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Autor Thema: RocketLab - Private Raumfahrt aus Neuseeland  (Gelesen 78340 mal)

Offline paygar

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RocketLab - Private Raumfahrt aus Neuseeland
« am: 16. November 2009, 14:14:08 »
Auch die südliche Hemisphäre will wohl am privaten Wettrennen ins All teilhaben, in knapp 2 Wochen (in der Woche ab dem 30 November) will RocketLab seine erste Rakete, die Ātea-1 in eine Höhe von circa 120 km schießen. Die Starts erfolgen von den Great Mercury Islands (da Woomera vom Militär ausgebucht ist) und sollen zwischen 50.000 und 100.000 $ kosten.

Weitere Daten zur Ātea-1:
Durchmesser:                    150 mm
Länge:                              5 m
Startmasse (betankt)           65 kg
Max. Nutzlast                    2 kg
Max. auftretende G-Kräfte    15 g’s
Max. Geschwindigkeit            > Mach 5
Thrust:                              83,000 Ns (~3,200 PS)
Treibstoff:                          Polymer und Nitrous Oxide Hybrid
Flugzeit:                            30-40 Minuten
Engine burn time:                12-15 seconds

*Inert shipping – no solid fuels or explosives
*ITAR free – Rocket Lab is able to export to customers from any friendly nation

Auch die Ātea-2 wird auf der Homepage schon vorgestellt, sie soll dann bis in 250 km Höhe fliegen und was ich noch bemerkenswert finde, ist die Umweltfreundlichkeit:

Ātea-2 Rocket Vs Car C02 Output - An average car produces approximately 2,000 kg of C02 per year, (based on 5,000 miles of travelling). A single Ātea rocket produces 14 kg of C02 per launch - roughly equivalent to running one car for three days.

g0ypbpibS6g

Damit ist diese Firma, UP Aerospace nicht unähnliche, die aber mit Feststoff-Raketen suborbitale Starts anbieten.

http://www.rocketlab.co.nz/
http://www.nbr.co.nz/article/first-nz-space-rocket-ready-blast-114972


Ātea-1 / Ātea-2
Bildquelle: RocketLab
« Letzte Änderung: 16. November 2009, 17:52:40 von paygar »
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Offline MX87

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Re: RocketLab - Private Raumfahrt aus Neuseeland
« Antwort #1 am: 16. November 2009, 17:33:20 »
So langsam kommt es mir vor, als ob überall auf der Welt die private Raumfahrt in Gang kommt. Nur an Europa geht die ganze Sache ziemlich vorbei, vlt. abgesehen von ARCA in Rumänien....

Gibt's denn keinen europäischen Milliardär der sein Geld in eine Raumfahrtfirma stecken will?

Sir Richard Branson gilt hier nur bedingt, seine Virgin Galactic ist eigentlich eine amerikanische Firma  ;)
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Offline runner02

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Re: RocketLab - Private Raumfahrt aus Neuseeland
« Antwort #2 am: 16. November 2009, 18:16:57 »
Zitat
So langsam kommt es mir vor, als ob überall auf der Welt die private Raumfahrt in Gang kommt

Das will ich doch hoffen!!

Das könnte dann die Preise auch drücken... Schneller als gedacht
(über Musk) “He wants to make people a multi-planet species, and he’s not going to quit. He’ll change the model, or he’ll spend more of his own money—he’ll do something. He’s not in it to build the rockets; that’s a means to an end. It’s a religion for him.”

Offline Schillrich

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Re: RocketLab - Private Raumfahrt aus Neuseeland
« Antwort #3 am: 16. November 2009, 20:04:18 »
Lassen wir auch hier die Kirche im Dorf. Das hier ist eine Höhenrakete, von einem Träger wird nicht gesprochen. Der Schritt von so einer Rakete zu einem Träger ist etwas ganz Anderes.

Auf ihrer Seite steht:
Zitat
Our Vision

To design and create exceptional space launch vehicles for suborbital scientific payloads, micro, nano and pico orbital satellites.
To spearhead and establish an innovative New Zealand space industry.
Also Höhenforschungsraketen ...
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Offline MX87

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Re: RocketLab - Private Raumfahrt aus Neuseeland
« Antwort #4 am: 16. November 2009, 21:09:50 »
Lassen wir auch hier die Kirche im Dorf. Das hier ist eine Höhenrakete, von einem Träger wird nicht gesprochen. Der Schritt von so einer Rakete zu einem Träger ist etwas ganz Anderes.

