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Raumcon
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Autor Thema: Jupitermonde  (Gelesen 52018 mal)

Offline Raffi

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Re: Jupitermonde
« Antwort #25 am: 29. Mai 2009, 19:46:12 »
die Schwerkraft Jupiters ist groesser, also muss man auf einem Orbit um ihn auch schneller laufen, um sie zu kontern.

Ach ja, wie konnt ich das nur vergessen, die Fliehkraft, die der Anziehungskraft entgegen wirkt muss größer sein und sie wird nur größer, je schneller sich der Mond um Jupiter dreht.
Erstaunlich, wie die Gallileischen Monde sich an ihre Geschwindigkeit im Orbit angepasst haben.

Da interessiert mich, wie schnell z.B Io bei einer Finsternis in Jupiters Schatten eintaucht, unser Mond braucht von der Berührung bis zum kompletten Eintritt eine Stunde bei Io gehts sicher rasant, zu meinen Highlights, die ich mit meinem Teleskop beobachtet habe, war eine Mondfinsternis auf dem Jupiter, wo Io aus seinem Schatten rausgekommen ist, allerdings können wir von der Erde keine Phasen der Jupitermonde beobachten.
Der nächste Regensburg-Nürnberger Raumcon Stammtisch findet am 28. September 2018 ab 18.30 Uhr in Nürnberg statt.

Offline Schillrich

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Re: Jupitermonde
« Antwort #26 am: 29. Mai 2009, 20:20:48 »
Na das ist doch einfach:

  • mittlere Orbitgeschwindigkeit: v=17,3 km/s (sehr schnell)
  • Durchmesser: d=3643,2 km

Das macht dann:
t=\frac{s}{v}=211s=3,5min
\\   //    Grüße
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H.J.Kemm

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Re: Jupitermonde
« Antwort #27 am: 07. Januar 2010, 00:12:42 »
Moin,

am 7. Januar 1610 wurden die ersten Monde eines anderen Planeten von dem italienischen Astronomen und Naturforscher Galileo Galilei entdeckt und später nach ihm benannt. Mit dieser Entdeckung konnte zum ersten Mal beobachtet werden, dass es Himmelskörper gibt, die sich nicht um die Erde drehen.


Galileo Galilei

Es handelt sich hierbei um die *Galileischen Monde*.



Sie sind die vier größten Satelliten des Planeten Jupiter: Io, Europa, Ganymed und Kallisto.

Jerry  

Offline Kreuzberga

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Re: Jupitermonde
« Antwort #28 am: 14. Mai 2011, 15:52:31 »
Neues von Galileo, nicht von der historischen Person und auch nicht vom europäischen GPS, sondern der ersten Sonde, die in einen Jupiterorbit einschwenkte.

Auswertungen der jahrealten Daten der Jupitersonde zeigen nun ein neues Bild vom Inneren des Vulkanmondes Io. Nach Angaben der NASA sei der innere Aufbau dieses kleinen Trabanten dem eines großen Felsplaneten, wie z.B. der Erde, verblüffend ähnlich. Io weist die höchte vulkanische Aktivität aller Objekte im Sonnensystem auf. Anders als bei der Erde, treten Vulkane jedoch nicht entlang der Grenzen tektonischer Platten auf, sondern über die ganze Oberfläche verteilt. Jupiters Gezeitenwirkung sorgt für ein beträchtliches Aufheizen des Mondinneren.

Man geht nun davon aus, dass sich unter der 30 bis 50 km dicken festen Oberfläche ein mindestens 50 km tiefer Magma-Ozean befindet. Unter diesem gibt es einen Mantel aus nur zum Teil flüssigen Gestein und im Inneren einen festen Eisenkern. Möglich wurden die Erkenntnisse durch Fortschritte in einer irdischen Wissenschaft, der mineralischen Physik. Hier gewann man neue Erkenntnisse über die elektrischen Eigenschaften bestimmter Gesteinsarten. Dies konnte wiederum die Wechselwirkung Ios mit dem Magnetfeld Jupiters sehr gut erklären.

Io produziert pro Jahr etwa einhundermal soviel Lava wie alle Vulkane der Erde zusammen.

