....  ;D
Der Stream ist allerdings auf Englisch.

https://www.twitch.tv/twitchpresents

Offline Raffi

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1401 am: 22. Dezember 2019, 15:21:09 »
Seit Donnerstag ist ein weiterer Raumfahrtfilm in den Kinos zu bewundern. Natürlich ist es Star Wars Episode IX Der Aufstieg Skywalkers.

Ich habe den Film gestern im Kino gesehen. Ich fand ihn Klasse. Die Handlung war super, die Effekte grandios, viel Action, super Schlachten, gute schauspielerische Leistung der Charaktere. Das einzige, wo man bisschen was aussetzen kann, ist, dass die Handlung ein bisschen schwer zu folgen war und dass bei einigen Schlachten sich alles so schnell abgespielt hat, dass das Auge schwer hinterherkommt. Aber das sind nur Kleinigkeiten, sonst war der Film top.  :)

Ich kann den Film nur jedem empfehlen. Geht in die Kinos, lasst euch nicht von irgendwelchen Kritischen Presestimmen aus der Fassung bringen. Genauso wars beim Solo-Spinoff. Überall in der Presse wurde gesagt, dass der Film schlecht ist. Ich fand ihn toll.
Der 51. Regensburg-Nürnberger Raumcon Stammtisch findet vorraussichtlich im Januar 2020 in Regensburg statt.

Offline dksk

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1402 am: 29. Dezember 2019, 20:02:45 »
Solaris - 1972 - Regie   Andrei Tarkowski

Habe mal einen doch schon älteren Film erstmals angesehen. Der Weihnachtsmann brachte eine DVD Box mit mehreren Werken des. o.g. Regisseurs – also gleich mal mit dem Ansehen angefangen.
--
Solaris
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Der Film beginnt mit eindrücklichen Aufnahmen von irdischer Natur und Menschen einschließlich der Einführung in bisheriges Geschehen und Schwierigkeiten auf einer Raumstation, die den Planeten Solaris umkreist. Wie in einem Kammerspiel wird in und um das Vatershaus der Hauptperson, eines Psychologen, hier ein irdischer Anker gesetzt.
Dabei berichtet ein Gast als Zeuge, der scheinbar vor längerer Zeit vor Ort (Solaris) war von seinen damaligen Problemen und auch die Skepsis gegenüber ihm und seinen Schilderungen wird dargestellt. Solaris steht in Interaktion mit den Insassen der Raumstation und die Menschheit will vor Ort ihren Willen durchsetzen, kann das aber nicht.
Die unmittelbar bevorstehende Abreise des Psychologen hin zur Raumstation wird in einen Ballastabwefungsabschied stilistisch übergeleitet zu der langen Reise mit einer sehr langen Autofahrt durch ?eine japanische Stadt?
Das erinnert mich sehr an einige Sequenzen aus „Koyaanisqatsi“.

Dann, im zweiten Handlungsteil wird die heruntergekommen Station gezeigt, deren beide letzten lebenden Bewohner kein Interesse am Neuankömmling zeigen. Ein ehemaliger guter Freund, der auch auf der Station lebte hat sich umgebracht und der Psychologe bekommt einige Informationen über die Probleme durch eine Videobotschaft des ehemaligen Freundes geschildert. Also ist die Lage doch sehr schlimm.
Die beiden „Altbewohner“ der Station üben sich in Ignoranz bzw. wissenschaftlichem Übereifer, um mit der Situation zurechtzukommen. Sie müssen in einer eher stillen Einsamkeit seit längerer Zeit auskommen und haben damit schon genug zu tun. Die Einsamkeit ist spürbar dargestellt – das gelingt in dem alten Film auf jeden Fall besser als bei „Passengers“ wo „Einsamkeit in der Welt des Überflusses“ zu sehen ist.
Da Solaris die Gedanken der Menschen analysieren kann, werden dazu positiv oder negativ passende Erinnerungen in Form von „Gästen“ erschaffen. Im Falle des Psychologen ist es ein Abbild seiner Frau, die sich vor ein paar Jahren trennte und Selbstmord verübte.

Anfangs ist der Psychologe da noch sehr kühl und geleitet das erste Abbild seiner Frau in eine Forschungsrakete auf der Station – Klappe zu und in eine Umlaufbahn geschossen.
Diese Stelle ist sehr überraschend gewesen – insbesondere meine Frau fand das sehr befremdlich wie der Mann sich dem Abbild seiner Frau entledigte.
Da sein Gast (Abbild seiner Frau) aber wieder erscheint lässt sich der Psychologe nun doch mehr und mehr davon beeindrucken. In einem zweiten Akt trinkt die Frau flüssigen Sauerstoff um sich zu richten – tiefgefroren taut sie doch wieder zum Leben auf. Das zeigt, dass man die Gäste nicht so einfach losbekommt.