Auf ihrer Seite steht:
Zitat
Our Vision

To design and create exceptional space launch vehicles for suborbital scientific payloads, micro, nano and pico orbital satellites.
To spearhead and establish an innovative New Zealand space industry.
Also Höhenforschungsraketen ...


Ich meinte die private Raumfahrt allgemein, nicht unbedingt die orbitale. Selbst private Höhenforschungsraketen sind in Europa nicht vorhanden ;)
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Offline Schillrich

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Re: RocketLab - Private Raumfahrt aus Neuseeland
« Antwort #5 am: 16. November 2009, 21:19:21 »
Forschung ganz allgemein wird normalerweise öffentlich getragen (und das ist auch gut so). Von der Seite haben wir Höhenforschungsraketen und gar nicht mal wenige Forschungsprogramme.
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Offline MX87

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Re: RocketLab - Private Raumfahrt aus Neuseeland
« Antwort #6 am: 16. November 2009, 23:04:55 »
Forschung ganz allgemein wird normalerweise öffentlich getragen (und das ist auch gut so). Von der Seite haben wir Höhenforschungsraketen und gar nicht mal wenige Forschungsprogramme.

Aber eine private Firma die Höhenforschungsraketen entwickelt und öffentliche Einrichtungen buchen dann Flüge, so meinte ich es  ;)
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Offline Schillrich

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Re: RocketLab - Private Raumfahrt aus Neuseeland
« Antwort #7 am: 16. November 2009, 23:21:25 »
Ohne jetzt wieder in Grundsatzdiskussionen zu verfallen ;):
Wo ist das private Raumfahrt? Wo ist das andere "private Raumfahrt" als bei uns in Europa? Der Auftrag/der Sinn für den Flug kommt aus einem öffentlichen Auftrag. Privat will damit "nichts und niemand" starten. Die Firma ist reiner Lieferant und vielleicht noch Dienstleister für den Start. Denn Sinn gibt ein (normalerweise öffentlicher) Forschungsauftrag.
Diese Art Raumfahrt haben wir auch hier, in Europa. Die TEXUS Raketen wachsen ja auch nicht auf Bäumen ...
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Offline GlassMoon

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Re: RocketLab - Private Raumfahrt aus Neuseeland
« Antwort #8 am: 18. November 2009, 13:32:50 »
Zum Thema Umweltfreundlichkeit:

CO2 ist das eine..
Bei vielen Verbrennungen mit Polymeren entstehen nette Stoffe wie Chlorwasserstoff, wenn das Zeug dann ins Wasser kommt wirds zu Chlorwasserstoffsäure.
Ich weiß zwar nicht welches Polymer die verwenden, aber es ist ziemlich wahrscheinlich dass es nicht gerade umweltfreundlich ist.
Nicht, dass ich da großen Wert drauf legen würde, es gibt ja nicht soviele Raketenstarts dass sich diese in ein Verhältnis mit wirklichen Umweltsündern stellen lassen, aber dieses CO2-Argument ist mir sehr suspekt.  ;D

Wenn sie schon einen auf umweltfreundlich machen wollen, dann ist Feststoff eher nicht die Lösung.

Auf jeden Fall ist es doch eine gute Sache, wenn der Raketenmarkt (ich hab bewusst nicht Raumfahrt gesagt  ;)) wächst. Suborbital ist immerhin schon ein Schritt in Richtung orbital. Lieber klein anfangen als sich wie andere Firmen unrühmlich daran nen Bruch zu heben.
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Offline paygar

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Re: RocketLab - Private Raumfahrt aus Neuseeland
« Antwort #9 am: 30. November 2009, 00:24:06 »
Der Start der Ātea-1 wurde aufgrund einer zugefrorenen Treibstoffleitung um 3 Stunden verschoben.


Quelle: PETER DRURY/Waikato Times

http://www.stuff.co.nz/national/3108525/NZs-first-space-rocket-a-fizzer

Übrigens kann man RocketLab auch bei Twitter verfolgen:
http://twitter.com/rocketlabnz/
« Letzte Änderung: 30. November 2009, 01:16:18 von paygar »
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Offline tobi

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Re: RocketLab - Private Raumfahrt aus Neuseeland
« Antwort #10 am: 30. November 2009, 08:01:08 »
« Letzte Änderung: 30. November 2009, 12:33:59 von tobi453 »
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!", "Le CNES, The Place to Be!!!"