Hier die NASA PM: http://www.nasa.gov/home/hqnews/2011/may/HQ_11-144_Galileo_Moon.html

Offline einsteinturm

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Re: Jupitermonde
« Antwort #29 am: 14. Mai 2011, 18:10:29 »
Hallo, ich habe eine vielleicht naive Frage. In einem anderen Thread der neuen Missionen der Nasa ging es um die Möglichkeiten mit Antrieb das Jupitersystem wieder zu verlassen, die Antworten klangen ziemlich ernüchternd.

Wäre es denn aber möglich die ja ziemlich großen galiläischen Monde zum swing by zu nutzen ?

websquid

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Re: Jupitermonde
« Antwort #30 am: 15. Mai 2011, 13:33:58 »
Wäre es denn aber möglich die ja ziemlich großen galiläischen Monde zum swing by zu nutzen ?
Theoretisch ja, aber es gibt ein Problem: Jupiter selbst ist auch ziemlich groß ;)
Um das zu schaffen, müsste man (wahrscheinlich über Jahre) eine ganze Menge Manöver fliegen

Offline technician

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Re: Jupitermonde
« Antwort #31 am: 15. Mai 2011, 14:55:59 »
und hier die aktuelle Position der Jupitermonde inkl. einer Abhandlung der "Schattenspiele"


http://thomas-wehr.homeip.net/space/Weltraum.php
« Letzte Änderung: 15. Mai 2011, 17:28:03 von technician »

Offline Schillrich

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Re: Jupitermonde
« Antwort #32 am: 16. Mai 2011, 07:42:35 »
Die Idee mit den Mond-Flybys finde ich interessant. Ich muss mal in einen alten Unterlagen nachschauen, ob ich "überschlagen" kann, welche Zuwächse man dort pro Flyby gewinnen könnte.
\\   //    Grüße
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Offline -eumel-

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Re: Jupitermonde
« Antwort #33 am: 16. Mai 2011, 18:12:59 »
Ich glaube, die Fluchtgeschwindigkeit vom Jupiter liegt bei 60 km/s.
Vor welcher Geschwindigkeit willst Du für Deine Berechnungen ausgehen?
Eine Sample Return Mission von Europa oder Ganymed? 8)
Nächster Berliner Stammtisch am Freitag, dem 28. September 2018 ab 19:30 Uhr in der Bar Gagarin.

Offline redmoon

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Re: Jupitermonde
« Antwort #34 am: 31. Januar 2012, 09:44:43 »
Hallo,

einem Astronomenteam um Scott S. Sheppard von der Carnegie Institution of Washington gelang mit dem 6,5-Meter-Magellan-Baade-Teleskop in Chile die Entdeckung von zwei weiteren Jupitermonden. Bei den neu entdeckten Monden S/2011 J1 und S/2011 J2 handelt es sich um jeweils nur wenige Kilometer durchmessende Objekte, welche den Jupiter auf retrograden Bahnen in Entfernungen von etwa 20 bzw. 23,3 Millionen Kilometern umkreisen. Somit stieg die Zahl der bekannten Jupiter-Monde auf mittlerweile 67 Objekte an.

Quelle :  http://www.astronomie-heute.de/alias/planetenmonde/zwei-neue-jupitermonde/1140511

Weitere Infos und Bahndaten : 
http://www.minorplanetcenter.net/mpec/K12/K12B97.html 
http://www.cbat.eps.harvard.edu/iau/cbet/003000/CBET003002.txt 

Hier die Liste aller Jupitermonde : 
http://www.dtm.ciw.edu/users/sheppard/satellites/jupsatdata.html 

Schöne Grüße aus Hamburg - Mirko
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Online Gertrud

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Re: Jupitermonde
« Antwort #35 am: 19. März 2012, 23:50:45 »
Hallo Zusammen,

Erste geologische Karte  von Jupiters Mond Io mit den Einzelheiten der vulkanischen Oberfläche

Mehr als 400 Jahre nach der Entdeckung von dem innersten Mond um Jupiter der- Io- durch Galileo, produzierte eine Gruppe von Wissenschaftlern um Dr. David A. Williams von der Arizona State University die erste globale geologische Karte von dem Jupitermond Io.
Die Karte, die von US Geological Survey veröffentlicht wurde, zeigt den technisch geologischen Charakter einige der einzigartigsten und aktiven Vulkane, die jemals im Sonnensystem dokumentiert wurden.
Die geologische Karte von Io ist ein Unikat von USGS, da Oberflächenmerkmale unter Verwendung von vier verschiedenen globalen Bildmosaike zusammengestellt wurden. Produziert von der USGS, kombinieren diese Bildmosaike die besten Bilder von Voyager 1 und 2 Missionen (im Jahr 1979) sowie durch die Bilder von dem Galileo-Orbiter (1995-2003).