Durch weitere Handlungsschleifen, auch in Interaktion mit den beiden „Altbewohnern“, wird die Macht von Solaris und die Nicht-Macht der Menschen klar.
Schlussendlich versucht sich der Psychologe auf das Abbild seiner Frau immer mehr einzulassen und lebt in der neuen Situation so dahin.
Um Solaris zum Verständnis gegenüber den Menschen zu bewegen wird die Oberfläche mit einem Signal der Hirnströme des Psychologen bestrahlt. Damit gibt es kein Zurück mehr, denn jetzt übernimmt Solaris das Geschehen.
Es gibt in diesem Film sicherlich mehrere hundert Hinweise, Anspielungen etc. die der jeweilige (Er)Kenner dankbar aufnimmt. Davon sind mir sicherlich die meisten verborgen geblieben. Einen doch schon älteren Film nicht in seinem mittelbaren zeitlich/gesellschaftlichen Kontext anzusehen führt natürlich auch zu komplett anderen Eindrücken und Interpretationen.

Aber – das ist auch sehr interessant.

Sehr lange Dialoge mit gleicher Kameraeinstellung zeigen das hohe Maß an schauspielerischer Leistung und man kann eher in das Gesamtgeschehen eintauchen als bei den superschnell geschnittenen Filmen der Neuzeit
Dieses indifferente Hinübergleiten von der Realität über deren Abbildung bis zur Fiktion ist zum Schluss interessant dargestellt, wo die Insel mit dem Haus incl. Bewohner auf dem Solarisozean übrig bleibt. Man denkt man hat alles unter Kontrolle und nur die anderen sind so komisch…
So was in der Art war als Stilmittel bei „The Sixth Sense“ auch mal in einem anderen Kontext aber doch für mich ähnlich dargestellt.

Wenn man den Film z.B. als Grundlage für eine anschließende Diskussionsrunde heranzieht, könnte ich mir da noch viele interessante Interpretationen vorstellen.

Abschließend mein Urteil: ansehenswert, wenn man sich für ältere Filme interessiert.

Nebenbemerkung: Der melancholisch/dystopische Hintergrund des Films hat mich an 2 Dinge „erinnert“.

1.   Joy Devision – New dawn fades  (remember Ian Curtis)

2.   Film Stalker – vom gleichen Regisseur wie Solaris – sehr empfehlenswert
Da geht es um Wünsche – insbesondere die unbewussten Wünsche, die das Leben schwer machen. Bei Solaris wäre eine Interpretation, dass diese sichtbar gemacht werden.

Noch ein paar YT Links zum Film und tangierenden Themen:


https://www.youtube.com/watch?v=9LMMn8czq2w


https://www.youtube.com/watch?v=acCPV0VN31Q
--

dksk

Offline spacepete

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1403 am: 29. Dezember 2019, 22:07:01 »
Wow! Leute schaut euch "For All Mankind" an! (Ein Apple Original auf Apple TV+).
Die beste Hard-SF Raumfahrtserie die ich je gesehen habe! Absolut faszinierend, ergreifend und technisch gut gemacht! WOW einfach nur WOW! Bin begeistert! Jeden Cent wert! Tip: Spoilert euch nicht selbst mit Episodeninhalten, es passiert wirklich in jeder Folge irgendwas spektakuläres unerwartetes!

Erste Staffel mit 10 Folgen ist jetzt durch, zweite Staffel wurde in Auftrag gegeben!

Trailer worum es geht (Spoilerfrei):
https://youtu.be/HZS9M52Bd_w

Offline Steffen

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1404 am: 03. Januar 2020, 00:38:34 »
Solaris - 1972 - Regie   Andrei Tarkowski

...


Wenn man etwas mehr Zeit für das Thema hat, als die Filmlaufzeit, dann ist es sehr sinnvoll, sich auch mit der literarischen Vorlage, dem Roman "Solaris" des polnischen Autors Stanisław Lem zu beschäftigen.
Ich persönlich finde es meistens besser, zuerst das Buch zu lesen und sich danach die Verfilmungen (hier gab es im Laufe der Zeit mehrere) anzuschauen. Ich sah zu DDR-Zeiten mal eine deutsche Synchronisation dieses Films (https://www.defa-stiftung.de/filme/filmsuche/soljaris/), war jedoch etwas enttäuscht, ich fand das Buch einfach besser. Das mag natürlich daran liegen, dass Lem schon als Jugendlicher einer meiner Lieblingsautoren war, da ist man gegenüber der Verfilmung dann besonders kritisch.

viele Grüße
Steffen

Offline Sensei

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1405 am: 05. Januar 2020, 12:43:51 »
Ein Kurzfilm über 67p Churyumov-Gerasimenko, rein aus Bildern von Rosetta zusammen gestellt.

https://petapixel.com/2019/09/09/this-video-was-made-from-400000-actual-photos-of-a-comet-in-space/
“If the schedule is long, it's wrong; if it's tight, it's right." E.M.

