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Autor Thema: Resttreibstoff als Ressource  (Gelesen 1187 mal)

Offline runner02

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Resttreibstoff als Ressource
« am: 07. August 2009, 12:32:35 »
mir kam neulich eine Idee, die sich lohnen könnte, allerdings weiß ich nicht, ob sie funktioniert...

Wenn man Treibstoffdepots im Orbit hat, kann man mit viel kleineren Raketen zum Mond/Mars etc fliegen. Soweit alles klar.

Wenn ein kommerzieller Satellit von einer Trägerrakete in den Orbit geschossen wird, erreicht doch auch die Oberstufe einen niedrigen Obit.
Ein bischen Treibstoff bleibt immer über, das muss man als Reserve mitnehmen.
Könnte sie nicht von dort aus eine 'Raumstation' mit einer absichtlich so niedrig gewählten Bahnn (150-200km) ansteuern und dort den Resttreibstoff abgeben??

Dafür könnte die Firma der Rakete als Gegenleistung Geld erhalten. Dann profitieren beide.
Und auch die Raumfahrt.

(Die Raumstatin könnte mittels eines Federmechanismus/Railgun nach dem Betanken die Oberstufe zurückschleudern, sich somit vorantreiben und den sonst entstehenden Weltraummüll verhindern, da die Oberstufe dann in den niedrigen Orbit gerät, wo sie agebremst wird)

Theoretisch könnte man diese mit einem Vasimr auf Kurs halten, wenn sie nicht den gewonnenen Treibstoff verschleudern soll...
(über Musk) “He wants to make people a multi-planet species, and he’s not going to quit. He’ll change the model, or he’ll spend more of his own money—he’ll do something. He’s not in it to build the rockets; that’s a means to an end. It’s a religion for him.”

Offline Brainstorm64

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Re: Resttreibstoff als Ressource
« Antwort #1 am: 07. August 2009, 13:28:38 »
Ganz so einfach ist das nicht.
Es bleibt nicht allzuvuiel Treibstoff übrig, dafür ist der Aufwand recht hoch. Raketen starten ja nicht einfach in den Orbit. es gibt massenweise Orbits, und die Rakete muß schon beim Start in die richtige Richtung sarten, sonst kann sie Ihr Ziel nie erreichen. die Raketen müssten also alle so starten, daß sie die "Spritsammelstation" erreichen können. für viele Missionen werden aber andere Orbits oder Flugbahnen benötigt. Die haben dann keine Chance, die Sammelstelle zu erreichen. Oder sie müssten unsinnig viel Sprit verbrauchen, um dahin zu kommen.
Weiter benutzen Raketen unterschiedliche Treibstoffe. die einen Fliegen mit Wasserstoff/Sauerstoff, die anderen mit kerosin/Sauerstoff, wieder andere mit Hydrazin und so weiter. Wie willst Du dieses Ammelsurium an Sprit sinnvoll Bunkern?
Außerdem sind Kryogene Treibstoffe wie Wasserstoff nicht so einfach längere Zeit lagerbar. der Muß ständig auf sehr niedrige Temperatur gekühlt werden. Wo soll die Energie für die Kühlaggregate herkommen. Und wohin mit der anfallenden Überschusswärme. Im weltall etwas zu kühlen ist gar nicht so einfach.
Alles in allem ist der Aufwand wohl deutlich höher, als der nutzen.
Schödingers Katze ist jetzt 77 Jahre alt, glaubt Ihr wirklich daß die noch lebt?

Offline runner02

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Re: Resttreibstoff als Ressource
« Antwort #2 am: 07. August 2009, 13:37:38 »
Ja, das ist mir klar, dass eine Sonde, die in einen polaren Orbit startet wohl nicht teilnehemen wird.

Man muss halt einen Kompromiss machen:
In 0° Inklination werden doch die meisten starten. Darum müsste das Depot auch diese Inklination haben.
Hydrazin ist leicht lagerbar, ausserdem verwenden es relativ viele.

Oder man einigt sich auf LH2 & LO2


Nach und nach könnten größere - wenn nicht sogar riesige Depots entstehen.


Methan kann man mit Wasserstoff mischen (geht 100%ig, der O2 wird nämlich hypergol gezündet)
und Hydrazin vlt auch mit Kerosin (dann fällt die selbstzündung halt schwächer aus, müsste aber bis zu ein paar bis einigen prozent klappen)
(über Musk) “He wants to make people a multi-planet species, and he’s not going to quit. He’ll change the model, or he’ll spend more of his own money—he’ll do something. He’s not in it to build the rockets; that’s a means to an end. It’s a religion for him.”

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