Die Vermittlung von Informationen aus mehreren Bildmosaike in einer einzigen Karte war eine kartographische Herausforderung und erforderte den Einsatz von komplementären Karten- Symbole, Farben und Feature-Namen.
Der Geologe  Dr. Ken Tanaka sagte, das Io in den letzten Jahren durch die vulkanischen Aktivität  eine Veränderung erfahren hat.
Die sehr detaillierten, farbigen Karte zeigt eine Reihe von vulkanischen Funktionen, einschließlich: Vulkankegel und Vertiefungen, Lavastrom Felder, Berge, Plume,sowie Schwefel-und Schwefeldioxid-reichen Ebenen. Trotz dieser geologischen Vielfalt, gibt es eine Besonderheit auf Io, die für den Mond, Mars, Erde in den geologischen Karten dargestellt werden,aber nicht auf der Io-Karte zu finden sind. Es fehlen die Einschlagskrater.

Der Mond Io ist bis jetzt das einzige Objekt im Sonnensystem, auf dem die Wissenschaftler noch keinen Einschlagskrater gesehen haben.
Dafür gibt es auf  Io die immer wiederkehrenden, sehr aktive vulkanische Aktivitäten.
Um die Informationen in einer einzigen Ansicht von Jupiters Mond Io zu präsentieren, wurden die Galileo Farbbilder in ein Mosaikbild von hoher Auflösung mit den Bilder von Voyager 1 überlagert. Dieses fusionierte Mosaik (oben) diente als primäre Basiskarte für die geologische Karte von Io (unten).
Io Global Image Mosaic and Geologic Map

Credit: US Geological Survey, Image mosaics were produced by USGS.  Geologic map was authored by Dr. David Williams (Arizona State University) and was published by the USGS as scientific investigations map
in sehr groß:
http://www.raumfahrer.net/forum/yabbfiles/Attachments/up035923.jpg

Wer nur ein kleines Gelände von Io in groß ansehen möchte, kann mit der Maus über die Bilder in diesem Link fahren.
http://gallery.usgs.gov/photos/03_15_2012_xcs1VIh77P_03_15_2012_0


in diesem PDF sind sehr viele Details, mit den Bezeichnungen der Oberfläche von Io aufgeführt.
http://pubs.usgs.gov/sim/3168/
http://pubs.usgs.gov/sim/3168/sim3168_sheet.pdf

das Video mit der geologischen Karte von Io als routierende Kugel 
Rotating Globe of Io Geology http://gallery.usgs.gov/videos/529
die YouTube- Version kann ich leider nicht einbinden. :(

Quelle:
http://www.usgs.gov/newsroom/article.asp?ID=3146

mit den besten Grüßen
Gertrud

die Erklärung zu meinem Avatar:
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Offline -eumel-

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Re: Jupitermonde
« Antwort #36 am: 20. März 2012, 00:15:22 »
Klasse Beitrag, Gertrud! :)
Nächster Berliner Stammtisch am Freitag, dem 28. September 2018 ab 19:30 Uhr in der Bar Gagarin.

marslady

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Re: Jupitermonde
« Antwort #37 am: 17. Mai 2012, 20:04:47 »
Anbei ein Video von SungrazerComets, mit Bildern des Obsevatoriums SOHO: Jupiter, seine Monde, the Sun und mehr...toll gemacht.    Mfg Marslady  http://www.planetary.org/blogs/emily-lakdawalla/2012/05160939.html

Online Gertrud

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Re: Jupitermonde
« Antwort #38 am: 10. Juni 2012, 01:21:31 »
Hallo Zusammen,