Offline paygar

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Re: RocketLab - Private Raumfahrt aus Neuseeland
« Antwort #11 am: 30. November 2009, 14:47:45 »
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Online Nitro

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Re: Rocket Lab
« Antwort #12 am: 31. Juli 2014, 11:54:39 »
Lange war es ruhig um Rocket Lab, von der Atea-2 hat man z.B. nie mehr etwas gehoert. Die Jungs haben aber nun ganz andere Ziele.

Vor ein paar Tagen wurde Electron von Rocket Labs vorgestellt:


https://www.youtube.com/watch?v=cAqaheHHIlQ

Electron soll ein weiterer dedizierter Traeger fuer Kleinsatelliten werden, aehnlich wie z.B. die Firefly.

Man konzentriert sich hier allerdings auf den wohl untersten Bereich der Satellitenklassen und peilt eine Nutzlast von 110kg fuer einen polaren 500km Orbit an. Innovativ ist, dass die Rakete komplett aus Karbon hergestellt werden soll. Der Erststart ist naechstes Jahr geplant und man ist wohl schon die fuer ersten 30! Starts ausgebucht.

Ich fasse mal die bisherigen Daten zusammen:

Name: Electron
Stufen: 2
Treibstoff: LOX/Kerosin
Hoehe: 18m
Durchmesser: 1m
Gewicht: 10t
Preis: 4,9 Millonen Dollar
Erststart: 2015

Triebwerke:
1. Stufe: 9x Rutherford Triebwerk
2. Stufe: 1x Rutherford Triebwerk (vacuumoptmiert)

Quellen:
http://www.rocketlabusa.com/space-is-open-for-business/
http://www.parabolicarc.com/2014/07/30/rocket-lab-funding-sources/
http://www.spacenews.com/article/launch-report/41438new-launch-venture-targets-small-commercial-satellites

Kommt nur mir das Design der Homepage und evtl. der Rakete irgendwie bekannt vor?  ::)
Bevor man einen Beitrag letztendlich abschickt sollte man ihn sich noch ein letztes Mal durchlesen und sich dabei überlegen ob man ihn genau in diesem Wortlaut auch Abends seinem Partner und/oder Kindern ohne Bedenken vorlesen würde.

McFire

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Re: RocketLab - Private Raumfahrt aus Neuseeland
« Antwort #13 am: 31. Juli 2014, 14:03:02 »
Der Hybridtreibstoff muß ja ein Superzeugs sein. Erstaunlich, daß eine kleine neue Firma (ok, mit conn to USA) sowas entwickeln kann !

Führerschein

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Re: RocketLab - Private Raumfahrt aus Neuseeland
« Antwort #14 am: 31. Juli 2014, 14:19:11 »
Der Hybridtreibstoff muß ja ein Superzeugs sein. Erstaunlich, daß eine kleine neue Firma (ok, mit conn to USA) sowas entwickeln kann !

Die Rakete arbeitet mit Kerosin/LOX.

Daß sie offenbar an Einkomponententreibstoffen arbeiten oder gearbeitet haben, ist was anders. Die vergleichen sie in der Leistungsdichte mit Feststoff-Treibstoffen. Also gut Lagekontrolle z.B.

McFire

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Re: RocketLab - Private Raumfahrt aus Neuseeland
« Antwort #15 am: 31. Juli 2014, 18:15:06 »
Schon klar, aber ich meine den Hybridtreibstoff Hybrid 90, den sie da wohl selbst entwickelt haben.
Ob und wie sie den nun anderweitig verwenden , ist mir noch nicht klar geworden.

Offline Benecoder

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Re: RocketLab - Private Raumfahrt aus Neuseeland
« Antwort #16 am: 11. August 2014, 23:41:12 »
Hallo,
im zweiten Teil dieser Live show ist ein ziemlich ausführliches Interview mit dem CEO von RocketLab zu finden.


https://www.youtube.com/watch?v=tkmrZVDmio4&list=PLqAGtWEdE0Zl2OQJwBHS-wuSksAw8kVQz

viele Grüße

Benecoder

Offline akku

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Re: RocketLab - Private Raumfahrt aus Neuseeland
« Antwort #17 am: 27. Dezember 2014, 12:47:02 »
zwar alt aber der Vollständigkeit
 
Oktober 2014  habe sie Auszeichnungen erhalten
Büroklammer in Glas ?
 
Rocket Lab Takes Home Two Innovation Awards
http://www.rocketlabusa.com/2014/10/

Offline tobi

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Re: RocketLab - Private Raumfahrt aus Neuseeland
« Antwort #18 am: 04. März 2015, 19:22:09 »
RocketLab bekommt Geld aus dem SiliconValley und von Lockheed Martin:
http://spacenews.com/silicon-valley-fund-invests-in-new-zealands-rocket-lab/

Es soll reichen um erste Flüge Ende 2016 zu ermöglichen.
Jean-Yves Le Gall: "CNES: The Future of Space!", "Le CNES, The Place to Be!!!"