Offline Gertrud

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1406 am: 05. Januar 2020, 14:38:28 »
Ein Kurzfilm über 67p Churyumov-Gerasimenko, rein aus Bildern von Rosetta zusammen gestellt.

https://petapixel.com/2019/09/09/this-video-was-made-from-400000-actual-photos-of-a-comet-in-space/

Hat jemand Erinnerungen daran,
gibt es Originalbilder, die Rosetta zusammen mit dem Kometen P67 zeigen.?
Konnten die OSIRIS WAC oder NAC gleichzeitig einen Teil von Rosetta und dem Kometen aufnehmen, wie es im Film gezeigt wird.?
Damals konnte ich ja nicht alles verfolgen und danach habe ich mir auch nicht mehr alles angesehen.
Es gibt ja mindestens drei Forenteilnehmer, die die Ereignisse um den Kometen gut verfolgt haben. :)

Fragende Grüße
Gertrud
die Erklärung zu meinem Avatar:
http://de.wikipedia.org/wiki/NGC_2442
http://antwrp.gsfc.nasa.gov/apod/ap070315.html
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Offline Gertrud

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1407 am: 05. Januar 2020, 15:31:06 »
(………..)
Hat jemand Erinnerungen daran,
gibt es Originalbilder, die Rosetta zusammen mit dem Kometen P67 zeigen.?
(…..)
Es gibt ja mindestens drei Forenteilnehmer, die die Ereignisse um den Kometen gut verfolgt haben. :)

Ja, es gibt ein Selfie aus zwei Bildern von Rosetta.!
An der Spitze des Landers ist der CIVA-P Teil mit den sieben Mikro-Kameras für Panoramabilder angebracht. Der CIVA-M ein  visible/infrared microscope imager/Spectrometer, der die Zusammensetzung, die Struktur und die Albedo der Oberfläche studieren wird.
Quelle:
https://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?action=media;sa=item;in=34288

Wie gut, das es unsere Galerie gibt !, wenn mich meine grauen Zellen im Stich lassen. :o :(
Nur, bevor ich die Frage gestellt habe, hätte ich mich zuerst in der Galerie umsehen sollen,  >:(

Mit besten Grüßen
Gertrud
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Offline Wilhelm

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1408 am: 05. Januar 2020, 22:52:09 »
Wow! Leute schaut euch "For All Mankind" an! (Ein Apple Original auf Apple TV+).
Die beste Hard-SF Raumfahrtserie die ich je gesehen habe! Absolut faszinierend, ergreifend und technisch gut gemacht! WOW einfach nur WOW! Bin begeistert! Jeden Cent wert! Tip: Spoilert euch nicht selbst mit Episodeninhalten, es passiert wirklich in jeder Folge irgendwas spektakuläres unerwartetes!

Erste Staffel mit 10 Folgen ist jetzt durch, zweite Staffel wurde in Auftrag gegeben!

Trailer worum es geht (Spoilerfrei):
https://youtu.be/HZS9M52Bd_w

Finde ich auch!! Gibt es hier einen Thread, in dem diskutiert wird, was an der Serie realistisch ist und was nicht???
"We choose to go to the moon in the decade and do the other things: not because they are easy, but because they are hard."

Offline Hegen

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Re: Raumfahrt Filme und Dokumentationen
« Antwort #1409 am: 12. Januar 2020, 23:02:24 »
Ich bin gerade über die folgende Dokumentation zur Erprobung der R-1 (V2/A4) in der Sowjetunion gestolpert. Falls hier noch nicht darauf hingewiesen wurde:


https://www.youtube.com/watch?v=rDhFdGLz2i4&list=FL4u1ybvgM2tjuqxd_gWpgzg&index=3&t=0s

Einige sehr interessanten Bilder und Aussagen (zu Reichweite, Genauigkeit, Erprobung der Gyroskope ...) vergleicht man dazu:

https://www.youtube.com/watch?v=mzYqtnl2pwo&list=FL4u1ybvgM2tjuqxd_gWpgzg&index=1
Viele Grüße zum Neuen Jahr(zehnt)
Hegen
Hegen

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