Eine neue Karte der Vulkane auf Io,
eine neue Studie zeigt das Muster von Wärme der Vulkane auf der Oberfläche von Io. Die Ergebnisse der Daten von hunderte  aktiven Vulkane deuten auf eine komplexe mehrschichtige Herkunft (multi-layer source)  hin.
Die Karte mit den „Hotspot“  zeigt die Menge der globale Verteilung und klassifiziert die breite Palette der ausstrahlenden Wärme von der vulkanischen Aktivität auf Io an.Die meisten Ausbrüche von Io stellen die Vulkanausbrüche der Erde in den Schatten.
Dies ist die umfassendste Studie mit den neusten Stand von der vulkanischen thermischen Emission auf Io. 
Das Team untersuchte in erster Linie Daten von den Voyager-und Galileo-Missionen,aber auch die Infrarot-Daten von Teleskopen auf der Erde wurden zu der Erforschung genutzt. Die Forscher sind fasziniert von der Verteilung des Wärmestroms, der nicht im Einklang mit dem aktuellen bevorzugten Modell ist, die von einer Gezeitenaufheizung von Io in relativ geringer Tiefe ausgeht.
Stattdessen tritt die Haupt-thermische Emission etwa 40 Grad nach Osten von der erwarteten Positionen auf.
Das Muster zeigt die Punkte zu einer komplexen Erwärmung innerhalb Io an.
Nach der Ausage der Wissenschaftler deutet es auf eine Mischung aus beiden, der tiefen und flachen Erwärmung hin.
Die Wissenschaftler fanden heraus, das die aktiven Vulkane  nur etwa 60 Prozent der Wärme auf Io produzieren, welche von den flachverlaufenden Vulkankratern (Paterae ) ausgehen, ein gemeinsames Merkmal auf Io.
Aber woher kommen die "fehlenden" 40 Prozent"? Die Forscher untersuchen die Möglichkeit, das es viele kleinere, schwer zu erkennende Vulkane geben könnte.
Sie rätseln noch über das beobachtete Muster des Wärmeflusses.

Die thermische Emission von ausbrechenden Vulkanen auf dem Jupitermond Io. Eine logarithmische Skala wird verwendet, um Vulkane auf der Basis von thermischen Emission zu klassifizieren: Je größer der Fleck, desto größer ist die thermische Emission.

Bild: NASA / JPL-Caltech / Bear Fight Institut
http://www.raumfahrer.net/forum/yabbfiles/Attachments/up035922.jpg

Quelle:
http://www.jpl.nasa.gov/news/news.cfm?release=2012-167

mit den besten Grüßen
Gertrud
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Offline redmoon

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Re: Jupitermonde
« Antwort #39 am: 27. September 2012, 16:57:02 »
Hallo,

ein griechischer Amateurastronom hat eine Albedokarte des Jupitermondes Ganymed angefertigt. Mehr dazu auf der Portalseite : 
http://www.raumfahrer.net/news/astronomie/27092012165408.shtml 

Schöne Grüße aus Hamburg - Mirko
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ilbus

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Re: Jupitermonde
« Antwort #40 am: 27. September 2012, 18:01:19 »
Sehr beieindrückend! Hut ab!

mit beigesterten Grüßen

Offline einsteinturm

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Re: Jupitermonde
« Antwort #41 am: 15. September 2013, 22:10:35 »
Noch einmal zu den swingby Möglichkeiten, im Voyagerthread wurden ja die Zeiten erwähnt, die es dauert, bis man soweit draussen ist. Was waere denn möglich mit swingby, am Jupiter beschleunigen, am Uranus bremsen und dann zum Neptun troedeln um dort einzuschwenken? Warum ist Europa so schwierig zu erreichen? Bremsen in der Jupiterathmosphaere? Kommt man damit auch wieder weg? Swingby um die 4 galileischen Monde? Ich kann diese leider nicht msl überschlagen...

Offline Schillrich

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Re: Jupitermonde
« Antwort #42 am: 15. September 2013, 22:56:46 »
Hallo einsteinturm,

grundsätzlich geht das: swing-bys, um an den äußeren Planeten relativ zur Sonne zu beschleunigen und zu bremsen. Nur, die müssen auch zur rechten Zeit am rechten Ort sein. Damals bei Voyager gab es gerade diese "Linienkonstellation" da draußen. Das machte diese sehr direkte Route für die große Tour möglich.
Heute gibt es diese Konstellation nicht mehr. Die kommt auch erst nach unseren Lebenszeiten wieder. Es ist praktisch unmöglich mehrfache Swing-bys in direkter Linie da draußen zu erzielen. Höchstens auf echten Ellipsen, also mehrfachen kompletten Umläufen um die Sonne, könnte man mit jeder Ellipse einen anden Planeten anvisieren. Ab Saturn dauert das praktisch ewig ...
So machen wir das heute im inneren Sonnensystem. Aber hier ändern sich die Konstellationen zwischen Venus, Erde und Mars schnell und öffnen häufig swing-by-Fenster und die Orbitzeiten um die Sonne sind überschaubar. Dann fliegen Sonden auch mal mehrfach an der Erde vorbei, aber immer nach einem kompletten Sonnenumlauf.
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel