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Re: RocketLab - Private Raumfahrt aus Neuseeland
« Antwort #19 am: 05. März 2015, 22:20:39 »
Um den Artikel mal kurz aufzuarbeiten:
-laut CEO Peter Beck sollen Ende dieses Jahres erste Teststarts von Neuseeland aus stattfinden.
-man hat angeblich bereits Verträge für mehr als 30 komerzielle Starts unterzeichnet
-der Preis pro Start soll 4,9 Mio USD betragen, bei einer Nutzlast von 110 kg in einen 500 km SSO
-es ist geplant die Flüge von Neuseeland aus durchzuführen, hauptsächlich, weil sie von der geplanten Anlage aus eine große Bandbreite an Orbits abdecken können
-Lockheed Martin macht ein strategisches Investment in RocketLab, dabei geht es um Entwicklungszusammenarbeit. Bei LM sieht man einige Anwendungsmöglichkeiten für die Technologie der Electron

Also, ich bin mal gespannt, bis wann und ob wir da was fliegen sehen. Wenn man bedenkt, dass eine Falcon 9 für 12-mal so viel Geld etwa 100-mal mehr Nutzlast befördern kann, kann man kaum von einem Billiganbieter sprechen. Wohl aber von einem Anbieter flexibler und kurzfristiger Startlösungen, z.B. für Kunden, die schnell mal ein Satellit aus ihrer Konstellation im LEO ersetzen müssen...

Offline -eumel-

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Re: RocketLab - Private Raumfahrt aus Neuseeland
« Antwort #20 am: 05. März 2015, 23:03:05 »
z.B. für Kunden, die schnell mal ein Satellit aus ihrer Konstellation im LEO ersetzen müssen...
Bis 110 kg - was könnten denn das für Satelliten sein? ???
Nächster Berliner Stammtisch am Freitag, dem 25. Oktober 2019 ab 19:30 Uhr in der Bar Gagarin.

McFire

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Re: RocketLab - Private Raumfahrt aus Neuseeland
« Antwort #21 am: 05. März 2015, 23:12:45 »
Wenns billig wird, wird es die geben. Und die allseitige Miniaturisierung arbeitet mit....
Aber Cubesats sind doch trotz Mini eher begrenzt. Für 5 Mio lohnt es sich allerdings doch sicher, auch nur ein einziges zweckgebundenes, aber gutes Instrument hochzuschicken. Was wiederum der Betriebssicherheit zugute kommt. Und da sind 110 kg doch nicht so wenig.

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Re: RocketLab - Private Raumfahrt aus Neuseeland
« Antwort #22 am: 06. März 2015, 12:55:25 »
[...]
Bis 110 kg - was könnten denn das für Satelliten sein? ???
Nun, beispielsweise die Satelliten von Skybox, laut Wikipedia haben die jeweils ein Gewicht von 100 Kilogramm. Braucht man wirklich konstant aktuelle Bilder wäre es sicherlich nicht schlecht, wenn man die Option hat, schnell einen Ersatzsatellit in den Orbit zu bringen. Außerdem: wenn wirklich jetzt ein Boom unter den Erdnahen Satellitenkommunikatiossystemen ausbricht, könnte es da auch Optionen geben. Orbcomms neue Satelliten wiegen z.B. auch nur 170 kg pro Stück

Offline roger50

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Re: RocketLab - Private Raumfahrt aus Neuseeland
« Antwort #23 am: 06. März 2015, 14:23:16 »
Moin,

Orbcomms neue Satelliten wiegen z.B. auch nur 170 kg pro Stück

Yep, aber die gehen in einen ca. 620x740 km hohen Orbit. Dafür ist dieser Träger zu schwach. Auch die Massen-Satellitenkonstellationen, die von Google u.a. geplant werden, dürften mindestens so hoch fliegen. Sonst wäre die Lebensdauer zu gering.

Gruß
roger50


McFire

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Re: RocketLab - Private Raumfahrt aus Neuseeland
« Antwort #24 am: 06. März 2015, 15:18:32 »
Allerdings muß RocketLab auch nicht stehenbleiben bei dem Erreichten....
Ich denke mal, bis 250 kg kann man was machen ohne einen Quantensprung, nur mit Verbesserungen.

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