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Autor Thema: Neutronensterne, Pulsare, Magnetare  (Gelesen 92977 mal)

websquid

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Re: Neutronensterne, Pulsare, Magnetare
« Antwort #200 am: 03. April 2013, 22:01:09 »
Ja, ich habe mich bei der Beschreibung auch ein wenig an das Funkeln von Sternen erinnert gefühlt, wie wir es so am Himmel sehen. Vielleicht ist es ja auch so, dass nicht zu jeder Zeit alle erwarteten Beugungs-/Brechungseffekte gleichzeitig auftreten, sondern immer nur ein bestimmter Pfad verfolgt wird (vielleicht weil Pulsare so extrem kompakt sind?).

Aber ich glaub wir stochern da gerade genau so im Dunkeln wie die Wissenschaftler selbst. Wobei vielleicht wissen die mittlerweile schon wieder mehr... oder glauben zumindest mehr zu wissen, sonst würde Kowaljow wohl keine so nebulösen Andeutungen von wegen "clevere Technik" etc machen :-\

Offline GG

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Re: Neutronensterne, Pulsare, Magnetare
« Antwort #201 am: 04. April 2013, 09:29:58 »
"Adaptive Antennen" ;)

websquid

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Re: Neutronensterne, Pulsare, Magnetare
« Antwort #202 am: 14. April 2013, 23:40:37 »
Noch eine Idee von mir dazu:
Eigentlich wurden ja zwei unerwartete Phänomene auf einmal beobachtet...
1. Statt einer großen Streufläche gab es einzelne, scharfe Punkte
2. Statt eines statischen Bilds war eine Bewegung dieser Punkte sichtbar

1. Folgt definitiv aus einer anderen Struktur des interstellaren Mediums als erwartet. Aber für 2. ist die Quelle ja eigentlich unklar - folgt die Dynamik aus einer Dynamik des ISM? Oder verhält sich das ISM als statische Optik, aber dafür ist die Strahlungszone des Pulsars dynamisch? Es könnte ja sein, dass durch die "radiooptischen" Eigenschaften des ISM bereits kleine Veränderungen der Strahlungsquelle zu deutlich sichtbaren Bewegungen des scheinbaren Bildes führen.

Falls wir es tatsächlich immer noch mit einem statischen Verhalten des ISM zu tun haben, wäre dies eine sehr einfache Möglichkeit, damit hochaufgelöste Bilder aufzunehmen - man müsste ja "nur" die einzelnen Punkte zur Deckung bringen, bzw bei flächigen Quellen die sichtbaren Flächen übereinander legen (markante, besonders helle Punkte sollten sich ja finden lassen). Vielleicht geht das ja ganz einfach ;)

Offline redmoon

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Re: Neutronensterne, Pulsare, Magnetare
« Antwort #203 am: 27. April 2013, 20:41:35 »
Hallo,

ein Pulsar bestätigt die Allgemeine Relativitätstheorie von Albert Eistein : 
http://www.raumfahrer.net/news/astronomie/27042013201254.shtml 

Schöne Grüße aus Hamburg - Mirko
Nicht ewig bleibt die Menschheit auf der Erde - Konstantin Eduardowitsch Ziolkowski

Offline Gertrud

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Re: Neutronensterne, Pulsare, Magnetare
« Antwort #204 am: 15. August 2013, 08:56:52 »
Hallo Zusammen,
in dem Zentrum unserer Milchstraße ist der Pulsar PSR J1745-2900 entdeckt worden. Er gehört wegen dem extremen starken Magnetfeld zu den Magnetaren.
http://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=624.msg263118#new
Quelle:
http://www.mpg.de/7499403/magnetar_zentrum_milchstrasse

Mit den besten Grüßen
Gertrud
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http://de.wikipedia.org/wiki/NGC_2442
http://antwrp.gsfc.nasa.gov/apod/ap070315.html
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Offline Gertrud

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Re: Neutronensterne, Pulsare, Magnetare
« Antwort #205 am: 29. August 2013, 22:41:03 »
Hallo Zusammen,

Einstein@Home findet in Archivdaten 24 bisher unbekannte Pulsare.

 http://www.aei.mpg.de/480840/Einstein_Home_24PSRs_PMPS

Mit den besten Grüßen
Gertrud
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Offline Gertrud

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Re: Neutronensterne, Pulsare, Magnetare
« Antwort #206 am: 13. November 2015, 21:15:41 »
Hallo Zusammen,

Das Fermi Gamma-Ray Space Telescope hat den ersten Gammapulsar entdeckt.