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Online Gertrud

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Re: Jupitermonde
« Antwort #43 am: 12. Februar 2014, 20:51:54 »
Hallo Zusammen,
die erste globale geologische Karte von Ganymed

Das globale Bildmosaik von dem eisigen Ganymed wurde aus den verfügbaren Bildern der Raumsonden Voyager 1 und 2  und Galileo zusammengesetzt. Das Bild zeigt Ganymed zentriert bei 200 westlicher Länge. Dieses Mosaik (rechts) diente als Basiskarte für die geologische Karte von Ganymed (links).

Bild-Kredit:  USGS Astrogeology Science Center / Wheaton / NASA / JPL-Caltech   
http://photojournal.jpl.nasa.gov/catalog/PIA17901


Rotating Globe of Ganymede Geology
Die Studien zeigen eine komplexe eisige Welt, deren Oberfläche durch markante Kontraste der beiden großen Geländearten gekennzeichnet sind. Die Kontraste zeigen  die dunklen, sehr alten, kraterreiche Regionen und den helleren, jüngeren (aber immer noch alten) Regionen mit einer umfangreichen Ansammlung von Rillen und Hügelketten.
"Drei große geologische Zeiträume wurden für Ganymed identifiziert, die die Dominanz der Auswirkungen der Kraterbildung, dann die tektonischen Verwerfungen, gefolgt von einem Rückgang der geologischen Aktivität beinhalten", sagte USGS Geologe Dr. Ken Tanaka.
Quelle:
http://www.usgs.gov/newsroom/article_pf.asp?ID=3802

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Re: Jupitermonde
« Antwort #44 am: 26. Februar 2014, 11:46:42 »
Hallo Zusammen,

da leider das vorherige Video zu der erste globale geologische Karte von Ganymed nicht mehr zur Verfügung steht, gebe ich ein neues Video dazu.


Rotating Globe of Ganymede Geology

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Re: Jupitermonde
« Antwort #45 am: 13. Mai 2014, 22:34:12 »
Hallo Zusammen,

Der größte Mond im Sonnensystem, Ganymed, verfügt vermutlich über eine Club- Sandwich-Struktur aus Ozeane und Eis.

Nach dem neuen Modell könnten sich mehrere Schichten aus Eis und Meere auf dem Jupitermond Ganymed wie bei einem Club- Sandwich stapeln. Die neuen theoretischen Beweise lassen den Schluss zu, das die erste Schicht auf dem felsigen Kern aus salzigen Wasser bestehen könnte. Diese Ergebnisse unterstützen die Idee, das sich primitives Leben möglicherweise auf dem eisigen Mond gebildet haben könnte. Nach der Aussage der Wissenschaftler könnte der Kontakt zwischen Fels und Wasser wichtig für die Entwicklung des Lebens sein.

Die Galileo-Mission bestätigte in den 1990er Jahren, das Ganymed über einen Ozean, der bis in die Tiefen von 800 Kilometer reicht, verfügt. Die Sonde fand auch Hinweise auf salzige Meere, die wahrscheinlich das Salz  Magnesiumsulfat enthalten.  Durch Laborexperimente kann man erforschen,wie viel Salz die Dichte von Flüssigkeit erhöht. Das kann man selber mit einem Glas Wasser und mit dem guten alten Tafelsalz erforschen. Die Flüssigkeit schrumpft durch das Salz, welches die Wassermoleküle anzieht.
Die Modelle haben verschiedene Formen von Eis berücksichtigt. Das Eis, welches in unseren Getränken schwimmt wird „Ice I“ bezeichnet. Es ist die, am wenigste dichte Form von Eis und leichter als Wasser. Bei hohen Drücken, wie sie in den tiefen Ozeanen von Ganymed vorhanden sind, werden die Eis-Kristallstrukturen kompakter. Das Eis wird so dicht, das es schwerer als Wasser ist und auf den Boden des Meeres fällt. Dieses dichteste und schwerste Eis wird auf Ganymed bei „Ice VI“  vermutet. Durch die Modelle konnte das Team mit dem Computer zwischen drei Schichten Eis unterscheiden. Das Eis in der obersten Ozeanschicht , „Ice III“ könnte sich im Meerwasser bilden. Bei der Bildung von Eis fallen schwerere Salze aus und sinken bei Ganymed bis „Ice VI „. Das leichtere Eis oder Schneematsch würde nach oben schweben. Dieser „Schnee“ schmilzt wieder vor erreichen der Oberfläche des Ozeans. Dieser Matsch stellt vielleicht die Mitte des Mond-Sandwiches da.
Die Wissenschaftler wissen nicht, wie lange diese Struktur existiert. Sie stellt an sich einen stabilen Zustand da, aber verschiedene Faktoren könnten bedeuten, das Ganymed nicht diesen stabilen Zustand erreicht hat. Der Mond könnte sich mehr zu einen „normalen„ Sandwich entwickeln.

Kredit: NASA / JPL-Caltech

http://photojournal.jpl.nasa.gov/catalog/PIA18005
   
http://www.jpl.nasa.gov/news/news.php?release=2014-138

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Re: Jupitermonde
« Antwort #46 am: 04. August 2014, 22:01:37 »
Hallo Zusammen,

Helle Ausbruch auf Io
auf dem Jupitermond Io ereigneten sich im August 2013 über einem Zeitraum von zwei Wochen drei massiven Vulkanausbrüche. Der Ausbruch vom 29.08.2013 auf Io ist mit der größte, jemals beobachtete Ausbruch auf  einem vulkanisch aktivsten Körper im Sonnensystem.
Das Infrarot-Bild ist vom Gemini Nord-Teleskop, mit freundlicher Genehmigung von Katherine de Kleer, UC Berkeley.
Credit: NSF/NASA/JPL-Caltech//UC Berkeley/Gemini Observatory

http://photojournal.jpl.nasa.gov/catalog/PIA18657

Eruptionen auf Io
Diese Bilder vom  10-Meter-Keck-II-Teleskop mit dem WM Keck Observatory zeigen in verschiedenen Infrarotwellenlängen (in Mikrometer) Jupiter Mond Io.
Am 15.08.2013 wurden die Aufnahmen a und c  mit der Nah-Infrarot-Kamera (NIRC2) aufgenommen.
Bei der hellsten , der Rarog Patera, wurde eine Größe von 130 Quadratkilometer berechnet und  es wurde einen 10 Meter dicken Lavastrom produziert. Die andere Eruption Heno Patera produzierte Ströme in der Größe von  310 Quadratkilometer. Bei der Aufnahme d am 29.08.2013 sind die großen Vulkanausbrüche von Rarog und Heno Paterae erheblich verblasst. Der Lava-See Loki Patera  war zur gleichen Zeit aktiv. Der Forscher De Pater entdeckte unter Verwendung  mit dem Near-Infrared Imager mit  der adaptiver Optik auf dem  Gemini-Nord-Teleskop  auf dem Mauna Kea, und mit dem  SpeX near-infrared Spectrometer auf dem Nearby Infrared Telescope Facility (IRTF) einen dritten, noch helleren Ausbruch.
Die Wissenschaftlerin De Kleer verwendet bei der zufälligen Erfassung bei diesem hellsten Ausbruch gleichzeitig  Gemini und IRTF um zu zeigen, dass die Temperaturen bei den Ausbrüchen wahrscheinlich viel höher als eine typische Eruption heute auf der Erde sind. Das die Zusammensetzung der Magma der in den prägenden früheren Jahren auf der Erde gleicht.
 Mit freundlicher Genehmigung von Imke de Pater und Katherine de Kleer.
Credit: NSF/NASA/JPL-Caltech//UC Berkeley/Gemini Observatory/W. M. Keck Observatory

 
http://photojournal.jpl.nasa.gov/catalog/PIA18656

http://www.jpl.nasa.gov/news/news.php?release=2014-260&rn=news.xml&rst=4243

http://www.keckobservatory.org/recent/entry/keck_gemini_observatories_reveal_massive_eruptions_on_io
 