Der Pulsar PSR J0540-6919  liegt in den Außenbezirken vom Tarantel-Nebel in der Großen Magellanschen Wolke und ist 163.000 Lichtjahre entfernt. Der Tarantula Nebula ist die größte, aktivste und komplexesten Sternentstehungsregion in unserer galaktischen Nachbarschaft.  Es wurde als eine helle Quelle von Gammastrahlung, der energiereichste Form von Licht, früh in der Fermi-Mission identifiziert. Die  Astronomen führten dies zunächst auf eine Kollisionen der subatomaren Teilchen zurück,  auf  von Supernova-Explosionen erzeugten Supernova-Schockwellen.
Es war bisher  angenommen worden, das etwa die Hälfte der Gammastrahlen der X-Ray Helligkeit aus dem Nebel kamen. Jetzt ist klar, das der Pulsar PSR J0540-6919 etwa für die Hälfte der Gammastrahlen verantwortlich ist. Die  Gammastrahlen Impulse von J0540-6919 haben 20-mal  mehr Intensität wie der bisherigen Rekordhalter, der Pulsar in dem berühmten Krebsnebel. Dennoch haben sie etwa ein ähnliches Niveau der Funk, optische und Röntgenstrahlung.

In Tarantula- Nebula drehen sich zwei Pulsare, PSR J0540-6919 (J0540 kurz) und PSR J0537-6910 (J0537), die mit Hilfe von den Einstein  und Rossi X-ray Timing Explorer (RXTE) Satelliten entdeckt wurden. J0540 dreht sich knapp 20 Mal pro Sekunde, während J0537 wirbelt auf fast 62-mal pro Sekunde, die schnellste bekannte Rotationsperiode für einen junge Pulsar.

Credit: NASA's Goddard Space Flight Center; background: ESO/R. Fosbury (ST-ECF)

Die Gammastrahlenansicht wird vom selben Bereich oberhalb der sichtbaren Wellenlängen gezeigt. Hellere Farben zeigen eine größere Anzahl von Gammastrahlung mit Energien zwischen 2 und 200 Milliarden Elektronenvolt. Zum Vergleich, sichtbares Licht im Bereich zwischen 2 und 3 Elektronenvolt. Die beiden Pulsare, PSR J0540-6919 (links) und PSR J0537-6910, heben sich deutlich ab.
Credit: NASA/DOE/Fermi LAT Collaboration


https://www.youtube.com/watch?v=9yKJBBvgf7U&feature=youtu.be

http://www.nasa.gov/feature/goddard/nasas-fermi-satellite-detects-first-gamma-ray-pulsar-in-another-galaxy

Mit den besten Grüßen
Gertrud
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Offline adam8matek

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Re: Neutronensterne, Pulsare, Magnetare
« Antwort #207 am: 27. November 2015, 10:06:36 »
Ich gebe mich bewegt, ein schönes Kunststück

Offline -eumel-

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Re: Neutronensterne, Pulsare, Magnetare
« Antwort #208 am: 26. März 2019, 02:46:27 »
Wer rechnet mit bei Einstein@home?
Ich schon!  :)


Das Bürgerwissenschaftsprojekt Einstein@Home sucht nach Gravitationswellen und Pulsaren.
Dazu werden unter anderem Daten vom Fermi Gamma-ray Space Teleskop der NASA verarbeitet.
Dabei wurde 2017 der Puslar J0002+6216 entdeckt, der mit 4 Millionen km/h durchs All rast.

Er stößt einen glühenden Schweif aus, der inzwischen 13 Lichtjahre lang ist.
J0002 liegt etwa 6.500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Cassiopeia und rotiert 8,7 Mal pro Sekunde.

Durch Aufnahmen des Very Large Array Radio Teleskops läßt sich der Schweif bis zu seinem Entstehungsort zurück verfolgen: Dem 53 Lichtjahre entfernten Zentrum eines Supernova-Überrests CTB 1.

Astronomen vermuten, dass der Pulsar bei der Supernova Explosion von CTB 1 so schnell beschleunigt wurde.
Bei dieser Geschwindigkeit wird der Pulsar unsere Galaxie verlassen.


https://www.youtube.com/watch?v=5pGXqrovaFo


Weitere Informationen
Nächster Berliner Stammtisch am Freitag, dem 26. Juli 2019 ab 19:30 Uhr in der Bar Gagarin.