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Re: Jupitermonde
« Antwort #47 am: 05. August 2014, 06:47:55 »
Und keine Sonde ist vor Ort ... schade.
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Re: Jupitermonde
« Antwort #48 am: 31. August 2014, 19:16:04 »
Hallo Zusammen,

Lavafontäne auf Io wurde interpretiert

Dieses Mosaik wurde mit den Bildern der Sonde Galileo am Thanksgiving Day, den 25. November 1999, zusammengestellt.
Es zeigt eine Fontäne aus Lava über der Oberfläche des Jupitermondes Io.
Auf den Originalbildern ist durch die aktive, heiße Lava nur ein weißer Fleck zu sehen. Der Kameradetektor war durch die Helligkeit der Lava überlastet. Die Bearbeitung mit Computern hat den weißen Bereich wieder so aufgebaut, wie er vielleicht im Original erscheinen würde. Die Höhe des weißen Feldes wurde so interpretiert, das die Lava mehr als 1,5 Kilometer in die Höhe geschossen ist. Die weiteren heißen, weißen Bereiche unterhalb der Linie deutet darauf hin, das heiße Lava aus dem Spalt fließt. Erste Schätzungen der Temperatur der Lava schwankt zwischen weit über  1.000 Kelvin  und vielleicht noch heißer als 1.600 Kelvin. Die Nahaufnahmen der Bilder zeigen eine Kette von riesige Calderen, Vertiefungen durch den Zusammenbruch von Hohlräumen unter der erkalteten Lava.
Die Größe der Kette der Calderen von 290 mal 100 Kilometer ist sieben Mal größer als die größte Caldera auf der Erde, auf Sumatra in Indonesien. Sie hat eine Länge von 100 km und ist ca. 30 km breit.
Diese Bilder zeigen die komplexe Natur dieser riesigen Caldera auf Io, in der weitere kleineren Zusammenbrüchen innerhalb der langgestreckten Caldera aufgetreten sind. Von großen Interesse ist auch die abgeflachte Hochebene auf der rechten Seite. Der wellige Rand ist typisch für dem Prozess, den die Geologen als "sapping" bezeichnen. Die Erosion durch Flüssigkeitsaustritt am Fuße einer Felswand verursacht dieses Form. Auf der Erde werden solche "sapping" Funktionen durch Grundwasser verursacht. Auf Io wird Schwefeldioxid als Flüssigkeit unter Druck vermutet. Wenn das Schwefeldioxid das nahe Vakuum der Oberfläche von Io erreicht, wird es zu einem Gas, welches das Material am Fuße der Klippe weg sprengt. Das Schwefeldioxidgas erstarrt auf der Oberfläche von Io in Form von Frost. Das Eis kann später durch Ablagerungen begraben werden, es kann erhitzt und unter Druck gesetzt werden, bis es flüssig ist. Diese Flüssigkeit fließt dann wieder aus den Boden und vollendet die Version von dem „  Wasserkreislauf“ auf Io.
Auf dem Bild ist Norden oben links. Die Sonne beleuchtete die Oberfläche von links unten.  Das Bild ist bei 61,1 Grad nördlicher Breite und 119,4 zentriert Grad Länge und umfasst eine Fläche von etwa 300 mal 75 Kilometer. Die Auflösung beträgt 185 Meter pro  Bildelement. Bei den Aufnahmen betrug die Entfernung von Galileo zu Io rund 17.000 Kilometern .

http://photojournal.jpl.nasa.gov/catalog/PIA02519

Credit: NASA/JPL/ASU
http://photojournal.jpl.nasa.gov/catalog/PIA02525

Mit den besten Grüßen
Gertrud
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Offline Lumpi

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Re: Jupitermonde
« Antwort #49 am: 10. März 2015, 10:38:49 »
Hallo,

habe gerade gelesen, dass die NASA mithilfe von Hubble auf Ganymed eine außerordentliche Entdeckung gemacht hätte.    ???
Zitat: "Die Ergebnisse werden Wissenschaftler bei der Suche nach lebensfreundlichen Welten jenseits der Erde behilflich sein." Am 12.03. soll es dazu eine Pressekonferenz geben...
http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.de/2015/03/nasa-kundigt-hubble-entdeckung-auf.html
Das Bekannte ist endlich, das Unbekannte unendlich.

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